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Kräutermischungen



Re: Kräutermischungen

Beitragvon Sabine am Di 20. Dez 2016, 07:28

"Kommentar
Neue Drogen haben in Augsburg eine verheerende Wirkung

Die „Neuen Drogen“ haben eine verheerende Wirkung. Ob das neue Gesetz hilft, ist noch unklar. Doch ein wichtiges Zeichen ist gesetzt, schreibt Stefan Krog.
...
Das Verbot gibt der Polizei mehr Handhabe, was Strafbarkeit, aber auch schlicht die Beschlagnahme dieser Stoffe betrifft. Klar ist aber auch: Das wird nicht alle Probleme lösen.
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Immerhin ist mit dem neuen Gesetz jetzt ein Schild aufgestellt, das besonders jungen Erstkonsumenten klarmacht: Diese Drogen sind etwas Verbotenes und sie sind verboten, weil sie gefährlich sind. Ohne Cannabis, das aufgrund seines mitunter sehr hohen Wirkstoffgehalts auch problematisch ist, verharmlosen zu wollen: Der bisherige Zustand, dass Marihuana verboten, die heftigeren „Legal Highs“ aber erlaubt waren, war nicht logisch.

Die Frage der Legalisierung von Cannabis soll an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden."


http://www.augsburger-allgemeine.de/aug ... 08867.html
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Kräutermischungen

Beitragvon Sabine am Mo 2. Jan 2017, 20:47

"Das Spiel mit dem legalen Hoch

Seit 2008 wurden fast 650 neue Legal Highs registriert. Die Kräutermischungen mit zugesetzten Drogen bereiten Suchtexperten große Sorgen.
...
Es ist nur einer von vielen Stoffen, die Drogenfachleuten große Sorge bereiten. "Die Entwicklung hat sich noch einmal beschleunigt", sagt Rainer Spanagel vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. So haben die Vereinten Nationen für das Jahr 2015 in der noch laufenden Zählung bereits 75 zuvor unbekannte psychoaktive Substanzen registriert, im Vorjahr waren es lediglich 66. Das UN-Büro für Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC) beobachtet laut seinem aktuellen Jahresbericht, dass es sich bei NPS nicht mehr nur um synthetische Analoge des Cannabis-Wirkstoffs THC handelt. Auch künstliche neue Stimulanzien, Halluzinogene und Opioide sind auf dem Vormarsch. Insgesamt hat das UNOCD seit dem Jahr 2008 fast 650 neue Substanzen registriert.

Die meisten dieser Stoffe sind jedoch nicht neu in dem Sinne, dass die - oft recht fähigen - Chemiker der Drogenlabore sie sich neu ausgedacht hätten. Tatsächlich stammen viele NPS aus der legalen pharmazeutischen Forschung, aus chemischen Datenbanken und Patentanmeldungen. Das zeigt auch der Fall von Brooklyn: Die Männer hatten die Kräutermischung "AK-47 24 Karat Gold" konsumiert. Im Produkt wurde AMB-FUBINACA nachgewiesen, eine neue Substanz, die erst Wochen zuvor im Bundesstaat Louisiana entdeckt worden war. Eine genaue Analyse des Stoffes zeigte, dass es sich bei der Droge eigentlich um eine geringfügig veränderte andere Substanz handelt, ein synthetisches Cannabinoid, das erstmals 2012 in Japan sichergestellt worden war. Es entstammt einer Patentschrift des Pharmariesen Pfizer aus dem Jahr 2009 und war ursprünglich für die Schmerzforschung entwickelt worden. "


http://www.sueddeutsche.de/wissen/gefae ... -1.3317871
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Kräutermischungen

Beitragvon Sabine am So 15. Jan 2017, 09:24

"„Zombie“-Marihuana auch in Deutschland

Im New Yorker Stadtteil Brooklyn wurden im vergangenen Jahr etwa 30 Männer in besorgniserregendem Zustand aufgegriffen. Ihr kollektiver Drogenrausch soll vom synthetischen Cannabinoid AMB-FUBINACA ausgelöst worden sein. Auch in Deutschland konnte die Substanz in „Kräutermischungen“ identifiziert werden.

In den vergangenen Jahren kam es auch in Deutschland Vergiftungen mit synthetischen Cannabinoiden. „Allein im Einzugsgebiet der Vergiftungsinformationzentrale Freiburg traten mehrere hundert Fälle auf“ sagt Professor Dr. Volker Auwärter, Forensischer Toxikologe am Universitätsklinikum Freiburg. „Bis jetzt hatten wir keine Vergiftungsfälle, in denen AMB-FUBINACA der einzige konsumierte Stoff war – in diesen Fällen waren jeweils zusätzlich weitere Stoffe konsumiert worden. Zu den Stoffen, mit denen in den vergangenen Monaten gehäuft behandlungsbedürftige Vergiftungen aufgetreten sind, gehören 5F-ADB und ADB-CHMINACA.“

Die Substanz AMB-FUBINACA wurde ursprünglich gegen Schmerzen entwickelt, jedoch fand nie eine Studie am Menschen statt.
...
„AMB-FUBINACA konnte in einigen Produkten, die wir im Rahmen von Testkäufen erworben haben, identifiziert werden und trat auch in biologischen Proben häufiger auf“, so der Toxikologe. Das Monitoring findet im Rahmen eines EU-geförderten Projektes, das vom Bundeskriminalamt kontrolliert wird, statt.
...
Laut New England Journal of Medicine zählen die synthetischen Cannabinoide zur am schnellsten wachsenden Substanzklasse, etwa 200 Verbindungen sind bereits bekannt. Die meisten Stoffe kommen aus China und Südasien und werden über Internet-Shops und nach Einführung des „Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG) zunehmend über das Darknet vertrieben. Die Substanzen werden in Lösung gebracht und dann auf Kräutermischungen gesprüht."


http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichte ... utschland/

https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Fo ... _node.html ?
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Re: Kräutermischungen

Beitragvon Sabine am Mo 24. Apr 2017, 06:10

"Das nächste große High

Seit Jahren beschäftigen "Legal Highs" die Behörden: neuartige Rauschmittel, entwickelt vor allem von einem mysteriösen Chemiker namens "Dr. Zee". Wir haben ihn in seinem Labor besucht - und erfahren, wie er den Rausch für immer verändern will.
...
Im oberen Geschoss des Labors führt ein Gang vorbei an einem Konferenzraum und einer winzigen Küche zu einem Arbeitsplatz. Hier sitzt "Dr. Zee" zwischen vier Computern, er raucht und drückt auf seinem Handy herum. Seinen wahren Namen kennen sehr wenige Menschen, er könnte Feinde haben, glaubt Dr. Zee. Dieser Mann ist der Kopf einer Firma, die Europa seit 2009 mit "Legal Highs" versorgt hat, mit legalen Rauschmitteln. Die Londoner Zeitung The Guardian nannte ihn "the godfather of legal highs".
...
Das Prinzip seiner Arbeit: Dr. Zee ent­wickelt aus legalen Chemikalien legale Rauschmittel, die die gleiche Wirkung haben wie illegale Rauschmittel. Einige der Stoffe, die auf der weißen Tafel hinter ihm skizziert sind, könnten psychoaktiv sein, sie könnten ganze Areale im Gehirn ausschalten oder anregen. Die Folge wäre ein Rausch. Vielleicht sieht man einen halben Tag bunte, atmende Kreise, vielleicht ist man ein paar Stunden lang voller Liebe.
...
"Ich bin kein Drogenerfinder oder Drogendesigner, auch wenn ich oft so genannt werde. Die berauschenden Substanzen sind ja alle schon da, man muss sie nur entdecken. Ich habe diese Drogen entwickelt, um den Menschen eine günstige, saubere und wirksame Alternative zu illegalen Drogen bieten zu können. Ich finde, Menschen haben ein Recht auf Rausch, in jeder Gesellschaft. Doch Konsumenten werden stigmatisiert, und durch das Verbot werden diejenigen bevorteilt, die das Gesetz brechen. Unsere Erfindungen sollten diese illegalen Kartelle endlich austrocknen. Ich wollte etwas verändern.""


http://www.sueddeutsche.de/leben/drogen ... -1.3467619
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