Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Der Dialog über Deutschland

Der Dialog über Deutschland

Hier wollen wir über unseren und andere cannabisbezogene Vorschläge beim Zukunftsdialog von Frau Merkel sprechen und uns überlegen wie wir möglichste viele davon unter die TOP 10 bringen.


Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Do 29. Mär 2012, 12:15

Hallo zusammen,

nachdem ich in diesem Dialog mehrfach aufgefordert wurde, mich hier anzumelden und die Zensur in diesem Dialog für mich langsam unerträglich wird, kann ich offensichtlich gar nicht anders, als hier euer hoffentlich unzensiertes Forum in Anspruch zu nehmen, wenn ich mir einen Rest an Meinungsfreiheit in diesem Land bewahren möchte.

Hier zwei Beiträge, die ich seit gestern abend ab ca. 19:00 Uhr dort zu posten versuchte. Sollte mir irgendjemand sagen können, gegen welche Regeln ich da verstoßen habe, wäre ich dankbar. Meine Anfragen bei der Redaktion und beim Bundespresseamt blieben bisher unbeantwortet.

Die zensierten Beiträge:

@G. F.,

"Die Verringerung des Angebots an Cannabis durch seine Unterstellung unter das Betäubungsmittelgesetz dient dem Schutz der Gesundheit des Einzelnen und der Bekämpfung der Drogenkriminalität"---

Sie sehen daran exemplarisch die dreiste Willkür, mit der die Fakten von der Politik ignoriert werden!

Die staatliche Bevormundung des Einzelnen hinsichtlich seiner Gesundheit via Strafrecht wird hier für Cannabis als legitim erklärt, während der gleiche Satz logischerweise und auch rechtlich nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz für Tabak und Alkohol dann seine Anwendung zu finden hätte!
Eine Bekämpfung der Drogenkriminalität wird dadurch allerdings nicht geschaffen, die Drogenkriminalität wird dadurch erst geschaffen! Wäre Cannabis nicht durch das Strafrecht reglementiert, wäre der Umgang mit Cannabis auch keine kriminelle Handlung. Er würde auch nicht im kriminellen Milieu stattfinden und dieses würde auch nicht durch die illegalen Gewinne, die hierbei erzielt werden gefördert.

Sie sehen also, wie Frau Dyckmanns hier eindeutig eine falsche Aussage trifft, ohne dass sie dabei irgendwo von zuständiger Stelle in diesem Staat darauf hingewiesen wird. Von daher ist es ihr möglich, weiterhin mit falschen Aussagen eine falsche Politik zu betreiben, bzw. Klientelpolitik (Pharma) gegen das Volk und den Rechtsstaat!
Ein Armutszeugnis für die politische Opposition in diesem Land sowie für die repräsentative Demokratie insgesamt!

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@Der Auswanderer,

darüber werde ich nachdenken. Es muss etwas geschehen und wenn meine Ideen dazu einen Beitrag leisten können, würde mich das freuen.

@Juri,

Nein, das muss er nicht! Er muss von der Verfassungswidrigkeit überzeugt sein! Ist er das nicht, dann lässt er es! Aber er wird mit diesem Gedanken konfrontiert und wenn er nicht während seiner Ausbildung total gehirngewaschen wurde, dann wird dieser ihm zu schaffen machen, die Verfassungswidrigkeit ist eigentlich nicht wegzureden.

Und da der Angeklagte sowieso bis zum Verfassungsgericht gehen wird, könnte es eventuell doch irgendwann einmal peinlich werden, dass der Bürger damals dem Strafrichter die Grundsätze unserer Verfassung erklären musste und dieser sie offensichtlich nicht verstanden hat; vorausgesetzt, unser Rechtsstaat ist im Kern noch gesund und vorhanden!

Aber wer weiß derzeit, wohin sich dieses Land entwickelt. Es scheinen einige Verfassungsrichter momentan derart abgehoben, dass sie dem Bürger die Möglichkeit einer kostenlosen und rechtsanwaltfreien Klage am liebsten durch den Gesetzgeber verbieten lassen würden. Sollte eine Gleichschaltung in Deutschland je nochmals Realität werden, so wird sie sich diesmal in ganz kleinen, unauffälligen Schritten vollziehen.

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klartext
 
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon CosmicWizard am Do 29. Mär 2012, 13:36

Hallo! Schön dich hier begrüßen zu dürfen. Die Kriterien, nach denen Beiträge zensiert werden, erschließen sich mir ehrlich gesagt nicht.
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon frihet am Do 29. Mär 2012, 15:58

Die Beiträge sind mittlerweile im Zukunftsdialog veröffentlicht, wenn ich das richtig sehe sogar doppelt. Die brauchen manchmal halt extrem lang dafür.
Willkommen im Forum übrigens! Es war jeden Tag eine Wohltat, im Zukunftsdialog deine wohlformulierten Beiträge zu lesen. :)
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon His Master's Voice am Do 29. Mär 2012, 16:33

Hallo klartext. Auch ich freue mich, dass Du unserer Einladung gefolgt bist und Dich hier eingefunden hast. Sei gegrüßt.

Ach und sei bitte noch nicht so kritisch was den Umgang hier betrifft. Wir sind alle neu hier und müssen uns alle noch etwas aneinander gewöhnen. Das Forum ist noch im Aufbau, schau Dich einfach ein bisschen um, und bring Dich ein wo Du magst. Und vor allem, gib uns hier nicht so schnell auf. Wie bereits im Zukunftsdialog festgestellt, rekrutieren sich die Hanffreunde aus allen sozialen Schichten und Milieus. Wir sind halt keine homogene Gruppe, sondern haben alle einen z.T. sehr verschiedenen Background und auch verschiedenste Umgangsformen, aber vielleicht schaffen wir es ja, daraus als Bewegung eine Stärke zu entwickeln, denn das heißt auch, dass sich hier viele Talente und Möglichkeiten im Kampf gegen die Prohibition vereinen können.

Das gemeinsame Ziel ist klar.
Und keiner hier hat Bock da nochmal Jahrzehnte drauf zu warten.
Jetzt heißt es halt dranbleiben und Mitstreiter sammeln.
Von daher, schön dass Du da bist.
;)
Wir sind Millionen...
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon Gerd50 am Do 29. Mär 2012, 17:04

Schön dich im Forum des DHV begrüßen zu dürfen klartext. HMV sagte es schon, das Forum befindet sich im Aufbau, wir müssen uns
kennenlernen, das braucht Zeit. Bis vor drei Wochen habe ich mich ausschließlich mit Linux beschäftigt, auch da habe ich erlebt, das
neue Foren eine gewisse Anlaufzeit benötigen.

Verbesserungsvorschläge für das Forum diskutieren wir hier - viewtopic.php?f=13&t=85 -

Ich hoffe, das du wegen der Unübersichtlichkeit nicht gleich die Flinte ins Korn wirfst. Auch ich habe immer noch Schwierigkeiten
manche Themen wieder zu finden und könnte manchmal mit dem Fäustel...nun gut, unser Anliegen ist wichtiger als ein perfektes
Forum.

In diesem Sinne, alles Gute

Gerd aka G. F. im Dialog
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon bushdoctor am Fr 30. Mär 2012, 08:53

Servus aus Bayern, klartext!
Willkommen im DHV-Forum! So jemanden wie Dich braucht die "Community".
Deine Formulierungen sind knackig aber immer sachlich, dadurch kannst Du, denke ich, so manchen "hinterm Ofen" hervorlocken, der etwas unschlüssig über das Thema nachdenkt.
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Fr 30. Mär 2012, 17:14

Hallo alle zusammen,

es feut mich, hier so freundlich empfangen zu werden und es tut mir leid, wenn ich etwas gereizt reagiert habe. Aber nach den derzeitigen Zensurerlebnissen im Dialog bin ich da etwas dünnhäutig geworden.
Für diese beiden Beiträge und deren Veröffentlichung im Bürgerdialog benötigte es ca. 20 Stunden, mehrere Mails und Anrufe beim Bundespresseamt, wo man allerdings nie mit einem wirklich Verantwortlichen verbunden werden kann, erforderlich, was ich als 'kalte Zensur' in Form zeitraubender und zermürbender Behinderung sehe.

Auch jetzt versuche ich wieder zwei Teilnehmern seit über zwei Stunden zu antworten, aber es geschieht nichts. Nun, ich hätte nie geglaubt, dass ich in einem Hanfforum das Recht auf Meinungsfreiheit besser gewahrt finden würde als bei der Regierung in ihrem Bemühen, dem Bürger demokratische Mitsprache zu ermöglichen. Allerdings hätte die Kanzlerin wohl auch nicht gedacht, dass gerade ihr Dialog so eine PR für den DHV sein würde. :-)

Grüße
klartext

Und nun die zwei bisher zensierten Antworten:

@Dave,

wussten Sie, dass manche Interessensgruppen in Foren eine Art 'under-cover-schreiber' einsetzen, die Diskussionen stören oder gezielt vom Thema ablenken sollen, wenn Gefahr droht, dass über ein Thema ein nicht gewünschter Konsens eine Dimension annimmt, die die Notwendigkeit zum Handeln ins breitere Bewußtsein treten lässt?

Erstaunlich, nicht, aber es soll vorkommen. Gerade auch im Ausland ist das sogar von manchen Staaten unterstützt worden. Bei uns natürlich nicht, aber das heißt sicher nicht, dass auszuschließen ist, das es bei uns nicht auch vorkommen könnte.

Aber jetzt wieder zum Thema, dessen Niveau Sie auf der einen Seite anprangern und auf der anderen Seite schon auf erbärmliche Art selbst nach unten drücken indem Sie Ihre Absicht, Cannabis auch ohne Sachargumente schlecht zu reden, mit dem Satz zum Ausdruck gebracht sehen möchten:
„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

Was bitte soll das nun bedeuten? Dass alles gleich zu behandeln sei, egal ob Sauerstoff, Buttersäure, Babymilch, Leitungswasser, Benzin, Alkohol oder Kaugummi? Oder dass ein echter Trotzkopf eben keine Hemmungen beim Phrasendreschen kennt, wenn er mit seiner Aussage "Cannabis ist Gift" Recht behalten will? Aber zuvor übers Niveau meckern, ja?

Mensch Dave, haben Sie keine andere Beschäftigung? ;-)
Beantworten Sie doch lieber mal meine Frage aus meinem vorigen Beitrag.

Grüße
Klartext


-----

@Antonin

Sie glauben doch nicht, weil etwas eine 40 Jahre alte rechtliche Falschkategorisierung erfahren hat, dass sich daraus ein seriöses Argument ableiten lässt? Was glauben Sie, was alles so geschrieben steht? Deswegen ist das nicht dauerhaft richtig, manches hat sich gar als falsch herausgestellt. Gerade die deutsche Rechtsgeschichte ist voll von solchen (Un)Rechtsirrtümern.
Rassenschande, Republikflucht, Hören von Westsendern, und was einem da nicht alles einfallen würde. Aber zu solchen Zeiten waren wir auch kein freiheitlicher Rechtsstaat, wie wir es heute sind. Und somit überprüfen wir auch rechtliche Bestimmungen ob sie noch zeitgemäß und dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis entsprechend sind.

Leider wissen Sie überhaupt nicht, was abgeht, Sie haben kein seriöses Argument benannt, Sie stellen willkürliche Behauptungen ohne Quellenangaben auf und Sie dreschen Phrasen.
Außerdem, das was für SIE ‚schlimm’ ist oder ‚der Mensch nicht zum Leben braucht’, ist subjektiver Natur und in der Sachfrage ohne Bedeutung. Vielleicht sollten Sie darauf etwas achten, wenn Sie der Diskussion schon Ihre konstruktiven Impulse geben möchten. ;-)
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon Gerd50 am Fr 30. Mär 2012, 17:39

Hallo klartext,

eine gewisse Dünnhäutigkeit plagt nicht nur dich, wenn du dich im Forum umsiehst. Mir geht es so, ich komme seit drei Wochen nicht
mehr zu meiner Lieblingsbeschäftigung Linux supporten. Das Wort Hanf oder ähnliches möchte ich am liebsten nicht mehr lesen.
Eigentlich sollte es so überflüssig wie nur was sein, allzuviele Worte darüber zu verlieren. Es wird wohl noch was dauern, bis es
nicht mehr nötig ist, darüber zu reden. Ich fürchte als jemand ü60 werde ich das wohl nicht mehr erleben.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Sa 31. Mär 2012, 09:29

Guten Morgen alle zusammen,

nachstehend veröffentliche ich hier noch zwei Antworten, die auf Grund der 'kalten Zensur' durch Verzögern im Dialog bisher noch nicht erschienen sind.

Grüße
klartext

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@Ernst,

die Reaktion, welche in Ermangelung sachlicher Argumente eine Diskussion versucht ins Lächerliche zu ziehen und somit ad absurdum zu führen, ist hinlänglich bekannt, wenngleich auch nicht besonders geistreich.

Ebenso wie radikale Prohibitionsforderung, die außer reaktionärem Gehetze keinerlei argumentative Substanz aufweist und das Hick-hack über angebliche Detaills der medizinischen Forschung bei irgendwelchen seltenen psychischen Dispositionen, all das zieht am Thema vorbei und wird meist in der Absicht von der legitimen Kernforderung abzulenken eingebracht.

Wissenschaftlich dürfte unbestritten sein, dass die Gesundheitsgefährdung von Cannabis weit hinter der von legalen Genussmitteln wie Alkohol oder Tabak liegt. Diese sind legal, weil der Gesetzgeber hier das Recht der individuellen Handlungsfreiheit nach Art.2 GG in unserem Rechtsstaat zu berücksichtigen hat und dies auch tut! Da Art.3 GG den Gleichbehandlungsgrundsatz im Rechtsstaat festschreibt, ist schon von daher die Situation für Cannabis anzugleichen. Eine strafrechtliche Prohibition lässt sich hier auf keinen Fall mit medizinischen Bedenken legitimieren, der Umgang mit Cannabis hat keine Merkmale einer im freiheitlichen Rechtsstaat definierten Straftat.

Für die Sachdiskussion ist es also nicht nötig, sich auf die medizinische Diskussion weiter einzulassen, diese ist für die Beurteilung der Frage nach der Beibehaltung strafrechtlicher Prohibition nämlich schon hinlänglich geklärt.


-----

Werter Antonin,

es ist mir nicht ganz nachvollziehbar, warum in diesem Dialog die Redaktion Leute wie Sie und andere teils unqualifizierte Positionen der Prohibitionsbefürwortung vor umgehenden, zeitnahen Antworten schützt und somit aus meiner Sicht einseitige Einflußnahme auf diesen Dialog hier ausübt.

Wenn Sie sich auf das berufen, was der Gesetzgeber hier sagt, dann berufen Sie sich auf eine 40 Jahre alte und faktisch widerlegte Kategorisierung, die hier als solche erkannt wurde und deren Abschaffung zu Recht gefordert wird. Darauf zu sagen "Ja aber der Gesetzgeber sagt, es ist so" und meinen, damit ein Argument gebracht zu haben ist nun nicht gerade geistreich.

Außerdem wird die Legalisierung von Cannabis als Konsequenz aus den Grundsätzen unseres Rechtsstaates gefordert, dabei ist es egal ob der Einzelne auch ein Interesse an der Substanz hat oder nicht. Dieser Einwand ist kleinkariert und unzulässig!

Für Ihre Behauptungen zu Versuchen an Flugsimulatoren haben Sie keine Quellen genannt. Gegen Ihre Behauptungen erheblicher Leistungseinbußen unter Cannabis spricht das Gutachten der Uni Würzburg, was Sie unter http://www.psychologie.uni-wuerzburg.de ... nnabis.pdf einsehen können.

Weiterhin spielen auch Ihre persönlichen Präferenzen bei gesellschaftlichen Problemen keine Rolle bezüglich der Beurteilung der Frage. Tatsächlich haben Sie bisher kein seriöses Argument geliefert, das die Prohibition begründen könnte.
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Sa 31. Mär 2012, 13:01

Und hier noch eine Antwort an einen Teilnehmer im Dialog-Forum, deren Freischaltung mir einfach schon wieder mal zu lange dauert.

@Stinkefuß,

Sie sagen es. Über mehr müssen wir hier nicht reden!
Nennt uns eure rechtsstaatlich nachvollziehbare Begründung für eine strafrechtliche Verfolgung des privaten Erwerbs, Besitzes und Anbaus von Cannabis.

Was macht den Umgang mit Cannabis zu einer STRAFTAT?
Wodurch wird dabei das LEBEN, die GESUNDHEIT, das ANSEHEN oder EIGENTUM eines ANDEREN GESCHÄDIGT?

Warum werden die Grundrechte des Einzelnen, die im Grundgesetz eindeutig formuliert sind, in Bezug auf die Cannabisgesetzgebung nicht beachtet?

Mich interessiert nicht, was der Gesetzgeber vor 40 Jahren als Begründung für das heute noch gültige Strafrecht schrieb und es ist mir auch egal, welche neue Einzelstudie gerade wieder ein mögliches Detail medizinischer Zweifel hervorgebracht hat. Hier spricht die empirische Erkenntnis. Es gibt meines Wissens keine spezifische Cannabiskrankheit, selbst Jahrzehnte lange exzessive Mißbrauchsformen zeigen weniger gravierende Gesundheitsbeeinträchtigungen als analoges Konsumverhalten mit legalen Genuss- und zum Teil auch industriell hergestellten Nahrungsmitteln.
Aber es gibt Menschen die nach 30 jährigem und noch längerem Cannabiskonsum gesund sind, gesunde Kinder haben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, in ihrem Umfeld geachtet sind, zufrieden erscheinen und weniger oft betrunken sind als andere.

Nennen Sie mir ein Argument, das einem freiheitlichen Rechtsstaat das Recht gibt, diese Menschen auf die Ebene von Dieben, Räubern und Mördern zu stellen.

Hier reicht die Zeichenfreiheit auch noch um zu schreiben

Viele Grüße
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon Don am So 1. Apr 2012, 12:25

Hallo Klartext!

Ich freue mich, dass Du es hierher gefunden hast.
Vielen Dank auch für Deine Argumente! Wirklich top!


Dürfen wir die Auszüge von Deinen Texten frei werden? Das wäre top!
zb. für Fragen bei abgeordnetenwatch?

Viele Grüße

Don
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am So 1. Apr 2012, 12:55

Natürlich darf in solch einem Dialog die ängstliche Frage einer besorgten Mutter nicht fehlen:
"Was soll nach der Legalisierung von Cannabis kommen?"
Da die Redaktion meine beruhigende Antwort auf die Nöte dieser Mütter wahrscheinlich wieder nicht zeitnah übermitteln können wird, sollte sie für alle besorgten Mütter ab sofort auf der Seite des DHV zu Verfügung stehen:

-----

Oh besorgte Mutter,

"Deine Kinder können Einen dauern und auch Du, die Du sie vor allem Leide zu schützen versuchest tust mir leid ..."

Sagen Sie mal, wie alt sind Sie? Könnte es sein, dass Sie zu den Menschen gehören, die eher unreflektiert emotional und schlicht in ihrer Argumentations- und Meinungsbildung sind?

Wie sonst soll man sich Ihren Einwand hier erklären?
Es geht hier um die willkürliche strafrechtliche Diskriminierung einer Gruppe von Bürgern unserer Gesellschaft! Es geht um den Missbrauch des Strafrechtes und die gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen daraus!

KEIN Mensch will Kindern etwas VORHALTEN!
Aber Kinder kommen unter den derzeitigen Umständen durch den unkontrollierten Schwarzmarkt viel eher auch an harte Drogen! Das hat unsere Gemeinschaft wirklich nicht verdient!

Bei einer Legalisierung gäbe es einen kontrollierten Markt für Erwachsene und keinen Schwarzmarkt mehr, auf dem das Alter keine Rolle spielt. Im Gegenteil hätte ein Schwarzmarkt keinen Sinn mehr, da Kindern Drogen zu verkaufen, um sie zu Konsumenten der Zukunft für die Gewinne krimineller Syndikate zu werben aussichtslos wäre. Allein von dem an Prävention eingesparten Geld wäre es möglich, die Sicherheit auf den Pausenhöfen leicht zu verdoppeln und noch in die Bildung zu investieren.

Und so sollte ein jeglich besorgtes Mütterlein laut JA zum Vorschlag der Legalisierung rufen.
Ihr Kindlein werde dadurch keinen Schaden nehmen, sondern in seinem Schutze gemehrt!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Mo 2. Apr 2012, 12:23

Nachdem die Redaktion des 'Dialog über Deutschland' im Cannabisthema einen offensichtlichen Stören, der mit unqualifizierten Beiträgen das Thema sabottieren möchte protegiert, während die entsprechenden Antworten darauf zensiert werden, muss ich meiner Meinungsfreiheit also wieder mal hier Ausdruck verleihen.

Das ist es, was einem solchen Teilnehmer, der Sachargumente verweigert aus meiner Sicht geantwortet werden sollte:

@Dany,

hören Sie auf, hier laufend hohle Phrasen zu dreschen und zu paternalisieren, es wirkt einfach nur unreif und kleinkariert.
Haben Sie sonst niemand, der Ihnen zuhört? Was meint Ihre Frau dazu, dass Sie sich hier zum Don Quichotte der Cannabisprohibition gerieren? Werden Sie dafür von ihr bewundert?

Also jeder halbwegs an logisches Denken gewohnte Mensch wird wohl nicht umhinkönnen, das faktenleere und selbstdarstellerische Ihrer Beiträge zu konstatieren. Was ist los, Dany, haben Sie ein Problem mit der Freiheit? Fällt es Ihnen schwer, über Ihren Tellerand hinaus das Verständnis zu entwickeln, das als Voraussetzung für Toleranz erforderlich ist? Wurden Sie autoritär erzogen? Das Leben ist nunmal kein Schwertransport im Fernferkehr, wo alles normiert und geregelt ist, auch wenn die leidende Psyche sich nach solchen Über-ich-Strukturen sehnt, solche Lenkungsmuster verlangen autoritäre Staatssysteme.

Und bitte wenden Sie jetzt nicht ein, ich hätte nichts zum Thema Cannabis gesagt. Das haben Sie nämlich auch nicht, Sie haben nur Ihre persönliche Problematik auf diesem Thema zu transportieren versucht. Also reden wir drüber, wo drückt Ihr Schuh?
Ist es die lange Einsamkeit hinter dem Lenkrad? Führen Sie manchmal Selbstgespräche?
Leiden Sie darunter, dass manche Menschen freier und scheinbar auch glücklicher als Sie leben? Macht Sie das neidisch? Würden Sie es denen gern mal so richtig zeigen?
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon Patrick am Mo 2. Apr 2012, 12:56

Hi Klartext,

geht mir momentan nicht anders, gestern ca. 15 Beiträge verfasst und heute auch schon wieder 3-4, Nadda Null !

Habe meine Konsequenzen gezogen, nicht mit Aufgabe oder so!, kannst ja mal in dem anderem Thread der "Zensur" hier schauen!

lg. Patrick!

(Nachtrag: hmm vllt. sollte ich demnächst die Aussagen meiner Beiträge auf 5 Zeichen beschränken -> NEIN! <- wurde released *GRIEEEN, vorm Kopf hau!)

(Nachtrag II, hmm glaube mein Kommentar hat wirklich ein wenig geholfen, seid diesem werden meine Beiträge wieder publiziert! Boah Hoffnung ist nicht ganz verloren!)
... Vorsicht frisch gewischt ! ...
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Mo 2. Apr 2012, 16:24

Tja, dieser Dany, der hat irgendwie den Segen der Redaktion. Der darf im "Bürgerdialog" auf raffinierte Art immer wieder Scheinargumente präsentieren, aber vor der konsequenten Auseinandersetzung mit der eigentlichen Fragestellung wird er durch die Zensur und Verzögerung der Redaktion geschützt! Im Übrigen soll wohl auch durch ein Protegieren der Legalisierungsgegner oder besser gesagt, ein paar kontroverser Störer, ein "ausgewogeneres Meinungsbild gezaubert werden. Es reicht ja schon wenn pro Aussage 5 widersprechen, aber 20? Da werden dann halt 15 wegzensiert. ;-)

Hier nicht, und diese Freiheit sei gepriesen!

klartext

Der Text, der bisher nicht veröffentlicht wurde:

@Dany, 02.04.2012 um 13:53 Uhr

ist es tatsächlich so, dass Sie die Grundfrage nicht verstanden haben?
WAS MACHT DEN UMGANG ERWACHSENER BÜRGER MIT CANNABIS DENN ZUR STRAFTAT? Diese Frage haben Sie nicht beantwortet!

Der Besitz, Erwerb, Anbau und Konsum durch Erwachsene schadet weder dem Leben, der Gesundheit, dem Ansehen oder dem Eigentum eines Anderen, somit kann es in einem freiheitlichen Rechtsstaat keine Straftat sein. Die Frage lautet also:
Lehnen Sie, "Dany" den freiheitlichen Rechtsstaat ab? Wollen Sie gegen unsere Verfassung einem Unrechtssystem das Wort reden? Die Niederländer haben das übrigens schon 1972 erkannt und werden das auch nicht ändern. Natürlich haben wir Deutschen es da etwas schwerer mit der Rechtsstaatlichkeit in unserer Geschichte gehabt und gerade der Teil Deutschlands, in dem die politische Karriere unserer Kanzlerin begann, war wohl eher für unseren Hang zum Unrechtsstaat bekannt! Auch die davor als Reich existierende deutsche Staatsform war nicht besonders rechtsstaatlich. Beiden war charakteristisch, dass dort das Strafrecht zum Schutz und zur Durchsetzung der Staatsideologie missbraucht wurde! Straftaten wie "Rassenschande", "Republikflucht", "Hören von Westsender" und was nicht alles dort eine 'Straftat', begangen von 'Kriminellen' war.

Von daher sollten Sie sich bemühen, Sachargumente zu bringen oder aber einfach nur sagen, dass Sie den Rechtsstaat gerne abgeschafft sähen. Alles andere in Ihren Beiträgen halte ich für Selbstdarstellung.
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Mo 2. Apr 2012, 16:44

Es ist meine erste Antwort noch immer in der Zensur, da warte ich schon auf die Freischaltung meiner zweiten.

Doch nicht hier!


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@Parteilos,

Nein, hier wird nicht vom Recht auf Rausch gesprochen, sondern vom Rechtsstaat und seinen Grundsätzen. Um dies festzustellen, sollten Sie einfach mal die bisherige Argumentation verfolgen. Zu diesem freiheitlichen Rechtsstaat gehört unter anderem Art.2 GG, das dem Einzelnen individuelle Handlungsfreiheit garantiert. Sicher wird diese bei Taten die sich gegen das Leben, die Gesundheit, das Ansehen, die Freiheit oder das Eigentum eines anderen richten beschnitten, dazu haben wir im Extremfall sogar das Instrumentarium des Strafrechts, aber der Umgang von Cannabis weist keine solchen Merkmale auf. Somit darf der Rechtsstaat hier keine Regelung mit dem Strafrecht durchsetzen!
Ihr subjektiver Eindruck ist hier völlig unerheblich, aber wieso Mord und Steuerhinterziehung deshalb nicht zu erlauben sind können Sie nunmehr wohl klar erkennen, oder?

Unsere Regierung weiß schon, warum sie das Thema totschweigt, da ihr die wissenschaftlichen wie auch die rechtlichen Fakten, die eine Legalisierung zwingend erforderlich machen, in der Diskussion und den Medien totschweigt. Das ist nicht beschämend, das ist ein Skandal!

Ihre Erwartungen teile ich aber auch. Spätestens nach dem 15.April sollte das Thema Cannabis in die öffentliche und politische Diskussion gebracht werden. Umgehend ist die schnellstmögliche Aufhebung der strafrechtlichen Regelungen für den privaten Umgang erwachsener Bürger mit Cannabis umzusetzen!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Di 3. Apr 2012, 11:45

Aktuell gerade im "Dialog-über-Deutschland" gepostet:

Es ist nun von Bürgers Seite eigentlich alles gesagt. Jetzt sollte die Politik sprechen, die Cannabislegalisierung beendet ein Unrechtselement, an dem unser Rechtsstaat bis heute leidet. Es ist nun offen ausgesprochen und dargelegt worden.

JETZT SOLL DIE POLITIK ANTWORTEN!
Allen Parteipolitiker von den Linken über die Piraten und Grünen bis zu der SPD, den Christlichen und wenn sie noch von Bedeutung sein wollen auch der FDP wäre es sicher möglich, als "registrierter Nutzer" dem Bürger klar die eigene Position und die der Partei zu benennen und auch zu begründen. Das wäre ein Dialog, werte Volksvertreter, der uns voran bringen könnte.

Der Bürger wartet auf eine Antwort, wie werden wir den Umgang mit Cannabis in der Zukunft in diesem Land regeln? Werden wir weiterhin 4-6 Millionen Bürger zu Kriminellen erklären, weil sie ein leichteres Genußmittel bevorzugen? Oder werden wir endlich offen darüber reden und wie andere europäische Länder auch eine vernünftige Regelung ohne strafrechtliche Diskriminierung erwachsener, mündiger Bürger umsetzen?

Der Bürger hat ein Recht darauf jetzt eine klare Antwort von seinen Politikern zu bekommen!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Mi 4. Apr 2012, 13:29

Mein erster Beitrag heute im Dialog wird wie immer auch parallel hier in einem unzensierten deutschen Forum gepostet:


@Juri,

"Die Bundesregierung hält an der grundsätzlichen Strafbarkeit des Besitzes, Erwerbs und Anbaus von Cannabis fest. Dieses Verbot dient dem Schutz der Gesundheit."

Es ist das einzige Argument, das die Bundesregierung zur Begründung der Aufrechterhaltung der strafrechtlichen Cannabisrepression nennt. DAS EINZIGE!

Wenn wir uns das näher anschauen, so erkennen wir, dass die Bundesregierung offensichtlich die Wirkung des Gesetzes nicht kennt, die Absicht hier selektiv zum Ausdruck bringt und wenn man es deutlicher sagen will "dreist lügt, um willkürliche Repression aufrecht erhalten zu können!"

In Anbetracht davon, dass die Nazis wohl ebenso argumentieren konnten:
"Die Reichsregierung hält an der grundsätzlichen Strafbarkeit der Rassenschande fest. Dieses Verbot dient dem Schutz der Gesundheit." dürfte wohl offensichtlich werden, wie unsere Regierung den Rechtsstaat hier mit Füßen tritt!

Wenn man wirklich die Absicht hätte, die Gesundheit des Einzelnen und der Gesellschaft vor den Folgen des allgemeinen Genussmittelkonsums zu schützen, dann müssten auch Alkohol, Tabak und Teile der künstlich hergestellten Nahrungsmittel strafrechtlich verboten werden. Die selektive Anwendung auf Cannabis macht diese Absicht unglaubwürdig!
Weiterhin wäre zu untersuchen, ob die Maßnahme dieser Absicht dienlich ist, was durch die Existenz eines illegalen Schwarzmarktes mit unkontrollierbarer Qualität ebenso widerlegt sein dürfte.
Es ist nicht wahr! Die Bundesregierung lügt!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Mi 4. Apr 2012, 16:37

Hallo Don,

tut mir leid, habe Deinen Beitrag erst jetzt entdeckt. Die Antwort lautet "Ja, selbstverständlich!" Es ist mir sogar ein Anliegen, dass meine Worte zu diesem Thema Gehör und Verbreitung finden, wenn sie der Sache und damit auch dem freiheitlichen Rechtsstaat dienlich und hilfreich sind!

Gerne darf man mir auch die Antworten der Volksvertreter hier im Thread dann zukommen lassen, zu denen ich ggf. auch meine Gedanken mitteilen werde.
Und wenn ihr aus den "Reden von klartext" ein Buch macht, dann beteiligt mich am Gewinn. ;-)

Hallo Patrick,

aus diesem Grund poste ich hier, was die mit Steuergeldern finanzierte Seite der Regierung mir verzögert und verwehrt.

Im Anschluß poste ich hier den zweiten, entschärften Versuch einer rein faktischen Feststellung. Es ist der Redaktion wohl zu peinlich zu sehen, wie offensichtlich diese Regierung keine Glaubwürdigkeit zeigt.

Grüße
klartext


---------------

16:45
@redaktion,

warum benötigen Sie denn so lange, um so einen kurzen und eigentlich doch faktisch richtigen Beitrag freizuschalten? O.k., ich kann verstehen, dass die offene Formulierung in der die Regierung der Lüge verdächtigt wird, eine gewisse Barriere darstellt, wenngleich es auch meine Meinung ist. Als Bürger habe ich das Recht dazu, es ist keine Beleidigung.
Im Zweifel haben sich die Volksvertreter gegenüber dem Volk zu rechtfertigen!

Und obwohl ich auch weiterhin der Auffassung bin, dass die Regierung wissentlich die Wahrheit unterdrückt um strafrechtliche Cannabisprohibition beizubehalten, bin ich bereit, meine Aussage so umzuformulieren, dass diese Form der Nennung nicht stattfindet.

Ob es Ihnen dann wohl möglich wäre, mein Recht aus Art.5 GG zu beachten und meinen Beitrag endlich freizuschalten?
Er behandelt übrigens den zentralen Punkt des Themas und dürfte somit im Sinn des Dialoges sein. Was meinen Sie? ;-)

klartext
-------

@Juri,

"Die Bundesregierung hält an der grundsätzlichen Strafbarkeit des Besitzes, Erwerbs und Anbaus von Cannabis fest. Dieses Verbot dient dem Schutz der Gesundheit."

Es ist das einzige Argument, das die Bundesregierung zur Begründung der Aufrechterhaltung der strafrechtlichen Cannabisrepression nennt. DAS EINZIGE!

Wenn wir uns das näher anschauen, so erkennen wir, dass die Bundesregierung offensichtlich die Wirkung des Gesetzes nicht kennt, die genannte Absicht nur selektiv zum Ausdruck bringt und gegen Art.2 GG verstößt, um willkürliche Repression aufrecht erhalten zu können!"

In Anbetracht davon, dass die Nazis wohl ebenso argumentieren konnten:
"Die Reichsregierung hält an der grundsätzlichen Strafbarkeit der Rassenschande fest. Dieses Verbot dient dem Schutz der Gesundheit." dürfte wohl offensichtlich werden, wie schnell eine Regierung den Rechtsstaat missachten kann!

Wenn man wirklich die Absicht hätte, die Gesundheit des Einzelnen und der Gesellschaft vor den Folgen des allgemeinen Genussmittelkonsums zu schützen, dann müssten auch Alkohol, Tabak und Teile der künstlich hergestellten Nahrungsmittel strafrechtlich verboten werden. Die selektive Anwendung auf Cannabis macht diese Absicht unglaubwürdig!
Weiterhin wäre zu untersuchen, ob die Maßnahme dieser Absicht dienlich ist, was durch die Existenz eines illegalen Schwarzmarktes mit unkontrollierbarer Qualität ebenso widerlegt sein dürfte.

Ideologische Bevormundung, nicht Gesundheit scheint die Motivation!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitragvon klartext am Do 5. Apr 2012, 13:09

@Alle,

wie wir feststellen können, wird der Dialog über Deutschland teilweise bis zu eineinhalb Tagen unterbrochen, ohne dass ein Beitrag erscheint. Dies erscheint willkürlich und manipulativ, was aus meiner Sicht unerträglich ist.
Aus diesem Grund habe ich versucht, telefonisch mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen, was nicht leicht war.
Die laut Impressum verantwortlichen Herr Spindeldreyer, den ich mehrfach unter 030 18272 3100 zu erreichen versucht habe und dessen Sekretärin mir immer nur sagte, er telefoniere oder habe Besuch, und Herrn Dr. Strempel, den ich bisher unter 030 18 272 2240 vergeblich zu erreichen versuchte, konnten mir somit bisher keine Antwort geben.

Auch einen Herrn Neuenfeld, der für den Dialog zuständig sein soll, war unter der angegebenen Nummer 030 18 272 3155 bisher nicht zu erreichen. Dafür konnte ich mit einer Frau Wichazek, die ebenfalls verantwortlich dafür ist, sprechen. Allerdings ging sie auf die Vorwürfe der Zensur und Verzögerung nicht ein, wies solche zurück, verwies auf das Hausrecht der Bundesregierung und behauptete zum Schluß, ich sei der Einzige, der sich bisher über Zensur beschwere. Da ich darauf weiterhin bestand, zu erklären, warum Beiträge über Stunden verzögert werden und die Eingriffe der Redaktion als gezielte Manipulation der Meinung vermutete, hatte sie wohl keine Lust mehr auf das Gespräch und legte einfach auf.

Was davon zu halten ist, will ich gar nicht weiter in Worte fassen, aber den Schutz der Meinungsfreiheit in unserem demokratischen Rechtsstaat habe ich mir anders vorgestellt.

Auch habe ich den Verdacht, dass im Moment gerade durch die einseitige Freischaltung eine Teilnehmers "Gegen Arzneimittelmissbrauch" hier gezielt in die Diskussion eingegriffen wird.

Für diesen habe ich auch noch eine Antwort, die ich untenstehend hier veröffentliche.

Grüße
klartext

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@Gegen Arzneimittelmissbrauch,

obwohl Sie versuchen den Anschein zu erwecken, hier medizinisch seriös zu argumentieren, wird doch sehr schnell klar, dass Sie mit billigen Taschenspielertricks unterwegs sind.
Arzneiverordnung in der Praxis, Band 38 • Ausgabe 5 nennt keine konkreten Studien, sie ist eine Publikation staatlicher Institutionen und liefert keine nachprüfbaren Beweise für diese Behauptungen.
Im Gegenteil ist vieles davon schon vor Jahren durch Gutachten wie das der Uni Würzburg, welches hier schon Erwähnung fand oder auch den bis heute gültigen Roques-Report widerlegt worden.
Auch einen Einzelfall aufzugreifen, um damit längst bewiesene Sachverhalte widerlegen zu wollen ist alles andere als seriöse Argumentation.

Und Ihre Begeisterung darüber, dass unser oberstes Gericht scheinbar zu feige oder zu gleichgeschaltet ist, sich zu einer konkreten Stellungsnahme zu entschließen, ja sogar dafür bereit ist, die Normenkontrollklagen von Richtern abzuweisen, ist ein Armutszeugnis für den Rechtsstaat und darf auf keinen Fall so bleiben! Der Staat missbraucht das Strafrecht zur ideologischen Unterdrückung, da es beim Umgang mit Cannabis nichts gibt, was strafrechtliche Relevanz hat!
klartext
 
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