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Sammlung Patienten vor Gericht



Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Di 30. Mai 2017, 04:23

"Cannabis-Züchter widerspricht Polizei

In einem Hochhaus in Hochdahl bestellte eine Gruppe junger Leute Pizza. Der Bote wurde erst nicht bezahlt und dann mit einem Baseball-Schläger verprügelt. In der Wohnung fand die Polizei mehr als 30 Marihuanapflanzen.
...
Auf einer Internet-Seite, die sich unter anderem mit der Aufzucht und Pflege von Haschisch-Pflanzen beschäftigt, hat der 21-jährige unter großer Aufmachung eine so genannte "Gegendarstellung" veröffentlicht.

Es sei nicht richtig, so der Wohnungsinhaber im "Highway-Magazin", dass die Pizza nicht bezahlt wurde. Er behauptet, eine per Internet aufgegebene Bestellung wurde an eine falsche Adresse geliefert. Die Pizzen seien dort auch entgegengenommen und bezahlt worden. Weil nun der 21-Jährige die Pizza dort abholen musste, habe man sich beim Pizza-Dienst beschwert. Als Entschädigung sollten angeblich kostenlos zwei Jumbo Pizzen und eine Cola gebracht werden. Der Bote wollte aber offenbar trotzdem Geld für diese Jumbo-Pizzen. Die Inhaber der Wohnung telefonierten wieder mit dem Pizza-Dienst. Offenbar gab es Unstimmigkeiten, worauf die Freundin des Wohnungsinhabers ohne zu bezahlen die Türe schloss. "Daraufhin hat der Lieferant sofort heftigst aggressiv vor die Wohnungstür getreten und im Hausflur rumgeschrien, beleidigt und gedroht", berichtet der Inhaber der Wohnung.
...
Was dem jungen Mann aber offenbar ganz wichtig ist: Er behauptet in der Gegendarstellung, er sei "im Besitz einer Ausnahmegenehmigung der Bundesopiumstelle", die es ihm erlaube, Cannabisblüten zu erwerben, weil er sie "medizinisch benötige". Er sei Patient und habe den Anbau bereits 2013 beantragt, aber zweimal eine Ablehnung bekommen. Um dagegen zu klagen, fehlten ihm allerdings die finanziellen Mittel. Die Betreiber der Seite "Highway-Magazin" sehen diese "Gegendarstellung" als durchaus realistische Variante des Tathergangs an."


http://www.rp-online.de/nrw/staedte/erk ... -1.6851223
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Sa 5. Aug 2017, 10:33

Respekt für die klare Ansage vor Gericht!

"Landgericht verhängt Bewährungsstrafe
Osnabrücker verordnete sich selbst Marihuana-Therapie

Zu mild war das Urteil des Amtsgerichts Osnabrück gegen einen 35-Jährigen Marihuana-Konsumenten ausgefallen – so sah es jedenfalls die Staatsanwaltschaft. Sie ging in Berufung und hatte nun Erfolg: Das Landgericht korrigierte die Strafe leicht nach oben.
...
Die Strafe fiel verhältnismäßig milde aus, weil das Amtsgericht von einem minderschweren Fall ausging. Denn der 35-jährige leidet an starken Rückenproblemen – genau genommen an einem „schweren Wirbelsäulenschmerzsyndrom mit rezidivierenden Bandscheibenvorfällen und degenerativen Veränderungen“, um es medizinisch zu formulieren. Seinen erlernten Beruf als Informatiker musste er bereits vor sechs Jahren aufgeben, weil langes Sitzen am Schreibtisch aufgrund seines Leidens nicht mehr möglich ist. Momentan seien die Beschwerden so stark, dass er kaum liegen könne, sagte der Angeklagte aus.

Nachdem mehrere Ärzte ablehnten, ihn zu operieren, habe er sich dazu entschieden, eine Schmerztherapie mit Marihuana durchzuführen – „eigenständig und bewusst illegal“, wie es vor dem Amtsgericht hieß.
...
Das Gericht zog sich für eine knappe Viertelstunde zurück und kam schließlich mit einem leicht korrigierten Urteil zurück in den Saal: Statt fünf Monate beträgt die Freiheitsstrafe nun sechs Monate und eine Woche. Wenn der Verurteilte nicht ins Gefängnis möchte, darf er sich zwei Jahre lang nichts zuschulden kommen lassen. Momentan bemüht er sich nach eigenen Angaben um eine legale Cannabistherapie unter ärztlicher Aufsicht."


https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/a ... a-therapie

Hat der Richter ihm auch einen Tip gegeben, was er machen sollte, wenn sich kein Arzt findet und wenn doch, dann Lieferschwierigkeiten ... Richter haben doch gerade bei Cannabis immer so tolle "letzt Worte". :roll:
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Do 7. Sep 2017, 05:06

"Marihuana Für Schmerztherapie

45-jähriger Delmenhorster muss wegen Eigenanbaus in Haft

Der Mann sagte aus, unter starken Rückenschmerzen zu leiden. Die Drogen sollten diese lindern. „Gesetz ist Gesetz“, sagte die Richterin und verurteilte den 45-Jährigen zu vier Jahren Gefängnis.

Zwei Jahre und drei Monate Gefängnis lautete das Urteil des Delmenhorster Amtsgerichts für einen 45 Jahre alten Mann aus Delmenhorst, der Marihuana angebaut hatte.
...
„Ich habe mir nur geholfen, verdammt noch mal“, rechtfertigte sich der Angeklagte. „Gesetz ist Gesetz“, konterte die Vorsitzende Richterin. "*
...
Der Angeklagte ist erheblich einschlägig vorbestraft. Wegen bewaffneten Handeltreibens mit Drogen wurde er bereits zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Da spielten die Schmerzen noch keine Rolle. Als er die Drogen anbaute, stand er unter Bewährung. 750 Gramm Marihuana hatte er ernten können, ausreichend für eine längere Schmerztherapie.

Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe und stellte für den Angeklagten den Antrag, in Zukunft seine Schmerzmittel selbst anbauen zu dürfen. Doch davon wollte die Oldenburger Berufungskammer nichts wissen.

Fest steht, dass Cannabis Schmerzen lindern kann. Es wird in der Medizin aber nur zögerlich eingesetzt. Das hat der Angeklagte zumindest geschafft. Seit Juni bekommt er seine Drogen auf Rezept. Eine Abmilderung des Delmenhorster Urteils kam wegen der zahlreichen einschlägigen Vorstrafen nicht infrage."


https://www.nwzonline.de/delmenhorst/de ... 53914.html

*Hervorhebung von mir

Solche Urteile und Aussagen darf es nicht mehr geben ! :evil:
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am So 5. Nov 2017, 17:49

Hoffe, das wir solche Nachrichten demnächst nicht mehr lesen müssen :evil:

"Polizei hilft Rollstuhlfahrer auf und zeigt ihn an

Die Polizei ist in Altenburg lauten Hilferufen in eine Wohnung am Kornmarkt gefolgt. Dort habe sich am Donnerstag ein 40-Jähriger nicht mehr selbstständig in seinem Rollstuhl aufrichten können, teilte die Polizei am Freitag mit. Als die Polizisten dem Mann aufhalfen, fiel ein Tütchen mit Cannabis aus der Brieftasche des Mannes. Die Polizisten schrieben eine Strafanzeige wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln."


http://www.t-online.de/nachrichten/id_8 ... hn-an.html
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am Fr 17. Nov 2017, 06:26

"Haschisch bei Benediktbeurer gefunden: 1800 Euro Strafe

Ein reuiger Kiffer aus Benediktbeuern kommt am Amtsgericht mit einer milden Geldstrafe davon. Der Angeklagte habe Schlafstörungen und Rückenschmerzen gelegentlich mit einem Joint behandelt.

Der Besitz von Haschisch und Marihuana ist in Deutschland bekanntlich verboten. Das gilt auch dann, wenn die Droge quasi als Schmerzmittel angeschafft wurde. Diese Erkenntnis kostet einen Benediktbeurer (35) nun 1800 Euro. So hoch ist die Geldstrafe, zu der der Karosseriemechaniker verurteilt wurde.

In seiner Wohnung hatte die Polizei 14 Gramm Haschisch gefunden. Der Beschuldigte räumte den Besitz der Drogen vollumfänglich ein. Als Grund nannte er Schlafstörungen und Rückenschmerzen, die er eine Zeitlang gelegentlich mit einem Joint behandelt habe.
...
Der Staatsanwalt hatte eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten sowie 1500 Euro als Auflage beantragt."


https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz ... 64245.html
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Hanfkraut am Sa 18. Nov 2017, 08:58

Das Grenzt doch mal wieder an Frechheit!
Würden die Ärzte auch einmal cannabis verschrieben und kassen zahlen sowie der cannabis anbau auch mal umgesetzt!

Dann hätte der Patient es nicht nötig beim dealer war zu kaufen.

Alleine für 14 gramm!
Bewärung und Geldstrafe das grenzt schon an absolute Frechheit.!


Da steht man es einmal wieder wie Deutschland mit seinem kronisch kranken umgeht!
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
Cannabis aus vernunft SOFORT legalisieren!
https://utopia.de/0/blog/fairessen-fair ... f-verboten
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Pongo am Sa 18. Nov 2017, 10:08

rückständige justiz at its best!
Auf der Suche nach einer gut sortierten Apotheke (in Weinheim von Frankfurt 75 km entfernt)?!
Hier kann euch geholfen werden!
Wer Interesse hat, gerne per PN melden.
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Sabine am So 24. Dez 2017, 08:14

Das Jahr endet so, wie es begonnen hat und wohl auch 2018 seitens der Politik und deren ausführenden Organen weiter gehen wird : mit Bestrafen, Lügen und der Verweigerung, daran etwas zu ändern.

"Gericht Euskirchener Ehepaar bauten im Garten Cannabis an

Der Angeklagte bezeichnete es in seinem Schlusswort selbst als „eine Riesendummheit“, seine ebenfalls angeklagte Ehefrau versicherte, „so etwas“ werde sie nie wieder tun.
...
Polizeibeamte hatten nach dem Hinweis eines Nachbarn drei große Cannabis-Pflanzen im Garten und drei kleinere in Blumentöpfen gefunden. 652 Gramm Marihuana summierten sich, der Wirkstoffgehalt war zwar gering, übersprang mit 10,2 Gramm aber immer noch deutlich die „nicht geringe Menge“, was aus dem Rauschgiftfund ein Verbrechen machte.

Tatsächlich, so die Verteidiger des Ehepaares, Elmar Mettke und Hagen S. Seipel, hätten ihre Mandanten wegen gesundheitlicher Probleme den Weg zum Cannabis gesucht. Der Mann, 63 Jahre alt, leide unter extrem starker Schlafapnoe und wollte versuchen, sich durch Cannabis-Konsum die Angst vor dem Einschlafen zu nehmen.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsrichterin Vera von Schnakenburg glaubte dieser Darstellung, so dass es des Schlussplädoyers der beiden Verteidiger gar nicht bedurft hätte, die milde Strafen für ihre Mandanten erbaten.

Das Strafrecht habe einen solchen Fall sicher nicht berücksichtigt. Hagen S. Seipel wies darauf hin, dass der Wirkstoffgehalt der Pflanzen so gering sei, dass „man kiffende Jugendliche nicht dazu bewegen könnte, dieses Zeug zu konsumieren“. Da liege der Wirkstoffgehalt nämlich bei 30 Prozent und mehr.

Der Vertreter der Bonner Staatsanwaltschaft hatte in seinem Plädoyer darauf hingewiesen, dass man auch einen solchen Fall nicht bagatellisieren dürfe, und hatte für beide Angeklagte jeweils sechs Monate Haft gefordert.

Es verurteilte die beiden bis dato straffreien Angeklagten zu jeweils 120 Tagessätzen à 20 Euro, so dass die sechs Cannabispflanzen das Ehepaar 4800 Euro zuzüglich der Anwalts- und Gerichtsgebühren kosten werden. "


https://www.ksta.de/region/euskirchen-e ... n-29338834

Was ich den an diesem Urteil Beteiltigten wünsche, gehört nicht unter den Weihnachtsbaum und dazu gehört auch nicht Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Pfui ! :twisted:
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Re: Sammlung Patienten vor Gericht

Beitragvon Hanfkraut am So 24. Dez 2017, 13:10

Ein pfui das der Staatsanwalt überhaupt Freiheitsstrafe gefordert hatt.

Dann noch die Frechheit des Richter das parr noch zu berappen.

Ist schon schlimm genug das die Polizei derren cannabis beschlagnahmen!

Wenn man krank ist ist man ebend krank!
Und nicht jeder Patient kekommt cannabis vom Arzt verschrieben!
Alleine weil die Ärzte sich nicht trauen oder keine Ahnung haben!

Richtig und vernünftig wäre es gewesen wenn der schaden der verlorene ernte dann ersetzen würde sowie eine Anbau Genehmigung!
Alles andere ist nich akzeptable!

Das Urteil ist eine Frechheit!
Grund! Cannabis ist harmlos und Drogen wie Alkohol ist erlaubt und gefährlich!

Hier hat der Richter die Möglichkeit aufgrund mangelhaftes gesetz die Angeklagten auch frei zu sprechen!
Ich hoffe das ich so traurige Geschichten nicht mehr lange lesen muss!
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
Cannabis aus vernunft SOFORT legalisieren!
https://utopia.de/0/blog/fairessen-fair ... f-verboten
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