Deutscher Hanf Verband • Thema anzeigen - Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis



Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon 4Auge am Di 15. Jan 2013, 09:31

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft ... 16642.html

Wie schön, auf das Argument, dass bewiesen sei, dass Cannabis verdumme, nun mit Fug und Recht antworten zu können:

"Die Methodik der Studie der Duke University, die 2012 veröffentlich wurde, ist fehlerhaft und die Schlussfolgerungen waren voreilig."
4Auge
 
Beiträge: 53

Registriert:
Di 15. Jan 2013, 09:22


Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon F.R. am Di 15. Jan 2013, 12:38

Es ist seit Jahren bewiesen, dass gerade das sozioökonomische Umfeld einen entscheidenden Einfluss auf den Intelligenzquotienten hat. Komisch dass in der Dunedin-Studie keinerlei Gedanke daran verschwendet wurde, lernt das doch jeder Soziologie- oder Psychologiestudent bereits im Grundstudium.

Jetzt bin ich mal gespannt ob die etablierten Medien auch dieses Ergebnis so fleissig verbreiten wie "Kiffen macht dumm"...

Ist nicht sogar Frau Dyckmans mit dem Studienergebnis hausieren gegangen?
F.R.
 
Beiträge: 15

Registriert:
Di 20. Nov 2012, 12:46


Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon Aleã am Di 15. Jan 2013, 17:41

F.R. hat geschrieben:Es ist seit Jahren bewiesen, dass gerade das sozioökonomische Umfeld einen entscheidenden Einfluss auf den Intelligenzquotienten hat. Komisch dass in der Dunedin-Studie keinerlei Gedanke daran verschwendet wurde, lernt das doch jeder Soziologie- oder Psychologiestudent bereits im Grundstudium.


Ich dachte der IQ sei (eigentlich) angeboren bzw. genetisch definiert und daher findet man Leute mit einem "schlechteren" IQ eben auch eher in einem "schlechteren" sozioökonomische Umfeld?? So habe ich irgendwie bei der Korrelation die Ursache und Wirkung gesetzt und das klingt vielleicht beleidigend aber darauf kommt es mir nicht an:

Im Gegenteil halte ich den IQ für überbewertet, sogar für die Menschen, die meinen der IQ sei überbewertet. Es ist z.B. nicht einmal möglich den "genetisch-definierten" IQ zu messen, sondern nur den IQ-Wert am Tag der Überprüfung.
Wer schwere Depressionen hat, schlecht aus dem Bett kam, vorher sein Gehirn lange Zeit durch Unfall oder Neurotoxine geschädigt hat oder direkt beim IQ-Test gekifft und stoned ist, der wird natürlich wahrscheinlicher einen niedrigeren IQ haben, als wäre er "clean" oder völlig gesund.
IQ-Tester weisen darauf hin, dass jemand völlig 100% bei sich sein muss und hochkonzentriert um einen IQ-Test machen zu können. Nur die Frage ist wie viele tatsächlich daran halten oder bemerken, dass das Subjekt in Wahrheit noch Leistungsdefizite auf Grund von Krankheit besitzt und noch behandelt werden müsste...
Das der IQ ebenfalls weder ein Garant für "Dummheit" , "Schlauheit" noch für "Normalität" (kiffen sei ja nicht normal, daher überhaupt die Verbreitung in den Medien) ist müsste hoffentlich jedem klar sein. Wenn nicht, habe ich es nochmal gesagt!
Der IQ ist höchstens mit viel Interpretation ein Wert um zu zeigen, wie sehr man in der Lage ist ein Problem zu lösen, wobei so ein IQ-Test ja auch Probleme verursachen kann, sodass die mit hohem IQ wohl erst recht gar keinen machen. ^^ (PS: Einstein war ja auch so einer...)

Wieder mehr geschrieben, als jemand wohl lesen möchte, aber zwei Buchstaben (I & Q) reichen mir nicht als Erklärung für alles und schon gar nicht als Begründung warum Marihuana ein Killerkraut sei.

Jetzt bin ich mal gespannt ob die etablierten Medien auch dieses Ergebnis so fleissig verbreiten wie "Kiffen macht dumm"...


Würden diese ja sich selbst widerlegen. Wer gibt bitte schön zu, dass man vielleicht nicht die Wahrheit sagt? Für Ehrlichkeit wird man bestraft, das weist jeder Autist! :lol:
Benutzeravatar
Aleã
 
Beiträge: 119

Registriert:
Mo 23. Jul 2012, 05:17

Wohnort:
NRW

Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon Dopeworld am So 20. Jan 2013, 03:43

Die Studie wurde sowieso ziemlich verfälscht wiedergegeben.
die autoren sagen:
"It's such a special study that I'm fairly confident that cannabis is safe for over-18 brains, but risky for under-18 brains."
dass die system-propaganda medien daraus dann "kiffeen macht dumm" folgern ist mal wieder nur auf deren mist gewachsen.

viel interessanter sind noch andere teile der studie die von der presse totgeschwiegen wurden:

Wer sich nun die Studie anschaut, stellt fest, dass sie noch eine Reihe weiterer interessanter Details enthält. So widerlegt die Studie beispielsweise die gängige These, regelmäßiger Cannabiskonsum würde das Risiko, an einer schizophrenen Psychose zu erkranken, exorbitant steigern. Im Durchschnitt erkrankt maximal einer von 100 Menschen daran. Verglichen damit entwickeln durch Risikofaktoren wie dem Leben in einer Großstadt oder eben starkem Cannabiskonsum etwa 1-2 Menschen im Laufe ihres Lebens eine Schizophrenie.

Robin Murray, einer der britischen Mitarbeiter der Studie sagt daher in einer Pressemitteilung der Universität Durham (USA):
We have known for some time that heavy use of cannabis increases risk of schizophrenia-like psychoses but this remains a relatively rare outcome so it’s not so important from a public health point of view.
http://www.waschbaerpower.de/gesundheit ... rnen-kann/

gäbe es seriöse berichterstattung, hätten schlagzeilen wie "cannabis sicher für erwachsene" dominieren müssen

immer dasselbe....
Propaganda gegen Cannabis - Stand der Wissenschaft 1:0
D O P E W O R L D
Dopeworld
 
Beiträge: 342

Registriert:
So 20. Jan 2013, 02:04


Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon Dopeworld am So 20. Jan 2013, 03:48

F.R. hat geschrieben:Jetzt bin ich mal gespannt ob die etablierten Medien auch dieses Ergebnis so fleissig verbreiten wie "Kiffen macht dumm"...

die schreiben selbstverständlich den selben schwachsinn wie beim ersten mal auch. nur diesmal mit einem fragezeichen dahinter ;)

Studie zu Cannabiskonsum: Macht Kiffen dumm?
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 77475.html
D O P E W O R L D
Dopeworld
 
Beiträge: 342

Registriert:
So 20. Jan 2013, 02:04


Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon sebb am So 20. Jan 2013, 18:28

... war ja klar, dass dies von Mainstreammedien ignoriert wird. :evil:
sebb
 
Beiträge: 47

Registriert:
Mi 15. Feb 2012, 19:10


Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon melkow11 am Di 22. Jan 2013, 23:22

sebb hat geschrieben:... war ja klar, dass dies von Mainstreammedien ignoriert wird. :evil:

Dises Thema ist mir heute auch durch den Kopf ,und das man die Medien anschreiben sollte und um eine Berichtigung des Artikels bittet. Das hat ja der Spiegel wenigstens zum teil gemacht .Aber gerade die BLINDzeitung und co die es auf der ersten Seite hatten sollte man anschreiben .
melkow11
 
Beiträge: 13

Registriert:
Fr 7. Dez 2012, 02:28


Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon Sabine am Do 16. Feb 2017, 18:58

Ohje, da hat die Zeit ganz tief in der Ramschkiste gekramt :roll:

Schade, dabei haben sie schon so viele gute Artikel gebracht :

"Macht Kiffen dumm?

Wer Cannabis-Räusche an sich selbst oder anderen erlebt hat, der weiß, dass dieser nicht gerade intellektuelle Glanzleistungen begünstigt. Der Kiffer redet viel, aber meist Unsinn. Wieder nüchtern, scheint er wieder der Alte zu sein – aber ist er das wirklich?

Eine gute Quelle, um die langfristigen Folgen des Drogenkonsums zu untersuchen, sind Langzeitstudien mit vielen Teilnehmern. Darin werden alle möglichen Gesundheitsparameter über lange Zeiträume hinweg verfolgt. Eine davon ist die Dunedin-Studie mit 1073 Neuseeländern, die im Lauf der Jahre unter anderem mehrmals nach ihrem Cannabis-Konsum gefragt wurden. Im Alter von 13 und 38 Jahren bat man sie zum Intelligenztest. Eine Studie darüber wurde 2012 in PNAS veröffentlicht.
...
Die Forscher schreiben pflichtgemäß, dass ihre Statistik keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Kiffen und dem Intelligenzverfall nachweise, obwohl sie alle möglichen alternativen Erklärungen ausschließen könnten. Aber auch als Korrelation: Bedenkenswert sind die Ergebnisse auf jeden Fall. "


http://www.zeit.de/2017/06/drogen-kiffe ... en-stimmts


Seit 15 Stunden online, noch kein einzigster Kommentar. Scheinbar gut versteckt.
Sabine
 
Beiträge: 7561

Registriert:
Fr 18. Apr 2014, 08:15


Re: Forscher widerlegt Studie zum IQ Verlust durch Cannabis

Beitragvon bushdoctor am Do 16. Feb 2017, 20:08

Aurora hat geschrieben:Ohje, da hat die Zeit ganz tief in der Ramschkiste gekramt :roll:

Die Forscher schreiben pflichtgemäß, dass ihre Statistik keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Kiffen und dem Intelligenzverfall nachweise, obwohl sie alle möglichen alternativen Erklärungen ausschließen könnten. Aber auch als Korrelation: Bedenkenswert sind die Ergebnisse auf jeden Fall. "[/i]
http://www.zeit.de/2017/06/drogen-kiffe ... en-stimmts

Der Studienleiter (Prof. Moffitt) dieser Studie hat damals bei der Veröffentlichung folgendes gesagt:
„It's such a special study that I'm fairly confident that cannabis is safe for over-18 brains, but risky for under-18 brains.”

Zum Thema "Korrelation" kann ich auch noch was beitragen:
Es gibt die Möglichkeit statistisch "nachzuweisen", dass Fahrerinnen eines blauen VW Golf ein signifikant höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken... man nehme einfach die häufigste Automarke und die beliebteste Farbe und "korreliert" diese Zahlen mit diagnostizierten Krebserkrankungen...

Es gibt auch "Studien" die scherzhaft bewiesen haben, dass das Auftreten von Klapperstörchen mit der Häufigkeit von Geburten "korreliert".
Benutzeravatar
bushdoctor
 
Beiträge: 2262

Registriert:
Mo 27. Feb 2012, 15:51

Wohnort:
Region Ulm


Zurück zu Aktuelles

Wer ist online? Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste