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Bundestagssitzung Cannabis-Clubs Gegenargumente raussuchen

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Bundestagssitzung Cannabis-Clubs Gegenargumente raussuchen

Beitragvon HempSteff am Do 17. Jan 2013, 23:39

Grade wurden im Bundestag die beiden Anträge über Cannabis-Social-Clubs und Drugchecking diskutiert.
Teilweise waren ja wieder haarsträubende Argumente dabei. Aber auch absolut klasse Beiträge (die üblichen verdächtigen ;)) von Frank Tempel und Harald Terpe.
Ich würde gerne möglichst jedes falsche Argument mit Fakten widerlegen!
Am besten geht das wohl mit google docs. Dann sieht jeder, der mithilft, wer grade woran arbeitet: https://docs.google.com/document/d/1YSw ... FW484/edit

Georg und Max werden morgen vermutlich ein Video erstellen, und die dümmsten Argumente schon einmal kurz widerlegen sowie die besten Redebeiträge kommentieren. Aber es schadet nichts, die ganzen Reden auseinander zu nehmen. In Textform lässt es sich dann auch gut im Blog, im Newsletter, auf den FB-Seiten der entsprechenden Politiker etc. verbreiten :)

Das Protokoll der Anhörung gibt es hier: http://dokumente.linksfraktion.net/mdb/4202516000.pdf
Zuletzt geändert von HempSteff am Fr 18. Jan 2013, 11:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Bundestagssitzung Cannabis-Social-Clubs Transkript erste

Beitragvon vyrovcz am Fr 18. Jan 2013, 01:46

Die zwei Besten : D

"Eine Legalisierung von Cannabis wäre zudem nicht mit dem deutschen Betäubungsmittelrecht vereinbar. Wissenschaftli- che Erkenntnisse bestätigten, dass der Gehalt an Tetrahydro- cannabiol in Cannabisprodukten unterschiedlich hoch sei und stetig ansteige, so dass die Einführung einer Höchstgrenze für den Straßenverkehr nicht möglich sei."

So gelogen argumentiert, das meinen die doch nicht ernst :cry:

Zum selber nachlesen:

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/115/1711556.pdf
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Re: Bundestagssitzung Cannabis-Clubs Gegenargumente raussuch

Beitragvon Mike am Fr 18. Jan 2013, 14:14

Tut mir leid, dass ich mir recht unstrukturiert eine Aussage rausgreife und etwas dazu sagen. Das geht schöner, ich weiss ;)

Karin Maag:
Die Produkte sind in den letzten Jahren deutlich gefährlicher geworden. Zum einen wurde kontinuierlich der THC-Gehalt – das ist der Wirkstoffgehalt im Cannabis – hochgezüchtet und intensiviert. Zum anderen hat das Kriminalwissenschaftliche Institut des LKA Niedersachsen in einer anderen Anhörung darauf hingewiesen, dass es allein in den letzten Monaten drei gefährliche Beimischungen nachgewiesen hat, die allesamt zu Gewichtserhöhung eingesetzt wurden. Diese Beimischungen sind Bleistaub, Glas und Haarspray. Da können Sie nur schwer behaupten, dass das alles so ungefährlich ist, wie Sie es in Ihrem Antrag darstellen.


Tatsächlich ist es so, dass viele Genetiken nach der THC-Potenz selektiert werden. Wir erleben aber auch in letzter Zeit einen anderen Trend bei den Züchtern, der die medizinischen Vorzüge in den Vordergrund stellt. Das bedeutet konkret eine Besinnung auf andere Cannabinoide und somit die Reduzierung der psychoaktiven Wirkung der Pflanzen. Den zweiten Punkt, der von Frau Maag angesprochen wurde, entkräftet Frank Tempel in seiner Rede postwendend. Das haben aber auch schon genug Menschen vor ihm getan, aber scheinbar dürfen CDU/CSU Abgeordnete die einfachste Logik nicht verstehen, wenn diese von der Parteilinie abweicht.
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Re: Bundestagssitzung Cannabis-Clubs Gegenargumente raussuch

Beitragvon Dopeworld am So 20. Jan 2013, 04:15

Bei einem Blick in diese Berichte erweist sich auch die oft (zuletzt von Döring in seinem Interview) geäußerte These, der THC-Gehalt sei um ein “Vielfaches” gestiegen, als Unfug. So heißt es im Reitox-Report (PDF, S. 214) der Deutschen Drogenbeobachtungsstelle:
Nachdem sich der mittlere THC-Gehalt im Haschisch von 2005 (8,6%) nach 2006 stark verringerte und mit 6,7% den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre erreichte, stieg er bis 2009 wieder auf 7,4% an und ist 2010 auf 6,8% gesunken. Im Vergleich mit den Angaben von 1997 zeigen sich insgesamt nur geringe Veränderungen, wobei der Wirkstoffgehalt des Marihuanas leicht gestiegen und der des Cannabisharzes sogar leicht zurückgegangen ist.
http://www.waschbaerpower.de/gesundheit ... rnen-kann/

zu den anderen "argumenten" nur ein zitat:
"It's such a special study that I'm fairly confident that cannabis is safe for over-18 brains, but risky for under-18 brains."

wer das geblubber von cdu/csu, fdp und spd ernst nimmt, sollte sich sowieso auf seinen geisteszustand überprüfen lassen
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nachtrag

Beitragvon Dopeworld am So 20. Jan 2013, 05:48

ganz ausführlich:
s. 214
Die Wirkstoffgehalte125 werden für jede Cannabiszubereitung getrennt erfasst und
ausgewertet. Die Bestimmung des THC-Gehalts erfolgte 2010 auf der Basis der
Beschlagnahmungen von 2.487 Proben Cannabiskraut, 5.165 Proben mit Blütenständen und
7.652 Proben Haschischharz durch die Labore von BKA, LKÄ und Zollbehörden. Seit 2006
werten alle teilnehmenden Labore das Marihuana getrennt nach Cannabiskraut und
Blütenständen aus, da die wirkstoffreicheren Blütenstände ohne das Kraut verstärkt auf dem
illegalen Drogenmarkt auftauchen.
Die Blütenstände hatten 2010 einen Wirkstoffgehalt von 11,2% (2009: 11,2%), das
Cannabiskraut von 2,0% (2009: 2,1%). In die Berechnung des Wirkstoffgehalts von
Marihuana fließen die Werte von Cannabiskraut und Blütenständen im Verhältnis zur
jeweiligen Anzahl der Proben ein. Von 2004 (10,8%) bis 2007 (7,4%) sank der mittlere THCGehalt
im Marihuana kontinuierlich. Zwischen 2007 und 2008 gab es keine Veränderung,
2009 stieg der Wirkstoffgehalt wieder leicht auf 8,3% und war auch 2010 nahezu
unverändert (8,2%). Nachdem sich der mittlere THC-Gehalt im Haschisch von 2005 (8,6%)
nach 2006 stark verringerte und mit 6,7% den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre
erreichte, stieg er bis 2009 wieder auf 7,4% an und ist 2010 auf 6,8% gesunken (Abbildung
10.2). Im Vergleich mit den Angaben von 1997 zeigen sich insgesamt nur geringe
Veränderungen, wobei der Wirkstoffgehalt des Marihuanas leicht gestiegen und der des
Cannabisharzes sogar leicht zurückgegangen ist.

http://www.dbdd.de/images/2011_Presseko ... 011_dt.pdf

auch mit grafik 8-)
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Re: Bundestagssitzung Cannabis-Clubs Gegenargumente raussuch

Beitragvon Mike am So 20. Jan 2013, 11:01

Ich glaube nicht dass ein Gegenargument auf der Basis dieser Zahlenspielereien erreicht werden kann. Das ist genauso haltlos wie das eigentliche Argument der Cannabis-Gegner. Für den THC Gehalt in Cannabisprodukten kann man bei den vorherrschenden Anbaumethoden keine pauschale Aussage über einen prozentualen Wirkstoffanstieg oder Fall treffen. In meinen Augen lässt sich diese Varianz ebenfalls zu den Folgen der Repression zählen. Im Endeffekt ist diese ganze Argumentation von wegen Wirkstoffgehalt total meschugge. Wie will man unter der aktuell betriebenen Drogenpolitik Grenzwerte einführen, diese Überprüfen und somit eine Transparenz für den Verbraucher erzielen? Letztendlich ist das also eine reine Zahlenspielerei um den Menschen zu suggerieren, dass Cannabis immer gefährlicher wird und diese vermeindliche Gefährlichkeit vom Schwarzmarkt angestrebt wird. Es zählt Quantität statt Qualität (siehe Streckmittel zur Gewichtsteigerung), doch komischerweise behaupten die Cannabis-Gegner durch Anführung dieses "prozentualen THC-Blendwerkes" das Gegenteil.
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Re: Bundestagssitzung Cannabis-Clubs Gegenargumente raussuch

Beitragvon fatpig am Mi 24. Jul 2013, 11:47

Tut mir leid, dass ich mir recht unstrukturiert eine Aussage rausgreife und etwas dazu sagen. Das geht schöner, ich weiss

EDIT: Unterlasse bitte die kommerziellen Links zum Verkauf von Diablo Gold.
Zuletzt geändert von Nordel am Mi 24. Jul 2013, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kommerzieller Link
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