Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"



Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Mo 27. Feb 2017, 17:53

"Cannabis-Club-Gründer in Haft

Kurz nach einer nichts rechtskräftigen Verurteilung fand die Polizei bei dem 58-Jährigen erneut Cannabispflanzen.

Knapp vier Wochen nach einer Verurteilung am Salzburger Landesgericht befindet sich Wilhelm Wallner, Obmann des Cannabis Social Club, in Haft. Die Polizei fand in der Wohnung des 58-Jährigen 37 Cannabispflanzen, zudem Cannabiskraut und Öl. Wallner war am 2. Februar wegen des Anbaus von 109 Cannabispflanzen nicht rechtskräftig zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Bereits vor Gericht kündigte Wallner an, mit dem Anbau von Cannabis weiter machen zu wollen."


http://www.salzburg.com/nachrichten/sal ... ft-236394/
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Mi 1. Mär 2017, 05:10

" Cannabis angebaut um Schmerzen zu lindern
Um seine Schmerzen zu lindern, züchtete ein 56-Jähriger Cannabis und erzeugte daraus Öl.

Im Mai 2015 und im Mai 2016 setzte ein Notstandshilfe-Bezieher aus dem Bezirk Eisenstadt Cannabispflanzen an und zog diese bis zur Erntereife heran. 2016 erntete er knapp fünf Kilogramm Cannabis, wie groß der Ertrag ein Jahr davor war, ließ sich nicht mehr feststellen. Nach der Ernte im Herbst 2016 zog er weitere 49 Cannabispflanzen heran, bis die Polizei die Plantage stilllegte.
...
Es sei ihm nicht wichtig, „high“ zu werden. Bei den selbst produzierten Mitteln wisse er genau, „was drin ist“. „Schicken Sie den Arzneimittelproduzenten Ihr Rezept, vielleicht stellen sie das her“, empfahl ihm Richter Wolfgang Rauter.

Der Drogenproduzent, der ausschließlich zum Eigenbedarf hergestellt hatte, wurde zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, seine Freundin zu drei Monaten auf Bewährung. „Hände weg von der Produktion!“, riet der Richter."


http://www.bvz.at/eisenstadt/bezirk-eis ... 38.530.919

Zynische, überhebliche Richter, ein Albtraum für Patienten im deutschsprachigen Raum ...
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Mi 1. Mär 2017, 10:38

"Erneuter Polizeieinsatz: Statt Schmerzfreiheit bekommt CSC-Obmann U-Haft

Der seit einem ärztlichen Kunstfehler unter permanenten Schmerzen leidende Obmann des Cannabis Social Club Salzburg (CSCS), Wilhelm Wallner, ist am Dienstag nach der bereits 9. Hausdurchsuchung, bei der die Polizei diesmal 37 Hanfpflanzen ‚erntete‘, verhaftet worden und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Nach Angaben seiner Lebensgefährtin Daniela Macek wurde Wallner die Mitnahme seiner Cannabis-Medikamente in die U-Haft verweigert. Wallner hat seit einem Berufsunfall permanente Schmerzen (9 auf einer 10er-Skala), die nur durch Cannabis gelindert werden können. Dies geht aus mehreren medizinischen Expertisen hervor, die Wallner bei seinem letzten Verfahren vorlegte.
...
Laut Macek werde Wallner damit bedroht, dass man ihn bis zum noch nicht festgelegten Gerichtstermin in Korneuburg in der U-Haft behalten werde. Bei diesem Verfahren agiert die Exekutive laut dem Rechtberater des Hanf-Instituts, Gottfried Hudl, mit illegalen Methoden. Rund 40 Polizeiinspektionen in Österreich sind seit Monaten damit beschäftigt, die 170 Mitglieder des CSCS zwischen 50 und 92 Jahren fälschlicherweise als Zeugen zu laden, in der Hoffnung, dem prominenten Vorkämpfer für medizinisches Cannabis doch noch strafrechtlich etwas anhängen zu können.

Den dem Hanf-Institut vorliegenden Dokumenten zufolge legte sich die Polzei regelrecht auf die Lauer um Wallner mit den 30 Kilomter weiter westlich (in Deutschland) bereits legalen Cannabis-Blüten zu erwischen. Der Durchsuchungsbefehl galt für für einen fast 2 Monate langen Zeitraum.

Lange musste die Polizei nicht warten. Der aus den Medien bekannte Cannabis-Aktivist muss nämlich Cannabis und Cannabis-Produkte gegen Schmerzen einnehmen, bei denen erwiesenermassen weder Morphium noch die mit den Nebenwirkungen „schwerste körperliche Abhängigkeit“ und „eventueller Tod“ behafteten synthetischen Opiate helfen. An synthetischen Opiaten sterben mittlerweile weltweit mehr Menschen als an allen illegalisierten Drogen zusammen.
...
Inzwischen geht aber die Jagd, insbesondere gegen Cannabis-Aktivisten, weiter. Wallners Lebengefährtin stand erst kürzlich wegen eines Joints, den die Polizei am Hanfwandertag 2016 in Ihrer Handtasche fand, vor Gericht. Dieser Prozess um 0,9 Gramm Tabak-Cannabis-Mischung wurde zur Ladung weiterer Zeugen vertagt und wird somit den österreichischen Steuerzahler noch einiges kosten. Das Hanf-Institut schätzt die Gesamtkosten eines solchen Verfahrens mit zumindest 15.000 Euro ein."


http://blog.hanfinstitut.at/2017/02/27/ ... nn-u-haft/

Und ich dachte, Folter wäre in Europa verboten. :evil:
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Cookie am Mi 1. Mär 2017, 11:14

Aurora hat geschrieben:Und ich dachte, Folter wäre in Europa verboten. :evil:

Das dachte ich auch! Unfassbar, mit welcher behördlichen Arroganz und Borniertheit in unserem Nachbarland Patienten gejagt werden, weil sie lieber "illegal leben anstatt legal sterben" wollen. Na ja, zugegeben, bis jetzt war es hierzulande nicht wirklich anders. Aber die Zeiten ändern sich, und auch Österreich wird dies noch verstehen lernen. Bleibt zu hoffen, dass genügend Druck ausgeübt wird, um die U-Haft schleunigst zu beenden! Wie kann man da helfen? Sich solidarisch zu erklären hilft ihm vermutlich nicht allzu viel. Nein, es müsste EU-weit zu Protesten und Presseberichten kommen, damit gewisse Leute endlich aufwachen und sich für das Verhalten der Polizei und Justiz in Austria öffentlich entschuldigen!
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Fr 3. Mär 2017, 07:50

Video :

"Thomas Knull ist an Leukämie, HIV und Hepatitis C erkrankt und hat die ganzen Pharma-Irrsinn hinter sich. Gerade jetzt ein heißes Thema, weil der behandelnde Arzt von Frau Oberhauser davon im TV sprach, wie fortgeschritten und toll die Behandlungen von Krebs in Österreich funktionieren.
Da sind wir wohl unterschiedlicher Meinung, wie auch dieser Patient von sich selbst berichten kann, was wirklich mit Patienten passiert.
Das Interview wurde bei der Buchpräsentation von Dr. Kurt Blaas zur Cannabismedizin CAM - Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin aufgenommen."


https://www.facebook.com/visual.act.fil ... cation=ufi
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Fr 3. Mär 2017, 14:09

"Forderung der Grünen
Ende der Chefarztpflicht für Cannabis-Arzneien Die Grünen fordern den Entfall der Chefarztpflicht für Medikamente auf Cannabis-Basis. Gesundheitssprecherin Eva Mückstein wünscht sich eine Regelung wie in Deutschland, wo der Bundestag heuer ein entsprechendes Gesetz beschlossen hat.
...
Arzneimittel auf Cannabis-Basis sollten weiterhin rezeptpflichtig bleiben und von Ärzten mit einer speziellen Ausbildung verschrieben werden müssen. Die Chefarztpflicht sollte aber fallen.

Derzeit werden derartige Medikamente nur von etwa 40 bis 50 Ärzten in ganz Österreich verschrieben. Von den Chefärzten genehmigt werden nur rund 30 Prozent der Anträge, erläuterten Mückstein und Pinsger. Für die Patienten bedeutet eine Nichtgenehmigung Kosten von rund 200 Euro pro Monat. Die Grüne Gesundheitssprecherin wünscht sich, dass diese Arzneimittel für alle leistbar sein sollten.
...
Pinsger betonte, dass diese Arzneimittel nicht süchtig machen. Allerdings ist damit alleine kein Erfolg zu erzielen. Es funktioniere nur begleitend zu einer Verhaltensänderung, oder etwa auch einer Physiotherapie.
...
Pinsger schilderte den Fall eines Patienten, der 20 Jahre lang unter starken Kopfschmerzen litt. Am Ende schluckte er monatlich 540 Tabletten und verlor aufgrund seiner Probleme seine Familie, ehe ihm mit Cannabis-Medikamenten geholfen werden konnte. Der Schmerzmediziner schätzte, dass es in Österreich rund 50.000 bis 70.000 ähnlich gelagerte Fälle gibt."


http://www.noen.at/in-ausland/forderung ... 9.008.572#
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Mo 6. Mär 2017, 15:45

"Anwalt will „sofortige Enthaftung“

Essl war Freitagvormittag auf Haftbesuch bei seinem Mandanten und sagte danach zum ORF: „Er befindet sich mit dem heutigen Tag den fünften Tag im Hungerstreik. Mein Mandant ist körperlich sehr verfallen. Ich war heute entsetzt, als ich ihn gesehen habe. Ich werde sofort seine Enthaftung beantragen. Mein Mandant kann in der Justizanstalt Salzburg nicht entsprechend medizinisch behandelt werden. Das ist ein Punkt, der dazu führt, dass die Untersuchungshaft aufzuheben ist.“ Der 58-Jährige leidet seit einem Arbeitsunfall unter starken chronischen Schmerzen.

Bei Gericht war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. "


http://salzburg.orf.at/news/stories/2828895/


"Ein 58-Jähriger, der seit Jahren für die Freigabe von Cannabis für medizinische Zwecke kämpft, ist laut seinem Anwalt aus Protest gegen seine Haft seit fünf Tagen im Hungerstreik. Die Justizanstalt Salzburg stellt die Lage anders dar. "

http://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-h ... k/13996793


"Cannabis Social Club Salzburg Mars Pav wir müssen jetzt mal Ruhe geben sagte der Anwalt sobald er draußen ist meldet er sich bei dir .... I bin volle bei dir aber wenn ma Do jetzt hin maschierren is nid gut für ihn dann dreht die Justiz durch und sie lassen ihn gar nicht raus ;( ... Wenn wir im Gedanken bei ihn sind hilft ihm das mehr ♡"

https://de-de.facebook.com/cscsalzburg/ ... 2154317325
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Duck am Mo 6. Mär 2017, 17:04

Meine vresse 58 und krank und so ein aufwasch wegen cannabis :oops:

Aber despoten können sich hier und da alles erlauben. :shock:
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Do 23. Mär 2017, 07:53

"Der Joint auf Rezept

Während Deutschland den Umgang mit Cannabis als Arzneimittel liberalisiert, wird in Österreich der Gebrauch von Hanf-Medizin strenger gehandhabt. Noch sind die Daten nämlich nicht berauschend.
...
Das Problem sind die derzeitigen Untersuchungen, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht berauschend sind. „Bei Multipler Sklerose weiß man bereits, dass es gut­e Effekt­e gibt. Die Schmerzmedizin braucht aber noch gute, saubere und Placebo-kontrollierte Studien“, sagt Schlager. Man empfehle daher Cannabis-Medikamente erst, wenn alle anderen Schmerzmedikamente ausgeschöpft sind. Am ehesten wird die Hanf-Medizin in der Palliativmedizin eingesetzt. Bezahlt werden die Medikamente von der Kasse nur bei einer Ultima-Ratio-Therapie, also wenn sonst keine andere Chance mehr besteht.

Im Endeffekt ist eine Liberalisierung des Umgangs mit den Drogen auch eine ethisch-politische Geschichte. Abseits der medizinischen Anwendung wird auch immer wieder über die Legalisierung der Freigabe von Cannabis in Form von Haschisch und Marihuan­a für den Freizeitgebrauch diskutiert.

Gras“ soll legal erhältlich sein wie Alkohol? Explodieren dann Konsum und Kriminalität oder ist das Gegenteil der Fall? Auch auf solche Fragen fehlen noch klare Antworten. „Wenn mich jemand nach meiner Meinung fragt, sage ich: Solange wir keine harten Daten aus Ländern haben, in denen Cannabis legal ist, müssen wir mit einer Legalisierung abwarten“, betont Wolfgang Fleischhacker, Direktor der Psychiatrie an der Klinik Innsbruck.
...
Denn was man sicher weiß: Cannabis ist ein Suchtmittel. Ein längerer Konsum hat Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns, das Risiko, eine Schizophrenie oder eine Depression zu entwickeln, steigt. „Das größte Risiko haben Jugendliche“, betont der Arzt. Das Argument, es gebe bei einer Legalisierung keinen Schwarzmarkt, stimme so auch nicht, sagt Fleischhacker. Die Drogen werden dort dann einfach billiger als im Cannabis-Shop „vertickt“. Im Moment heißt es also abwarten. „Ich glaube, in fünf Jahren werden wir mehr wissen“, meint Fleischhacker."


http://mobileapps.tt.com/lebensart/gesu ... rezept.csp

Mist, den Östereichern kann man beim Thema "Suchtmittel" nicht mit dem deutschen Bundesverfassungsgerichtsurteil kommen. Aber vielleicht sollte Seehofer seine Studie mal ausleihen. ;)
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Do 30. Mär 2017, 17:35

"Solidaritätsaktion für Willi Wallner: Postkarten für österreichischen Cannabis-Pionier in U-Haft

Der seit 28. Februar in Untersuchungshaft sitzende Medical Cannabis Pionier Wilhelm Wallner wird den jüngsten Informationen zufolge noch einige Wochen dafür schmoren müssen, dass er kranken Menschen mit Cannabis-Heilmitteln helfen wollte.

Der bisher unbescholtene Schmerzpatient und Gründer des Cannabis Social Club Salzburg (CSCS) sitzt jetzt schon ein Monat in der Justizanstalt Urstein-Nord, wo er keinen Zugang zu dem in sechs medizinischen Gutachten als bestes Heilmittel angeführte natürliche Cannabis hat und erstmals seit Jahren wieder Morphium gegen seine unvorstellbaren chronischen Schmerzen bekam.

Um Wilhelm Wallner spüren zu lassen, dass alle, die die jüngsten traurigen Entwicklungen in seinem Bemühen, Kranken mit Hanf zu helfen, ihn nicht vergessen haben, ruft das Hanf-Institut zu einer Postkarten-Aktion auf.

Bitte schreiben Sie und all Ihre HanffreundInne Willi ein paar aufmunternde Zeilen auf eine Ansichtskarte, damit er auch hinter den grauen Mauern, die umgeben, sehen kann, wo überall seine Unterstützer in hoffentlich der ganzen Welt sitzen.

Die Adresse:
Justizanstalt Salzburg
Wilhelm Wallner 23.02.1959
Urstein-Nord 73
A-5412 Hallein

Je mehr Karten Willi während seiner unerträglichen Haft bekommt, desto sichtbarer ist es auch für die Justiz, dass Cannabis in der Gesellschaft längst als natürliches Heilmittel angekommen ist, für den niemand mehr eingesperrt werden darf. Bitte keine Texte, die irgendwie mit seinem Fall zu tun haben könnten. Die Postkarten werden von der Justiz gelesen. Der Will soll was zum Lachen oder Schmunzeln haben.

Wir bedanken uns für Ihr Engagement!"


http://blog.hanfinstitut.at/2017/03/30/ ... in-u-haft/
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Martin Mainz am Do 30. Mär 2017, 19:11

Super Aktion! Brief schreiben geht bestimmt auch.
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Fr 31. Mär 2017, 04:29

Ist das nicht Körperverletzung durch den Staat, wenn man Substanzen erhält, die einem nicht helfen, sondern sogar schaden ?

Mir fällt da sogar das Wort "Folter" ein, aber das ist wohl etwas hoch gegriffen und wird von den dafür Verantwortlichen wahrscheinlich mit vollster Empörung zurück gewiesen.
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Do 13. Apr 2017, 18:05

"Warum Cannabis-Patienten in die Kriminalität getrieben werden

Immer mehr Patienten nutzen Cannabis als Medizin. Doch nicht immer zahlt die Krankenkasse - daher boomt der Selbstanbau.
...
3. Wie ist die rechtliche Situation in Österreich?

In Österreich dürfen synthetische Cannabis-Präparate und seit 2016 auch gereinigtes, natürliches THC verschrieben werden. Dazu werden die beiden Hauptwirkstoffe THC und CBD aus der Pflanze extrahiert und als Medikamente verkauft. Der Anbau von medizinischem Cannabis ist in Österreich nur der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) gestattet. Diese bringt Cannabis-Pflanzen zum Blühen und übergibt diese dann an eine Pharmafirma zur Weiterproduktion. Da Cannabis als Suchtmittel gilt, sind Erwerb, Anbau und Besitz illegal. Patienten, die Cannabis für medizinische Zwecke anbauen, machen sich strafbar.

4. Wer kann Cannabis-Präparate verschreiben?

„Jeder Arzt kann das“, sagt Cannabisarzt Kurt Blaas – über ein Suchtmittelrezept. Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt, braucht es eine Chefarzt-Bewilligung. Laut Blaas bekommen etwa 40 Prozent der Patienten die Kosten erstattet, der Rest muss die Medikamente selbst bezahlen – es entstehen Kosten von mehreren hundert Euro pro Monat. Das führt zu einem gefährlichen Trend: Immer mehr Patienten bauen die Pflanzen selbst an.
...
6. Woran kann die Finanzierung über die Krankenkassen scheitern?

Damit Krankenkassen für ein Medikament bezahlen, muss die Wirkung bewiesen sein – für Cannabis gibt es trotz guter Erfahrungen nur für wenige Anwendungsbereiche wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit belegen. Es brauche laut Blaas mehr Forschung – oder eine gesetzliche Grundlage wie in Deutschland."


http://www.kleinezeitung.at/lebensart/g ... t/5171398/
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Do 13. Apr 2017, 18:16

"Hanfshop will Lehrling aufnehmen - Arbeiterkammer kämpft dagegen

Leobener Hanfshop-Betreiber will Lehrling ausbilden und stellt sich mit Wunsch nach Cannabis-Freigabe auch gegen seine eigene Partei, die FPÖ. Arbeiterkammer stimmt diesem Ausbildungsort nicht zu. Das Verfahrenläuft noch.

Das einzig Schädliche an Cannabis ist, dass es strafbar ist“, sagt Bernhard Pirker, Betreiber eines Hanfshops in Leoben und beteuert gleichzeitig: „Ich habe aber selbst noch nie konsumiert.“ Jetzt möchte er in seinem Geschäft, in dem Hanfpflanzen, Samen, Literatur zur Aufzucht und Utensilien wie Wasserpfeifen anbietet, einen Lehrling zum Einzelhandelskaufmann ausbilden. Motivation: „In unserer Region gibt es wenige Ausbildungsplätze.“
...
Eine deutlich weniger entspannte Sicht hat da die Arbeiterkammer, die Parteistellung in dem Verfahren hat, ob ein Betrieb einen Lehrling ausbilden darf. „Wir haben nach der Begehung eine negative Stellungnahme abgegeben“, bestätig Ursula Strohmayer, Leiterin der AK-Bildungsabteilung. Aus dem steirischen Jugendgesetz, das auch auf die körperliche, seelische und sittliche Entwicklung abziele, lasse sich ableiten, dass der Aufenthalt in einem Hanfshop gefährdend sein kann. „Außerdem sieht der Oberste Gerichtshof, zumindest noch, Hanfshops als mögliche Beitragstäter an. Sollte es zu einer Schließung kommen, kann der Jugendliche seine Lehre dort nicht beenden, auch das spricht gegen eine Genehmigung.“"


http://www.kleinezeitung.at/steiermark/ ... er-kaempft
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Do 13. Apr 2017, 18:29

Willi Wallner soll u.a. der Kurpfuscherei angeklagt werden :

Habe mir mal für Euch den Kopf verrenkt ;)

"...
Fünf verschiedene Vergehen werden Wallner vorgeworfen. Neben dem Besitz und der Weitergabe geh tes dabei auch um den Vorwurf der Kurpfuscherei. Der 58-jährige habe durch die Erstellung von Diagnosen und durch Beratung eine Tätigkeit ausgeübt, die Ärzten vorbehalten sei. Eine entsprechende Ausbildung habe er nicht.
...
In dem Strafantrag wurde das Ansuchen gestellt, 48 Zeugen zur Hauptverhandlung zu laden."


https://de-de.facebook.com/cscsalzburg/ ... 79/?type=3

http://www.salzburg.com/nachrichten/zei ... in-242403/

https://de.wikipedia.org/wiki/Kurpfuscher
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Fr 14. Apr 2017, 15:13

""Lieber bekifft ficken, als besoffen fahren!"

Nachdem Kanada die Legalisierung von Cannabis plant, erneuert die Sozialistische Jugend ihre Forderung zur Freigabe – mit provokantem Slogan."


http://www.heute.at/politik/news/story/55637398

:mrgreen:
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Fr 21. Apr 2017, 16:03

"Wien: Ansturm auf Cannabis-Geschäft

Polizeieinsatz vor Cannabis-Geschäft in Wien: Im Geschäft Magu in Wien Neubau werden jetzt ganz legal Cannabis-Pflanzen verkauft, weil der THC-Wert unter 0,3 Prozent liegt. Das heißt: Einen Rauschzustand kann man damit nicht bekommen, aber als Medizin ist die Pflanze heiß begehrt. Das Geschäft mit den Cannabis-Pflanzen läuft so gut, dass sich dort am Donnerstag eine riesen Menschenschlange bildet, die den Gehsteig blockiert. Und auch nur deshalb ist die Polizei angerückt – nicht wegen der Cannabispflanzen."


http://www.kronehit.at/news/ansturm-auf ... geschaeft/
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Di 25. Apr 2017, 15:46

"Psychiatrie-Kongress: Keine Cannabis-Freigabe über die medizinische Anwendung hinaus
Paradigmenwechsel in der Therapie von Suchterkrankungen: Attraktive Ziele statt reinem Verzicht

"Fakt ist, dass Cannabis eine eindeutig suchterzeugende Substanz ist. Ich kann mich nur wundern, wenn selbst manche Mediziner das immer wieder zu negieren versuchen. Deshalb bin ich derzeit strikt gegen eine Freigabe über die medizinische Anwendung hinaus", sagt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Fleischhacker (Medizinische Universität Innsbruck) bei einer Pressekonferenz zur Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (27. bis 29. April in Gmunden). Bedingt durch die kürzlich in Deutschland erfolgte Legalisierung von Cannabisprodukten für medizinische Zwecke wird dieses Thema auf der ÖGPP-Tagung diskutiert.
...
"Der Vorteil dieser Medikamente ist, dass sie nur bekannte Inhaltsstoffe enthalten, während in der Pflanze weit über 100 weitere stecken, über deren Wirkung und Nebenwirkung wir kaum Bescheid wissen", so Prof. Fleischhacker. "Es ist schon allein aus diesem Grund fraglich, ob wir den vielzitierten 'Joint auf Rezept' wirklich brauchen. Umso mehr, als bislang selbst die Wirkung der pharmazeutischen Präparate nur unzureichend untersucht und nachgewiesen wurde. Es scheint es so zu sein, dass es tatsächlich Patientengruppen gibt, wo eine Verschreibung gerechtfertigt erscheint."
...
"Mit der Legalisierung von Hanfprodukten würden wir letztlich die Büchse der Pandora öffnen", ist Prof. Fleischhacker überzeugt."


https://www.pressetext.com/news/20170425039
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon overturn am Di 25. Apr 2017, 16:36

Fakt ist, dass Cannabis eine eindeutig suchterzeugende Substanz ist. Ich kann mich nur wundern, wenn selbst manche Mediziner das immer wieder zu negieren versuchen.


Sehr wundersam, einige der Gründe kennt man nämlich selbst:

Welche Gefahr von einem Suchtmittel ausgeht, hängt nicht nur von seinen Inhaltsstoffen sondern ebenso davon ab, wie verfügbar es ist, auf welche Persönlichkeit es trifft und unter welchen gesellschaftlichen Grundbedingungen es konsumiert wird.


Ein pharmako-logisches und sog. "Suchtpotential" ist demzufolge kein wissenschaftliches Konzept.

Eher ganz im Gegenteil.

Beste Grüße!
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Österreich"

Beitragvon Sabine am Do 27. Apr 2017, 10:12

Etwas neues von Willi Wallner, hört sich leider nicht gut an :

" Seit gestern sitzt er die 9 Woche in U Haft.

Willi hat sehr starke Schmerzen und sehr sehr grosse Angst weil er seine Medizin nicht hat und seine Knochen Entzündung immer schlimmer wird das sie ihn den Fuss abnehmen müssen ;( !!!!..."


https://www.facebook.com/cscsalzburg/po ... 4368497770


Und ein Video vom ORF :

"Bürgeranwalt setzt sich für Cannabis als Medizin ein - ORF-Bericht vom 22. April 2017

Bürgeranwalt Günter Kräuter setzt sichfür Cannabis als Medizin ein, Mediziner sieht Eigenanbau für Patienten als schlechteste Lösung.
100% der Cannabis-Patienten mit Vergleichsmöglichkeit wollen aber die ganze Pflanze mit all ihren Cannabinoiden."


https://www.youtube.com/watch?v=6zkvPFX ... e=youtu.be

Scheint so, als ob in Österreich nur Fertigarzneimittel als Cannabis-Medizin zugelassen werden sollen. Die bösen, bösen Blüten erschrecken alte Menschen zu sehr. Außerdem wäre nur so eine 100%ige Reinheit und damit Sicherheit vorhanden.
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