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Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf RLS



Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf RLS

Beitragvon mad am Di 10. Apr 2018, 13:20

Hallo,

ich war heute erstmals bei meinem Hausarzt wegen meiner Schlafprobleme.

Sobald ich abends ins Bett gehe, werde ich unruhig und drehe mich ständig hin und her. Ich denke über alles mögliche nach und komme „vom Hölzchen aufs Stöckchen“. Das Ganze zieht sich häufig über mehrere Stunden; ich komme einfach nicht zur Ruhe. Auch habe ich das Gefühl, keine angenehme Schlafposition zu bekommen. Ständig ist das eine oder andere unangenehm. Wenn ich mal 2-3 Minuten ruhig liege, fängt irgendwas anders an zu stören und ich drehe mich wieder -> das Spiel beginnt von vorne.

Desweiteren habe ich insbesondere in Ruhepositionen Muskelzuckungen. Ich MUSS dann ständig was bewegen. Insbesondere meine Waden und Arme. Und das geht so weit, wenn ich im linken Bein gezuckt habe, muss ich auch im rechten zucken -> immer gleichmäßig! Und das kann dann auch schon mal ganz schön lange so gehen. Noch schlimmer ist es in den Armen. Wenn meine Frau und ich abends auf der Couch liegen und Fernsehen gucken und sie sich zu mir an den Arm legt, fängt dort auch direkt das Zucken an; und dann natürlich auch im anderen Arm. Das nervt richtig!

Außerdem habe ich das Problem, dass ich immer mal wieder nachts schlaf wandle. Wie oft kann ich nicht genau sagen da 1. meine Frau seit einiger Zeit Ohrstöpsel benutzt und wir mittlerweile ein zweites Schlafzimmer wegen der Probleme eingerichtet haben. Bewusst gemerkt habe ich mein Schlafwandeln in den letzten 3 Wochen 4x. Ich gehe dann häufig mit meiner Decke durch das Haus (meistens ins Bad oder in den Keller). Vermutlich hängt es mit irgendwelchen Träumen zusammen.

Ich habe diese Probleme schon seit ca. 3-4 Jahren, wobei es immer schlimmer wird.

Tagsüber habe ich kaum Probleme, insbesondere wenn ich auf der Arbeit viel zu tun habe. Wenn ich mal in einer Besprechung sitze, merke ich aber, dass ich unruhig werde und häufig auf dem Sitz hin und her rutsche. Wenn ich aber „gefordert“ bin, merke ich von der Unruhe nichts.

Da ich aufgrund der Schlafprobleme morgens nicht so fit bin, schlafe ich mittlerweile ca. 2 Stunden länger als sonst üblich und gehe entsprechend später auf die Arbeit. Das ist zum Glück bei uns nicht das Problem.

Mein Hausarzt geht von psychischen Problemen aus und hat gesagt, ich soll zu einem Neurologen oder ins Schlaflabor gehen. Ich habe auch direkt in Bad Ems angerufen, hier hört der Facharzt allerdings auf und macht keine Termine mehr. Die Frau hat mir auch vom Schlaflabor abgeraten, da es vermutlich keine Schlafapnoe o. Ä. ist.

Ich gehe davon aus, dass es eine Art RLS sein könnte, da die Symptome ziemlich gut passen. Darüber habe ich mit meinem Hausarzt allerdings nicht gesprochen. Ich war heute übrigens erstmalig bei einem Arzt, da ich das ganze Thema immer heruntergespielt habe -> ich mag keine Ärzte und noch weniger Medikamente!

Ich habe mich bzgl. RLS viel informiert. Häufig werden Medikamente zur Behandlung verschrieben. Alles was üblicherweise verschrieben wird, hat ja heftigste Nebenwirkungen. Das würde alles für mich nicht in Frage kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass Cannabis für mich in Frage kommen könnte.

Als Sorten würde ich wohl Pedanios 20/1, Bakerstreet und Red. No 4 ausprobieren, da diese Indica-Lastig sind. Und ggf. noch Bedrocan um eine Sativa-Sorte zu testen. Da es wohl bei jedem anders wirkt?

Zu mir: ich habe vor ca. 15 Jahren mal was geraucht und zufällig vor ca. 2 Monaten nach so vielen Jahren einmalig etwas probiert (um zu testen, wie es auf meine Symptome wirkt).

Nun zur Frage:
Kennt jemand einen Neurologen im Raum Koblenz bis Montabaur (+/- 20km) der Cannabis verschreibt und Erfahrung mit RLS hat? Ich bin privat versichert und würde daher sowieso ein Privatrezept benötigen.

Vielen Dank!
mad
 
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitragvon Harro am So 15. Apr 2018, 11:08

Zu mir: ich habe vor ca. 15 Jahren mal was geraucht und zufällig vor ca. 2 Monaten nach so vielen Jahren einmalig etwas probiert (um zu testen, wie es auf meine Symptome wirkt).


Und wie hat es gewirkt? Wann hast du es geraucht (Tageszeit)?
Ich verstehe noch nicht ganz, wieso du Cannabis als Medikament nutzen möchtest, andere Medikamente aber sofort für dich ausschließt? Auch Cannabis kann Nebenwirkungen haben. Und Medikamente haben nicht bei jedem diese Nebenwirkungen. Z.b. ist das L-Dopa, was man bei RLS verschreibt bei vielen unproblematisch und hilft enorm.

Da du noch mit keinem Arzt über RLS offen gesprochen hast (wenn ich den Thread korrekt gelesen habe), würde ich an deiner Stelle erst mal über RLS sprechen und dich bei einem Vertrauensarzt dazu informieren, welche Möglichkeiten du hast, statt ohne ärztliche Beratung zu "entscheiden", was deine Diagnose ist und was du dafür nehmen solltest. Das meine ich aber nicht böse, sondern als ehrlichen Tipp.

Ansonsten hast du bei Cannabis auch noch viele Möglichkeiten, in welcher Form und Dosis du das einnimmst, auch hier solltest du dich dann beraten -- sollte es so kommen, dass du das RLS tatsächlich hast und hierfür andere Behandlungsmethoden (auch nicht-medikamentöse gibt es bei RLS ja einige) nicht funktionieren oder in Frage kommen.

Cannabis hört sich erst mal nach einer schönen Lösung an, aber ich finde es nicht sinnvoll es zu konsumieren, wenn man überhaupt noch keine vernünftige Diagnostik gemacht und noch keine nicht-medikamentösen Behandlungsversuche unter ärztlicher Anleitung versucht hat.
Du schreibst ja auch, dass du auch auf der Arbeit Symptome hast, diese kannst du unter Umständen gar nicht mit Cannabis behandeln, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich, manche können sich unter Cannabis dann nicht mehr so gut konzentrieren.

Nicht, dass ich Cannabis schlecht reden möchte, ich finde nur, dass es ein Unterschied ist, ob man es aus Freizeit- und Genussgründen konsumieren möchte, oder um damit etwas zu behandeln. Im letzteren Fall finde ich eine ärztliche Abklärung und Diagnostik, sowie Abwägung aller Therapieoptionen sinnvoller, als selbst zu entscheiden, was es ist und wie es behandelt werden muss.

Ich verstehe aber den Leidensdruck, ich habe selbst oft RLS Symptome.
Harro
 
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitragvon mad am So 15. Apr 2018, 12:33

Hallo,

ich war bei meinem Hausarzt und er vermutet etwas in die Richtung. Er hat mich an ein Schlaflabor bzw. Neurologen verwiesen. Ich habe für Anfang Mai nun einen Termin bekommen.

Als ich vor einigen Wochen eimalig was geraucht habe – abends gegen 23:00 Uhr –, konnte ich in der Tat 2 – 3 Nächte relativ gut schlafen und hatte kein Probleme. Wobei ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass die 2. und 3. Nacht noch aufgrund einer Cannabiswirkung so gut verliefen.

Bzgl. der Medikamente: ich nehme sehr ungern irgendwelche künstlichen Dinge zu mir und nehme so gut wie nie Schmerztabletten oder sonst was. Ich habe eine eine Abneigung gegen, da ich denke, der Körper kann sehr viel selbst schaffen. Als mein Hausarzt die RLS-These in den Raum gestellt habe, habe ich mich anschließend sehr viel informiert. Und bei jedem Medikament, was verschrieben wurde, habe ich viele negative Dinge wie Abhängigkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme o. Ä. gehört. Und da RLS anscheinend nicht heilbar ist, benötigt man ja ein Medikament für die restlichen Jahre. Und da schließe ich solche Medikamente eben konsequent aus; höchstens als Mittel der 3. oder 4. Wahl. Und auch bei L-Dopa habe ich bisher viele negative Nebenwirkungen gelesen! Die Berichte von anderen RLS-Patienten mit Cannabis lesen sich bisher nur positiv. Die Probleme tagsüber sind auch zu vernachlässigen, sodass ich wenn dann nur abends etwas benötige.

Ich habe auch schon andere Dinge probiert, allerdings alles ohne Ärztliche Begleitung. Wenn sowas natürlich gehen würde, fände ich super. Ich bin jetzt mal auf meinen Termin Anfang Mai gespannt. Ist ein Privatarzt (Neurologe), der einige alternativ- und naturmedizinische anerkannte Therapieverfahren nutzt. Ich lasse mich mal überraschen; zunächst hätte ich ja erst mal gerne eine Diagnose.
mad
 
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitragvon mad am Mo 16. Apr 2018, 17:22

Hatte heute meinen Termin. Diaknose ist starkes RLS. Levodopa wurde mir nun verschrieben. Ich werde es mal testen und hoffe auf keine Nebenwirkungen. Ansonsten geht's nächste Woche wieder hin. Ich soll aber erst noch die Blutwerte abwarten. Kann also sein, dass ich zunächst Eisentabletten o. Ä. bekomme. Ich warte ab.
mad
 
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitragvon MonaLisa am Mo 16. Apr 2018, 21:22

mad hat geschrieben:Hatte heute meinen Termin. Diaknose ist starkes RLS. Levodopa wurde mir nun verschrieben. Ich werde es mal testen und hoffe auf keine Nebenwirkungen. Ansonsten geht's nächste Woche wieder hin. Ich soll aber erst noch die Blutwerte abwarten. Kann also sein, dass ich zunächst Eisentabletten o. Ä. bekomme. Ich warte ab.


Viel Glück! Und wenn es nicht funktionieren sollte wünsche ich Dir, dass Du "die grüne Naturmedizin" bekommst. ;)

LG
MonaLisa
 
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