Deutscher Hanfverband Forum • Thema anzeigen - Frankreich entkriminalisiert alle Drogen?

Frankreich entkriminalisiert alle Drogen?



Frankreich entkriminalisiert alle Drogen?

Beitragvon Nikki am Do 25. Jan 2018, 12:49

Bin sehr gespannt, wie es sich entwickelt, aber ich freue mich schon, dass das Thema nicht ignoriert wird.

"The French government is actually considering decriminalising all drugs

In a new report, two French assembly members, Eric Pulliat and Robin Reda, have recommended some options intended to “alleviate strain” on the country’s criminal justice system. Here's the really interesting bit: among the options put forward is the complete decriminalisation of all drugs."


http://www.dazeddigital.com/politics/ar ... -all-drugs
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Re: Frankreich entkriminalisiert alle Drogen?

Beitragvon littleganja am Do 25. Jan 2018, 13:29

Das wäre mal was :mrgreen: Go France Go
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"Es gibt keinen Stephen Hawking" - GOTT *2018 :mrgreen:
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Re: Frankreich entkriminalisiert alle Drogen?

Beitragvon littleganja am Do 25. Jan 2018, 17:10

Hier der Bericht von Euronews

:arrow: https://www.youtube.com/watch?v=NreMiSP9WCk
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Re: Frankreich entkriminalisiert alle Drogen?

Beitragvon Martin Mainz am Mo 29. Jan 2018, 14:22

Bild nimmt das Thema auf und schreibt einen langen Artikel dazu, wie üblich ziemlich reisserisch, aber naja..

Macron plant Kiffer-Revolution

http://www.bild.de/politik/ausland/emma ... .bild.html

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plant eine Kiffer-Revolution: Der Konsum von Cannabis soll bald weniger hart verfolgt werden! Die Regierung in Paris erwägt, eine weichere Gangart bei der sehr weit verbreiteten Droge anzuschlagen. Das Thema ist heikel, in Frankreich gibt es eine heftige Konfrontationslinie zwischen Befürwortern einer völligen Freigabe und Hardlinern. Ein fraktionsübergreifender Bericht für die Nationalversammlung, über den das Parlament in Paris diese Woche diskutierte, schlägt nun eine Art Mittelweg vor: Anstelle einer drakonischen Geldstrafe nebst Gefängnis wie bisher soll eine „Sofortstrafe an Ort und Stelle“ von 150 bis 200 Euro stehen, wenn jemand mit einem Joint erwischt wird.
...
Dies wäre eine drogenpolitischen Revolution: Denn Frankreich verfolgt seit 1970 Cannabiskonsumenten unverhältnismäßig hart: Ein Jahr Haft und 3750 Euro Zahlung drohen bislang jedem Kiffer – zumindest theoretisch.
Gebracht hat die Knallhart-Regel allerdings nichts: Der jahrzehntelang eisern geführte Kampf französischer Polizisten und Richtern bewirkte vielmehr das Gegenteil! In kaum einem anderen EU-Land rollt man sich so gerne eine Tüte wie bei unserem westlichen Nachbarn.
...
Klartext: Weil die Verfolgung des Vergehens mit großem Aufwand verbunden ist, würden die meisten Kiffer gar nicht erst verfolgt. Der Macron-Vertraute Castaner sagt dazu: „Es ist heute – mehr denn je – wichtig, dass die Polizei sich auf wichtigere Bereiche konzentrieren kann.“ Zugleich betonte er: Cannabis werde nicht entkriminalisiert.
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Die französische Polizeigewerkschaft unterstützt die geplante Gesetzesänderung. „Es ist eine gute Idee, die sich an der Realität orientiert“, sagt ihr Sprecher Patrice Ribeiro. „Die meisten Polizisten, die jemanden beim Rauchen von Cannabis erwischen, sagen, man soll den Joint wegwerfen – aber verfolgen es nicht weiter.“
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Jedoch wollte der Präsident anfangs weitergehen: In seinem Wahlprogramm Ende November 2016 sprach er sich sogar für eine völlige Entkriminalisierung von Cannabis aus.
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Frankreich liegt mit geschätzt 1,2 Mio. regelmäßigen Cannabis-Konsumenten trotz der harten Gesetze an der Spitze in Europa. Laut einer Studie der französischen Drogenaufsicht OFDT vom Juni 2017 haben 42 Prozent aller Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren erklärt, schon mal Cannabis geraucht zu haben. Keine Altersgruppe greife so häufig zur Tüte wie jene zwischen 15 bis 34 Jahren.
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Unterstützung für Macrons Vorhaben kommt aus dem konservativen Lager, auch seine Vor-Vorgänger hatten Ähnliches geplant: Der spätere Präsident Nicolas Sarkozy (62) wollte bereits 2003 als Innenminister durchsetzen, dass Joint rauchen nicht mehr mit Gefängnis bestraft wird. Nachfolger François Hollande (63) wollte sich dagegen an dem Thema nicht die Finger verbrennen, ließ es in der Schublade.
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