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"Bewohner reißen Haschisch-Stände in Christiania ab"

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"Bewohner reißen Haschisch-Stände in Christiania ab"

Beitragvon Sabine am Fr 2. Sep 2016, 13:09

"In der autonomen Siedlung Christiania schoss ein Drogendealer auf Polizisten und traf auch einen Touristen. Nun reagieren die Bewohner - mit Baggern und Brecheisen.

Nach den Schüssen eines Drogendealers auf zwei Polizisten und einen Passanten haben die Bewohner der Kopenhagener Hippie-Kolonie Christiania damit begonnen, die Bretterbuden in der berüchtigten "Pusher Street" abzureißen. Dealer nutzen die Buden zum Drogenverkauf."


http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 10644.html

Leider wird hier nicht erwähnt, wie die Autonomen von Christiana in Zukunft den Cannabis regulieren wollen. Nur mit Abreissen der Buden wird das Dealerproblem nicht erledigt sein, wie sie ja selber erkennen.
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Re: "Bewohner reißen Haschisch-Stände in Christiania ab"

Beitragvon Sabine am Sa 3. Sep 2016, 11:04

""Hier sind Hippies, die versuchen, sich gegen Hardcore-Kriminelle zu stellen"
Ein Fahrradverkäufer erzählt uns, warum sich die Schießerei in Christiania schon länger angekündigt hatte.
...
Was könnte Christiania stattdessen tun?

Es ist sehr schwierig. Der Justizminister hat heute gesagt, er sei gespannt, wie Christiania darauf reagiere. Aber ich sehe nicht, was Christiania tun könnte, außer klarzumachen, dass wir gegen die organisierte Kriminalität sind.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Da habe ich eine utopische Antwort und eine realistische. Die Utopie sieht so aus, dass Cannabis legalisiert wird, sodass es in Apotheken verkauft wird und junge Leute gegen Missbrauch geschützt werden. Meine realistische Antwort hat damit zu tun, dass meine Geduld mit der Pusher Street am Ende ist. Ich sehe nicht, warum wir die Pusher Street hier haben. Sie hilft Christiania nicht und auch nicht dem Ziel eines legalisierten Cannabis-Marktes. Die Kriminalität zu bekämpfen, sehe ich aber nicht als Aufgabe von Christiania, das ist etwas, was die Polizei tun sollte."


http://www.jetzt.de/cannabis/situation- ... angespannt



Eine überraschende Wende?

"IS will hinter Angriff auf Hippie-Kolonie in Kopenhagen stecken

... Nun behauptet das IS-Sprachrohr Amak, der Angreifer sei ein "Kämpfer" der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gewesen. Er sei dem Ruf des IS gefolgt, die internationale Koalition zur Bekämpfung des IS anzugreifen, hieß es in der Botschaft, die im Internet verbreitet wurde. Überprüfen ließen sich die Angaben nicht.
...
Die dänische Polizei hatte am Donnerstag erklärt, der 25-Jährige habe Verbindungen zu dem aus Deutschland stammenden salafistischen Netzwerk Millatu Ibrahim sowie zum IS. Zunächst ging die Polizei bei der Tat aber nicht von einem extremistischen Hintergrund aus."


http://www.spiegel.de/politik/ausland/c ... 10759.html

Wobei sich IS und Drogenhandel ja nicht ausschliessen.
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Re: "Bewohner reißen Haschisch-Stände in Christiania ab"

Beitragvon Sabine am Sa 3. Sep 2016, 18:54

"Christiania schmeißt die Haschdealer raus

Ein Haschdealer hat im Kopenhagener Alternativ-Viertel Christiania zwei Polizisten niedergeschossen, die Bewohner haben genug von der Gewalt und gehen gegen die Dealer vor. Nun verlagert sich die Szene.

Vier junge Frauen sitzen vor dem Eingang zur "Freistadt Christiania" um einen Campingtisch voller Bierflaschen. Besuchern haben sie eine Barriere aus Pappschildern entgegengestellt. "Ausverkauft!" steht darauf. Und: "Unterstütze Christiania! Kauf dein Haschisch woanders!"
...
Schon wenige Stunden nach der Zerstörung der Buden stecken die Dealer neue Reviere ab. Die Kapuzenpulli-Träger könnten künftig an jeder Ecke stehen, der Haschhandel könnte sich, so die Befürchtung, auf die ganze Stadt ausdehnen.

In Kopenhagen wird nun diskutiert, wie sich die Ausbreitung der Drogenkriminalität stoppen lässt. Die linksliberale Tageszeitung Politiken unterstützt den Vorschlag des sozialdemokratischen Bürgermeisters Frank Jensen, der in der Vergangenheit mehrfach forderte, kontrollierte Pilotversuche mit einem legalen Verkauf von Cannabis zu starten.

Doch die Mitte-rechts-Regierung lehnt jegliche Legalisierung ab. "Bei einer Legalisierung wird es mehr Konsum geben, gerade unter Schülern", warnt Preben Bang Henriksen, Sprecher für Justizfragen in der Regierungspartei Venstre.

Irgendeine Lösung des Problems muss her. Die Bewohner von Christiania wollen die Händler nicht in die Pusher Street zurücklassen. Die Dealer aber werden sich die lukrativen Einnahmen nicht entgehen lassen. Die Polizei schätzt den Umsatz in der Pusher Street auf jährlich 100 bis 130 Millionen Euro."


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/c ... 10775.html
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Re: "Bewohner reißen Haschisch-Stände in Christiania ab"

Beitragvon Sabine am Mo 5. Sep 2016, 07:40

"Hier wachen wir

Nach einer Schießerei in der berüchtigten Kopenhagener Freistadt Christiania wehren sich die Bewohner gegen die "Pusher", die Drogendealer. Doch es sieht nicht so aus, als hätten sie damit Erfolg.
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Die junge Frau heißt Signe, sie wohnt auf der anderen Seite von Kopenhagens Freistadt Christiania, auf der ruhigen Seite, und sie möchte jetzt nichts Falsches sagen. "Wir nehmen uns die Straße zurück", sagt sie leise. Sie meint die Pusher Street, Christianias Drogenmarkt. Am Freitag haben die Bewohner der selbstverwalteten Kommune dort aufgeräumt. Bretter, Mauern, Zelte haben sie eingerissen, mit Baggern, Sägen, mit ihren bloßen Händen, mit ihrem ganzen Mut. "Ich habe mir vor Angst fast in die Hose gemacht", sagt Tanja Fox, die seit 45 Jahren in Christiania lebt. Sie haben sich endlich gegen die Pusher gewehrt. "Ich habe mich nur getraut, weil so viele mitgemacht haben", sagt Fox.
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Die Verantwortung jedenfalls schob man sofort der Freistadt zu. Premierminister Lars Løkke Rasmussen nannte die Tat einen Weckruf für deren Bewohner. Sie müssten nun herausfinden "ob sie ein Teil des Rechtsstaats seien wollen oder endgültig die Kriminalität wählen". Justizminister Søren Pind erklärte das "sogenannte friedliche Christiania" für gescheitert. Es müsse eine Reaktion geben von dem Teil der Gemeinschaft, der sich nicht um den illegalen Haschischhandel drehe. Vom "gewöhnlichen Christianiter".
...
Der gewöhnliche Christianiter, das ist eine schwierige Beschreibung. Wenn man zwei von ihnen frage, wofür Christiania stehe, bekomme man zwei verschiedene Antworten, erzählt man sich hier. Nur ein paar Grundprinzipien gelten für alle: kein Privateigentum, keine Anführer, keine Gewalt.
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Man gewinnt den Eindruck, dass den gealterten Idealisten, den Hippies und Künstlern, Träumern, Alternativen, Kiffern, Umweltaktivisten, den "gewöhnlichen Christianitern" also, der Konflikt mit den Drogenhändlern über den Kopf gewachsen ist.
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Drogen verkaufen ist in Dänemark illegal, in Christiania aber folgen sie ja ihren eigenen Gesetzen, hier gilt: Drogen verkaufen darf nur, wer hier wohnt. Jede Bande braucht also einen Christianiter, der für sie Cannabis und Haschisch über den Tisch reicht. Aus dem zivilen Ungehorsam der Christianiter ist so Kapitalismus geworden. "Wir sagen: Wir übernehmen nicht die Verantwortung für diesen Hasch-Markt", sagt Klaus Danzer. Aus Sicht der meisten Bewohner von Christiania gibt es nur eine Lösung: Haschisch und Cannabis müssten im restlichen Dänemark legalisiert werden."


http://www.sueddeutsche.de/panorama/dae ... -1.3147895

Schwierig, schwierig...

Auf der einen Seite viele Bewohner, die sich Gewaltlosigkeit auf die Fahnen geschrieben haben. Damit wird man aber auf Dauer nicht mit aggressiven Dealern fertig.
Eigentlich könnte man jetzt auf die Bewohner Christianas zugehen, die das Verbindungsglied zwischen Dealern und dem Verkauf stellen und denen "verbieten", Ware aus organisierten Kreisen zu beziehen. Nur ob einige kleine Homegrower den Bedarf decken können?
Cannabis-Produkte gänzlich verbieten, dürfte auch nicht im Sinne der Ideale von Christiana sein.

Bleibt wirklich nur, Cannabis im ganzen Land zu legalisieren und den Verkauf zu ordnen, in welcher Form auch immer. Das sehen die Prohibionisten natürlich anders. ;)

Bin gespannt auf die weitere Entwicklung ...
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Re: "Bewohner reißen Haschisch-Stände in Christiania ab"

Beitragvon Sabine am Di 6. Sep 2016, 05:00

"Nach Schüssen in Christiania: Legalisierung von Haschisch in Dänemark „näher denn je“

Vielleicht wäre es einfach vernünftig, Cannabis zu legalisieren. Das meinen in Dänemark nicht mehr nur die Kiffer im Hippie-Paradies Christiania, sondern eine Mehrheit der Bevölkerung – und zunehmend auch Politiker.
...
Trotz des Widerstandes bei den Sozialdemokraten, der Dansk Folkeparti, Venstre und Konservativen, rechnen die Parteien, die für eine Legalisierung eintreten, mit einer baldigen Mehrheit für eine Entkriminalisierung der bisher im kriminellen Milieu für Milliardengewinne sorgenden „heißen Ware“. Neben der Radikalen Venstre sprechen sich auch Alternativet, die Liberale Allianz (LA) und neuerdings auch die „Radikalen“ für die Freigabe der Droge in Dänemark aus – mit der stillen Hoffnung, dass die Sozialdemokraten sich von ihrem Nein abbringen lassen.

„Viele, die sich beruflich mit Haschkriminalität und Haschischmissbrauch beschäftigen, befürworten eine Legalisierung, so die rechtspolitische LA-Sprecherin Christina Egelund. „Ich glaube, wir sind einer Legalisierung näher denn je“, so die Politikerin. Auch wenn eine parlamentarische Mehrheit noch in weiter Ferne scheint, ist die Debatte über die Einführung einer staatlich kontrollierten und steuerlich lukrativen Ausgabe von Cannabis eröffnet.
...
Die rechtspolitische Sprecherin von Alternativet, Carolina Maier, verweist darauf, dass eine Mehrheit der Bevölkerung für eine Haschisch-Legalisierung plädiert. Für eine Legalisierung von Haschisch sprechen sich laut Umfrage der Nachrichtenagentur Ritzau der Drogenexperte und Psychiater Erik Rindom, die Kopenhagener Staatsanklägerin Anne Birgitte Stürup, Ex-Staatsankläger Erik Merlung und Ex-Chefpolizeiinspektor Per Larsen aus. Ein Nein kommt vom Chef der Polizeigewerkschaft, Politiforbundet, Claus Oxfeldt."


http://www.shz.de/deutschland-welt/nach ... 52376.html
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Re: "Bewohner reißen Haschisch-Stände in Christiania ab"

Beitragvon Sabine am So 17. Dez 2017, 07:22

"Razzia im Hippie-Viertel: Rate mal, wie viele Joints die Polizei beschlagnahmt hat

Bei einer Razzia in Kopenhagens berühmter Hippie-Kolonie Christiania hat die Polizei Tausende Joints beschlagnahmt. Die Aktion auf der sogenannten Pusher Street habe sich sowohl gegen Verkäufer als auch gegen Käufer der Drogen gerichtet, teilte die Behörde am Freitag mit. An drei Tagen seien fast 30 Kilo Haschisch, fast 10.000 Joints und eine große Menge anderer Drogen gefunden worden.
...
Am Freitag kündigte die Behörde jedoch an: „Das ist selbstverständlich nicht der letzte Einsatz vor Weihnachten.“"


https://www.derwesten.de/panorama/tause ... 65351.html
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