Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Medien und Politiker anschreiben

Medien und Politiker anschreiben

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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Firefly580 am Do 18. Jul 2013, 19:23

Servus erstmal, is mein erster Post hier, hab mich angemeldet, weil ich vorhin an den Bundespräsidenten
geschrieben habe und den wie gebeten hier veröffentlichen will, also los gehts:


Sehr geehrter Herr Gauck,

vor einigen Tagen erhielten Sie einen Brief vom Deutschen Hanf Verband(DHV),
einem privaten Interessenverband, der sich für die Legalisierung von Cannabisprodukten einsetzt.
Leider wurde dieser Brief nur mit einer Standartantwort erwidert. Deswegen möchte ich hiermit meinen Unmut darüber zum Ausdruck bringen, wie gekonnt Politiker in Deutschland dieses Thema seit Jahren ignorieren.

Gerade im Hinblick auf die Legalisierung von Cannabis als Rauschmittel und die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen zum Verkauf von Cannabisprodukten im US-Bundestaat Colorado und dem anhaltenden, menschenverachtenden Drogenkrieg in Mittel- und Südamerika ist es nötig auch hier in Deutschland eine ernsthafte, vorurteilsfreie und wissenschaftlich Fundierte Diskussion über die Legalisierung von Cannabis und die Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten zu beginnen.
Viele der Menschen die Cannabis nehmen führen ein Leben wie Sie und ich, werden von den Strafverfolgungsbehörden aber gnadenlos gejagt.
Ein Beispiel: vor einigen Jahren wurde ich hier in Bayern mit einer Menge von 4 Gramm Haschisch kontrolliert, inklusive kompletter Erkennungsdienstlichter Erfassung und DNA-Entnahme. Nun frage ich Sie: Wozu braucht die Polizei meine DNA? Werde ich als Cannabiskonsument jetzt schon mit Serienvergewaltigern verglichen? Die Methoden die inzwischen zur Strafverfolgung eingesetzt werden sind Menschenunwürdig und sorgen dafür, dass ansonsten vollkommen mündige und gute Bürger auf einer Ebene mit Schwerverbrechern stehen.
Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 4 Millionen Menschen in Deutschland Cannabis mehr oder weniger regelmäßig konsumieren oder zumindest einmal probiert haben, darunter Ingenieure, Büroarbeiter und bestimmt auch der ein oder andere Politiker. Sind alle diese Menschen nun nichts mehr wert weil sie gerne mal getrocknete Pflanzen rauchen?
Die Gruppe Betroffener ist damit auch keine Randerscheinung sondern fest in der Mitte der Gesellschaft verankert und nicht wesentlich kleiner als die Gruppe der Bürger die arbeitslos sind, trotzdem ist Arbeitslosenpolitik, korrekterweise, ein wichtiges Wahlkampfthema, der Umgang mit Cannabis und seinen Freunden jedoch nicht.

Daher bitte ich Sie einige Stunden Ihrer Zeit der vorurteilsfreien Betrachtung dieses Themas zu widmen und uns Cannabiskonsumenten nicht generell als drogensüchtige Irre ohne Recht auf Meinungsäußerung und politische Beachtung unserer Probleme und Nöte ab zu stempeln.

Hochachtungsvoll
C******** S****


Wie findet ihrs?

LG Chris
Firefly580
 
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Mario Hana am Do 18. Jul 2013, 19:29

Firefly580 hat geschrieben:
Wie findet ihrs?

LG Chris



Sehr gelungen! Hat Spaß gemacht zu lesen.
"Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden." (Karl Marx)


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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Firefly580 am Do 18. Jul 2013, 23:06

LegalizOr hat geschrieben:Sehr gelungen! Hat Spaß gemacht zu lesen.


Dankesehr, aus persönlichem Interesse schreibe ich öfters mal an Politiker oder Parteien, ausserdem bin ich immer sehr bemüht auch fremden klar zu machen, dass wir keine Unmenschen sind. Leider kommt selten mehr als ne Vorlagen-Antwort zurück :-)
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Fischkopf am Mo 16. Dez 2013, 18:49

moin!

wenn mal jemand lust hat die cdu anzuschreiben: ich glaube mit Peter Tauber haben wir einen relativ liberalen Kandidaten. nur mal so als vorschlag

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 39328.html
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Gerd50 am Mo 16. Dez 2013, 19:01

Mal abwarten, wie der sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Liest sich interessant, aber
auch als Schachzug Merkels, um der Vergreisung der Partei entgegen zu wirken.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Muck am Fr 24. Jan 2014, 09:42

Meiner Meinung nach hat die Kirche auch Einfluss auf die Politik. Vielleicht sollte man auch mal Papst Franziskus anschreiben. Mit Einfluss meine ich, dass ein Umdenken in manchem so christlich geprägten Kopf stattfindet.
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Dogthorlueck am Do 30. Jan 2014, 22:19

Skateandsmokedude hat geschrieben:http://www.rbb-online.de/klippundklar/archiv/klipp___klar_vom_14/klipp___klar_vom_14.html


Der Link ist tot!
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Kamicoll0 am Fr 16. Mai 2014, 22:23

@FireFly580
was ist eig mit dem Anschreiben geworden? Kam da noch was?
Ich habe es mir eben durchgelesen und fast es auch gut geschrieben :-)


Bzgl Medien anschreiben. Was ist mit der Wirtschaft? Die haben ja auch sehr gute Kontakte zu den Politikern.
Edeka hat es doch letztens vorgemacht und schon mal eine (für mich lustige) Werbung mit "Kiffern" gemacht.

Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass es ein paar große Beratungsunternehmen gibt, die oft eigenständige Studien schreiben. Wieso nicht zu diesem Thema. Man kann das in den Bereich Health/Care zuordnen. ;-)

Man muss denen nur die "Nische", die hier evtl entsteht, schmackhaft machen. "Die ersten, werden die Größten" usw. bla bla bla
Da steckt viel Geld dahinter, dass sieht man ja schon alleine in Colorado.

Wenn der normale Weg über die Politik und Bürger nicht geht, dann halt so.
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Florian Rister am Di 20. Mai 2014, 10:26

Kamicoll0 hat geschrieben:
Bzgl Medien anschreiben. Was ist mit der Wirtschaft? Die haben ja auch sehr gute Kontakte zu den Politikern.
Edeka hat es doch letztens vorgemacht und schon mal eine (für mich lustige) Werbung mit "Kiffern" gemacht.



Medien und Politiker reagieren halt deutlich sensibler auf Zuschriften von außen als kommerzielle Unternehmen. Daher macht es an dieser Stelle irgendwie mehr Sinn.
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Jörg am Do 22. Mai 2014, 11:55

Hier meine mail an die Grünen bzgl. meiner Wahlentscheidung, sowie deren Antwort:

Hallo,
nachdem ich seit meiner Wahlmündigkeit 1984 konstant Die Grünen gewählt,
entfällt bei der kommenden Europawahl meine Stimme für Sie. Der wesentliche
Grund dafür ist, dass Sie in Baden-Württemberg als großer Partner der
Regierungskoalition die Entkriminalisierung von Hanf, bzw. Nutzung von Hanf
als Medizin, keinen Millimeter vorangebracht haben und dafür die Schuld auf
den kleinen Koalitionspartner SPD abwälzen. Sie marginalisieren damit die
Bedeutung dieses Themas und sind für mich nicht mehr glaubwürdig.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg



Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Mail und Ihre offene Rückmeldung.

Wir können Ihre Enttäuschung über die Arbeit der grün-roten Landesregierung in Sachen Drogenpolitik nachvollziehen, die Sie in Ihrer Mail zum Ausdruck bringen. Wir können auch verstehen, dass es frustrierend ist, immer nur zu hören, die Grünen Forderungen in der Drogenpolitik seien wieder an den anderen Parteien und den Koalitionspartnern gescheitert. Und natürlich ist es demotivierend, wenn das Gefühl entsteht, seit Jahren gegen Windmühlen zu kämpfen und wenig umsetzen zu können– das geht uns genauso wie Ihnen. Doch wir haben auch gelernt, dass es sich lohnt, einen langen Atem zu haben und Widerstände oder Sorgen mit guten Argumenten zu entgegnen.

Wir möchten Sie deshalb dazu ermuntern sich weiterhin – und mit uns zusammen – für eine progressive Drogenpolitik einzusetzen. Wir wissen aus der Geschichte der Grünen Partei, dass es sich vielfach lohnt: Viele gesellschaftliche Veränderungen waren anfangs kaum denkbar, sei es die Gleichstellung von Homosexuellen, der Ausstieg aus der Atomkraft oder die Anerkennung Deutschlands als Einwanderungsland. In all diesen Bereichen gibt es noch Veränderungsbedarf, aber es hat sich schon sehr viel getan.
Ein Schlüssel dafür war immer die enge Kooperation mit und in der Zivilgesellschaft. Engagierte NGOs, politischer Druck von Bürgerbewegungen, Verbänden oder Vereinen sowie eine enge Zusammenarbeit mit den – wenigen – politischen Kräften, die sich für eine andere Drogenpolitik aussprechen, sind deshalb auch hier unabdingbar. Politik ist nun mal das Bohren dicker Bretter und auch das Überwinden massiver Widerstände, die nicht bei einer grünen Regierungsbeteiligung aus der Welt sind. Gerade bei dem noch sehr emotional aufgeladenem Thema wie Drogenpolitik sind wir sehr stark auf die Initiativen und Unterstützung der Zivilgesellschaft angewiesen, um politisch in Land und Bund gestalten zu können.

In Baden-Württemberg konnten wir uns bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD im Jahr 2011 leider nicht auf eine gemeinsame Linie beim Thema Cannabis verständigen, weshalb der Koalitionsvertrag hierzu auch keine Aussagen enthält. Bitte bedenken Sie, dass unsere Mehrheiten in Baden-Württemberg hauchdünn sind. Wir Grüne in Baden-Württemberg setzen uns weiterhin für eine Drogen-und Suchtpolitik ein, die auf vier Säulen beruht: Aufklärung und Prävention, Frühe Hilfen, wohnortnahe Behandlungsangebote und Überlebenshilfen. Wir haben diese vier Säulen auf unserer Agenda und werden für deren Umsetzung weiterhin Druck machen. Seien Sie versichert: Unser Ziel ist es, die Drogenpolitik progressiver und humaner zu gestalten.

Wir hoffen deshalb weiter auf Ihre Unterstützung für das Erreichen unseres gemeinsamen Ziels.

Mit freundlichen Grüßen

Bettina Jehne
Jörg
 
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Florian Rister am Do 22. Mai 2014, 13:39

Nice. Und das hattest du an die Grünen BaWü geschickt?
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Jörg am Do 22. Mai 2014, 17:09

nein, nicht direkt an BW, sondern an info@gruene.de, die scheinen das nach BW weitergeleitet zu haben, da die Antwort von presse@gruene-bw.de kam. Ich habe auch vor nochmal nachzuhaken, da ich eine "progressive" Drogenpolitik die auf den beschriebenen vier Säulen beruht nicht mittragen kann, solange es keinen leichteren Zugang zu Hanf als Medizin gibt und Kiffer weiter verfolgt werden.

Hab nochmal geantwortet:

Hallo Frau Jehne,

leider ist es Ihnen nicht gelungen ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Waren sie ursprünglich für eine Entkrimalisierung der Droge Hanf, so sprechen sie nun von einem Vier-Säulen-Modell das Sie ausweiten wollen. Als jahrelang in der Suchthilfe Tätigem sind mir diese vier Säulen bestens vertraut und keineswegs eine Neuerung der Grün/Roten Landesregierung, auch wenn sie neue "Programme" auflegen.
Der wesentliche Punkt ist für mich, dass weiterhin mind. 15% der deutschen Bevölkerung wie Schwerverbrecher behandelt werden, wenn sie ein nachweislich wenig schädliches und wenig suchterzeugendes natürliches Pflanzenprodukt rauchen und das der Zugang zu medizinischen Anwendungen von Hanf so erschwert ist, dass es nahezu unmöglich erscheint eine Ausnahmegenhemigung der BfArM zu erhalten (gegenwärtig ca 200 Pat. die THC bekommen können, keiner der diese billige Medizin selber anbauen darf). Bei dem zu vermeidenden Leid ist das für mich schlicht entwürdigend und nicht mit §1 GG vereinbar.
Ich stimme Ihnen zu wenn eine gesellschaftliche Veränderung einen langen Atem bedeutet, nicht umsonst wähle ich sie seit 30 Jahren, obwohl mir manche ihrer Entscheidungen in Regierungsverantwortung quer im Magen lagen und noch liegen. Politische Veränderungen erfordern aber auch Mut der verantwortlichen Parteien, und genau diesen lassen sie im Bezug auf Hanf gänzlich vermissen.
In ihrer mail finde ich entgegen ihrer Beschreibung keinen progressiven Ansatz, kein Wort über ihre Einstellung zur Legalisierung, kein Eingehen auf einen erleichterten Zugang zu Hanf als Medizin, keinen Hinweis, dass sie Modellprojekte planen oder diese unterrstützen. Statt dessen die Äußerungs, dass sie bei dem emotional aufgeladen Thema Drogen auf gesellschaftliche Kräfte angewiesen sind. Ich denke dieses Verhältnis bedingt sich gegenseitig, dass Sie zu diesem Thema keine progressive Position beziehen ist auch den von Ihnen angeführten NGO´s nicht förderlich und nicht geeignet der Emotionalität beruhigende Fakten gegenüberzustellen.
Mit aufrichtigem Bedauern

Jörg
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Aitsch Dee am So 21. Dez 2014, 23:49

Hallo liebe Mitstreiter,

ich habe mich mal kundig gemacht, wer denn in unserer Landesregierung das Justizministerium innehat.

Ich freute mich , dass es sich um eine Vertreterin des B90/Grünen handelt, war aber von Ihren Ausführungen (siehe Link) ein wenig enttäuscht. Besonders was Repression und Strafverfolgung angeht, macht man auch hier den Fehler die Symptome bekämpfen zu wollen, als die Ursachen durch eine anständige Umsetzung einer liberalen Drogenpolitik zu eliminieren.
Des Weiteren wird hier schon wieder mit angestiegenen THC Mengen im Produkt argumentiert...dies ist ja so überhaupt nicht richtig und spielt einer Argumentation pro Legalisierung eher in die Karten als dass es ein Contra Argument sein kann.

Ich bin im Augenblick leider krank und nicht in der Lage lange Debatten zu führen. (Dieser Post hat mich schon wieder all meine Kraft gekostet)

Ich möchte hiermit Georg oder jemand anderen wortgewandten "Kämpfer des Lichts" bitten dort mal in unserem Sinne zu argumentieren.

http://www.mj.niedersachsen.de/portal/l ... _psmand=13

lg
HD
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Gerd50 am Mo 22. Dez 2014, 01:11

Ich lese nur das übliche Geschwafel von Grünen im Schlepptau der SPD.

„Wenn wir erreichen können, dass die Menschen gar nicht erst Drogen konsumieren, sind
Therapie, Überlebenshilfe und Repression nicht mehr erforderlich..."


Traumtänzerei gepaart mit abwarten und Tee trinken, wie es der Presseinfo zu entnehmen
ist, lässt mich befürchten, dass sämtliche Versuche die Justizministerin zu erreichen, für's
Nirvana sind.

Mal sehen, was von der Pressemitteilung tatsächlich in der Presse landet. Dann heißt es,
Kommentare schreiben ;)
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Hanfkraut am Mo 22. Dez 2014, 16:46

Eine Adressen liste, sowie mailverteiler liste für das forum wäre sehr gut.
Eventuell noch eine Art anschreiben zum modifizieren zum Vorteil.

LG hanfkraut
Hanf ist ein hochwertiges Natur Produkt.
Nicht zögern. Hanf legalisieren! DHV Mitglied sein und aktiv werden!
https://utopia.de/0/blog/fairessen-fair ... f-verboten
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Gerd50 am Mo 22. Dez 2014, 19:17

Hanfkraut hat geschrieben:Eine Adressen liste, sowie mailverteiler liste für das forum wäre sehr gut.


Das halte ich nicht für praktikabel, da die Besetzung von Parlamenten nach Wahlen
wechselt, maillisten angepasst werden müssten. Bsp.: bei der letzten Bundestagswahl
zogen 229 neue Abgeordnete in den Bundestag ein. Das wäre also sehr aufwändig.

Auf den Parlamentsseiten im Netz, Bundestag, Landtag Niedersachsen, Senat Bremen etc.
findet man Angaben zu Abgeordneten mit Kontaktadressen.

Orts-, Kreisbüros der Parteien gibt es viele, auch hier halte ich eine Netzsuche für sinnvoll.
Bsp.: SPD Delmenhorst, CDU Bremen etc.

Eventuell noch eine Art anschreiben zum modifizieren zum Vorteil.


Auch das halte ich nicht für sinnvoll. Beispielsweise habe ich an "meinen" Landtagsabgeordneten
andere Fragen als an Gesundheitsminister Gröhe.

Wenn jemand Politiker anschreiben möchte, doch sich nicht schreibsicher fühlt, fragt im Forum.
Bei dem Job helfen wir uns gerne gegenseitig.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon Martini am Mi 18. Feb 2015, 12:09

Ich habe die Email Adressen der Augsburger Stadträte zusammen gestellt.
Gebe sie gerne weiter.
Grüße aus Augsburg
Martini
In Augsburg leben 42.439 Cannabisnutzer. Wir sind Viele!! Bild
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon M. Nice am Mo 23. Feb 2015, 15:56

High zusammen,
habe der Mortler und dem Gröhe eine E-Mail geschrieben (falls eine Antwort kommt, werde ich diese hier veröffentlichen):

Fw: Unzureichende Versorgung mit Cannabis-Medizin
Von:
"XXXXXXXXXXX" <XXXXXXX@gmx.net>
An:
marlene.mortler.wk02@bundestag.de, hermann.groehe@bundestag.de
Datum:
23.02.2015 13:57:57

Hallo Frau Mortler, Herr Gröhe!
Wann bekomme ich wieder meine Cannabismedizin???-ist bis Heute und auch Morgen nicht lieferbar!

Reden Sie endlich Klartext, wie Sie den Patienten helfen wollen! Dronabinol hilft mir nicht!

Hilfe brauche ich jetzt und nicht erst nächstes Jahr! Was werden Sie beide deshalb kurzfristig tun?


Speziell an Sie Frau Mortler:
Sie behaupten immer wieder öffentlich, z.B.: "Studien zeigen, dass die Entwicklung des Gehirns nicht zwingend schon im Alter von 18 Jahren abgeschlossen ist. Der Konsum von Cannabis kann also auch bei über 18-Jährigen zu körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen führen. Daher können wir aus gesundheitlichen Gründen keine Legalisierung befürworten."

Was ist mit Alkohol? Sie wissen bestimmt, daß PSYCHISCHE UND VERHALTENSSÖRUNGEN DURCH ALKOHOL ganz oben steht, bei der Hauptdiagnose, vollstationär behandelter Patienten in Krankenhäusern!- und das bei Erwachsenen!
Statistisches Bundesamt:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... EB938.cae2

Müssen wir jetzt Alkohol auch unter Strafe stellen? Der ist noch viel gefährlicher als Cannabis!

Auf ihre Antworten bin ich sehr gespannt!

Beachten Sie auch meine e-mail vom 13.2.2015, an das Bundesministerium für Gesundheit-siehe unten.

Den freundlichen Gruß spare ich mir, aber ich wünsche, der Höflichkeit wegen, einen schönen Tag.
XXXXXX XXXXXXXX
XXXXXXX, X
93XXX XXXXXXX, aus dem FreiStatt Bayern
PS:
Wie viel, von den 4000 Litern Bier haben Sie, Frau Mortler, am Mittwoch in Passau getrunken? Bitte tun Sie uns allen einen Gefallen und konsumieren Sie keinen Alkohol mehr, weil Ihnen selbiger anscheinend psychischen Schaden zufügt!


Gesendet: Freitag, 13. Februar 2015 um 11:29 Uhr
Von: "XXXXXXXXXXX" <XXXXXXX@gmx.net>
An: info@bmg.bund.de

Betreff: Unzureichende Versorgung mit Cannabis-Medizin

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren, Herr XXXXX.

Ich bin seit über 11 Jahren chronischer Schmerzpatient (durch einen nicht selbst verschuldeten Verkehrsunfall) und besitze seit 2013 eine "Erlaubnis nach §3 Absatz 2 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG)".

Das bedeutet, ich kann medizinische Cannabisblüten aus der Apotheke beziehen. So sieht die Theorie aus. Die Wirklichkeit ist aber anders. Leider ist es schon sehr oft passiert, daß kein med. Cannabis aus Holland geliefert wurde.

Das erste mal spürte ich diese Lieferausfälle, ganz am Anfang meiner Cannabistherapie. Ich bekam 2013 die "Erlaubnis", konnte die Therapie aber nicht beginnen, da kein med. Cannabis verfügbar war.

2014 gab es auch Lieferausfälle im November und Dezember.

Die medizinische Verfügbarkeit, am Anfang des Jahres 2015 war auch nicht gegeben und ich bekam deshalb nur eine kleine Teillieferung. Auch jetzt habe ich seit 10.02.2015 keine med. Cannabisblüten mehr. Diese immer wieder auftretenden Therapieunterbrechungen belasten meine Gesundheit sehr.

Ich bin ständig auf dieses Natur-Medikament angewiesen, um meine sehr starken Schmerzen erträglich zu machen. Letzte Woche hatte ich eine Operation und benötige meine Medizin deshalb jetzt besonders. Sie ist aber voraussichtlich bis in den März hinein nicht lieferbar!

Da es für mich leider keine Alternative zu Cannabis als Schmerzmittel gibt (wg. Nichtwirksamkeit / Unverträglichkeit), muß ich nun an den sehr starken Schmerzen und den noch zusätzlichen OP-Schmerzen unnötigerweise leiden.

Dronabinol kommt bei mir außerdem auch nicht in Frage, da die Wirksamkeit gegenüber den med. Hanfblüten nicht mal ansatzweise so gut ist.
 
 
Nun, zu Ihrer Info, das Prozedere, wie das med. Cannabis zum deutschen Patienten kommt:

Die Holländer haben eine Cannabisagentur gegründet. Diese ist nach dem Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel (engl. Single Convention on Narcotic Drugs), erforderlich, um med. Cannabis anzubauen.

Von dieser holländischen Cannabisagentur wurde die Fa. Bedrocan beauftragt, med. Cannabis anzubauen.

Die Fa. Fagron, importiert das holländische Bedrocan-Cannabis und liefert es an die deutschen Apotheken.
Zuerst werden natürlich die holländischen Patienten versorgt, wenn etwas übrig bleibt, werden die restlichen Patienten der EU bedient.
 
Leere Worte, wie die von der CSU (Mortler) und Herrn Bundesgesundheitsminister Gröhe angekündigte Gesetzesänderung, die den Zugang zu Cannabis für therapeutische Zwecke erleichtern und auch die Klärung der Kostenübernahme durch die Kassen, habe ich genug gehört. Wir brauchen eine sofortige Verbessung der Versorgung von med. Cannabis für Patienten! Hören Sie sich dazu die Rede, von Dr. med. Franjo Grotenhermen, auf der Dampfparade 2013 an ----->https://www.youtube.com/watch?v=eBP0dnAhzbI

Meine Kritik an Herrn Bundesgesundheitsminister Gröhe und das Bundesministerium für Gesundheit: Warum ist in DE noch keine Cannabisagentur gegründet worden? Dadurch könnte die Patientenversorgung hier gewährleistet werden und der Preis auf ein vernünftiges Maß sinken.

Was wollen Sie tun, um die deutschen Patienten endlich ausreichend medizinisch zu versorgen, wie lange müssen wir noch warten, bis sich etwas ändert? Wir Patienten wollen nicht länger unnötigerweise leiden. Legen Sie endlich Ihre ideologischen Scheuklappen ab, denn auch ich bezahle Ihren Ministerposten.

Googeln Sie einfach nach "Harry J. Anslinger", dann werden Sie feststellen, daß Cannabis nicht verboten wurde, weil es so schädlich oder gefährlich ist, sondern aus politischen-, wirtschaftlichen- und rassistischen-Gründen!

Übrigens sterben in Deutschland jährlich ca. 74.000 Menschen durch Alkoholkonsum und 100.000 bis 120.000 Menschen an den Folgen des Tabak-Rauchens. Diese Zahlen stammen aus dem Jahrbuch Sucht 2014 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS).

An Cannabis ist weltweit kein einziger Mensch gestorben, noch nie! - Da schauen Sie ! ! ! Diese Informationen sollten Ihnen aber schon bekannt sein!
 
 
 
Mein weiteres Vorgehen wird sein, wenn es meine Gesundheitliche Situation zu läßt, daß ich einen Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach §3 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) zum Anbau von Cannabis zur medizinischen Nutzung im Rahmen einer ärztlich begleiteten Selbsttherapie, an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte - Bundesopiumstelle - Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 - 53175 Bonn, stellen werde. Sollte mein Antrag abgelehnt werden, scheue ich mich nicht, mein Grundrecht auf ausreichende medizinische Versorgung, mit Hilfe des Sozialverband VdK, bis in die letzte Instanz einzuklagen.

Ich habe gar keine andere Möglichkeit, solange von Ihrer Seite kein Einlenken kommt.
 
 
Ich freue mich schon bin gespannt auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
XXXXXX XXXXXXXX
XXXXXXX X
93XXX XXXXXX
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon M. Nice am Fr 27. Mär 2015, 18:48

Habe bis Heute keine Antwort der beiden "Christen" bekommen (auch nicht vom Bundesministerium für Gesundheit), deshalb gab es nun eine neue E-Mail von mir:





Fw: Unzureichende Versorgung mit Cannabis-Medizin
Von:
"XXXXXXXXXXX" <XXXXXXX@gmx.net>
An:
marlene.mortler.wk02@bundestag.de, hermann.groehe@bundestag.de
Datum:
27.03.2015 17:43:46


Hallo Ihr CSU / CDU Politiker (Fr. Mortler, Hr. Gröhe)!

Am 23.2.15 sendete ich Ihnen untere e-mail. Anscheinend halten Sie es nicht für nötig meine e-mail zu beantworten.
Das ist unverschämt, denn auch ich bezahle Sie.
Daran sieht man wie Ihnen kranke am Arsch vorbei gehen!


Es ist übrigens schon wieder keine Cannabis-Medizin, seit 16.3.15, lieferbar! Soll ich jetzt zum Regensburger Hauptbahnhof fahren und dort meine Medizin besorgen???



Ich kann auch anders, dann lasse ich mich aus gesundheitlichen Gründen so lange krank schreiben (Mein Arzt fragt mich sowieso immer,soll ich sie krank schreiben?), bis mich mein Arbeitgeber raus wirft, dann muß ich Sie beide wenigstens nicht mehr finanziell unterstützen. Soll doch der Staat für mich zahlen!




Ich wünsche Ihnen beiden noch einen schönen Tag und hoffe, daß Sie nicht krank werden und selbst, auf die nicht verfügbare Medizin angewiesen sein werden.

XXXXXX XXXXXXXX
XXXXXXX, X
93XXX XXXXXXX, aus dem FreiStatt Bayern

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Fw: Unzureichende Versorgung mit Cannabis-Medizin
Von:
"XXXXXXXXXXX" <XXXXXXX@gmx.net>
An:
marlene.mortler.wk02@bundestag.de, hermann.groehe@bundestag.de
Datum:
23.02.2015 13:57:57

Hallo Frau Mortler, Herr Gröhe!
Wann bekomme ich wieder meine Cannabismedizin???-ist bis Heute und auch Morgen nicht lieferbar!

Reden Sie endlich Klartext, wie Sie den Patienten helfen wollen! Dronabinol hilft mir nicht!

Hilfe brauche ich jetzt und nicht erst nächstes Jahr! Was werden Sie beide . . . . . .
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
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Re: Medien und Politiker anschreiben

Beitragvon M. Nice am So 29. Mär 2015, 17:46

Da bis jetzt wenig Kommentare und Bewertungen auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Bayerischen Staatsregierung sind, würde ich mir ein bischen Unterstützung von Euch wünschen. Die Pseudo Christen sollen sehen, daß es viele sind, die mit dieser bayerischen Drogenpolitik nicht einverstanden sind. - Ändert sich die Drogenpolitik in Bayern, hat das mit Sicherheit Auswirkungen auf ganz Deutschland!


Ich hab schon damit angefangen, zu bewerten und zu kommentieren. :mrgreen:



https://www.youtube.com/watch?v=_hPWRO8hoGs

https://www.youtube.com/watch?v=lHTC2vw1fqw

https://www.youtube.com/watch?v=3Bcgqd0VJhk

https://www.youtube.com/watch?v=oV5g9mKEvQU



Viele Grüße aus dem FreiStatt Bayern
M. Nice
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