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Am Beispiel München: So wird das nix!

Global Marijuana March 2017 - mach mit!


Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Ole am So 7. Mai 2017, 12:53

Datum: Samstag, 6. Mai 2017 - 12:00
Ort: Sendlingerstr. 8

Liebe Hanffreunde,

es waren gerade mal etwa 200 Leute da. Die restlichen 10'000 Teilnehmer ;-) standen wohl, genau wie wir, in der Sendlinger Straße 8.

Dass der Hanf im Kopf für ein wenig Verwirrung sorgen kann, ist ja durchaus erwünscht. Aber bei derart wichtigen Dingen wäre es angebracht, etwas mehr Sorgfalt walten zu lassen. Mir fallen gerade mindestens drei Kiffer-Witze ein, einen Erzähle ich: „Wollen eine Hand voll Kiffer eine Demo veranstalten ...“ :-D

https://hanfverband.de/nachrichten/term ... march-2017

"Tja, wurde wohl abgeblasen", war der erste Gedanke, „doch zu viel gefährlich für Bayern?“.
Da das Wetter gut und wir schon mal da waren, bummelten wir halt ein wenig durch die Geschäfte. Als wir dann gegen halbzwei zwangsläufig oben am Sendlinger Tor ankamen, waren einige teils doch eher ungepflegt wirkende Aktivisten in mitunter auch seltsamer Kleidung zu sehen. Klar, jeder kann sich schließlich anziehen wir er will und ein ordentlicher Haarschnitt ist eh überbewertet. Viel wichtiger ist doch, dass wir alle wieder einmal mehr – vor Publikum - demonstrieren können, wie einzigartig wir sind, gell? Profilierungssucht kennt jedoch bekanntlich keine Grenzen. Schade, falsches Bild von uns Kiffern vermittelt. Oder auch nicht!?


12:00 Uhr?
Da geht nun jemand auf eine Demo (die eigentlich ganz wo anders ist) und denkt, um 12:00 Uhr ginge es los. Was niemand wusste, der Marsch begann erst um 14:00 Uhr! Was soll man zwei volle, geschlagene Stunden an so einem schönen, sonnigen Tag am Sendlinger Tor zubringen? Eine Veranstaltung in diesem Sinne gab es ja nicht. Die Info zum Termin hätte lauten sollen: „Aufbau und Info-Stände ab 12:00 Uhr, beginn der Demo um 14:00 Uhr“. Vielleicht sind viele Teilnehmer einfach wieder gefahren um etwas dann doch eher sinnvolles zu unternehmen, statt unter den Augen Neugieriger und der Polizei, neben süßlichen Rauchschwaden auf den kalten Boden Platz zu nehmen und abzuwarten. Musste das denn sein, dass ihr dort öffentlich kifft? Wir hielten lieber Abstand von der Gruppe um nicht in Verdacht zu geraten.

Was sollte das mit den Fahnen der Piratenpartei?
Fehlten nur noch einige Teilnehmer in Anonymous-Masken, um alles komplett absurd wirken zu lassen. Der "Normalbürger" weiß rein gar nichts über die Piratenpartei. Und wenn, dass man in dieser Spaßpartei keine klare Politische Haltung hat. Und falls doch etwas nach außen dringt, dann höchstens, dass es gegen „den Überwachungsstaat“ geht oder auf Youtube abgefahrene Videos herumschwirren, wo Jungs in Anonymous-Masken Verschwörungstheorien predigen. Mich, als eben einen dieser Normalbürger, erinnert das alles ganz stark an eine Partei pro Erleichterung von Straftaten. Das passt so nicht zum Thema Hanflegalisierung!

Hat die Piratenpartei gesponsert? Wenn ja, hat das letztlich nur geschadet. Wenn nein, hätte man diese Leute einfach höflich bitten sollen, eine solch wichtige Kundgebung nicht zu instrumentalisieren und stattdessen einfach weg zu gehen. Ich jedenfalls möchte aufgrund meines Hanfkonsums nicht mit dieser desorientierten Partei in Verbindung gebracht werden. Eben diese Fahnenschwenker waren einer der Gründe, weshalb wir letztlich nicht an der Demo teilnahmen. Wir möchten nicht als Anarchisten wahrgenommen werden. Ja, richtig gelesen! So, wie sich leider viele Mitbürger nicht die Zeit nehmen sich ausreichend über Cannabis zu informieren, so nehme ich mir das Recht heraus, mich nicht weiter über irgendwelche obskuren Spaßparteien zu informieren. Gleichnis verstanden?

Wo waren die Fahnen der Grünen?
Ich halte nichts von den Grünen. Die Grünen nimmt man landläufig aber wenigstens annähernd Ernst, zumindest bis vor dem GMM 2017, wo jene Grüne sich leider in Zurückhaltung übten und ihre Wähler einmal mehr allein ließen. Nun ja, wenn man diesen Glauben schenken darf, also durchaus kein Wunder, dass deren Umfragewerte im Keller sind :-P

Und noch etwas: Die Repräsentanten bitte etwas besser in der Argumentation schulen. Der Käse mit den zusätzlichen Steuergeldern, der da immer wieder heruntergeleiert wird, ist Wasser auf die Mühlen der Gegner! Einfachstes, sich aufdrängendes und für jeden Doofi verständliches Gegenargument: "Wir wollen die drogenfreie, gesunde Gesellschaft nicht verkaufen". Wer das Steuer-Argument unbedingt verwenden muss, bitte nicht aus dem Kontext reißen und als Einzelargument vorbringen. Vorher DHV-Flyer lesen und dem Zusammenhang verstehen! Die Zeit für drei Sätze muss schon sein.

Ich bin sehr enttäuscht.
Die Veranstaltung drückt im Nachhinein aus, dass lediglich eine kleine Gruppe unorganisierter Kiffer, die überdies auch rein äußerlich jedes Klischee bedienen, nach Anarchismus schreien. Sehen so Kiffer aus? Politisch unmündige, langhaarige und barfüßige Neo-Hippies mit Pickel im Gesicht die trotzig das Gesetz brechen und öffentlich kiffen? Darunter einige klar Minderjährige! Ist es das, was ihr zeigen wollt?

Ich bin ein seit 1982 nahezu täglich kiffender Spießer der unter Spießern lebt, täglich im Geschäftsleben Spießer bedient und kenne die Spießer daher gut. Ich darf deshalb sagen: Liebe Aktivisten, Ziel klar verfehlt! Nichtkiffende Spießer wissen nun noch besser: "Das wollen wir nicht!".

Gehen sollte es um Jugendschutz! Aber auch um Verbraucherschutz und zudem um eine Alternative zum gefährlichen Alkohol der nachweislich tötet und natürlich auch um das uralte Heilmittel mit seinen vielen guten EIgenschaften. Nicht aber darum, dass sich der Staat die Taschen vollstopfen könnte und wider des Überwachungsstaats.

Lieber DHV, ich weiß ja nicht, ob für die Demo in München Spendengelder (anteilig) verwendet wurden. Wenn ja, schade drum! Sehr, sehr schade sogar, denn alles was erreicht wurde war, die Bewegung der Lächerlichkeit Preis zu geben. Seit dem gestrigen Tag ist meine Hoffnung, dass sich hier was bewegt und ich bald kein Krimineller mehr sein muss, weil ich Abends nach einen Zehnstundentag einen vor der Glotze rauche, komplett gestorben. Holt euch endlich Erwachsene ins Boot die Ahnung und Lebenserfahrung auf dem Buckel haben und das Ruder in die Hand nehmen. Eine Grüppchen versprengter Teenies, denen man klar ansieht, dass sie ihr Dope am liebsten einfach nur gern billig bei Aldi holen würden, nimmt niemand ernst!
Ole
 
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon M. Nice am So 7. Mai 2017, 17:43

Ole hat geschrieben:Ich bin ein seit 1982 nahezu täglich kiffender Spießer der unter Spießern lebt, täglich im Geschäftsleben Spießer bedient und kenne die Spießer daher gut. Ich darf deshalb sagen: Liebe Aktivisten, Ziel klar verfehlt! Nichtkiffende Spießer wissen nun noch besser: "Das wollen wir nicht!".

Ich bin sehr enttäuscht.
Die Veranstaltung drückt im Nachhinein aus, dass lediglich eine kleine Gruppe unorganisierter Kiffer, die überdies auch rein äußerlich jedes Klischee bedienen, nach Anarchismus schreien. Sehen so Kiffer aus? Politisch unmündige, langhaarige und barfüßige Neo-Hippies mit Pickel im Gesicht die trotzig das Gesetz brechen und öffentlich kiffen? Darunter einige klar Minderjährige! Ist es das, was ihr zeigen wollt?



Hör mal zu.
Das Problem sind nicht die von Dir genannten Personen, die die Legalisierung öffentlich unterstützen.

Es sind die "kiffenden Spießer", die keine Eier in der Hose haben und erst gar nicht öffentlich in Erscheinung
treten (wollen).
Das sind aber dann die ersten hier im Forum, die nach einem Bust mit einem Joint, dann jammern, was ist mit meinem Führerschein, werde ich jetzt eingesperrt, ... ?


Lieber Ole, diese "langhaarigen" organisierten diese Demo, was hast DU bis jetzt für die Legalisierung getan?

MfG
M. Nice


PS:
Ich war gestern auf dem GMM in Regensburg, dort waren viele junge Leute, die Spießer in meinem Alter, habe ich wie immer vermisst!
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Cookie am So 7. Mai 2017, 18:40

M. Nice hat geschrieben:Es sind die "kiffenden Spießer", die keine Eier in der Hose haben und erst gar nicht öffentlich in Erscheinung
treten (wollen).

So sieht's aus! Ich kenne viele dieser "kiffenden Spießer", und keiner von denen (die ich darauf angesprochen habe), hat genug Eier in der Hose bzw. Motivation, auf die Straße zu gehen. Das ist schon ziemlich schade. Andererseits lasse ich mich davon nicht abhalten. Deine Kritik ist nur zurückzuweisen, Ole, so lange Du nicht selbst etwas (mehr) dafür zu tun bereit bist als zu "stänkern"... ich jedenfalls kann allen Organisatoren, Teilnehmern, Sponsoren und Parteien nur danken, die sich hierfür nicht "zu schade" waren.

Die finanzielle Unterstützung der Organisatoren war m. W. recht überschaubar und kam von den Sponsoren. Den Rest haben die jeweiligen Organisatoren/Gruppen selbst finanziert bzw. auf die Beine gestellt. Dafür gebührt ihnen große Anerkennung!

Außerdem: Wer meint, es besser zu können, sollte sich entsprechend einbringen. Wie wär's?!
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon andisoima am So 7. Mai 2017, 19:50

Wir sind Viele! ;)
Wir sind Vielfalt! :D
Wer sich als "Spießer" sehen möchte, muss als solcher Auftreten. :mrgreen:

Und,
wer sich FÜR etwas einsetzen will, sollte nicht mit GEGEN anfangen. ;)
andisoima
 
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Re: Am Beispiel München

Beitragvon michamuenster am Mo 8. Mai 2017, 13:32

@Ole:

Mein 2 Cent als Sprecher der Münchener DHV Gruppe:

Ich finds schade, wenn Urteile gefällt werden, bevor die (Hinter-)Gründe bekannt sind.

"Holt euch endlich Erwachsene ins Boot die Ahnung und Lebenserfahrung auf dem Buckel haben und das Ruder in die Hand nehmen. Eine Grüppchen versprengter Teenies, denen man klar ansieht, dass sie ihr Dope am liebsten einfach nur gern billig bei Aldi holen würden, nimmt niemand ernst!"
1. Die Demo wurde nicht vom DHV, sondern von Vaclav Wenzel Cerveny organisiert. Er ist 56 Jahre alt.
2. Seitens der DHV Ortsgruppe waren ausschließlich ehrenamtliche Aktivisten vor Ort. Menschen aller Alterstufen und Lebenserfahrungsstufen sind bei uns willkommen. Persönliche und finanzielle Unterstützung vor Ort hilft uns weiter, destruktive Kritik nicht.
3. Wenn Sie möchten, dass wir hier in München gezielt Personal einstellen können, dann benötigen wir hierzu die entsprechenden Spendensummen. Aktuell sind wir jedoch bereits froh, wenn wir unsere durch das freiwillige Engagement anfallenden Kosten decken können.

Wie kommen Sie darauf, dass die Demo um 12 Uhr beginnen sollte? Dem Flyer und Plakat ist deutlich zu entnehmen, dass die Kundgebung um 12 Uhr beginnt und die Demo um 13:30 Uhr.

Sie stören sich daran, dass es vor Ort vereinzelt zu Cannabiskonsum kam. Hätten die Patienten hierzu die Veranstaltung wieder verlassen sollen? Ich möchte keinem Patientem den Konsum seiner Medizin verweigern.

Die Aussage, um 12 Uhr hätte der Aufbau begonnen, ist schlichtweg falsch, denn wir sind morgens um 10 Uhr aufgebrochen zum Lager und waren spätestens um ca. 11:30 Uhr mit allen Materialien zum Aufbau vor Ort. Um 12 Uhr war unser DHV Stand pünktlich einsatzbereit.

Wie bei Demos üblich, können grundsätzlich alle Teilnehmenden auch einige Fahnen und Transparente mitbringen und es ist auch ganz normal, dass Parteiangehörige das gerne machen. Dir Piratenpartei hatte als einzige Partei Fahnen dabei, darüber hinaus waren aber auch weitere Parteien bei der Demo vertreten. Zur Kritik an der Piratenpartei selbst möchte ich kurz Einwänden, dass die sich in vielen Landtagen - insbesondere in NRW - sehr für die Cannabislegalisierung engagiert haben. Dass die Grünen und weitere Parteien nicht mit Fahnen vor Ort waren, lag vermutlich daran, dass diese auf der gleichzeitig statt findenden Global Climate March - Klimademo waren, die schon weitaus früher feststand (und Parteigremien brauchen ja auch Vorlaufzeit, um Teilnahmen zu planen und zu beschließen). Wären Sie bei der Demo mitgegangen, hätten Sie auch die Begegnung der beiden Demonstrationen mitbekommen. Das war ein spannender Moment, in der es auf beiden Seiten Überlegungen gab, die Demos zu fusionieren, was ich persönlich sehr begrüßt hätte.

Danke, lieber Ole, dass Sie sich extra für den Post Ihrer Kritik hier im Forum registriert haben. Haben Sie eventuell Lust die Orga des nächsten GMM 2018 mit zu unterstützen? Gerne können wir darüber und über weiteree Themen bei unserem nächsten Ortsgruppentreffen am kommenden Samstag um 14 Uhr in der Weltwirtschaft sprechen. FB-Link zum Treffen: https://www.facebook.com/events/1667315493575383/
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Princessshiva89 am Mo 8. Mai 2017, 14:29

Nun muss ich auch mal meinen Senf dazu geben.

Am Samstag um 11 uhr war ich am Karlsplatz, wo der DHV und Vaclav Wenzel Cerveny bereits alles aufgebaut hatten. Ich war wohl selbst eine von den sogenannten "Neohippies" und habe mir vorab auch überlegt mich als "Spießer" zu verkleiden, was mir jedoch falsch vorkam.

@Ole hast du schonmal was von der Rastafari-Bewegung gehört?? Es handelt sich dabei nicht um "hirnlose Kiffer" sondern eine Religion.
In dieser Religion ist der Konsum von Marihuana ganz typisch, genauso wie die "zotteligen, ungeplegten Haare" (Dreadlocks) die eine große Bedeutung für den Rastafari haben. Diese Religion kommt ztwar nicht von hier, aber dennoch gibt es Rastafaris, in Deutschland, die ihre Attitüde natürlich auch nach Außen tragen!!!! Bevor man also, Menschen in Schubladen steckt, sollte man gut informiert über das geschehen auf der Welt sein.
Ich würde niemals auf die Idee kommen, Christen aufgrund ihres Kreuzes zu stigmatisieren.
TOLERANZ ist das Zauberwort!!!

Ich hätte es auch sehr begrüßt ein paar "Anzugträger" im Marsch dabei zu haben, aber zu viele Leute haben einfach noch Angst vor den Auswirkungen, wenn sie zu Ihrem Cannabiskonsum stehen.
Was wirklich sehr schade ist....

@Ole ich gebe dir teilweiße sogar Recht. Allerdings halte ich es für falsch diese Menschen (zu welchen ich mich dazu zähle) zu stigmatisieren. Es waren verschiedenste Altersgruppen mit unterschiedlichsten Motiven für die Legalisierung anzutreffen, was mich selbst sehr positiv überraschte.

Wie M.Nice schon erwähnte, nicht immer nur meckern, sondern selbst ANPACKEN!!! Jeder einzelne Mensch kann etwas bewirken, man muss es nur TUN!!!
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Popel am So 14. Mai 2017, 02:01

Ole, im Wesentlichen Zustimmung! Es gibt weit mehr Konsumenten als man glauben mag, nur warum kommen die nicht zu den Demonstrationen? Viele Gründe, viele Gedanken, aber die eigene Außendarstellung ist ganz ganz sicher von entscheidender Bedeutung...
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon michamuenster am Mo 15. Mai 2017, 10:46

Manche Kritikpunkte sind berechtigt, andere nachweislich unzutreffend.

"Ole" hat leider weder auf die Antworten und Nachfragen zu seiner Kritik hier reagiert, noch ist er zu unserem Gruppentreffen erschienen. Sorry, aber Leute die den Fokus auf destruktivem Meckern haben, noch dazu über ehrenamtlich engagierte Aktivisten, gibts schon mehr als genug. Wir brauchen Leute die mit anpacken und es selbst besser machen wollen (oder ein besseres Engagement durch Ihre Spenden ermöglichen).
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Florian Rister am Mi 7. Jun 2017, 14:02

Ole hat geschrieben:ich weiß ja nicht, ob für die Demo in München Spendengelder (anteilig) verwendet wurden. Wenn ja, schade drum!
.

Für keine einzige GMM-Veranstaltung wurden Spendengelder von DHV-Seite verwendet, wenn dann Sponsoringgelder von GIZEH und Sensi Seeds

Insgesamt ist es tatsächlich immer wieder frustrierend, wenn Leute von außen solche Kritik üben, ohne sich aktiv an einer Verbesserung der Situation zu beteiligen. Man muss es aber akzeptieren, das gibt es auch in vielen anderen Bereichen.

Das bei der Vielzahl der GMMs die Seriösität im Einzelfall leidet, ist richtig. Das ist uns auch von Anfang an bewußt. Gleichzeitig haben wir damit das Thema Hanflegalisierung in ganz Deutschland präsent gemacht. Fast jeder hat die Chance, zu einem GMM zu fahren, anders als bei der Hanfparade.

Insofern sehe ich keinen Grund, jetzt den Organisatoren massiven Druck zu machen, für Seriösität zu sorgen. Das Thema wird aber natürlich jedes Jahr diskutiert in unseren Videokonferenzen usw.
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Hanfkraut am Mi 7. Jun 2017, 15:06

Als Aktivist weiß ich nur zu gut wie schwer es ist überhaupt Leute zu überzeugen! Geschweige denn zum mitmachen zu bewegen!
Ständig hört man dann... Lass mal lieber habe kein Bock auf Ärger!
So ist es das ich schon daran gewöhnt bin allein gänge zu tätigen.
Belächelt wir man da oft!
Obwohl ich grundsätzlich im geflegten erscheinungsbild erscheine.
Natürlich auch NICHT zugekiffter!
Bleibt es wie üblich beim laber laber ohne das istgendetwas passiert.
Natürlich tauche ich wie ein versicherungshändler dann regelmäßig auf.

Das mache ich so zwischen durch wenn ich drauf Lust habe.
Hanf ist ein hochwertiges Natur Produkt.
Nicht zögern. Hanf legalisieren! DHV Mitglied sein und aktiv werden!
https://utopia.de/0/blog/fairessen-fair ... f-verboten
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Sabine am Do 22. Jun 2017, 11:37

Schiebe mal den gerade erschienen "Vice" Artikel hinterher :

"Das Auge kifft mit
Liebe Kiffer, wir müssen endlich über Ästhetik reden

Hanf-Blätter, Reggae-Poster, Dreadlocks – dass Cannabis noch immer nicht legalisiert ist, liegt auch daran, wie die Szene sich optisch präsentiert.
...
Es sah dort aus, wie es bei einer Hanf-Messe, in jedem Headshop und in jedem Amsterdamer Coffeeshop eben aussieht: Bongs, grüne Hanf-Blätter, Abbildungen kiffender Rastafaris, ein wilder Mischmasch aus "abgespacten" Schriftzügen in Rot, Gelb und Grün (oder in Rot-Gelb-Grün) und noch mehr grüne Hanf-Blätter, mal gemalt, mal fotografiert, mal gebatikt. Die verteilten Flyer und die Werbebanner sahen teilweise aus, als hätte Photoshop-Philipp höchstpersönlich den Auftrag "Mach mal etwas, das den Kiffern gefällt" bekommen. Zwischendurch "glänzte" dann immer wieder das charakterlose, cleane Design eines Start-ups für medizinisches Cannabis hervor, das zwar an Hanf-Blatt-Symbolik spart, dafür letztendlich aber den Charme einer Zahnarztpraxis versprüht.

Dieser Wald aus Hanf-Blättern, Rasta-Mützen und Zahnarztpraxen hat nichts mit mir zu tun. Dabei kiffe ich seit meiner Jugend, nicht täglich aber ab und zu, schreibe als Journalist über die deutsche Cannabis-Politik und setze mich dafür ein, dass Gras als Genussmittel legalisiert wird. Ich identifiziere mich schon irgendwo als "Kiffer" – und so sollte eine Hanf-Messe doch auch für mich der richtige Ort sein, oder? Aber die Hanf-Blatt-Logo-auf-Rasta-Mütze-Ästhetik des Kiffens führt dazu, dass ich mich ausgeschlossen fühle, nicht als Teil dieses Kults. Für mich ist der Look des Kiffens ein Angriff auf die Sinne. Hanf-Blatt und abgespacte Schriftzüge haben für mich im Jahr 2017 nichts mehr mit Kiffen zu tun.
...
Als die Bild vergangene Woche über eine mögliche "Jamaika-Koalition" in Schleswig-Holstein berichtete, zierten Angela Merkel mit Rastazöpfen und Christian Lindner mit Joint den Artikel. Sollte die Branche nicht endlich damit aufhören, sich auch noch selbst mit diesen Klischees darzustellen, wenn es schon die Bild macht?"


https://www.vice.com/de/article/liebe-k ... etik-reden

https://de-de.facebook.com/vicede/posts/825730984251176
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Martin Mainz am Do 22. Jun 2017, 20:29

Tja, Alternative?
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Duck am Do 22. Jun 2017, 20:39

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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon M. Nice am Do 22. Jun 2017, 20:50

Martin Mainz hat geschrieben:Tja, Alternative?


Die Hardcore-Kiffer bleiben zu Hause und überlassen den Anzug-Trägern das Demonstrieren ! :mrgreen:


Das kann man gleich im August, bei der Hanfparade ausprobieren !
Alle langhaarigen, versifften, vollgekifften Legalisierer, mit zerrissenen Klamotten, gehen nicht hin.


Schauen wir, wie viele dann kommen.

MfG
M. Nice
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Re: Am Beispiel München: So wird das nix!

Beitragvon Cookie am Mo 26. Jun 2017, 10:49

Ich war am Samstag auf einer netten Party in Dortmund und traf dort eine Menge Freizeitkonsumenten an... da habe ich mal in die Runde gefragt, ob denn Jemand von ihnen auch auf dem diesjährigen GMM in Dortmund war (obwohl der ja vergleichsweise gut besucht war), und die Antwort war "nein" von allen. Ich hab dann mal etwas Überzeugungsarbeit geleistet und ein paar Leute für den nächsten GMM interessieren können :D .

Aber stellt Euch vor, die wussten nicht mal, dass es einen "GMM" gibt?! Was machen wir falsch bei der Öffentlichkeitsarbeit? Nun ja, vielleicht hilft Mundpropaganda ja mit am besten ;).
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