Die leidige Diskussion - wie geht ihr damit um?

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MoJo999
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Die leidige Diskussion - wie geht ihr damit um?

Beitrag von MoJo999 » Mi 13. Mär 2019, 08:55

Hallo Leute,
die meisten hier haben sicherlich schon die Erfahrung gemacht, mit massig Vorurteilen konfrontiert zu sein in Bezug auf Cannabis, oder? Wie reagiert ihr, wenn jemand euch vor den Kopf stößt, Cannabis als Droge bezeichnet?

Ich nehme beispielsweise hin und wieder CBD Tropfen, wenn ich stark gestresst und nervös bin und nicht schlafen kann. Darüber habe ich mich mit Bekannten unterhalten und wurde direkt angemault, dass das unverantwortlich wäre. Wie antwortet man denn auf so etwas? Habt ihr da bestimmte Strategien?

Cookie
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Re: Die leidige Diskussion - wie geht ihr damit um?

Beitrag von Cookie » Mi 13. Mär 2019, 09:12

Ich weiß nicht, ob das Forum dafür das Richtige ist... aber egal.

Nun, gelinde gesagt "offen", das heißt ich stehe dazu und sage, was mir wichtig ist. Also zum Beispiel dass das "unverantwortlich wäre" Blödsinn ist, und warum. Dann kommen meist die üblichen "Argumente" (aka "schon mal gehört") die ich allesamt widerlegen kann. Aber nahezu alle wissen es, die Gespräche liegen also schon weit zurück.

Die beste Strategie ist ergo, sich (selbst) zu informieren. Aber wegen CBD angesprochen zu werden... schon merkwürdig ;).
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Martin Mainz
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Re: Die leidige Diskussion - wie geht ihr damit um?

Beitrag von Martin Mainz » Mi 13. Mär 2019, 16:26

MoJo999 hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 08:55
Hallo Leute,
die meisten hier haben sicherlich schon die Erfahrung gemacht, mit massig Vorurteilen konfrontiert zu sein in Bezug auf Cannabis, oder? Wie reagiert ihr, wenn jemand euch vor den Kopf stößt, Cannabis als Droge bezeichnet?
Fragst Du als Patient oder Selbstversorger? CBD an sich ist doch völlig unkritsch. Frag einfach zurück, ob die jemals ein Erkältungsmittel, oder Schmerzmittel genommen haben, ist das gleiche in grün.
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mad
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Re: Die leidige Diskussion - wie geht ihr damit um?

Beitrag von mad » Mi 13. Mär 2019, 19:59

Ein Schmerzmittel mit CBD zu vergleichen ist lustig. Da sind die Schmerzmittel doch viel gefährlicher.

Ich gehe ziemlich offen damit um. Ich wurde nur einmal im Fußballstadion angeflaumt, ich sollte meine Joints das nächste Mal woanders rauchen. Dem habe ich nur ein Lächeln entgegnet. Ansonsten erzähle ich etwas von meiner Krankheit (insbesondere Schlafprobleme / RLS) und erzähle meinen Behandlungserfolg. Viele sind dann einfach nur total interessiert. Dann kläre ich über die wenigen Nebenwirkungen auf und wie ungefährlich Cannabis im Gegensatz zu Tabak/Alkohol/heftigen Medikamenten ist. Ich habe zu 100% positives Feedback bekommen. Sogar von meiner Schwester und von 2 Kollegen. Allerdings bin ich auch sehr argumentationsstark und rhetorisch auch eher geschickt. Und ich wirke auch nicht wie der typische Kiffer. Und alleine aufgrund meines Gewichtsverlust (=aktuell fast wieder Normalgewicht) sind viele Bekannte schon sehr erstaunt, da ich das nur mit meiner Behandlung geschafft habe.

PrettyT
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Re: Die leidige Diskussion - wie geht ihr damit um?

Beitrag von PrettyT » Do 14. Mär 2019, 16:57

MoJo999 hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 08:55

Ich nehme beispielsweise hin und wieder CBD Tropfen, wenn ich stark gestresst und nervös bin und nicht schlafen kann. Darüber habe ich mich mit Bekannten unterhalten und wurde direkt angemault, dass das unverantwortlich wäre.
Bei mir mault niemand.
Ich habe eher noch die Erfahrung gemacht dass die Leute mittlerweile echt aufgeklärt sind. Gerade weil man CBD-Öl jetzt auch bei DM und co kaufen kann. Ich nutze CBD Tropfen aktuell für meine Katze und im Freundeskreis war niemand mehr verwundert darüber oder hat das in Frage gestellt. Die ist nämlich schon was älter und hatte Schwierigkeiten ihr Essen drin zu behalten. Nach einer Woche CBD Öl Erfahrung täglich hatte sich das Problem erledigt. Sie ist wesentlich entspannter und kann eben wieder richtig essen.

Wobei ich zu Beginn auch echt überlegt habe wie viele Tropfen ich geben soll. So richtige Angaben lassen sich da eben nicht finden. Learning by Doing klappt aber ganz gut. Zum Glück!

Wobei ich das auch immer höre, dass Menschen sich immer noch wundern über dieses CBD. Das wäre doch auch eine Berauschend etc.
Bei https://www.leafly.de/evas-erfahrungen-top10-fragen/ habe ich auch einen ganz netten Artikel zu dem Thema gefunden. Wer mal auf dem Schlauch steht und ein Argument fehlt, da findet sich ganz gut.
Wobei es immer noch viel Fleißarbeit ist Menschen aufzuklären...

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BUMMBUMM
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Re: Die leidige Diskussion - wie geht ihr damit um?

Beitrag von BUMMBUMM » Mo 18. Mär 2019, 04:06

witzig, hab grad genau gengenteilige erfahrung gemacht.
gestern meine schwester drauf angesprochen, die wusste nichtmal was CBD ist...
in den Bild.de nachrichten wird sowas anscheinend nicht kommuniziert...

ps: schwester arbeitet teilzeit an ner tankstelle, meinte lange blättchen gehen weg wie warme semmeln ^^
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Natnatnat
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Kontakte knüpfen /allgemeiner Freundeskreis - wie macht ihr das

Beitrag von Natnatnat » Mo 15. Apr 2019, 16:52

Hallo zusammen!

Durch Zufall bin ich gerade auf dieses Forum gestoßen und bin schon recht begeistert, dass es sowas gibt. Ich nehme Cannabis aus persönlichen Gründen seit Jahren regelmäßig und versuche damit auch Verantwortungsbewusst um zu gehen (z. B. kein Auto fahren), der allgemeine Soziale Status macht es mir jedoch sehr schwer damit offen zu sein, nur wenige aus meinem Bekanntenkreis wissen davon und keiner meiner Bekannten raucht selber. Ich möchte hier auch nicht die Gründe erläutern, ich denke da hat jede so seine eigenen Ansichten.

Was ich gerne wissen möchte ist, wie ihr damit umgeht? Nicht nur hätte ich gerne ein paar Leute mit denen ich ab und zu zusammen etwas rauchen kann, sondern auch Bekannte wo ich nicht unbedingt in die Dunkle Ecke muss (oder einfach von der Bildfläche verschwinden), um etwas zu kaufen. Ich hatte bisher auch nur zwei Versuche unternehmen, dies beim Arzt zu bekommen, aber mit dem Aufwand und verbundenen Kosten hat sich auch das nicht gelohnt für mich.

Für eine Weile hatte ich auch selbst angebaut, lohnte sich im gesamten jedoch nicht für mich alleine (ein Grund warum ich das Spanische Konzept richtig gut leiden kann). Es gibt Wochen, dass ich nichts bekomme, einfach weil ich keinen kenne und viel zu schüchtern bin irgendjemand auf der Strasse einfach anzusprechen.

Ebenfalls hatte ich an vorherigen öffentlichen Aktionen teil genommen für die Legalisierung, aber auch dort niemanden so richtig kennen gelernt.

Es wäre einfach mal nett sich über gewissen Thematiken direkt zu unterhalten statt das Internet als Medium zu nutzen. Wäre supper nett wenn ihr mit mir eure Erfahrungen teilen möchtet :) Falls ich einen älteren Post zur gleichen Thematik übersehen haben sollte, freue ich mich gerne über einen kurzen Hinweis.

Nat

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