Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Sammlung Berlin/Görlitzer Park



Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Do 27. Okt 2016, 05:18

Es wurde ja schon im letzten Link der pnn auf einen Konfliktlotsen hingewiesen, jetzt trudeln die ersten Berichte ein :

"Der Görli wird jetzt gemanagt

Cengiz Demirci soll die Konflikte im Görlitzer Park entschärfen. Er hat sich unter 76 Bewerbern durchgesetzt. Mitte November fängt er an

Ein netter Typ, kommunikativ, in Jeans und Pulli, 43 Jahre, alleinerziehend in einer Patchwork-Familie, türkische Wurzeln. Cengiz Demirci passt gut nach Berlin, besser noch nach Kreuzberg. Deshalb haben sie ihn dort jetzt zum Manager für den Görlitzer Park ernannt. Mitte November soll er anfangen, am Mittwoch stellte ihn sein Chef, Baustadtrat Hans Panhoff (Grüne), der Presse vor."


http://www.tagesspiegel.de/berlin/fried ... 41716.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/k ... n-24983278

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1125608/

http://www.morgenpost.de/berlin/article ... oerli.html

http://www.taz.de/!5349242/

https://www.welt.de/politik/deutschland ... etten.html

Die meisten Kommentare in der "Welt" und im "Tagesspiegel" lassen kein gutes Haar an dieser Idee, sie fordern Härte, Härte und noch mehr Härte, wohlweisslich die "Erfolge" der Polizei im letzten Jahr außer Acht lassend. Mir scheint, als ob sie am liebsten Duerte einfliegen lassen würden wollen.
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Mo 31. Okt 2016, 06:29

Als Glosse gekennzeichnet, aber einfach nur platt :

"Dealer haben es in Kreuzberg jetzt richtig nett

Beratung und Beirat: Friedrichshain-Kreuzberg will die Dealer im Görlitzer Park in ein "Handlungskonzept" einbinden. Könnte man mit Steuerhinterziehung nicht auf ähnliche Weise verfahren? Eine Glosse"


http://www.tagesspiegel.de/berlin/marte ... 57084.html

Dafür fetzen sich die Kommentatoren.
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Di 8. Nov 2016, 06:59

Mal was Nettes zwischendurch :lol:

"Der Görlitzer Park hat jetzt sogar eigene Blättchen

Die Polizei hat den Kampf gegen Dealer so gut wie aufgegeben. Der Marihuana-Handel floriert. Und jetzt gibt es sogar schon passende Papers."


http://www.bz-berlin.de/berlin/friedric ... blaettchen
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Mi 9. Nov 2016, 19:43

"In zentralen drogen- und sicherheitspolitischen Fragen haben sich Linke und Grüne bei den Koalitionsgesprächen in Berlin am Mittwoch durchsetzen können: ...Die sogenannte Null-Toleranz-Zone im Görlitzer Park wird aufgehoben. Der Besitz geringer Mengen Cannabis für den privaten Bedarf soll nicht verfolgt werden. Den Drogenhandel wird die Polizei aber als Straftat weiter bekämpfen."

http://www.rbb-online.de/politik/wahl/b ... ltung.html
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Do 1. Dez 2016, 21:10

"Null Toleranz, aber auch null Erfolg

Der Görlitzer Park in Berlin bleibt ein Brennpunkt für Drogenhandel. SPIEGEL-TV-Reporterin Vanessa Schlesier hat mit Polizisten, Staatsanwälten und mit einem Dealer gesprochen - die Antworten überraschen."


http://www.spiegel.de/sptv/spiegeltv/sp ... 23919.html
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Di 13. Dez 2016, 19:08

""Es läuft darauf hinaus: Cannabis wird Alltagsdroge"

"Man probiert hier gerne etwas aus", sagt Christine Köhler-Azara über die Cannabis-Nutzung in Berlin. Nach Angaben der Landesdrogenbeauftragten kifft rund ein Viertel der 18- bis 24-Jährigen regelmäßig. Die Hemmschwelle, Cannabis zu probieren, sei gesunken.
...
Wir haben heute schon das Problem, dass vielen jungen Menschen überhaupt nicht mehr klar ist, dass Cannabis nach wie vor verboten ist vom Betäubungsmittelgesetz. Viele denken: 'Naja, das macht doch jeder, das muss doch erlaubt sein.' Das ist mitnichten so. Wir haben zwar diesen Paragrafen 31a, wonach die Strafverfolgung beim Eigengebrauch einer geringen Menge eingestellt wird, aber wir haben hier in Berlin auch relativ hohe Gramm-Zahlen. Und ich denke, da kann man schon so eine Entwicklung sehen, die man gar nicht kontrollieren kann - jedenfalls nicht wir. Da gibt es wenig Stellschrauben, an denen man drehen kann. Vom Zeitgeist her würde ich sagen, läuft alles darauf hinaus, dass Cannabis Alltagsdroge wird.

Welche Konsumenten machen Ihnen am meisten Sorge?

Natürlich muss man sehen, dass von denen, die Cannabis konsumieren, nur ein kleiner Prozentsatz - ungefähr zwischen fünf und zehn Prozent - vielleicht eine Abhängigkeit entwickelt. Für viele ist das nur eine Passage."



http://www.rbb-online.de/politik/beitra ... -gras.html

Eine Gesundheitsministerin, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vor der Gefährlichkeit warnt? Sondern sachlich die Gegebenheiten anerkennt? Hoffentlich fehlt da nicht ein Teil des Interviews.
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am So 18. Dez 2016, 07:39

Ausnahmsweise mal hier wegen der Größe des Fundes :

"Die Berliner Polizei erzielt einen Ermittlungserfolg gegen die Drogenszene vom Görlitzer Park. Bei Hausdurchsuchungen stellte sie am Freitag rund 19 Kilogramm Marihuana und eine hohe fünfstellige Bargeldsumme sicher. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, wurden zwei 18-Jährige festgenommen.
...
Seit Monaten ermittelt die Berliner Polizei wegen des Drogenhandels im Görlitzer Park in Kreuzberg. Im Zuge dieser Ermittlungen hatte sie gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft am Freitag Wohnungen in den Berliner Ortsteilen Friedrichsfelde, Gesundbrunnen, Neu-Hohenschönhausen und Lankwitz durchsucht."


http://www.rbb-online.de/panorama/beitr ... ommen.html
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Do 23. Feb 2017, 20:38

"Cannabis-Verbot zerbröselt

Berliner Politiker und Ärzte fordern Liberalisierung
...
Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer und Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer: „Der Kampf gegen Drogen ist weltweit verloren.“
...
Jonitz spricht sich aber auch für mehr Gerechtigkeit gegenüber Kiffern aus. Es ginge nicht, dass Autofahrer, die mit 150 Sachen durch die Stadt rasen und Menschen in Lebensgefahr bringen, für vier Monate der Führerschein entzogen werde. Leuten aber, die eine verschwindend geringe Menge des Cannabis-Wirkstoffs THC im Blut haben, würden die „Pappe“ für ein Jahr los und müssten einen „Idiotentest“ absolvieren, um ihn wiederzubekommen.
...
Die Polizei schleppe gezielt junge Fahrer zum Drogentest, selbst wenn sie sich nichts zuschulden hätten kommen lassen und vollkommen vernünftig gefahren seien. Bestraft werden dürfe nur, wer tatsächlich unter Drogeneinfluss fährt oder im Rausch einen Unfall baut.
...
Jonitz sprach bei einer Veranstaltung der SPD-Fraktion, bei der die nächsten Schritte einer liberalisierten Drogenpolitik mit Experten beraten wurden. "


http://www.berliner-kurier.de/berlin/ki ... g-25796602
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Do 23. Feb 2017, 20:51

"Vorwärts zum Hanf

Bei einem Hearing im Abgeordnetenhaus ist die SPD kaum wiederzuerkennen: „Wir müssen bei der Entkriminalisierung von Cannabis liefern“.

Genau zwei Jahre ist es her, da hatte die SPD zum ersten Mal ein drogenpolitisches Hearing veranstaltet. Fast wortgleich lautete am Donnerstag das Thema. Einziger Unterschied auf der Einladung ins Abgeordnetenhaus: Statt eines Fragezeichens stand nun ein Ausrufezeichen – „Eine neue Cannabispolitik ist nötig!“
...
Nach dem Regierungswechsel ist die Meinung des Einzelkämpfers in der SPD mehrheitsfähig geworden. „Polizisten wollen richtige Verbrecher jagen und nicht kiffende Touristen“, leitete SPD-Fraktionschef Raed Saleh die Veranstaltung am Donnerstag ein. Über 100 Zuhörer verfolgten die Diskussion. Nicht nur Saleh bekam für seine Rede Applaus. „Wir haben ein Zeitfenster von fünf Jahren, um dauerhaft etwas zu verändern“, sagte Saleh. „Rot-Rot-Grün muss bei diesem Thema liefern.“
...
Auf dem Podium war der Präsident der Ärztekammer Günther Jonitz nicht der einzige, der eine Amnestie für Verkehrssünder forderte, denen wegen „fragwürdiger Cannabis-Grenzwerte“ der Führerschein entzogen worden ist. Da lasse sich auf Landesebene vielleicht etwas machen, sagte Isenberg. Als Möglichkeit, sich von der repressiven Drogenpolitik der Bundesregierung emanzipieren zu können, brachte der SPD-Politiker auch eine Neuordnung des Bundesrechts ins Gespräch. „Dann könnten die Bundesländer selbst entscheiden, was sie wollen.“"


http://taz.de/Rot-rot-gruene-Drogenpolitik/!5383730/

Also das die Bundesländer selbst entscheiden sollen, halte ich für totalen Quatsch. Das geht doch schon bei der "tolerierten" Menge total ins Auge und schafft erst recht Unsicherheiten.

Dann besucht uns Bayern doch keiner mehr aus Berlin!
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Martin Mainz am Do 23. Feb 2017, 22:52

Wenn das Bundesrecht hier an die Länder übergeht, ist der Damm gebrochen. Dann wird wahrscheinlich ein Land nach dem anderen legalisieren, ähnlich wie in den USA. Und dann kann der Bund anschließend in 5-6 Jahren wieder alles vereinheitlichen. Nicht die beste Lösung, aber es wäre ein Weg.
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitragvon Sabine am Fr 24. Feb 2017, 06:57

"Cannabis-Diskussion ist ein Hoffnungsschimmer

Erinnert sich noch einer an die Hanfparade 2002? Natürlich nicht. Aber Christian Ströbeles Ruf „Gebt das Hanf frei!“ hallt seitdem durch viele Diskussionen über die Freigabe von Cannabis.
...
15 Jahre und viele erbitterte Diskussionen später sieht es damit besser aus. Der rot-rot-grüne Senat hat sich in den Koalitionsvertrag die Aufgabe geschrieben, ein Modellprojekt zur „kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene“ zu erarbeiten, wissenschaftlich begleitet natürlich.

Das kann höchstens noch pflichtschuldige Gegenreaktionen der Opposition hervorrufen. Die Bestrebungen zur Legalisierung der Droge – denn das ist Cannabis ja trotz allem – zeigen, dass eine über Jahre gewachsene Einsicht nun vielleicht endlich in politisches Handeln mündet. Das ist für sich gesehen schon ein Hoffnungsschimmer.
...
Wir Eltern werden trotzdem weiterhin die Rucksäcke unserer halbwüchsigen Kinder filzen, um bei Bedarf pädagogisch einzuwirken. Immerhin sind wir vielleicht bald nicht mehr darauf angewiesen, die konfiszierten Tüten heimlich zu verbrauchen.

Sollte der Ideologiestreit um das Cannabis endlich ausgestanden sein, könnte sich die Politik um die wirklichen Drogenprobleme in der Gesellschaft kümmern. Denn auch legale Drogen machen süchtig und verursachen Gesundheitsprobleme. Vielleicht fragt dann auch mal jemand nach, ob wirklich an jeder Supermarktkasse die kleinen Flachmänner neckisch aufgereiht sein müssen. "


http://www.berliner-zeitung.de/politik/ ... r-25797804
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Sabine am Fr 24. Feb 2017, 07:02

"Berlins SPD-Führung will trotz Mitgliedervotums Cannabis-Freigabe - gefährlicher Irrweg
SPD-Fraktionschef Raed Saleh fordert eine neue Cannabis-Politik für Berlin. Damit missachtet er das Mitgliedervotum der SPD. Wir sind gegen eine Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken. Wir setzen auch weiterhin auf Prävention, Prepression und Therapie.

Florian Graf, Vorsitzender der CDU-Fraktion, erklärt anl. der heutigen Veranstalung der SPD-Fraktion, die sich für eine neue Berliner Drogenpolitik und die Freigabe von Cannabis ausspricht:

„Mit der geforderten neuen Cannabis-Politik für Berlin betritt der SPD-Fraktionschef Raed Saleh nicht nur einen gefährlichen Irrweg bezüglich dieser Einstiegsdroge, er tritt auch das Mitgliedervotum der Berliner SPD mit Füßen. Aber was interessiert die SPD-Führung – ein weiteres Mal – ihr Geschwätz von gestern?!

Wir warnen die SPD und die gesamte Koalition vor diesem verheerenden Schritt: Keine Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken! ... Eine Aufweichung der bisherigen Drogenpolitik hätte fatale Auswirkungen, vor allem auf Kinder und Jugendliche.

In einem Antrag, den wir Ende Januar ins Abgeordnetenhaus eingebracht haben, fordern wir den Senat auf, sich weiterhin auf allen Ebenen gegen eine Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken einzusetzen und entschieden gegen jegliche Form der Verharmlosung, Liberalisierung und Legalisierung illegaler Drogen vorzugehen. Wir erwarten vom Regierenden Bürgermeister und SPD-Vorsitzenden Müller sowie von dessen Fraktionsvorsitzenden Saleh zudem, dass sie das Mitgliedervotum ihrer eigenen Partei nachdrücklich vertreten."


http://www.cdu-fraktion.berlin.de/lokal ... rrweg.html

Ihr könnt hier Kommentare hinterlassen, aber bitte sachlich und freundlich bleiben! Danke


Edit:

Auch interessant :

"Die CDU-Fraktion Berlin hält konsequent am Ziel eines suchtfreien Lebens fest. Wir sind gegen Verharmlosung, Liberalisierung und Legalisierung illegaler Drogen, weil der erleichterte Zugang zu Drogen erst recht zum Konsum verleitet. Forderungen nach Drogenfreigabe sind daher keine verantwortliche Alternative zur Suchthilfe. Dies hätte fatale Auswirkungen vor allem auf Kinder und Jugendliche, denn der Gruppendruck für Drogenkonsum würde erhöht und somit die Schwächsten am stärksten gefährdet. Auch die immer wieder erhobene Behauptung, dass der ausschließliche Konsum von Cannabis harmlos und medizinisch gesehen folgenlos sei, ist schlicht und ergreifend unwahr.
...
Ein Einstieg in einen staatlich regulierten Markt mit Cannabis wäre daher aus gesundheitspolitischer Sicht ein völlig falsches Signal. Erwägungen des Gesundheitsschutzes müssen Vorrang haben vor allen anderen Argumenten. Im Übrigen ist auch die Vorstellung, mit einer Legalisierung von Cannabis könne man die organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen, nicht haltbar.
...
Doch Cannabis ist und bleibt eine der Einstiegsdrogen.
...Die CDU-Fraktion Berlin hat die Initiative der CDU-Senatoren Frank Henkel und Thomas Heilmann, die strafffreie Eigenbedarfsgrenze radikal zu verringern, in der Vergangenheit unterstützt. Leider war die SPD-Fraktion Berlin jedoch nicht bereit, diesen Weg mitzugehen. Verständigen konnten wir uns auf eine Absenkung der Eigenbedarfsgrenze von 15 auf 10 Gramm. Diese Grenze gilt in Berlin seit dem Jahr 2015.
...
Weiterführende Informationen:

- Deutscher Hanfverband: Wirkung, Nebenwirkungen und Risiken von Cannabis"


http://www.cdu-fraktion.berlin.de/index ... men&idt=73
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Sabine am Fr 24. Feb 2017, 20:56

Nun sind die Nachrichten über die SPD auch nach Süddeutschland durchgedrungen ;)

"Hauptstadt der Kiffer

Suchthilfe-Experten unterstützen das geplante Modellprojekt des Berliner Senats, Cannabis in staatlichen Verkaufsstellen für Erwachsene anzubieten.

Wie es nicht funktioniert, haben die Berliner lang vorgeführt bekommen. Tausende Einsatzstunden leistete die Polizei am "Görli", dem Görlitzer Park in Kreuzberg, um Dealer zu fassen. Der damalige Innensenator Frank Henkel (CDU) wollte Härte demonstrieren. Es gab Razzien und Strafverfahren, doch der Haschisch-Markt florierte weiter. Die Dealer kehrten nach jeder Razzia zurück. Am "Görli" treffen sie auf große Nachfrage. Der Park ist weltweit bekannt als Platz, wo man leicht an Cannabis kommt. Viele Touristen und Einheimische kaufen hier ein.

"Die Polizisten haben genug davon, ständig kiffenden Touristen hinterherzulaufen", erklärte jetzt Raed Saleh, der Fraktionschef der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. Offiziell gilt die Linie des letzten Innensenators noch, aber die Polizei hat die Einsätze zurückgefahren, und der rot-rot-grüne Senat bereitet eine komplette Neuorientierung im Umgang mit Cannabis vor. Dazu gehört das Vorhaben, den Verkauf von Haschisch zu legalisieren, zunächst im Rahmen eines Modellprojekts.
...
Bei dem Modellprojekt gehe es um eine "regulierte Legalisierung für Erwachsene", sagt Thomas Isenberg, der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion. "Wir wollen in der Realität ankommen. Drogenpolitik muss die Leute abholen, wo sie stehen." Es soll in ganz Berlin mit mehreren Abgabeorten starten. Zwei Jahre Vorbereitung wird es laut Isenberg brauchen, bis der entsprechende Antrag beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte eingereicht werden kann. Bis dahin müssten Einzelheiten geklärt werden, etwa die Zahl der Verkaufsstellen, auch der einbezogenen Konsumenten."


http://www.sueddeutsche.de/politik/berl ... -1.3394350
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Sabine am Mo 27. Feb 2017, 07:30

Für unsere fbler :

"Wir können zwar verstehen, dass Rot-Rot-Grün nach dem Chaos der ersten Wochen für manche Sozialdemokraten nur noch im Rausch zu ertragen ist. Dennoch warnen wir die SPD deutlich davor, das klare Votum ihrer Mitglieder zu ignorieren und die Freigabe von Cannabis zu forcieren."

https://de-de.facebook.com/cduberlin/ph ... 75/?type=3
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Sabine am Mo 27. Feb 2017, 11:05

"Rot-Rot-Grün will Null-Toleranz-Zonen für Cannabis abschaffen

Berlins rot-rot-grüne Koalition will die Präventionsarbeit massiv ausbauen. Vereinbarungen der Vorgängerregierung sollen rückgängig gemacht werden. "


http://www.tagesspiegel.de/berlin/droge ... 44404.html

Der Text ähnelt vielen Artikeln, die bisher zu dem Thema veröffentlicht wurden.

Aber die meisten Kommentare, die mit Unwissenheit, Falschinformationen, Hörensagen und Polemik glänzen, machen mich fassungslos. Es gibt noch viel zu tun!

Beispiele :

"Das Konzept der Einstiegsdroge gründet auf Beobachtungen, dass die Reihenfolge des Erstkonsums verschiedener Drogen nicht zufällig ist, sondern Trends aufweist. Durch etablierte Techniken von Längsschnittstudien lassen sich diese Trends präzise beschreiben, und zwar durch die Angabe von Wahrscheinlichkeiten. Zu beachten ist dabei, dass eine zeitliche Abfolge mit einer kausalen Abfolge gekoppelt sein kann – aber nicht muss.
Nach der Deutung einer Stichprobe von 6.624 Personen, die vor ihrem Cannabiskonsum keine anderen illegalen Drogen konsumiert hatten, wurde die Wahrscheinlichkeit des Gebrauch weiterer illegaler Drogen zu einem späteren Zeitpunkt auf 44,7 % geschätzt."
ohne Linkverweis, wiki?

"In meiner Verwandschaft ist eine nun immerhin bereits 47jährige Frau seit Jahrzehnten von diesem Zeug abhängig. Das hat bei ihr zu diversen körperlichen Symptomen geführt, die man ihr auch ansieht.: eine abgemagerte, ausgezehrte, verhuschte alte Frau!"
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Cookie am Mo 27. Feb 2017, 14:08

Aurora hat geschrieben:"In meiner Verwandschaft ist eine nun immerhin bereits 47jährige Frau seit Jahrzehnten von diesem Zeug abhängig. Das hat bei ihr zu diversen körperlichen Symptomen geführt, die man ihr auch ansieht.: eine abgemagerte, ausgezehrte, verhuschte alte Frau!"

Also, abhängig ist schon mal so ein Wort... der- oder diejenige verwechselt wohl regelmäßigen Konsum mit Abhängigkeit. Und: ich bin älter als diese Frau, sehe aber nicht im Geringsten "verhuscht" aus (was immer das bedeuten soll), sondern relativ jung für mein Alter :). Es sind der sonstige Lebenswandel, die Gene, der Stress etc. die darüber entscheiden, nicht der Cannabis Konsum. Man kann natürlich alles treiben und übertreiben, aber so eine Aussage zeugt von der üblichen Unkenntnis.
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Sabine am Di 28. Feb 2017, 06:32

"Polizei meldet 125 Razzien
Zwei Zimmer, Küche, Haschischfarm
...
Zwei Zimmer, Küche, Hasch-Farm: Dieser Trend macht auch der Polizei viel Arbeit. Berlins Drogenfahnder nehmen etwa alle 17 Tage eine Cannabisplantage hoch. In den Jahren 2015 und 2016 waren es 125 solcher „Anbaugebiete“ – in Wohnungen, Hobby-Kellern, leeren Fabriketagen. Viele Dealer ziehen Pflanzen in den Wohnungen von gleich mehreren Bekannten oder sie verdienen Zusatz-Kohle, indem sie Kunden beim Anbau helfen.

Die Details enthüllt jetzt eine Senatsantwort an den CDU-Politiker Peter Trapp: Die Polizei nahm im vorigen Jahr 64 Plantagen hoch, im Jahr davor 61.
...
Die „Süddeutsche Zeitung“ begleitete vor einiger Zeit einen Dealer beim Einkaufen. Für insgesamt 700 Euro erwarb er Lüfter, Ventilator, Abzugsrohr, eine Natriumhochdrucklampe, Aktivkohlefilter und eine Art Gewächshäuschen in Zeltform. Gedacht war das Zeug für eine Wohnungsplantage.
...
Es ist ein dreckiges Geschäft, auch wenn viel über Cannabis-Legalisierung diskutiert wird. In Berlin leben 24 000 Viel-Kiffer. 13 Prozent der 17- bis 24-Jährigen gelten als Problemfälle. Sie dröhnen sich täglich zu. "


http://www.berliner-kurier.de/berlin/ki ... 024-seite2

http://pardok.parlament-berlin.de/starw ... -10367.pdf

Boah, im ersten Moment dachte ich, das sei gestern ein RundumSchlag in Berlin gewesen. Aber auch so schlimm genug, 91 Klein"plantagen" in zwei Jahren ...
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Sabine am Do 2. Mär 2017, 20:13

Nach so viel Verlinkerei meinerseits in den letzten Tagen, lass ich mal Sascha vom Berliner Büro zu Worte kommen :

"Wir haben bereits darüber berichtet: Der rot-rot-grüne Senat will einen neuen Modellversuch zur kontrollierten Cannabis-Abgabe starten. Hier eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung der SPD-Fraktion, bei der darüber gesprochen wurde.

[Sascha]"


https://www.facebook.com/hanfverband/po ... 6598870622

Und hier das Video :

https://www.spdfraktion-berlin.de/media ... genpolitik
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Duck am Do 2. Mär 2017, 20:48

Das hört sich ja mal ziemich vernüftig an ;)
Aber dieser Apotheker :lol: sieht man mal wie ihn seine alte Arbeit... :lol:
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Re: Sammlung Berlin/Görlitzer Park

Beitragvon Sabine am Di 7. Mär 2017, 07:50

"Berlin testet die Toleranz

Die Hauptstadt möchte in der Drogenpolitik Vorreiter sein. Wie das genau aussehen soll, ist zur Zeit aber noch völlig unklar

Es war die Berliner SPD, die im April 2015 zusammen mit dem damaligen Innensenator Frank Henkel (CDU) die sogenannten „Null-Toleranz-Zonen“ für Cannabis einführte. Ob die Einsicht, dass die Strategie nicht aufgegangen ist, zum Kurswechsel führte, lässt sich nur erahnen. Nun will der rot-rot-grüne Senat dem Problem, dass die Zahl der Cannabis-Abhängigen steigt, mit einer liberalen Drogenpolitik begegnen. „Wir haben ein Zeitfenster von fünf Jahren, um dauerhaft etwas zu verändern“, so SPD-Fraktionschef Raed Saleh.
...
In europäischen Nachbarländern gibt es das bereits, auch hierzulande sehen viele Drogenberatungsstellen darin eine Möglichkeit für einen ungefährlicheren Konsum. Es mag unbeholfen wirken, Gesetze zu ändern, weil sie ohnehin gebrochen werden, ebenso falsch ist es jedoch, auf einer erfolglosen Drogenpolitik zu beharren, die viele Menschen als kriminell stigmatisiert.

„Ich möchte, dass wir in Berlin Vorreiter sind“, so Isenberg. Wie das genau aussehen soll, ist zur Zeit aber noch völlig unklar: Das Betäubungsmittelgesetz liegt in der Kompetenz des Bundes und der hat schon oft gezeigt, wie das deutsche Föderalismusprinzip umgangen werden kann. Der Vorstoß der Berliner SPD mag in vielen Punkten progressiv sein, aber bisher klingt er wie eine Worthülse. Veränderung wirkt glaubwürdiger, wenn man ohne Kehrtwende auskommt."


https://www.freitag.de/autoren/ckammenh ... e-toleranz


Oh toll, auf der einen Seite erachtet der Autor es als falsch, Cannabis-Konsumenten als kriminell zu stigmatisieren, bezeichnet die gleichen Menschen aber im ersten Absatz als Cannabis-Abhängige. :roll:
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