Brief an den Bundespräsidenten
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Das mit der Unterschriftenliste wird schwierig.. Die Anzahl dürften wir problemlos zusammen kriegen, wenn ich an die Cannabis-Petition denke, aber unter der Voraussetzung, dass der Brief so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden sollte wäre es eine logistische Meisterleistung, dies in 2-3 Wochen zu bewerkstelligen ohne ein 1000-seitiges Paket abzuliefern, weil pro Seite nur 1-10 Unterschrift(en) vorhanden ist/sind.
Eine Idee wäre, über den DHV und das Hajo evtl in Berlin dazu aufzurufen ( Also quasi in Ballungszentren.. ) An sich könnte das Steffen auch auf der Cannabiskultour .. Aber das würde den Zeitrahmen sprengen..
Eine Idee wäre, über den DHV und das Hajo evtl in Berlin dazu aufzurufen ( Also quasi in Ballungszentren.. ) An sich könnte das Steffen auch auf der Cannabiskultour .. Aber das würde den Zeitrahmen sprengen..
Hanfige Gruesse
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CosmicWizard
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Super Idee! Der Textvorschlag ist schon einmal ganz gut, sollte aber noch um die Aspekte Cannabispatienten in Deutschland und Cannabis in der Medizin allgemein erweitert werden. Der Freiheitsbegriff sollte auch noch deutlicher in den Vordergrund gerückt werden.
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Florian Rister
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Ach, ein paar hundert Mit-Unterzeichner kriegt man schnell zusammen, muss nicht "unterschrieben" werden, da langt normalerweise der Name unterndrunter.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Man könnte dann an sich ja auch gleich Nordels Postkarte oder ein vergleichbares Urteil ( wie z.B. das aus dem Hajo : http://www.hanfjournal.de/hajo-website/ ... haerte.php ) mitschicken, damit Herr Gauck auch direkt sieht, was wir mit dem Brief aussagen wollen.
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
vielleicht sollte man in diesem Brief auch noch auf die weitere schädliche Auswirkungen des Verbots hinweisen wie fehlender Jugendschutz und fehlende Prävention und die Gefahren durch Streckmittel. Und die Postion der DHS. Aber ist nur so ne Idee, Der Textist bestimmt schon gut wie er ist.
- Grashüpfer
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Die Idee ist gut und der Entwurf von grooveman auch! Ich finde das kann man so auf ihn loslassen. Ausgedruckt ist aber üblicher, als handschriftlich. Der Brief sollte auch nicht zu lang werden, viel muss man da ja nicht mehr unterbringen. Vielleicht noch den Hinweis, mit welcher Verdummungsstrategie von seiten der Regierung agiert wird. Das halt Tatsachen verdreht werden , nur um die Freiheiten von Millionen zu beschneiden - jedenfalls andeuten 
Cannabis legalisieren = den Markt für Erwachsene regulieren!
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Ich erlaube mir mal, Rechtschreibung und Zeichensetzung geringfügig zu korrigieren:
Sehr geehrter Herr Gauck,
mit großem Interesse haben wir Ihre Antrittsrede im Bundestag verfolgt; Ihre Erfahrungen mit Unterdrückung und Bevormundung durch ein totalitäres Regime gehen sicherlich jedem in Deutschland sehr nahe. Wir hoffen, dass daraus ein wirklich freiheitlicher Ansatz Ihrer Präsidentschaft entsteht.
Ohne einen direkten Vergleich zu Ihren sicherlich deutlich dramatischeren Erlebnissen in der DDR ziehen zu wollen, möchten wir Sie an dieser Stelle über die Verfolgung und Kriminalisierung von ungefähr 4 Millionen Cannabiskonsumenten informieren.
Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 150.000 Menschen wegen Besitzes von Cannabisprodukten angezeigt. Unabhängig von den drohenden juristischen Konsequenzen sind diese Menschen oftmals mit Hausdurchsuchungen, erkennungsdienstlichen Behandlungen und Durchsuchungen der Intimregion konfrontiert.
Der psychische und soziale Druck, der durch solche Ermittlungen auf an sich zumeist friedlichen, steuerzahlenden Bürgern liegt, ist enorm.
Neben den strafrechtlichen Konsequenzen drohen - auch ohne Teilnahme am Straßenverkehr - Führerscheinverlust, Jobverlust und Wohnungskündigung.
Wer einmal wegen Cannabisbesitzes aufgefallen ist, muss in jeder Polizeikontrolle damit rechnen, lange aufgehalten und durchsucht zu werden.
Der hohe Aufwand, der für diese Verfolgung der einfachen Cannabiskonsumenten betrieben wird, resultiert jedoch nicht in einer Reduzierung des Konsums: In den Niederlanden, wo jeder Erwachsene geringe Mengen Cannabis erwerben und besitzen darf, ist der Konsum nicht weiter verbreitet, als in Deutschland.
Ein gesundheitspolitischer Vorteil dieser Kriminalisierung einfacher Konsumenten ist also nicht erkennbar.
Herr Bundespräsident, wir würden uns über eine Erklärung Ihrer Position zu diesem Thema freuen.
Mit freundlichen Grüßen
- Der Auswanderer
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- Registriert: Sa 10. Mär 2012, 17:58
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Dank an Klartext!
Ich finde die Ausfuehrung wirklich gelungen:
Ich finde die Ausfuehrung wirklich gelungen:
Vielen Dank!Lieber Bundespräsident Joachim Gauck,
mit Ihrer Rede haben Sie viel Hoffnung unter den Bürgern verbreitet. Mit Ihrer Frage gleich im ersten Satz haben Sie eine Perspektive angerissen, die zwingend weitere Fragen, auch im hier und jetzt in den Mittelpunkt rückt.
Ja, wie soll es denn nun aussehen dieses Land, zu dem unsere Kinder und Enkel einmal sagen sollen: unser Land? Ist es ein freies Land? Ja mehr noch, ist es ein freiheitlicher Rechtsstaat, in dem die Freiheit des Einzelnen nicht nur in der Verfassung steht, sondern Gültigkeit für jeden Bürger hat! Oder sollte die derzeit praktizierte repressive Willkür des Staates für eine bestimmte Gruppe von Bürgern in diesem Land immer so weiter gehen?
Sollen Menschen, deren Handeln unmöglich in einem freiheitlichen Rechtsstaat zur Straftat erklärt werden kann weiterhin mit dem Strafrecht von diesem Staat bedroht, verfolgt und diskriminiert werden? Jeder Tag, jede Begegnung mit der Staatsmacht bringt für Cannabiskonsumenten eine Fülle neuer Ängste hervor und Sorgen.
Viele fragen sich, was ist das eigentlich für ein Leben, was ist das für eine Freiheit in diesem Land, in der man Menschen, die ein Genussmittel wie Cannabis, das weit weniger gesundheitsgefährdend ist, als die in diesem Land legal und frei verfügbaren Genussmittel Tabak und Alkohol, Kriminellen wie Dieben, Betrügern und Vergewaltigern gleichsetzt und gegen sie mit dem Strafrecht vorgeht?
Sie sagen, dass Ihr Lebensthema die Freiheit ist und das macht vielen Betroffenen Hoffnung. Als Bürgerrechtler in einem Unrechtsstaat, wie es die DDR war, dürfte Ihnen bekannt sein, was es heißt, wenn ein Staat das Strafrecht dazu missbraucht, um seine Bürger in ihren legitimen Freiheitsrechten zu beschneiden. Hören des Westsenders oder Republikflucht sind hier ebenso zu nennen, wie das Gesetz der „Rassenschande“, das interessanter Weise auch mit dem schwammigen Argument ‚Schutz der Volksgesundheit’ (hier durch Rassereinheit) begründet wurde.
Allerdings hat unser Staat, dem Sie nun als Staatsoberhaupt dienen, einen solchen Missbrauch des Strafrechtes als gängige Praxis, indem er den Bürger für den Genuss von Cannabis gegen alle heute zur Verfügung stehende wissenschaftliche Erkenntnis mit dem Strafrecht bedroht, ihn einschüchtert und ängstig dafür, dass er eine freie Entscheidung in seinem Genussverhalten trifft, mit der er weder Leben, Gesundheit, Ansehen oder Eigentum eines Anderen Schaden zufügt.
Und es handelt sich hier um einen nicht unerheblichen Teil, geschätzte 4 Millionen Menschen. Wie Sie zu Recht sagen, „Ängste vermindern unseren Mut wie unser Selbstvertrauen - und manchmal so entscheidend, dass wir beides ganz und gar verlieren können, bis wir gar Feigheit für Tugend halten und Flucht für eine legitime Haltung im politischen Raum.“ Diesen Eindruck habe ich derzeit von unseren Politikern bezüglich der Cannabispolitik.
Nachdem Sie sich eine lebendige Erinnerung auch an das, was in unserem Land nach all den Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur, nach den Greueln des Krieges gelungen ist, wünschen, wohl mit der Absicht, solchen Zustände für die Zukunft unseres Landes entschlossen zu begegnen und ihnen keinen Raum zu geben, sollten Sie in Ihrem Amt auch aktiv gegen das derzeitige Bestehen von staatlicher Willkür bei der strafrechtlichen Verfolgung erwachsener Menschen wegen des Umgangs mit Cannabis eintreten.
Die strafrechtliche Gesetzesregelung dürfte bei sachlicher Bewertung aller Gegebenheiten, die in dem „Dialog über Deutschland“, den unsere Kanzlerin, Frau Merkel, im Internet initiiert hat, sehr ausführlich von engagierten Bürgern erörtert wurden, eine Situation darstellen, die zu den Grundlagen unseres Rechtsstaates in diametralem Widerspruch steht; leider wird dies von den Medien ebenso in unserem Land bisher weitgehend totgeschwiegen.
Herr Bundespräsident, bringen Sie dieses Unrecht zur Sprache, setzen Sie ein Zeichen für Freiheit und Rechtsstaat! Fordern Sie die öffentliche Diskussion der Politik zu Cannabis, verlangen Sie die Einhaltung der rechtsstaatlichen Grundsätze unserer Verfassung, zeigen Sie, dass die Freiheit und das Recht für alle Bürger zu gelten hat und nicht leere Formeln eines in seinem Handeln unglaubwürdigen Anscheinsrechtsstaates sind.
In diesem Sinn hoffe ich auf Ihr Engagement als Bundespräsident zum Wohle Deutschlands und seiner Bürger.
In Erwartung Ihrer Antwort und Ihres Konkreten Handelns verbleibe ich
Mit freundlichen Grüßen
klartext,
oder jeder andere Bürger, der diesen Text in Teilen oder als Ganzes verwenden, ausdrucken, vervielfältigen, verbreiten oder direkt auch an Herrn Gauck schicken möchte.
Dieser Text steht ohne jegliches Copyright jedem Bürger, der ihn für sinnvoll oder hilfreich erachtet zur Verfügung!
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Zuallererst mal von mir ein ausdrückliches Dankeschön an groooveman und klartext. Ist nicht leicht die richtigen Worte zu finden. In beiden Briefen steckt einiges an Arbeit.
@groooveman
Ich finde Deinen Brief gut, aber ich würde sagen, der Brief von klartext ist schon runder. Er sagt im Grunde das gleiche wie Dein Brief und geht noch ein bisschen darüber hinaus. Ich hatte erst noch den Gedanken, die von Dir angesprochenen 150.000 Menschen mit Anzeige usw. noch in den klartext-Brief mit rein zu nehmen, aber je länger ich es mir anschaue, desto mehr denke ich, dass mehr Fakten dem Statement auch nicht mehr Gewicht verleihen.
Alles in allem würde ich sagen wir haben unseren Brief.
Bleibt für mich die Frage der Präsentation. Was denkt Ihr bezüglich einer Unterschriftenaktion? Ein bisschen Zeit ist ja noch bis zum Ende des Bürgerdialogs. Oder doch sofort abschicken? Und: Gemeinsam? Oder jeder für sich?
@groooveman
Ich finde Deinen Brief gut, aber ich würde sagen, der Brief von klartext ist schon runder. Er sagt im Grunde das gleiche wie Dein Brief und geht noch ein bisschen darüber hinaus. Ich hatte erst noch den Gedanken, die von Dir angesprochenen 150.000 Menschen mit Anzeige usw. noch in den klartext-Brief mit rein zu nehmen, aber je länger ich es mir anschaue, desto mehr denke ich, dass mehr Fakten dem Statement auch nicht mehr Gewicht verleihen.
Alles in allem würde ich sagen wir haben unseren Brief.
Bleibt für mich die Frage der Präsentation. Was denkt Ihr bezüglich einer Unterschriftenaktion? Ein bisschen Zeit ist ja noch bis zum Ende des Bürgerdialogs. Oder doch sofort abschicken? Und: Gemeinsam? Oder jeder für sich?
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Ich wuerde nur zu gerne meine Unterschrift anbieten aber ich denke der Weg von Dænemark hin und zurueck ist nur in Kauf zu nehmenBleibt für mich die Frage der Präsentation. Was denkt Ihr bezüglich einer Unterschriftenaktion? Ein bisschen Zeit ist ja noch bis zum Ende des Bürgerdialogs. Oder doch sofort abschicken? Und: Gemeinsam? Oder jeder für sich?
wenn das wirklich vom DHV geregelt wird. Ansonsten bin ich natuerlich gerne bereit einen Brief direkt zu verschicken.
Selbst wenn eine Email heut zu tage was feines ist, wenn 1000 Briefe ankommen kønnte das schon mehr Eindruck schinden als
1000 Mails die vielleicht noch im Spammfilter landen.
Was ich allerdings definitiv machen werde ist den DHV mit Geld zu unterstuetzen.
Hab mir das Formular schon ausgedruck, weiss allerdings nicht ob der DHV das Recht hat von einem dænischen Konto das Geld ein zu ziehen.
Ansonsten hab ich ja paypal
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CosmicWizard
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Ich finde den Brief von klartext auch etwas besser und absendenswert, aber rechtschreibtechnisch usw. muss man nochmal drüberschauen.
Übrigens könnte man den Brief durchaus von uns allen und natürlich anderen interessierten Menschen (Schildower Kreis usw.) persönlich versenden lassen. Was haltet ihr davon?
Übrigens könnte man den Brief durchaus von uns allen und natürlich anderen interessierten Menschen (Schildower Kreis usw.) persönlich versenden lassen. Was haltet ihr davon?
- Grashüpfer
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Sind beide gut. Apropos Schildower Kreis
Ich hoffe, da kommt auch noch was mediales in nächster Zeit, bzw., dass sie noch zu dem Thema beim Zukunfstdialog ein Statement abgeben oder anderweitig in kommende Diskussionen eingreifen.
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- His Master's Voice
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Weiss wer, wie man so eine Unterschriftensammlung organisiert? Die könnten wir dann schon mal starten und am Ende des Zukunftsdialogs zusammen mit dem Brief an Gauck übermitteln.
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- bushdoctor
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Vorschlag: Steffen Geyer fragen, ob er im Rahmen seiner Cannabiskultour bereit wäre die Unterschriften zu sammeln...His Master's Voice hat geschrieben:Weiss wer, wie man so eine Unterschriftensammlung organisiert? Die könnten wir dann schon mal starten und am Ende des Zukunftsdialogs zusammen mit dem Brief an Gauck übermitteln.
Mit ein paar tausend Unterschriften unter diesem Brief könnte man schon eine "mediengestüzte" persönliche Übergabe dieses Briefes an den BuPrä organisieren. Zumindest wäre es wieder "publicity" für unsere Sache!
-
CosmicWizard
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Gute Idee, vor allem die ''offizielle'' Übergabe.bushdoctor hat geschrieben:Vorschlag: Steffen Geyer fragen, ob er im Rahmen seiner Cannabiskultour bereit wäre die Unterschriften zu sammeln...His Master's Voice hat geschrieben:Weiss wer, wie man so eine Unterschriftensammlung organisiert? Die könnten wir dann schon mal starten und am Ende des Zukunftsdialogs zusammen mit dem Brief an Gauck übermitteln.
Mit ein paar tausend Unterschriften unter diesem Brief könnte man schon eine "mediengestüzte" persönliche Übergabe dieses Briefes an den BuPrä organisieren. Zumindest wäre es wieder "publicity" für unsere Sache!
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Liebe Foren-Teilnehmer,
ich würde Herrn Gauck mit "Herr Bundespräsident Gauck" anreden und ausserdem den Brief drucken (nicht handschriftlich).
Der Text ist so schon ganz brauchbar.
Wollte noch 4 Aspekte anbringen:
1. Den Text des Briefes auf einen zentralen WIKI stellen (a la Wikipedia) - habe aber hierzu keinen konkreten Ausführungs-Plan.
So könnten wir alle an einem Text arbeiten.
2. Bitte bedenkt, dass wir in einen schriftlichen Dialog mit dem Bundespräsidenten treten könnten. Er wird vielleicht antworten, und dann muss man nachhaken! ("These, Anti-These, Synthese")
3. Wenn möglich, wie bereits teilweise angedeutet, Belege, Beispiele, oder Quellen (z.B. Studien) für die Thesen anführen.
Das Rauschzeichen-Buch als Anlage ist gut, man sollte dann aber im Brief darauf eingehen.
4. Warum nicht 1000 Briefe für 55 cent/Brief per normaler Post verschicken anstelle eines Briefes mit 1000 Unterschriften. Letzteres dauert viel zu lange,
weil wir als Interessengruppe nicht gut genug organisiert sind (der DHV hat hier einiges geleistet, scheint momentan an Überarbeitung zu leiden).
Also besser schnell und nicht so perfekt, als noch einige Wochen/Monate warten!
Viele Gruesse,
Christoph.
ich würde Herrn Gauck mit "Herr Bundespräsident Gauck" anreden und ausserdem den Brief drucken (nicht handschriftlich).
Der Text ist so schon ganz brauchbar.
Wollte noch 4 Aspekte anbringen:
1. Den Text des Briefes auf einen zentralen WIKI stellen (a la Wikipedia) - habe aber hierzu keinen konkreten Ausführungs-Plan.
So könnten wir alle an einem Text arbeiten.
2. Bitte bedenkt, dass wir in einen schriftlichen Dialog mit dem Bundespräsidenten treten könnten. Er wird vielleicht antworten, und dann muss man nachhaken! ("These, Anti-These, Synthese")
3. Wenn möglich, wie bereits teilweise angedeutet, Belege, Beispiele, oder Quellen (z.B. Studien) für die Thesen anführen.
Das Rauschzeichen-Buch als Anlage ist gut, man sollte dann aber im Brief darauf eingehen.
4. Warum nicht 1000 Briefe für 55 cent/Brief per normaler Post verschicken anstelle eines Briefes mit 1000 Unterschriften. Letzteres dauert viel zu lange,
weil wir als Interessengruppe nicht gut genug organisiert sind (der DHV hat hier einiges geleistet, scheint momentan an Überarbeitung zu leiden).
Also besser schnell und nicht so perfekt, als noch einige Wochen/Monate warten!
Viele Gruesse,
Christoph.
- bushdoctor
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Keine Panik! Es besteht kein grund zu überhasteter Eile.chris_HD hat geschrieben: 4. Warum nicht 1000 Briefe für 55 cent/Brief per normaler Post verschicken anstelle eines Briefes mit 1000 Unterschriften. Letzteres dauert viel zu lange, weil wir als Interessengruppe nicht gut genug organisiert sind (der DHV hat hier einiges geleistet, scheint momentan an Überarbeitung zu leiden).
Also besser schnell und nicht so perfekt, als noch einige Wochen/Monate warten!
Die Aktion mit dem Brief an den Bundespräsidenten ist super!
Stellt sich nur noch die Frage nach dem "Rahmen" in dem dieser Brief "zugestellt" wird.
Wenn 1000 oder 10000 Bürger ein und den selben Brief ans Bundespräsidentialamt schicken, dann wird das KEINE Wirkung haben, weil niemand groß davon was mitbekommen wird... Für die Massenmedien ist das nicht interessant genug.
Unser Ziel sollte die maximal mögliche mediale Aufmerksamkeit sein, um in alle Tageszeitungen und ins Fernsehen zu kommen.
Dafür gibt es m.E. nur die eine Möglichkeit, den Brief persönlich - im Rahmen einer Presseveranstaltung - an den Herrn Bundespräsidenten zu überreichen.
Wichtig ist aber auch, dass genügend Bürger diesen Brief unterschrieben haben. 10000 Unterschriften wären m.E. schon nötig!
Aber ist ja kein Problem, der Brief ist ja fast fertig!
1) Bitte den Inhalt jetzt festklopfen und über den DHV zum Download zur Verfügung stellen.
2) Steffen Geyer bitten, Unterschriften im Rahmen der Cannabiskultour zu sammeln.
3) gleichzeitig alle Mann raus auf die Straße und: Unterschriften sammeln! (Ich bin dabei!)
4) Schildower Kreis ansprechen, ob sie bei der Übergabe an Herrn Gauck dabei sind... denen tut "mediale Aufmerksamkeit" auch mal gut.
5) Marcel Knust (als Beispiel für die Repression) müßte auch noch persönlich dabei sein, denn sein Fall eignet sich hervorragend als Beispiel für die Zustände in unserem Land
6) Termin mit der Presse und dem BuPrä ausmachen und Brief durch Georg Wurth vom Hanfverband übergeben.
Da muss die Presse einfach zugreifen! Interviews mit Marcel Knust, Georg Wurth, Dyckmans, div. CDU-Kasper, Christian Ströbele, Stefan Raab
Gleichzeitig kommt der "Schildower Kreis" auch mal zum Zug!
Selbst wenn am nächsten Tag in der Bildzeitung steht "Kiffer vergleichen Hanfvebot mit DDR-Unrecht!", dann ist unser Ziel erreicht! Mediale Aufmerksamkeit!
Öffentlichkeit!
Der ein oder andere wird zum Nachdenken gebracht...
Auf geht´s Leute, packen wir´s an!
- His Master's Voice
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
@Bushdoctor
Ich kann Dir nur vollstens zustimmen. Deinen skizzierter Plan halte ich für absolut sinnvoll. Wir sollten unser Pulver trocken halten und das alles in einer Punktlandung bündeln, statt dass jetzt jeder mal nen Brief da hin schickt wovon keiner was mitkriegt.
@All
Ich hatte weiter oben schon mal gefragt, weil ich hab damit keine Erfahrung: Wie soll das mit den Unterschriften laufen? Machen wir einen Vordruck den dann jeder mit Unterschriften füllt? Oder sollen wir da eine Webseite für einrichten? Was habt Ihr für Ideen? Da ausschließlich auf die Cannabiskultour zu setzen halte ich für wenig effektiv, außerdem dauert das Ganze dann noch sehr lange.
Ach und dann noch zu dem Brief. Wir sollten uns
1. Einigen, welchen Brief wir jetzt tatsächlich nehmen, grooovemans oder den von klartext?
2. und Zweitens die Frage, was soll noch rein in den Brief? Eher ein allgemeiner Appell an den BP uns zu helfen? Oder doch noch mehr mit Fakten unterfüttern?
Um meinerseits die Fragen zu beantworten:
Ich plädiere für die Verwendung von klartexts Brief, da er im Grunde das von groooveman Gesagte enthält und noch etwas darüber hinaus geht. Das Einzige was in klartexts Brief nicht auftaucht, sind die in grooovemans und den Anmerkungen der anderen Poster genannten Fakten, also die Zahl der Verfahren, medizinische Aspekte, usw...
Deshalb bin ich dafür, dass klartext seinen Brief noch mit einigen kurzen faktischen Argumenten unterfüttert (siehe die vorgeschlagenen Aspekte hier im Thread). Wobei der Kern dann zwar etwas in den Hintergrund zu rutschen droht. Denn es geht vor allem um die rechtsstaatliche Dimension und um die Unverhältnismäßigkeit, das war ja auch der Ursprungsgedanke bei dem Brief. Aber sollten wir wirklich mediale Aufmerksamkeit erregen können, dann wäre es schon gut, wenn auch ein paar der anderen sehr guten Argumente für eine Legalisierung mit an die Öffentlichkeit getragen würden.
@klartext
Was ist Deine Meinung? Hättest Du ein Problem damit, den Brief noch ein klein bisschen zu erweitern?
Ich kann Dir nur vollstens zustimmen. Deinen skizzierter Plan halte ich für absolut sinnvoll. Wir sollten unser Pulver trocken halten und das alles in einer Punktlandung bündeln, statt dass jetzt jeder mal nen Brief da hin schickt wovon keiner was mitkriegt.
@All
Ich hatte weiter oben schon mal gefragt, weil ich hab damit keine Erfahrung: Wie soll das mit den Unterschriften laufen? Machen wir einen Vordruck den dann jeder mit Unterschriften füllt? Oder sollen wir da eine Webseite für einrichten? Was habt Ihr für Ideen? Da ausschließlich auf die Cannabiskultour zu setzen halte ich für wenig effektiv, außerdem dauert das Ganze dann noch sehr lange.
Ach und dann noch zu dem Brief. Wir sollten uns
1. Einigen, welchen Brief wir jetzt tatsächlich nehmen, grooovemans oder den von klartext?
2. und Zweitens die Frage, was soll noch rein in den Brief? Eher ein allgemeiner Appell an den BP uns zu helfen? Oder doch noch mehr mit Fakten unterfüttern?
Um meinerseits die Fragen zu beantworten:
Ich plädiere für die Verwendung von klartexts Brief, da er im Grunde das von groooveman Gesagte enthält und noch etwas darüber hinaus geht. Das Einzige was in klartexts Brief nicht auftaucht, sind die in grooovemans und den Anmerkungen der anderen Poster genannten Fakten, also die Zahl der Verfahren, medizinische Aspekte, usw...
Deshalb bin ich dafür, dass klartext seinen Brief noch mit einigen kurzen faktischen Argumenten unterfüttert (siehe die vorgeschlagenen Aspekte hier im Thread). Wobei der Kern dann zwar etwas in den Hintergrund zu rutschen droht. Denn es geht vor allem um die rechtsstaatliche Dimension und um die Unverhältnismäßigkeit, das war ja auch der Ursprungsgedanke bei dem Brief. Aber sollten wir wirklich mediale Aufmerksamkeit erregen können, dann wäre es schon gut, wenn auch ein paar der anderen sehr guten Argumente für eine Legalisierung mit an die Öffentlichkeit getragen würden.
@klartext
Was ist Deine Meinung? Hättest Du ein Problem damit, den Brief noch ein klein bisschen zu erweitern?
Zuletzt geändert von His Master's Voice am Fr 30. Mär 2012, 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Florian Rister
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Verdammt, ich habe eben was hierzu geschrieben und es verschwand im Nirvana weil mein Internet kurz weg war
Naja nochmal in Kurzform:
-Mitzeichner bei offenen Briefen macht man normalerweise ohne Unterschrift, aber mit Klarname und Beruf
-1000 Mitzeichner sind sehr schwer zu kriegen, ich wäre mit 100 eigentlich schon zufrieden wobei mehr natürlich geiler wären
-Es gibt keinerlei Zeitdruck: Gauck bleibt garantiert noch ein paar Jährchen, da bin ich mir extrem sicher.
-Im Brief von Klartext steckt sehr viel Pathos, und er fokussiert sich sehr stark auf rechtliche Aspekte, die aber nicht genau ausgeführt werden. Das ist ok, aber ich hätte schon gerne ein paar konkrete Argumente im Brief, auf die jemand auch reagieren kann/muss.
Sonst kommt nur ein genauso pathetischer Brief zurück, wie gefährlich Cannabis für unsere Jugend ist.
-Steffen Geyer würde ich raushalten, der hat auf und mit seiner Kultour genug zu tun.
-Eine "Übergabe" an Herr Gauck, wird schon an seiner Bereitschaft zu einer Teilnahme scheitern.
Ein Versenden per Post, mit gleichzeitiger Veröffentlichung im Netz und Email an ausgewählte Presseredaktionen wäre aber machbar und könnte durchaus effektiv sein.
Naja nochmal in Kurzform:
-Mitzeichner bei offenen Briefen macht man normalerweise ohne Unterschrift, aber mit Klarname und Beruf
-1000 Mitzeichner sind sehr schwer zu kriegen, ich wäre mit 100 eigentlich schon zufrieden wobei mehr natürlich geiler wären
-Es gibt keinerlei Zeitdruck: Gauck bleibt garantiert noch ein paar Jährchen, da bin ich mir extrem sicher.
-Im Brief von Klartext steckt sehr viel Pathos, und er fokussiert sich sehr stark auf rechtliche Aspekte, die aber nicht genau ausgeführt werden. Das ist ok, aber ich hätte schon gerne ein paar konkrete Argumente im Brief, auf die jemand auch reagieren kann/muss.
Sonst kommt nur ein genauso pathetischer Brief zurück, wie gefährlich Cannabis für unsere Jugend ist.
-Steffen Geyer würde ich raushalten, der hat auf und mit seiner Kultour genug zu tun.
-Eine "Übergabe" an Herr Gauck, wird schon an seiner Bereitschaft zu einer Teilnahme scheitern.
Ein Versenden per Post, mit gleichzeitiger Veröffentlichung im Netz und Email an ausgewählte Presseredaktionen wäre aber machbar und könnte durchaus effektiv sein.
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- bushdoctor
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Ich würde Vorname, Familienname und Bundesland vorschlagen Wir sind schließlich Bürger dieser BRD und sollten klar machen, dass an dieser Sache die ganze "Republik" beteiligt ist. Beruf kann meinetwegen freiwillig dazu.groooveman85 hat geschrieben: -Mitzeichner bei offenen Briefen macht man normalerweise ohne Unterschrift, aber mit Klarname und Beruf
Ohne überheblich wirken zu wollen, aber 100 krieg ich alleine schon hin, wenn ich bis zur Hanfparade Zeit habe!groooveman85 hat geschrieben: -1000 Mitzeichner sind sehr schwer zu kriegen, ich wäre mit 100 eigentlich schon zufrieden wobei mehr natürlich geiler wären
Absolut korrekt! Wir sollten die Zeit bis zum Herbst 2012 nutzen! Es besteht wirklich kein Zeitdruck.groooveman85 hat geschrieben: -Es gibt keinerlei Zeitdruck: Gauck bleibt garantiert noch ein paar Jährchen, da bin ich mir extrem sicher.
Wir brauchen den Steffen ja eigentlich nicht direkt einzubinden. Es wird sich doch für jede Veranstaltung der Cannabiskultour jemand von uns hier aus dem Forum finden lassen, der die Unterschriften Umfeld der Tour einholt.groooveman85 hat geschrieben: -Steffen Geyer würde ich raushalten, der hat auf und mit seiner Kultour genug zu tun.
Eins sage ich aber ganz klar: Wenn wir es nicht schaffen, die Cannabiskulour-Veranstaltung vom Steffen Geyer zu nutzen, dann geben wir viel Potenzial ungenutzt verloren! Diese Tour ist ein Geschenk des Himmels für diesen offenen Brief an den Bundespräsidenten.
Warum so pessimistisch? Erstmal Unterschriften sammeln! Um die Presse kümmere ich mich dann, wenn die Sache soweit ist. Wenn nötig bringe, ich das Ding persönlich zu Herrn Gauck!groooveman85 hat geschrieben: -Eine "Übergabe" an Herr Gauck, wird schon an seiner Bereitschaft zu einer Teilnahme scheitern.
Kann sein, kann aber auch nicht sein!groooveman85 hat geschrieben: Ein Versenden per Post, mit gleichzeitiger Veröffentlichung im Netz und Email an ausgewählte Presseredaktionen wäre aber machbar und könnte durchaus effektiv sein.
Ich bin seit über 10 Jahren mit einer Redakteurin einer großen süddeutschen Tageszeitung verheiratet. Glaub, mir, da bekommt man so manchen Einblick in die "redaktionellen Abläufe".
Wir brauchen einen "Aufhänger" und müssen "Futter" liefern, dann springen die wie die Karnickel umher!
Deshalb sehe ich es als Vorraussetzungen für einen großen Erfolg an, dass
1) Marcel Knust bereit ist, da mitzumachen. Er ist der "Aufhänger". Seine Geschichte spricht Emotionen an und man könnte "skandalöse Zustände" anprangern
2) der Brief auf jeden Fall einen Vergleich "Hanfverbot mit DDR-Unrecht" impliziert. Das ist das "Futter", das macht die Sache griffig und wirkt "polarisierend". Das ist sogar geeignet dass die Springerpresse und der Spiegel hier mit "aufhupfen" werden! Fernsehen garantiert!
3) Versuch einer persönlichen Übergabe im Rahmen "Hanfverband,Schildower Kreis und Marcel Prust". Ob der Bundespräsident da persönlich auch erscheint, ist dann nebensächlich! Wenn das gut organisiert und "medial" vorbereitet ist, dann MUSS der da aufscheinen!
Jungs und Mädels, ich sag´s hier nochmal: Das ist eine EINMALIGE CHANCE! Wenn wir uns das entgehen lassen, dann wird das so schnell nix mehr...
Zum Text des Briefes: Darum kann ich mich nicht kümmern, aber die Ansätze hier passen m.E. schon! Klopft das Ding fest und achtet auf "Futter"! Denkt auch daran, dass der Inhalt "zitierfähig" ist und wörtlich in der Zeitung stehen kann. Macht bitte einfach und diskutiert nicht lange! Bis zum 30.April sollte das Ding spätestens stehen.
Wenn jeder mitmacht, dann wird das schon was
- bushdoctor
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Re: Brief an den Bundespräsidenten
Eigentlich wollte ich es nicht machen... sei´s drum!
Ich habe den Brief von klartext hergenommen und nach meinen Vorstellungen ungestalltet. Der "Pathos" ist aber, denke ich, erhalten geblieben:
Ich habe den Brief von klartext hergenommen und nach meinen Vorstellungen ungestalltet. Der "Pathos" ist aber, denke ich, erhalten geblieben:
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
mit Ihrer Antrittsrede haben Sie viel Hoffnung unter den Bürgern verbreitet. Mit Ihrer Frage gleich im ersten Satz haben Sie eine Perspektive angerissen, die zwingend weitere Fragen, auch im hier und jetzt in den Mittelpunkt rückt.
Ja, wie soll es denn nun aussehen dieses Land, zu dem unsere Kinder und Enkel einmal sagen sollen: „Unser Land“? Ist es ein freies Land? Ja mehr noch, ist es ein freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat? In dem die Freiheit des Einzelnen nicht nur in der Verfassung steht, sondern volle Gültigkeit für jeden Bürger hat.
Sollen Menschen, deren Handeln unmöglich in einem freiheitlichen Rechtsstaat zu einer Straftat erklärt werden kann, weiterhin mit dem Strafrecht von diesem Staat bedroht, verfolgt und diskriminiert werden? Jeder Tag, jede Begegnung mit der „Staatsmacht“ bringt für Cannabiskonsumenten eine Fülle von Ängsten und Sorgen hervor.
Viele fragen sich mittlerweile, was ist das eigentlich für ein Staat, der sich anmaßt bis in die kleinsten Belange des Privaten einzudringen? Was ist das für eine Freiheit in diesem Staat, in dem man Menschen, die ein Genussmittel wie Cannabis, das weniger gesundheitsgefährdend ist als die legal und frei verfügbaren Genussmittel Tabak und Alkohol, zu Kriminellen abstempelt, ja auf die gleiche Stufe stellt wie Gewaltverbrecher, Diebe und Betrüger?
Sie sagen, dass Ihr Lebensthema "die Freiheit ist" und das macht vielen Betroffenen Hoffnung. Als Bürgerrechtler in einem Unrechtsstaat, wie es die DDR war, dürfte Ihnen bekannt sein, was es heißt, wenn ein Staat das Strafrecht dazu missbraucht, um seine Bürger in ihren legitimen Freiheitsrechten zu beschneiden. „Hören des Westsenders“ oder „Republikflucht“ sind hier nur Beispielhaft zu nennen.
Ein paar Dekaden früher gab es schon mal einen Unrechtsstaat auf deutschem Boden, der ganz andere Straftatbestände, wie das Gesetz der „Rassenschande“, das interessanterweise auch mit dem schwammigen Argument ‚Schutz der Volksgesundheit’ (hier durch Rassereinheit) begründet wurde, einführte.
Auch die Bundesrepublik Deutschland blickt mit der Kriminalisierung der „männlichen Homosexualität“ im §175 StGB, der noch aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt und erst 1969 reformiert wurde, auf keine rumreiche Geschichte zurück, was die strafrechtliche Verfolgung „andersartiger“ angeht. Das Bundesverfassungsgericht stufte noch im Jahre 1957 den § 175 StGB in der Fassung von 1935 als „ordnungsgemäß zustandegekommen“ ein. Er sei nicht „in dem Maße nationalsozialistisch geprägtes Recht“, dass ihm „in einem freiheitlich demokratischen Staate die Geltung versagt werden müsse“. Die Verfassungsrichter urteilten: „Gleichgeschlechtliche Betätigung verstößt eindeutig gegen das Sittengesetz.“. Hieran kann man sehr schön erkennen, wie „schnell“ sich auch die „verfassungsrechtlichen Normen“ ändern können. Die Homosexualität ist übrigens erst seit 1994 völlig straffrei. Aus heutiger Sicht ist das lächerlich, für viele Betroffene und damals Verfolgte war es bittere Realität!
Auch unser Staat, dem Sie nun als Staatsoberhaupt dienen, begeht unserer Meinung nach einen solchen Missbrauch des Strafrechtes. Indem er den Bürger für den Genuss und den medizinischen Gebrauch von Cannabis gegen alle heute zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse mit dem Strafrecht bedroht, ihn einschüchtert und ängstigt, weil er eine freie Entscheidung in seinem Genussverhalten trifft oder auf Cannabis als Heilmittel zugreifen will oder muss. Der Staat greift zum schärfsten Schwert gegenüber seiner Bevölkerung, zum Strafrecht, obwohl weder Leben, Gesundheit, Ansehen noch Eigentum eines dritten Schaden zugefügt werden.
Und es handelt sich auch nicht um einen unerheblichen Teil der Bevölkerung, geschätzte vier Millionen Menschen. Wie Sie zu Recht sagen, „Ängste vermindern unseren Mut wie unser Selbstvertrauen - und manchmal so entscheidend, dass wir beides ganz und gar verlieren können, bis wir gar Feigheit für Tugend halten und Flucht für eine legitime Haltung im politischen Raum.“ Diesen Eindruck haben wir derzeit von unseren Politikern bezüglich der Cannabispolitik. Die „Angst vor dem falschen Signal“ lähmt die Politik so sehr, dass selbst kranke Menschen, die von Cannabis als Medizin profitieren wollen, nicht nur weiter körperlich leiden müssen sondern auch mit Geld- und Gefängnisstrafen davon abgehalten werden, sich Linderung zu verschaffen.
Die strafrechtliche Verfolgung von Cannabiskonsumenten und -patienten dürfte bei sachlicher Bewertung aller Gegebenheiten eine Situation darstellen, die zu den Grundlagen unseres Rechtsstaates in diametralem Widerspruch steht.
Im „Dialog über Deutschland“, den unsere Kanzlerin, Frau Dr. Merkel, im Internet initiiert hat, wurde das auch sehr ausführlich von vielen engagierten Bürgern erörtert. Das Thema brennt den Bürgern unter den Nägeln, weil sie nach über 60 Jahren Prohibition endlich einmal sehen wollen, dass wir, als Gemeinschaft, einen Schritt vorwärts machen in dieser Frage.
Herr Bundespräsident, bringen Sie dieses Unrecht zur Sprache, setzen Sie ein Zeichen für Freiheit und Rechtsstaat! Fordern und fördern Sie die öffentliche Diskussion der Politik zu Cannabis. Verlangen Sie die Einhaltung der rechtsstaatlichen Grundsätze der Verhältnismäßigkeit, die auch und gerade durch das Grundgesetz gefordert werden.
Zeigen Sie, dass das Grundrecht nach Artikel 2 GG auf freie Entfaltung der Persönlichkeit für alle Bürger zu gelten hat und nicht nur leere Formeln sind.
In diesem Sinn hoffe ich auf Ihr Engagement als Bundespräsident zum Wohle Deutschlands und seiner Bürger, auch der „etwas anderen“ Bürger“.
In Erwartung Ihrer Antwort und Ihres konkreten Handelns verbleiben wir
Mit freundlichen Grüßen
- His Master's Voice
- Beiträge: 614
- Registriert: Do 1. Mär 2012, 16:09
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Ich hatte ja weiter oben die Frage an klartext gerichtet, was er von der Weiterverwurstelung seines Briefes hält und hatte das auch nochmal per PM bei ihm nachgefragt. Hier seine Antwort:
Hallo HMV,
leider komme ich kaum dazu, überall mitzulesen, da ich mich auch noch an anderen politischen Diskussionen beteilige und auch der Dialog über Deutschland mit seiner willkürlichen Zensur sehr zeitintensiv ist.
Der Brief an den BP ist ein offener Brief, ich habe ihn bewusst an der Rede von Gauck orientiert um dem Herrn Gauck die Nähe des Anliegens zu seinen eigenen Worten transparenter zu machen. Allerdings habe ich diesen Brief für jedermann als Ganzes oder in Teilen zur freien Verfügung gestellt, so dass jeder, der es für sinnvoll oder hilfreich erachtet, ihn nach seinen Vorstellungen verändern kann. Aus meiner Sicht ist es nicht erforderlich, noch Detaills aufzuführen, da diese gerade in der Politik hinlänglich bekannt sind und die grundsätzliche Frage zur Entscheidung im Raum steht und der BP auch im Grundsatz dazu Stellung nehmen soll, aber ich habe kein Problem damit, wenn der Brief überarbeitet, erweitert oder gekürzt wird.
Jeder, der etwas unterschreibt sollte sich darin auch finden und damit übereinstimmen. Meinen Brief habe ich als persönliche, allgemeine Formulierung des Anliegens betrachtet, die jeder nach seinen individuellen Betrachtungen frei abändern und nutzen kann.
Viele Grüße
klartext
Wir sind Millionen...
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TheBeginning
- Beiträge: 257
- Registriert: So 11. Mär 2012, 17:43
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Wollte mal fragen wie mittlerweile der aktuelle Stand ist bezüglich des Briefs...
Sollen wir das demnächst mal starten?
Sollen wir das demnächst mal starten?
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CosmicWizard
- Beiträge: 389
- Registriert: Fr 10. Feb 2012, 15:38
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Ja, sonst gerät das ganze komplett in Vergessenheit.TheBeginning hat geschrieben:Wollte mal fragen wie mittlerweile der aktuelle Stand ist bezüglich des Briefs...
Sollen wir das demnächst mal starten?
- bushdoctor
- Beiträge: 2359
- Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
- Wohnort: Region Ulm
Re: Brief an den Bundespräsidenten
Habe die Sache eigentlich schon abgeschrieben, da sich niemand der ihrer anzunehmen scheint!CosmicWizard hat geschrieben: Ja, sonst gerät das ganze komplett in Vergessenheit.
Meinen Text-Vorschlag habe ich gepostet, bei Unterschriftensammlung wäre ich auch dabei!
Mit dem Hanfmuseum Berlin habe ich auch schon gesprochen. Die wären evtl. bereit, die Unterschriftenliste auszulegen.
Nur: Einer muss die Sache in die Hand nehmen. Ich werde es nicht machen, habe momentan zu viele andere Baustellen!