Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisierung

Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisierung

Hier wollen wir über unseren und andere cannabisbezogene Vorschläge beim Zukunftsdialog von Frau Merkel sprechen und uns überlegen wie wir möglichste viele davon unter die TOP 10 bringen.


Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Patrick am Di 14. Feb 2012, 19:58

@Vorarim

Ja ich gestehe ohne zweifel an dieser Stelle eine sehr "scharfe Feder"!

Werde dort Dick und Fett noch Satire reineditieren ;) .

Aber letztlich wenn nicht verbal ohne Beleidung und Laut oder "Schroff" zu werden, wie dann verbal/literarisch zum nachdenken Anregen? Wenn nicht mit Zynismus und Ironie oder Satire? Argumente bringe ich auch genügend da hab mal keine Angst aber an dieser Stelle bin ich nun mal ein wenig Emotional und "unbedacht" gewesen. :roll:

Vorschläge habe ich genug gemacht, was ja eigtl. Sinn dieses Threads war, das mir hier und da mal Zynismus/Sarkasmus/Ironie angesichts (*rechne rechne..) 18 Jahre Prohibition (bin 32) und deren traumatischen Folgen über die "Lippen/Feder" kommt sei mir doch bitte Verziehen :?:

Aber wie gesagt für Dich bzw. damit es nicht der Sache schadet!, editiere ich das oben noch mal ein wenig nach, mehr Entgegenkommen kannsch Dir leider im Moment nich!

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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Vorarim am Di 14. Feb 2012, 20:13

Ist absolut kein Thema. Das viele das Thema deutlich emotionaler betrachten als andere, auch aufgrund von selbst erlebten Erfahrungen, ist nur zu nachvollziehbar. Du brauchst mir da auch nicht entgegen zu kommen, wichtiger wäre mir, das du dir deswegen in eigener Sache entgegen kommst.

Zum nachdenken brauchst du in diesem Forum sicher niemanden anzuregen, das dürften alle, die hier aktiv sind, bereits beherrschen. ;)

Du musst nur eben auch bedenken, dass viele Menschen dazu neigen das "Tor ins Schloss fallen zu lassen", wenn man ihnen gegenüber etwas schroffer wird.. Und das kann, sofern man um Aufklärung und Richtigstellung bemüht ist, nicht vorteilhaft sein.

Ich bin selbst ein kleiner Hitzkopf, wenn ich manche Artikel/Kommentare oder Foreneinträge lese würde ich ebenfalls gerne an die Decke gehen, das bringt nur einfach nix außer evtl das Gegenteil von dem, was ich erreichen will.. Ich lenk mich dann erstmal 5-10 Minuten mit was anderem ab und geh mit klarem Kopf an die Antwort, dass ist deutlich produktiver.


Nun aber bitte wieder zurück zum Thema ;)
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Patrick am Di 14. Feb 2012, 20:24

eben ich wollt ja garnicht schroff (sollte obiger text implizieren!) , werden, Aber .. ja gut OK. ich bin nich Pispers und das hier ist keine Bühne :mrgreen:

Keine Angst deine Message ist angekommen!

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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Thomas am Mi 15. Feb 2012, 00:36

Selber spiele ich immer wieder mit dem Gedanken dass einfach "Drogen" gleichgestellt werden.
Die Unterteilung muss ein Ende haben, da es auch bei umgangssprachlichen "Medikamenten" (Droge) Missbrauch gibt,
finde ich es unfair wie mit den illegalen Substanzen umgegangen wird. Alleine das sie illegal sind.
Demnach wären alle Drogen gleich, es könnte egal mit welcher Droge Forschung betrieben werden und eine kontrollierte Abgabe an Abhängige ggf. erleichtern (bsp. Heroin etc.).

Ein Apotheker der sich nicht an den Kodex hält, ist in der Regel sein Job los und somit i.d.R. verantwortungsvoll im Umgang mit den Substanzen.

Cannabis würde ich freigeben wie Alkohol unter Auflage des Jugendschutzes, Freigabe ab 18 Jahren.
Würde am liebsten den Vorschlag bringen auch Alkohol neben Cannabis in einem Fachgeschäften zu verkaufen, somit würde auch bei Alkohol das Bewusstsein geschaffen eine Droge mit „Auswirkungen“ zu erwerben mit dem Ziel des Konsums. Halte dies jedoch für die Falsche Lösung da ist unsere Gesellschaft noch nicht bereit für so einen Schritt und schließe mich dem Cannabis-Fachgeschäft an.

Der eigene Anbau einer gewissen Menge Pflanzen müsste im Einklang zu den Alkoholgesetzen gebraucht werden, mein Vater hat zu Weihnachten eine kleine Schnapsbrennerei geschenkt bekommen. Von einem Verbot keine Spur, Handel betreiben dürfte er nicht, brennen schon (korrigiert mich wenn ich falsch liege). Alle waren begeistert als wir das getestet haben und ich war etwas frustriert.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Grashüpfer am Do 16. Feb 2012, 18:03

Den Anbau auf einen bestimmten Personenkreis beschränken, wie schon einmal erwähnt und angedacht. Nicht jeder in der Wirtschaft sollte das so einfach dürfen. Fachkenntnis und der grüne Daumen sind aber bei Growern, die die Pflanze schätzen und lieben, zu erkennen. Leute, wie die von der hanf-zeit sollen auch die Berechtigung bekommen, den richtigen Hanf anbauen zu dürfen. Die Leute, die sich jetzt schon "finden", sollten sich Gedanken machen, wie es aussehen könnte, wenn wir einen Politikwechsel bekommen. Wenn es funktioniert, den Hanfanbau so zu organisieren, ist ein grosser Schritt getan. Die Möglichkeit der Verarbeitung von Hanf z.b. auch zu Haschisch sollte der Hersteller haben. Ausgewähltes und zugelassenes Saatgut wird für den Anbau eingesetzt (unter Berücksichtigung der THC Höchstwerte bei Indoor & Outddor Hanf, beide Anbauarten sollen möglich sein für die Produzenten ).

Der Endkunde erhält seine Ware dann im Fachgeschäft.
Nochmal zu dem Thema Jugendschutz. Es wird immer wieder behauptet, dieser könne auch bei einem Legalisierungsmodell nicht eingehalten werden. Tja, zunächst mal werden Alkohol und Tabak nunmal auf weiter Strecke auch in der Öffentlichkeit beworben und der Konsum ist auch weitestgehend in der Öffentlichkeit erlaubt. Hier ist ein grosser Denkfehler, der aber, wie schon vielfach angeprangert wurde, immer wieder der freien Wirtschaft zugebilligt wird. Hier müssen eindeutig Beschränkungen her.

Gäbe es aber adult shops, wo von vorneherein nur ein Erwachsener in die Geschäftsräumlichkeiten gelangen könnte (wie lange erprobt mit Sex Shops/Videotheken) und sämtliche Werbung untersagt wäre, sähe die Welt da schon ein Stück weit anders aus. Generell spreche ich mich daher für ein Werbeverbot für Alkohol, Tabak und Hanf aus, sowie dafür, dass in Zukunft überall in Supermärkten Alkohol und Tabakwaren nicht mehr ausgelegt und angeboten werden sollen.Für Jugendliche aus den Augen und aus dem Sinn und gleichsam für manche Erwachsene, die "Hürde" einen solchen Shop aufsuchen zu müssen.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Grashüpfer am Do 16. Feb 2012, 20:24

Weiteres Gedankenspiel zur Menge x

Um einer weiteren Überwachung (Chipkarte etc.) zu entgehen aber die Fairness gegenüber den Kunden zu wahren, würde sich die Abgabe von Cannabis dann auf die im Gesetz festgelegte Menge beziehen, die man dabei haben darf. Wer draussen angetroffen wird und mehr als erlaubt mit sich führt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die überschüssige Menge darf demjenigen dann weggenommen werden und kann zu wissenschaftlichen od. medizinischen Zwecken an Institute oder in einen Pool für Patienten gehen. Ausserdem wird die Ware in bestimmten Verpackungen (IdentCode, Artikelbezeichnung etc.) ausgehändigt, in der sie ausnahmslos auch vom Kunden weiter aufzubewahren wäre (sinnvoll oder eher nicht, müsste man noch sehen), damit man immernoch Rückschluss darauf hat, wo das Cannabis erworben wurde.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon CosmicWizard am Do 16. Feb 2012, 21:16

Ja, Alkohol sollte, auch wenn das nicht unbedingt zum Thema gehört, ebenfalls nur noch in Fachgeschäften wie z.B. in Skandinavien verkauft werden, allein der Gleichstellung wegen.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon rumpelheinzchen am Fr 17. Feb 2012, 00:59

ich bin für die chipkarte und für begrenzte mengen zum eigenbedarf!!!!! natürlich kommt mir auch der gedanke zu datenspeicherung aber diese auch nur um die menge festzulegen die man konsumieren sollte und dürfte nicht um einem im nachhinein nen strick draus zu knüpfen sondern einfach zur gesunden kontrolle!!!
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon rumpelheinzchen am Fr 17. Feb 2012, 01:01

CosmicWizard hat geschrieben:Ja, Alkohol sollte, auch wenn das nicht unbedingt zum Thema gehört, ebenfalls nur noch in Fachgeschäften wie z.B. in Skandinavien verkauft werden, allein der Gleichstellung wegen.

da wäre ich auch für!!!!
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon rumpelheinzchen am Fr 17. Feb 2012, 01:04

Dr. Bob hat geschrieben:Wenn es denn mal entkriminalisiert wäre! :roll:

Ich wäre dafür, dass man 2-5 Pflanzen zu Hause anbauen darf und man die Erntemenge lagern darf.

CSC fände ich ok - für die, die nicht anbauen können oder wollen.

Vielleicht auch so Fachgeschäfte wie in Österreich, wo man sich Stecklinge kaufen kann.

Ein Shopsystem ähnlich den US-Dispensaries, auch für Patienten, würde mir gefallen.

Anbau in lizenzierten Gärtnereien.

das könnte ich mir auch so vorstellen dass man genau wie beim jagd oder fischereischein ne prüfung oder so ähnlich ablegt um den nachweis des sachverstandes zu erbringen
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon rumpelheinzchen am Fr 17. Feb 2012, 01:12

Edeltraud hat geschrieben:Der von den Linken bevorzugte Lösungsweg der Cannabis Sozial Clubs erreicht m.M.n. nur die regelmäßigen Gebraucher ohne der Möglichkeit des Heimanbaus.(wg. Wohnraum-Mangel oder den Kindern z.B.)
Die Leute die seltener konsumieren wollen wären mit dem holländischen Coffeeshop-Modell besser beraten, da man sich dann keinen Vorrat anlegen muß, wäre der Konsum vielleicht überlegter und seltener !?
Einen Verkauf wie vergleichsweise heute Bier u. Wein in Supermärkten sollte es aber nicht geben, man soll sich schon Bewußt sein, dass es sich bei THC-Cannabis auch um ein Sakrament und um eine Medizin handelt.!?

ganz genau so sehe ich das auch!!!!! als ex hardliner ;) der dennoch gerne ab und zu einen gönnen würde
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon rumpelheinzchen am Fr 17. Feb 2012, 01:16

man sollte vieleicht cannabis nicht nur als rauschmittel sondern auch als rohstoff und regenerierbare energie ansehen !!!cannabis ist nicht nur zum zudröhnen da !!!! nein man kann sehr sehr viele dinge daraus herstellen!!! das wären weitaus mehr fliegen als zwei mit einer klappe;)
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon rumpelheinzchen am Fr 17. Feb 2012, 01:31

Patrick hat geschrieben:1. Anbau zur Selbstversorgung! bis max. 5 Pflanzen (Ertragsmenge unrelevant!) für die Deckung eines zb. Jahresbedarfs EIGENKONSUM.

1.2 1:1 Naturaltausch des Eigenkonsums/anbaus, der Geschmacks/Aroma (Ätherische Öle) und Rauschspektrum ((THCV:)THC:CBD:CBN ) Quantität gegenüber :)

2. Fachgeschäfte mit der Möglichkeit zur Abgabe zum Eigenkonsum von max. 10 - 20 Gramm (je nach Konsum Wochen - Monatsration).

(WOBEI ich Grenzwerte hier ehh für unangebracht halte denn diese gibt es beim toxischem Alkohol auch nicht!)

2.1 Anbau/Anliefer/Lagermengen - Lizenzen/Genehmigungen für Fachgeschäfte u. Fachgeschäfte Versorger.

3. Versteuerung des Endproduktpreises mit bis zu 22% Genuss und Rauschmittelsteuer. Wie auf alle anderen Genuss und Rauschmittel (Alkohol, Nikotin, Koffein, Salvinorin, Psilocybin, Thc etc?). Somite sollte auch gute Qualität zu heutigen Preisen erhältlich sein und ein Zusätzlicher Schwarzmarkt wie es ihn auch in den Niederlanden gibt unterbunden werden können?!

4. Finanzierung von Beratungstellen und Behandlung von Gesundheitsschäden, verursacht durch Rausch und Genussmittellkonsum, über 25% der (neuen) R.u.Gm. Steuer sowie 25% der folgenden Einsparungen der Straf und Justizvollzzugsbehörden/-anstallten.


5. Vernünftige zuverlässige Verfahren aktives THC im Schweiß, Urin sowie Blut festzustellen und angemessene Grenzwerte der STVO und Realität gemäß zu schaffen.

5.1 Andere Vorgehensweisen bei Vertößen gemäß (neuer) STVO, Führerscheinentzug JA aber Verhältnissmäßig!.


6. Aus R.u.Gm. Steuer Medzinalhanf finanzieren bzw. die KK subventionieren bei Bedarf, oder diese zur Zahlung von Mezinalhanf bei bestimmten Leiden verpflichten!

7. Alterbeschränkung (18? 21? Jahre)

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

(hoffe R/S Fehler halten sich in Grenzen bin schon leicht fertsch)

(edit: teilweise erweitert!)

hammer!!! du willst psylpcibin auch mit aufnehmen ???? ja warum auch nicht .... ne pilzvergiftung kann man sich theoretisch in jedem wald oder auch woanders zuziehen ;) :mrgreen:
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon ariposteles am Fr 17. Feb 2012, 23:21

Ich sehe auch Spielraum für eine Kombination zwischen CSCs und Coffeshop. Die Abgabe bis zu einer bundesweit einheitlichen Obergrenze wird nur für Mitglieder geduldet. Von mir aus auch mit Chipkarte. Die Vorteile:

1. Das Modell ist dadurch unbrauchbar für kriminelle Banden, welche sich durch CSCs vor Strafverfolgung schützen wollen
2. Man hätte einen niederschwelligen Zugang zu Personen mit problematischen Konsum. Eine Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern ist sinnvoll, sollte aber eher beobachtend und verhältnismäßig als kritisch und regulierend sein.

Nichtmitgliedern über 18 ist der Konsum nur innerhalb des Clubs gestattet. Die sollten am besten auch nur fertig gerollte Joints mit eher moderatem Gehalt bekommen.

Dadurch soll verhindert werden:
1. Das Cannabis von Unbefugten nach außen gebracht wird, weil es wenig attraktiv ist mit fertigen Joints zu dealen.
2. Unangenehme Rauschzustände bei Unerfahrenen Konsumenten.

Auch wenn es zu einer kontrollierten Abgabe kommt, wird es erst mal noch ne Menge Freiwildganja geben. Ziel muss es daher sein, den bereits bestehenden Schwarzmarkt trocken zu legen.
Bis zu einer gewissen "geringen Menge" wäre bei volljährigen Nichtmitgliedern eine Ordnungswidrigkeit gegeben, wenn das Cannabis aus einem Club stammt. Falls die Bezugsquelle des Cannabis ungeklärt bleibt oder nachgewiesenermaßen aus dem Schwarzmarkt stammt, kommt es zum Strafverfahren.

Das wäre mMn auf den ersten Blick ein Ansatz, bei dem die Umwälzung nicht zu abbrupt wäre. Denn so sehr die Repression hier auch angeprangert wird, auf einen Schlag abschaffen lässt sie sich nicht. Sie muss Stück für Stück wegrationalisiert und auf die illegale Händlerebene gelenkt werden.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Patrick am Sa 18. Feb 2012, 12:16

rumpelheinzchen hat geschrieben:hammer!!! du willst psylpcibin auch mit aufnehmen ???? ja warum auch nicht .... ne pilzvergiftung kann man sich theoretisch in jedem wald oder auch woanders zuziehen ;) :mrgreen:


Finde das auch einige andere Entheogene/Psychedelika zu unrecht Verboten sind. Aber erstmal ist der verünftige Umgang seitens des Staates und der Bevölkerung mit Cannabis das primäre Ziel!

War auch nur ein Vorschlag, und ist ja nicht verbindlich aufgeführt sollte hier aber auch erstmal nicht weiter disskutiert werden?!

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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Florian Rister am Sa 18. Feb 2012, 16:25

Richtig,
ihr könnt gerne eure Gedanken zur Legalisierung von anderen Drogen in einem anderen Thread schreiben, aber hier geht es darum, wie genau die Legalisierung von Cannabis gestaltet werden könnte, bzw. welche Modelle es dazu gibt.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon skiddo am Mo 20. Feb 2012, 02:22

Ich denke an eine ähnlcihe Regelung wie in Kalifornien:

1) Um überhaupt Zugang zu Cannabis zu bekommen muss man sich eine Art Attest vom Arzt holen, die dann folgende Form haben kann:
"Patient X darf Y Wochen/Monate Cannabis konsumieren" (ähnliches wäre auch für andere Drogen denkbar: Psylocybin und Salvia fallen mir direkt ein)
Der Arzt klärt den Patienten über Risiken etc. auf und kann Auflagen erteilen, wie zB. psychologisches Gutachten, etc. Dieses Attest wird erst ab einem gewissen Alter (18/21) ausgehändigt.
2) Da das Attest zeitlich begrenzt ist, muss der Konsument wieder zum Arzt, womit eine Art Kontrolle existiert.
3) Besitz und öffentlicher Konsum nur mit mitgeführtem Attest. Hier kann eine maximale Menge eingeführt werden.
4) In bestimmten Fachläden (ähnlich Aphotheken, mit staatlicher Lizenz), ohne ansprechende Werbung, können, wenn ein Attest vorhanden ist, Cannabisprodukte eingekauft werden. Diese Fachläden haben ihre eigenen Gewächshäuser/Lieferanten. Externe Grower müssen dementsprechend eine Lizenz haben: Diebstahlschutz, Gesundheitschutz, etc. Zugang für nicht attestierte verboten.
5) In diesen Fachläden darf nicht konsumiert werden, sie sollen nur den Zweck der Verteilung haben.
6) Es gibt eine Steuer auf Cannabisprodukte. Unterschieden wird nur zwischen den verschiedenen Konsumformen (Haschisch, Marihuana, Essbares, Tinkturen, Öl, ...)
7) Maximale Ausgabemenge pro Konsument muss festgelegt werden.
8) Eigenanbau nur mit Attest.

Man müsste ein deutsches Wort für diese Fachläden finden. Diese kann man auch mit Auflagen belegen (min. 500m entfernt von Schulen, o.ä.)

Ich glaube das kalifornische System ist das beste und stabilste, es darf nur nicht wie jetzt unter dem Tarnmantel des rein medizinischen Zweckes geführt werden. Wenn an sich jeder Erwachsene zum Arzt gehen kann und sich ein Attest holen kann, ohne "Kopfschmerzen" zu haben, bleibt man ehrlich und aufrichtig. Ärzte haben ja weiterhin die Möglichkeit bei "Kopfschmerzen" den Patienten auf die medizinische Wirkung von Cannabis hinzuweisen. Das würde das Auftauchen solcher Kush-Docs (Ärzte, die dafür werben für 40$ dir ein Attest auszustellen, egal was du hast) eventuell vermeiden. Diese Scheinheiligkeit ist meiner Meinung nach nicht richtig vertretbar.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Vorarim am Mo 20. Feb 2012, 08:02

skiddo hat geschrieben:Ich denke an eine ähnlcihe Regelung wie in Kalifornien:

1) Um überhaupt Zugang zu Cannabis zu bekommen muss man sich eine Art Attest vom Arzt holen, die dann folgende Form haben kann:
"Patient X darf Y Wochen/Monate Cannabis konsumieren" (ähnliches wäre auch für andere Drogen denkbar: Psylocybin und Salvia fallen mir direkt ein)
Der Arzt klärt den Patienten über Risiken etc. auf und kann Auflagen erteilen, wie zB. psychologisches Gutachten, etc. Dieses Attest wird erst ab einem gewissen Alter (18/21) ausgehändigt.


Finde ich nicht so sinnvoll wenn ich ehrlich sein darf.
Allein schon weil Deutschland dazu tendiert alles "über-zu-regulieren", was in dem Fall sehr wahrscheinlich bedeuten würde, dass der Arzt das Attest nicht ausstellen muss und auf jeden Fall ein psychologisches Gutachten erstellt werden muss, was bereits hier viel vom Sinn der Regelung negieren würde.

Auch muss man einfach sagen, dass in Deutschland eine Grenze bei 18 Jahren gezogen wird, ab diesem Zeitpunkt geht man davon aus, dass eine Person über die notwendige geistige Reife verfügt seinen Lebensweg selbst bestimmen zu können. Es dürfte schwer zu vermitteln sein, dass man Auto fahren darf, sich mit hartem Alkohol die Kante geben darf, sich vertraglich binden sich also auch ein Haus kaufen könnte.. Aber trotzdem erst ab 21 Jahren Cannabis konsumieren darf.. Das würde auch den Schwarzmarkt gerade im Alter zwischen 18-21 Jahren nicht unterbinden.

skiddo hat geschrieben:2) Da das Attest zeitlich begrenzt ist, muss der Konsument wieder zum Arzt, womit eine Art Kontrolle existiert.


Das man alle 2-4 Wochen, wahrscheinlich eher alle 3 Monate, passend zum neuen Quartal ( Praxisgebühr) zum Arzt rennen muss unterstützt diesen Regulierungs-Wahn imho nur zusätzlich. Da würde ich einen dauerhaften Ansatz als sinnvoller erachten.
So sehr sich Deutschland auch sorgen um den Straßenverkehr macht, niemand käme auf die Idee jedem Autofahrer aufzuerlegen, nach 5 Jahren den Führerschein neu zu machen und das an die Auflage zu koppeln ein ÄG oder ähnliches zu machen.

skiddo hat geschrieben:3) Besitz und öffentlicher Konsum nur mit mitgeführtem Attest. Hier kann eine maximale Menge eingeführt werden.


Was soll geschehen, wenn man das Attest gerade nicht dabei hat? Owi, die ausgesetzt werden kann, wenn man das Attest nachträglich vorlegt?

skiddo hat geschrieben:4) In bestimmten Fachläden (ähnlich Aphotheken, mit staatlicher Lizenz), ohne ansprechende Werbung, können, wenn ein Attest vorhanden ist, Cannabisprodukte eingekauft werden. Diese Fachläden haben ihre eigenen Gewächshäuser/Lieferanten. Externe Grower müssen dementsprechend eine Lizenz haben: Diebstahlschutz, Gesundheitschutz, etc. Zugang für nicht attestierte verboten.


Wäre hier wieder die Frage, was passiert mit denjenigen, die eben kein Attest vom Arzt bekommen würden.
Ebenso, wie es fraglich ist, was unter "Diebstahlschutz" zu verstehen ist.. Wer daheim in seiner Wohnung grown würde, hätte sicher auch kein Verständnis dafür, dass er ab dem Zeitpunkt niemanden mehr in selbige lassen kann, sofern er nicht eine 20mm-Panzertür vor seinem Growroom hat.

skiddo hat geschrieben:6) Es gibt eine Steuer auf Cannabisprodukte. Unterschieden wird nur zwischen den verschiedenen Konsumformen (Haschisch, Marihuana, Essbares, Tinkturen, Öl, ...)


Steuer ja, unterscheiden würde ich aber eher hinsichtlich THC-Gehalt und nicht über die Konsumform. Imho würde hier sowieso eine Genussmittelsteuer deutlich mehr Sinn machen, die dann auch direkt für Alkohol und Tabak gelten müsste.

skiddo hat geschrieben:7) Maximale Ausgabemenge pro Konsument muss festgelegt werden.


Problem ist imho hier wieder die "Überregulierung".. Wenn jemand nun mit 3-4 Attestierten mal einen schönen Abend verbringt und seine Ration aufbraucht, er sich keine weitere ausgeben lassen kann, wird er sich wieder mit dem Schwarzmarkt begnügen müssen.
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Nordel am Mo 20. Feb 2012, 10:39

@skiddo
Sorry aber mit deiner Lösung könnte ich mich gar nicht anfreunden. Es ist einfach viel zu kompliziert und enthält viele Regeln, die in der Form unnötig wären.

1) Um überhaupt Zugang zu Cannabis zu bekommen muss man sich eine Art Attest vom Arzt holen, die dann folgende Form haben kann:
"Patient X darf Y Wochen/Monate Cannabis konsumieren" (ähnliches wäre auch für andere Drogen denkbar: Psylocybin und Salvia fallen mir direkt ein)
Der Arzt klärt den Patienten über Risiken etc. auf und kann Auflagen erteilen, wie zB. psychologisches Gutachten, etc. Dieses Attest wird erst ab einem gewissen Alter (18/21) ausgehändigt.


Warum sollte ein Konsument überhaupt einen Test vollziehen müssen, damit er ein Recht auf Cannabis hat? Warum sollte er das in bestimmten Abständen wiederholen? Wenn ein Arzt Auflagen erteilen kann, halte ich das für eine Zumutung, weil dann im Endeffekt der Arzt entscheidet, ob ich konsumieren darf oder nicht. Wer weiß, welche Auflagen der Arzt dann alles erteilt und so etwas kostet auch Geld, ein Arzt (Hausarzt, Psychologe, etc.) kostet Geld, der arbeitet nicht umsonst. Ich glaube kaum, dass es die Krankenkassen übernehmen würden und selbst wenn, dann wäre es eine Belastung für unsere Sozialkassen, die in dieser Form unnötig ist.

2) Da das Attest zeitlich begrenzt ist, muss der Konsument wieder zum Arzt, womit eine Art Kontrolle existiert.


Das kostet erneut Geld und was würde der Arzt denn dadurch kontrollieren? Er würde den Konsumenten doch nur alle paar Wochen/Monate zu Gesicht bekommen, ihm sein Attest ausstellen und ihn anschließend wider gehen lassen. Wie viel der Konsument wirklich konsumiert, kann er doch so gar nicht feststellen, weil er es ja nicht verkauft. Er könnte somit gar keinen Einfluss auf das Konsummuster des Konsumenten nehmen.

3) Besitz und öffentlicher Konsum nur mit mitgeführtem Attest. Hier kann eine maximale Menge eingeführt werden.


Eine Grenze bei der Menge sollte natürlich vorhanden sein, dem stimme ich zu. Konsum an öffentlichen Plätzen halte ich für unnötig und auch nicht durchsetzbar. Wir leben in einer Zeit, wo selbst gegen normale Raucher hart vorgegangen wird, da wirst du starke Probleme bekommen, der Gesellschaft zu erklären, warum du öffentlich Cannabis konsumieren darfst, ein normaler Raucher aber keine Zigaretten rauchen kann. Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn jemand durch die Stadt mit einem Joint laufen würde, ich denke ein bisschen Rücksicht auf Kinder und andere Menschen sollte man schon nehmen. Konsum an abgelegenen Plätzen (Wald, beim Zelten am Kanal, usw.) könnte ich noch akzeptieren, aber alles andere ist in meinen Augen nicht in Ordnung.

4) In bestimmten Fachläden (ähnlich Aphotheken, mit staatlicher Lizenz), ohne ansprechende Werbung, können, wenn ein Attest vorhanden ist, Cannabisprodukte eingekauft werden. Diese Fachläden haben ihre eigenen Gewächshäuser/Lieferanten. Externe Grower müssen dementsprechend eine Lizenz haben: Diebstahlschutz, Gesundheitschutz, etc. Zugang für nicht attestierte verboten.


Wenn du eh Drogenfachgeschäfte eröffnen willst, warum dann der Umweg über dem Arzt? Ein Apotheker oder eben anderes Fachpersonal, was die Kunden über Risiken, Sorten und Konsummuster aufklären kann, ist doch völlig ausreichend. Was ist mit denen, die keinen lockeren Arzt finden, aber trotzdem Cannabis konsumieren wollen? Die hätten ja dann keinen Zugang zu diesen Geschäften und müssten weiterhin auf dem Schwarzmarkt kaufen oder sich etwas von Freunden mitbringen lassen. Ich denke jeder 18 Jährige sollte selber entscheiden dürfen, ob er Cannabis konsumieren möchte oder nicht, er kann ja auch bereits harten Alkohol kaufen, er kann an Wahlen teilnehmen und darf jeden Laden im Rotlichtviertel betreten.

5) In diesen Fachläden darf nicht konsumiert werden, sie sollen nur den Zweck der Verteilung haben.


Damit könnte ich mich noch anfreunden.

6) Es gibt eine Steuer auf Cannabisprodukte. Unterschieden wird nur zwischen den verschiedenen Konsumformen (Haschisch, Marihuana, Essbares, Tinkturen, Öl, ...)


Steuern sollten natürlich erhoben werden, ich würde die Steuern einfach am Preis ausrichten.

7) Maximale Ausgabemenge pro Konsument muss festgelegt werden.


Auf jeden Fall!

8) Eigenanbau nur mit Attest.


Dagegen! Wie man bereits feststellen konnte, bin ich generell gegen diese Lösung über einem Arzt.
Ich stelle mir eine reguläre Abgabe so vor:

Drogenfachgeschäfte

1) Altersbeschränkungen
Zutritt ab 18 Jahren. Meine Begründung für dieses Alter ist folgende. Wir können einen 18 Jährigen nicht plausibel erklären, warum er sich harten Alkohol und Zigaretten kaufen kann, zu jedem x beliebigen Laden Zutritt hat, seinen Führerschein machen kann, ein Stimmrecht bei Wahlen hat, aber kein Cannabis erwerben darf. Wenn wir die 18, 19 und 20 Jährigen ausschließen, dann zwingen wir diese Altersklassen wider dazu, sich ihre Ware auf dem Schwarzmarkt kaufen zu müssen. Aus diesem Grund halte ich eine Abgabe an 18 Jährige für sinnvoll.

2) Geschäftsmodell und Mitarbeiter
Die Geschäfte sind nicht privatisiert, sondern unter staatlicher Kontrolle. Dadurch ist gewährleistet, dass kein profitorientiertes Gedankengut auftritt, was der Prävention widersprechen würde. Die Mitarbeiter sollten qualifiziert sein und die Konsumenten über Risiken, Sorten, Konsummuster, Konsummöglichkeiten, usw. aufklären können. Die Bezahlung der Mitarbeiter könnte durch eine Konsumsteuer geregelt werden.

3) Bezugsquellen für die Geschäfte
Die Geschäfte sollten ihre Ware durch einen staatlich kontrollierten Anbau beziehen können oder eine Lizenz erhalten, selber Cannabis anbauen zu dürfen. Es muss gewährleistet werden, dass immer genug Ware vorhanden ist, das ist mitunter der schwierigste Teil bei einer regulären Abgabe. Man könnte hier auch eine Regelung einbauen wie bei den Cannabis Social Clubs, also Mitglieder, die sich anmelden können und für jedes Mitglied darf eine Pflanze angebaut werden.

4) Preise
Die Preise sollten zwischen 5€ und 10€ liegen. Der Kurs auf dem Schwarzmarkt sollte auf jeden Fall unterboten werden, oder zumindest den gleichen Kurs haben, ansonsten würden weiterhin viele Konsumenten auf dem Schwarzmarkt kaufen. Die Preise sollten für die normalen Konsumenten etwas höher sein, als für die Menschen, die medizinisch darauf angewiesen sind. Ich denke, niemand hat damit ein Problem 1€ mehr zu zahlen, als ein kranker Mensch der aus medizinischen Gründen auf Cannabis angewiesen ist. Dadurch könnten wir die Sozialkassen entlasten und gewährleisten, dass die Leute, die aus medizinischen Gründen auf Cannabis angewiesen sind, zu günstigeren Konditionen an ihre Medikamente gelangen. Wer ein Gutachten von einem Arzt hat, sollte die Kosten zumindest zu einem großen Teil absetzen lassen können.

5) Steuern
Es sollten Steuern erhoben werden, womit die Geschäfte finanziert werden und der Rest des Geldes, könnte für die Prävention investiert werden. Die Steuer sollte auf dem Endpreis aufgeschlagen werden, ein gewisser Prozentsatz davon ist dann die Steuer, ich nenne diese Steuer mal Konsumsteuer. Wie bei der Mehrwertsteuer, wie hoch diese Steuer sein soll, da bin ich mir noch nicht sicher, ich habe diesbezüglich noch keine Berechnungen gemacht.

6) Werbeverbot und Informationsmaterial
Werbung sollte verboten sein. In den Geschäften sollten Flyer und Broschüren ausgelegt werden, welche die Konsumenten aufklären, also weitere präventive Maßnahmen.

7) Wo darf konsumiert werden?
Rauchen auf öffentlichen Plätzen sollte verboten sein. Der Konsum sollte sich auf abgelegene Plätze oder extra dafür vorgesehene Plätze abspielen, oder eben in den eigenen vier Wänden. Ich bin kein Fan davon, in der Stadt oder so mit einem Joint rumzulaufen, ich denke wir sollten Jugendlichen und Kindern nicht den Konsum vorführen. Es ist auch schwierig der Öffentlichkeit zu erklären, warum die Nichtraucherschutzgesetze für Nikotin existieren und die Cannabis Konsumenten davon verschont bleiben sollten. Man könnte in den Drogenfachgeschäften auch Nebenräume einrichten, wo die Leute sich treffen können und zusammen konsumieren können. Wie in einem Cannabis Social Club. Dort könnte Billardtische, Kicker, Dartscheiben, Fernseher, Zeitschriften, usw. vorhanden sein. Auch hier sollte wider Fachpersonal eingesetzt werden. Getränke und Essen könnten dort auch angeboten werden, allerdings nichts Alkoholisches.

8) Alkohol und Tabak
Alkohol und Tabak sollten ab sofort aus den Supermärkten und aus dem Kiosk, Tankstellen, usw. verschwinden und nur noch über die Drogenfachgeschäfte verkauft werden. Wer Tabak rauchen möchte, hat auch Zutritt zu den Nebenräumen, wo sich die Billardtische usw. befinden. Alkohol sollte dort aber nicht konsumiert werden, weil wir alle wissen, dass dadurch Probleme auftreten können. Ich denke der Großteil, der sich in so einem Geschäft eine Flasche Wodka kauft, will diese Flasche auch zu Hause trinken und nicht in einem Drogenfachgeschäft. Außerdem gibt es für solche Dinge ja auch Kneipen, Bars und Pubs, die Konsumenten von Alkohol wären also nicht ausgeschlossen. Das Werbeverbot sollte auch hier angewendet werden. Keine Werbung für Alkohol und Nikotin im Fernsehen, auf Plakaten oder im Radio.

9) Eigenanbau
Der Eigenanbau von 2 - 5 Pflanzen sollte erlaubt werden, weil sich dadurch die Menschen zu günstigen Konditionen selber versorgen können. Das würde auch denen helfen, die aus medizinischen Gründen auf Cannabis angewiesen sind. Wer keine Lust hat sich mit diesem Thema zu beschäftigen oder einfach keinen grünen Daumen besitzt, der kann auf die Drogenfachgeschäfte zurückgreifen.

10) Verkauf und Weitergabe an private Personen und Jugendliche
Der Verkauf sollte für private Personen verboten bleiben, damit kein Handel mit der Ware stattfinden kann. Die Weitergabe an Minderjährige sollte natürlich auch verboten sein. Wer gegen diese Regeln verstößt, sollte hart bestraft werden, beim ersten Vergehen eine hohe Geldstrafe und wenn der Konsument ein weiteres mal auffällt, eine Haftstrafe bis zu 5 Jahren.

11) Grenzwerte im Straßenverkehr
Es sollten Grenzwerte im Straßenverkehr eingeführt werden. Es muss zumindest dafür gesorgt werden, dass die Abbauprodukte nicht zu einem Verlust des Führerscheins führen können.

12) Maximale Abgabemenge pro Tag
Pro Tag sollte ein Konsument nicht mehr als 5g kaufen dürfen. Um das zu kontrollieren, könnten Mitgliedskarten ausgegeben werden, wo festgehalten wird, wie viel eine Person bereits gekauft hat. Dadurch wäre gewährleistet, dass eine Person nicht von einem Drogenfachgeschäft zum Nächsten läuft und dort erneut 5g kauft.

13) Orte wo die Fachgeschäfte eröffnet werden können
Diese Geschäfte sollten nicht in der Nähe von Schulen, Kinderspielplätzen, Universitäten, Kindergärten und Kindertagesstätten eröffnet werden. Dadurch soll eine indirekte Werbung verhindert werden.

Vielleicht habe ich noch etwas vergessen, es könnte also sein, dass ich diesen Text noch erweitern werde. So ungefähr stelle ich mir jedenfalls eine reguläre Abgabe vor.

Nette Grüße
Nordel
"Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher." (Galileo Galilei)
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Re: Vorschläge zur Umsetzung der LegalisierungEntkrimialisie

Beitragvon Bom am Mo 20. Feb 2012, 14:02

WOW! Respekt, Nordel. Finde ich rundum sehr gut, nur 8.) finde ich schwierig umzusetzen. (Das soll aber nicht heißen, dass ich dem nicht zustimmen würde.)
...Bald wieder aktiv, hoffentlich!

12.6.13
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