Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Alles über den riesigen Erfolg von Georg bei der Millionärswahl


Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Methusalem am Mi 29. Jan 2014, 22:44

Groooveman85, Du schreibst, dass eine „Zusammenlegung von SCM, DHV und Grüner Hilfe an völlig unterschiedlichen Konzepten, handelnden Personen und auch Arbeitsbereichen scheitert.“
Diese Antwort ist keine Antwort, denn mir leuchtet das nicht ein. Es geht nicht um die „Fusion“, die Du für „sehr kontraproduktiv“ hältst. Und ob das die „handelnden Akteure ziemlich sicher nicht wollen“, ist ebenso nur Spekulation, da nichts auf Erden ewiglich dauert.

Der Thread befasst sich mit der Frage, was wir uns so vorstellen, was man mit der Geldspritze anstellen könnte. Das heißt, wir sprechen über die Zukunft und nicht über die Vergangenheit. Uns interessiert weniger die Frage, warum und wieso die „handelnden Akteure“ bislang nicht zum Schulterschluss (nicht Fusion) bereit waren. Mir z.B. ist hinlänglich bekannt, dass die Akteure aller Initiativen einen wirklich seltsamen Umgang miteinander pflegen.

Im Grunde ist es auch schnurz, ob die Million dafür aufgewendet werden muss, um diese Initiativen zu einem schlagkräftigen Netzwerk zu verknüpfen. Vielmehr scheint die verpasste Chance ein grundsätzliches Problem zu sein. Um das abzustellen, helfen selbst zehn Millionen nicht.

Und doch steht es dank des Gewinns in der Macht des DHV, den anderen Initiativen die Hand zu reichen, trotz aller Querelen, die die Akteure voneinander trennt. Bislang haben wir – die DHV-Unterstützer – keinen Handlungsbedarf gesehen, lauthals etwas zu fordern, was auf Grund der knappen Finanzlage nur vergebene Liebesmüh gewesen wäre. Aber nun hat sich die Lage geändert: Der DHV dürfte jetzt über den langen Atem verfügen, auf die Akteure der anderen Initiativen zuzugehen und diese mit einer „Location“ zu locken, in der jeder seine „Konzepte“ in direkter Nachbarschaft zum anderen Mitstreiter umsetzen kann. Ich denke, es wäre von unschätzbarem Wert, wenn alle „Akteure“ tüchtig miteinander kommunizieren und sich kritisch auseinandersetzen.

Ich frage mich, was daran unmöglich sein soll, dass die Initiativen in einem „Hanf-Zentrum“ Tür an Tür ihre „Arbeitsbereiche“ beackern und sich gegenseitig befruchten. Als alter Werbestratege kann ich Euch nur den Rat geben: Think big! Die Kohle dazu hat der DHV!
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Blarto am Mi 29. Jan 2014, 23:34

Meiner Meinung nach beantwortest du selbst warum Dein Vorschlag so wohl nicht funktionieren würde. Selbst wenn, die von dir genannten Organisationen jetzt irgendwie in eine gemeinsame Location eingeladen würden, würde sich dadurch nicht zwangsläufig was an der Zusammenarbeit ändern. Und andersherum, sollte eine Stärkung der Kooperation erwünscht sein, ist das heutzutage auch ohne gemeinsame Immobilie möglich. Die Idee an sich ist natürlich nicht schlecht, aber ich bezweifle ob das so viel bringen würde, wie Du dir vorstellst.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Florian Rister am Mi 29. Jan 2014, 23:57

Das Grüne Hilfe Netzwerk ist ein Netzwerk von vielen verschiedenen Menschen die aktiv Beratung anbieten. Die wollen sicher nicht alle in ein gemeinsames Hanfzentrum ziehen und dort leben.

Bei IACM und SCM ist das ähnlich. Die Menschen sind ja meistens lokal gebunden meistens und leben nicht nur für ihre Hanf Legalisierer Arbeit.

Ich denke nicht das Menschen bereit sind ihr bisheriges Leben aufzugeben um in ein solches Hanfzentrum sponsored by DHV zu ziehen. Das hat überhaupt nichts mit irgendwelchen Konflikten zu tun, sondern einfach mit der praktischen Lebensrealität der handelnden Menschen.

Ich habe gar nichts gegen ein Hanfzentrum, ich sage nur das DHV, SCM und Grüne Hilfe unterschiedliche Konzepte und handelnde Menschen haben. Vernetzt sind wir ja sowieso alle schon super, ich verschicke täglich an Leute die uns schreiben Links zu allen bedeutenden Organisationen und es gibt oft crosspromotion und Zusammenarbeit an wichtigen Punkten.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Blarto am Do 30. Jan 2014, 00:47

Vielleicht könnte der DHV ein großes Denkmal in Berlin errichten. So wie die Freiheitsstatue oder der Eiffelturm.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Methusalem am Do 30. Jan 2014, 01:08

Ich bin jetzt kein Fachspezialexperte in Sachen Immobilien, und als Finanzjongleur würde ich mich, wenn ich mir so mein Sparbuch angucke, auch nicht bezeichnen. Ich weiß nur, dass der DHV schon jetzt unverhältnismäßig viel Miete abdrückt.
Eine Kaufimmobilie, sofern sich der DHV nicht von einem Makler über den Tisch ziehen lässt, wäre eine Option und eine Investition in die Zukunft. Durch Verpachtung und Vermietung lassen sich Umsätze erzielen, die schnurstracks in Werbung und so weiter investiert, also ausgegeben werden.
Sollte die Option eines Immobilienerwerbs nicht in Frage kommen, bleibt die Möglichkeit, ein adäquates Objekt anzumieten, dass sich die jeweiligen Initiativen und „Organisationen“ zu fairen Konditionen teilen.

Zielsetzung ist und bleibt, ein Zentrum für alle Hanffreunde zu gestalten, geradeso, wie es jede Organisation, jede Interessenvertretung, jede noch so kleine Gewerkschaft und Genossenschaft, jede Innung und jeder Sportverband anbietet. Das heißt, wenn ich als Diabetiker ins Diabetiker-Zentrum gehe, werde ich rundum betreut und informiert. Gehe ich in ein Ärztehaus, kann ich mir auf einem Flur die Zähne ziehen, die Lunge röntgen und die Augen lasern lassen. Der Trend in dieser Gesellschaft ist: Alles unter einem Dach.

Und was bringt das? Ich will mich jetzt nicht wiederholen, deshalb nur so viel: Würde der DHV an einem vielbevölkerten Ort in der Bundeshauptstadt Berlin sein Büro eröffnen, also dort, wo Massen von Touristen und Passanten, Busse und Bahnen, Autofahrern und Radlern vorbeikommen, wäre der Werbeeffekt um ein vielfaches höher als eine bezahlte Werbeanzeige in Deutschlands größter Zeitung. Denn – der DHV wird einen kräftigen Besucherandrang verzeichnen, darunter etliche Journalisten aller Medien. Eine große feierliche Einweihung dieser neuen Zentrale wird Kamerateams aus aller Welt ködern und dem DHV einen nahezu kostenlosen Werbefeldzug bescheren. Denn eines ist klar: Die Bürger mittels Flyer-Verteilen und Plakatieren davon zu überzeugen, dass der Hanf ein tolles Produkt ist, ist nur eine unnötige Belästigung jener Kanaillen, die ohnehin nicht zu bekehren sind. Wir brauchen einen starken Verband, der vernünftig ausgestattet ist und Publikumsverkehr zulässt. So kann der DHV als seriöser Interessenvertreter jenen ein Ansprechpartner sein, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und sich für die Legalisierung öffnen. Das öffentliche Gratis-Interesse ist unser Pfund, mit dem wir wuchern müssen.

Groooveman, der Ist-Zustand ist in meinen Augen mehr als bescheiden. Auch ich empfange jeden Tag freundliche E-Mails, die den Sehenden allerdings nicht sehender machen. Alle Initiativen, die ich in meinem langen Leben kennen gelernt habe, sind toll, und ich freue mich, dass es Menschen gibt, die sich engagieren – auch ehrenamtlich. Und doch fühle ich mich, ich, der schon vor 45 Jahren zur dreiblättrigen Tüte aus Elvira-Zigarettenpapier griff, ausgegrenzt. Letztes Jahr in Bonn stand ich wie Pik-Sieben auf der Demo herum, ohne auch nur den geringsten Zugang zu den rheinischen Aktivisten zu finden. Wie ein Alien wurde ich misstrauisch beäugt, und die Protagonisten der Demo waren nur auf sich selbst konzentriert.
Mir geht es wirklich nicht darum, anderen, langjährigen Aktivisten die Butter vom Brot zu nehmen – im Gegenteil. Ein Schreibtisch der jeweiligen Initiativen in Berlin soll ja auch kein zweiter rheinischer Zwangsumzug werden. Aber vielleicht kennt ja der Franjo Grotenhermen einen Kollegen in Berlin, der gerne in der DHV-Zentrale Sprechstunde hält. Ebenso wird sich ein Anwalt finden, der gegen eine kleine Spende Erste Hilfe leistet.

Nun gut, dabei will ich es mal belassen. Ich hoffe, ich gehe Euch damit nicht allzu sehr auf den Keks.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Mörnest am Do 30. Jan 2014, 07:19

Also ich finde den Ansatz von Methusalem gar nicht mal verkehrt. Der DHV soll größer und schlagkräftiger werden. Zumindest verstehe ich das so.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon His Master's Voice am Do 30. Jan 2014, 10:13

Hey methusalem,

ich gehe davon aus, dass Du dieses Video gesehen hast.

Millionärswahl - Antworten auf Eure Fragen.

Ich finde Deinen Vorschlag wirklich sehr klug und auch schön und auch logisch, weil ich auch denke, dass wir vor allem als Verband Stärke entwickeln müssen, denn dann kommt die politische Kraft (fast) von allein. Es geht auch aus meiner Sicht, im Moment eher noch um die Aktivierung und feste Einbindung weiterer Mitstreiter und um die Festigung unseres eigenen organisatorischen Selbstverständnisses, als um den großen Schritt zur gesellschaftliche Wandlung. Auch eine Öffnung der Bewegung hin zu weiteren sozialen Milieus halte ich für wichtig.

Teilweise ist das auch schon im Gange und so ein starkes Haus mitten in Berlin, wo eine neue Kultur des Umgangs mit Cannabis gepflegt wird, das vor allem durch seine Ausstrahlung und Offenheit dann nicht nur auf die Überzeugten wirkt, sondern auch den Vorurteilsbeladenen zeigt, dass Cannabis weitaus mehr ist, als bekiffte Hippies, stelle ich mir auch sehr sehr nützlich vor.

Mann, jaa, wirklich eine tolle Idee!

Aber, und jetzt kommt leider mein "Aber"....eine Million, auch wenn sich das schon fett anhört, sind halt auch nur hundert Mal 10.000 EURO. Und die Hauptziele, die Max in seinem Video oben für die Verwendung des Geldes formuliert, sowie die noch ungeklärten steuerrechtlichen Fragen, usw. werden die Möglichkeiten des Einsatzes dieses Geldes noch mal deutlich schrumpfen lassen. Hinzu kommt die Frage der Nachhaltigkeit, die Max ja auch anspricht. Das muss ja dann auch in 5 Jahren noch alles finanzierbar sein und sollte nicht umgekehrt zu einer Belastung für den DHV werden. Und selbst wenn man für 500.000 Ocken jetzt so eine Bleibe fände, und selbst, wenn sich da noch ein paar andere Organisationen und hanfaffine Leute mit ansiedelten, wäre das immer noch ein Mammutprojekt, dass die Kräfte des DHV über Monate, wenn nicht Jahre binden würde. Vergiss nicht, die sind im Moment drei, vier Leute plus eine Hand voll Ehrenamtliche und total damit beschäftigt den Laden so, wie er jetzt ist, überhaupt am Laufen zu halten, den Verband langsam aufzubauen und nebenbei auch noch ein bisschen in der Drogenpolitik dieses nicht ganz unkomplizierten Landes mitzumischen. Und ich muss Dir auch nichts darüber erzählen was für ein dickes dickes Brett wir hier alle am Bohren sind. Du sagst ja selber, Du bist schon seit Jahrzehnten dabei.

Mann methusalem, so herzerwärmend ich Deinen Enthusiasmus hinsichtlich dieser wirklich schönen Idee mit dem Hanfhaus finde, ich fürchte, so weit sind wir einfach im Moment noch nicht und das Geld wird trotz bestem Willen aller Beteiligten für andere (momentan wichtigere) Dinge verschwinden, wie ein ich sags mal "Glas Wasser" auf dem heißen Stein. Es wird mehr kühlen, als der berühmte Tropfen, aber anfassen werden wir den Stein danach noch immer nicht können. Ich denke, wir können froh sein, wenn uns diese Geldspritze 2-3 Jahre Arbeit abnimmt, aber für die Realisierung Deiner Idee wirds nicht langen. Dafür müsste da noch ne Null mehr dran hängen.

Und versteh mich nicht falsch. Ich bekomm ein Lächeln aufs Gesicht, wenn ich Deine Vision lese, denn sie hat was. Definitiv. Ja, ich hoffe, so wird es irgendwann mal sein und dann gehe ich da hin und denke an DICH und Deine Worte. Aber ich fürchte, so weit sind wir einfach noch nicht.

Grüne Grüße
HMV
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Blarto am Do 30. Jan 2014, 18:57

Also ich glaube nicht das ein größeres Haus automatisch für mehr Mitglieder sorgt. Der Medienrummel wird sich auch in Grenzen halten wenn Georg umzieht.

Ich finde es sinnvoller in PR zu investieren um für die Zukunft mehr Mitglieder verzeichnen zu können. Man sollte wohl nicht vergessen das es in Sachen Werbung zwei Ziele gibt: Aufklärung und Mitgliederaquisition. Sollte der DHV genug Mitglieder haben usw. dann wird man auch die Mittel haben um in ein entsprechende Location zu investieren.

Der Return of Investment für eine eigene Immobilie liegt auch eher in einem Bereich der hoffentlich nach einer Legalisierung liegt.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Dogthorlueck am Do 30. Jan 2014, 19:31

Hallo Community,

ich finde man sollte mit dem Geld Aktionen planen die auch wirklich etwas bewirken wie zum Beispiel Informationsveranstaltungen planen und ausführen also damit meine ich in Flyer investieren und eventuell Doktoren oder Professoren interviewen die der Legalisierung zustimmen und ein Video produzieren. Hauptsächlich das Geld für Öffentlichkeitsarbeit nutzen um Vorurteile entgegenzuwirken.

Das wäre mein Beitrag dazu!

Mfg Sebastian :)
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Methusalem am Do 30. Jan 2014, 21:54

Danke für den konstruktiven Beitrag, HMV. Und ja, ich fürchte wie Du, dass wir, die Hanffreunde, noch nicht so weit sind. Für eine konzertierte Aktion reichen Wille und Kraft nicht aus, da die Pro-Hanf-Bewegung in Deutschland als solche noch keine einheitliche Front bildet und sich in kleinen Gruppen und Initiativen verläuft.

Meine Idee von einem schlagkräftigen Dachverband fußt auf dem Wunsch, dass alle, aber auch alle, die schon jetzt rund um den Hanf gutes, sehr gutes Geld verdienen, ihren Solidarbeitrag leisten und den Aufbau der DHV-Repräsentanz über eine Beteiligungsgesellschaft fördern. Ich würde, ohne mit der Wimper zu zucken, auf der Stelle einen Tausender springen lassen, um in die Hall of Fame des DHV-Towers zu kommen. Und ich bin mir sicher, unter den Hanffreunden Deutschlands werden sich weitere 999 „Aktionäre“ finden, die neben dem Potential auch die Notwendigkeit erkennen, dass auf dem langen Weg hin zur Legalisierung die Hanf-Gemeinde am Ruder bleibt.
Das Problem des Paradigmenwechsels ist nämlich, dass am Ende nicht die davon profitieren, die den Karren aus dem Dreck gezogen haben, sondern jene Aasgeier, die schon seit gestern bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Strategiepapiere in den Schubladen parat haben, um das Milliardengeschäft an sich zu reißen. Dieses Pack wird alles unternehmen, die Novellierung des BtmG so gestalten zu lassen, dass z.B. die Apotheker den Zuschlag bekommen, das Kraut an den Mann, an die Frau zu bringen. Die Gesundheitsindustrie ist fraglos der größte Konkurrent im Wettstreit darum, wer die Kuh melken darf.
Der Traum vieler Kiffer, schon bald als Plantagenbesitzer die Coffeeshops Deutschlands beliefern zu dürfen, wird wie eine Seifenblase platzen. Die Lizenzen für Import, Produktion und Handel werden andere einheimsen, auch wenn der DHV noch so viel protestiert. Eine Legalisierung wird wie von selbst all jene Ratten aus ihren Löchern locken, die sich als systemrelevante Elite für unentbehrlich halten und sich zum Wohle des deutschen Volkes in der Pflicht sehen, auch dieses Feld zu beackern – nach Gutsherrenart.

Nun ja, HMV, schauen wir mal. Noch hinkt Deutschland um zehn, fünfzehn Jahre hinterher, und wir werden sehen, ob Du eines fernen Tages an meine Worte denken wirst. Ich werde mich anno 2029 hinter meinen Rollator klemmen und mal in der DHV-Zentrale vorbeischauen. Vielleicht treffe ich Dich ja, und wir trinken gemeinsam ein Tässchen entkoffeinierten Mokka.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon His Master's Voice am Sa 1. Feb 2014, 12:24

@Methusalem
Deine düsteren Prognosen, was die Nutznießer der zukünftigen Regulierung angeht, teile ich leider. Aber leider krasserweise alles immer noch besser, als die momentane Situation.

Bushdoc sagt es ja auch immer, dass sich die Sache dreht, ist inzwischen keine Frage mehr und sei von "Oben" gewollt. Ja da ist was dran. Zu viel Markt und auch Macht steckt da drin, als das man das einfach so ignorieren könnte. Und Nixon und die ursprünglichen Ziele des War against Drugs sind schon lange Geschichte. Inzwischen müssen die Mächtigen aufpassen, dass ihr nützlicher kleiner Krieg sie und ihre Machtstrukturen nicht selber frisst.

Daher wohl auch die doch immer offensichtlichere Kehrtwende auch in höchsten Kreisen, zumindest im Ausland (insbes. USA). Leider ist Dtl. in der Tat mindestens 1 Jahrzehnt hinter der globalen Entwicklung hinterher. Aber manchmal gehen manche Dinge, dann plötzlich doch ganz schnell, siehe DDR. Das Bewusstsein bei den "Massen", in der Bevölkerung, für den Unsinn der Prohibition nimmt jedenfalls auch hierzulande zu (zumindest aus meiner persönlichen Sicht). Zu groß ist dann doch immer wieder das argumentative Versagen der Befürworter, als dass man den Leuten diesen Krieg weiter so ohne Weiteres verkaufen könnte.

Aber naja, jetzt wird es doch etwas zu sehr OT hier. Vielleicht in einem anderen Thread mal mehr dazu.

Ach eins noch:

Methusalem hat geschrieben:Nun ja, HMV, schauen wir mal. Noch hinkt Deutschland um zehn, fünfzehn Jahre hinterher, und wir werden sehen, ob Du eines fernen Tages an meine Worte denken wirst. Ich werde mich anno 2029 hinter meinen Rollator klemmen und mal in der DHV-Zentrale vorbeischauen. Vielleicht treffe ich Dich ja, und wir trinken gemeinsam ein Tässchen entkoffeinierten Mokka.


Ja ich sehe es vor mir. Zwei weißhaarige Alte inmitten eines wunderschönen, aufgeklärten Hanfkulturzentrums, in einer von der Prohibition befreiten Hanfwelt, die ihren Mokka schlürfen, während junge Menschen in Hanfklamotten sich um sie herum in ungezwungener Atmospäre in Sachen Hanf begegnen, überall lachende, befreite Gesichter. Und die Kamera geht so langsam zurück und nach oben und man sieht den blau-weißen Sommerhimmel, dazu eine funkige Musik und dann kommt der Abspann und alle Eure Namen tauchen auf, und..Yeaah....ein richtiges Happy End... :D :lol:

jau, bin dabei..

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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon bushdoctor am Sa 1. Feb 2014, 17:07

His Master's Voice hat geschrieben:Ja ich sehe es vor mir. Zwei weißhaarige Alte inmitten eines wunderschönen, aufgeklärten Hanfkulturzentrums, in einer von der Prohibition befreiten Hanfwelt, die ihren Mokka schlürfen, während junge Menschen in Hanfklamotten sich um sie herum in ungezwungener Atmospäre in Sachen Hanf begegnen, überall lachende, befreite Gesichter. Und die Kamera geht so langsam zurück und nach oben und man sieht den blau-weißen Sommerhimmel, dazu eine funkige Musik und dann kommt der Abspann und alle Eure Namen tauchen auf, und..Yeaah....ein richtiges Happy End... :D :lol:

...eine wunderschöne Vision!!! Ich bin ebenfalls dabei! :mrgreen:

Und wer weiß: Vielleicht hat ja das "Hinterherhinken" in Deutschland doch am Schluss noch was Positives... am Ende wird abgezählt und ausgewertet...

Bei allem Kommerz muss nur sichergestellt werden, dass der Eigenanbau in gewissen Grenzen erlaubt ist. Dann - denke ich - können wir alle damit gut leben.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Mörnest am So 2. Feb 2014, 11:57

Leider gibt es zu viele Neider in der Legalice Szene und zu verschiedene Ansätze. Derzeit sehe ich zwei Lager in Deutschland. Die einen die zum DHV neigen und die anderen die in eine andere Richtung tendieren.
Anscheinend gab es wohl einen Streit, der nicht offen gemacht wurde. Nur so lässt es sich mir erklären das es immer wieder Leute gibt die gegen den DHV wettern, statt sich zu freuen und zusammen zu kämpfen.
Aber es geht wie immer um das liebe Geld, da bin ich mir sicher.
Es wird Zeit den Streit bei zu legen und mit vereinten Kräften nach vorne zu schauen.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon Methusalem am So 2. Feb 2014, 13:47

@HMV, das Verrückte ist, es gibt ja einen gar nicht mal so weit entfernten Ort, wo man dieses freie Lebensgefühl hat – in den Niederlanden. Insbesondere Amsterdam bietet ein unbeschwertes Kifferleben. Als ich Anfang der Siebziger das erste Mal in der Grachtenstadt das wahre Licht der Freiheit erblickte, traute ich meinen Augen nicht, wozu der nichtdeutsche Mensch fähig ist.
Diese Erkenntnis führte zwangsläufig zur nächsten, und die war, dass ich in einem Land lebe, das Lichtjahre entfernt ist von jenen paradiesischen Zuständen an der Nordsee - und das fast in jeder Hinsicht. Seit dieser Erkenntnis sind mal eben vierzig Jahre ins Land gegangen, ohne dass das Elend ein Ende genommen hätte. Im Gegenteil, trotz der real existierenden Cannabis-Kultur in Schland ist die freie Entfaltung der Persönlichkeit an die Bedingung geknüpft, sich zu verbergen und zu verleugnen.
Mein Glück war und ist, dass ich in der Anonymität einer Großstadt übersehen werde und nicht allzu sehr von der Paranoia deformiert wurde. Bis zur Jahrtausendwende war es uns noch möglich, sich trotz hoher Strafandrohung relativ ungehindert durchzuschlagen, ohne gleich in Teufels Küche zu kommen, wenn es zum schlechtesten Fall kam. Was früher ging, geht heute schon lange nicht mehr. Überall und nirgends werden Drogensreenings verlangt, und wer auffällt, hat verschissen. Das ist Grund genug, froh zu sein, dass man mit dem Erwerbsleben so gut wie durch ist. Keinesfalls wünsche ich mir, noch einmal jung zu sein. Das, was heute ein junger Mensch an Sozialisation durchmacht, will ich mir nicht einmal ausmalen.

Das wirklich Traurige ist, dass wir Alt-Hippies versteckt in unseren Höhlen sitzen, und das millionenfach. Die jungen Kiffer glauben, sie seien die Erben der Cannabis-Kultur. Sind sie aber nicht, denn die Erblasser leben noch. So gesehen wäre das Potential für eine schlagkräftige Pro-Hanf-Bewegung vorhanden, nur leider sind Jung und Alt nicht kompatibel. Dieses Manko sieht man deutlich bei Demonstrationen, wo nur jene Senior-Kiffer auflaufen, die entweder krank sind oder keinen Ruf mehr zu wahren haben.

@Mörnest, ja, die Uneinigkeit ist ein gewaltiger Bremsklotz. Das ist leider so wie bei allen Menschenansammlungen: Jeder ist sich selbst der Nächste. Der Pofalla-Typus ist noch in jeder Organisation, in jedem Verein und an jedem Stammtisch zu finden. Selbsternannte Lichtgestalten und eifernde Trittbrettfahrer fahren schon immer die Ellenbogen aus, um die wegzudrängen, die Schatten werfen. Wer einmal das Megaphon hält, der hört nun mal andere Stimmen nicht mehr. Gegen Untugenden wie Selbstverliebtheit, Eigennutz und Missgunst ist selbst der ehrenwerteste Hanf-Aktivist nicht gefeit.

Nun gut, wer frei von Untugenden ist, der spucke als Erster.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon recker am So 2. Feb 2014, 13:55

Wurde schon mal vorgeschlagen hier und möchte es nochmal widerholen: wie wär's mit der finanziellen Unterstützung von Musterprozessen? Dazu ein aktueller Atikel aus der taz:

http://blogs.taz.de/drogerie/2014/02/01/cannabis-und-fuhrerschein/

Betrachtet man die Rechtsentwicklung seit den neunziger Jahren etwas genauer, liegt der Verdacht nahe, dass der Gesetzgeber hier primär die Einschränkungen zu kompensieren sucht, die durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auf Strafrechtsebene entstanden sind (Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, BtMG). Auch heute, bald zwanzig Jahre nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, werden Fahreignungsüberprüfungen nach wie vor alleine aufgrund von Besitztatbeständen angeordnet, obwohl dies eindeutig verfassungswidrig ist.

Bin kein Jurist, aber wenn's verfassungswidrig ist, kann man doch dagegen klagen oder? Kostet mit Sicherheit ein Stange Geld, die ein Einzelner kaum aufbringen können wird - aber mit Unterstützung vom DHV? Also, wer tritt vor?
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon UpinSmoke am So 2. Feb 2014, 19:26

recker hat geschrieben:Bin kein Jurist, aber wenn's verfassungswidrig ist, kann man doch dagegen klagen oder? Kostet mit Sicherheit ein Stange Geld, die ein Einzelner kaum aufbringen können wird - aber mit Unterstützung vom DHV? Also, wer tritt vor?


Ich würde mich da gerne zur Verfügung stellen. Wurde Anfang November von der Polizei angehalten und sie wollten einen Urintest machen, den hab ich verweigert. Dann gings ab auf die Wache -> Blutentnahme mit dem Ergenbis das mir bis jetzt nur telefonisch mitgeteilt wurde 1,8ng im Serum... Das Schreiben über die Ordnungswiedrigkeit lässt noch auf sich warten, aber die Führerscheinstelle hat sich schon gemeldet und will ein ÄG, wenn das positiv für mich ausfällt noch 4 Urinscreenings über ein Jahr verteilt. Das ganze ist in Unterfranken ( Bayern ) passiert.

mfG Up
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon hanfologe am So 2. Feb 2014, 20:52

@UpInSmoke
Du bist mit aktivem THC im Blut im Strassenverkehr erwischt worden. So traurig das ist, hast du hier leider keinerlei Möglichkeiten irgendwas zu erreichen. Vielleicht als Präzedenzfall für höhere Grenzwerte für aktives THC (z.b. 5ng/ml, wie in Colorado). Bei Fällen OHNE bezug zum Strassenverkehr ist das wiederum was anderes.

Meine Ideen für die Mille:

1. Deutsche Hanfmesse voranbringen, ICA (internationale Cannabis Expo in Frankfurt ;-))
2. Werbekampagne (Crossmedial)
3. Support für lokale Aktivisten "Taskforces/Streetteams" (Sets mit Bannern, Flyern, Postern, Pavillon, whatever für Infostände)
4. Deutscher Hanfpreis
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon mr wayne2 am Mo 3. Feb 2014, 01:35

Eine Zusammenlegung von SCM, DHV und Grüner Hilfe kann durchaus klappen. Die können ja unter dem Dachverband DHV ja weiterbestehen und eigenständig ihre Arbeit mit ihren Leuten machen.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon DrGonzo am Mo 3. Feb 2014, 20:21

Ich fasse mal die Vorschläge zusammen.

Der nächste Schritt wäre es dann konkrete Projekte auszuarbeiten.
Das sollte aber nicht in diesem Threat gemacht werden, sonst blickt hier keiner mehr durch.
Ich werde mich bemühen und versuchen auf die jeweiligen Threats zu verlinken.

    - Werbespot für Fernsehen/Youtube ähnlich Cannabis - Das "neue" Bier - überschneidungen mit - Ideen für Video/Audio/Anzeigenwerbung
    - neue Mitarbeiter für den DHV
    - Webseite/Webshop des DHV verbessern
    - neue Räumlichkeiten für den DHV
    - Werbewirksame Kooperationen mit Modelabel oder Getränkefirmen
    - Nutzhanfproduktion fördern
    - weitergehende Unterstützung von Infoständen/Demos
    - DHV Büros in mehreren Bundesländern
    - Bildungsreisen zu den globalen Legalisierungshotspots (für DHV Mitarbeiter)
    - Schaffung echten Mehrwerts für DHV-Sponsoren
    - Förderung von Cannabisforschung
    - Geld mit Rendite anlegen
    - Spenden
    - Mitarbeiter Einmalzahlung
    - Geschäfts- und Büroausstattung
    - Hanfkulturhaus
    - Deutscher Hanfpreis
    - Finanzielle Unterstützung für Musterprozesse

Um ausgearbeitet Projekte hat der DHV in seiner Videobotschaft gebeten.
Dann haben wir die Chance das die Projekte, die umgesetzt werden, vielleicht auch schnell(er) und nach mit euren Ideen umgesetzt werden.
Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=vdjutTNvjcY#t=12

Ich aktualisiere die Liste hier gerne und verlinke auf gerne auf weitere Threats wenn ich diese denn finde.
Schreibst mich also gerne an, wenn ihr etwas findet oder etwas fehlt.

Edit: Outdate - Offensichtlich lesen nur wenige Leute ältere Beiträge. Mein Threat sollte etwas wie ein Inhaltsverzeichnis werden. Funktioniert aber wohl leider nicht. :?
Zuletzt geändert von DrGonzo am Di 18. Feb 2014, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Millionärswahl - Was machen mit einer Millionen?

Beitragvon FUAnslinger am Do 13. Feb 2014, 04:01

Hey,

kann man irgendwo nachlesen, was mit der Mio bisher angestellt wurde?
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