Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - "Was St. Leon-Rots Harres mit Hanf zu tun hat"

"Was St. Leon-Rots Harres mit Hanf zu tun hat"



"Was St. Leon-Rots Harres mit Hanf zu tun hat"

Beitragvon Sabine am Do 19. Mai 2016, 06:21

"Eine Spurensuche rund um die Kramer-Mühle - Früher hieß der Sauerkrautmarkt "Hanf- und Gespinnselmarkt"
...
"Harres" leitet sich ab von Hanf, der früher in diesem Gewann auf den Feuchtwiesen gewässert wurde. Die Hanfwässerung wiederum steht im Zusammenhang mit der Kramerschen Getreidemühle, die um 1500 auch zu einer Ölmühle und Hanfreibe ausgebaut wurde. Wie die Recherchen von Willi Steger vom Arbeitskreis Heimatgeschichte St. Leon-Rot ergeben haben, wird in einer Urkunde des speyerischen Amts Philippsburg von 1783 über die Brandursache der Mühle in St. Leon erwähnt, dass 1782 neben der Ölmühle auch die Hanfreibe abbrannte. Diese wurde dann im folgenden Jahr wieder mit der Mühle aufgebaut. Im Erweiterungsbau erkennt man heute noch die Jahreszahl 1783.

Während das Öl aus den Hanfsamen in der Ölmühle gewonnen wurde, bearbeitete die "Hanfreibe" die Hanffasern, die zuvor durch Wässern aus den Stängeln herausgelöst wurden. Diese wurden zu Zöpfen gedreht und auf die Reibe gelegt. Der darüber rotierende, flach liegende Mühlstein zerquetschte übrig gebliebene Holzteilchen und rieb die Fasern weich. In einem letzten Arbeitsschritt wurden die Fasern nochmals "gehechelt" (gekämmt), bevor sie anschließend zur weiteren Verwendung an die Händler oder die Webereien weitergegeben wurden."


http://www.rnz.de/nachrichten/wiesloch_ ... 92949.html

Mehr solcher Artikel, besonders in Lokalzeitungen, damit die Bevölkerung endlich merkt, das Hanf und Cannabis sehr wohl historisch in Deutschland verankert waren. Wer weiss, wieviele Synonyme damals für Hanf im Umlauf waren, deren Bedeutung durch die Prohibition vernichtet wurden.
Sabine
 
Beiträge: 7540

Registriert:
Fr 18. Apr 2014, 08:15


Zurück zu Cannabis als Nutzpflanze

Wer ist online? Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast