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"Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

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"Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Fr 1. Jul 2016, 12:16

"Er ist als Hardliner bekannt, doch diesmal hat der neue philippinische Präsident Duterte jedes Maß verloren. Sein Appell an die Bevölkerung: Wer einen Junkie kennt, soll ihn töten.

Rodrigo Duterte ist für seine krassen Ansichten und Aussagen berüchtigt. In seiner Wahlkampagne kündigte der Hardliner an, als Präsident die Todesstrafe auf den Philippinen wieder einzuführen und der Polizei zu erlauben, Kriminelle gezielt zu erschießen. Kurz nach seiner Amtseinführung am Donnerstag hat der neue Staatschef nun die Bevölkerung dazu aufgerufen, Drogenabhängige eigenhändig umzubringen.

Wer einen Junkie kenne, solle losgehen und ihn töten. Für die Eltern der Süchtigen wäre es zu schmerzhaft, dies selbst zu tun, zitiert die britische Zeitung "Guardian" den Präsidenten. "


http://www.spiegel.de/politik/ausland/p ... 00812.html


Progrom fällt mir dazu nur noch ein. Und nicht wenige werden dem wohl folgen. Leider fehlt hier, wen Duerte alles unter "Drogensüchtiger" einordnet, alle diejenigen, die andere Substanzen als Alkohol und Nikotin bevorzugen?!
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Fr 1. Jul 2016, 12:25

Wenn es nicht so dermaßen tragisch und grausam wäre, müsste man wohl darüber lachen.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Ganjadream am Do 7. Jul 2016, 00:37

Asiaten ticken häufig sehr Militant und zeigen dabei keinerlei Gefühle. Wir sollten jetzt aber nicht denken, dass das weit weg ist und uns nichts passiert. Wegen der Philippinos passiert uns hier vielleicht nicht was schlimmes. Aber da sind zu viele versteckte oder offene Brennpunkte direkt hier bei uns in Europa.

Ich finde das nicht nur wenig amüsant sondern alles in allem sehr bedrohlich. Was nützt uns der legale Joint, wenn unsere Lebensumwelt danieder geht?
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon bad guy am Do 7. Jul 2016, 12:43

Die Aussage macht alles nur gefährlicher. Jetzt werden die Süchten sich bewaffnen.
Händler die erwischt werden und wissen dass die Todesstrafe auf sie wartet werden mit Waffengewalt ums leben kämpfen. Da möchte ich wirklich kein Polizist sein.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Fr 8. Jul 2016, 17:20

bad guy hat geschrieben:Händler die erwischt werden und wissen dass die Todesstrafe auf sie wartet werden mit Waffengewalt ums leben kämpfen. Da möchte ich wirklich kein Polizist sein.


Genau das passiert bereits. Ob es sich bei den Beschuldigten (worunter auch Polizisten fallen) überhaupt um irgendwelche "Täter" handelt, bleibt zudem völlig offen. Nach deutscher Rechtslage sind sämtliche Opfer als unschuldig zu werten. Der Rechtsweg kann nicht einfach übergangen werden.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Ganjadream am Mi 20. Jul 2016, 13:59

Zur Bewaffnung: Ein Bekannter hat wiederum einen Bekannten in einem US Bundesstaat, welcher diese 3 times and off Regel hat: Beim dritten mal, dass du vor dem Richter für was auch immer schuldig gesprochen wirst, gehst für mindestens x Jahre in den Knast. Ist von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden.


Der Mann läuft nur noch bewaffnet rum, da er zwei Urteile hat und es auf das dritte nicht mehr ankommen lässt.


Warum ist dort denn heute noch Wild West?
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon M. Nice am Mi 20. Jul 2016, 17:33

@ Ganjadream
Die selbe Problematik gibt es auch mit dem Führerschein!
Warum sollte man bekifft nicht fahren, wenn einem auch der Schein nüchtern (nur wegen Abbauprodukten) abgenommen wird?
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Mi 20. Jul 2016, 18:00

Hey, Ganjadream!

Ganjadream hat geschrieben:Warum ist dort denn heute noch Wild West?


Na, da fragt doch mal den Bekannten! ,)

Die Selbsteinschätzung würde mich interessieren.

Beste Grüße!
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Do 4. Aug 2016, 05:40

"Im Rausch der Selbstjustiz
Seit einem Monat richten philippinische Todesschwadronen mutmaßliche Dealer und Abhängige auf offener Straße hin. Der Präsident hatte seine Bevölkerung dazu aufgerufen.

Auf den Straßen der Philippinen sammeln sich jede Nacht die Leichen. Die Mörder kommen aus dem Nichts, oft auf Motorrädern. Sie schießen ihre Opfer nieder, und bevor sie wieder verschwinden, legen sie noch Schilder neben die leblosen Körper. "Ich bin ein chinesischer Drogenboss" steht darauf. Oder: "Ich bin ein Taschendieb, folge nicht meinem Beispiel".

Allein am ersten August wurden vier solcher Hinrichtungen dokumentiert, die Opfer des zweiten und dritten Augusts werden noch ausgezählt. Redakteure der Nachrichtenseite Inquirer haben in ihrer "Kill List" insgesamt 512 Todesfälle gesammelt.
...
Nur vier Tage danach meldete die philippinische Nachrichtenseite PhilStar, dass bereits 18 Dealer getötet worden seien und sich 952 den Behörden stellten. Inzwischen ist die Zahl mehr als 22-mal so hoch. Laut der philippinischen Polizei wurden im Juli 402 mutmaßliche Drogenhändler und -konsumenten bei Razzien getötet, rund 5.500 wurden verhaftet und rund 600.000 hätten sich selbst gestellt. Viele weitere starben in undokumentierten Schusswechseln. Wie viele, kann niemand genau sagen. Human Rights Watch geht von 465 Toten innerhalb des ersten Monats aus.
...
Auch Unbeteiligte würden in Mitleidenschaft gezogen. Unter dem Deckmantel der Kriminalitätsbekämpfung gebe es ständig unangekündigte, zum Teil brutale Personenkontrollen, und für Minderjährige wurde vorübergehend eine Ausgangssperre ab 22 Uhr verhängt. Frühere Regierungschefs hätten Falcis zufolge Menschenrechtsverletzungen zumindest noch öffentlich abgelehnt und Untersuchungen eingeleitet, Duterte dagegen verteidigt sie. Dutertes Meinung nach dürfen Menschenrechte kein Deckmantel für Kriminelle sein.

Die internationale Gemeinschaft reagiert hilflos. Bereits zwei Wochen nach Dutertes Amtsantritt verurteilte der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dessen Drogenkrieg. Die außergerichtlichen Tötungen seien illegal und ein Bruch mit Grundrechten. Zu Einsicht führte das nicht – im Gegenteil. In seiner jüngsten Regierungserklärung stellte Duterte klar, dass er mit dem Feldzug nicht aufhören würde, bis der letzte Drogenboss und der letzte Dealer sich gestellt habe und hinter Gittern sei – "oder unter der Erde, wenn sie so wollen". Nun fordern über 200 Nichtregierungsorganisationen aus der ganzen Welt in einem gemeinsamen Statement die UN und das International Narcotics Control Board (INCB) auf, die Philippinen dazu zu bringen, sich wieder an völkerrechtliche Standards zu halten. "


http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... te/seite-2
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am So 7. Aug 2016, 07:01

"Philippinen: "Krieg gegen Drogen" gerät außer Kontrolle

Seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten häufen sich außergerichtliche Tötungen – Drogenkonsumenten suchen Zuflucht im Gefängnis Rodrigo Duterte, Präsident der Philippinen, versprach im Wahlkampf, im Falle eines Sieges den illegalen Drogenhandel und die Kriminalität innerhalb von sechs Monaten auszumerzen. Seit seinem Amtsantritt am 30. Juni ist die Zahl getöteter mutmaßlicher Drogendealer stark gestiegen: Eine Liste des "Philippine Daily Inquirer" führt 524 Todesopfer an, die seither unter teils ungeklärten Umständen erschossen wurden.
...
Der Staatschef hatte im Juni in einer Fernsehansprache das Volk aufgerufen, ihn in seinem Kampf gegen das Verbrechen zu unterstützen und setzte Kopfgelder auf die Ergreifung oder Erschießung von Drogenhändlern aus: "Sie können gern die Polizei rufen. Falls Sie eine Schusswaffe besitzen, können Sie es aber selbst erledigen – Sie haben jedenfalls meine Unterstützung."
...
Das Bild der Philippinerin Jennelyn Olaires, die ihren getöteten Ehemann Michael Siaron in den Armen hält, fand in sozialen Medien weite Verbreitung und erschien auch auf den Titelseiten lokaler Zeitungen. Laut Olaires konsumierte Siaron zwar Drogen, verdiente sein Geld aber als Lenker eines Fahrradtaxis. Präsident Dutarte hatte für die Hinterbliebenen nur Spott übrig: "Wenn man nicht getötet oder verletzt werden will, sollte man sich besser nicht auf Priester und Menschenrechtsgruppen verlassen. Die können den Tod nicht aufhalten", erklärte er – "und dann liegt man auf dem Boden und wird im Großformat abgedruckt, wie die Gottesmutter Maria, die den Leichnam Jesu Christi umarmt."
...
Auch in der Bevölkerung regt sich mittlerweile Widerstand gegen die außergerichtlichen Tötungen, die unter Bezug auf die hinterlassenen Schilder "Pappendeckeljustiz" genannt werden: Aktivisten tragen Kartons mit Aufschriften wie "potenzieller Drogenhändler".


http://derstandard.at/2000042367478/Phi ... -Kontrolle
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Mo 15. Aug 2016, 14:55

Meinem Verständnis zufolge handelt es sich um ein sog. "Verbrechen gegen die Menschheit" und soweit ich informiert bin, strebt man auch entsprechende Klagen an.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am So 21. Aug 2016, 12:41

"Philippinen drohen mit Austritt aus Vereinten Nationen

Mehrfach haben die UN den philippinischen Präsidenten für seinen Aufruf zur Tötung Krimineller kritisiert. Der sagte darauf nun: "Vielleicht müssen wir uns trennen."

Nach wiederholter Kritik der Vereinten Nationen an den von ihm propagierten außergerichtlichen Tötungen hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte mit dem UN-Austritt seines Landes gedroht. "Vielleicht müssen wir einfach beschließen, uns von den Vereinten Nationen zu trennen", sagte er am Sonntag in seiner Heimatstadt Davao. An die UN gerichtet sagte er: "Wenn du so respektlos bist, Hurensohn, dann werde ich dich einfach verlassen."
Zudem erhob der Präsident schwere Vorwürfe: "Wenn ihr etwas Schlechtes über mich sagen könnt, kann ich zehn Dinge (gegen euch) dagegenhalten."
...
Duterte deutete auch die Gründung einer anderen internationalen Organisation an, zu der er China und afrikanische Länder einladen werde.
Seit Dutertes Amtsantritt als Präsident Ende Juni sind nach Polizeiangaben mehr als 600 mutmaßliche Drogendealer getötet worden. Polizeistatistiken zufolge wurden bereits mehr als 1.500 Menschen getötet. Niemand wurde dafür zur Rechenschaft gezogen.
...
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte bereits Anfang Juni Dutertes Aufruf zu außergerichtlichen Hinrichtungen eine scharfe Rüge erteilt. "Ich verurteile seine anscheinende Befürwortung von außergerichtlichen Tötungen eindeutig, die illegal und ein Bruch fundamentaler Rechte und Freiheiten ist", sagte Ban. "


http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... n-austritt
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Mo 22. Aug 2016, 16:45

Die philippinische Regierung glaubt, "Kriminelle" hätten keine Rechte. Man möge Duterte zudem doch bitte an seinen "Erfolgen" bewerten, nicht an seinem losen Mundwerk. Und, und, und, aber, aber, aber.

Gestern konnte man hierzu folgende Zusammenfassung lesen:

While President Duterte has substantially increased the budget of the police, military and his own office, he has largely reduced funding for health services, agriculture, labor and employment, and foreign affairs.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Mi 24. Aug 2016, 08:29

"Präsident Rodrigo Duterte hatte die Philippiner dazu aufgerufen, Drogendealer zu töten. Die Polizei hat allein in den vergangenen sieben Wochen 756 Menschen erschossen.

Der Polizeichef der Philippinen hat das harte Vorgehen der Regierung gegen Drogenkriminelle verteidigt. Wie General Ronald Dela Rosa am Dienstag in einer Anhörung vor dem philippinischen Senat aussagte, tötete die Polizei vom 1. Juli bis zum 22. August 756 Verdächtige. Diese hätten sich der Festnahme widersetzt. "Wenn sie das nicht getan hätten, wären sie noch am Leben", sagte er. Die Getöteten hätten wohl unter dem Einfluss von Drogen gestanden. "Wir kämpfen gegen abnormale Menschen."
...
Menschenrechtsgruppen verurteilten die hohe Zahl an Opfern und forderten ein Ende der Drogenpolitik, die Präsident Rodrigo Duterte seit seinem Amtsantritt Ende Juni verfolgt.
...
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Aufruf. Daraufhin drohte Duterte damit, die UN zu verlassen."


http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... olizeichef
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Do 25. Aug 2016, 06:59

"Senat in Manila hört Zeugen des Drogenkriegs

Nach den massenhaften Tötungen im Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Duterte nahm sich jetzt der Senat das Thema vor. Angehörige von Opfern kamen zur Sprache, aber auch der Polizeichef.
...
"Das sind 33 Getötete pro Tag", sagt Senatorin Leila de Lima. Sie ist die Vorsitzende des Recht- und Menschenrechtsausschusses im Senat, Ex-Justizministerin und frühere Vorsitzende der philippinischen Menschenrechtskommission. "Wir unterstützen die Anti-Drogen-Kampagne der neuen Regierung voll und ganz. Gleichzeitig wollen wir sicherstellen, dass Gesetze, Richtlinien und Verfahren eingehalten und die Menschenrechte beachtet werden", so die Vorsitzende während der Anhörung.
...
"Sie haben sich zur Wehr gesetzt. Hätten sie sich ergeben, wären sie noch am Leben", sagte Polizeichef Ronald de la Rosa. Die Tötungen durch vermeintliche Bürgerwehren würden derzeit untersucht.
Die bei der Anhörung vernommenen Zeugen erzählen allerdings eine andere Geschichte.
...
Der allergrößte Teil der philippinischen Öffentlichkeit unterstützt den Drogenkrieg der Regierung. Sie sieht darin eine überfällige Maßnahme, um etwas gegen die nur selten verfolgte Alltagskriminalität zu tun. Der Zustimmungswert für Duterte beträgt derzeit über 90 Prozent.
...
Polizeichef de la Rosa nahm zum Ende der Anhörung seine Behörde in Schutz: "Wir sind keine Mörder. Unser Auftrag ist zu dienen und zu beschützen. Wir schlachten nicht wahllos Menschen ab." Am Dienstag Abend, wenige Stunden nach dem Ende der Anhörungen, sendete das Fernsehen den Audio-Mitschnitt eines unbewaffneten Mannes, der von der Polizei niedergeschossen wurde, während er versuchte, sich zu ergeben und um sein Leben bettelte. Seine Frau, jetzt seine Witwe, sagte, dass ihr Mann weder Drogen konsumiert noch mit ihnen gehandelt habe."


http://www.dw.com/de/senat-in-manila-h% ... a-19500920
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Mo 5. Sep 2016, 16:51

Duerte und kein Ende

" Philippinische Polizei will im Kampf gegen Drogenhändler keine Unterschiede machen

Polizeichef: Auch Reiche und Einflussreiche werden getötet
...
Ronald dela Rosa sagte am Montag auf einer Pressekonferenz, die Polizei mache "keinen Unterschied" bei der Bekämpfung. "Reiche, Arme, Polizisten, Zivilisten, auch wenn Ihr Politiker seid, Ihr werdet sterben, wenn Ihr mit Drogen zu tun habt und zurückschlagt", sagte er."


http://www.welt.de/newsticker/news2/art ... achen.html


"Duterte will "Hurensohn Obama" verfluchen

Der für seine markigen Worte bekannte philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat US-Präsident Barack Obama einen "Hurensohn" geschimpft. Im Vorfeld eines geplanten bilateralen Treffens in Laos sagte Duterte am Montag, Obama müsse sich "respektvoll verhalten" und dürfe nicht einfach mit "Fragen und Statements" um sich werfen. "Hurensohn, ich werde Dich bei diesem Forum verfluchen", sagte Duterte. - derstandard.at/2000043882436/Duterte-will-Hurensohn-Obama-verfluchen.
...
Der umstrittene philippinische Staatschef äußerte sich nun zu möglichen kritischen Fragen von US-Seite angesichts der harten Politik des Landes gegen Drogenhandel und Kriminalität. "Wenn Du das tust, werden wir uns wie Schweine im Matsch wälzen."
...
Duterte hingegen verbittet sich nun Lektionen in Menschenrechtsfragen aus Washington. "Ich scheiße auf jeden, der mein Verhalten beobachtet", sagte er und fügte konkret an seine internen Kritiker gerichtet hinzu: "Es gibt auch andere mit der geistigen Fähigkeit von Hunden, die den Amerikanern in den Arsch kriechen."
...
Er werde sich nun mit seinem Team beraten, ob ein bilaterales Treffen tatsächlich sinnvoll sei. "Ich möchte stets sichergehen, dass ein Treffen auch produktiv ist und wir etwas erreichen", sagte Obama. Er gestand ein, dass die Drogenkriminalität auf den Philippinen ein ernstes Problem sei. Er werde aber nicht davor zurückschrecken, die Art zu kritisieren, wie sie bekämpft werde. "


http://derstandard.at/2000043882436/Dut ... verfluchen
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Mi 21. Sep 2016, 09:42

"Philippinischer Präsident Duterte beleidigte EU-Parlament

Mit "Fickt euch" kommentierte er eine Resolution vom 15. September
...
"Fickt euch" kommentierte er am Dienstagabend eine Resolution vom 15. September. Darin äußern sich die Parlamentarier besorgt über die hohe Zahl von Drogenverdächtigen, die seit Dutertes Amtsantritt in Polizeigewahrsam umgekommen sind.

Die Abgeordneten ermahnen die Regierung Dutertes, die Menschenrechte einzuhalten und fordern eine Untersuchung der Todesfälle.
...
Duterte ist für seine unflätige Sprache berüchtigt. Er nannte den Papst einen Hurensohn, weil er bei dessen Besuch in Manila 2015 stundenlang im Stau stand. Obama beleidigte er mit dem gleichen Ausdruck, weil der bei einem bilateralen Treffen auf die umstrittene Anti-Drogenpolitik zu sprechen kommen wollte. Obama sagte das Treffen kurzfristig ab."


http://derstandard.at/2000044692306/Phi ... -Parlament
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Fr 30. Sep 2016, 12:17

"Duterte nimmt Holocaust als Vorbild für Anti-Drogen-Kampagne
Der philippinische Präsident Duterte vergleicht sich selbst mit Hitler. Er würde gern drei Millionen Drogensüchtige und Dealer töten. "


http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... abhaengige

Mehr mag ich gar nicht verlinken, es ist nur noch ekelig.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Fr 30. Sep 2016, 16:15

Nun wurde letztlich offen ausbuchstabiert, was bereits seit Monaten alltägliche Praxis darstellt.

Schlicht inakzeptabel.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Sa 1. Okt 2016, 10:25

Nun heißt es, Duterte sei - wie immer - missverstanden worden. Er wollte diesen, ihm von ausländischen Medien und Regierungsvertretern aufgedrückten Vergleich, gerade ablehnen - und darauf hinweisen, dass er lediglich Drogenabhängige und Drogenhändler umbringt und hiermit schließlich das Land rettet.

Und sowieso: Wen interessieren schon einige tausend Tote, wenn ohnehin das Chaos regiert?!

Purer Blödsinn.
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