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"Gründung des CannaFem Network Deutschland"



"Gründung des CannaFem Network Deutschland"

Beitragvon Sabine am Do 25. Mai 2017, 18:47

"Während in den USA bereits mehrere Frauengruppen in der Hanfszene existieren, war die Bewegung bisher in Deutschland eher männlich dominiert. Mit der Gründung des CannaFem Netzwerks in Deutschland ändert sich das jetzt endlich. Zur bevorstehenden Hanfmesse MaryJane in Berlin wird es ein Netzwerktreffen geben. Auch wir vom DHV rufen alle interessierten Frauen auf, sich daran zu beteiligen. Anmeldungen bitte per E-Mail bis spätestens 02.06.2017!

Gruppen wie "moms for marijuana", "womengrow" und "international women's cannabis coalition" konnten in den USA erheblich zur Legalisierung und zur steigenden gesellschaftlichen Akzeptanz beitragen. Die Bedeutung von Frauen in der gesellschaftlichen Debatte über Cannabis kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Daher ist es besonders wichtig, dass jetzt viele Frauen die Chance ergreifen, und sich im CannaFem Netzwerk beteiligen.

Hier der offene Brief zur Einladung:

Liebe Geschäftsfrauen, Aktivistinnen, Cannabisexpertinnen und Interessierte,

Ende letzten Jahres haben einige ambitionierte Frauen das CannaFem Network gegründet. Unser Anliegen ist es Frauen aus der Cannabis- und Nutzhanfbranche zu verbinden, um den Ideenaustausch zu fördern, Kontakte zu vermitteln und für die Umsetzung gemeinsamer Ziele einzutreten. In der Vergangenheit war sowohl die Welt der Aktivisten*innen als auch die Cannabisindustrie stark von den Interessen unserer männlichen Kollegen geprägt. Blicken wir jedoch in die USA, so sehen wir, dass sich Frauen in der Cannabisbranche enorme Chancen zur Selbstverwirklichung bieten. In dem Bereich gibt es mehr selbstständige Unternehmerinnen, als in irgendeiner anderen Branche. Auch in Deutschland und Europa bieten sich zahlreichen Chancen. CannaFem möchte Frauen ermutigen in der Branche aktiv zu werden.

In unserem Netzwerk geht es jedoch nicht nur um die Verwirklichung wirtschaftlicher Interessen. CannaFem möchte zeigen welchen Nutzen Cannabis – ob als Medizin oder Rohstoff – Frauen bietet. Wir wollen zeigen, dass Frauen sowohl als Konsumentinnen als auch als Patientinnen mit ihren Ideen, Vorstellungen und Wünschen, die Szene bereichern können und unseren Anliegen Gehörverschaffen.

Um das Netzwerk und seine Mitstreiterinnen vorzustellen, Frauen aus der Szene die Möglichkeit zu geben sich kennenzulernen und gemeinsam Ideen für den weiteren Weg des Netzwerks zu erarbeiten, veranstaltet die Berliner CannaFem Gruppe am 15.6 um 19.30 ein Netzwerktreffen in der „Milchbar“ auf dem Messegeländer der Mary Jane. Ausstellerinnen und Besucherinnen sind herzlich eingeladen an dem Treffen teilzunehmen.

Am 16.6 von 12:00 bis 13:15veranstaltet das Netzwerk zudem eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Cannabis für Frauen – Frauen für Cannabis“. Hier wird mit Vertreterinnen aus den Bereichen Aktivismus, Medizin und Business über die Rolle der Frau in der Cannabisbranche und das Bild von Konsumentinnen in der Öffentlichkeit gesprochen. Dabei sollen auch die unterschiedliche Behandlung bei der Strafverfolgung und der medizinische Nutzen, den Cannabis Frauen bietet eine Rolle spielen.

Wir freuen uns auf Euer kommen und auf Eure Fragen und Anregungen. Wenn Ihr an dem Netzwerktreffen am 15.6. teilnehmen möchtet, gebt uns bitte bis zum 2.6.2017 Bescheid, damit wir die Reservierung vornehmen können.

Herzliche Grüße von der Berliner CannaFem-Gruppe,
Katrin, Mariana und Janika"


https://hanfverband.de/nachrichten/news ... eutschland


Netzwerkt Ihr erstmal nur in Berlin bzw. was ist Bundesweit vorgesehen? Und eine dt. Homepage dauert wahrscheinlich noch etwas ?
Sabine
 
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Re: "Gründung des CannaFem Network Deutschland"

Beitragvon Sabine am Sa 8. Jul 2017, 20:15

""Die Pflanze ist doch auch weiblich"

Die Cannabis-Branche wird von Männern dominiert. Das will Janika Takats mit "CannaFem" ändern.

Janika Takats Beruf bedeutet, sich täglich mit Cannabis auseinander zu setzen: Sie ist Chefredakteurin beim in.fused Magazin und Geschäftsführerin des Cannabis-Medienunternehmens sens media. Vor Kurzem hat sie nun auch, zusammen mit Katrin Scholz, Deutschlands erstes Cannabis-Netzwerk für Frauen gegründet: „CannaFem“. Denn die Branche soll nicht nur den Männern überlassen werden, die sie bis jetzt noch dominieren. Hier erzählt sie vom Netzwerk und warum sie es für so dringend notwendig hält."


http://www.jetzt.de/drogen/deutsches-fr ... -geschaeft


Für mich ist z.B. eher die scheinbar ausschließlich englische Homepage ein Hinderungsgrund und nicht mein Geschlecht, mich näher mit cannafem zu beschäftigen. Das mag für Berliner Businessfrauen interessant sein, da habe ich als bayerische Ortsgruppenaktivistin eher andere "Probleme".
Sabine
 
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Re: "Gründung des CannaFem Network Deutschland"

Beitragvon Duck am Sa 8. Jul 2017, 21:26

Ja ja gibt ja auch Zwitter pflanzen und Menschen...
Die welt is bekloppt
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Re: "Gründung des CannaFem Network Deutschland"

Beitragvon Sabine am So 24. Dez 2017, 19:50

"Netzwerken gegen das Patriarchat

Frauenpower in der Hanfbranche: Unternehmerinnen wollen weg vom trägen Kiffer-Image und machen die Szene vielfältiger.

Im lichtdurchfluteten Dachgeschoss eines Ärztehauses in Friedrichshain steht Cannabis immer auf der Tagesordnung. Doch wer hier Rausch und Realitätsflucht sucht, ist fehl am Platz: Bei dem Medienunternehmen sens.media wird Cannabis als Gesundheits- und Lifestyleprodukt vermarktet. Ganz und gar nicht in Jamaika-Optik, sondern hochprofessionell. „Wir wollen von dem klassischen Bild der Kiffer wegkommen, die nur auf dem Sofa hocken und einen durchziehen“, erklärt die Geschäftsführerin Janika Takats. Dafür muss die Industrie vor allem auch eins werden: weiblicher.

Bisher ist der stereotype Klischeekiffer aus Spartenfilmen wie „Ananans Express“ oder „Lammbock“ zwangsläufig ein Mann. „Auf Hanfmessen, in Hanfvereinen, in den Unternehmen, überall sind vor allem Männer präsent“, beschreibt Takats die aktuelle Situation. „Konsumentinnen oder Cannabis-Patientinnen sieht man kaum.“ Laut verschiedener Studien konsumieren Männer durchschnittlich öfter und mehr Cannabis als Frauen. Aber das erklärt nicht das Fehlen von weiblichen Gesichtern in der Sparte – wie zum Beispiel beim Deutschen Hanfverband: In dessen Social-Media-Kanälen sind deutlich über 80 Prozent der kommentierenden Nutzer männlich.
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Betrachtet man die USA als Blaupause für die deutsche Cannabis-Industrie, dann zeichnet sich noch mehr ab: Dort ändert sich die Industrie rasant, die neuen Chef*innen sind zu einem großen Teil weiblich, die Vermarktung der Produkte wird schicker, smarter und ist jetzt schon meilenweit entfernt vom Schmuddelimage der klassischen Headshop-Ästhetik. Cannabis wird zum Lifestyle-Produkt, womit sich auch dynamische Jungunternehmerinnen identifizieren.
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Nach wie vor sind Patient*innen, die medizinisches Cannabis nutzen, oft von Stigmatisierung betroffen. Nur wenige Ärzt*innen verschreiben Cannabisprodukte, immer wieder müssen sich Betroffene vor der Polizei verantworten, wenn sie im öffentlichen Raum die verschriebenen Produkte konsumieren. Hinzu kommt eine sehr geschlechtspezifische Komponente: „Sobald Frauen irgendwelche berauschenden Substanzen konsumieren, wird Frau schiefer angeguckt als Mann“, sagt Rister vom Deutschen Hanfverband.

Vor allem Mütter treffe die Stigmatisierung gleich zweifach, selbst wenn es sich um medizinisches Cannabis handelt. Dabei sind bestimmte frauenspezifische Nutzungsweisen von Cannabis kaum bekannt. Ein Beispiel ist die Nutzung von medizinischem Cannabis gegen Menstruationskrämpfe und als Alternative zu Schmerzmitteln."


http://www.taz.de/!5472671/
Sabine
 
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