Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

scheppe123
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THC und Fahrerlaubnis Folgen, jedoch ohne Test?

Beitrag von scheppe123 »

Hallo,

Ich versuche mich so kurzzufassen wie nur möglich.

Bundesland NRW, Erstes "Vergehen", 5 Tage vor Ablauf meiner Probezeit.

Ich habe mich auf einem Parkplatz mit Freunden getroffen, bis hierhin ist noch alles normal. Nach kurzer Zeit und aufsteigender Langeweile beschlossen wir uns ins Auto von einem der Freunde zu setzen, mein Auto stand daneben, ich saß hinten links. Der besagte Freund zündete ein Joint an und wir gaben ihn in der Runde weiter.

Eine kleine Weile verging und wir sahen ein Auto mit Fernlicht auf uns zu fahren, es waren Zivilpolizisten. Einer von ihnen klopfte an unser Fenster und ihm war sofort klar was los ist, an dem Zeitpunkt hatte ich jedoch kein Joint in der Hand.

Sie kontrollierten uns und haben bei zwei meiner Freunde eine kleine Menge (1-2 Gramm) Cannabis gefunden, ich selbst hatte nichts dabei.

Als der Zivilpolizist mich kontrollierte fand er mein Autoschlüssel, er hat gefragt ob das Auto welches neben meinem Kollegen stand mir gehöre, ich bejahte und er fing an mein Auto zu durchsuchen.

Jetzt kommt der Schlüsselpunkt den ich nicht verstehe, ich fragte ihn was auf mich zukäme er meinte „wir schicken ein Bericht an das Straßenverkehrsamt und diese Entscheidet dann“, nur wird mir nicht klar auf welcher Grundlage. Er hat mich weder gefragt ob ich mit gekifft habe, er hat keinen Test mit mir gemacht weder Urin noch Blut, auch habe ich nichts in die Richtung gesagt ob ich mit konsumiert habe. Er leuchtete mir ohne Vorwarnung in die Augen und gab seinem Kollegen an das ich wohl mitgeraucht hätte. Ich mein na klar ist er nicht auf die Nase gefallen und kann sich 1+1 zusammenrechnen, aber er hat doch keinen echten richtigen Beweis oder irre ich mich da?

Und falls es doch ein ausreichender Beweis ist, was kommt auf mich zu ?

Zurzeit warte ich noch auf den Brief, wenn er ankommt melde ich mich nochmal.

Ich würde mich tierisch über eine Antwort freuen. 😊
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo scheppe und willkommen im Forum.

Wie du an den 24 vorherigen Seiten dieses Threads erkennen kannst, gibt es eine Menge zu dem Thema zu lesen.

Zu deinem Fall: Du hast weder eine Aussage zum Konsum, noch eine Urin- noch Blutprobe abgegeben? Dann hast du relativ gute Karten. Ein Verfahren wird scheinbar gar nicht erst eröffnet. In einigen Monaten kann die Führerscheinstelle auf dich zukommen, dann muss man weiter schauen wie man vorgeht.
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chris_HD
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von chris_HD »

@scheppe123:
ganz allgemein gesprochen und ohne auf die Umstände Deines Falles einzugehen, ist die gesetzliche Grundlage für die Informationsweitergabe der Polizei an die Fahrerlaubnisbehörde (nicht Strassenverkehrsamt) das Strassenverkehrsgesetz § 2 Absatz 12 - Weitergabe an FeB durch Polizei:

"(12) Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten."

Die Fahrerlaubnisbehörde geht dann nach Fahrerlaubnis-Verordnung - FeV vor:
§ 14 Klärung von Eignungszweifeln im Hinblick auf Betäubungsmittel und Arzneimittel
scheppe123
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von scheppe123 »

Martin Mainz hat geschrieben: Do 1. Okt 2020, 07:09
Wie du an den 24 vorherigen Seiten dieses Threads erkennen kannst, gibt es eine Menge zu dem Thema zu lesen.

Zu deinem Fall: Du hast weder eine Aussage zum Konsum, noch eine Urin- noch Blutprobe abgegeben? Dann hast du relativ gute Karten. Ein Verfahren wird scheinbar gar nicht erst eröffnet. In einigen Monaten kann die Führerscheinstelle auf dich zukommen, dann muss man weiter schauen wie man vorgeht.
Vielen dank für deine Antwort. Habe die ganzen 24 Seiten durch gelesen und habe vieles dadurch lernen können. Ich habe keine Aussagen zum Konsum angegeben, noch eine Urin- Blutprobe abgegeben. Sein einziger "Beweis" war es mir ohne Vorwarnung in die Augen zu leuchten und anzunehmen das ich konsumiert hätte.
chris_HD hat geschrieben: Fr 2. Okt 2020, 12:20
"(12) Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten."

Die Fahrerlaubnisbehörde geht dann nach Fahrerlaubnis-Verordnung - FeV vor:
§ 14 Klärung von Eignungszweifeln im Hinblick auf Betäubungsmittel und Arzneimittel
Danke für die Antwort. Mal die Fahrerlaubnisbehörde außen vor, muss ich mit einem Bußgeld von der Polizei rechnen ? Soweit ich weiß ist der Konsum nicht verboten nur der Erwerb etc. und wie schon angesprochen ist selbst der Konsum nur durch einen Blick des Polizisten und nicht durch einen Test bewiesen worden.

Entschuldigt bitte falls meine Fragen bisschen blöd rüberkommen, ich bin nur total nervös, weil ich nicht genau weiß was auf mich zukommt.

Und vielen Dank das dieses Forum existiert, eine wirklich schöne Plattform mit sehr angenehmen Menschen. Respekt dafür !
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von Martin Mainz »

scheppe123 hat geschrieben: Sa 3. Okt 2020, 03:47 Ich habe keine Aussagen zum Konsum angegeben, noch eine Urin- Blutprobe abgegeben.
Sehr gut, dann hast du von der Seite nichts zu erwarten in Sachen Anzeige. Und ohne Anzeige auch kein Bußgeld durch den Richter. Bleibt evt. die Führerscheinstelle, aber das halte ich ohne deine Aussage zum Konsum auch für sehr unwahrscheinlich (in NRW).
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DerAnner 77
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Btm Verstoß Anhörungsbogen

Beitrag von DerAnner 77 »

Hallo liebe Nutzer ich bin neu hier und habe direkt eine Frage bzw ein Problem. Ich habe ab und an mal einen Joint geraucht aber zwischen Konsum und führen eines PKWs oder Zweirad immer fast einen Tag verstreichen lassen. Nun begab es sich, daß ich am 02.08 mit meinem Roller auf dem Heimweg war und merkte daß etwas mit meinem Hinterreifen nicht stimmte. Also hab ich den Blinker gesetzt und bin rausgefahren in Richtung Tankstelle. Den Polizeiwagen hatte ich an der anderen Ampel gesehen aber mir keine Gedanken gemacht. Dort angekommen standen Sie auch schon hinter mir und wiesen mich auf einen etwas platten Reifen hin. Ich sagte es sei mir aufgefallen das etwas nicht in Ordnung sei und deswegen abgefahren. Nun hatte ich bedingt durch meinen Freibadbesuch gerötetete Augen weswegen man einen Urin test machen wollte. Diesem hatte ich zugestimmt. Er war positiv woraufhin ich zu einem Bluttest musste.
Heute kam von der Polizei ein Bogen in dem steht THC positiv.
Aktiver Wert 1ng
Passiver Wert 34 ng
Vorgeworfen wird mir Besitz, Erwerb von BTM gemäß Paragraph 29, Trunkenheit im Verkehr (Führen eines Fahrzeuges bei Fahr Unsicherheit infolge Genusses anderer berauschende Mittel gemäß Paragraph 316 StGB, Paragraph 24a StVG ( BTM) ich habe weder etwas besessen noch etwas erworben noch war ich trunken am Steuer. Auch stellt sich mir die Frage wie ich einen aktiven THC Wert von 1 ng haben kann wenn zwischen Konsum und Fahrt fast 19 Stunden lagen? Laut Maastricht Tabelle müsste der bedeutend geringer sein.
Nun liegt das Schreiben hier und ich weiß überhaupt nicht was jetzt richtig ist oder falsch. Kann mich ja darin äußern und die Tat zugeben oder verweigern. Bin noch nie auffällig wegen etwas mit BTM gewesen. Habe Angst das ich meinen Führerschein langfristig abgeben muss und zur MPU muss was für mich finanziell garnicht zu bewältigen ist.
Vielleicht kann mir ja jemand mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Wäre euch mega dankbar.
Im übrigen habe ich seid jenem Tag nichts mehr angerührt. Ich war mir um ehrlich zu sein nicht über die jetzt nahenden Folgen bewusst.
LG
DerAnner 77
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Re: Btm Verstoß Anhörungsbogen

Beitrag von DerAnner 77 »

Korrektur in dem oben genannten Schreiben steht <1ng aktives THC denke mal das heißt es war weniger als 1ng
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Anner und willkommen im Forum!

In diesem Strang wirst du viele ähnliche Fälle finden. <1 ng heißt eigentlich, daß kein Straftatbestand vorliegt (meiner Meinung nach). Das Verfahren, sollte überhgaupt eins eröffnet werden, sollte eingestellt werden.

Die Führerscheinstelle kann natürlich hinterher immer noch kommen und eine MPU verlangen, aber beim erstmaligen Vergehen ist das inzwischen nicht mehr angesagt.

Hast du irgendwelche Angaben zu deinem Konsum gemacht?

PS: Pinkeltest immer verweigern!
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bad guy
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von bad guy »

Bei unter 1ng aktives THC liegt keine "Trunkenheitsfahrt" vor. Da kann dir niemand vorwerfen bekifft gefahren zu sein. 1ng ist die gesetzliche Grenze ab der man nicht fahren darf und du längst darunter.

Aus dem passiven Wert lässt sich aber eine gewisse Regelmäßigkeit erkennen was der Führerscheinstelle gar nicht gefallen wird.
DerAnner 77
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von DerAnner 77 »

Zu meinem Konsum habe ich keine Angaben gemacht. Ich werde morgen bei der Polizei einen Termin zu einer persönlichen Anhörung machen und dort angeben das es im Rahmen einer Feierlichkeit zum erstmaligen Konsum überhaupt gekommen ist. Das ist aber weder etwas besessen noch etwas erworben habe da ich ja nur bei anderen ein paar Züge genommen hätte. Auch das ich Fahrauffällig gewesen bin ist nicht wahr. Ich bin mit minderem Reifenlufdruck lediglich zur Tankstelle rausgefahren um meiner Pflicht es zu kontrollieren nach zu kommen. Meine Freundin ist mit dem Auto sogar vor mir gefahren und kann dies bestätigen. Darf man Sie zu einer Anhörung mitnehmen? Ist es bei 34 nanogramm plausibel nach 20 Stunden Erstmalige Konsument zu sein?
Vielen Dank Euch schonmal.
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von Martin Mainz »

Du musst generell zu keiner Anhörung! Vor allem nicht durch die Polizei. Die versuchen nur dir Informationen gegen dich zu entlocken. Erst eine mögliche Gerichtsverhandlung ist zwingend und die wirds wohl eher nicht geben. Generell keinen Konsum zugeben (so was wird erst in einer MPU besprochen)!
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HabAuchNeMeinung
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

DerAnner 77 hat geschrieben: Mi 7. Okt 2020, 11:43 .... Ich werde morgen bei der Polizei einen Termin zu einer persönlichen Anhörung machen....
Vielen Dank Euch schonmal.
Hallo erstmal,

Kleiner Tip:
Als Beschuldigter redet man NIE NIE NIEMALS mit der Polizei
persönlich sondern immer über seinen Rechtsbeistand.
Den brauchst Du aber nicht.

my2cents
HabAuchNeMeinung
Acti0n
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Führerscheinentzug ohne Kontrolle

Beitrag von Acti0n »

Hallo,

Vor ca 2 Jahren hatte ich eine Hausdurchsuchung bei der etwa 20g Cannabis gefunden wurde...

Nun bekam ich vor einem halben Jahr einen Brief der Verkehrsstelle da ich damals auf der Wache eingeräumt habe regelmäßig zu konsumieren nachdem ich quasi unter Vorwand man würde mir Handschellen anlegen und durch Androhungen ich würde ins Gefängnis kommen, meine Ausbildung verlieren usw auf die Wache geschleift wurde.
Mittlerweile weiß ich natürlich dass das alles völliger Quatsch war aber im Nachhinein weiß mans wohl immer besser...
Fazit der Geschichte ist ein Führerscheinentzug da ich der Aufforderung mit einer MPU Abstinenz zu beweisen nicht nachgekommen bin.
Ich leide seit meiner Kindheit an massiven Schlafstörungen sowie an Appetitlosigkeit die so weit geht dass ich teilweise tagelang absolut nichts esse und nur sehr wenig trinke, Cannabis hilft mir also ist das mit der Abstinenz nicht so einfach.
Ich habe bereits mehrere Versuche unternommen ein Rezept zu erhalten allerdings ohne Erfolg, der letzte scheiterte daran dass meine Praxis nicht an die Anwendung von Cannabis als Medizin glaubt..

Gibt es irgendwelche Möglichkeiten den Führerschein ohne MPU zurück zu bekommen? Geld spielt da eine geringere Rolle da ich auf den Führerschein angewiesen bin...
Hatte mir ansonsten überlegt in Polen einen EU Führerschein zu machen das ist allerdings auch mit recht viel Aufwand und Wartezeit verbunden.

Liebe Grüße und schonmal danke an jeden Tipp den man mir gibt, bei der Gesetzgebung kann man echt verzweifeln!
JohnnyP
Beiträge: 7
Registriert: Fr 18. Sep 2020, 17:04

Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von JohnnyP »

Wenn eine MPU angeordnet ist, ist die einzigste Möglichkeit seinen Führerschein ohne MPU wieder zu bekommen, 15 Jahre warten bis es verjährt ist. Ansonsten muss man sich halt der politischen Willkür beugen.
schedy95
Beiträge: 1
Registriert: Do 15. Okt 2020, 20:50

Ärztliche Untersuchung Bitte Hilfe

Beitrag von schedy95 »

Hallo Zusammen,

ich wurde innerhalb kurzer Zeit zweimal mit Cannabis erwischt. Nun hat sich das Landratsamt bei mir gemeldet und ich muss eine ärztliche Untersuchung abgeben. Ich mache mir deshalb ziemlich sorgen, da ich auf meinen Führerschein angewiesen bin. Beide Anzeigen wurden fallengelassen.

Seit Ende August habe ich nicht mehr konsumiert. Lediglich vor 3 Wochen ein paar Züge (deshalb könnte ich mir selbst in den Arsch beißen, total bescheuert von mir). In den vergangenen 1,5 Jahren habe ich schon öfter konsumiert. Jetzt nicht jeden Tag, aber die meisten Tage schon ca. 1-2 Joints. Ich leide an Morbus Crohn und mir hilft es nun mal sehr bei schmerzhaften Kräpfen. Ein Rezept zu bekommen ist leider unmöglich, da stoße ich bei Ärzten auf taube Ohren.

Ich muss bis zum 21.10. beim Landratsamt bescheid geben, bei welcher Behörde ich die ärztliche Untersuchung machen werde. Bis zum 14. Dezember habe ich Zeit. Ein Zettel mit ein paar Behörden war dabei. Mein Anwalt hat mir geraden, dass ich diese Stellen aber meiden soll und lieber zu einem niedergelassenen Arzt gehen soll, der das auch machen kann.
- Kennt ihr einen solchen Arzt? (Wohne in Aschaffenburg, bin auch bereit mehrere KM zu fahren)
- Was wird bei der Untersuchung gemacht?
- Müssen die Fristen unbedingt eingehalten werden? (Möchte die Untersuchung natürlich ein wenig hinauszögern)
- Bis wann sollte ich spätestens das Gutachten machen?
- Habe ich zu befürchten, dass mir etwas nachgewiesen wird?

Ich wäre so dankbar, wenn ich von euch eine Einschätzung, Tipps, Ratschläge, etc. erhalten kann!
Das ganze Thema belastet mich schon sehr, da ich auf meinen Führerschein beruflich angewiesen bin.

Vielen lieben Dank!
Holymoly70
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Registriert: So 18. Okt 2020, 11:55

Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von Holymoly70 »

Hey Schedy95,
bei mir ist es ähnlich dumm gelaufen...
im März wurde ein Bekannter von mir beim konsumieren erwischt, Polizei zog sein Handy ein und fand einen Chatverlauf aus dem hervorging, dass ich was kaufen will.
irgendwann wurde das der Führerscheinstelle gemeldet und ich musste auch zum Gutachten.
Zwischenzeitlich bekam ich Cannabis auf Privatrezept, was auch beim Gutachten vermerkt wurde und nun muss ich zu einem 2. Gutachten.
Auch ich bin auf den Führerschein angewiesen und war nie auffällig beim Fahren.
ich muss mich bis zum 23. melden und mit dem Gutachten habe ich bis zum 16.12 Zeit.

Ich finde das alles einfach nur traurig was der Staat hier treibt
Simbala123
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Registriert: Mo 26. Okt 2020, 01:06

MPU Tests - Cut-off Grenze oder genaue Werte?

Beitrag von Simbala123 »

Moin moin!
Ich habe eine einfache Frage es ist aber schwer eine ordentliche Antwort darauf zu finden. Daher wende ich mich nun an euch in der Hoffnung euer Wissen und eure Erfahrungen lesen zu dürfen :) :roll: .

Zur Frage: Wie genau bzw in welchem Bereich werden die Cannabinoide bei einer MPU gemessen?
Stimmt es, dass eine Konzentration von unter 10ng/ml bereits ausreicht um den Urintest mit negativ zu bestehen, oder muss man quasi auf unter 1ng/ml kommen?
M. Nice
Beiträge: 469
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28

Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von M. Nice »

Für den Idiotentest brauchst Du 0,nix !
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Simbala123
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Registriert: Mo 26. Okt 2020, 01:06

Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von Simbala123 »

M. Nice hat geschrieben: Mo 26. Okt 2020, 12:27 Für den Idiotentest brauchst Du 0,nix !
Danke für die Auskunft M. Nice!!

Dann heißt es wohl noch warten bis zur MPU :?
Ich habe am 14.09 einen Test machen lassen bei dem ich knapp unter 140ng/ml hatte.
Dann nochmal am 14.10 einen Test mit einem Cut-Off von 20 ng/ml gemacht der negativ war. Wenn man davon ausgeht dass er knapp drunter war (ca 18? ) und ich bis September ca 1g/Tag konsumiert habe... wie lange könnte es bis 0,0 dauern? Ich gehe mal davon aus dass die Halbwertszeit von 10 Tage sind oder kann man das so nicht berechnen? So gesehen würde es von 20ng/ml auf 0ng/ml noch Monate dauern :?:
JohnnyP
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Re: Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Beitrag von JohnnyP »

Glaube kaum das du wirklich null brauchst. Das Labor wird eh nur bis zu ner bestimmten Genauigkeit messen können. Mach einfach den besten Test (Labor) den du bei einem Arzt bekommen kannst. Wenn da nichts festgestellt werden kann, wird der Gutachter bei der MPU auch nichts feststellen können. Da höchstwahrscheinlich die gleiche mess Methode verwendet wird. Du kannst natürlich auch Haare zur Analyse geben aber das würde ich nicht raten wenn du dir so schon Gedanken machst.
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