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Brief an den Bundespräsidenten

Medien und Politiker anschreiben


Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Georg Wurth am Fr 5. Jul 2013, 01:30

Also ich finde es auch nicht schlecht, wenn jetzt nach dem offiziellen DHV-Brief individuell Leute "dem Präsidialamt" ihre Meinung dazu schreiben. Da kommt es dann auch nicht mehr ganz so arg auf den Inhalt an. Wenn da jetzt einige sehr durchdachte und gut formulierte Antworten eingehen und einige, bei denen das nicht so ist, geht das schon in Ordnung. Die dürften da eine gewisse Vielfalt gewohnt sein und da geht es ja eher darum zu zeigen, dass ich mir das nicht allein im stillen Kämmerlein ausgedacht habe bzw. sich viele Leute dafür interessieren.
Die Wirkung wird begrenzt bleiben, aber wir müssen einfach jeden Weg zu gehen versuchen, der denkbar ist. Von daher, DrGonzo, war die Aktion gut und richtig und für mich nicht zu viel Aufwand. Ist eher die Frage, wie du das für dich siehst, du hast sicher mehr Zeit investiert als ich - und lange auf mich warten müssen :-S
- ein Grund mehr für euch, jetzt etwas spontaner und mit eigenen Absendern weiterzumachen.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am Fr 5. Jul 2013, 17:38

Mir ist klar, dass der BP keine staatliche Regulierung des Cannabismarktes herbeiführen kann, darauf hin habe ich nicht gearbeitet. Mein Einsatz sollte dazu dienen, dass er sich äussert. Ich hätte ein Statement von ihm erwartet. Das ist nicht gekommen - also bin ich enttäuscht. Weniger weil ich arbeit damit hatte, sondern mehr von einem (weiteren) Staatsorgan dem "solche Menschen" nicht wichtig genung zu sein scheinen.

Ich würde mich freuen wenn viele "private" Online-Anschreiben ihn doch noch dazu bewegen würden zu Antworten.
https://www.bundespraesident.de/DE/Serv ... -node.html


Sollen wir das größer aufblasen?
Mir fallen da so ein paar Blogauthoren ein die man nach Unterstützung fragen könnte?
FB-Aufruf um der Anfrage nachdruck zu verleihen?

Oder so lassen wie es ist und auf andere Dinge fokussieren?
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon TheBeginning am Fr 5. Jul 2013, 17:53

Was sollen wir nach solchen Aussagen http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-07/gauck-snowden-2 noch von unserem Bundespräsidenten erwarten? Traurig...
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon His Master's Voice am Fr 5. Jul 2013, 19:31

Hm...das alles ist wahrlich ernüchternd.

Mir scheint, wir müssen irgendwie mehr Masse aufbringen. Insgesamt den Zusammenhalt stärken, uns gegenseitig über Aktionen Feedback geben. Erfolgserlebnisse generieren. Die 1000 Unterstützer sollten wir innerhalb weniger Tage für eine Antwortaktion wirklich mobilisieren können. Aber so wie ich das sehe, können wir das gar nicht. Die demoralisierende Wirkung von misslungenen Aktionen ist nicht zu unterschätzen. Ich bitte Euch alle darum, den Mut nicht sinken zu lassen. Ich glaube das ist genau das Ziel solcher Teflonreaktionen seitens der politisch Verantwortlichen.

Ich sehe ein großes Problem in solchen Aktionen, dass die Öffentlichkeit nie etwas davon mitbekommt. Wäre dieser Brief öffentlich gemacht worden, hätte man ihn nicht so leicht ignorieren können.

Vielleicht können wir ja DOCH irgendwie deutlichere Zeichen in der Öffentlichkeit setzen um uns mehr zu solidarisieren. Ich habe den Eindruck, wir sind einfach zu unsichtbar. Alles ist ganz furchtbar tabu so dass kaum jemand da ist, der unsere Empörung öffentlich zum Ausdruck bringen kann. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie wir mehr Öffentlichkeit erzeugen könnten, ohne dass viele von uns gleich Gefahr laufen, gesellschaftlich diskreditiert zu werden.

Eventuell eine Zeitungsanzeige in einer großen Tageszeitung? Die Finanzierung könnte man eventuell mit einer speziell darauf ausgerichteten Spendenaktion ermöglichen?

Außerdem denke ich gerade darüber nach, ob wir nicht irgendwie visualisieren könnten, wie viele wir sind. Z.B. bin ich mir nie sicher, ob hier im Forum 30, 300 oder 3000 Leute mitlesen. An die IT-Freaks hier: Könnten wir nicht irgendwie auf irgendeiner Plattform unsere Aktivitäten als Regulierungsbewegung virtuell sichtbar machen? Z.B. indem jeder Unterstützer dort virtuell ein Zeichen aktivieren könnte, dass zeigt, hier ist jemand, der will, dass sich etwas ändert. Jetzt mal ganz wage in die Richtung gedacht. Aber nicht einfach nur die tausendste Online-Petition. Eher etwas visuell ansprechendes. Bleibendes. Etwas das wächst. (Die Juden legen z.B. Steine auf Gräber um zu zeigen, dass viele da waren). Vielleicht fällt jemandem etwas ähnliches dazu ein. Die Mediendesigner? Ideen?

Wir dürfen nie vergessen, wir sind keine soziale Randgruppe, keine wenigen Spinner, sondern wir engagieren uns für die Freiheit und Gesundheit von Millionen Bürgern. Dieses Engagement wird durch die Androhung strafrechtlicher Konsequenzen und sozialer Ächtung gegenüber jedem Einzelnen Aktivisten auf breiter Basis sehr effizient behindert. Ich finde, wir sollten über Möglichkeiten nachdenken, diese Unsichtbarkeit zu durchbrechen.

Ich weiß das klingt alles etwas unausgegoren und diffus. Ist es auch. Ich wollte nur einfach mal ein paar Denkanstöße geben.

Zum Gauck-Brief kann ich nur sagen, dass wir ihn jetzt vielleicht erst Recht in 1000-facher Ausführung an das Bundespräsidialamt schicken sollten. Genau so, wie DrGonzo und Georg ihn formuliert haben. Da steckt soo viel Arbeit drin. Wäre schade, wenn es dass jetzt gewesen sein sollte. Im Gegenteil, jetzt ganz große Aktion draus machen. Ruhig organisiert und mit Anlauf. So leicht würde ich die "Hanseln" nicht davon kommen lassen. Ist schließlich der Präsident der Freiheit und es geht hier um genau selbige.

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Außerdem nützt das vor allem der Gegenseite und den Gefallen solltest Du ihnen nicht tun.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon TheBeginning am Fr 5. Jul 2013, 20:24

Wollten wir den Brief ursprünglich nicht medienwirksam Übergeben? Mit Presse und Co.?
Das wäre eventuell jetzt erst recht angebracht.

Ich habe Georg schon in Bezug auf die CSC Anträge der Gemeinden den Vorschlag gemacht, eine GoogleMaps Karte zu erstellen, mit den Interessenten, welche bereit sind einen Antrag zu stellen, den bereits gestellten, wer bereits ne Antwort hat usw.
Leider habe ich bisher noch keine Rückmeldung.
Das ganze könnte man natürlich noch enorm ausbauen. Technisch ist sowas schnell Realisiert.
Aber hinter jedem Pünktchen auf der Karte würde dann eine reale Person stehen. Eventuell mit Statement oder what ever.

Die Idee finde ich gut, da ich sie auch schon in ähnlicher Weise als gute Visualisierung für den CSC Antrag im Kopf hatte...
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon bushdoctor am Fr 5. Jul 2013, 20:32

His Master's Voice hat geschrieben:@Bushdoctor
Bitte nicht "raus" sein...bist doch einer unserer Schätze ;)
Außerdem nützt das vor allem der Gegenseite und den Gefallen solltest Du ihnen nicht tun.


War auch nicht so gemeint! ;-)
Ich war gestern nur etwas schlecht drauf und deswegen "raus"...

Von meiner Email-Reaktion an das BuPrä-Amt werde ich aber - auch virtuell - kein Wort zurücknehmen! Das war eine authentische Antwort von mir. Freie Meinungsäußerung wird doch noch erlaubt sein, oder?
Und zynische Polemik schadet auch keinem. Vielleicht kommen ja so doch die ein oder anderen Gehirnzellen dort in Berlin wieder in Gang...
Sollte tatsächlich eine Briefantwort vom Bundespräsidentialamt kommen, dann werde ich die selbstverständlich posten. ;-)
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Florian Rister am Di 9. Jul 2013, 20:30

Ja Georg bekommt viele Mails wenn der Tag lang ist, ich seh das ja mittlerweile selber was da täglich reinkommt. Insofern bleibt automatisch einiges liegen.

Ich habe nichts dagegen nochmal dieses Kontaktformular auf FB zu posten. Why not. Vielleicht finden sich einige Leute die nochmal nachhaken. Am besten wäre es eigentlich in diesem Sinne den ganzen Brief den wir geschrieben haben und die Antwort darauf zu veröffentlichen und DANN die Leute aufzufordern da nochmal nachzuhaken.

Mal schauen was Georg so meint.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Georg Wurth am Do 11. Jul 2013, 12:29

jau, sehe ich wie groooveman. Ich habe mir vorgenommen, bis Mittwoch einen entsprechenden Text zu veröffentlichen und vorher mit euch abzustimmen. Ich melde mich morgen oder Montag wieder dazu.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Georg Wurth am Mo 15. Jul 2013, 17:04

so, hier mein Text-Vorschlag für die Nachricht auf der DHV-Seite.
Die Strategie geht dahin, jetzt nicht die Riesen-Kampagne daraus zu machen, aber durchaus klarzumachen, dass weitere Nachrichten ans Präsidialamt erwünscht sind.
Der Text wird am Mittwoch gegen halb 12 veröffentlicht, bis dahin kann ich noch was ändern, falls gewünscht.
==================================

Funkstille im Bundespräsidialamt

Im DHV-Forum war ein Brief an den Bundespräsidenten Joachim Gauck entstanden. Wir hatten Herrn Gauck gebeten, sich an der Debatte um die Cannabispolitik zu beteiligen, insbesondere weil er sich als ehemaliger DDR-Bürgerrechtler das Thema "Freiheit statt Überwachung" auf die Fahnen geschrieben hat. Als Antwort kam ein Absage-Text von der Stange. Jetzt haken Foren-Mitglieder und andere nach.
=====

Eigentlich sollte sich ein Mensch, der einen wichtigen Teil seines Lebens damit verbracht hat, gegen die Stasi und die Überwachung harmloser Bürger aufzubegehren, von sich aus eine klare Meinung zur Verfolgung von Cannabiskonsumenten haben. Diesen Aspekt haben wir aufgegriffen und Herrn Gauck gebeten, sich mit dem Gewicht seines Amtes zu dem Thema öffentlich zu äußern.

Dass die Erfolgsaussichten dieser Aktion nicht gewaltig waren, war uns klar. Aber warum sollten wir das unversucht lassen, zumal Gauck mit seiner Biografie eine starke Vorlage liefert.

Dass der Bundespräsident viel zu tun hat und wegen eingehender Briefe nicht zu jedem Thema eine Kampagne starten kann, ist auch verständlich, das geht uns beim DHV ja auch nicht anders. Aber der Standard-Antwort-Text aus dem Bundespräsidialamt geht doch arg am Inhalt unseres Briefes vorbei. Dort heißt es, Gauck könne keine Gesetze initiieren oder gesetzliche Regelungen ändern. Er könne auch nicht den gesetzgebenden Organen Anweisungen geben oder in laufende Verfahren eingreifen.

Das alles war uns natürlich klar und war nicht Teil unseres Briefes. Wir haben Gauck lediglich darum gebeten, vor dem Hintergrund seiner persönlichen Motivation eine "öffentliche und sachliche politische Debatte" zu fördern - was im Gegensatz zu Gesetzesinitiativen zum wesentlichen Inhalt der Arbeit eines Bundespräsidenten gehört, seine Rolle in der deutschen Politik überhaupt erst interessant macht. Allein wegen dieses Widerspruchs ist die Antwort schon enttäuschend. Diese Enttäuschung haben mittlerweile mehrere Foren-Mitglieder mit Emails an Gauck zum Ausdruck gebracht.

Wie mit der Brief-Aktion an sich geht es jetzt weiter darum, eine weitere staatliche Stelle darauf aufmerksam zu machen, dass hier wirklich etwas faul ist und geändert gehört. Und dass das die Leute wirklich interessiert!

Einen Protestmailer ans Amt werden wir nicht gleich starten, aber wer meint, dass die Verfolgung von Cannabiskonsumenten durchaus ein Thema für den Bundespräsidenten sein sollte und sich gegenüber dem Bundespräsidialamt dazu äußern will, findet hier die Kontaktdaten. Schön wäre, wenn ihr eure Texte im DHV-Forum teilen würdet.

Hier nun die Antwort des Bundespräsidialamtes und darunter der vollständige Brief an Herrn Gauck:
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Florian Rister am Di 16. Jul 2013, 00:19

Ich finds schön, einen Fehler hab ich gefunden:

Zweiter Absatz:

Eigentlich sollte
sich
ein Mensch.... von sich aus eine klare Meinung zum...
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Georg Wurth am Di 16. Jul 2013, 11:55

Danke, das erste "sich" ist gelöscht.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Chrisdoof am Mi 17. Jul 2013, 14:28

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,

in meinem Brief geht es um eines ihrer wichtigsten Themen, der Freiheit.

Um es gleich am Anfang vorwegzugreifen:
Ich erhoffe mir von Ihnen nur, eine Diskussion anzustoßen. Dass es Ihnen nicht möglich ist Gesetzesinitiativen einzubringen oder ähnliches, ist mir voll bewusst.
Jedoch denke ich, dass es zum Amt des BP gehört, auch Themen anzusprechen, die in der Parteienlandschaft unbeliebt und unpopulär sind.

Nun zu meinem Brief:
Es geht um die aktuelle Cannabispolitik in Deutschland.
Leider werden noch immer die 4-6 Millionen Menschen in Deutschland, die gelegentlich Cannabis konsumieren, diskriminiert, obwohl Sie keiner anderen Person schaden.
Ich weiß nicht wie geläufig Ihnen der Stoff Cannabis als solches, Wirksamkeit verschiedener Drogenpolitiken usw. ist, ich werde mich im Folgenden auf wenige Punkte beschränken.

Wie gesagt werden diese 4-6 Millionen Menschen mit Strafverfahren und selbst bei Verfahrenseinstellung mit Geldstrafen, Führerscheinentzug, Hausdurchsuchungen usw. belästigt, weil Sie vielleicht einen Feierabendjoint auf ihrer Terrasse genossen haben.
Dass man unter Drogeneinfluss genauso wenig am Straßenverkehr bzw. Beruf teilnehmen soll, wie bei Alkohol, ist eine Selbstverständlichkeit und durch strikte Regeln zu gewährleisten.

Doch warum werden Menschen in Ihrem Privatleben solche Vorschriften gemacht?
Sollte nicht jeder erwachsener Mensch selbst entscheiden dürfen, was er in seiner Freizeit macht, solange er keine anderen Menschen schadet?
Das gehört doch zur Definition der Freiheit dazu.

Wie bereits in den Niederlanden und Portugal beobachtet werden konnte, führt eine teilweise Legalisierung bzw. Entkriminalisierung zu keiner signifikanten Steigerung der Konsumentenzahlen.
Heißt also an den grundlegenden Konsummustern ändert sich nichts.

Mit 4-6 Millionen Konsumenten ist Cannabis bereits in der Gesellschaft angekommen und diesen Konsumenten nicht entgegenzukommen ist realitätsfern.

Und trotzdem werden Jahr für Jahr Milliarden Steuergelder in die Verfolgung von Konsumenten gesteckt. Ein Bruchteil dessen wird für Prävention verwendet, was - angesichts der Wirkungslosgkeit der Repression – deutlich wirksamer sein dürfte, um problematische Konsummuster zu bekämpfen.

Und nicht nur unsere Steuergelder werden verschwendet. Der Krieg gegen die Drogen (von den westlichen Ländern, darunter auch Deutschland ausgerufen) fordert Todesopfer in 10000er Höhe in den Produzenten- und Transitländern wie Kolumbien und Mexiko.

In den USA und Lateinamerika hat dies schon zu einem Umdenken geführt.

Ist das nicht abstrus? Weltweit werden Milliarden von Euros in den Krieg gegen die Drogen gepumpt, es sterben 1000e Menschen und das alles für NICHTS?

Ich hoffe, dass Sie sich mit dem Thema auseinandersetzten. Für die Menschen in und außerhalb Deutschlands.

Mit freundlichen Grüßen,

Christoph Geisendörfer
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Georg Wurth am Mi 17. Jul 2013, 15:18

jawoll, sehr schön!
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Morrigo am Do 18. Jul 2013, 18:09

Hi Chrisdoof,

ich hoffe es stört Dich nicht, dass ich Deinen Brief unverändert, ausser dem Namen, kopiert und ihn an das Bundespräsidialamt gesendet habe. :)
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am Do 18. Jul 2013, 21:22

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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Chrisdoof am Mi 9. Okt 2013, 14:08

Hallo Hanf-Community!

Heute habe ich einen Antwortbrief aus dem Briefkasten gefischt. Leider kann ich nicht sagen wann dieser angekommen ist, da ich 2 Monate außer Lande war.

Hier der Text bzw. Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr [...],

haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail vom 17. Juli, mit der Sie Bundespräsident Joachim Gauck, das Thema Cannabispolitik in der öffentlichen Debatte anzusprechen. Der Bundespräsident hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Bitte gehen Sie davon aus, dass Ihre Zuschrift - wie alle Zuschriften an das Bundespräsidialamt auch - hier mit ernstem Interesse gelesen wurde. Sie wird für die weitere Arbeit des Bundespräsidenten zu Kenntnis genommen. Angesichts der Vielzahl der hier eingehenden Anfragen ist dem Bundespräsidenten eine Erörterung Ihres Vorschlags jedoch leider nicht möglich. Hierfür bitte ich um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Dr. Daniel Riedel
[Unterschrift pipapo]
"

Hört sich so lala an, die große Reaktion konnte man ja nicht erwarten.
Dass im ersten Satz ein Verb fehlt, zeigt zumindestens, dass das keine maschinell erstellte Antwort war (hoffe ich zumindestens, sonst wär das schon armselig).

Gruß


Edit:
Habe mir gerade den Antwortbrief des Bundespräsidialamt an den DHV durchgelesen, der Wortlaut ist fast der gleiche. Also doch eher ein Reinfall..



EditEdit:
Neue E-Mail verschickt:

Sehr geehrter Herr Gauck und Herr Dr. Riedel,

am 17. Juli schrieb ich Ihnen bereits eine E-Mail über die fatale Cannabispolitik in Deutschland und habe auch eine Antwort in Briefform von Herrn Dr. Riedel erhalten.

Leider muss ich Ihrer Antwort ein großes Unverständnis entgegenbringen.
Sie [Herr Dr. Riedel] schrieben: "Angesichts der Vielzahl der hier eingehenden Anfragen ist dem Bundespräsidenten eine Erörterung Ihres Vorschlags jedoch leider nicht möglich".

Bei allem Verständnis für die knappe Zeit des Bundespräsidenten und der vielen Anfragen: Hier geht es um jährlich 3 Millionen (!) Bundesbürger, deren berufliche Laufbahn und vieles andere gefährdet wird, und nicht zu vergessen, Milliarden von Euros die in die organisierte Kriminalität fließen.

Wenn das nicht ausreicht, um dieses Thema öffentlich anzusprechen, dann weiß ich auch nicht weiter.

Ich wäre erfreut wenn Sie, Herr Bundespräsident, sich noch einmal mit dem Thema bzw. meiner E-Mail vom 17. Juli befassen würden. Hier geht es um Menschen wie Sie und mich.

Mit freundlichen Grüßen,
Chrisdoof
 
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Florian Rister am Do 10. Okt 2013, 02:12

Nice, schöne Rück-Antwort von dir.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon DrGonzo am Do 10. Okt 2013, 08:34

:D
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Re: Brief an den Bundespräsidenten

Beitragvon Bush-Doctor am Mo 6. Jan 2014, 01:16

Wie schaut denn der aktuelle Stand aus? Ist ja schon ne Weile her. Gab's da noch weitere Antworten bzw persönliche Reaktionen vom Präsidenten?

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