Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

"Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Cookie am Sa 1. Okt 2016, 13:14

Man könnte auch sagen: absolut kranker Wahnsinn! Dieser Mann ist von einem offenkundig wahnwitzigen Volk an die Macht gewählt worden (insofern passt der selbstgemachte Hitler-Vergleich durchaus). Duterte ist - wie Hitler damals - nur die Spitze des Eisbergs. So lange die Mehrheit in diesem Land es offenbar für "richtig" hält, Menschen einfach so zu ermorden, wird er weiter wüten und einen feuchten Kehricht um seine "Außenwirkung" geben.

Traurig, dass so etwas auch im 21. Jahrhundert geschieht - und de facto nichts passiert, das es aufhalten könnte.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am So 2. Okt 2016, 22:50

Ja. Es bestürzt mich sehr, dass ein (sicherlich geschmackloser und unredlicher) Holocaust-Vergleich scheinbar weitaus mehr Empörung erregt als die eigentliche Situation vor Ort.

Beste Grüße!
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Mi 19. Okt 2016, 20:10

Hier findet ihr ein aktuelles, auführliches und persönliches Interview:

http://www.aljazeera.com/programmes/talktojazeera/2016/10/exclusive-rodrigo-duterte-war-drugs-161015100325799.html

Duterte legitimiert weiterhin seinen "Drogenkrieg", denn - und man beachte bitte die Wortwahl - das Land sei bereits schwerwiegend kontaminiert. Duterte stilisiert sich gewissermaßen zum Helden, der das "Ausmaß" als erster richtig erkennt. Der postulierte Zweck rechtfertige die eingesetzten Mittel - die junge und heranwachsende Generation vor ihrem Untergang zu bewahren.

Besonders dreist - und wieso man nicht in Gesundheitsmaßnahmen statt Todesschwadronen setze? Das Budget sei bereits vom Vorgänger übernommen und höchst begrenzt. Und woher kommt dann bspw. der Überschuss für Dutertes "Krieg" und persönliche Belange? Wir erinnern uns:

While President Duterte has substantially increased the budget of the police, military and his own office, he has largely reduced funding for health services, agriculture, labor and employment, and foreign affairs.


Immer noch: ein Blender und Populist.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon M. Nice am Sa 3. Dez 2016, 11:33

Trump wünscht philippinischer Führung Erfolg im Anti-Drogen-Kampf

http://www.wochenblatt.de/nachrichten/w ... t29,408068
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Sa 3. Dez 2016, 11:42

Sowas in der Art ahnte ich gestern schon bei folgender Nachricht:

"Trump lädt Duterte ins Weiße Haus ein

Beide bevorzugen rabiate Sprüche, beide verstanden sich offenbar auch am Telefon: Donald Trump soll den philippinischen Staatschef Duterte ins Weiße Haus eingeladen haben."


http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 24230.html
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Fr 9. Dez 2016, 22:10

Die New York Times hat ein "Photo-Essay" von Daniel Berehulak veröffentlicht: 'They Are Slaughtering Us Like Animals'. Sehr drastische und krasse Bilder.

Beste Grüße!
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Fr 16. Dez 2016, 23:50

Neben den fast schon alltäglichen und hiermit leider mittlerweile typischen skandalösen Selbstinszenierungen Dutertes*, möchte ich auf weitere Entwicklungen hinweisen, die hierbei oftmals untergehen.

Agnes Callamard sagt ihren Besuch ab, an den Duterte spezifische Bedingungen (in Form eines öffentlichen Tribunals, wenn man so will) stellte. Laut Callamard sind derartige Voraussetzungen unvereinbar mit der eigenen Souveränität - http://www.gmanetwork.com/news/story/59 ... try-visits

Tatsächlich unterbreitete Callamard aber recht konstruktive Kompromisse. Offensichtlich ist es also eher die Regierung, die sich hier letztlich wenig kooperativ zeigt.

---

Leila de Lima hält eine Rede in Berlin - http://www.gmanetwork.com/news/story/59 ... ons-in-phl

---

Aljazeera berichtet aktuell von über 1000 Opfern - jeden Monat! Entgegen der Behauptungen der Regierung, nimmt diese Tendenz bisher nicht ab - http://www.aljazeera.com/blogs/asia/201 ... 27022.html

Duterte hinterlässt hier auch besonders perfide, grausame und menschenverachtende "Weihnachtsgrüße":

On Tuesday, before leaving for a visit to Cambodia and Singapore, Duterte announced the release of $20m to buy medicine for drug dependents undergoing rehabilitation. He was answering critics who said reform and rehabilitation were missing in his anti-drug war policy.

"I hope one billion [pesos or $20m] will go a long way to treat you this Christmas," he said.

Then, in an attempt at dark humour, Duterte quipped: "Now, if you have really gone crazy and there is no more chance to get fixed, I will just send you a rope. You can just hang yourself".


-

* http://www.tagesschau.de/ausland/duterte-143.html
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am Fr 23. Dez 2016, 10:15

Is it surprising then that Duterte’s supporters find calls to follow the rule of law and due process hypocritical? When institutions do not work, it becomes unreasonable to rely on them.


https://theconversation.com/how-the-phi ... erte-65972

Ein interessanter Artikel - der die Geschichte nutzt, um die Gegenwart zu verstehen.

Ebenso aktuell in den Medien: Die erneuten Forderungen nach Ermittlungen gegen Duterte - der hierauf droht, die UN "niederzubrennen" und Menschenrechtler wüst beschimpft. In einem dazugehörigen Artikel wird ersichtlich, wie Duterte seine Verbrechen vor Ort instrumentalisiert:

"I'll count one to three and if you don't resign, I will treat you as a drug addict," he said.


http://www.aljazeera.com/news/2016/12/d ... 18159.html

Ähnliche Drohungen richteten sich auch bereits speziell an Aktivisten:

"The human rights (defenders) said I ordered the killings. I told them ‘OK. Let’s stop. We’ll let them (drug users) multiply so that when it’s harvest time, more people will die," the President said at the inaugural switch-on of a coal-fired power plant.

“I will include you because you are the reason why their numbers swell,” he said in Filipino.


http://newsinfo.inquirer.net/848933/dut ... em-worsens
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Di 27. Dez 2016, 16:55

"Philippinen: Schon mehr als 5.000 Menschen bei "Drogenkrieg" getötet

Etwa 980.000 Drogendealer und -Nutzer sollen sich gestellt haben, 42.500 Verdächtige wurden verhaftet

Im umstrittenen Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte sind bei Polizeieinsätzen bisher 2.157 mutmaßliche Rauschgifthändler- oder Konsumenten getötet worden. Zudem seien seit seinem Amtsantritt am 1. Juli rund 42.500 Verdächtige festgenommen worden, hieß es am Dienstag in einer neuen Bilanz der Sicherheitskräfte. Etwa 980.000 Drogendealer und -Nutzer hätten sich überdies gestellt. Die Polizei zählte auch mehr als 3.000 sogenannte außergerichtliche Tötungen mit möglicher Verbindung zum Drogenmilieu. Nach den Worten von Polizeidirektor Ronald dela Rosa haben die Sicherheitskräfte 70 Prozent ihrer Ziele im Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität erfüllt."


http://derstandard.at/2000049897927/2-1 ... -Getoetete
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Fr 30. Dez 2016, 08:09

""Die Leute haben Angst rauszugehen"

Auf den Philippinen sind in diesem Jahr Tausende bei Anti-Drogen-Einsätzen getötet worden. Wie finden die Bürger des Landes das? Eine Fotoserie dokumentiert ihre Meinungen."


http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 27902.html


Bei solchen Sätzen ""Er ist unser Führer und er macht das nur für unser Wohl."" dreht sich wohl nicht nur mir der Magen um.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Sa 14. Jan 2017, 08:47

Duterte und kein Ende ...

"Haare schneiden aus Angst vor Dutertes Todesschwadronen

Der philippinische Präsident sitzt trotz umstrittener Maßnahmen fest im Sattel, sagen die Experten Reese und Hammann

STANDARD: Rodrigo Duterte führt nun seit Monaten seinen Drogenkrieg, es gibt tausende Tote. Die Zustimmung zu seiner Regierung ist hoch. Wegen oder trotz der Gewalt?
Niklas Reese: Es liegt vor allem am "Krieg gegen die Kriminalität". Da ist es Duterte gelungen, dem Land ein Narrativ zu verkaufen: Unter seinem Vorgänger sei die Kriminalität auf das Dreifache gestiegen, 75 Prozent der schweren Verbrechen würden von Drogensüchtigen begangen. Es brauche einen, der aufräumt. Wer diese Zahlen hinterfragt, könne keinen anderen Grund haben, als dass er Teil der abgewählten Liberalen ist. Das wird geschluckt. Die Zustimmungsrate ist aber differenziert.

STANDARD: Inwiefern?
Reese: 80 Prozent sagen, dass es ihnen nicht gefällt, dass die Leute dabei alle ums Leben kommen. Und fast gleich viele, 78 Prozent, sagen, dass sie selbst Angst haben, sie könnten die Nächsten sein.

STANDARD: Wie passt das zu Zustimmungsraten von 83 Prozent?
Reese: Es ist offenbar ein Unbehagen da. Es könnte mich auch treffen. Aber solang es mich noch nicht trifft, ist es okay. Das zeigt auch, wie wenig verwurzelt die Menschenrechte sind.
...
STANDARD: Unter dem Deckmantel des Drogenkrieges werden offenbar auch andere Rechnungen beglichen. Gibt es dazu Schätzungen?
Hammann: Zahlen gibt es nicht. Aber jeder kann zum Opfer werden, wenn er als Drogenabhängiger deklariert wird. Da ist die Gefahr groß, dass zum Beispiel Aktivisten denunziert werden. Was ich privat sehe: Musiker, die Bärte und lange Haare tragen, fangen an, sich zu rasieren oder die Haare zu schneiden. Das liegt an der Kultur der Angst. Wenn an einer Leiche eine Karte klebt, auf der "I'm a drug user" steht, dann kommt der Mordfall zu den Akten.
...
Reese: Donald Trump hat Duterte ja schon angerufen und gesagt, er würde sich das mit dem Drogenkrieg gern genau erklären lassen. Weil er sehen wolle, wie sich das in den USA machen ließe. (Manuel Escher, 13.1.2017)"


http://derstandard.at/2000050646751/Phi ... chwadronen
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Martin Mainz am So 15. Jan 2017, 02:16

Für die letztere Aussage von Trump kann ich keine Quelle finden auch nicht von Manuel Escher selbst und der scheint mir etwas voreingenommen.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon overturn am So 15. Jan 2017, 03:05

Hey, Martin!

Soweit ich es beurteilen kann, stammen nähere Informationen über das gemeinsame Telefonat ausschließlich von Duterte selbst. Möglich, dass Duterte ähnliches behauptet hat. Möglich, dass Trump ihm so einen Quatsch - im privaten Rahmen - tatsächlich erzählt hat. Verifizierbar und glaubhaft? Wohl eher weniger.

Eine derartige Aussage grenzt zudem (unter den aktuellen Umständen) an einen politischen Selbstmord.*

Trumps offizieller "Plan" findet sich hier: https://www.donaldjtrump.com/press-rele ... tsmouth-nh

Beste Grüße!
_

* was sich aber natürlich nicht automatisch ausschließt
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Di 31. Jan 2017, 19:12

"Amnesty wirft Duterte Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

Philippinisches Staatsoberhaupt steht wegen brutalem Anti-Drogen-Kampf in massiver Kritik

Amnesty International wirft dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte wegen seines harten Vorgehens gegen den Drogenhandel Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Nach einem Bericht, den die Menschenrechtsorganisation am Dienstag veröffentlichte, wurden in den bisher sieben Monaten seiner Amtszeit bereits mehr als 2.500 Menschen von der Polizei getötet. Zudem sollen Killer-Kommandos weitere 4.000 Tote auf dem Gewissen haben. In dem Bericht listet Amnesty insgesamt 59 Todesfälle genauer auf."


http://derstandard.at/2000051850955/Amn ... chkeit-vor

Und nun?

Glaube, das juckt Duterte überhaupt nicht.
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Sa 11. Feb 2017, 17:00

"Duterte bricht mit seinen Vollstreckern

Zerwürfnis im Machtapparat von Präsident Duterte: Die philippinische Polizei sollte die Kriminalität im Land ausrotten. Doch nach einem Mordfall wendet sich der Staatschef gegen seine Beamten. Stattdessen will er nun das Militär einsetzen.
...
Tatsächlich war die Polizei bislang der wichtigste Verbündete von Duterte im Drogenkampf. Er gab den Beamten freie Hand und sicherte ihnen quasi Immunität zu, sollten sie Verdächtige bei ihren Einsätzen töten. Doch nun hat der Präsident mit seinen Schergen gebrochen - und den Spezialeinheiten verboten, seine Kampagne gegen die Drogenkriminalität weiter fortzusetzen.

Mehr noch: Er brandmarkt seinen bisher wichtigsten Verbündeten öffentlich als kriminell. Der Kampf gegen die Drogen könnte jetzt nicht nur chaotischer werden, sondern auch noch brutaler.
...
Doch dass Duterte abschwenkt von dem Vorhaben, das ihm eine breite Unterstützung der Bevölkerung sichert, ist illusionär. Im Gegenteil: Zu Beginn seiner Amtszeit im Juli wollte er innerhalb von sechs Monaten die Kriminellen "ausgerottet" haben, die Frist verstrich. Er setzte eine neue: Bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 2022 soll es weitergehen.

Dafür soll nun das Militär eingesetzt werden. Soldaten könnten demnach künftig durch die dunklen Gassen der Slums patrouillieren, obwohl die Armee gar keine speziell ausgebildeten Einheiten hat. Duterte hat damit seine beiden wichtigsten Kräfte gegeneinander ausgespielt. "



http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 33848.html
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Fr 17. Feb 2017, 20:04

"Duterte droht Ex-Justizministerin mit Gefängnis

Philippinischer Präsident will Senatorin Leila De Lima wegen angeblicher Kontakte zur Drogenmafia verhaften lassen

Auf den Philippinen droht einer der schärfsten Kritikerinnen des "Anti-Drogen-Kriegs" von Präsident Rodrigo Duterte das Gefängnis – wegen angeblicher Kontakte zu Drogen-Kartellen. Die Regierung in Manila kündigte am Freitag an, dass die prominente Senatorin Leila De Lima nächste Woche mit einem Haftbefehl rechnen müsse.

Ihr wird zur Last gelegt, während ihrer Zeit als Justizministerin gegen Geldzahlungen Drogenhandel in den Gefängnissen des südostasiatischen Landes zugelassen zu haben.

De Lima wies die Vorwürfe als "völlig gelogen" zurück. "Das ist schlicht und einfach politische Verfolgung", sagte sie."


http://derstandard.at/2000052773562/Dut ... Gefaengnis
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Sa 18. Feb 2017, 11:44

Na, geht doch. Wird aber bei solchen Psychopathen, die momentan weltweit gewählt werden, wohl nicht viel bringen.

"Tausende Philippiner protestieren gegen Drogenkrieg der Regierung

Zehntausende Katholiken haben am Samstag in Manila gegen den Drogenkrieg der philippinischen Regierung und die geplante Wiedereinführung der Todesstrafe protestiert. "Wir können nicht lehren, dass Töten falsch ist, indem wir diejenigen umbringen, die töten", erklärte der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz des südostasiatischen Inselstaats, Socrates Villegas, anlässlich der Demonstration. Der Erzbischof von Manila, Luis Antonio Cardinal Tagle, rief zur Stärkung einer gewaltfreien Kultur auf.

Präsident Rodrigo Duterte verteidigte dagegen sein Vorgehen gegen Drogenkriminelle. Dieses sei "im Großen und Ganzen erfolgreich", sagte er bei einem Besuch einer Militärakademie. Das Problem sei aber komplexer als er ursprünglich gedacht habe. "Zum Schutz der Bürger, nicht zur gesellschaftlichen Kontrolle," benötige er deshalb auch die Hilfe des Militärs.
...
Nach Angaben der Organisatoren nahmen am "Gang für das Leben" bis zu 50.000 Menschen teil."


http://derstandard.at/2000052813626/Tau ... -Regierung



"Mit Bezug auf die Gruppenvergewaltigung und Ermordung einer australischen Missionarin in Davao City im Jahr 1989 sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung, dass das Opfer schön gewesen sei und er bedaure, als Bürgermeister nicht zuerst herangelassen worden zu sein.[26] Als die Botschafter Australiens und der USA gegen diese Äußerungen protestierten, forderte Duterte sie auf, „den Mund [zu] halten“, und drohte, im Falle seiner Wahl die diplomatischen Beziehungen zu diesen Staaten abzubrechen.[27][28] Zum Wahlkampfabschluss rief er seinen Anhängern zu: „Vergesst Gesetze und Menschenrechte!“"

https://de.wikipedia.org/wiki/Rodrigo_Duterte
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Mo 20. Feb 2017, 19:19

"Duterte soll konkrete Morde in Auftrag gegeben haben

Es ist ein Geständnis, das Rodrigo Duterte das Amt kosten könnte: Ein Ex-Polizist wirft dem philippinischen Präsidenten vor, eine Todesschwadron befehligt zu haben.

Als Polizist arbeitete er eng mit Rodrigo Duterte zusammen, heute belastet Arturo "Arthur" Lascañas den philippinischen Präsidenten schwer: Duterte soll in seiner Zeit als Bürgermeister von Davao eine Todesschwadron direkt befehligt haben. Diesen Vorwurf erhob der pensionierte Polizist Lascañas, der nach eigener Aussage einer der Anführer der Schwadron von Davao war. Die Anschuldigungen könnten die Grundlage für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Duterte sein.
...
Lascañas berichtete zudem, wie er mit anderen Polizisten einen mutmaßlichen Kriminellen entführt habe – mitsamt dessen hochschwangerer Frau und dem vierjährigen Sohn. Bürgermeister Duterte habe das Signal zur Ermordung der ganzen Familie gegeben: "Das Böse hat gesiegt: Sie haben die ganze Familie vor meinen Augen getötet", sagte Lascañas. "


http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... avao-morde
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Fr 24. Feb 2017, 07:11

"Senatorin und Duterte-Gegnerin de Lima in Haft

Die philippinische Senatorin Leila de Lima hat mehrfach den Präsidenten Rodrigo Duterte kritisiert. Jetzt wurde sie verhaftet. Der Vorwurf: Drogenhandel.

Die philippinische Senatorin und Duterte-Gegnerin Leila de Lima ist am Freitag festgenommen worden. Die 57-Jährige wurde nach einer Nachtwache im Senat in Manila verhaftet. Kurz zuvor sagte de Lima, dass sie unschuldig sei und kritisierte die Repression im Land unter Staatschef Rodrigo Duterte.

Der Senatorin droht ein Verfahren wegen angeblichen Drogenhandels. Gegen die Politikerin wurde am Donnerstag Haftbefehl erlassen. Ihr wird vorgeworfen, als Justizministerin unter Ex-Präsident Benigno Aquino in einen Drogenhändlerring verwickelt gewesen zu sein.

De Lima ist eine entschiedene Gegnerin von Staatschef Duterte und dessen Anti-Drogen-Politik, daher geht ihr Umfeld davon aus, dass sie mit erfundenen Vorwürfen zum Schweigen gebracht werden soll. Nach Bekanntwerden des Haftbefehls hatte sie angekündigt, nicht zu fliehen oder sich zu verstecken. Sie werde sich allen Vorwürfen stellen, sagte de Lima im Senat. "


http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... hilippinen
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Re: "Philippinen-Präsident ruft zum Mord an Süchtigen auf"

Beitragvon Sabine am Mo 6. Mär 2017, 17:55

"Ex-Polizist belastet philippinischen Präsidenten vor dem Senat

Rodrigo Duterte soll früher Auftragsmorde angeordnet haben. Das sagte ein Ex-Polizist vor dem Senat aus, der nach eigenen Angaben selbst daran beteiligt war.
...
Im vergangenen Jahr hatte der Senat Ermittlungen wegen der Vorwürfe gegen Duterte eingeleitet. Seit seinem Amtsantritt als Präsident im vergangenen Juni geht Duterte massiv gegen mutmaßliche Drogenhändler und -konsumenten vor. Mehrere Tausend Menschen wurden bereits getötet.

Die philippinische Polizei kündigte an, ihn dabei zu unterstützen. Die Polizeieinsätze gegen die Drogenkriminalität waren Ende Januar ausgesetzt worden, nachdem Duterte die Behörde wegen einer Reihe von Skandalen und Korruptionsvorwürfen vom Antidrogenkampf abgezogen hatte. Er hatte sie als "korrupt bis ins Mark" bezeichnet und angekündigt, sie säubern zu wollen.

Nun gebe es Mechanismen zur internen Kontrolle der Beamten, sagte Polizeichef Ronald dela Rosa. Seit dem Abzug der Polizei habe es eine Zunahme im Drogenhandel gegeben. "Das zeigt nur, dass wir es uns nicht erlauben können, die Zahl unserer Einsatzkräfte zu reduzieren, wenn es darum geht, einen bösartigen Feind zu bekämpfen." "


http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... ge-polizei
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