Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Sammlung Patienten vor Gericht

Sammlung Patienten vor Gericht



Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Do 3. Sep 2015, 11:02

"Notarzt entdeckt Drogenplantage

Eine Cannabis-Aufzuchtanlage in der eigenen Wohnung hat jetzt einen 33-jährigen Asbecker die Anklagebank des Schöffengerichts in Ahaus gebracht. Die kleine Plantage war nur durch Zufall gefunden worden - weil ein Notarzt den Mann behandeln musste.
Im April hatte die Feuerwehr den 33-Jährigen bewusstlos in seiner Wohnung gefunden. Ein Notarzt musste ihn reanimieren.
...
Den Konsum und den Anbau von Cannabis gab der Beschuldigte zu. Er habe durch den Anbau seinen eigenen Bedarf decken wollen.
...
Der Angeklagte leidet nach eigenen Angaben wegen eines doppelten Bandscheibenvorfalls an chronischen Rückenschmerzen und muss deshalb starke Schmerzmittel einnehmen. "Die klatschen einen völlig weg", erklärte er vor Gericht.
...
Der Staatsanwalt ging in seinem Plädoyer von einem minderschweren Fall aus und hielt dem Angeklagten zugute, dass er nicht vorbestraft ist.
Er forderte eine achtmonatige Freiheitsstrafe zur Bewährung. Dem schloss sich das Gericht mit seinem Urteil an. Der Angeklagte muss zudem 100 Sozialstunden ableisten, fünf Gespräche mit der Drogenberatung führen und die Kosten des Verfahrens tragen."


http://www.muensterlandzeitung.de/staed ... 73,2808419

Wie wärs anstatt mit 5 Gesprächen bei der Drogenberatung 5 Beratungstermine bei einem kompetenten Arzt, der mit einem eine Ausnahmegenehmigung beantragt ?!
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Doc_A am Do 3. Sep 2015, 11:41

Freiheitsstrafe für einen minderschweren Fall? Drogenberatung wegen Einnahme eines illegalen Medikaments?

Komische Logik. -



Was mich interessieren würde: Warum wurde der Mann bewußtlos und ein Fall für den Notarzt?

Aus dem Artikel:

"... und muss deshalb starke Schmerzmittel einnehmen. "Die klatschen einen völlig weg", erklärte er vor Gericht."

Wurde der Notfall durch die Einnahme der legalen Medikamente verursacht?
:shock:
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Fr 4. Sep 2015, 10:55

"Cannabis sollte Schmerzen lindern
In Essen stellte sich ein Wetteraner der Polizei und erklärte, dass er eine Cannabisplantage in seiner Wohnung habe. Jetzt wurde er vom Gericht verurteilt.
Zwei Polizeibeamte der Essener Streife staunten im Juli letzten Jahres nicht schlecht, als ein Mann mittleren Alters an sie herantrat und gestand: „Ich habe in meiner Wohnung in Wetter eine Cannabisplantage!“ Den verdutzten Beamten erklärte der 54-Jährige, dass er die Droge als Mittel gegen seine unerträglichen Rückenschmerzen einsetzte, aber damit aufhören wolle. Gestern hat das Amtsgericht Hagen den Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt."


http://www.derwesten.de/staedte/nachric ... 55228.html
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Di 8. Sep 2015, 06:49

"Krimineller Familienbetrieb
Eine Frau aus dem nördlichen Landkreis soll große Mengen Marihuana in ihrer Wohnung angebaut haben. Ihr Sohn soll es dann zusammen mit einem Freund verkauft haben - jetzt stehen alle Beteiligten vor Gericht
...
Zu Prozessbeginn am Montag verlas der Verteidiger der Angeklagten eine Erklärung, wonach diese das Marihuana ausschließlich zum Eigenkonsum angebaut habe. Dies begründete der Anwalt mit einem vorherigen Hirntumor seiner Mandantin. Aufgrund dieser Erkrankung habe sie an starken Kopfschmerzen, Appetit- und Schlaflosigkeit gelitten. Nach dem andere Therapien, unter anderem mit Cortison, nicht geholfen hätten, habe die Angeklagte ein ärztliches Rezept für medizinisches Marihuana beantragt. Da sie keines bekam, habe sie mit dem Eigenanbau begonnen. "Mit durchschlagendem Erfolg", so die Angeklagte, "ich konnte wieder schlafen." Ihre Söhne hätten zu den Drogen keinen Zugang gehabt. "Mit den Drogengeschäften meiner Mitangeklagten habe ich nichts zu tun", so die vom Verteidiger verlesene Erklärung der Frau."


http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebe ... -1.2638389
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Beitragvon Sabine am Do 10. Sep 2015, 05:45

"Ende 2010 sei sie dann an einem Burnout erkrankt und in eine Depression gerutscht. In jener Zeit sei auch ihre Oma, bei der sie aufgewachsen war, gestorben, was die Depression noch verstärkt habe. Drei Monate lang sei sie deshalb in der Klinik gewesen, habe Antidepressiva bekommen, "aber die haben nicht gereicht." Nur um sich zu beruhigen habe sie mit dem Kiffen angefangen, aber bereits als die Polizei im vorvergangenen Frühjahr ihre Wohnung stürmte, habe sie damit eigentlich schon fast aufgehört gehabt. "Weil es mich meiner geistigen Fähigkeiten beraubt hat", außerdem sei eine gute Freundin kurz zuvor an Lungenkrebs gestorben. Inzwischen mache sie eine Ausbildung zu Medien-Fachwirtin. Drogen nehme sie nur noch legale: die vom Arzt verschriebenen Antidepressiva."

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebe ... -1.2640936
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am So 13. Sep 2015, 17:38

"Ein 59-jähriger Lehrer aus Tongeren musste sich am Freitag vor Gericht verantworten, weil er zwischen Januar und August vergangenen Jahres eine Cannabis-Plantage in seiner Wohnung betrieb.
Der Mann erklärte, mit der Plantage seinen Eigenbedarf gedeckt zu haben. So will er am Tag etwa zehn Joints geraucht haben, mit dem Ziel, seine quälenden Rückenschmerzen zu lindern.
...
Der Anwalt des Lehrers hebte hervor, dass sein Mandant nun "clean" sei und forderte eine Bewährungsstrafe. Das Urteil wird am 9. Oktober gesprochen. "


http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.as ... f1e7ebf9a6
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Sa 24. Okt 2015, 08:04

"Wollte Epilepsie lindern
Cannabis angepflanzt: Bewährung für Georgsmarienhütter
Diese seien ausschließlich für den Eigenkonsum vorgesehen gewesen. Anfang 2013 habe er einen schweren epileptischen Anfall im Auto gehabt, „danach ist alles für mich zusammengebrochen“, erklärte der 27-Jährige. Er habe an Depressionen gelitten, doch die verschriebenen Antidepressiva hätten alles nur noch schlimmer gemacht. In der Folge habe er bis zu zehn Gramm Marihuana pro Tag geraucht und schließlich selbst Cannabis angebaut, um Geld zu sparen. Nach der Wohnungsdurchsuchung habe er eine stationäre Therapie absolviert und befinde sich nun in ambulanter Nachsorge.
...
„Das ist das einzige, was mir halbwegs hilft“, erklärte er in Bezug auf seine Epilepsie-Erkrankung.
...
Bei einer erneuten Verurteilung würde es aber wohl nicht bei einer Bewährungsstrafe bleiben, ermahnte der Richter den Beschuldigten: „Sie sollten ihre Probleme nicht auf illegale Weise lösen.“"


http://www.noz.de/lokales/georgsmarienh ... rienhutter
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Ganjadream am So 25. Okt 2015, 17:48

Hi

habe es hier schon mal gepostet aber hier noch mal:

Ausnahmegenehmigung noch nach Polizeieinsatz beantragen kann helfen!
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Di 27. Okt 2015, 10:55

"Drogenplantage in Wohnung
Weil die Ehefrau davon ausging, dass es ihr nach dem Konsum von Marihuana gesundheitlich besser geht, baute sie die Pflanzen zu Hause an. Zusammen mit ihrem Mann wurde sie jetzt vom Schöffengericht zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.
...
Die Angeklagte litt unter einer rezidiven Depression, deren medikamentöse Behandlung ihren eigenen Angaben zufolge nicht anschlug. "Ich sehe ein, dass es ein Fehler war, die Pflanzen anzubauen, aber damals habe ich einfach gemerkt, dass mir Marihuana gut tut und ich wieder essen sowie schlafen konnte", räumte sie ein. Zuvor hatte sie dem Schöffengericht unter Tränen die Ursachen der Erkrankung dargelegt.
...
Dass es sich um keine geringe Menge handelte, war zudem ausschlaggebend dafür , dass eine Verurteilung zu einer Geldstrafe nicht mehr in Frage kam, sagte die Richterin. ... "Das Urteil soll spürbar sein", so die Vorsitzende dazu."


http://m.schwarzwaelder-bote.de/inhalt. ... 90df2.html
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Fr 6. Nov 2015, 14:00

"Schwerkranker vor Gericht - Cannabis zu therapeutischen Zwecken angebaut

Er ist schwer krank, leidet an einem seltenen Gendefekt und unter starken Schmerzen: Am Freitag hat vor dem Schöffengericht Neu-Ulm der Prozess gegen Andreas Butzmann aus dem Pfaffenhofener Ortsteil Beuren begonnen. Der 32-Jährige muss sich vor Gericht verantworten, weil er Cannabis angebaut hat – ausschließlich zu therapeutischen Zwecken, wie der Angeklagte betont.
...
Er leidet an hereditärer Neuropathie, kurz HNPP. Einem seltenen Gendefekt, der zur Schädigung der Nervenbahnen und Lähmung von Armen und Beinen sowie Empfindungsstörungen führt. Und starke Schmerzen verursacht."


http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu ... 33,3519996
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Sa 7. Nov 2015, 08:01

Der gleiche Fall mit weiteren Infos :

"Marihuana aus eigenem Anbau gegen unerträgliche Schmerzen

32-jähriger Pfaffenhofer leidet an seltener Krankheit und darf Cannabis aus der Apotheke als Schmerzmittel einnehmen. Doch weil er es zu Hause züchtete, steht er nun vor Gericht.
...
Kiffen wurde dem Pfaffenhofer im Frühjahr 2014 erlaubt, weil weder Morphium noch andere Schmerzmittel bei ihm angeschlagen haben – im Gegenteil: „Mein Magen war kaputt, ich habe regelmäßige Zusammenbrüche gehabt, das war wie eine Überdosis-Erscheinung“, sagt der Angeklagte vor Gericht. Eine Ärztin hatte ihm dann den Kauf von Cannabis als Schmerzmittel erlaubt. In der Apotheke bekommt der Pfaffenhofer das Rauschmittel in kleinen Dosen. Weil die Krankenkassen das nicht bezahlen, muss der Pfaffenhofer monatlich tief in die Tasche greifen: 110 Gramm für 28 Tage bedeuten 1600 Euro. Zusammen mit Mietschulden hat sich der Pfaffenhofer seither ein Haushaltsloch von 30000 Euro geschaufelt.
...
Er habe sich das nötige Material und ein Infobuch dazu besorgt und züchtete qualitativ so gutes Marihuana und Haschisch, dass sogar Richter Thomas Mayer bei der Verhandlung staunen muss.
...
Mayer möchte nun einen Experten am Bundeswehrkrankenhaus um eine Einschätzung bitten und diesen daher als Zeugen laden. Daher wird die Verhandlung am Dienstagvormittag, 24. November, fortgesetzt. Dann wird auch die Ärztin des Angeklagten aussagen.l"


http://www.augsburger-allgemeine.de/neu ... 05842.html
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Fr 4. Dez 2015, 14:05

Hier gehts zwar nicht direkt um einen Patienten, sondern um einen Angeklagten, der Cannabis anbaute, um seinem Bruder zu helfen :

"Er wollte nur todkrankem Bruder helfen

Tragischer Fall vor Kelheims Schöffengericht: „Drogenbesitz in nicht unerheblicher Menge“ diente Bruder zur Tumor-Therapie.
...
Der 38-Jährige hatte für seinen todkranken Bruder, der inzwischen an seiner schweren Erkrankung gestorben ist, Cannabis angebaut und dieses destilliert, um daraus ein THC-Wirkstoff-Extrakt zu erhalten. Aber nicht um sich selbst oder diesen zu berauschen, sondern als Therapie gegen den Hirntumor des Bruders.
...
Denn nach mehreren Operationen hatten die behandelnden Ärzte erklärt, dass keine Bestrahlung, keine Chemo oder sonstige Behandlung mehr infrage komme. Als sich sein Bruder quasi auf eigene Faust mit dem THC versorgte, habe sich aber zum ersten Mal eine Besserung eingestellt. Die Lebensqualität stieg. Die Familie schöpfte neue Hoffnung.
...
Richter Vanino wollte von dem Mann wissen, ob er denn versucht habe, eine legale Genehmigung zu bekommen. Ja, das habe er, aber der Arzt habe sich nicht darauf eingelassen. Aus Angst vor möglicher Strafverfolgung.
...
Staatsanwalt wie auch das dreiköpfige Schöffengericht konnten am Ende das Motiv des Mannes verstehen und nachvollziehen. Und dennoch sei der Drogenbesitz strafbar.
...
Stand zu Beginn der Verhandlung grundsätzlich ein Strafmaß von über einem Jahr Freiheitsstrafe im Raum, waren sich die beteiligten Juristen einig, dass hier ein minderschwerer Fall vorliege.
Auch wenn der Angeklagte alles unumwunden eingeräumt hatte, am Straftatbestand, war laut Richter Vanino nicht zu rütteln. Der Mann erhielt sechs Monate auf Bewährung. ... Alternativ wäre eine Geldstrafe von etwa 6000 Euro infrage gekommen, so Vanino in der Urteilsbegründung. Doch weil der Angeklagte erklärt hatte, dass er monatlich einen Berg Schulden abträgt, sei die Entscheidung für die Bewährungsstrafe gefallen. Bei der Geldauflage schloss sich das Gericht dem Staatsanwalt an. Der Angeklagte muss 800 Euro an eine Nachbarschaftshilfe zahlen. Sein Urteil nahm der 38-Jährige unmittelbar an."


http://www.mittelbayerische.de/region/k ... 15002.html
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Do 10. Dez 2015, 06:32

"53-Jähriger pflanzt heimlich Cannabis an - 600 Euro Strafe
...
Der Mann hatte keine Genehmigung dafür und stand jetzt vor dem Kadi im Amtsgericht. Er war sich seiner Schuld bewusst und gab alles zu. "Ich weiß, es war dumm von mir. Vermutlich werden Sie es kaum glauben, Frau Richterin, warum ich das getan habe."

"Vom Prinzip her" habe er Cannabis angebaut, um seiner behinderten Mutter zu helfen. Er sei ihr einziges Kind und habe sie ganz alleine gepflegt. Sie sei nunmehr im Alter von 94 Jahren gestorben und sei über ein Jahr sehr dement gewesen. Sie habe auch unter Schmerzen gelitten. Und deswegen, um ihr das bisschen Leben, das sie noch vor sich hatte, eventuell zu erleichtern, habe er Cannabis-Körnchen auf den Boden geworfen. Er hatte sie zufällig in einem alten Schrank gefunden. "Die Körner waren jahrzehntealt", sagte er. Sie stammten noch "von ganz früher". Er habe sie damals geschenkt bekommen - von wem, wisse er nicht mehr. Sie seien auch schon welk gewesen. Er habe auch gar nicht damit gerechnet, dass die Saat aufginge. Als dann doch die Pflänzchen sprossen, wollte er damit seiner Mutter Erleichterung verschaffen: "Ich wollte das nicht selbst konsumieren." Er habe nichts Kriminelles tun wollen. Es sei ein schlimmes Theater um die Vormundschaft seiner Mutter gewesen, das sie sehr aufgeregt hatte. Er wollte sie damit auch beruhigen."


http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wer ... -1.5620077
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Sa 19. Dez 2015, 19:20

"Mildes Urteil für Gras-Opi Er wollte 23 Kilo Marihuana nach Hamburg schmuggeln
Jozef A. (70) ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Anfang September geriet der gelernte Metzger in eine Zollkontrolle auf dem Autobahnrastplatz Stillhorn-Ost (Wilhelmsburg). In seinem Kofferraum: 23 Kilo Marihuana, verteilt auf sechs bis zum Rand vollgestopfte Ikea-Taschen.
...
Sein Motiv? Verzweiflung. Jozef A. berichtet vor Gericht von seinem bösartigen Blasenkrebs und dem Tod seiner Ehefrau, die ihren Kampf gegen den Krebs bereits nach drei Monaten verloren hatte. "


http://www.mopo.de/hamburg/polizei/mild ... n-23240394
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Mo 18. Jan 2016, 06:31

"Ein Münchner (40) hat bei Leutstetten Hanf-Felder gepflegt. Zur Ernte kam die Polizei. Für den Mann gab es eine Bewährungsstrafe.

Die Sache wurde mit Hilfe eines Rechtsgesprächs relativ geräuschlos verhandelt: Ein Münchner (40) war im Sommer 2014 mit zwei ausgedehnten Hanf-Plantagen aufgeflogen, die er zwischen Leutstetten und Oberdill in freier Natur angelegt hatte. Der Drogenanbauer, der Eigenbedarf reklamierte, kam mit einer Bewährtungsstrafe davon. Die „Ernte“ hatte nicht er selbst, sondern die Polizei vorgenommen und im einen Fall 288 Gramm, im anderen 161 Gramm Pflanzen-Material sichergestellt; in der folgenden Durchsuchung eines nahe den Feldern aufgeschlagenen Zelts hatte man bei dem Selbstanbauer nochmals 6,6 Gramm aufbewahrtes Marihuana mit einem Wirkstoffgehalt von 14,5 Prozent THC entdeckt.
...warum er das Hanf für die Marihuana-Produktion in so umfangreichem Ausmaß selber angebaut hatte – nämlich zum Eigenbedarf und nicht zum Weiterverkauf mit Gewinnerzielungsabsicht: „Ich hatte 2011 einen schweren Verkehrsunfall und dabei ein Frontzahn-Trauma erlitten.“ Um die Schmerzen zu lindern, habe man ihm das Marihuana sogar ärztlich verschrieben, so der Münchner: „Ich habe meine Eigenbehandlung dann auf diese Weise fortsetzen wollen, denn es half mir wirklich.“ "


http://www.merkur.de/lokales/starnberg/ ... 41143.html

Das Urteil betrug 12 Monate auf Bewährung, dazu 80 Stunden sozialer Dienst und 3 unangemeldete Drogentests.


Wie lange dauert denn so ein Trauma ? Wie fällt denn dann so ein Drogentest bzw. dessen Beurteilung aus, wenn man noch Cannabis auf Rezept einnimmt ? Das Gericht kann einem doch nicht verbieten, ein legal verschriebenes Schmerzmittel einzunehmen.

Auch schön, wenn mal wieder von einer "Plantage" die Rede ist, dabei wird der geneigte Leser hier in Unwissenheit gelassen, um wie viele Pflanzen es sich denn genau gehandelt hat.
Ca. 450 Gramm sind wieviele Pflanzen ? 4-6 ? Wesentlich mehr dürften es wohl doch nicht sein. Und da von einer Plantage zu schreiben ... Manche Journalisten lernens einfach nicht oder wollen es auch nicht, hört sich doch gleich viel gruseliger und krimineller an : PLANTAGE !
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Mo 18. Jan 2016, 13:12

Jetzt hängen sich Erkrankte schon gegenseitig hin :evil:
Oder geschah dies bei dem einen auf massiven Druck der Polizei ?
Schade auch, das der Angeklagte nicht etwas mehr zu Cannabis als Medikament gesagt hat. Der wird doch nicht wirklich, ausser die Schmerzen sind unterdessen wirklich massiv abgeklungen, lieber Diclo und Ibu einnehmen wollen ?!

Lese in letzter Zeit öfters von Krankheiten als Begründung vor Gericht. Jetzt hoffe ich mal, das dies nicht bei manchen eine Masche ist, sie würden echten Patienten damit nämlich einen Bärendienst erweisen.


"Ein Jahr und drei Monate auf Bewährung lautete das Urteil des Amtsgerichts Bad Iburg gegen einen Georgsmarienhütter, der mehrfach Marihuana an einen Bekannten abgab. Der 29-Jährige war ursprünglich wegen des Handels mit Betäubungsmitteln angeklagt, den ihm das Gericht jedoch nicht nachweisen konnte.
...
Der Georgsmarienhütter erklärte, im Jahr 2013 viel Marihuana konsumiert zu haben, da er unter einem Bandscheibenvorfall gelitten habe und lange krank geschrieben gewesen sei. Er habe vielleicht zwei- oder dreimal etwas an seinen Bekannten weitergegeben, aber nie mehr als 30 oder 40 Gramm.
...
Mittlerweile würde er jedoch kein Marihuana mehr konsumieren.
...
Belastet hatte den Angeklagten der Bekannte. Der 27-Jährige war im Oktober vom Amtsgericht Bad Iburg zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden , da er Cannabis angebaut und gekauft hatte, um damit seine Epilepsie zu behandeln."


http://www.noz.de/lokales/georgsmarienh ... r-gmhutter
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Do 4. Feb 2016, 08:06

"Neu-Ulm
Piratenpolitiker wegen Drogen vor Gericht

Der stellvertretende Vorsitzende der Neu-Ulmer Piraten wurde wegen Drogenbesitzes verurteilt. Er hat in seiner Wohnung Cannabis angebaut.
...
Jedenfalls fand die Polizei bei einer Razzia im vergangenen Sommer in dessen Privatwohnung 22 Gramm des Wirkstoffs von Cannabis, „THC“, das der Kommunalpolitiker verbotenerweise besaß.

Außerdem stellten die Beamten neben Kräutermischungen und Badesalzen selbst angebaute Cannabis-Pflanzen sicher. Das beschlagnahmte THC überstieg die gesetzlich festgelegte Menge deutlich, und zwar um das Dreifache“, wie der Neu-Ulmer Amtsrichter Thomas Mayer sagte, der am Mittwoch dem Politiker den Prozess machte.
Direkt zum Auftakt der Verhandlung am Mittwochvormittag räumte der 43-jährige Angeklagte die Vorwürfe ein. Er betonte jedoch, dass er die Drogen lediglich gegen seine starken Muskelkrämpfe konsumiert habe. Ein Sturz von der Leiter beim Aufhängen seiner Wahlplakate und ein späterer Autounfall seien der Grund für seine Schmerzen. Sein Arzt habe ihm schließlich von der schmerzlindernden Wirkung von Cannabis erzählt, weshalb er sich zehn Gramm davon im „Darknet“ bestellt habe. „Ich habe die verschriebenen Schmerzmittel nicht vertragen. Aber das THC hat meine Beschwerden schnell verschwinden lassen“, erklärte der Angeklagte.
...
hr Mann hingegen wurde zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten und zwei Wochen Haft verurteilt. Zusätzlich muss er 3000 Euro an die Suchtberatung des diakonischen Hilfswerks Neu-Ulm bezahlen. Sein Urteil begründete der Richter damit, dass der 43-Jährige Ersttäter ist und der Drogenkonsum zur Schmerzlinderung vorgesehen war. Trotzdem müsse er die Bewährungsstrafe aufgrund der erheblichen Drogenmenge aussprechen."


http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_u ... 44,3664419
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Di 23. Feb 2016, 18:29

"Legales Cannabis zu teuer: 32-Jähriger vor Gericht

Legal und doch nicht legal: Ein Cannabis-Patient aus Hannover muss sich seit Dienstag vor dem Amtsgericht Hannover verantworten. Der Mann konnte die monatlichen 2300 Euro für legales Cannabis aus einer speziellen Apotheke in Berlin nicht aufbringen. Er entschied sich für die günstigere und illegale Alternative von der Straße."


Leider mal wieder nur lesbar gegen Abo :evil:

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stad ... or-Gericht
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Mo 4. Apr 2016, 06:53

"Erik B. ist wegen illegalen Drogenbesitzes verurteilt worden. Sein Verteidiger legt Revision ein. Das Cannabis habe sein Mandat gegen die Schmerzen gehabt.

Erik B. leidet an einer schweren Hautkrankheit: Acne inversa. Sie führt zu ständig schmerzenden Abszessen, die herausoperiert werden müssen – was weitere starke Schmerzen nach sich zieht. Als der Leidensdruck immer größer wurde und die Schulmedizin nicht helfen konnte, fing der Steinheimer an, Marihuana anzubauen und zu konsumieren. Das Cannabis – das er nach eigenen Angaben ausschließlich für den Eigenbedarf anbaute – linderte endlich sein Leid. Die Abszesse wurden weniger. Doch nachdem einer Nachbarin, einer Polizistin, der Geruch im Haus aufgefallen war, durchsuchten Drogenfahnder im März 2014 die Wohnung von Erik B., dem auch eine Lungenkrankheit zu schaffen macht.

Weil sie neben einer Cannabisplantage mit rund 50 Pflanzen und etwa 1,4 Kilogramm Marihuana auch Druckluft- und Schreckschusspistolen fanden, warf die Staatsanwaltschaft dem Mitvierziger zunächst bewaffneten Drogenhandel vor. Da es dafür keine Hinweise gab, ließ sie den Vorwurf fallen. Die fünfte große Strafkammer des Landgerichts Hanau verurteilte Erik B. im Januar dennoch zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung, wegen illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln.
...
Im Laufe des Verfahrens in Hanau habe sich gezeigt, dass der Angeklagte das Cannabis aus medizinischen Gründen brauche, sagt der Vorsitzende Richter Andreas Weiß. Das bestätigte ein Gutachter. Ein Freispruch war nach Ansicht des Gerichts trotzdem nicht möglich, weil B. nicht versucht hat, bei den zuständigen Behörden eine Erlaubnis für den Besitz beziehungsweise den Anbau zu bekommen. Wenn B. sich den legalen Kauf in der Apotheke nicht hätte leisten können, hätte er eine Übernahme der Kosten beantragen können, so Weiß. Eine Zustimmung dafür sei zwar nicht die Regel, aber möglich."


http://www.fr-online.de/hanau-und-main- ... 35138.html

Der letzte Absatz bzw. die Worte des Gutachters sind doch reiner Hohn. Die Patienten, bei denen die Kosten übernommen werden, kann man doch an einer Hand abzählen.
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Mi 6. Apr 2016, 12:16

"Mitkiffen bringt 49-jährigen Hilpoltsteiner ins Gefängnis

Wegen des Anbaus von Marihuana und der Produktion von Cannabis im eigenen Haus und in einem Gewächshaus haben sich drei Mitglieder einer Hilpoltsteiner Familie am Dienstag vor dem Schwabacher Amtsgericht verantworten müssen. Der Vater muss für zwei Jahre ins Gefängnis, der Sohn bekam 14 Monate auf Bewährung, während das Verfahren gegen die Mutter gegen eine Geldauflage eingestellt wurde.

Als Hauptmotiv gaben Eltern und Sohn dessen Neurodermitis an. „Mir geht es damit wesentlich besser, Salben helfen nicht“, so der 22-jährige Ingo S. Der Vater hatte auf Nachfrage des Gerichts erklärt, dass er natürlich mitgekifft habe. Ab 1992 war er in größeren Abständen mehrmals wegen Rauschgift-Vergehen zu Bewährungsstrafen verurteilt worden."


http://www.donaukurier.de/lokales/kurzm ... 57,3202239
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