Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Sammlung "Cannabis in der Medizin"



Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Mi 19. Aug 2015, 07:20

"Cannabis beruhigt Demenzkranke kaum
Niedrige Dosierungen des Cannabis-Wirkstoffs THC eignen sich offenbar kaum, um Verhaltensauffälligkeiten von Demenzkranken zu lindern. Das hat eine niederländische Studie ergeben."


http://www.aerztezeitung.de/news/articl ... -kaum.html

Was meinen die Israelis dazu ?
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Sa 22. Aug 2015, 07:56

"Medizinalhanf Wundermittel E-Cannabis?
Hanf hilft bei verschiedensten Krankheiten. Wegen seiner berauschenden Wirkung ist er aber verboten. Nun gibt es legale Liquids für E-Zigaretten – ohne THC, dafür mit Cannabidiol.
...
Viele versuchen, auf den neuen Cannabiszug aufzuspringen. Denn CBD hat gegenüber THC viele Vorteile: Es ist ­legal und kaum reglementiert. Und es gilt nicht als Medikament, sondern 
als Nahrungsergänzungsmittel. Ein ­idealer Stoff also, um ihn in allerlei Formen und zu teilweise horrenden Preisen als lieben Bruder des bösen THC anzubieten. "


http://www.beobachter.ch/leben-gesundhe ... -cannabis/

Hier findet ihr noch weitere interessante Artikel auf dieser Schweizer Seite

http://www.beobachter.ch/leben-gesundhe ... s-dossier/
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Mo 31. Aug 2015, 13:13

"Marihuana-Pillen ab sofort in Europa erhältlich
Das australische Unternehmen MMJ PhytoTech Limited ist schon länger als Anbieter medizinischen Marihuanas bekannt. Nun bietet es die Wirkstoffe der Hanfpflanze erstmals auch in Pillenform an. Vorerst ist das Medikament aber nur in Europa erhältlich.
Die Medikamente werden ab August 2015 über Satipharn, eine schweizerische Tochtergesellschaft des Unternehmens, vertrieben. Der Preis für eine Menge von 10 Milligramm liegt derzeit bei 89 Euro. In Deutschland sind die Pillen als Diätergänzungsmittel registriert. Der hauptsächliche Wirkungsbestandteil Cannabidiol wird von einer speziellen Art medizinisch gezüchteten Marihuanas gewonnen. Der rauschauslösende Wirkstoff THC ist in dieser Pflanzenform nicht enthalten. Weiterhin sind die Pflanzen frei von Herbiziden und Pestiziden. Jede Pille soll bis zum Ursprung ihrer Herstellung zurückverfolgt werden können."


http://www.business-on.de/pharma-marihu ... 49628.html
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Di 1. Sep 2015, 10:15

"Warum manche Eltern ihren Kindern Cannabis geben
Neue Hoffnung durch Epidiolex
Hoffnung macht auch ein Medikament aus dem Vereinigten Königreich: Epidiolex. Es handelt sich um pures, in Öl gelöstes CBD, entwickelt von GW Pharmaceuticals.

Die Firma hat bereits ein Cannabismedikament auf den Markt gebracht: Sativex, das auch in Deutschland zur Behandlung von MS zugelassen ist. Es besteht zu 50 Prozent aus CBD, zu 50 Prozent aus THC.
Letzte Prüfphase vor der Zulassung

Epidiolex ist noch nicht erhältlich, die klinische Studie befindet sich momentan in Phase drei.
"


http://www.focus.de/gesundheit/gesundle ... 06655.html

"„Ich kann verstehen, dass Cannabis der einzige Ausweg ist“
Auch Ray Mirzabegian aus Kalifornien ist begeistert vom Cannabis
...
Sorgen um mögliche Nebenwirkungen macht er sich nicht: „Seit Emily fünf Monate alt ist hat sie extrem gefährliche Psychopharmaka genommen deren Nebenwirkungen wir noch heute spüren. Ich wünsche mir, die Menschheit würde sich um die Nebeneffekte von Medikamenten so sehr sorgen, wie um die von Cannabis.“
"


http://www.focus.de/gesundheit/gesundle ... 06594.html
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Do 3. Sep 2015, 13:59

" Cannabis könnte bei Transplantationen helfen

Cannabis ist nicht nur eine Freizeitdroge, es hat auch medizinisches Potenzial. Dass es Schmerzen lindert, ist nur eine davon. Jetzt haben Wissenschaftler entdeckt, dass THC, der aktive Inhaltsstoff von Marihuana, sogar bei Transplantationen helfen könnte."


http://www.aponet.de/aktuelles/kurioses ... elfen.html
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Mi 9. Sep 2015, 11:15

"Deutscher Apothekertag 2015
Apothekerschaft soll sich zu Cannabis positionieren

Berlin - Die Apothekerschaft soll sich zum medizinischen Einsatz von Cannabis klar positionieren. Das fordert ein zum Deutschen Apothekertag 2015 (DAT) von der Landesapothekerkammer Hessen eingebrachter Antrag. Es müsse „mit pharmazeutischem Sachverstand Stellung bei der Diskussion um den therapeutischen Einsatz von Cannabis-Produkten“ genommen werden, heißt es darin. Auch der geschäftsführende ABDA-Vorstand hat zum Thema Cannabis einen Antrag eingebracht. Die Standesführung hatte sich in der öffentlichen, medial intensiv begleiteten Diskussion spät geäußert. "


http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... 16668.html
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Do 10. Sep 2015, 17:09

"Marihuanakonsumenten könnten zu 45% weniger an dieser Krebsart erkranken
...
Dieser Kampf kann treffend als Tauziehen beschrieben werden. Befürworter von Marihuana können das sprichwörtliche Seil ein bisschen in ihre Richtung ziehen, nachdem eine Studie aus dem Jahre 2013 veröffentlicht wurde. Darin finden sich Hinweise, dass der Konsum von Marihuana die Häufigkeit eines bestimmten Blasenkrebs bei Männern verringert.
Marihuana könnte das Krebsrisiko von Männern um 45% senken

Die Studie verwendete Daten aus den Jahren 2002-2003 und umfasste 82.500 männliche Probanden, die aus unterschiedlichen demografischen Schichten kommen. Darin wurde untersucht, wie der Einfluss von gerauchtem Tabak und Marihuana auf die Blasen der Probanden ist."


https://www.fool.de/2015/09/10/marihuan ... _excerpt=1
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Mo 14. Sep 2015, 15:21

"Das größte Problem bei der Anwendung von Cannabis als Arzneimittel liegt meiner Meinung nach ganz woanders: Die Selbsttherapie mit medizinischem Cannabis kostet zwischen 100 und 200 Euro pro Monat – und die Patienten, für die es nachgewiesenermaßen keine andere Therapiemöglichkeit gibt, müssen diese Kosten aus eigener Tasche zahlen. "

http://www.helmholtz.de/gesundheit/wie- ... eken-4273/

Wie bitte, wie kommt denn die Dame auf diesen Betrag ? :o

Wenn das so wäre, würden viele nicht illegalerweise selbstanbauen bzw. sich auf dem Schwarzmarkt versorgen.
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Sa 19. Sep 2015, 11:12

Franjo Grotenhermen hat in Zusammenarbeit mit Karin Gebhardt und Markus Berger einen neuen Ratgeber herausgebracht.

"Cannabidiol CBD / Ein cannabishaltiges Compendium"

Im Nachtschattenverlag kann man es wohl schon kaufen, bei amazon erst ab 2.10.

http://www.nachtschatten.ch/products/product_1501.html

Ab wann ist es im DHV-Shop erhältlich ?
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Florian Rister am Mo 21. Sep 2015, 13:02

Aurora hat geschrieben:Franjo Grotenhermen hat in Zusammenarbeit mit Karin Gebhardt und Markus Berger einen neuen Ratgeber herausgebracht.

"Cannabidiol CBD / Ein cannabishaltiges Compendium"

Im Nachtschattenverlag kann man es wohl schon kaufen, bei amazon erst ab 2.10.

http://www.nachtschatten.ch/products/product_1501.html

Ab wann ist es im DHV-Shop erhältlich ?


Ich glaube nicht, das wir es in unseren Shop aufnehmen. Kathrin hat nie diesbezüglich gefragt und ich persönlich denke wir haben im Moment auch genug verschiedene Bücher hier.
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Sa 24. Okt 2015, 08:53

"Körpereigenes "Cannabis" beeinflusst Bauchspeicheldrüse
Endocannabinoide, cannabis-ähnliche Substanzen, die vom Körper selbst produziert werden, können einen Effekt auf die Entwicklung der Bauchspeicheldrüse von Babys haben.
...
Dem Team rund um Tibor Harkany vom Zentrum für Hirnforschung an der MedUni sei in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Polen, den USA, Italien und Schweden der Nachweis gelungen, dass Endocannabinoide die Entwicklung der Bauchspeicheldrüse von ungeborenen Babys direkt beeinflussen können, teilte die Medizinische Universität am Freitag in einer Aussendung mit. Die Studie zeige auch die Bedeutung einer Diät während der Schwangerschaft ab dem Zeitpunkt, an dem die Bauchspeicheldrüse gebildet wird."


http://www.salzburg.com/nachrichten/ges ... se-170800/
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Unbegreiflich am Do 29. Okt 2015, 17:30

Da »BfArM« schlägt mal wieder zu.
»Bionorica« bleibt wie so oft, nur der Weg zum Gericht.
Geht dabei wohl um "Marinol".

Bionorica: Arzneiprüfer stoppen Medizinhanf - Wirtschaftswoche
http://www.wiwo.de/technologie/forschun ... 14348.html

Editiert: geht um Kachexol. Ähnlich wie Marinol.
Zuletzt geändert von Unbegreiflich am Sa 31. Okt 2015, 14:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Fr 30. Okt 2015, 17:53

Hier mehr zu "Bionorica"

" Die Vergleichsstudie, die Pharmahersteller Bionorica zwecks Zulassung seines Hanf-Arzneimittels vorgelegt hat, reicht dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nicht aus. Weitere Daten zur Zulassung seien notwendig. Der bayerische Phytopharmaka-Hersteller hat Klage eingereicht.
...
Firmenchef Popp hatte Kachexol zuvor bereits als neuen Umsatzbringer für sein Unternehmen eingeplant, schreibt die WirtschaftsWoche. „Kachexol soll in Deutschland so erfolgreich werden wie unser Hauptprodukt Sinupret“, hatte Popp im Frühjahr in einem WiWo-Interview gesagt. Laut Branchenschätzungen erzielt Bionorica mit Sinupret in Deutschland einen zweistelligen Millionenumsatz pro Jahr. 2014 erlöste Bionorica insgesamt 230 Millionen Euro. "


http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... 17045.html
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Unbegreiflich am Sa 31. Okt 2015, 14:09

Bionorica und das »BfArM« treffen sich wohl vor Gericht wieder.

Bionorica klagt gegen BfArM - Apotheke-ADHOC
http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichte ... gen-bfarm/
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Mo 2. Nov 2015, 12:45

"Sprunghafter Anstieg bei Medizinal-Cannabis
Die holländischen Apotheken werden in diesem Jahr wohl rund 24.600 Cannabis-Portionen abgeben. Dies wäre eine Steigerung um 45 Prozent gegenüber 2014, berichtet die niederländische Stiftung für pharmazeutische Statistik.
Seit dem Jahr 2012 hat sich die Zahl der Nutzer von Medizinal-Cannabis in den Niederlanden von 2000 auf 4000 verdoppelt. Entsprechend mehr Cannabis wird mittlerweile in den dortigen Apotheken abgegeben, meldet die niederländische Stiftung für pharmazeutische Statistik (SFK). 2015 werden es voraussichtlich 24.600 Cannabis-Portionen sein – 45 Prozent mehr als im Vorjahr. "


http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... 17054.html

Heh, warum hat das noch keine dt. Versicherung aufgegriffen, ich bekomme seit Monaten per Post xx Angebote für Zahnzusatzversicherungen :lol:

"Die Basiskrankenversicherung zahlt die Produkte zwar nicht, aber es gibt Erstattungsregelungen über Zusatzversicherungen."
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Fr 6. Nov 2015, 15:02

"Cannabis-Tropfen auf Kassen-Kosten?

Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen prüft, ob Cannabis-Tropfen zur Schmerztherapie in Einzelfällen von der Kasse bezahlt werden müssen.
Nach einem Eilbeschluss ist dies dann der Fall, wenn die Auswirkungen der Schmerzen dem Verlust wichtiger Körperfunktionen wertungsgemäß gleichstehen.
...
Der Schmerzpatient könne sich aber eventuell auf die gesetzliche Ausnahmeklausel für tödliche und besonders schwere Krankheiten berufen. Das Bundessozialgericht in Kassel hatte den Verlust wichtiger Körperfunktionen hier einbezogen.

Im konkreten Fall will das LSG in Celle nun prüfen, ob die starken Schmerzen des Klägers Auswirkungen haben, die dem Verlust wichtiger Körperfunktionen "wertungsmäßig gleichzustellen" sind. "


http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... osten.html
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon bushdoctor am Sa 7. Nov 2015, 18:40

Ein 32-Jähriger leidet an einer seltenen Krankheit und darf Cannabis aus der Apotheke als Schmerzmittel einnehmen. Doch weil er es zu Hause züchtete, steht er nun vor Gericht.

Marihuana aus eigenem Anbau gegen unerträgliche Schmerzen

Anwalt Ingo Hoffmann sieht im Fall seines Mandanten einen „entschuldigenden Notstand“: „Hätte er das Gras nicht selbst angebaut, wäre er nahe dran gewesen, nicht mehr leben zu können.“ Die Krankheit HNPP wurde bei dem Pfaffenhofer vor sieben Jahren diagnostiziert und schreitet seither fort.
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Di 17. Nov 2015, 10:41

"Der als „Glücksfall für die Universität Frankfurt“ bezeichnete Prof. Theodor Dingermann vom dortigen Institut für Pharmazeutische Biologie wiederum sprach über Cannabis als „Herausforderung für die Pharmazie“. Nach seinen Worten hat das Verwaltungsgericht Köln im Juli 2014 drei chronisch kranken Patienten erlaubt, Cannabis in der für sie notwendigen Menge selbst anzubauen und zu verarbeiten. Seither habe sich „eine kontrovers geführte Diskussion“ entwickelt. Gesellschaftspolitisch werde über die Legalisierung der Droge gestritten. Aus pharmazeutischer Sicht sei die Diskussion bisher „leider erschreckend flach“ geblieben. Dabei müssten die Pharmazeutische Biologie und Analytik einen Diskurs über wichtige Probleme führen. So gelte es sicherzustellen, „dass der Patient die richtige Cannabis-Sorte verwendet und darüber Bescheid weiß, dass sich die Gehalte an Inhaltsstoffen massiv unterscheiden können“. Dass das Drogenmaterial neben der oralen Anwendung geraucht oder über einen Vaporizer inhaliert werden kann, erinnert Dingermann stark an die Zeiten der Asthmazigaretten. „Aus heutiger Sicht erscheint diese Form der Therapie obskur“. „Je nach Lust und Laune mal ein stärkerer oder flacherer Zug an der Tüte‘“ – so lasse sich kein bestimmter Wirkspiegel erreichen. Die Studienlage zur therapeutischen Verwendung von Cannabis sei für viele Indikationen nicht ausreichend, betonte der vielfach ausgezeichnete Experte. Bei der therapeutischen Verwendung von Cannabis sei von jeder einzelnen Apothekerin und jedem einzelnen Apotheker „höchster pharmazeutischer Standard“ zu fordern."

http://www.giessener-anzeiger.de/lokale ... 384772.htm
" ... Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe." Zitat v. Frau Mortler https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ntscheidet
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Sabine am Fr 20. Nov 2015, 06:10

"Könnt ihr euch gesund kiffen? Was wir über die medizinische Wirkung von Cannabis wissen
...
Was wissen wir also wirklich?

Eine umfassende Analyse des aktuellen Forschungsstandes sagt: verdammt wenig. Ein internationales Team um Penny F. Whiting von der University of Bristol hat Jahrzehnte von Forschung nach Studien durchforstet, die sich mit der medizinischen Wirkung von Cannabis auseinandersetzen.

Dabei filterten sie 79 Studien heraus, die den methodischen Mindestanforderungen entsprechen, und zusammen fast 6.500 Teilnehmer untersucht haben. Das Ergebnis über alle Studien hinweg: Für einige medizinische Anwendungen, wie die Behandlung von chronischen Schmerzen oder Spastiken durch Multiple Sklerose, gibt es halbwegs gute Wirksamkeitsbelege – für die allermeisten aber nicht."


http://www.businessinsider.de/medizinis ... g-cannabis
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitragvon Doc_A am Fr 20. Nov 2015, 12:06

Eine Forschung, die nicht forscht, erforscht nichts. - Die Forschung zur medizinischen Anwendung von Cannabis wurde/wird massiv behindert, indem es immer noch sehr aufwendig ist, Genehmigungen zum klinischen Umgang mit Cannabis zu bekommen. Außerdem ist es sehr schwer, die benötigten Geldmittel für diese Forschung "zusammenzukratzen". Das Resultat ist, daß es sehr wenige "echte", den wissenschaftlichen Standards entsprechende, Studien zum Thema gibt. Es wird nun versucht, diese zu finden und zusammenzustellen.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde Cannabis trotzdem (meist illegal) als Medikament verwendet. Aus diesen Einzel-Anekdoten, ergeben sich starke(!!!) Hinweise, daß ein medizinisches Potential vorhanden ist.

https://www.youtube.com/watch?v=Z3IMfIQ_K6U
https://www.youtube.com/watch?v=KWaW17ECsGg
https://www.youtube.com/watch?v=QnVHxOPEbqc

Links zu den CNN-Dokus von Dr. Sanjay Gupta (Wikipedia)

https://www.youtube.com/watch?v=Mv_qZnotnZY

Israel: Cannabis im Altersheim und in der Kinderkrebsklinik

Man könnte dazu Unmengen von Material zusammentragen.

Als Konsequenz der öffentlichen Verbreitung dieser Informationen räumen inzwischen sogar US-amerikanische Behörden ein, daß Cannabis als Heilmittel gegen Krebs wirksam ist. (NIDA und National Cancer Institute)

Wenn ich Artikel wie den zuvor geposteten lese, befallen mich ambivalente Gefühle. Einerseits ist es gut, daß (hoffentlich) begonnen wird, seriös an der Sache zu forschen. Andererseits habe ich oft gelesen, daß die anekdotischen Beschreibungen der medizinischen Wirkungen beiseite geschoben werden und aus den nichtvorhandenen "wissenschaftlichen" Studien geschlossen wird, daß nur eine geringe medizinische Wirkung vorhanden ist.

Man sollte dabei nicht vergessen, daß während diese Diskussion geführt wird, kranke Menschen weiter leiden, wenn nur geredet und nicht gehandelt wird.

Noch ein Hinweis: Man möge die Nebenwirkungen von Cannabis mit denen von "konventionellen" Medikamenten vergleichen, wenn Krankheiten medikamentös behandelt werden. Der "Knaller" ist die Warnung vor einer möglichen Cannabis-Abhängigkeit bei Schmerzpatienten, während mit Opiaten (Opioiden) um sich geworfen wird.
:shock:
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