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Warum Cannabis eine ernsthafte Bedrohung für die Alkohol- un



Warum Cannabis eine ernsthafte Bedrohung für die Alkohol- un

Beitragvon Hanfkraut am Di 6. Jun 2017, 16:16

Die Legalisierung von Cannabis ist immer öfter Thema in der westlichen Welt. Nach vielen Jahren des Verbots wird der Geist endlich aus der Flasche gelassen. Langsam aber sicher entdecken die Leute die zahlreichen therapeutischen Vorteile, die Cannabis für unseren Körper mit sich bringt - und zwar ohne schädliche Nebenwirkungen. Gleichzeitig hat sich Cannabis als Freizeitdroge für Erwachsene (von manchen gern auch als "Lifestyle-Cannabis" bezeichnet) als harmlos erwiesen, vor allem, wenn man es mit anderen Freizeitdrogen, wie Alkohol oder Zigaretten vergleicht. Die wichtigste psychologische Wirkung von Cannabis ist, dass es den Menschen hilft, sich zu entspannen und ihre Laune zu verbessern. Es kann die Menschen tatsächlich glücklich machen. Im Gegenteil zu Zigaretten müssen wir hierbei jedoch keine schlimmen Krankheiten, wie Krebs oder Herzprobleme befürchten. Im Vergleich zu Alkohol tragen wir zudem keine Leberschäden davon. Ein Kater bleibt uns ebenfalls erspart. Es gibt aber immer noch Gegner, die sich mit aller Macht gegen die weltweite Cannabis-Revolution stemmen. Wer jetzt denkt, dass das die großen religiösen und konservativen Organisationen sind, der irrt. Vielmehr handelt es sich hierbei um die Alkohol- und Tabakindustrie, die Angst hat, dass eine rechtmäßige Cannabisbranche ihr eines Tages ein großes Stück vom Kuchen wegnehmen könnte. Aus diesem Grund waren es auch "Big Alcohol" und "Big Toacco", die jahrelang im Stillen jene Aktivitäten finanziert haben, die in der Gesamtbetrachtung als äußerst effektive Anti-Cannabis-Propaganda-Kampagne bezeichnet werden können. Dabei konnten sie die ganze Zeit lang komplett autonom und ohne jegliche politische Einflussnahme agieren - weil sie nämlich selbst sehr viel Einfluss besitzen. In all den Jahren sind Millionen Menschen weltweit dem Krebs oder den Folgen ihres Alkoholismus zum Opfer gefallen. Zusätzlich wurden auch noch die Steuerzahler zur Kasse gebeten, um die Gesundheitssysteme der industrialisierten Länder am Laufen zu halten. Cannabis hat indes noch niemanden getötet. Tatsächlich ist bisher noch keiner gestorben, nur weil er Marihuana konsumiert hat. Die Droge ruft auch keine lebensbedrohlichen Krankheiten hervor. Zudem ist Cannabis auch nicht giftig - nicht einmal in großen Mengen. Es führt auch nicht zum Krebs (im Gegenteil - Tierversuche in den USA haben gezeigt, dass die Pflanze sogar helfen kann, Krebs zu besiegen). Wie harmlos ist Cannabis? Nun, es ist schon mal so harmlos, dass es von Natur aus in unserem Körper vorkommt. Ihr habt richtig gehört: Der menschliche Körper produziert chemische Botenstoffe, die Cannabinoide genannt werden. Diese Stoffe helfen uns, unsere Körperfunktionen, wie das Gedächtnis den Stoffwechsel und den Schlafrhythmus aufrecht zu erhalten. Wie "Big Alcohol" und "Big Tobacco" gegen die Cannabisindustrie Stimmung machen Big Alcohol und Big Tobacco haben also jede Menge Gründe, die Leute vom Cannabis-Konsum abzuhalten, der ja eigentlich sicherer ist, als ihre umstrittenen Produkte. Für sie steht viel auf dem Spiel. Insgesamt ist die Alkoholindustrie derzeit um die 1,2 Billionen Dollar wert. Bei der Tabak-Industrie handelt es sich zudem um ein Oligopol, in dem jährlich 800 Milliarden Dollar umgesetzt werden. Im Rahmen diverser Übernahmen und gegenseitiger Beteiligungen bündeln die beiden Zweige gerade ihre Kräfte. Auf diese Weise sichern sie sich ihren Zugriff auf das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. Zusammen kontrollieren sie momentan einen Zwei-Billionen-Dollar-Markt. Demgegenüber beliefen sich die weltweiten Einnahmen aus legalem Marihuana im letzten Jahr auf 7,3 Milliarden Dollar, wie das Marktforschungsinstitut New Frontier Data herausfand (das meiste Geld wurde in den USA umgesetzt, obwohl es dort sowie auch im Großteil der westlichen Welt noch immer illegal ist). Das ist immer noch ein großer Batzen, wenn man es mit anderen Branchen vergleicht, die auch von freiwilligen Kaufentscheidungen der Leute abhängen (die offensichtlichen Ausnahmen sind hierbei natürlich die Alkohol- und Tabakindustrie). Der kombinierte Cannabismarkt, bei dem es also um Marihuana als Freizeitdroge und als Medizinprodukt geht, wird Analysten zufolge in den nächsten Jahren noch auf 50 Milliarden Dollar wachsen. Selbst dann sind das nur zwei Prozent des zusammengerechneten Volumens aus der Alkohol- und Tabakbbranche. Wie Cannabis schnell populär werden kann Bisher ist Cannabis noch keine ernsthafte Bedrohung für den globalen Freizeitdrogenmarkt. Das wird sich aber ändern. Und zwar schneller, als die meisten es sich vorstellen. Warum? Das hängt vor allem mit der Entwicklung zusammen, wie Cannabis überhaut konsumiert wird. Die Leute müssen sich heute nicht mehr in eine dunkle Gasse zurückziehen, um sich da einen stinkenden Joint reinzuziehen. Stattdessen gibt es Erfindungen wie den "Vape Pen", ein sogenannter "Vaporizer" oder auch Verdampfer, der den Genuss von Cannabis viel einfacher, sauberer und angenehmer macht. Daneben kann man Cannabis heute auch in Form von Ölen oder Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen. Bei diesen neuen Konsummöglichkeiten muss keiner erst einmal husten, ausspucken oder Halsschmerzen befürchten. Es entstehen auch keine störenden Rauchwolken, wodurch sich der Geruch auch nicht in der Kleidung festsetzt. Ich habe zum Beispiel erst letzte Woche in Las Vegas überall Leute mit diesen Vape Pens herumlaufen sehen. Auch Menschen, die ein hohes Maß an Bildung und Einkommen ausstrahlten, nutzten die Dinger in Restaurants, Poolbars und sogar in den Kasinos. Offengestanden war ich ziemlich schockiert, weil Cannabis in den Kasinos von Las Vegas eigentlich noch verboten ist. Dennoch hat sich niemand an dem illegalen Konsum gestört. Und zwar deswegen, weil so ein Vaporizer nur einen ganz leichten Dampf ausstößt, der nicht nach Cannabis riecht. Was ich damit sagen will: Diese neuen Wege, Cannabis zu konsumieren, lassen natürlich auch die Nachfrage in den USA und Kanada in die Höhe schießen. Deutschland wird der nächste Kandidat werden. Zunächst wird man sich in Deutschland mit Cannabis als ungiftige pflanzliche Medizin anfreunden, die keine Nebenwirkungen hat aber dennoch effektiv ist. Danach wird Cannabis auch Einzug in den Markt für Freizeitdrogen halten, sobald sich die Gesetzeslage ein wenig gelockert hat.

Warum Cannabis eine ernsthafte Bedrohung für die Alkohol- und Zigarettenindustrie ist | wallstreet-online.de - Vollständiger Artikel unter:
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