Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Cannabisagentur bald in Deutschland!

Cannabisagentur bald in Deutschland!



Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon recker am Mi 4. Nov 2015, 19:55

Bin ja mal gespannt, ob und wie die immer gebetsmühlenartig vorgebrachte Bedingung "nur wenn keine anderen Medikamente helfen!" rechtlich verankert werden soll.

Hat man sich das so vorzustellen, dass jedem potentielle Patient erst nach einem nachgewiesenen "Spiessrutenlauf" durch die Chemo-Fraktion Anrecht auf naturreine Hanfblüten pur hat? Das kann ja wohl nicht angehen. Schon wieder so'n verfassungsrechtlicher Stolperstein.

Ein anderer Punkt ist die Grenzziehung zwischen erlaubter und unerlaubter Indikation. Wer kriegt die Blüten, wer nicht?

Die werden noch viel zu knobeln haben im Gesundheitsministerium. So kommt das eben, wenn ein Engel erst verteufelt wird und sich die Verteufelung dann nicht mehr aufrecht erhalten lässt.
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Unbegreiflich am Fr 6. Nov 2015, 23:55

Noch ein Beitrag zum Thema.

»Die Cannabisagentur kommt - Vorteil für Apotheken?« - »DAZ.Online«
http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... 17082.html

Zitat:
Noch ist die Einführung einer Cannabisagentur für Deutschland nur in einem Referentenentwurf vorgesehen. Einzelheiten werden seitens des Gesundheitsministeriums (BMG) nicht kommuniziert.



Schade das man seitens des Gesundheitsministeriums keine Einzelheiten kommuniziert.
Nicht das nachher etwas nicht passt oder funktioniert.

Nach dem Motto:
»Wollen Sie mit dem Chef sprechen? Oder mit jemand der sich auskennt«?


Es gibt dort noch eine Umfrage (kann da irgendwie keinen Link setzen)
Ist ein roter Textzug im Bericht:
Was halten Sie von den Plänen des Bundesgesundheitsministers? Stimmen Sie mit ab! Hier kommen Sie zu unserer Umfrage.



Da findet man noch das:
Welche Fragen stellen Sie sich noch zum Thema Cannabisagentur? Schreiben Sie uns: Redaktion_daz.online@deutsche-apotheker-zeitung.de


Selbst hier möchte man mit den Leuten in den Dialog treten.

»Medizinisches Cannabis« ist schon jetzt in aller Munde!

In der Nächten Zeit, sollten ja auch mal Aussagen aus dem Kanzeleramt zu dem Thema kommen.
Bleibt abzuwarten. Aber ich denke, die Presse wird bestimmt Anfragen ohne Ende raushauen!
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Sa 7. Nov 2015, 05:49

" Er will in Hannover ganz legal Cannabis anbauen: Rechtsanwalt Jürgen Scholz plant eine Plantage, damit die Kranken, die vom Arzt verordnet Hanf konsumieren, günstiger als über teure Import-Wege an das Mittel herankommen (NP berichtete).
...
Scholz hat derzeit einen Antrag bei der Bundesopiumstelle liegen, in dem es um genau jenen Anbau zu medizinischen Zwecken geht: „Wir haben inzwischen alle Zulassungsbestimmungen erfüllt - allerdings werden die Anträge bisher sowieso negativ beschieden.“ Warum dann die Mühe? „Es geht uns um die Ablehnung des Antrages, damit wir vor Gericht gehen können.“
...
Zumindest, so glaubt Scholz, hilft ihm der Vorstoß ein Stück weit: „Anträge wurden von der Bundesopiumstelle bisher oft aufgrund mangelnden öffentlichen Interesses abgelehnt - dieses Argument ist damit hinfällig, es besteht ja offenbar."


http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine ... heinlicher
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Mo 9. Nov 2015, 07:32

"Ein echtes Novum in Deutschland: Medizinalhanf auf Rezept – die Bundesregierung hat sich dazu durchgerungen, eine staatlich kontrollierte Cannabisproduktion aufzubauen. Profitieren werden davon beispielsweise schwerkranke Schmerzpatienten und Menschen mit Hyperaktivitätsstörungen. Es waren Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe selbst und seine Drogenbeauftragte Marlene Mortler, die sich zu diesem Schritt durchgerungen haben.
...
Mein liebes Tagebuch, Cannabis als Arzneimittel auf Rezept geht medizinisch voll in Ordnung, ist eigentlich schon überfällig. Und dennoch: politisch gesehen ist das eine kleine Revolution für die CDU, die sich bisher so tapfer gegen Cannabis gewehrt hat.
...
Aus Apothekerperspektive hat es andererseits leicht skurrile Züge, dass ausgerechnet hinter dem vergleichsweise schwachen Cannabis eine Agentur steht, die über alles wacht, während man bei Opiumtinktur und Opiumextrakt ohne Agentur auskommt und auf die herkömmlichen Betäubungsmittelwege vertraut. Sei’s drum, wenn’s denn hilft."


http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... 17111.html
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Unbegreiflich am Mi 11. Nov 2015, 18:03

Nochmal einiges zu der »Agentur für Cannabis« die kommen soll.

Man möchte wohl die neue »Agentur« unter dem »BfArM« ansiedeln.
Ist die Frage ob das geht.
In anderen Ländern ist diese Behörde wohl direkt den Gesundheitsministerien unterstellt.
Eine dritte Instanz, wie das »BfArM« das dort dazwischen geschaltet werden soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Meiner Meinung nach etwas unnötig.
Aber irgendwer muss ja diese ganzen Dinge, wie Export und so weiter im Gesundheitsministerium absegnen.
Das kann (denke ich) auch eine kleine Truppe beim »BfArM« sein.
Zum Beispiel: Eine »Cannabis-Sachverständigen Kontrollinstanz«

Das kann ich mir vorstellen.

So etwas sehen viele bestimmt kritisch.
Weil das »BfArM« wirklich äußerst fraglich agierte in den letzten Jahren. Das verstehe ich.

Eines muss man aber verstehen.
Wenn es so kommt wie in den Niederlanden, dann stellt ja zum Beispiel ein Großhandel diese Anfrage bei der »Agentur für Cannabis«.

Fiktiv:
Wir gehen mal von einem Großhandel für den »Stadt-Staat Hamburg« aus.
Wenn in den nächsten Jahren mehr Leute »medizinisches Cannabis« verschrieben bekommen, dann passiert folgendes.

Verschiedene Ärzte werden Cannabis verschreiben.

Sagen wir mal in Hamburg:
1500 Patienten mit »Depressionen«.
1000 Patienten mit »Chronischen Schmerzen«.
200 Patienten mit »Multipler Sklerose«.
500 Patienten mit »Hyperaktivität«.
Und so weiter ...

Da kommen ganz schnell einige Tausend Patienten zusammen.
Sagen wir mal es kommen so in den nächsten Jahren 6.000 Patienten in Hamburg zusammen.
Diese Patienten bekommen ein Rezept vom Arzt und gehen zu ihrer Apotheke.

Dann ist es so, dass viele Apotheken von ein und demselben Großhändler beliefert werden.
Sagen wir 1500 dieser Patienten beziehen ihr Cannabis also von dem selben Großhandel
(weil deren Apotheken von dort beliefert werden).

Die Rezepte (Anfragen) gehen beim Großhandel ein.
Dieser Großhandel, nimmt diese ganze Anfragen (gebündelt) und stellt wiederum eine Anfrage bei der »Agentur für Cannabis«.

Ist dann praktisch eine Liste des Großhändlers.
Da sind Anfragen (Rezepte) von 1500 Patienten gelistet.

Sagen wir der Großhandel stellt einmal im Quartal eine solche Anfrage bei dieser »Agentur«.

Für die kommenden drei Monate, werden laut Rezeptverschreibungen und der eingereichten Liste durch den Großhandel, sagen wir mal 45kg/Monat Cannabis benötigt, also im Quartal wären das 135kg
(das wären im Schnitt 30Gramm/Monat pro Patient).
Dann sollte (denke ich) dieser Großhandel auch etwas auf »Reserve« kaufen können.
Wenn akute Fälle eingehen, wo neue Patienten Cannabis benötigen.
Einige Kilogramm sollte so ein Großhändler immer abrufbereit auf Lager haben.
Also könnte dieser Großhändler eine Anfrage von 160kg Cannabis für dieses Quartal stellen
(135kg gesicherter Bedarf + 25kg Sicherheitsvorrat).

Da der Bedarf beim Großhandel angemeldet wurde, stellt dieser nun die Anfrage bei der »Agentur«.
Wenn die Anfrage geprüft wurde, kann der Großhandel beliefert werden.
Da geht es nicht mehr um »Einzelfallprüfungen«.
Ist gar nicht umsetzbar in diesen Größenordnungen.
Da wird geschaut ob alles seine Rechtliche-Ordnung hat.
Pure Bürokratie, könnte man sagen.

Kann man ja mal rechnen. Da kommt nachher eine Menge Cannabis in Deutschland zusammen.

Mir ist nicht ganz klar, wie man einen (realistischen) »voraussichtlichen Bedarf« bei Cannabis anmelden will.
Da wird diese Agentur sicherlich zu wenig veranschlagen.
Ich habe bei diesem Punkt ganz Extreme Zweifel, am Urteilsvermögen der Entscheidungsträger
(ohne das ich jemanden was Böses unterstellen möchte).

Achtung! Wichtig!
Selbst wenn man mit sehr wenigen Patienten in Deutschland rechnet, kommt man schon auf mehrere Tonnen im Jahr.
Das ist einfach so.
Ich gehe mal von sehr moderaten Zahlen aus.
Wenn die Agentur kommt, werden bestimm 20.000 Patienten direkt schauen, dass man ihnen Cannabis verschreibt (fast ausschließlich Dauermedikation).
Das sind auch keine Simulanten.
20.000 ernsthaft erkrankte (Depression, Chronische Schmerzen usw.) sind direkt zu erwarten.
Das ist Fakt!
(Eigentlich sind das bestimmt noch viel mehr. Aber ich will mich da nicht festlegen, darum gehe ich mal von wenigen Patienten aus)

Das muss die Politik im Auge behalten.
Wenn diese Agentur erstmal etabliert wird muss man die ersten Jahre eigentlich jeden Monat neue »Bedarfs-Anpassungen« vornehmen.
Die Zahlen werden in den ersten Jahren drastisch wachsen.
Da muss der Staat dann blitzschnell reagieren und diesem Markt die Belieferung bewilligen, sprich die Anbaumengen erhöhen.
Sonst herrscht Chaos.
Es wird sonst ganz schnell zu Engpässen kommen und die Menschen können nicht mehr therapiert werden.
Das wäre eine Katastrophe.

Da können die sich auf den Anbau von Tonnen einstellen.
Das muss man ganz realistisch so festhalten.

So sollte man das ganze in etwa Betrachten, wenn man an diese "Agentur für Cannabis" denkt.
Das wird auf keinen Fall so bleiben wie jetzt, sondern wird sicherlich etwas humaner für die Patienten.


Will auch noch was zu den »Medizinischen-Cannabis-Sorten« sagen und fragen.

Es gibt so viele Cannabis-Sorten, dass man es kaum Glauben mag.
Welche Sorte am besten für welchen Einsatzbereich (also Erkrankung) geeignet ist, wird sehr schwer zu bestimmen sein.
Würde gerne wissen wer das nachher hierzulande bestimmt, welches Cannabis als »medizinisch geeignet« eingestuft wird.

Es sollte auch ne große Bandbreite geben.
-Starke Sorten mit 10-20% THC.
-Auch gemäßigte Sorten mit 3-8% THC wären eine wirkliche Bereicherung für den »medizinischen Sektor«.
-Sorten mit hohem CBD-Gehalt sollten auch erhältlich sein.
-Sorten mit gemäßigtem CBD-Wert.
-Ebenso Sorten mit ziemlich austariertem THC-CBD Wert.

Das sind schonmal fünf verschiedene (grobe) Einordnungen für »medizinisches Cannabis«.
- THC-reich
- CBD-reich
- THC-CBD-ausgeglichen
- THC-gemäßigt
- CBD-gemäßigt

In fast jeder Kategorie gibt es sehr viele Sorten.
Bei manchen Kategorien ist die Sorten-Anzahl etwas überschaubarer.
Keine Ahnung welche Sorten nachher wirklich die besten sind.

Da sollten schon am Anfang 15-20 Sorten »medizinisches Cannabis« auf dem deutschen Markt erscheinen.
Das wären pro (oben genannter) Kategorie nur 3-4 Sorten.
Das ist wirklich überschaubar für den Anfang.
Aber immerhin 20 Sorten.

Denke mal wir werden das Saatgut aus den Niederlanden beziehen, auch wenn es andere Samenzüchter in Europa gibt.
Die Niederländer haben einfach eine Auswahl, die ihres gleichen sucht.
Aber welche Sorten werden das wohl sein?

Ich habe oft gelesen das irgendwelche Sorten, sich besonders eignen für diese oder jene Erkrankung.
Kann da jemand irgendwelche Berichte zu empfehlen?
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Unbegreiflich am Do 14. Jan 2016, 20:06

Ich möchte mal kurz die Preisgestaltung von "medizinischem Cannabis" aufgreifen.
Das ist ja auch wichtig für die zukünftige Cannabisagentur in Deutschland.

Kurz zur Einleitung:

Von „Maximilian Plenert“ etwas aktuelles aus den „News“ (14. Januar 2016)

Zweiter Arzneimittelhändler importiert Cannabis - Deutscher Hanfverband News
https://hanfverband.de/nachrichten/news ... t-cannabis

Momentan zahlen Patienten wohl rund 15 €/Gramm für ihr “medizinisches Cannabis”.
Ein unfassbarer Preis.
Jetzt sinkt der Preis wohl etwas. Besser gesagt die Möglichkeit besteht.
Auf eventuell etwas unter 14 €/Gramm.

Schauen wir mal in die Niederlande:

Hier geht es zur Preisliste von “Bedrocan” in den Niederlanden.

Link:
https://www.cannabisbureau.nl/medicinale-cannabis

In den Niederlanden kosten “5 Gramm Einheiten” jeweils 34,50 €.
Dazu kommt die Mehrwehrsteur (BTW = Belasting over de toegevoegde waarde).
Es sollte der verminderte Steuersatz von 6% sein. Das wären dann 2,07 €.

(Es sollte auch noch irgendeine Rezeptgebühr anfallen. Das ist so eine Art Rezeptpauschale. Das sollten knapp 6 € sein)

Insgesamt würden dann „5 Gramm“ = 42,57 € kosten.
Das sind dann rund 8,52 €/Gramm.

Ich hatte auch gehört das es noch günstiger geht in den Niederlanden.
Wenn man eine Dauermedikation benötigt und wie in den „News“ berichtet wurde ein Mengenrabatt gegeben werden kann.

Es gibt in den Niederlanden ja auch „250 Gramm Einheiten“.
Damit können sich Apotheken beliefern lassen und den eingesparten Betrag, kann man an den Patienten weitergeben.

Wenn momentan ein Gramm „Bedrocan-Cannabis“ rund 8,52 € kostet.
Dann sollte man bei einem Rabatt bestimmt nicht mehr als 7,50 € zahlen.
Eventuell auch noch weniger.
Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass in den Niederlanden die Preise bei 7 €/Gramm starten.

Macht aber Sinn mit der Preisminderung.
Wenn man statt 5 Gramm, auf einmal 30 Gramm in der Apotheke abholt, entfallen schon mal fünf Rezeptpauschalen. Das sind schon 30€.
Ein niedriger Preis sollte durchaus drin sein.

Wenn man bedenkt das die Lebenshaltungskosten in den Niederlanden generell höher sind.
Wundert man sich über die Preise für „medizinisches Cannabis“ hierzulande.
Das müsste auch jetzt schon viel günstiger gehen, denke ich.

In der Zukunft sollte die Preisgestaltung in Deutschland auch angepasst werden, wenn das hier richtig losgeht.
Mehr als 10 €/Gramm, sollte „medizinisches Cannabis“ selbst zu Beginn nicht kosten.
Eine Verminderung des Preises sollte man anstreben.
In 5 Jahren könnte „medizinisches Cannabis“ auch sicherlich für rund 5 bis 6 €/Gramm abgegeben werden können.
Wäre ein Preis den man gut realisieren könnte.
Dann würden auch mehr Patienten vom rauchen des Cannabis abkommen.
Wenn jemand seine Medizin selber finanzieren muss und weniger Gesamtkosten hat, kann man auch eher über andere Applikationsformen nachdenken, selbst wenn mehr Cannabis dafür benötigt wird.
Muss man alles bedenken!

Das mal kurz zur Preisgestaltung.

Kann jemand etwas zu der momentanen Preisgestaltung in Deutschland sagen?
Woran liegt es denn das hierzulande das “medizinische Cannabis” so teuer ist?
Ich meine irgendwo muss das Geld ja bleiben.
Wer steckt sich das ein?
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Sa 23. Jan 2016, 09:29

"Regierungspläne für Cannabis-Agentur irritieren Mediziner

Fachärzte irritiert das Vorhaben der Bundesregierung, die Produktion von Cannabis-Medikamenten über eine staatliche Agentur zu organisieren. Es fehlten wissenschaftliche Beweise für die behauptete schmerzstillende Wirkung des Rauschmittels, meinen die Ärzte im Nachrichtenmagazin FOCUS. Die Studienlage sei „dürftig“, urteilt die Neurologin Claudia Sommer von der Universitätsklinik Würzburg. Der Erlanger Pharmakologe Kay Brune vermisst ebenfalls „kontrollierte Doppelblindstudien“, also ausgefeilte Tests an Probanden.

Der Göppinger Schmerzmediziner Gerhard Müller-Schwefe behandelt selbst mit Cannabis, findet aber die geweckten Hoffnungen „übertrieben“. Lediglich eine Linderung von Krämpfen bei multipler Sklerose sei gut belegt, räumen alle drei vom FOCUS befragten Experten ein."


http://www.focus.de/magazin/kurzfassung ... 32231.html

Boah, jetzt fallen die den Patienten in den Rücken :evil:
Vielleicht ist ja nur die deutsche Studienlage dürftig ! Aber dann sollte Arzt vielleicht mal über den Tellerand hinausschauen und englischsprachige Studien studieren.
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Doc_A am Sa 23. Jan 2016, 10:52

Man weiß ja nicht, was in diesen Gesprächen im Detail besprochen wurde. So, wie es sich im Artikel anhört, ist von den Ärzten nur destruktiv "rumgenölt" worden.

Wenn man die Aussagen im "Artikel" für bare Münze nimmt, kann man sich nur fragen, ob diese Hirnathleten schon einmal auf die Idee gekommen sind, daß solche Studien in D nur mit einer Cann.-Ag. im Rücken durchgeführt werden können?
:shock:
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Mo 16. Jan 2017, 18:04

"Cannabis-Lizenz: Unternehmer sollten Fallstricke beachten! Anwälte informieren!

Im Jahr 2017 wird der Cannabisanbau für Schwerkranke teilweise legalisiert werden, worauf die Kanzlei Dr. Späth & Partner Rechtsanwälte mbB mit Sitz in Berlin und Hamburg hinweist.

Hierfür hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe bereits vor geraumer Zeit ein Gesetz auf den Weg gebracht, um schwer kranken Patienten den Zugang zu Cannabis zu erleichtern.

Außerdem soll der Medizinal-Hanfanbau durch eine staatliche „Cannabis-Agentur“ geregelt werden.

Um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

Es geht hier nicht um die völlige Freigabe und Legalisierung von Cannabis (die von Dr. Späth & Partner Rechtsanwälten mbB im Übrigen auch nicht unterstützt wird), sondern um die kontrollierte Freigabe gegenüber schwer kranken Patienten.
...
Auch diverse Unternehmer, Bauern, Gärtner, Ärzte und Apotheker, die in diesem Bereich tätig sein wollen, rechnen mit starken Umsatzzuwächsen, um die zu erwartende Nachfrage zu bedienen.

Die Kanzlei Dr. Späth & Partner weist daher aus aktuellem Anlass darauf hin, dass bei der Bewerbung für eine Medizinalhanf-Lizenz zahlreiche Fallstricke zu beachten sind, bei der sich Interessierte rechtlich absichern sollten.

So gibt es strenge Regularien, es wird voraussichtlich eine Gebühr für die Bewerbung fällig und es muss voraussichtlich weiteres Geld investiert werden.
...
Genauere Details werden wohl in den nächsten Wochen oder Monaten bekannt werden, wenn die genauen Vorgaben des Gesetzes und der zu gründenden „Cannabis-Agentur“ noch bekannt werden.

Interessierte bzw. Unternehmer, die sich für eine Cannabis-Lizenz interessieren, sollten sich aber nach Ansicht von Dr. Späth & Partner frühzeitig mit den rechtlichen Regularien vertraut machen, um rechtzeitig in den Marktbereich „Medizinalhanf“ einsteigen zu können und um die vorgegebenen rechtlichen Vorgaben erfüllen zu können."


https://www.anwalt.de/rechtstipps/canna ... 96383.html
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Mo 30. Jan 2017, 05:48

"Dortmunder Unternehmen will Cannabis anbauen

Oscar Kuhls Bruder Sascha litt an Magen-Darm-Krebs, selbst Morphium linderte seine Schmerzen nicht mehr. Was ihm half und neue Lebensqualität brachte, war Cannabis. 2012 starb Sascha Kuhl, sein Bruder weiß aber noch gut, wie sehr Hanf ihm geholfen hat: Daher will er nun mit zwei Dortmunder Geschäftspartnern medizinischen Hanf importieren und später selbst anbauen.

Der Deutsch-Niederländer Kuhl lernte Walter Crispin kennen, der in Dortmund eine Firma für Lichtdesign hat. Sie gründeten das Unternehmen „Hanfpassion“, als Dritter ist der Dortmunder Ricardo Pendon dabei. Bislang haben sie 50.000 Euro investiert. Ab Februar wollen sie in Österreich Hanf als Zierpflanze anbauen – das ist dort legal.
...
Die Inhaber von „Hanfpassion“ wollen eine Lizenz haben; sie gehen davon aus, dass sich bundesweit fünf bis zehn Firmen bewerben. Das BfArM äußerte sich auf Anfrage zu der Zahl nicht. Auch nicht dazu, wann das Ausschreibungsverfahren beginnt. Kuhl & Co. rechnen mit einer Ausschreibung ab Ende 2017, und damit, in zwei bis zweieinhalb Jahren produzieren zu können. Das Trio will seine Anlage zur Produktion im Großraum Dortmund einrichten. Dort würden rund 25 Jobs entstehen, etwa für Chemiker, Botaniker, Mediziner.
...
Fraglich ist indes, wie viele Patienten künftig Cannabis erhalten. Hanfpassion rechnet mit mehreren Millionen. Eine offizielle Schätzung dazu gibt es nicht. Der Hörder Allgemein- und Suchtmediziner Dr. Jürgen Huesmann ist gegen die generelle Freigabe von Cannabis.
...
Er weist aber darauf hin, dass laut Gesetzentwurf Cannabis eben nur verschrieben werden kann, wenn andere therapeutische Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Es komme letztlich auf den Wortlaut des Gesetzes an. Er sagt: „Es ist ein langer Weg für Patienten zu Cannabis.“ Auch die Krankenkassen würden sich genau ansehen, ob alle anderen Alternativen ausprobiert wurden."


http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/d ... 30,3204908


Es ist, glaube ich, unterdessen leichter, eine Liste mit Ärzten anzulegen, die sich den Fortschritt verweigern. Da sind doch wieder gezielte Lügen seitens des Arztes, die in dem Artikel verbreitet werden.
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Fr 3. Mär 2017, 06:25

"Neue Agentur soll Cannabisanbau in Deutschland kontrollieren

Künftig wird es in Deutschland möglich sein, Cannabis legal anzubauen - allerdings nur unter staatlicher Kontrolle. Die zuständige Cannabisagentur wird heute in Berlin offiziell vorgestellt.
...
Durch die Cannabisagentur soll auch sichergestellt werden, dass nur Hanf "in pharmazeutischer Qualität" zu den Patienten gelangt. Gewinne darf die Cannabisagentur nicht erwirtschaften.

Los gehen kann der staatlich kontrollierte Cannabisanbau in Deutschland jedoch erst nach einem Ausschreibungsverfahren. Bis die ersten Ernten zur Verfügung stehen, soll die medizinische Versorgung mit Cannabis über Importe gedeckt werden. Weitere Einzelheiten zur Arbeit der Cannabisagentur wollen das Bundesinstitut und das Bundesgesundheitsministerium an diesem Freitag in Berlin vorstellen."


http://www.dw.com/de/neue-agentur-soll- ... a-37791553
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Fr 3. Mär 2017, 07:19

"Cannabis gibt’s nur hier

Ein Mittelständler besitzt quasi das Monopol auf Medizinalhanf – das könnte nun für viel Umsatz sorgen

Michael Popp weiß alles über Cannabis. Seit etlichen Jahren schon beschäftigt sich der Unternehmer mit dem Rauschmittel. Nicht als Konsument, denn Drogen lehnt der Gesundheitsfanatiker vehement ab. Popp raucht nicht mal Zigaretten. Stattdessen kümmert sich der Pharmazeut intensiv um die medizinische Wirkung der Hanfpflanze – und ab sofort auch um die betriebswirtschaftliche. Denn der Bundestag hat im Januar die Zulassung von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Und Popps Firma Bionorica ist derzeit der mit Abstand größte Anbieter von Medizinalhanf in Deutschland.
...
Bislang mussten sich Patienten in Deutschland auf eigene Rechnung mit der Cannabistherapie versorgen – weil Dronabinol in der Bundesrepublik nicht als Arznei gilt, sondern als Betäubungsmittel und damit nicht erstattungsfähig ist. Bei Kosten von bis zu 700 Euro pro Monat können sich das aber nur sehr wenige leisten. Schätzungen zufolge werden hierzulande nicht mal 1000 Patienten mit dem Hanfwirkstoff therapiert.

Das entsprechende Mittel stammt dabei schon jetzt von Bionorica. Seit 2002 erforscht der Naturarzneimittelhersteller die Cannabispflanze. „Die Ergebnisse sind überragend“, versichert Popp. Daher habe er das Thema auch nie aufgegeben. Berater und Aufsichtsräte von Bionorica hatten genau das schon mehrfach gefordert. Denn der Dronabinol-Handel ist für den Mittelständler aus Oberfranken seit vielen Jahren ein nicht unerhebliches Zuschussgeschäft. Nun aber könnte sich das Durchhaltevermögen auszahlen. Zweistellige Millionenumsätze scheinen möglich, heißt es im Markt.

Denn Bionorica hat in Zukunft quasi ein Monopol – zumal das Unternehmen im Herbst 2014 die Firma THC Pharm aus Frankfurt gekauft hat, die auf synthetisch gewonnenes Dronabinol spezialisiert ist.
...
Dass neben dem Extrakt in Zukunft auch Blüten ausgegeben werden können, hat Popp überrascht. Anbieten will er sie aber nicht. „Das passt nicht zu unserer Strategie und zu unserem Selbstverständnis“, sagt der Wissenschaftler, der längst nicht nur den deutschen Markt im Blick hat. „Wir kämpfen derzeit auch um die Zulassung in mehreren anderen europäischen Ländern“, berichtet der Unternehmer."


https://www.welt.de/print/welt_kompakt/ ... -hier.html


Wenn er sich da mit seiner sturen Haltung mal nicht verkalkuliert : wer will denn die Kopie/Monosubstanz, wenn das Original um Längen besser wirkt.
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Fr 3. Mär 2017, 08:15

"Staatliche Cannabis-Agentur vor dem Start
...
„Ich rechne mit einer gewissen Ausweitung der entsprechenden Therapien, doch in welchem Ausmaß ist offen“, sagte der Chef der Sucht-Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer, Josef Mischo, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir begrüßen als Ärzteschaft, wenn nun die therapeutischen Möglichkeiten erweitert werden.“
...
Der Deutsche Hanfverband (DHV) sieht in der neuen Cannabisagentur eine Chance für die ganze Branche. In der „Heilbronner Stimme“ (Freitag) mahnte DHV-Geschäftsführer Georg Wurth allerdings Klarheit beim Thema Lizenzvergaben an.

„Konkrete Detailregelungen werden darüber entscheiden, ob es für Unternehmer tatsächlich Sinn machen wird, sich für Lizenzen zu bewerben“, sagte der Vertreter der Lobbyorganisation. „Zu klären ist: Welche Mengen werden ausgeschrieben, welche Sorten, welche Qualitätsanforderungen gibt es, welche Anforderungen an die Unternehmen, und wie viele Lizenzen werden erteilt?“"


http://www.noz.de/deutschland-welt/poli ... -dem-start
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Mo 13. Mär 2017, 08:11

"Planwirtschaft mit Gras

Cannabis gibt es bald auf Rezept. Das kann der Anfang eines Wandels in der Drogenpolitik sein

Im Jahr 2019 soll die erste Ernte THC-haltigen Hanfs eingefahren werden, staatlich zertifiziert: Die Bundesrepublik steigt ins Cannabis-Geschäft ein. Mit der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes wird die medizinische Nutzung von Cannabis in Deutschland vereinfacht. Damit der von Apotheken gestellte und von den Krankenkassen bezahlte Stoff eine „angemessene und gleichbleibende Qualität“ hat, wird eine staatliche „Cannabisagentur“ eingerichtet. Die braucht laut dem UN-Einheitsabkommen für Betäubungsmittel von 1961 jeder Staat, der ansonsten illegale Stoffe legal vertreiben will.
...
Einmal geerntet, wird das Cannabis von der zuständigen Agentur aufgekauft. Mit Nachdruck betonen die Zuständigen jedoch: Es wird in den Räumen der Agentur kein Cannabis gelagert werden, der Vertrieb wird direkt vom Feld zu den Herstellern der Medikamente oder den Apotheken gehen.
Das BfArM setzt dabei einen Herstellerabgabepreis fest, mit dem es jedoch keinen Gewinn machen darf. Bedarfskalkulation, staatlich genehmigter Anbau, festgelegte Preise, kontrollierter Vertrieb? Es ist ein Traum von einer Planwirtschaft. Im Bereich der Betäubungsmittel ist das gar nicht so unüblich. Das internationale Recht gibt sehr strenge Regeln vor, auch Medikamente auf Opiat-Basis, wie bestimmte Schmerzmittel, werden streng planwirtschaftlich angebaut, weiterverarbeitet und vertrieben.
...
Bei der Vorstellung der Cannabisagentur im Haus der Bundespressekonferenz gaben sich die die Vertreter des Staates betont sachlich und unaufgeregt. Fünf grauhaarige Herren aus Gesundheitsministerium und dem BfArM stellten sich den Kameras und Fragen der Journalisten. Erstaunlich viele waren gekommen, dafür, dass es letztendlich nur um eine arzneimittelrechtliche Angelegenheit ging. Doch die Herren von den Behörden können es noch so runterspielen: Es ist ein Politikum.
Auch wenn man von einer Politik der kleinen Schritte sprechen muss, die anstehende Veränderung für schwerkranke Patienten gibt eine Richtung vor: Es tut sich was in der Drogenpolitik. Wenn in fünf Jahren die ersten Ergebnisse der Begleiterhebung zur Verfügung stehen und sich zeigen sollte, dass Cannabis in gewissen Dosen nur bedingt Nebenwirkungen hat, wird es schwerer werden, ein generelles Verbot noch zu rechtfertigen.
Die Verantwortlichen wehren sich gegen eine solche Einschätzung natürlich. Für das Verbot von Cannabis spreche nach wie vor eine erhöhte Gefährdung von Jugendlichen. Studien aus den USA würden zeigen, dass gerade junge Menschen, in deren Familien es psychische Erkrankungen gab, das Risiko einer Psychose eingehen. Das ist richtig, rechtfertigt jedoch kein Verbot. Wer Schäden minimieren will, muss aufklären, nicht kriminalisieren. In den Genuss einer solchen Aufklärung werden in den nächsten Jahren mehr Patienten kommen. In dieser Zeit werden alle dazulernen: die Patienten, die Ärzte, die Krankenkassen – und hoffentlich auch der Gesetzgeber."


https://www.freitag.de/autoren/lfb/plan ... t-mit-gras
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Bewerbung Cannabislizenz

Beitragvon Ash am Do 23. Mär 2017, 13:29

Hallo Forum,

Falls Sie Interesse an einem Joint Venture hinsichtlich der Vorbereitung des Antrages haben, würden wir gerne mit Ihnen diese Kosten teilen. Es werden wahrscheinlich einige Anträge gestellt werden aber wenige werden den Zuschlag bekommen. Wir recherchieren die neusten Trends und Techniken in den USA und werden wahrscheinlich auch eine Beratungsagentur aus Israel engagieren.

Vielleicht können wir unsere Ressourcen 50% / 50% bündeln und somit einen Vorteil zu den vielen anderen Bewerbern erreichen.

Wenn Sie Interesse haben sollten, einfach melden. Investitionskapital für Ihr eigenes Projekt sollte vorhanden sein.

Mit freundlichem Gruß
Ash

Ps - Verstehe nicht warum mein Beitrag in diesen Thread verschoben wurde das Sie spezifisch nichts mit der Bewerbung zu tun hat.
Ash
 
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Mi 5. Apr 2017, 10:47

"Berauschende Aussichten

Im April werden die Lizenzen für den Anbau von Medizinalhanf in Deutschland vergeben – die Erwartungen sind groß.
...
Die Kosten für die Behandlung werden die Krankenkassen übernehmen; den Bedarf der Patienten sollen ab 2019 Cannabis-Pflanzen decken, die in Deutschland von pharmazeutischen Unternehmen gezüchtet und weiterverarbeitet wurden. Allerdings steht noch nicht fest, wie viele und welche Firmen die Pflanze mit den gezackten Blättern in Zukunft anbauen dürfen; das für diese Angelegenheit zuständige Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die dort angedockte Cannabisagentur werden wohl nur eine Handvoll der begehrten Anbaulizenzen vergeben, vermuten Experten.
...
Das BfArM hat im Vorfeld der Lizenzvergabe kalkuliert, dass Patienten in Deutschland bei einer durchschnittlichen Tagesration von einem Gramm pro Jahr etwa 365 Kilogramm Cannabis oder 10 000 Hanfpflanzen benötigen. Warum die Behörde dabei nur die derzeit bekannten rund 1000 Konsumenten in ihre Berechnungen einbezogen hat, ist zahlreichen Experten allerdings ein Rätsel. „Die Zahlen des BfArM sind meiner Meinung nach viel zu gering“, sagt etwa Professor Oliver Kayser. Der Pharmazeut und Dekan der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen an der Technischen Universität Dortmund forscht seit Jahren zu den Wirkstoffen, die in Cannabis enthalten sind. „Das Marktpotenzial von Medizinalhanf in Deutschland ist enorm“, sagt er. „Ich gehe eher von bis zu 800 000 potenziellen Konsumenten aus.“

Auch der Deutsche Hanfverband teilt diese Einschätzung. „Wenn das System erst einmal läuft, werden sehr viel mehr Patienten in Deutschland mit Cannabis behandelt werden als bisher“, sagt Verbandssprecher Georg Wurth. Wie sich der Markt entwickele, hänge allerdings in entscheidendem Maße davon ab, wie viele Ärzte ihren Patienten den Stoff tatsächlich verschreiben. „Wir kriegen heute schon viele Anrufe von Leuten, die einfach keinen Mediziner finden, der Medizinalhanf in der Praxis einsetzt“, sagt Wurth. Wegen der bislang relativ überschaubaren Zahl an Cannabis-Patienten gebe es derzeit nur wenige Mediziner, die sich mit der Anwendung und Wirkung des Stoffes auskennen – dafür aber jede Menge Vorbehalte. Prinzipiell könne auch das Cannabis-Geschäft in Deutschland zum Milliardenmarkt avancieren. „Aber wenn keiner Cannabis verschreibt, hemmt das natürlich die Entwicklung.“ In den vergangenen Monaten haben den Verband hunderte Anfragen von Privatpersonen und Unternehmen erreicht, die ins Geschäft einsteigen wollen."


http://www.tagesspiegel.de/themen/agend ... 07386.html
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Di 11. Apr 2017, 17:55

"Es liegt was in der Luft

Cannabis-Produzenten können sich jetzt für den Hanfanbau in Deutschland bewerben. In Berlin findet gerade ein Branchentreffen statt.
...
Nun ist auch klar, wie viele Anbaulizenzen für den künftigen Hanfanbau in Deutschland vergeben werden und welche Kriterien potenzielle Produzenten erfüllen müssen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am Montag die europaweite Ausschreibung für die Vergabe der Anbaulizenzen für Medizinalhanf auf seiner Homepage veröffentlicht. Den Angaben zufolge vergibt die Behörde insgesamt zehn Anbaulizenzen für drei unterschiedliche Hanfsorten, die zwischen 2019 und 2022 auszuliefern sind. Ein Cannabisproduzent kann dabei bis zu sieben Lizenzen erhalten, sofern er den Kriterien der Ausschreibung entspricht. So müssen potenzielle Auftragnehmer unter anderem mindestens dreijährige Erfahrung mit dem Anbau und der Verarbeitung von Medizinalhanf oder von Arzneipflanzen nachweisen und mindestens 50 Kilogramm davon hergestellt haben. ...

„Mit dieser Ausschreibung sind viele Firmen von vornherein aus dem Rennen“, sagt Kongressteilnehmer Cornelius Weimar, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Hanf AG. Auf die vom BfArM vorgegebene bisher produzierte Menge des Stoffes könne man als deutscher Hersteller nur kommen, wenn man mit einem bereits etablierten Hersteller aus dem Ausland zusammenarbeite. Das Dortmunder Start-up Hanfpassion verfolgt genau diese Strategie. Das 11-köpfige Team will sich in Bietergemeinschaft mit einem kanadischen und einem israelischen Unternehmen um eine der begehrten Anbaulizenzen für Medizinalhanf bewerben. "


http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/c ... 60456.html
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Fr 14. Apr 2017, 19:51

"Zwei Tonnen Cannabis für Schwerstkranke

Die neue Cannabisagentur des Bundes lässt im staatlichen Auftrag medizinisches Hanf anbauen - sehr viel sogar. Nach SPIEGEL-Informationen könnten die Apotheken bald mehr als 5000 Patienten versorgen.
...
In 2021 und 2022 will die Agentur im staatlichen Auftrag bereits jährlich 2000 Kilogramm Cannabis in Deutschland ernten lassen, wie aus Unterlagen zum Vergabeverfahren hervorgeht, die das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt hat. Rechnerisch entsprechen 2000 Kilogramm dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von fast 5500 Patienten. "


http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 43390.html

https://de-de.facebook.com/spiegelonlin ... 3288984869

Ab 2021 !? 2000 KG für 5500 Patienten?! :o

Lächerlich und dafür klopfen sich jetzt einige Politiker selbstgerecht auf die Schultern und brüsten sich damit auf Konferenzen. :evil:
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Duck am Fr 14. Apr 2017, 20:05

Das sind denn 30,4 g im monat pro partient.
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitragvon Sabine am Do 11. Mai 2017, 06:56

"Haschgärtner dringend gesucht

Cannabismedizin aus deutschem Anbau ist schwer zu bekommen
...
Das Problem: Wer in den vergangenen drei Jahren in Deutschland 50 Kilogramm Cannabis angebaut hätte, wäre woanders gelandet als ganz oben auf der Liste der chancenreichen Bewerber. Kein deutscher Betrieb könnte eine solche Erfahrung vorweisen. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) ist sauer. Jochen Winkhoff von der Bundesfachgruppe Gemüsebau im ZVG sagt: "Die Vergabekriterien sind so gehalten, dass der deutsche Erwerbsgartenbau von vorneherein de facto ausgeschlossen ist." Die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Karin Maag (CDU) hat deswegen mal beim Bundesinstitut nachgefragt. Das Ausschreibungsverfahren laufe, hieß es dort nur.

Maag will aber "auf jeden Fall den kontrollierten Anbau von Cannabis in Deutschland ermöglichen". Sie sieht eine Reihe von Unternehmen, etwa aus dem Bereich der Naturarzneimittel, "die dafür Expertise haben". Sie unterstütze deshalb "ausdrücklich die Bemühungen des Gesundheitsministeriums, eine vernünftige Lösung zu finden". Den Verantwortlichen rauchen deswegen schon die Köpfe. "
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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