Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Vapelife13
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Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Vapelife13 » Mi 16. Mai 2018, 19:00

Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung bei Eigenbedarf
Marlene Mortler überraschte gestern gegenüber der Süddeutschen Zeitung mit einer unerwarteten Äußerung zur Entkriminalisierung von Cannabis:

“Wer in Zukunft im Besitz von Cannabis für den Eigenkonsum von der Polizei erwischt wird, solle wählen dürfen, ob er Bußgeld bezahlt, oder sich freiwillig gezielt vom Experten helfen lässt.“

https://hanfverband.de/nachrichten/news ... igenbedarf

Duck
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Duck » Mi 16. Mai 2018, 19:04

Was heisst genau von experten helfen lassen?
Weil sie was besitzen müssen sie wo hin?
Und konsum ist erlaubt und muss nicht von experten geholfen bekommen.

Stimmt dass so?

Vapelife13
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Vapelife13 » Mi 16. Mai 2018, 19:11

Wahrscheinlich meint Sie zur Drogenberatung gehen oder ähnliches!?
Wir werden sehen, es bleibt spannend....

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Mi 16. Mai 2018, 19:19

Hat der Wolf Kreide gefressen???

VSZ
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von VSZ » Mi 16. Mai 2018, 19:21

Duck hat geschrieben:Was heisst genau von experten helfen lassen?
Weil sie was besitzen müssen sie wo hin?
Und konsum ist erlaubt und muss nicht von experten geholfen bekommen.

Stimmt dass so?
D.h. das man dir eine Suchttherapie anbietet. Alternativ als Owi ahndet. Das wäre eine quasi Liberalisierung ohne regulierten Verkauf.

Gerade für berufstätige Autofahrer, die am Wochenende vielleicht lieber einen rauchen statt zu saufen, beginnt damit ein neues Leben.
littleganja hat geschrieben:Hat der Wolf Kreide gefressen???

Haha, wohl eher Angst vor einer erneuten Verfassungsbeschwerde. Die nächste BverfG Entscheidung würde wohl das BtMG aushebeln. Denke Frau Mortler hat den Auftrag erhalten, genau dies zu verhindern.

Für alle Menschen, die nahe der niederländischen Grenze wohnen, ist das eine Liberalisierung.

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Mi 16. Mai 2018, 20:00

KONOPJA hat geschrieben:interessant währe zu wissen wieviel gramm/kilo dann eigenbedarf ist und wie hoch das owi-geld dann ist.

und besonders ab wann diese neue "regelung" in kraft tritt
Die Eigenbedarf Mengen sind doch in jedem Bundesland definiert, ausgenommen es kommt eine Bundesweite Regelung?! Ist dann im Prinzip wie in Portugal....

Hanfkraut
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hanfkraut » Mi 16. Mai 2018, 21:00

Hä?
Bußgeld oder Beratung?

Dann würde ich mich beraten lassen!
Vielleicht lerne ich ja dann etwas über die sortenfielfalt.
Oder gegen welche Beschwerden die optimalste Anwendung gegeben ist! :mrgreen:


Nun mal die Kirche aber im Dorf lassen!
Was denkt Frau mortler denn?
Das ein Patient mit chronischen (anerkannten) Krankheiten wohlmöglich dann aufhört Cannabis gegen seinen beschwerden zu nehmen?
Punkt 1 Die wenigsten Patienten haben das Vergnügen Cannabis vom Arzt zu zu bekommen!
Selbst heute noch nach einem Jahr weigern sich die Ärzte immer noch!

Punkt 2 Die meisten Ärzte hören dem Patienten heute nicht wirklich mehr zu!
MEIN ARZT HAT MICH FAST UMGEBRACHT!!!!!!!
Falsche Schmerz Tabletten!

Fazit mittlerweile ist es so das ich mich lieber auf mich selbst verlasse!
Ist nicht das erste Mal das ich auf Grund allergische Reaktionen auf Tabletten mein Leben in Gefahr war! Das ganze 6 mal!

Das belastet mich derzeit sogar etwas psychisch! Vor allem das ich dann noch als Schmerz Patient keine Medikamente mehr gegen Schmerzen mehr bekomme! Das Risiko ist einfach zu hoch das ich dann wieder einmal reagiere!
Musste heute mit erheblichen Schmerzen arbeiten! War froh das ich dann zuhause bin!
Ist das einem Menschen zumutbar?
Fast jeden Tag überlege ich im Sack zu hauen und meine Arbeit für immer ein zu stellen!
Ihr könnt euch vorstellen was dann ist! Schau mal noch ein Kiffer der nicht arbeitet!



Was würde dann gerade mir so ein Experte erklären können?


Ich kenne sämtliche Kräuter und deren Anwendung bzw. Die teils auch mit Nebenwirkungen behaftet sind!
Ich war im Busch und habe dort über Kräuter viel lernen können! Ich war im w/a bei einem Apotheker zu Gast und habe dort viel gelernt!
Ich weiß was ich wann und wo machen kann und wann besser nicht!

Wenn ich mich berauschen möchte, würde ich mir ein ganz legales Pflanzen coktail mixen!
Dafür benötige ich mit Sicherheit kein Cannabis!
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
Cannabis aus vernunft SOFORT legalisieren!
https://utopia.de/0/blog/fairessen-fair ... f-verboten

HabAuchNeMeinung
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mi 16. Mai 2018, 21:00

Landtagswahl in Bayern, ich hör dir trapsen.....

VSZ
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von VSZ » Mi 16. Mai 2018, 21:47

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:Landtagswahl in Bayern, ich hör dir trapsen.....
Wenn die Ltw das Ende der Prohibition mit sich bringt, kann man dem zumindest Etwas positives abgewinnen.

Diese Ankündigung, rund einen Monat vor der CannabisKG Anhörung, ist aber relativ Aussagekräftig. Natürlich möchte man der Liberalisierungsbewegung damit den Wind aus den Segeln nehmen. Aber für die meisten Konsumenten wird so zumindest ein relativ normales Leben ermöglicht.

Ein besseres als unter ständiger Strafandrohung in jedem Fall.

Zumal Cops bei Owi's, anders als bei Straftaten, gerne auch mal ein Auge zudrücken. Gerade das ist der Bereich, in dem Bürgernähe geschaffen werden kann.

HabAuchNeMeinung
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mi 16. Mai 2018, 21:56

VSZ hat geschrieben: ...
Gerade für berufstätige Autofahrer, die am Wochenende vielleicht lieber einen rauchen statt zu saufen, beginnt damit ein neues Leben.
...
Wie kommst Du auf die Idee? Von einer Änderung des BTMG wäre die FeV wohl kaum betroffen.
Und da die Legislative und Judikative ja sogar ihrer "eigenen" Grenzwertkommision nicht traut, ändert sich diesbezüglich erstmal gar nichts....
https://www.strafverteidiger-schueller. ... B6gen-vor/

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von VSZ » Mi 16. Mai 2018, 22:27

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
VSZ hat geschrieben: ...
Gerade für berufstätige Autofahrer, die am Wochenende vielleicht lieber einen rauchen statt zu saufen, beginnt damit ein neues Leben.
...
Wie kommst Du auf die Idee? Von einer Änderung des BTMG wäre die FeV wohl kaum betroffen.
Und da die Legislative und Judikative ja sogar ihrer "eigenen" Grenzwertkommision nicht traut, ändert sich diesbezüglich erstmal gar nichts....
https://www.strafverteidiger-schueller. ... B6gen-vor/

HabAuchNeMeinung
Pardon, du hast natürlich recht.
Zuletzt geändert von VSZ am Mi 16. Mai 2018, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Hans Dampf
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hans Dampf » Mi 16. Mai 2018, 22:32

Ich vermute ja eher eine Mehrstufigkeit, sofern das von höheren Gesetzen her möglich ist.

Also beim ersten Mal beraten, beim zweiten Mal eventuell auch noch mal beraten und ab dem dritten Mal gibt es empfindliche Geldbußen.
Zum Beispiel.

Naja, lieber wäre mir eine völlige Re-Legalisierung unter sinnvoller Berücksichtigung des Jugendschutzes. Denn wenn sich eine Gesellschaft mal in diesem halblegalem Zwischenzustand befindet - so glaube ich - geht es lange nicht konstruktiv weiter (Bsp. Holland) . Die meisten europäischen Politiker werden sich jetzt auch erst mal anschauen wollen, was in den Staaten und in Kanada passieren wird und dann mal schauen ...
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."

Duck
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Duck » Mi 16. Mai 2018, 22:33

Hanfkraut hat geschrieben:Hä?
Bußgeld oder Beratung?

Dann würde ich mich beraten lassen!
Vielleicht lerne ich ja dann etwas über die sortenfielfalt.
Oder gegen welche Beschwerden die optimalste Anwendung gegeben ist! :mrgreen:
...

Wenn ich mich berauschen möchte, würde ich mir ein ganz legales Pflanzen coktail mixen!
Dafür benötige ich mit Sicherheit kein Cannabis!
Man man da geht es doch nicht um partienten!

Was den Führerschein angeht, die sind eh geduldete Anarchie...

Man glaubt es nicht was mir da ein... zu erklärt hat.

Scheisse ja Fahrverbot für alle medis egal welche... ich bin dafür und der staat is morgen pleite.
Is doch so!
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Do 17. Mai 2018, 08:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von DennisEF » Do 17. Mai 2018, 03:37

Wenn Frau Mortler jetzt Wort hält, dann wäre es ein neuer Meilenstein in Hinsicht der Legalisierung von Cannabis.
Sie hat sich wahrscheinlich verschiedene Optionen angeschaut und will nun diesen Weg gehen.

Nun wird sich Zeigen ob sie ihr Wort hält, dann wäre diese Frau keine schlechte Drogenbeauftragte.

Hanfkraut
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hanfkraut » Do 17. Mai 2018, 06:02

Geht so...
Die will uns dann gerne belehren und davon abhalten Cannabis zu konsumieren.

Und wer weiß wie oft dann ein Termin ist.
Dir owi wird bestimmt auch teuer werden
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von insomnia » Do 17. Mai 2018, 08:55

Busgeld wäre doch eine verschärfung !
wenn bei eigenbedarf das verfahren eingestellt wird soll man jetzt busgeld zahlen ?!
für mich ein rückschritt !
Und an der gängigen praxis des führerscheinentzuges wird sich dadurch nix ändern.
Besser wäre eine vernünftige eigenbedarfsmenge von 20 g bundesweit zu entkriminalisieren und vernünftige blutwerte einzuführen.
gruß
insomnia
Religion beruht auf Autorität, Wissenschaft auf Beobachtung und Vernunft." Stephen Hawking, Physiker, Astrophysiker 8-)

andisoima
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von andisoima » Do 17. Mai 2018, 08:56

Was mir in der ganzen Debatte fehlt, ist, dass es sich um ein willkürliches, rassistisch motiviertes Gesetz handelt.
Es gehört abgeschafft. Millionen Menschen gehören entkriminalisiert!
Ich mag keinen Rassismus "pflegen" oder einem solchen den Buckel machen, um zu "büßen". :twisted:

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Cookie » Do 17. Mai 2018, 09:34

Ich will nicht mal eine Ordnungswidrigkeit in Bezug auf Cannabis Konsum akzeptieren. Wie kann etwas eine Ordnungswidrigkeit sein, das nicht mal verboten ist? Es geht ja um den Besitz bzw. den Erwerb... und dagegen hilft eine optionale "Drogenberatung" auch recht wenig ;). Dennoch wäre das ein erster winziger Schritt.

Wir sollten aufhören, so einen Aufriss wegen einer harmlosen Pflanze zu machen und sie endlich auch als solche behandeln.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von resin breath jeff » Do 17. Mai 2018, 09:45

Bei Eigenbedarf wird doch jetzt schon meist eingestellt. Für mich sieht das nach ein Rückschritt aus. Für Eigenbedarf Bier gibts doch auch keine erzwungene Beratung oder Strafe. Wenn das Realität wird kann man wieder sagen, dass immer mehr Cannabis Benutzer in die Therapie landen.
Über die Tatsache dass es an die Führerscheinstelle weitergeleitet wird ändert sich nichts? Damit werden Existenzen und Partnerschaften zerstört.
Man landet doch jetzt schon in die Drogenberatung zwecks MPU, und Geld muss man dafür auch noch gerade wenig bezahlen.

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Do 17. Mai 2018, 10:09

Fakt ist nicht in allen Bundesländern wird bei Eigenkonsum das Verfahren auch eingestellt, in Bayern Baden-Württemberg und Sachsen ist das definitiv ein Fortschritt! Anstatt der jeweiligen Staatsanwaltschaft im jeweiligen Bundesland die Entscheidung zu überlassen, ist eine Bundesweite Regelung die lediglich eine Geldbuße vorsieht besser oder?!
Ein gravierender Unterschied zu jetzt wäre die Umwandlung von jetzt Straftat zu dann Ordnungswidrigkeit ist doch eindeutig ein Fortschritt oder?
Das mit dem Einstellen bei Eigenkonsum ist z.b. in Berlin tatsächlich so, in Bayern gibt es sowas nicht, also evtl Nachteil für Berlin, Riesen Gewinn für Bayern!
Man sollte bei der ganzen Geschichte nicht vergessen das aktuell Wahlkampf in Bayern ist....

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