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Frage zu Führerschein und Medizinischem Low-THC Cannabis



Frage zu Führerschein und Medizinischem Low-THC Cannabis

Beitragvon Crush4r am Do 14. Dez 2017, 19:53

Hi.

Ich bekomme vorraussichtlich im Januar das erste Rezept, Speziell auf Bedrolite, da in meinem krankeitsfall THC kaum bis keinen effekt hat, dafür CBD umso mehr.

Wie sieht das eigendlich mit den Inhaltstoffen aus? ist bei Cannabis mit unter 1% das selbe dilemma wie mit Normalem Cannabis zu befürchten? denn mit unter 1% hat es ja keine psychoaktive wirkung, somit auch keine beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit.

Gibt es da schon Erfahrungsberichte oder Präzedenzfälle? würde mich nämlich mal brennend Interessieren!

Danke schonmal im Vorraus :)
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Re: Frage zu Führerschein und Medizinischem Low-THC Cannabis

Beitragvon bushdoctor am Fr 15. Dez 2017, 14:52

Crush4r hat geschrieben:Hi.
Wie sieht das eigendlich mit den Inhaltstoffen aus? ist bei Cannabis mit unter 1% das selbe dilemma wie mit Normalem Cannabis zu befürchten?

Das "Dilemma" dürfte aus rechtlicher Sicht das selbe sein, da der "Gesetzgeber" zuerstmal nur EIN "Cannabis" kennt, das als ganze Pflanze dem BtmG unterliegt.

Für den §24a StVG ist allerdings THC als Wirkstoff einzeln aufgeführt und der "Grenzwert" für THC wurde gerichtlich in der BRD auf 1ng pro Milliliter Blutserum festgesetzt.... und diesen "Grenzwert" dürfte man als medizinischer Gebraucher von THC-armen Hanfblüten bei Dauergebrauch auch überschreiten!

Wenn es allerdings bei Cannabis um ein verschriebens Medikament handelt, kommt der §24a StVG gar nicht in Betracht. Dann zählt einzig und allein, ob die Fahrerlaubnisbehörde "berechtigte Zweifel an der Fahreignung" äußert.

Dazu kannst Du hier im Forum genügend Beispiele und Diskussionen finden.

...das Dilemma ist also genau das selbe!

Crush4r hat geschrieben:Gibt es da schon Erfahrungsberichte oder Präzedenzfälle? würde mich nämlich mal brennend Interessieren!

Meines Wissens nach gibt es noch keine Präzedenzfälle... Du kannst Dich also hier als "Pionier" betätigen!
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Re: Frage zu Führerschein und Medizinischem Low-THC Cannabis

Beitragvon Crush4r am Fr 15. Dez 2017, 17:48

naja, sollte ich mal in eine kontrolle kommen, und es wird festgestellt das ich konsumiere, wird eben gesagt das es medizinisch ist ( was ja auch stimmt ) und das spezielle produkt nicht über genügend THC verfügt um psychoaktiv zu wirken, klar das ist denen erstmal egal. aber gegenüber der führerscheinstelle kann man das ja immerhin glaubhaft belegen, das eben keine psychische beeinträchtigung stattfindet wegen genau diesem geringen anteil.

so denke ich mir das zumindest mal.

ich bin eh der meinung das führerschein nur abgenommen werden darf ( unabhängig ob legal oder medinisch mit rezept ) wenn A. ausfallerscheinungen während des fahrens auftretten. oder im falle von illegalem kosnum Aktives THC im blut gefunden wird, denn die meisten führerscheinentzüge finden statt weil THC gefunden wurde, den ist egal ob aktives THC oder THC-COOH welches eben nicht mehr aktiv ist und somit auch nicht beeinträchtigt. da sollte der gesetzgeber mal differenzieren. denn alkoholiker dürfen ja auch autofahren wenn sie den grenzwert von 0,5% nicht überschreiten.

und 1ng/ml ist ebenfalls schwachsinn. das hat man ja schon vom passivrauchen xD
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Re: Frage zu Führerschein und Medizinischem Low-THC Cannabis

Beitragvon Martin Mainz am Fr 15. Dez 2017, 20:03

Hier gibts die Grundlagen zur aktuellen Führerscheinkampagne des DHV: viewtopic.php?f=52&t=7436
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Re: Frage zu Führerschein und Medizinischem Low-THC Cannabis

Beitragvon Crush4r am Fr 15. Dez 2017, 20:20

In die habe ich mich schon umfangreich eingelesen und kann dem dort nur zustimmen. Aber rechtlich ist dem Leider noch nicht so!
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