Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte



Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon RogerCool am Fr 25. Sep 2015, 10:16

Was mich ja interessieren würde ist, ob nach einer Hausdurchsuchung und einem Fund von 0,1 Gramm Marihuana und 12 Cannabis-samen und einer Waage und einem Butterfly-messer, die erkennungsdienstliche Aufnahme, also sprich Fotos, Fingerabdrücke etc.. wirklich rechtens ist? Wegen dem Messer kann ichs mir schon vorstellen. Auch wenns das vor 19 Jahren noch überall zu kaufen gab und seitdem in nem Kästchen lag, ist es halt vor 8 Jahren verboten worden und das müsste man ja wissen und deshalb sofort einschmelzen oder wegwerfen.. Trotzdem wurden alle Vorwürfe wegen Cannabis eingestellt und nur wegen dem Messer zu einer Geldstrafe von der Staatsanwaltschaft gezwungen.
Wie ist das jetzt aber mit all den Aufnahmen und so.. Wird das jetzt auf ewig in der Kriminaldatei geführt oder kann man dagegen angehen?
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon bushdoctor am Fr 25. Sep 2015, 14:08

RogerCool hat geschrieben:Wie ist das jetzt aber mit all den Aufnahmen und so.. Wird das jetzt auf ewig in der Kriminaldatei geführt oder kann man dagegen angehen?

Je nach Bundesland gelten unterschiedliche Zeiten für die "Kriminaldateien"... im Normalfall wird aber nicht automatisch geschlöscht! (!!!)

Nach 5-10 Jahren (je nach Fall) hat man rechtlich die Möglichkeit per Antrag (über den jeweiligen Landesdatenschutzbeauftragten) das "Strafregister" säubern zu lassen.
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon RogerCool am Do 1. Okt 2015, 13:24

bushdoctor hat geschrieben: ... im Normalfall wird aber nicht automatisch geschlöscht! (!!!)

Nach 5-10 Jahren (je nach Fall) hat man rechtlich die Möglichkeit per Antrag (über den jeweiligen Landesdatenschutzbeauftragten) das "Strafregister" säubern zu lassen.


Aha. Gut zu wissen das man das über den Landesdatenschutzbeauftragten beantragen müsste. Aber wer behält das bitte im Kopf, das er in 5 - 10 Jahren (!) einen solchen Antrag stellt? Außerdem wer weiß wie die Gesetze in 5- 10 Jahren aussehen und man das dann überhaupt noch löschen kann. Bei den heutigen Tendenzen mal eher nicht.

Finde ich ja eh eine Frechheit, das wegen so einer Lapalie überhaupt etwas ins "Strafregister" aufgenommen wird.
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon Sabine am So 6. Nov 2016, 05:45

Grüne Hilfe

"Wie verhalte ich mich bei einer Strassenkontrolle ist das Thema der Grünen Hilfe DEA Folge 2!"

https://www.facebook.com/gruenehilfe/vi ... =2&theater
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon MobyNick am Fr 19. Mai 2017, 14:26

Entgegen der Angabe des Threaderstellers muss man seinen Personalausweis nicht bei sich führen und somit auch nicht vorzeigen. Nur Führerschein und Fahrzeugpapiere müssen vorgezeigt werden!

Ansonsten muss man auch nicht aus dem Fahrzeug aussteigen. Allerdings muss man Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten vorzeigen. Wenn sich diese Dinge im Kofferraum befinden wird es vermutlich schwierig mit dem nicht aussteigen :P

Was mich aber am meisten ankotzt ist das Totschlagargument "Gefahr in Verzug". Man kann seine Rechte noch so gut kennen, wenn die mit "Gefahr im Verzug" kommen also z.Bsp. " in der Karre riecht es nach Marihuana hat man keine Chance mehr sich einer Fahrzeugdurchsuchung zu widersetzen, auch wenn die Behauptung vollkommen an den Haaren herbeigezogen ist. :shock:

Würde in jedem Falle immer Name und Dienstausweisnummer notieren und mit Strafanzeige/Strafantrag drohen (klappt natürlich nur wenn bei der rechtswidrigen Durchsuchung nichts gefunden wird). Schlagwörter wie "Verfolgung Unschuldiger" oder "Nötigung", " Freiheitsberaubung" können auch hilfreich sein.
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon Natalja_Gii am Sa 27. Mai 2017, 14:08

vielleicht hat einer schon was ähnliches erlebt. Wollte mich mal erkundigen, wie meine Chancen stehen. Also, erstmal zum Geschehen: Ich habe am Abend des 23.5. mir mit nem Kumpel zusammen einen Joint mit weniger als 1g Cannabis geteilt. Der letzte Joint vorher war an Silvester (DAVOR hatte ich einen im Sommer, ca. August). Am späten Abend des 25.5. wurde ich bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle zum Urintest gebeten, der dann selbstverständlich positiv war. Ich wurde mit zur Wache genommen, wo man mir dann Blut abnahm. Ich warte nun auf die Ergebnisse. Aus der Probezeit bin ich raus, 22 Jahre alt, noch nie straffällig geworden und noch nie vorher mit Cannabis erwischt weder im Verkehr noch außerhalb.
Nun zu meinen Fragen:
1. Gilt der Konsum vom 23.5. Als Erstkonsum? Da der letzte Joint vorher ja knapp ein halbes Jahr her ist und ich auch sonst max 2 mal im Jahr einen hatte (immer mit großem Abstand)
2. Ich rechne im Moment nach meinem aktuellen Wissensstand mit 500€ Bußgeld und 1 Monat Fahrverbot, sollte ich mit weiteren Auflagen rechnen? (Ärztliches Gutachten, MPU o.Ä.)
3. Was wird mich die Blutabnahme kosten? (Arzt kam zum Präsidium) Und wie würde die Gesamtrechnung bei mir ungefähr nach euren Erfahrungen aussehen?
4. Wird der THC Gehalt unter 1,0 ng/ml fallen? Es lagen zwischen Konsum und Blutabnahme ca. 50 Std

Danke schon mal für eure Antworten!
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon Martin Mainz am Sa 27. Mai 2017, 14:29

Hallo Natalja_Gii und willkommen im Forum.

Deinen identischen anderen "Stand Alone" Beitrag hab ich jetzt gelöscht, hier passt Deine Frage auf jeden Fall gut rein und es werden sicherlich noch Antworten folgen, nur etwas Geduld. Auch eine Suche im Forum zeigt Dir ähnliche Fälle auf.

Grüße, Martin
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon Natalja_Gii am Mo 29. Mai 2017, 00:27

Martin Mainz hat geschrieben:Hallo Natalja_Gii und willkommen im Forum.

Deinen identischen anderen "Stand Alone" Beitrag hab ich jetzt gelöscht, hier passt Deine Frage auf jeden Fall gut rein und es werden sicherlich noch Antworten folgen, nur etwas Geduld. Auch eine Suche im Forum zeigt Dir ähnliche Fälle auf.

Grüße, Martin


Ich danke dir! :mrgreen:
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Re: Was jeder bei einer Kontrolle wissen sollte

Beitragvon Sabine am Mi 28. Jun 2017, 08:14

"Wie verhalte ich mich bei einer Verkehrskontrolle?

In Deutschland verlieren viele den Führeschein, ohne je bekifft gefahren zu sein. Lesen Sie hier, wie man das vermeidet.

Deutschland ist längst nicht das strengste Land, wenn es um die Strafen wegen Cannabis-Besitz oder-Handel geht, und verfügt mittlerweile über eines der fortschrittlichsten Gesetze zur Verwendung von medizinischem Cannabis. Doch wenn es ums Fahrerlaubnisrecht geht, ist die Bundesrepublik so repressiv wie fast kein anderes Land weltweit.

Das war nicht immer so, aber seit der Entkriminalisierung kleiner Mengen Cannabis Mitte der 1990er Jahre dienen führerscheinrechtliche Konsequenzen als eine Art Ersatzstrafrecht für kleine Cannabis-Vergehen.
...
Selbst wenn es um Besitz ohne Straßenverkehrsteilnahme geht, muss grundsätzlich damit gerechnet werden, dass Betroffene Post von der Führerscheinstelle erhalten. Dabei ist es unerheblich, ob das Strafermittlungsverfahren aufgrund einer geringen Menge Cannabis zum Eigenbedarf eingestellt wurde oder nicht.
...
Anderen EU-Bürgern ist das strenge Vorgehen oft gar nicht bewusst, bis ihnen ein wenig Rest-THC im Blut, das in ihrem Heimatland nicht ansatzweise interessiert, bei einer Reise nach oder auch nur durch Deutschland zum Verhängnis wird. Zwar kann einem EU-Bürger die Fahrerlaubnis von den Deutschen Behörden nicht entzogen werden, aber ein Fahrverbot auf deutschen Straßen, eine 24 stündige Zwangspause sowie eine Strafe aufgrund einer Drogenfahrt sind bei Überschreitung von des Grenzwertes sicher. Die Strafe für eine Drogenfahrt beläuft sich auf 500 Euro sowie ein vierwöchiges Fahrverbot.
...
Um die Ungleichbehandlung zu ändern und mehr Sicherheit zu schaffen, hat der Deutsche Hanfverband jüngst die Kampagne unter dem Motto „Klarer Kopf-Klare Regeln“ ins Leben gerufen."


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