Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"



Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon fredfummlfrosch am Mi 18. Apr 2012, 16:16

Hallo Forum-User,

ich lese regelmäßig "Die ZEIT" und das "ZEIT-Magazin", welches jede Woche der Printausgabe beiliegt.
Die Zeit will ein liquid democracy-Experiment wagen, bei dem online mithilfe einer Software von Lesern Themenvorschläge gemacht werden können. Diese sollen dann bewertet werden und im Anschluss daran wird ein "ZEIT-Magazin" herausgegeben, welches die am besten bewerteten Themenvorschläge behandelt. Leider hat der Vorschlag zur Drogenpolitik erst eine Hand voll Dafür-Stimmen bekommen. Deswegen möchte ich eure Aufmerksamkeit auf diesen Vorschlag lenken. Das Thema wurde nicht von mir eingestellt!

Da die "ZEIT" eine seriöse Zeitung ist, die über das Thema Drogenpolitik objektiv berichtet (erst letzte Woche erschien ein Artikel über die Möglichkeiten einer Legalisierung in Südamerika), bin ich mir sicher, dass eine Beschäftigung mit diesem Thema im "ZEIT-Magazin" das Problem weiter in die Öffentlichkeit rückt, ohne die Idee einer Legalisierung, wie es viele andere Medien hierzulande tun, zu geißeln.

Ich bitte hiermit um jede Ja-Stimme, die mobilisierbar ist. Je mehr das Thema in der Öffentlichkeit objektiv behandelt wird, desto eher entsteht eine Diskussion sachlicher Art. Dies ist in unser aller interesse!
Unter diesem Link kann der Vorschlag eingesehen werden: https://adhocracy.de/d/5324. Leider muss man sich auf dieser Seite anmelden, um abstimmen zu können. Aber ich denke es war nie einfacher das Thema legalisierung von Drogen in die Öffentlichkeit zu rücken. Jede Stimme zählt. Der Vorschlag mit den meisten Ja-Stimmen hat gerade einmal 180 positive Bewertungen. Es sei noch einmal gesagt, dass ich nicht der Verfasser dieses Vorschlages bin und es steht nicht in meinem privaten Interesse, wenn dieses Thema von der "ZEIT" bearbeitet wird.

HIER IST DER LINK ZU MEINEM VORSCHLAG ZUM THEMA CANNABIS: https://adhocracy.de/d/5970.

vielen Dank für eure Unterstützung!
Zuletzt geändert von fredfummlfrosch am Fr 20. Apr 2012, 21:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon CosmicWizard am Mi 18. Apr 2012, 17:06

Ja, unbedingt supporten!!! Wir dürfen nicht locker bleiben und jede Gelegenheit nutzen, die sich uns bietet.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon DrGonzo am Mi 18. Apr 2012, 17:31

check - dazu fehlen aber noch hunderte stimme.
anmelden geht ganz schnell - eine echte emailadresse ist notwendig. (1 min. aufwand)

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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon Florian Rister am Mi 18. Apr 2012, 19:24

Also der verlinkte Vorschlag ist ja ein Vorschlag zum Thema Drogenpolitik als ganzes. Durchaus interessant, aber ich persönlich finde Cannabis speziell interessanter.

Vielleicht möchte jemand nochmal einen Vorschlag direkt zum Thema Cannabis einreichen? Interessant wäre doch ein großer Zeit-Bericht über die Medical-Cannabis Bewegung in den USA o.ä.
Hab leider keine Zeit dafür die nächsten Tage...
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon His Master's Voice am Do 19. Apr 2012, 05:45

groooveman85 hat geschrieben:Also der verlinkte Vorschlag ist ja ein Vorschlag zum Thema Drogenpolitik als ganzes. Durchaus interessant, aber ich persönlich finde Cannabis speziell interessanter.

Vielleicht möchte jemand nochmal einen Vorschlag direkt zum Thema Cannabis einreichen? Interessant wäre doch ein großer Zeit-Bericht über die Medical-Cannabis Bewegung in den USA o.ä.
Hab leider keine Zeit dafür die nächsten Tage...


Sehe ich auch so. Ich bin mir bei dem Vorschlag der da jetzt drin steht nicht sicher, dass da am Ende ein wirklich für uns nützlicher Artikel bei rauskommt. Es kann genauso sein, dass wieder nur Klischees bedient werden und wichtige Fakten unter den Tisch fallen und das Thema Cannabis, welches ja mit Abstand das größte in der gesamten Drogenpolitik ist nur als eines unter vielen behandelt wird.

Ich habe allerdings auch momentan nicht die Kapazitäten, da einen knackigen Vorschlag zu formulieren. Wäre aber auch dafür, das zu machen. Wenn jemand das in Angriff nähme, könnten wir zur Unterstützung über das Forum ein Brainstorming bezüglich der anzusprechenden Punkte machen. grooovemans Hinweis auf die Medical-Cannabis-Bewegung halte ich z.B. für wertvoll. Sowas sollte da mit rein. Interessant vielleicht auch, dass es KEIN stichhaltiges Argument für die strafrechtliche Verfolgung gibt und dass die derzeitige Rechtslage viel mehr Schäden anrichtet, als Cannabis es könnte. Das würde ich viel größer aufhängen, als in dem aktuellen Vorschlag zur Drogenpolitik.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon Florian Rister am Do 19. Apr 2012, 08:14

Naja... Es geht hier ja nicht darum, unsere politische Position in einen Vorschlag zu packen.

Die Zeit will einen ausführlichen Artikel schreiben, naturgemäß wird das wahrscheinlich kein reiner "Legalize it" Artikel werden... Deswegen dachte ich, ein Bericht über die Bewegung in die USA bietet viel Potential etwas zu schreiben, und es interessiert auch viele Leute, durchaus auch Nicht-Kiffer.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon fredfummlfrosch am Do 19. Apr 2012, 14:47

Ja es stimmt schon, dass der Vorschlag einen ganzheitlichen Ansatz verlangt und wir am ehesten an einem Cannabisansatz interessiert sind. Doch muss man erkennen, dass die Drogenpolitik insgesamt überdacht werden muss. Nicht nur die bzgl. Cannabis.

Ich glaube es wäre sinnvoll noch einen Vorschlag separat zum Thema Cannabis zu machen und auch für diesen zu Voten, den bestehenden aber nicht außer acht zu lassen, denn diese denkweise würde das "Legalisierungslager" insgesamt nur noch mehr spalten. Wir müssen zusammen konsequent aktiv werden wenn es darum geht und uns nicht in kleineren Dingen verlaufen, denn die Zeit für den Vorschlag ist ja immerhin auch begrenzt.

2 Vorschläge - einen zur Drogenpolitik und einen speziell zum Hanf - würden dann zeigen: Die Drogenpolitik ist auf dem Irrweg und besonders schlimm ist dies bei Cannabis!

Wenn es niemand anders macht, würde ich einen Vorschlag heute Abend verfassen und dort posten. Es wäre gut wenn hier im Thread dazu noch Tipps eingehen würden, damit die Formulierung stimmt und die Argumente alle da sind!

Ansonsten erstmal weiter für den bestehenden Beitrag voten und dann für den Cannabisvorschlag. Ich sag dann hier bescheid.

ÜBRIGENS: Ich kenne kein anderes Medium mit einer solchen öffentlichen Beachtung wie die "ZEIT", das sich dieses Themas auf solch Objektive Weise annimmt. Beim SPIEGEL z. B. würde es sofort zerrissen werden und es würde weitere Falschinformationen verbreitet. Ich denke, dass ein solcher Artikel auf jeden Fall für uns nützlich sein wird! Vor allem weil es nicht nur ein contra- bzw- pro-Artikel werden würde, sondern ein sachlicher. Und es solcher überzeugt Skeptiker am besten.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon His Master's Voice am Do 19. Apr 2012, 15:21

@fredfummlfrosch
Du hast vollkommen recht, dass das "Legalisierungslager" insgesamt sich nicht zu sehr spalten sollte. Also nicht falsch verstehen, Ich habe mich auch bereits dort registriert und dem von Dir geposteten Vorschlag meine Stimme gegeben.
Das mit dem speziellen Cannabis-Vorschlag betrachte ich in sofern als sinnvoll, dass viele Leute das Wort "Drogenpolitik" nicht gezielt suchen und da auch vor allem soziale Problempolitik mit verbinden. Von daher interessiert das einfach nicht so viele. Machen wir aber einen speziell auf Cannabis gemünzten Vorschlag, könnten wir deutlich machen, dass das kein Randthema einiger kleiner Drogenkonsumentengruppen ist, sondern dass es konkret bei Cannabis um Millionen Bürger aus allen Schichten der Bevölkerung geht. Ob es am Ende was bringt weiss ich natürlich auch nicht, aber Versuch macht klug.

Dass Du das mit dem Text übernimmst finde ich super. :D

Was Dein Kommentar zur Qualität der ZEIT angeht, teile ich Deine Ansichten. Ich lese selbst viel in der Zeit und finde sie haben einen gewissen Stand, den andere einfach nicht haben. Auch wenn ich nicht immer alles toll finde, was die machen, aber sie trauen sich wenigstens. Und sie sind schon den Wahrheiten auf der Spur. Von daher glaube ich auch, dass das ein gutes Projekt ist. ;)

Anregungen:
Wichtig finde ich, dass das Wort Cannabis wieder im Titel auftaucht, ähnlich wie beim DüD. Auch das Wort Legalisierung denke ich ist so ein Schlagwort nach dem auch Leute suchen. Auch der Begriff Entkriminalisierung sollte irgendwo im Text auftauchen.

Was Pro-Argumente angeht, poste ich hier mal meine persönliche Zusammenfassung. Ich muss allerdings dazu sagen, ich kann nicht alles mit Quellen belegen, da ich das neulich für den Zukunftsdialog einfach als Kommentar so aus dem Gedächtnis runtergeschrieben habe. Solltest Du also Argumente daraus verwenden, dann müssen wir im Zweifel nochmal einzeln wegen der Belege gucken. Sollte schon stichhaltig sein.

20:07
Warum Du für den Vorschlag des DHV stimmen solltest(1):

- Weil jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro Steuergelder sinnlos in die Verfolgung von größtenteils unbescholtenen Bürgern gesteckt wird, ohne dass das vermeintliche Ziel, die drogenfreie Gesellschaft erreicht wird.

- Weil im Gegenzug dem Steuerzahler rund 2,5 Milliarden Euro jährlich an Steuereinnahmen aus Cannabis-Handel durch die Lappen gehen, Geld das dringend gebraucht wird. (Durch die Einführung eines geregelten Marktes für Cannabis könnte z.B. das staatliche Kindergeld kostenneutral um 10 % erhöht werden)

- Weil gleichzeitig durch die Aufrechterhaltung des Schwarzmarktes Milliarden Euro jährlich STEUERFREI an das organisierte Verbrechen gehen und weil dieses damit noch mehr Verbrechen finanzieren kann (Waffenhandel, Prostitution, Korruption, etc.)

- Weil die Milliarden, nachdem sie gewaschen sind, der Mafia dazu dienen, legalen Einfluss auf die Politik und die Wirtschaft zu nehmen, was auch Nicht-Kiffern schadet.

- Weil durch den Schwarzmarkt zu 90 Prozent mit Streckmitteln verseuchtes Gras und Dope im Umlauf ist (Der Witz ist übrigens, dass ein Dealer weniger hart bestraft wird, wenn er den Wirkstoffgehalt pro Gramm auf diese Weise senkt, weil der dann "weniger hartes Zeug" verkauft hat. Die werden dafür sogar noch juristisch belohnt!!)


20:08
Warum Du für den Vorschlag des DHV stimmen solltest(2):

- Weil dadurch hunderttausende Kranke nicht mehr auf gefährliche, süchtig machende Chemie der Pharmaindustrie angewiesen wären, sondern sich auf natürliche Weise mit Cannabis mild therapieren könnten.

- Weil die neuroprotektiven, enzündungshemmenden, schmerzstillenden, antidepressiven, antikarzinogenen und antioxidativen Eigenschaften des Cannabis es als milde, nahezu nebenwirkungsfreie Medizin so wertvoll machen (Stattdessen versucht die Pharmaindustrie, synthetisches THC als medizinischen Wirkstoff zu entwickeln. DAS kann man nämlich im Gegensatz zur Pflanze patentieren)

- Weil Cannabis bei vielen Krankheiten und Beschwerden helfen kann, z.B.: Multiple Sklerose, Krebs, Tourette-Syndrom, ADS, PTBS, Schmerzsymptomatiken, Alzheimer, Morbus Crohn, PMS, Asthma, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Depressionen, Alkoholsucht (Ausstiegsdroge)

- Weil die Gesundheitsgefahren äußerst gering sind (Statt 10 Patienten erkranken z.B. unter Cannabis-Konsumenten 12 von 1000 an einer Psychose, die aber im Gegensatz zur Alkohol- oder Kokain-psychose in der Regel heilbar ist)

- Weil THC ein körpereigener Antagonist und nicht wie Alkohol ein körperfremdes Nervengift ist

- Weil an THC niemand sterben kann, aber an Alkohol sterben jedes Jahr in Deutschland ca. 70.000 Menschen






20:08
Warum Du für den Vorschlag des DHV stimmen solltest(3):

- Weil man aus Hanf ca. 50.000 Produkte des täglichen Bedarfs herstellen kann und der Anbau von Industriehanf durch ein total strenges Genehmigungs- und Kontrollverfahren bis heute wirksam ausgebremst wird (Gerade die Erdölindustrie hat da mächtig was dagegen, alle möglichen Plastikwaren durch Hanfprodukte zu ersetzen, z.B. PC-Gehäuse, die sogar wieder verrotten)

- Weil das Cannabis-Verbot von geldgierigen Lobbys überhaupt erst angeleiert wurde

- Weil das Verbot nur wenigen nutzt, die ohnehin schon sehr viel Geld und Einfluss haben:

Mafia (Drogenhandel, stabile Milliardeneinnahmen mit wenig Risiko=neues Investitionskapital in legale Geschäfte=mehr und mehr Einfluss und Macht),

Militär (War on Drugs, Krieg durch destabilisierte Regionen, Afghanistan, Mittelamerika etc.),

Pharmabranche (hunderte patentierbare Medikamente, insbesondere Schmerzmittel, die Cannabis seit 1900 ersetzt haben),

Textilbranche (Baumwolle statt Hanf (=7x länger haltbar = weniger Profit, wächst auch in gemäßigten Breiten=mehr Konkurrenz)),

Chemische Industrie (Produktion von Kunststoffen, Kunstfasern, synthetischen Ölen ist durch Hanf bedroht),

Papier- und Holzindustrie (Holzpapier statt Hanfpapier, Konkurrenz für Holzbesitzer durch Hanf, weltweit müsste kein Baum mehr für Papierherstellung gefällt werden!!)



20:09
Warum Du für den Vorschlag des DHV stimmen solltest(4):

- Weil gesundheitliche Gefahren, die für einige von Cannabis ausgehen (Jugendliche, psychisch Kranke) nicht dazu führen dürfen, dass man sämtliche Konsumenten kriminalisiert (Macht man ja z.B. mit Katzenhaltern wegen der paar Katzenhaarallergiker auch nicht)

- Weil durch die Einführung eines geregelten Marktes endlich echter Jugendschutz praktiziert werden könnte

- Weil es nicht sein kann, dass man für das Mitführen von Cannabis seinen Führerschein verliert (Wohlgemerkt nicht nur im Auto. Man wird dann generell als fahruntauglich eingestuft!! Aber zwei Kisten Bier im Auto stören keinen)

- Weil man den aktuellen Grenzwert für THC im Blut (=1 ng/ml!!; 0,5 Promille Alk entsprechen etwa 20 ng/ml) noch 2 Wochen nach Konsum eines Joints feststellen kann und dann als fahruntüchtig seinen Lappen los ist, sowie zwei Mal innerhalb eines Jahres zur MPU antanzen darf (Preis je Screening 500 Euro)



20:10
Warum Du für den Vorschlag des DHV stimmen solltest(5):

- Weil das Verbot gegen das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit verstößt

- Weil das Verbot gegen das Verhältnismäßigkeitsprinzip verstößt

- Weil das Verbot gegen das Willkürverbot verstößt

- Weil das Verbot überhaupt nicht durchgesetzt werden kann

- Weil durch die strafrechtliche Umsetzung des Verbots das Verhältnis Bürger-Staat anhaltend und dauerhaft ausgehölt wird

- Weil in diesem Fall das Strafrecht für ideologische Zwecke auf unzulässige Weise missbraucht wird

- Weil Kiffer niemandem an Leib, Leben, Eigentum oder sonstwie schaden, aber trotzdem als Straftäter behandelt werden.

Beispiele (alles belegte Fälle):

Kindesmissbrauch in 4 Fällen -> 1 Jahr 3 Monate auf Bewährung
Veruntreuung von Steuergeldern in Höhe von 20.000 -> 2 Jahre auf Bewährung

7 Gläser Cannabis-Butter und 4 Pflanzen Hanf (alles Eigenbedarf, kein Handel) -> 3 Jahre auf Bewährung (eigentlich 1 Jahr und 4 Monate OHNE Bewährung, aber weil der Altenpfleger selbst die 7 Gläser gestanden hat bekam er "nur" 3 Jahre Bewährungsstrafe)
7 Gramm Gras Besitz -> 5 Monate auf Bewährung

Ok also Geld veruntreuen ist ein Verbrechen, is klar, Kindesmissbrauch ist definitiv ein Verbrechen, ist auch klar. Aber wo ist bei den Cannabis-Typen das Verbrechen? Im Besitz von ein paar Hanfblüten? Im Zubereiten von Butter? Im Anbau von 4 Pflanzen? Es wird mit Panzerfäusten auf Spatzen geschossen. Noch dazu wegen einer Pseudo-Straftat!


20:10
Warum Du für den Vorschlag des DHV stimmen solltest(6):

120.000 Ermittlungsverfahren werden jedes Jahr wegen geringfügiger Verstöße gegen das BtMG in Deutschland eingeleitet, alles für die Katz...

Im Moment sitzen 10.000 Menschen wegen geringer Mengen Cannabis-Besitzes (unter 30 Gramm und Pflanzenanbau) im Gefängnis.

Ca. 1.000.000 Menschen in Deutschland haben seit 1990 wegen geringfügiger Verstöße gegen das BtMG einen Eintrag in ihrer Akte oder gelten als vorbestraft (ganze Existenzen sind daran gescheitert, gleicht in bestimmten Branchen einem Berufsverbot)

Aber weiterhin bekennen sich 4-6 Millionen Menschen in Deutschland zu regelmäßigem Cannabis-Konsum, 16 Millionen, sprich jeder 4. über 18 Jahren ist damit schon in Kontakt gekommen (alle übrigens nicht in harte Drogen eingestiegen)

Die 40 Jahre Strafverfolgung haben gar nichts bewirkt, außer die Mafia und einen Haufen Profiteure reich und die Betroffenen gegenüber dem Staat wütend und misstrauisch zu machen .

Cannabis ist eine Volksdroge


20:11
Warum Du für den Vorschlag des DHV stimmen solltest(7):

Argumente für die Aufrechterhaltung der Prohibition (alle widerlegt oder kaum nachweisbar):

Die wichtigsten:
- Einstiegsdroge (-) das gibts eigentlich gar nicht, sind aber wenn, dann Alkohol und Tabak;
- Psychoserisiko (-) äußerst gering, kaum signifikant nachweisbar, i.d.R. reversibel
- Suchtgefahr (-) gibts bei anderen, legalen Sachen auch
- Jugendschutz (-) gerade jetzt NICHT existent
- Alle kiffen nur noch (-) Konsumentenzahlen in Holland sind gesunken, und: macht jetzt auch jeder nach gusto
- Antriebslosigkeit macht sich breit (-) 1. Zusammenhang Amotivation-Cannabis nicht nachweisbar, 2. im Moment auch nicht so, außer bei sozialen Randgruppen, da aber andere Ursachen

Es gibt KEIN stichhaltiges Argument für die strafrechtliche Verfolgung.

Das Verbot wird letztlich einzig damit begründet, dass es schließlich existiere und dass es dafür wohl schon einen Grund gegeben haben müsste...
Es ist alles eine riesen Gehirnwäsche von Seiten der Lobbys! (Die Krönung ist das darauf erwiderte Argument, dass das alles dem kranken Hirn eines Drogensüchtigen entsprungen sei und daher keine Gültigkeit hätte!)

Wer sehen möchte, wie es geht, ohne dass jemand gestresst ist, gibt mal bei Ju tube ein:

CANNABIS SOCIAL CLUBS ENGLISH

(In den Ergebnissen ganz oben: Video von GanjazzArtClub)

So wie es die Spanier in diesem Filmchen machen, ist es voll ok.
Man bräuchte nicht mal Coffeeshops...
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon fredfummlfrosch am Do 19. Apr 2012, 19:11

ok.

Hier ist der Kurzlink zu meinem Vorschlag: https://adhocracy.de/d/5970.

Ich habe mich bemüht eine objektive Berichterstattung zu implizieren, weil die "ZEIT" sicher etwas dagegen hat, einen Werbeartikel bzw. ein Werbeheft zu schreiben. Ich denke jeder hier wird sich sicher sein, dass eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema Hanf/Cannabis nur zu unseren Gunsten ausgehen wird. Wie mein Vorredner ja bereits ausführlich dargelegt hat, gibt es ja mittlerweile keinen Grund das Verbot zu rechtfertigen. Ich hoffe wir können genug Stimmen mobilisieren, damit es der Vorschlag ins Heft schafft. Bitte postet auch einen Hinweis in andere Foren und sagt es jedem, dem etwas an einem solchen Artikel liegen könnte!

Ich hoffe auf jede Stimme.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon CosmicWizard am Do 19. Apr 2012, 19:14

Gut formuliert! Meinen Vote hast du natürlich.

Kommt Leute, ein ganzes Magazin für uns wäre doch der Hit. Registriert euch, das dauert auch nicht lang und votet für den Vorschlag!
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon His Master's Voice am Do 19. Apr 2012, 20:18

Ich habe den Vorschlag unterstützt und getwittert. Im Grunde müssten wir dafür genauso Werbung machen wie für den Zukunftsdialog.

Bitte macht mit. Die Registrierung ist echt nicht aufwendig und geht schnell. Wäre doch toll das Thema Cannabis da mit drin zu haben.

@fredfummlfrosch
Übrigens habe ich das Angebot der ZEIT-Redaktion so verstanden, dass sie die beliebtesten Vorschläge alle in das Heft aufnehmen. Nicht bloß ein Thema, oder?
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon Xardias am Do 19. Apr 2012, 20:32

Meine Stimme is auch drin

Wie wärs wenns einer der Admins auf Facebook postet? da kommen auch nochmal einige Leute zusammen.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon Vorarim am Do 19. Apr 2012, 20:53

Ich habe Georg bereits auf den Thread hier und das Experiment der "Zeit" hingewiesen, ist also nurnoch eine Frage der Zeit.. ;)
Hanfige Gruesse

Vorarim

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P.S. Habe ich einen Fehler gemacht? Dann schreibt mir einfache eine PN :)
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon fredfummlfrosch am Do 19. Apr 2012, 21:16

Vielen Dank für eure unterstützung!

allerdings soltle das ganze nicht zu hohe wellen schlagen, weil die "ZEIT" sicher verhindern will, dass das ganze in eine "Lobbysache" "ausartet". Deswegen sollte es nur auf privaten facebookseiten o. Ä. gepostet werden :)
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon CosmicWizard am Do 19. Apr 2012, 23:26

fredfummlfrosch hat geschrieben:Vielen Dank für eure unterstützung!

allerdings soltle das ganze nicht zu hohe wellen schlagen, weil die "ZEIT" sicher verhindern will, dass das ganze in eine "Lobbysache" "ausartet". Deswegen sollte es nur auf privaten facebookseiten o. Ä. gepostet werden :)


Ja, das habe ich mir auch schon gedacht.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon His Master's Voice am Fr 20. Apr 2012, 00:06

@fredfummlfrosch und CW
Bin ganz eurer Meinung. Die Redaktion gibt an, dass sich bisher rund 1500 Leute überhaupt in dem gesamten Abstimmungsprojekt registriert haben. Wenn da auf einmal 1000 Hanfaktivisten auftauchen wäre das wohl etwas zu dolle und könnte das Ganze manipuliert aussehen lassen. Ball flach halten halte ich auch für richtig. Aber es ist auch unser Recht, dafür zu werben. Halt nicht gerade wie die Aramäer im DüD. ;)

Worum wir auf alle Fälle werben sollten, sind aber auch hier ähnlich wie beim DüD die Kommentare. Ein Vorschlag, der wenige Kommentare bekommt, wirkt immer etwas dünn. Veranlasst jeden, den Ihr dort hinschickt, auch einen Kommentar zu verfassen. Präsenz zeigen ist angesagt. Das könnte am Ende ausschlaggebend für eine Aufnahme in das Heft sein.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon Gerd50 am Fr 20. Apr 2012, 00:33

Unser Haushalt hat ein Zeit Abo. Danke für den Hinweis auf die Zeit Seite fredfummlfrosch, dank auch für deinen Hanf Vorschlag.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon DrGonzo am Fr 20. Apr 2012, 17:02

meine stimme hast du auch.
*push* :twisted:
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon fredfummlfrosch am Fr 20. Apr 2012, 17:03

hm...

Ich habe mir mal das Verhältnis angesehen von aufrufen dieses Threads zu Votes auf der Vorschlagsseite. Über 150 Aufrufe hat dieses Thema hier im Forum bereits, aber der Vorschlag hat leider noch unter 20 positive Beurteilungen! Es wird wohl so sein, dass die Tatsache, dass eine Registrierung auf der Seite nötig ist, um abzustimmen eine relativ große Hürde darstellt. Man kann nicht einfach den Link aufrufen und nach einem Click ist die Arbeit getan.

Aber mal ehrlich. Wann ist es einfacher etwas für die Legalisierung zu tun, als jetzt? Die Anmeldung dauert 2 Minuten und erfordert keinerlei persönliche Daten. Man muss sich nicht einmal von seinem Stuhl erheben ;) .

Es sind noch 10 Tage bis zum Ende dieser Aktion. Wenn wir etwas erreichen wollen, brauchen wir mehr Zugkraft!

Falls ihr noch jemanden persönlich kennt, der den Vorschlag unterstützen würde, und 2 Minuten Zeit übrig hat, lasst es ihn/sie wissen!
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Re: Das Thema Drogenpolitik im "ZEIT-Magazin"

Beitragvon Gerd50 am Fr 20. Apr 2012, 17:13

Bedenke bitte, das der Thread hier im Forum von einzelnen mehrfach aufgerufen wird wenn beispielsweise neue Beiträge
erscheinen. Aus der Anzahl der Klicks hier kann man glaub ich keine Rückschlüsse ziehen.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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