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Effekte der Legalisierung in Uruguay



Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon srjosi am Do 18. Mai 2017, 20:24

Hallo,
Im Moment wird ja die Legalisierung in Uruguay breit durch die Medien behandelt. Interessant finde ich das der breiten Masse hierdurch bekannt wird das es möglich ist Cannabis für 1,30 Euro zu verkaufen. Was im Kontext zu der aktuellen Situation der deutschen Apotheken Preise doch den ein oder anderen zum Denken animiert. So hoffe ich.

Grüße Kalli
Zuletzt geändert von srjosi am Fr 19. Mai 2017, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Uruguay

Beitragvon CBDManiaK am Fr 19. Mai 2017, 00:48

Das ist zwar besser als die Preise hier oder in NL, aber immernoch zu teuer.

In z.B. Albanien kostet das Kilo, direkt beim Hersteller (den Bauern) 300€, ja richtig gelesen: dreihundert!
Was einen Grammpreis von 30Cent ergibt.
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Re: Uruguay

Beitragvon Sabine am Fr 19. Mai 2017, 07:02

Das uns der Preis in Uruguay so niedrig vorkommt, hat ja auch mit diversen dortigen Kriterien wie Einkommensdurchschnitt, Strassenpreis, Anbaustandarts/Energiepreise etc. zu tun.

Mich würde daher eher interessieren, wie das Preisverhältnis Uruguay/Deutschland daher wirklich ausschaut.

Und Albanien finde ich auch einen schlechten Vergleich : für das wenige Geld bekommt man einen Haufen Pestizide, Düngemittel etc. mitgeliefert. Dann lieber einen etwas höheren Preis!
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Uruguay

Beitragvon studenmuenster am Fr 19. Mai 2017, 08:30

Sabine hat geschrieben:Das uns der Preis in Uruguay so niedrig vorkommt, hat ja auch mit diversen dortigen Kriterien wie Einkommensdurchschnitt, Strassenpreis, Anbaustandarts/Energiepreise etc. zu tun.

Mich würde daher eher interessieren, wie das Preisverhältnis Uruguay/Deutschland daher wirklich ausschaut.

Und Albanien finde ich auch einen schlechten Vergleich : für das wenige Geld bekommt man einen Haufen Pestizide, Düngemittel etc. mitgeliefert. Dann lieber einen etwas höheren Preis!


Das Bruttoinlandsprodukt (BIP/GDP) 2015 pro Kopf in US$ sieht so aus.

Germany 2015 US$ 41,686
Uruguay 2015 US$ 15,574

Quelle: https://unstats.un.org/unsd/snaama/selbasicFast.asp (Deutschland und Uruguay, GDP, Per Capita GDP - US Dollars, 2015)

Das gibt einen Anhaltspunkt für einen Vergleich, aber wie du schon richtig sagst, Standards, Produktionskosten etc. pp. fließen da auch noch mit rein. Außerdem gibt es noch klimatische Unterschiede, die da eine Rolle bei den Kosten spielen könnten.

Aber die deutschen Apothekenpreise sind einfach zu hoch :(
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Sabine am So 18. Jun 2017, 04:51

"Besondere strafrechtliche Vorschriften

Das Gesetz Nr. 19172 zur Regulierung des Anbaus, Vertriebs und der kontrollierten Abgabe von Marihuana vom 10. Dezember 2013 erlaubt Privatpersonen unter bestimmten Voraussetzungen den Besitz von Cannabispflanzen und ihren Früchten. Der Handel mit Marihuana, wie auch der mit anderen Rausch- und Betäubungsmitteln- bleibt jedoch grundsätzlich verboten; der Polizei obliegt im Einzelfall die Entscheidung, ob sie den Besitz einer bestimmten Menge von Marihuana, mit der eine Person angetroffen wird, als Eigenbedarf ansieht oder zur Strafanzeige bringt.

Der Drogenhandel in Uruguay ist illegal. Der Anwendungsbereich des neuen Gesetzes zur Regulierung des Anbaus, Vertriebs und der kontrollierten Abgabe von Marihuana ist auf Personen mit rechtmäßigem gewöhnlichen Wohnsitz in Uruguay beschränkt und gilt nicht für Touristen."


http://www.auswaertiges-amt.de/sid_B956 ... rheit.html
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Martin Mainz am So 2. Jul 2017, 09:48

Dieses Land ist der erste legale Drogenproduzent der Erde

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... -Erde.html

"Ein Staat wird zum Dealer. In einem südamerikanischen Land gibt es bald Marihuana aus der Apotheke - für 1,15 Euro pro Gramm. Damit soll Drogenkartellen die Geschäftsgrundlage entzogen werden. Der Ausgang des Experiments: offen.
...
Ab Anfang Juli will Uruguays Regierung kräftig am Marihuanakonsum mitverdienen. Erstmals wird damit weltweit ein Staat selbst zum Drogenproduzenten. Wenn Manuel Martin künftig seine Joints anzündet, klingelt es in der Staatskasse. Diese Entscheidung klingt auf den ersten Blick überzeugend: Laut Schätzungen der staatlichen Behörden gibt es in dem Land am Rio de la Plata etwa 160.000 Marihuanakonsumenten. Sie bedienen sich bislang auf dem Schwarzmarkt, der von der Drogenmafia beliefert wird.
...
Ein Durchbruch im Kampf gegen die Mafia, sagen die Befürworter, ein gefährliches Experiment mit der Sucht, die Kritiker. Während in den USA, dem weltgrößten Drogenmarkt, in einzelnen Bundesstaaten wie Colorado oder New York der Cannabiskonsum in kleinen Mengen straffrei ist, geht Uruguay noch einen Schritt weiter. Der Staat übernimmt auch die Kontrolle über die Produktion des Stoffs.
"


Kann man nur hoffen, daß die Apotheken hierzulande die Gelegenheit nutzen und auch von dort importieren um die aktuellen Engpässe zu umgehen.
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Sabine am So 2. Jul 2017, 11:52

"Marihuana per Fingerabdruck in der Apotheke

Ab Juli verkauft in Uruguay der Staat Drogen. In der Praxis stößt die weltweit einzigartige Regelung auf erbitterte Widerstände
...
Fast vier Jahre haben 15.000 registrierte Konsumenten und Hanfanbauer auf diesen letzten Schritt bei der Legalisierung der Droge gewartet. Wer sich registriert hat und selbst nicht anbaut, kauft nun gegen Fingerabdruck legal eine auf 40 Gramm im Monat begrenzte Menge der Droge in der Apotheke – zu staatlich festgesetzten Preisen mit Qualitätsgarantie. Jedenfalls theoretisch. Das weltweit einzigartige Gesetz, mit dem Uruguay der Mafia den Boden unter den Füßen wegziehen will, stößt auf harte Widerstände: praktische bei der Umsetzung, aber auch ideologische, obwohl in Uruguay der Marihuanakonsum seit Jahrzehnten gesellschaftlich toleriert ist.
...
Als Präsident José Mujica 2013 mit der Legalisierung die Welt überraschte, glaubten nur wenige daran. Im Kongress gab es erbitterten Widerstand der bürgerlichen Parteien, selbst Mujicas linker Parteigenosse und Nachfolger im Präsidentenamt, Tabaré Vázquez, war von der Idee nicht angetan. Auch Apotheken wehrten sich. Sie würden ja auch keine Zigaretten und Alkohol verkaufen, hieß es. Andere bangten, Zielscheibe von Überfällen der Mafia zu werden. Nur 20 registrierten sich bis Juni. Im Landesinneren dürfte es schwierig werden, sich legal zu versorgen. Das Gesundheitsministerium hat Garat zufolge bisher kein einziges Medikament auf Basis von Cannabis zugelassen, publiziere auch keine Jahresberichte zur Umsetzung des Gesetzes. Die dafür geschaffene Kontrollbehörde IRCCA sei unterfinanziert und personell mager ausgestattet. "


http://derstandard.at/2000060603471/Mar ... r-Apotheke
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Sabine am So 2. Jul 2017, 11:56

Martin Mainz hat geschrieben:Kann man nur hoffen, daß die Apotheken hierzulande die Gelegenheit nutzen und auch von dort importieren um die aktuellen Engpässe zu umgehen.



Nicht nur von dort, es würden sich doch auch noch näher liegende Staaten eignen : z.B. Israel dürfte doch gut eingedeckt sein. Wäre auch wegen der Entfernung sinnvoller und nicht um die halbe Erde geschippert/geflogen.
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Martin Mainz am So 2. Jul 2017, 17:57

Sabine hat geschrieben:Nicht nur von dort, es würden sich doch auch noch näher liegende Staaten eignen : z.B. Israel dürfte doch gut eingedeckt sein. Wäre auch wegen der Entfernung sinnvoller und nicht um die halbe Erde geschippert/geflogen.


Stimmt natürlich. Wo immer man kann.
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Sabine am So 2. Jul 2017, 18:35

"Jetzt wird der Staat zum Dealer
Uruguay wagt das Experiment: Als erstes Land weltweit verkauft es nun selbst angebautes Cannabis – in Apotheken an Freizeitkiffer. Das gefällt natürlich nicht jedem.
...
Um das uruguayische Cannabisgesetz zu verstehen, sagt Julio Calzada, müsse man zuerst das Land verstehen. Der ehemalige Generalsekretär des Nationalen Rats für Drogen der Regierung sitzt in einem Café in Montevideo und wirkt ziemlich entspannt. Er sagt: "Wir haben ein soziales Modell für die Drogenpolitik etabliert." Bis 2015 war Calzada im Amt, er ist der strategische Kopf hinter der Legalisierung.

Uruguay sei immer schon progressiv gewesen, sagt Calzada, fortschrittlicher als andere Länder Südamerikas. Früh durften die Frauen hier wählen, sich scheiden lassen, abtreiben – Letzteres ist bis heute beispielsweise in Chile verboten. In Uruguay finden es die Menschen laut Umfragen gut, dass der Staat einen großen Einfluss auf ihr Leben hat. Vom Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit über die Prostitution bis zur Wirtschaft ist vieles umfangreich geregelt – nun halt auch der beliebte Hanf.

"Ich lege Wert darauf, dass wir den Cannabiskonsum nicht freigeben", sagt Calzada. "Das Gegenteil ist der Fall: Es handelt sich um ein Modell der streng regulierten Abgabe, in dem Preis, Menge und Qualität der Droge in staatlicher Hand sind." Das sei auch der Unterschied zu den Niederlanden, wo das Marihuana für die Coffeeshops weiter vom Schwarzmarkt kommt – mit allen Qualitätseinbußen und Gefahren, die das haben könne. Mit giftigen Stoffen gestrecktes Cannabis oder minderwertige Blüten sollen in Uruguay nicht über den Apothekentisch gehen. Staatlich geprüfte und garantierte Cannabisqualität? Das gibt es nicht einmal in den USA, wo private Firmen untereinander um Preis, Menge und den Gehalt des Hanf-Wirkstoffs THC konkurrieren. Nach Calzadas Überzeugung fördere das den Drogenkonsum noch.
...
Jeder Kiffer, das war der umstrittenste Punkt des Gesetzes, muss sich beim Staat registrieren. In der Apotheke identifiziert sich der Käufer per Fingerabdruck. "Der Apotheker sieht auf seinem Display nur ein OK, keinen Namen", erzählt Calzada, "die Daten sind sicher und verschlüsselt." Ein Massenabgriff der Daten soll nicht möglich sein, auch nicht die Weitergabe an Einwanderungs- und Zollbehörden anderer Länder oder den eigenen Arbeitgeber.

4.200 Uruguayer haben sich schon für den Weg über die Apotheke registriert, weitere 10.000 sind als Selbstanbauer oder Cannabisclub-Mitglied eingetragen. Das ist rund ein Viertel der 55.200 regelmäßigen Konsumenten im Land.

Nur Touristen sollen in der Apotheke leer ausgehen, auch weil Uruguay keine Probleme mit den Nachbarländern Argentinien und Brasilien bekommen will. "
...
So locker sehen die Legalisierung nicht alle. Vor allem unter den Apothekern regt sich Widerstand. "Wir müssen uns vor Überfällen schützen. Deshalb werden wir ganz sicher kein Marihuana verkaufen", sagt Beatrice. ... Wer ein von Drogen gezeichnetes Gesicht habe, den lasse sie nicht rein.
...
Beatrice hat für die Idee, Drogen in Apotheken anzubieten, nur Verachtung übrig: "Wir werden daran nichts verdienen und nur Probleme bekommen", sagt sie. "Wir werden draußen ein Schild anbringen, damit die Crackköpfe und die anderen schon vorher wissen, dass wir nichts im Lager haben." Nur 20 der 120 Apotheken im Land haben sich für einen Verkauf von Cannabisblüten gemeldet, auch wenn sie ein Drittel der Einnahmen behalten dürfen sollen. ...
Während die Freigabe in anderen Staaten von Graswurzelbewegungen gefordert und ermuntert wurde, hat die linke Regierung in Uruguay ihr Vorhaben von oben und zunächst gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt. "


http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20 ... l-apotheke
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Sabine am Mi 19. Jul 2017, 22:20

"STRACK-ZIMMERMANN: Uruguay hat vernünftige Drogenpolitik verstanden
...
„Im Gegensatz zur Bundesregierung und zur Drogenbeauftragten Marlene Mortler hat Uruguay verstanden, wie vernünftige Drogenpolitik funktioniert. Statt durch ein Cannabisverbot den Schwarzmarkt und illegalen Drogenhandel zu befeuern, würde kriminellen Drogenbanden durch eine Legalisierung das lukrative Geschäft entzogen werden.

Gleichzeitig würde mit einer Legalisierung von Cannabis ein verbesserter Jugendschutz einhergehen. Der kontrollierte Verkauf von Cannabis an erwachsene Personen in Apotheken würde zu einer Austrocknung des Schwarzmarktes führen und verhindern, dass Konsumenten über diesen mit harten Drogen in Kontakt kommen.

Ich fordere die Bundesregierung auf, sich endlich der Realität zu stellen und eine Legalisierung von Cannabis zu beschließen. Und so nicht nur für einen besseren Jugendschutz zu sorgen, sondern auch dringend notwendige Kapazitäten bei der Polizei freizumachen, die bisher noch durch Bagatelldelikte unnötig blockiert werden.“"


https://www.liberale.de/content/strack- ... verstanden
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Sabine am Sa 22. Jul 2017, 16:19

Ist ja schon ne kleine Mogelpackung mit der Legalisierung in Uruguay, zumindest was das in Apotheken verkaufte Cannabis angeht :

beide Sorten enthalten nur 2% THC (und 6,5 bzw. 7% CBD), wie man hier im Artikel (Bild 2) auf den Packungen sehen kann.

http://derstandard.at/2000061548072/Uru ... r-Apotheke

Zumindest mit dem Apothekencannabis wird man so den Drogenhandel nicht eindämmen können.


Auf Infos, welche Sorten angebaut werden dürfen, bin ich leider bisher noch nicht gestossen.
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitragvon Sabine am So 23. Jul 2017, 06:45

"Morgens Mate, abends Marihuana

Uruguay in Südamerika ist der erste Staat der Welt, der Marihuana komplett legalisiert hat. Seitdem wird es nicht unbedingt mehr konsumiert, aber sichtbarer. Viele junge Leute bauen Cannabis selber an, beschäftigen sich mit der Heilwirkung der Pflanze - und erfinden neue Produkte.
...
Mehrheit der Uruguayer sieht Legalisierung skeptisch

Jugendliche fühlen sich ausgeschlossen, weil sie nicht kiffen. Auch wegen solcher Folgen sieht die Mehrheit der Uruguayer die Legalisierung laut Umfragen skeptisch. Allerdings geben die Statistiken bisher keinen Grund, Alarm zu schlagen. Der Konsum ist in den letzten vier Jahren nicht bedeutend gestiegen. Es wird nur offener konsumiert. Der würzige Duft von Marihuana liegt in Montevideo häufig in der Luft: im Fußballstadion, am Strand, im Café. Da der legale Verkauf erst in diesen Tagen beginnt, haben viele Uruguayer in den letzten Jahren angefangen, sich selbst zu versorgen - wie Federico Moleri.

Federico will sein Extrakt seinem Opa verabreichen. Der hat Parkinson. Marihuana soll da beruhigen und das Zittern stoppen.
...
Bienen hat er schon – und natürlich Cannabis. Dabei geht es ihm beim Marihuana nicht nur um den Rausch, sondern auch um den Anbau an sich.
...
In einem anderen Glas hat Federico Marihuana in Olivenöl eingelegt. Das wird er mit Bienenwachs mischen. Am Ende hat er dann eine Salbe, die könnte vielleicht der Großtante seiner Freundin helfen, die an starken Rückenschmerzen leidet. Do-It-Yourself – Möbel bauen, gärtnern, einwecken – das ist ein weltweiter Trend. In Uruguay ist oft Cannabis mit im Spiel.
...
"Es ist in Uruguay gerade wirklich sehr in Mode, sich mit Marihuana zu beschäftigen. Die Neugierde ist groß und es kursieren viele Informationen im Netz. Wir zeigen hier im Kurs, dass man die Pflanze mit Sorgfalt nutzen muss. Das ist wichtig für die Sicherheit der Leute."
...
Einige Uruguayer hoffen, dass aus dem Trend bald auch eine Chance für das Land wird – Marihuana-Produkte als Exportschlager. Der Direktor des Cannabis-Museums, Eduardo Blasina, selber Landwirt und Cannabis-Bauer, beobachtet die Entwicklung genau:

"Mein Traum ist, dass Uruguay in fünf Jahren Südamerika mit Marihuana-Medikamenten versorgt. Und ich hoffe, dass wir viele Dinge erfinden, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Bekannte von mir stellen Cannabis-Pasta her. Sehr lecker. Ein Winzer aus Argentinien hat angefangen, Champanabis herzustellen – Sekt mit Cannabis."

Vom uruguayischen Staat bekommen solche Initiativen allerdings kaum Unterstützung. Der aktuelle Präsident Tabaré Vázquez ist ein Gegner der Cannabis-Legalisierung, die sein Vorgänger José Mujica beschlossen hat. Initiativen, um medizinisches Cannabis im großen Stil herzustellen, haben die Behörden bisher gestoppt. Und auch die Hersteller der Marihuana-Mate warten immer noch auf ein OK der Gesundheitsbehörden, um es zu verkaufen."


http://www.deutschlandfunk.de/cannabis- ... _id=391742
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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