Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?



Danke SBK !

Beitragvon M. Nice am Di 17. Okt 2017, 19:38

SBK Antwortschreiben_Erw. allgem..jpg
SBK Antwortschreiben_Erw. allgem.
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Und das ist das Antwortschreiben
der kranken-Kasse !
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon moepens am Di 17. Okt 2017, 19:56

Hast du den zuständigen Sachbearbeiter schon angerufen?
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon M. Nice am Di 17. Okt 2017, 20:26

Hi,
nö, aber die SBK mich.
Die ist bis jetzt kein Stück auf mich zu gekommen. Da half immer nur Wiederspruch und Klageandrohung.

So läuft das jetzt auch, wie es aussieht.
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon moepens am Mi 18. Okt 2017, 09:41

Anscheinend wurde aus dem formlosen Antrag vom 25.09. im Antwortschreiben ein Attest gemacht... kann doch nicht sein dass die wirklich darauf bestehen... Dir auf jeden Fall viel Glück!
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon M. Nice am Mi 18. Okt 2017, 19:57

Mein Arzt hätte nicht "bitte" schreiben sollen :mrgreen:
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon alpr am Fr 20. Okt 2017, 11:07

Ich habe bei der AOK nur die Genehmigung für Bedrocan.
Da es derzeit nicht lieferbar ist, hat mein Arzt einfach Pedanios 18/1 verschrieben.
Hab mal bei der AOK angerufen und da meinte er, wenn der Arzt meint, dann kann er es ändern (in Amtsdeutsch).
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon M. Nice am Mo 20. Nov 2017, 21:55

Das war meine Antwort an die SBK

Betreff:
Wiederspruch, der Erweiterung der Kostenübernahme von med. Cannabis

Hallo sehr geehrte Frau X,
ich muß Ihren Bescheid, vom 11.10.2017, wiedersprechen!
Ein formloser Antrag auf Erweiterung, allgemein auf Medizinalcannabisblüten, wurde mit Schreiben meines Hausarztes, X, vom 25.09.2017, gestellt. Begründet wurde das mit den immer wieder auftretenden Lieferschwierigkeiten bestimmter Medizinalcannabisblüten.
Desweiteren, habe ich eine neue e-mail meiner Apotheke, vom 11.10.2017, daß die durchgehende Versorgung, mit den Sorten X und insbesondere bei XY und XYZ, bis Ende 2017 nicht gewährleistet ist. Diese mail lege ich Ihnen bei.
Die Ihnen bekannten vorherigen drei e-mails meiner Apotheke, bekräftigen die Lieferschwierigkeiten bestimmter Medizinalcannabisblüten bereits.
Eine von Ihnen vorgeschlagene, immer wiederkehrende Beantragung bestimmter Medizinalcannabisblüten-SORTEN, ist aufgrund des bürokratischen- und zeitlichen Aufwands nicht akzeptabel. Laut Gesetz (§ 31 SGB V Arznei- und Verbandmittel, Verordnungsermächtigung, Abs. 6) ist Ihr Vorgehen nicht konform. Dort steht "Cannabis in Form von getrockneten Blüten" und keine Genehmigung spezieller SORTEN. Außerdem bedarf es nur bei Erstverordnung einer Genehmigung der Krankenkasse. Den Gesetzestext (relevantes habe ich hervorgehoben) lege ich Ihnen auch bei.
Um auf aktuell gerade verfügbare Sorten auszuweichen bleibt keine Zeit um Anträge zu stellen. Bis diese genehmigt sind und mein Arzt verordnen kann, ist die beantragte Sorte nicht mehr, oder ausreichend verfügbar. Es müßte erst wieder eine andere Alternativ-Sorte gesucht, beantragt und genehmigt werden. So kann keine erfolgreiche Therapie stattfinden.
Deshalb bleibt mein Antrag auf Erweiterung "allgemein Medizinalcannabisblüten" bestehen.

Ich bitte Sie, Ihre Entscheidung zu überdenken und mein berechtigtes Anliegen zu erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen



Bis jetzt keine Rückmeldung.
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon Nafets am Di 21. Nov 2017, 06:35

Die Kassen bekommen nicht mit welche Blüten,gibt nur eine Abrechnungsnummer! Sonst wenn die Kassen umstellen will auf Fertigarzneimittel,denen Mal die Kosten für Dronabinol und Tilray ausrechnen pro Monat! So hab ich es gemacht und war dann überhaupt kein Problem mehr! Die von den Kassen wissen nichts über Cannabis,auch nicht Mal was die verschiedenen Präparate kosten. Zumindest bei der DAK ist oder war es so. Drum lieber nicht soviel nachfragen,keine schlafenden Hunde wecken :mrgreen:
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon Gunter_H am Di 21. Nov 2017, 10:30

@M. Nice

Nachdem Du jetzt den offiziellen Weg beschritten hast, würde ich wie folgt vorgehen:
Deinen Sachbearbeiter anrufen ; Dein Mitgefühl für ihn ausdrücken ☺ und ihn fragen, ob es ihn unterstützen würden, wenn Du seinen Vorstand wegen dieser „misslichen Vorschriften“ anschreiben würdest. Weil Du ja nett bist, kannst Du anbieten ihn nochmals in den nächsten Tagen anzurufen...
Wenn er sich dann immer noch nicht bewegt, würde ich den Vorstand deiner Krankenkasse und / oder im Falle der SBK (weil sie überregional tätig ist) das Bundesversicherungsamt anschreiben.

http://www.bundesversicherungsamt.de/se ... aeger.html

Viel Erfolg! Ggf. magst Du uns ja „berichten“
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon m0rb am Di 21. Nov 2017, 14:20

kann mir inzwischen jmd sagen, wie das mit den neuen sorten und einer etwaigen genehmigung läuft?

ich kannb mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen dass man sich jede sorte aufs neue genehmigen lassen müsste. das macht einfach keinen sinn, ist total hirnlos. einmal eine generelle genehmigung, bzw. kostenübernahme, dann sollte das thema doch abgeschlossen sein, oder traue ich den kassen hier einfach zuviel gesunden menschenverstaqnd zu?!
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Re: Wie zusätzliche Sorte bei der KK beantragen?

Beitragvon Gunter_H am Di 21. Nov 2017, 17:44

@m0rb
Braucht man die Genehmigung einer neuen Sorte?
Das ist in diesem Thread eigentlich alles schon geschrieben....
Hier nochmal der Versuch einer Zusammenfassung

Das Gesetz spricht von Cannabis „in Form von getrockneten Blüten“. In Antrag und/oder ärztlichen Attest – gleich zum Anfang - bei der GKV auf Kostenübernahme - solltest Du deshalb ebenfalls von „Cannabis Blüten“ sprechen.

Im Fragebogen der GKV bzw. des MDK sollte – wie oben aufgeführt...
viewtopic.php?f=22&t=7739&sid=af5b90aee7f7d2acd556acf475cc7f1a#p45610
die vorgesehen Sorte offen gelassen werden. So ist das ja auch in der Praxis, denn nicht selten braucht es einige Zeit bis man bei den richtigen „Cannabis Blüten“ gelandet ist, die man auch am besten verträgt. Auch bei der Menge ist ein „herantasten“ immer sinnvoll.

Viele GKV genehmigen deshalb – wenn sie eine Kostenübernahme aussprechen - auch „Canabisblüten“. Dann ist jeder „Blütenwechsel“ und auch eine Mengenveränderung (bis 100g zul. Menge im Monat) kein Problem. Die gilt m.E. auch, wenn bei Antragstellung ein Rezept mit einer bestimmten Blütensorte vorlag.

(Neuer Antrag wäre eventuell nur dann erforderlich, wenn eine andere „Darreichungsform“ z.B. in Form von Dronabinol oder Sativex erforderlich wird. Selbst das wird aber auch bei einigen Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) als „nicht abschließend geklärt“ angesehen. (Stand März 2017.) )

Es gibt aber einige „besonders schlaue“ Krankenkassen, die in ihren Genehmigungen auf
eine bestimmte Blütensorte und/oder besondere Menge abstellen.

Das ist lt Gesetz m.E so nicht vorgesehen und wird von vielen Krankenkassen so auch nicht gehandhabt.

Wenn Du jetzt die Sorte wechseln willst bzw. wg der Versorgungslage musst, entsteht eine – sagen wir mal – Grauzone mit der man verschieden umgehen kann.
Ich persönlich würde immer zur aktiven Klarstellung raten. Dann erspart man sich und seinem Arzt später auch event. Ärger, wenn die GKV den Sortenwechsel doch mal rauskriegen sollte.
In vielen Fällen lässt sich der Sortenwechsel ja auch mit der GKV am Telefon lösen...

Manchmal sind die GKV aber stur und behaupten es ist immer ein neuer Antrag nötig. Das obwohl die GKV das schon aus zeitlich Gründen gar nicht lösen können....

Diese Sturheit sollte man sich nicht gefallen lassen, sondern sollten den Kassen offen mit Beschwerde beim Bundesvesicherungsamt bzw mit Klage vor den Sozialgerichten drohen....und das dann auch machen !!!

Es kann doch nicht sein, dass die Kassen bei einer genehmigten „Cannabis-Therapie“ den Behandlungserfolg wg der Versorgungslage einfach mal „infrage stellen“ Das ist nicht nur bürokratisch und Menschenverachtend sondern erfüllt m.E. auch den Tatbestand der mindestens billigenden Körperverletzung.
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