Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Brief an den Bundespräsidenten

Brief an den Bundespräsidenten

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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am Sa 8. Jun 2013, 17:56

Danke an alle die an dem Brief mitgearbeitet haben, besonderen Dank an Klartext und Bushdoctor!

Ich habe den Brief nochmal in einen vollständigen Text zusammengefasst und dabei einige Änderungen wie im Forum hier vorgeschlagen aufgenommen. Ich habe nicht alle Änderungsvorschläge übernommen. Bitte habt dafür Verständnis; eine Antwort warum ich das gemacht habe gibts bei Bedarf per PN.
Ich habe mir über jeden Verbesserungsvorschlag Gedanken gemacht. (Allwissend bin ich aber auch nicht. ;-) )

Georg, du darfst gerne das letzt Wort haben und hier noch Änderungen aufnehmen oder ablehnen. Dein Name wird (stellvertretend) unter dem Brief stehen!
Mir ist wichtig, dass er zeitnah abgeschickt wird!

=================================================
Ihre Meinung zum Thema Cannabispolitik

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,

wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, einer bestehenden Unrechtssituation in unserem Land mit klaren Worten entgegenzutreten.

Sie sagten in Ihrer ersten Rede als Bundespräsident, dass Ihr Lebensthema "die Freiheit" ist und das gab vielen Menschen Hoffnung. Als Bürgerrechtler in der ehemaligen DDR ist Ihnen sicher zudem verstärkt bewusst, welche schwerwiegende Bedeutung der Missbrauch des Strafrechts zur ideologischen Bevormundung des Einzelnen hat und dass eine solche Situation mit den Grundsätzen unseres deutschen Rechtsstaates unvereinbar ist.
Leider ist genau das in unserem Land bei der existierenden strafrechtlichen Cannabisprohibition der Fall.

Unser Staat, dem Sie nun als Staatsoberhaupt dienen, begeht unserer Meinung nach in diesem Fall einen solchen Missbrauch des Strafrechtes, indem er den Bürger für den Besitz von Cannabis mit dem Strafrecht bedroht, ihn einschüchtert und ängstigt, weil er eine freie Entscheidung in seinem Genussverhalten trifft oder auf Cannabis als Heilmittel zugreifen will oder muss.
Sollen diese Menschen, deren Handeln nur schwerlich in einem freiheitlichen Rechtsstaat zu einer Straftat erklärt werden kann, weiterhin mit dem Strafrecht bedroht, verfolgt und diskriminiert werden? Jeder Tag, jede Begegnung mit der „Staatsmacht“ bringt für Menschen, die Cannabis zum Eigenkonsum besitzen, eine Fülle von Ängsten und Sorgen hervor.

In unserem Land gibt es trotz des inzwischen 40 Jahre bestehenden Verbotes vier bis sechs Millionen Menschen die, zumindest gelegentlich, Cannabis konsumieren und jedes Jahr mehrere hundert Tonnen davon verbrauchen. 14 Millionen haben insgesamt Konsumerfahrung. Cannabis ist kein kulturfremdes Genussmittel, es hat sich mittlerweile als Alternative zu Alkohol fest in der Gesellschaft etabliert.

Die strafrechtliche Verbotssituation und der dadurch aufrecht erhaltene ungeregelte Markt führt zu vermeidbaren gesellschaftlichen Gefahren, welche eine verantwortungsvolle Politik so nicht weiter hinnehmen kann. Weder gibt es Qualitätssicherheit noch die Möglichkeit zu effektiver Prävention. Die gesundheitlichen Nebenwirkungen von verunreinigtem Cannabis sind unkalkulierbar. Durch skrupellose kriminelle Dealer wird es keine Alterskontrolle, keine sachliche Aufklärung und keine Hinweise zum kontrollierten Konsum geben.
Dafür findet durch das Gesetz eine Diskriminierung und Stigmatisierung einer Gesellschaftsgruppe statt, die mindestens 5% unserer Bürger betrifft.

Wie Sie zu Recht bei Ihrem Amtsantritt sagten, „Ängste vermindern unseren Mut wie unser Selbstvertrauen - und manchmal so entscheidend, dass wir beides ganz und gar verlieren können, bis wir gar Feigheit für Tugend halten und Flucht für eine legitime Haltung im politischen Raum.“ Diesen Eindruck haben wir derzeit auch von vielen unseren Politikern bezüglich der Cannabispolitik. Die „Angst vor dem falschen Signal“ lähmt die Politik so sehr, dass allein aufgrund der Befürchtung, dass bei einer echten Entkriminalisierung der Konsumenten der Verbrauch steigen könnte, diese nicht durchgesetzt wird. Dabei belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Konsumverhalten und Repressionsmaßnahmen (im Vergleich mit anderen europäischen Ländern) gibt; das Verbot führt also nicht zu einem Rückgang des Konsums. Wegen der starken Verbreitung führt das Verbot auch kaum noch zur Verknappung der Verfügbarkeit.

Bei einem „Tütchen mit Restanhaftung“ muss die Polizei ermitteln. Das Strafverfahren wird bei „Wiederholungstätern“ nicht eingestellt und eine Einstellung ist nur eine mögliche Option bis zu einer bestimmten Menge, von der in den südlichen Bundesländern oft abgesehen wird. Auch wenn Strafanzeigen vom Staatsanwalt fallen gelassen werden, schützt dies nicht vor einer Bestrafung. Neben empfindlichen Geldstrafen droht als Ersatzstrafe der Führerscheinentzug, auch ohne dass eine konkrete Drogenfahrt vorliegt. Ebenso sind unverhältnismäßige Körper- und Wohnungsdurchsuchungen, die insbesondere bei jungen Menschen einen Vertrauensverlust und somit einen bleibenden negativen Eindruck gegenüber der Staatsgewalt hinterlassen können, an der Tagesordnung.

Uns ist bewusst, dass Cannabis nicht harmlos oder gänzlich frei von Nebenwirkungen ist. Ein Teil der Konsumenten entwickelt eine psychische Abhängigkeit oder erlebt andere negative Auswirkungen des Konsums. Dennoch sind sich die Fachleute einig, dass die Auswirkungen des Alkoholkonsums erheblich dramatischer sind. Alkohol erzeugt eine größere psychische und vor allem körperliche Abhängigkeit, hat wesentlich schlimmere gesundheitliche Auswirkungen für einen Großteil der Konsumenten bis hin zu den über 40.000 Todesopfern jedes Jahr und auch die gesellschaftlichen Auswirkungen (Gewalttaten etc.) sind deutlich dramatischer. Gerade vor diesem Hintergrund erscheint das Verbot von Hanf, an dem noch kein Konsument gestorben ist, als willkürliche Schikane für die Konsumenten.

Dazu kommt, dass das Verbot kriminelle Strukturen fördert, denen ein Markt mit Milliardenumsätzen und hohen Gewinnspannen überlassen wird. Wohin das letztlich führen kann, sehen wir zum Beispiel in Mexiko, wo die Drogenkartelle mit ihren erheblichen finanziellen Mitteln und Privatarmeen den gesamten Staat korrumpieren und unterwandern. Tausende Tote jedes Jahr sind die Folge. In Deutschland beobachten wir zwar erst Ansätze solcher Strukturen, aber schon jetzt verursachen die durch den illegalen Drogenhandel erstarkten Banden mit ihrem zum Teil gewalttätigen Vorgehen erhebliche Ängste und Verunsicherung in der Bevölkerung.

Gering geschätzte 1,2 Milliarden Euro fehlen dem deutschen Staat an Steuereinnahmen und unnötigen Ausgaben für die Cannabisprohibition. Mit diesem Geld könnte ein sehr breit angelegt Aufklärungskampagne erfolgen, die vermutlich erfolgreicher, in jedem Fall aber menschlicher wäre als das Verbot.

Herr Bundespräsident Gauck, in der Annahme, dass auch Sie die Werte des Rechtsstaates als absolut schützenswert betrachten, der ideologischen Bevormundung unserer Bürger eine Absage erteilen und für eine freie, rechtsstaatliche und pluralistische, tolerante Gesellschaft im Deutschland der Zukunft stehen, hoffen wir, dass dieses Anliegen Ihr Gehör finden wird und verbleiben in Erwartung Ihrer Antwort und der Hoffnung auf eine von Ihnen geförderte öffentliche und sachliche politische Debatte.

mit freundlichen Grüßen
Georg Wurth

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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon His Master's Voice am So 9. Jun 2013, 09:31

Mit diesem Geld könnte ein sehr breit angelegt Aufklärungskampagne erfolgen,


Der Satz ist weiter fehlerhaft.

Insgesamt finde ich den Brief inzwischen in weiten Teilen gut. Ich finde das Ende immer noch etwas zu unterwürfig und zu wenig prägnant. Aber vielleicht habe ich da auch einfach andere Vorstellungen. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass vor allem Georg als namentlicher Unterzeichner sich damit wohlfühlt.


Wie soll das eigentlich mit den Unterschriften laufen? Gibt es dazu inzwischen schon konkrete Pläne?
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am So 9. Jun 2013, 10:52

Unterschriften? Wird keine außer die von Georg geben.
Den Brief nochmal rumzureichen um Unterschriften zu sammeln steht imho in keinem guten Verhältnis - Aufwand zum nutzen.

Wir sollten unsere Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Mir ist wichtig das "irgendwas" passiert und wir die Diskussionsphase abschließen.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon TheBeginning am So 9. Jun 2013, 13:49

Fände ich auch wichtiger, vor allem wenn man bedenkt das wir schon seit über einen Jahr an dem Brief sitzen... :shock:
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon His Master's Voice am So 9. Jun 2013, 17:00

DrGonzo hat geschrieben:Den Brief nochmal rumzureichen um Unterschriften zu sammeln steht imho in keinem guten Verhältnis - Aufwand zum nutzen.

Wir sollten unsere Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Mir ist wichtig das "irgendwas" passiert und wir die Diskussionsphase abschließen.



Find ich gut. Dürfte wirklich zu viel Aufwand sein. Und ich hab auch Bock, das was passiert....
Dann haut das Ding mal raus.

Ich bin gespannt auf die Antwort, so sie denn erfolgt.
*uns allen Glück wünsch*
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon His Master's Voice am Mo 10. Jun 2013, 17:44

Hm...habe gestern Gauck im TV gesehen, der macht gerade ne Tour durch die Hochwassergebiete in Süddeutschland.

Auch wenn es von mir aus besser heute als morgen los ginge, aber vielleicht wartet Ihr besser noch n paar Tage mit dem Brief. Ich glaube, die haben da alle gerade komplett andere Sorgen. Wäre evtl. schlechtes Timing.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Georg Wurth am Fr 14. Jun 2013, 13:26

His Master's Voice hat geschrieben:Hm...habe gestern Gauck im TV gesehen, der macht gerade ne Tour durch die Hochwassergebiete in Süddeutschland.
Auch wenn es von mir aus besser heute als morgen los ginge, aber vielleicht wartet Ihr besser noch n paar Tage mit dem Brief. Ich glaube, die haben da alle gerade komplett andere Sorgen. Wäre evtl. schlechtes Timing.


Das dachte ich mir auch, deshalb haben ich den Brief nochmal ein paar Tage liegen gelassen. Aber jetzt ist er fertig eingetütet und geht heute zur Post. Bis Montag ist das Hochwasser dann weg..

Ich bin alle Vorschläge und Hinweise nochmal durchgegagen. War ja doch nochmal hilfreich, vor allem wegen der zwei kleinen Fehler im Text. Ansonsten habe ich die Vorschläge genauso übernommen bzw. nicht übernommen wie DrGonzo glaube ich (bis auf 1-2 kleine ausgemerzte Fehler). Nur der zusätziche Absatz hat nicht reingepasst. Ich musste eh schon tricksen und die Leerzeilen zwischen den Absätzen auf Schriftgröße 5 reduzieren. Das ganze ist mir als Blindfisch mit Schriftgröße 11 eigentlich schon zu klein, aber dafür komplett auf dickem DHV-Briefpapier mit Hanfadler-Wasserzeichen, sieht trotzdem ganz gut aus. Jedenfalls waren Textverlängerungen nur da möglich, wo sie nicht zu einer zusätzlichen Zeile geführt haben.

Was den teilweise kritisierten Sprachstil angeht: Das ist nicht mein persönlicher Stil (obwohl ich schon einiges beim Kürzen auch geglättet habe). Aber ich finde das gerade beim Bundespräsidenten schon ganz gut so, auch das eher softe Ende. Es gehört halt dazu, den Bundespräsidenten besonders höflich und respektvoll anzusprechen und sich etwas "gewählter" auszudrücken, erst recht wenns ein Pfarrer ist. :-) Eine Holzhammer a la "Wir fordern Sie auf, dieses und jenes zu tun" wie bei unseren Protestmailern wäre hier nicht angemessen.

Ich will jetzt nicht jeden einzelnen Vorschlag durchgehen, falls noch Fragen sind, warum ich bzw. DrGonzo das so oder so gemacht haben, gern..

Ich habe jetzt mal darauf verzichtet, ein Rauschzeichen beizulegen. Wir hatten schon Fälle, wo wir das zurückbekommen haben, weil die Empfänger keine Geschenke annehmen dürfen.. Ich wollte jede Ablenkung vom Text des Briefes vermeiden, zumal es recht unwahrscheinlich sein dürfte, dass Gauck oder ein enger Mitarbeiter das Buch liest.

Hier der Text, wie ich ihn eben eingetütet habe:

Bundespräsident Joachim Gauck
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
10557 Berlin

Berlin, 14.06.2013

Ihre Meinung zum Thema Cannabispolitik

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,

wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, einer bestehenden Unrechtssituation in unserem Land mit klaren Worten entgegenzutreten.

Sie sagten in Ihrer ersten Rede als Bundespräsident, dass Ihr Lebensthema "die Freiheit" ist und das gab vielen Menschen Hoffnung. Als Bürgerrechtler in der ehemaligen DDR ist Ihnen sicher zudem verstärkt bewusst, welche schwerwiegende Bedeutung der Missbrauch des Strafrechts zur ideologischen Bevormundung des Einzelnen hat und dass eine solche Situation mit den Grundsätzen unseres deutschen Rechtsstaates unvereinbar ist.
Leider ist genau das in unserem Land bei der existierenden strafrechtlichen Cannabisprohibition der Fall.
 
Unser Staat, dem Sie nun als Staatsoberhaupt dienen, begeht unserer Meinung nach in diesem Fall einen solchen Missbrauch des Strafrechtes, indem er den Bürger für den Besitz von Cannabis mit dem Strafrecht bedroht, ihn einschüchtert und ängstigt, weil er eine freie Entscheidung in seinem Genussverhalten trifft oder auf Cannabis als Heilmittel zugreifen will oder muss. Sollen diese Menschen, deren Handeln nur schwerlich in einem freiheitlichen Rechtsstaat zu einer Straftat erklärt werden kann, weiterhin mit dem Strafrecht bedroht, verfolgt und diskriminiert werden? Jeder Tag, jede Begegnung mit der „Staatsmacht“ bringt für Menschen, die Cannabis zum Eigenkonsum besitzen, eine Fülle von Ängsten und Sorgen hervor.
 
In unserem Land gibt es trotz des inzwischen seit 40 Jahren bestehenden strikten Verbots vier bis sechs Millionen Menschen, die zumindest gelegentlich Cannabis konsumieren und jedes Jahr mehrere hundert Tonnen davon verbrauchen. 14 Millionen haben insgesamt Konsumerfahrung. Cannabis ist kein kulturfremdes Genussmittel, es hat sich mittlerweile als Alternative zu Alkohol fest in der Gesellschaft etabliert.

Die strafrechtliche Verbotssituation und der dadurch aufrecht erhaltene ungeregelte Markt führen zu vermeidbaren gesellschaftlichen Gefahren, welche eine verantwortungsvolle Politik so nicht weiter hinnehmen kann. Weder gibt es Qualitätssicherheit noch die Möglichkeit zu effektiver Prävention. Die gesundheitlichen Nebenwirkungen von verunreinigtem Cannabis sind unkalkulierbar. Durch skrupellose kriminelle Dealer wird es keine Alterskontrolle, keine sachliche Aufklärung und keine Hinweise zum kontrollierten Konsum geben.
Dafür findet durch das Gesetz eine Diskriminierung und Stigmatisierung einer Gesellschaftsgruppe statt, die mindestens 5% unserer Bürger betrifft. 



Wie Sie zu Recht bei Ihrem Amtsantritt sagten, „Ängste vermindern unseren Mut wie unser Selbstvertrauen - und manchmal so entscheidend, dass wir beides ganz und gar verlieren können, bis wir gar Feigheit für Tugend halten und Flucht für eine legitime Haltung im politischen Raum.“ Diesen Eindruck haben wir derzeit auch von vielen unseren Politikern bezüglich der Cannabispolitik. Die „Angst vor dem falschen Signal“ lähmt die Politik so sehr, dass allein aufgrund der Befürchtung, dass bei einer echten Entkriminalisierung der Konsumenten der Verbrauch steigen könnte, diese nicht durchgesetzt wird. Dabei belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Konsumverhalten und Repressionsmaßnahmen (im Vergleich mit anderen europäischen Ländern) gibt; das Verbot führt also nicht zu einem Rückgang des Konsums. Wegen der starken Verbreitung führt das Verbot auch kaum noch zur Verknappung der Verfügbarkeit.

Bei einem „Tütchen mit Restanhaftung“ muss die Polizei ermitteln. Das Strafverfahren wird bei „Wiederholungstätern“ nicht eingestellt und eine Einstellung ist nur eine mögliche Option bis zu einer bestimmten Menge, von der in den südlichen Bundesländern oft abgesehen wird. Auch wenn Strafanzeigen vom Staatsanwalt fallen gelassen werden, schützt dies nicht vor einer Bestrafung. Neben empfindlichen Geldstrafen droht als Ersatzstrafe der Führerscheinentzug, auch ohne dass eine konkrete Drogenfahrt vorliegt. Ebenso sind unverhältnismäßige Körper- und Wohnungsdurchsuchungen, die insbesondere bei jungen Menschen einen Vertrauensverlust und somit einen bleibenden negativen Eindruck gegenüber der Staatsgewalt hinterlassen können, an der Tagesordnung.
 
Uns ist bewusst, dass Cannabis nicht harmlos oder gänzlich frei von Nebenwirkungen ist. Ein Teil der Konsumenten entwickelt eine psychische Abhängigkeit oder erlebt andere negative Auswirkungen des Konsums. Dennoch sind sich die Fachleute einig, dass die Auswirkungen des Alkoholkonsums erheblich dramatischer sind. Alkohol erzeugt eine größere psychische und vor allem körperliche Abhängigkeit, hat wesentlich schlimmere gesundheitliche Auswirkungen für einen Großteil der Konsumenten bis hin zu den über 40.000 Todesopfern jedes Jahr und auch die gesellschaftlichen Auswirkungen (Gewalttaten etc.) sind deutlich dramatischer. Gerade vor diesem Hintergrund erscheint das Verbot von Hanf, an dem noch kein Konsument gestorben ist, als willkürliche Schikane für die Konsumenten.
 
 Dazu kommt, dass das Verbot kriminelle Strukturen fördert, denen ein Markt mit Milliardenumsätzen und hohen Gewinnspannen überlassen wird. Wohin das letztlich führen kann, sehen wir zum Beispiel in Mexiko, wo die Drogenkartelle mit ihren prall gefüllten Kassen und Privatarmeen den gesamten Staat korrumpieren und unterwandern. Tausende Tote jedes Jahr sind die Folge. In Deutschland beobachten wir zwar erst Ansätze solcher Strukturen, aber schon jetzt verursachen die durch den illegalen Drogenhandel aufgepäppelten Banden mit ihrem zum Teil gewalttätigen Vorgehen erhebliche Ängste und Verunsicherung in der Bevölkerung.
 
Gering geschätzte 1,2 Milliarden Euro fehlen dem deutschen Staat an Steuereinnahmen und unnötigen Ausgaben für die Cannabisprohibition. Mit diesem Geld könnte ein sehr breit angelegte Aufklärungskampagne erfolgen, die vermutlich erfolgreicher, in jedem Fall aber menschlicher wäre als das Verbot.
 
Herr Bundespräsident Gauck, in der Annahme, dass auch Sie die Werte des Rechtsstaates als absolut schützenswert betrachten, der ideologischen Bevormundung unserer Bürger eine Absage erteilen und für eine freie, rechtsstaatliche und pluralistische, tolerante Gesellschaft im Deutschland der Zukunft stehen, hoffen wir, dass dieses Anliegen Ihr Gehör finden wird und verbleiben in Erwartung Ihrer Antwort und der Hoffnung auf eine von Ihnen geförderte öffentliche und sachliche politische Debatte.

mit freundlichen Grüßen
Georg Wurth

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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Georg Wurth am Do 4. Jul 2013, 13:58

Die Antwort ist da. Extrem nichtssagend und auf unseren Brief gar nicht konkret eingegangen, s.
http://hanfverband.de/download/georg/blog/Antwort_Gauck.jpg

Das finde ich schon ziemlich schwach, von wegen er kann ja keine gesetzichen Regelungen ändern. Das haben wir ja auch gar nicht verlangt, nur dass er mal seine Meinung zu dem Thema äußert. Möglicherweise ist der Brief gar nicht zu ihm vorgedrungen..
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon TheBeginning am Do 4. Jul 2013, 15:07

Klingt mehr eher so, als hätte irgendein Hansel der vorderen Büros den Brief gelesen, eine kurze stupide Antwort dazu verfasst und rausgehauen... Ich denke auch der Brief ist garnicht bis zu Herr Gauck vorgedrungen. :cry:
Zuletzt geändert von TheBeginning am Do 4. Jul 2013, 16:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon bushdoctor am Do 4. Jul 2013, 15:20

Ach du meine Güte! Eine Antwort aus dem Textbaukasten!
Der erste Absatz ist "von Hand" geschrieben und geht kurz auf das Thema unseres Briefes ein. Der zweite, große Absatz ist eine 100%ige Textvorlage, die JEDER bekommt, der einen persönlichen Brief an den BuPrä schickt...

Beschämend!
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am Do 4. Jul 2013, 17:33

:cry:

Ich hoffe Aufwand und Nutzen war für den DHV erträglich.
Bei allen Forenteilnehmer hoffe ich, dass sie aus der Disukssion lernen konnten.

Wer auch so einen Brief mit eigenem Briefkopf haben möchte kann hier einen bestellen.
https://www.bundespraesident.de/DE/Serv ... -node.html
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am Do 4. Jul 2013, 18:05

Klartext schlägt ein erneutes nachhaken vor:

Sehr geehrter Herr Dr. Riedel,

bei allem Verständnis für die Begrenztheit des Amtes, welches Herr Gauck inne hat, gerade auch in gesetzgeberischer Hinsicht, ist es dennoch seine Aufgabe, gesellschaftliche Missstände, vor allem solche, die vom Gesetzgeber durch missbräuchliche Anwendung seiner legislativen Kompetenz verursacht werden, öffentlich zu benennen.
Es ist schlichtweg unumstößliche Tatsache, dass die strafrechtliche Verfolgung von Handlungen im Zusammenhang mit privatem Cannabiskonsum durch erwachsene, mündige Bürger besteht, ohne dass es hierfür nach aller Erkenntnis eine rechtsstaatliche Legitimation geben kann.

Von daher bitte ich Sie, unser Anliegen nochmals eingehend zur Kenntnis zu nehmen und gegebenen Falls Herrn Gauck persönlich vorzulegen. Als Bürger und für die Freiheitsliebe Verfolgter eines Unrechtsstaates denke ich, dürfte er durchaus die nötige Sensibilität haben, um die nicht mehr rechtsstaatlich in Einklang zu bringende Willkür zu erkennen, die in der strafrechtlichen Cannabisprohibition Deutschlands zum Ausdruck kommt. Hier wird das deutsche Strafrecht dazu instrumentalisiert, ideologische Bevormundung auf individuelle Lebensweisen auszuüben, ein solcher Missbrauch des Strafrechtes ist für einen Rechtsstaat unzulässig. Herr Gauck ist der oberste Repräsentant dieses freiheitlichen Rechtsstaates und wird darum gebeten, indem er durch unser Anliegen auf einen eklatanten Missstand aufmerksam gemacht wird, der Millionen von Bürgern betrifft und rechtsstaatlich unhaltbar ist.

Mit freundlichen Grüßen


Was meint ihr dazu?
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon TheBeginning am Do 4. Jul 2013, 18:29

Was gibts da noch zu Überdenken?
Super Text, auf den Punkt gebracht, ab geht die Post... :-)
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon frihet am Do 4. Jul 2013, 18:35

DrGonzo hat geschrieben:Klartext schlägt ein erneutes nachhaken vor:

Sehr geehrter Herr Dr. Riedel,

bei allem Verständnis für die Begrenztheit des Amtes, welches Herr Gauck inne hat, gerade auch in gesetzgeberischer Hinsicht, ist es dennoch seine Aufgabe, gesellschaftliche Missstände, vor allem solche, die vom Gesetzgeber durch missbräuchliche Anwendung seiner legislativen Kompetenz verursacht werden, öffentlich zu benennen.
Es ist schlichtweg eine unumstößliche Tatsache, dass die strafrechtliche Verfolgung von Handlungen im Zusammenhang mit privatem Cannabiskonsum durch erwachsene, mündige Bürger besteht, ohne dass es hierfür nach aller Erkenntnis eine rechtsstaatliche Legitimation geben kann.

Von daher bitte ich Sie, unser Anliegen nochmals eingehend zur Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls Herrn Gauck persönlich vorzulegen. Als Bürger und für die Freiheitsliebe Verfolgter eines Unrechtsstaates [denke ich] (streichen), dürfte er durchaus die nötige Sensibilität haben, um die nicht mehr rechtsstaatlich in Einklang zu bringende Willkür zu erkennen, die in der strafrechtlichen Cannabisprohibition Deutschlands zum Ausdruck kommt. Hier wird das deutsche Strafrecht dazu instrumentalisiert, ideologische Bevormundung auf individuelle Lebensweisen auszuüben, ein solcher Missbrauch des Strafrechtes ist für einen Rechtsstaat unzulässig. Herr Gauck ist der oberste Repräsentant dieses freiheitlichen Rechtsstaates und wird darum gebeten [worum gebeten?], indem er durch unser Anliegen auf einen eklatanten Missstand aufmerksam gemacht wird, der Millionen von Bürgern betrifft und rechtsstaatlich unhaltbar ist.

Mit freundlichen Grüßen


Was meint ihr dazu?


Gute Antwort, habe ein paar Kleinigkeiten verbessert... Formulierungsvorschläge für den lückenhaften letzten Satz?
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon bushdoctor am Do 4. Jul 2013, 19:23

DrGonzo hat geschrieben:Wer auch so einen Brief mit eigenem Briefkopf haben möchte kann hier einen bestellen.
https://www.bundespraesident.de/DE/Serv ... -node.html

Danke, Gonzo, für den Link!
Hab mir gerade ein Examplar bestellt:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme bezug auf den offenen Brief des Deutschen Hanf Verbandes an den Herrn Bundespräsidenten und Ihre Antwort vom 2. Juli 2013.
Darin wird mit einfachen, vorgefertigten Textbausteinen lapidar erklärt, dass der Bundespräsident einfach NIX tun kann...

...warum brauchen "wir" dann einen?

In diesem Brief wurde auch gar nicht verlangt, dass Herr Gauck etwas konkretes ändern solle. Er sollte nur seine Position zu diesem Thema erklären.

Auch wenn Sie es vielleicht nicht glauben, aber sehr vielen Menschen in dieser "Bundesrepublik" liegt dieses Thema am Herzen und diese hätten einfach eine (ehrliche?) Antwort verdient!

Aber sei´s drum...!

Es wäre nett, wenn Sie mir auch so einen Standardbrief postalisch zukommen lassen könnten, damit ich ihn mir einrahmen und in den Hausflur hängen kann. Dann werde ich täglich daran erinnert, dass unsere gewählten(?) Führer einfach kein Interesse an uns haben.

Mit freundlichem Gruß
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon PhilipH am Do 4. Jul 2013, 20:01

Ich bin von der Reaktion des Bundespräsidialamtes ebenso enttäuscht wie jeder hier. Und ich bin nicht weniger enttäuscht und empört von der Gedankenlosigkeit, die in einer Affektreaktion wie dieser mündet.

Warum wird nach diesem Erlebnis nicht erst mal durchgeatmet? Warum werden solche Reaktionen nicht mit der Community besprochen und auf Feedback gewartet?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme bezug auf den offenen Brief des Deutschen Hanf Verbandes an den Herrn Bundespräsidenten und Ihre Antwort vom 2. Juli 2013.
Darin wird mit einfachen, vorgefertigten Textbausteinen lapidar erklärt, dass der Bundespräsident einfach NIX tun kann...

(Das ist sowohl sachlich als auch emotional eine Wertung, die keine Grundlage hat. Mit "NIX" wurde ein höchst unangemessenes Stilmittel verwendet.)

...warum brauchen "wir" dann einen?

(Es ist äußerst vermessen das Existenzrecht eines Würdenträgers in Frage zu stellen.)

In diesem Brief wurde auch gar nicht verlangt, dass Herr Gauck etwas konkretes ändern solle. Er sollte nur seine Position zu diesem Thema erklären.

Auch wenn Sie es vielleicht nicht glauben, aber sehr vielen Menschen in dieser "Bundesrepublik" liegt dieses Thema am Herzen und diese hätten einfach eine (ehrliche?) Antwort verdient!

(Jegliche nicht auf Fakten beruhende Unterstellung ergibt im Umgang mit Personen des öffentlichen Interesses keinen Sinn. Durch Polemik untergräbt man nur die eigene Glaubwürdigkeit.)

Aber sei´s drum...!

(Mit einer solchen Äußerung banalisiert man sich selbst, bzw. das eigene Anliegen.)

Es wäre nett, wenn Sie mir auch so einen Standardbrief postalisch zukommen lassen könnten, damit ich ihn mir einrahmen und in den Hausflur hängen kann. Dann werde ich täglich daran erinnert, dass unsere gewählten(?) Führer einfach kein Interesse an uns haben.

(Eine sehr eindeutige Erkärung von Ignoranz. Spätestens an dieser Stelle dürfte ein solches Schreiben ohne weitere Beachtung im Papierkorb landen.)

Mit freundlichem Gruß


Eine Reaktion wie diese untergräbt die Glaubwürdigkeit und gefährdet die Integrität der gesamten Interessengemeinschaft.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon bushdoctor am Do 4. Jul 2013, 20:03

PhilipH hat geschrieben:Eine Reaktion wie diese untergräbt die Glaubwürdigkeit und gefährdet die Integrität der gesamten Interessengemeinschaft.

Dann bin ich halt jetzt "raus"...
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am Do 4. Jul 2013, 20:09

PhilipH hat geschrieben:Warum wird nach diesem Erlebnis nicht erst mal durchgeatmet? Warum werden solche Reaktionen nicht mit der Community besprochen und auf Feedback gewartet?


Weil hier ein Einzelner geantwortet hat und nicht der DHV oder die Community.
Ich findes es besser "irgendwas" zu tun, als sich Tage, Wochen oder Monate lang zu beraten.

@PhilipH: Was willst du denn tun?
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon TheBeginning am Do 4. Jul 2013, 20:14

Bushdoctor hat seine Antwort nicht im Namen des DHV geschrieben sondern als Privatperson.
Daher handelt es sich auch um seine eigene Meinung.
Ich finde nicht, dass das die "Integrität der Interessengemeinschaft" untergräbt.

Klar, die Nachricht vermutlich sofort von der ersten Sekretärin in den Papierkorb befördert, doch is es auch ein Zeichen für die Wut und das Unverständnis vieler über die derzeitige Situation.

Und immer nur den Politikern hintenrein kriechen, bringt leider eher was um angehört zu werden, jedoch sollten die ruhig auch mal zu verstehen bekommen, das viele einfach langsam die Schnautze voll haben von den Oberhäuptern der Regierungen einfach nicht angehört zu werden. Immerhin sind Politiker und die Regierung Volksvertreter und keine Eigenbrötler...
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Gerd50 am Do 4. Jul 2013, 22:10

für ca. 1.000 Unterstützer des DHV und die Mitglieder des DHV-Forums, in dem dieser Brief
entstanden ist.

Georg Wurth


Von daher finde ich es richtig, wenn möglichst viele individuelle Antworten an den Bundesgauck
geschrieben werden. Im Präsidialamt sollte bemerkt werden, das es die Unterstützer wirklich gibt.

Aus Bushdoctors Antwort lese ich einen berechtigten Riesenfrust heraus und das sollte Riedel zur
Kenntnis nehmen, auch wenn er das Schreiben vermutlich nicht an den BP weiterreichen wird.

Mein Vorschlag für den letzten Absatz des Schreibens von Klartext:

Herr Gauck ist der oberste Repräsentant dieses freiheitlichen Rechtsstaates und wird gebeten Position
zu beziehen, nachdem er durch unser Anliegen auf einen eklatanten Missstand, der Millionen von
Bürgern betrifft und rechtsstaatlich unhaltbar ist, aufmerksam gemacht wurde.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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