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"Ital. Bauern bauen Hanf an, um kontaminierten Boden zu säub



"Ital. Bauern bauen Hanf an, um kontaminierten Boden zu säub

Beitragvon Sabine am Di 26. Jul 2016, 20:25

"Italienische Bauern bauen Hanf an, um kontaminierten Boden zu säubern

Kann Hanfanbau italienische Äcker dekontaminieren, die durch Schwermetalle belastet sind? Im Jahr 2011 wurde ein neues Gesetz erlassen, das denjenigen italienischen Bauern den legalen Anbau von Industriehanf erlaubt, die eine gültige Lizenz hierfür besitzen.
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Bauern aus Tarent, einer apulischen Stadt, die einst bekannt war für ihre Milchwirtschaft und traditionelle Käsesorten, bauen jetzt Hanf an, um einer verheerenden Umweltverschmutzung durch ein riesiges Stahlwerk in der Nachbarschaft entgegenzuwirken, berichtet das Online-Magazin Slate.
Das Stahlwerk Ilva umfasst 15 Millionen Quadratmeter – das ist die dreifache Fläche, die die Stadt selbst umfasst. Es wurde 1965 eröffnet und verdoppelte seine Größe während der 1970er-Jahre. Einst kochte sie beinahe ein Drittel des italienischen Stahl. Die Fabrik verwandelte Tarent in eine schmutzige Industriestadt. Rauchende Schornsteine, Hochöfen und Berge von Schotter bestimmen das Bild dieser einstmals ländlichen Stadt. Heute begrüßen eine Ölraffinerie und eine riesige Zementfabrik die Besucher der Stadt.
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Der Boden dieser Region ist so schlimm durch Schwermetalle durch die Stahlfabrik verseucht, dass Bauern wie Fornaro ihre Tiere nur noch außerhalb eines 20 Kilometer umfassenden Radius‘ um die Stahlfabrik grasen lassen dürfen.

Hanf und Phytosanierungshanf sind Varianten der Cannabispflanze, die sehr wenig von der psychoaktive Substanz des Marihuana, THC, enthält.
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Aber Hanf hat noch eine weitere Eigenschaft: Er kann sehr wirksam Schwermetallgifte aus verschmutztem Boden aufsaugen. Schwermetalle können chemisch nicht in ungiftige Bestandteile zerlegt werden, was bedeutet, dass sie lange Zeit im Boden verbleiben.
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Jedenfalls verträgt Hanf Schwermetalle gut und er kann Schwermetalle aus dem Boden isolieren, ohne dass die Pflanze selbst Schaden nimmt, fügt sie hinzu.

Hanfanbau ist in Italien erlaubt, was bedeutet, dass Bauern wie Fornaro, die Cannabis anbauen, um ihre Böden von Giften zu säubern, ihre Ernte für die industrielle Weiterverarbeitung verwenden dürfen. Die Gifte sind nicht in den Pflanzenfasern enthalten.

Zurzeit benutzen wir Hanf nur für die industrielle Weiterverarbeitung“, berichtet Fornaro Manisera. „Ich hoffe, dass wir sie in Zukunft auch für die Ernährung nutzen können."


https://netzfrauen.org/2016/07/26/itali ... -saeubern/



Äh, halt, stoppt mal .... Hanf und andere Pflanzen sollen helfen, das sich hohe Konzentrationen von Schwermetallen so schwuppdiwupp einfach in Luft auflösen?! :shock:
So gut, das man sich kleiden und das dann auch noch essen kann? Ich bin keine Biologin, aber das ist für mich eher unwahrscheinlich. So vieles wurde in den letzten Jahrzehnten als absolute Innovation hingestellt und der Boomerang kam später. Es war nur eine Frage der Zeit ...

Aber vielleicht kann mich auch jemand "in einfacher Sprache" ;) auch darüber aufklären, ob so was möglich ist.
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: "Ital. Bauern bauen Hanf an, um kontaminierten Boden zu

Beitragvon frihet am Di 26. Jul 2016, 22:08

Davon gelesen habe ich schon ein paar Mal, kann allerdings nicht behaupten, mich auszukennen. Wikipedia zufolge gibt es verschiedene Formen der Phytosanierung, wobei die Methode generell noch in der Entwicklungsphase ist. Prinzipiell funktioniert es wohl, und es gibt scheinbar auch Methoden, bei denen die Schwermetalle nicht in der Pflanze angereichert werden. Finde das Ganze sehr vielversprechend. Meine mich zu erinnern, dass nach Fukushima in Japan auch mit Bodensanierung durch Hanf experimentiert worden ist.
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