Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

123hahaha123
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Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von 123hahaha123 » Fr 2. Aug 2019, 17:49

Hallo zusammen,
ich habe neulich einen Artikel gelesen, das Cannabis die Psychosegefahr um ein vielfaches erhöht.

Nun wurde ich stutzig.
Wie groß ist diese Gefahr wirklich?
Wie ist die Gefahr im Vergleich zu Alohol?

Sollte man, wenn man stark depressiv oder psychosegefährdet ist auf gras verzichten?

Was passiert, wenn man während einer Psychose (unwissend) Gras konsumiert?

HabAuchNeMeinung
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Fr 2. Aug 2019, 19:28

123hahaha123 hat geschrieben:
Fr 2. Aug 2019, 17:49
Hallo zusammen,
ich habe neulich einen Artikel gelesen, das Cannabis die Psychosegefahr um ein vielfaches erhöht.
....
https://hanfverband.de/inhalte/cannabis ... d-risiken
Cannabis und Psychose
Durch die Einnahme von Cannabis - besonders von hohen Dosen THC - können akute psychotische Symptome ausgelöst werden. Diese verschwinden in der Regel wieder nach einigen Tagen.
Eine eigenständige "Cannabispsychose" ist nicht belegt. Man geht hingegen davon aus, dass bei vulnerablen (anfälligen) Personen, die Cannabis konsumieren, eine bislang verborgene psychotische Erkrankung eher zum Ausbruch kommt als bei abstinenten.....
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2 ... iche-sucht
Da aber vor allem die Kommentare lesen....

https://de.wikipedia.org/wiki/Substanzi ... e_Psychose

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Steckling
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Di 20. Aug 2019, 05:24

Die Wirkung von Cannabis wird für sich als Psychose hingestellt. Von Leuten die überhaupt keine Ahnung haben, und nie Cani erfahren haben. Und damit meine ich nicht früher mal an ner Tüte gezogen zu haben, sondern das Grüne Fahrrad begriffen zu haben.

Horrortrips, vom Balkon springen, bunte Regenbögen sehen... das ist LSD, bzw was sich Leute in den 60ern darunter vorstellten ohne es selbst je probiert zu haben.
Da wird einfach "das sind alles Drogen" in einen Topf geschmissen.
Von Leuten die wie gesagt überhaupt keine Ahnung haben.
Selbst führende Suchtexperten wie Dr.Thomasius gehen lediglich von der Premisse aus: sie wissen leidlich wie es ist regelmäßig sturzbesoffen zu sein - und Cannabis ist dann wohl eben einfach noch schlimmer. Weils eine illegale Droge ist eben.
Dabei hat das eine mit dem anderen absolut NICHTS gemein. Aber so GAR nichts.

Verfolgungsangst, Beklemmungen, schlechte Gefühle - JA! Das kann Cannabis machen, aber nur weil der Konsument in ein Milieu der Angst, der realen Verfolgung, der Ausgrenzung und der Propagandahetze gezwungen wird. Sich ständig verstecken muss, für etwas das ihm gut tut, und niemandem schadet. Das IST ein shizophrener Zustand.
Doch dieser Zustand ist gesellschaftsinduziert, und nicht durch das Kraut.
In einer freien Gesellschaft wirst Du keinen Horrortrip auf Cani erleben, es sei denn dir geht es ohnehin bereits mies.

Cannabis induziert keine Horrortrips.
Aber es kann bestehende Emotionen vorübergehend verstärken.
Liebeskummer kann schlimmer werden, Spaß kann lustiger werden, Angst kann eher übermannen, Essen besser duften, banale Ideen sich vorübergehend zu Visionen aufspielen :)
Aber es gibt keinerlei "Psychose-Gene" in der Pflanze. Nein. Hat man versucht nachzuweisen, ist aber bisher "leider" nur auf heilsame Wirkungen gestoßen. Nicht das Allheilmittel, aber kein Grund sich zu fürchten oder Menschen dafür einzusperren.

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Martin Mainz
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Martin Mainz » Di 20. Aug 2019, 07:43

Wer psychotisches Potential hat, kann durch Cannabis eine Episode auslösen. Das gilt allerdings auch für Alkohol.
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Cookie » Di 20. Aug 2019, 08:22

Martin Mainz hat geschrieben:
Di 20. Aug 2019, 07:43
Wer psychotisches Potential hat, kann durch Cannabis eine Episode auslösen.
Das muss man aber erst mal glauben, um es zu akzeptieren. Ich würde es eher eine "hypothetische Möglichkeit" nennen, mehr nicht. Ich finde, Steckling hat mit allem recht, was sie sagt.
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Andi76 » Di 20. Aug 2019, 08:57

Vielleicht gäbe es weniger Psychosen wenn die Konsumenten wüssten was sie da rauchen.
Wer weiß schon den ThC Gehalt?
Vielleicht die Patienten.
Da würde ein legaler Zugang helfen mit Informationen über Thc/cbd Gehalt.
Stellt euch mal Alkoholkonsum vor ohne das man weiß ob man 4,7% oder 50% trinkt.
Das gäbe eine mittlere Katastrophe.

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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Cookie » Di 20. Aug 2019, 09:27

Andi76 hat geschrieben:
Di 20. Aug 2019, 08:57
Vielleicht gäbe es weniger Psychosen wenn die Konsumenten wüssten was sie da rauchen.
Ja, da ist was dran. Ich weiß noch in den ersten Jahren als ich was "Verbotenes" tat, dass mich regelmäßig diese Form der Psychose einholte. Mittlerweile und schon lange nicht mehr (zum Glück). Aber ansonsten...
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Digger » Di 20. Aug 2019, 22:47

ich denke, dass es durchaus viele psychosen gibt, die nicht zwingen auf die substanz an sich zurückzuführen sind. angst ist meines wissens nach ein recht weitverbreiteter auslöser für psychosen.
daher denke ich, es würde weniger psychosen geben, wenn man keine angst mehr vor verfolgung hätte.
diese angst wird in den allermeisten fällen zwar unterbewusst sein, aber eben vorhanden. so eine unerbewusste angst fürt dann vielleicht gerade bei sensibelen menschen zu einer psychose. vielleicht sollte die tollen suchtärzte diesen aspekt mal untersuchen.
das ganze trifft bestimmt nicht auf jeden zu der probleme mit cannabis hat, aber ob wirklich jede psychose bei konsumenten auch durch den konsum ausgelöst wurde, finde ich eine zu einseitige betrachtung des ganzen.

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Steckling
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Mi 28. Aug 2019, 23:43

Digger hat geschrieben:
Di 20. Aug 2019, 22:47
[..]daher denke ich, es würde weniger psychosen geben, wenn man keine angst mehr vor verfolgung hätte.[...]
Ganz genau so ist das nämlich!
Nämlich dämlich!
Es schwadronieren "Suchtexperten" über soziale Ausgrenzung... Ja! Weil man Menschen wegen ihrer Vorliebe sozial ausgrenzt!
Kiffen löse Paranoia aus - Ja! Weil Konsumenten sich ständig verstecken müssen, für etwas das ihnen (in 99,9%) gut tut.

Doch auch dies gebe ich zu bedenken:
das erste mal Cani, bzw psychoaktive Wirkstoffe zu sich zu nehmen, das kann tatsächlich für einige Menschen erschreckend wirken.
Es wird einem schliesslich eine Welt offenbart die man bisher nicht kannte.
Das ist aber nichts Schlimmes, und das überwältigende Empfinden geht auch wieder vorbei.
Ich rauchte zum erstenmal mit 16 einen Joint, war völlig perplex, niemand da der mir gesagt hätte dass alles gut ist, dass es vorbei geht. Das war schon ziemlich horrorshow.
Aber nicht weil das Gras böse gewesen wäre, sondern weil ich einen Horrortrip darauf hatte dass mans mir ansehen könnte...

Hätte man mich in diesem Augenblick zum "Suchtexperten" geschickt, das wäre wohl sicher als eine Bestätigung für eine "substanzinduzierte vorübergehende Psychose" gewertet worden. Ist eben Definitionssache.

Am nächsten Morgen war ich aber so glücklich wie nie zuvor - und völlig ohne Kater!! Das war der Auslöser seit dem lieber Cani zu rauchen als weiter Schnaps zu saufen.
Happy End, je?

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Martin Mainz
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Martin Mainz » Do 29. Aug 2019, 07:19

Verwechselt bitte nicht Paranoia mit einer Psychose und tut bitte nicht so, als könnte Cannabis keine Psychose auslösen und als wäre das alles nur Quatsch. Das Risiko besteht nun mal, man sollte das nicht einfach so abtun.
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Cookie » Do 29. Aug 2019, 08:02

Na ja, eine "paranoide Psychose" ist eben auch eine Psychose. Den Rest glaube ich erst, wenn ich vom Gegenteil überzeugt wurde, aber es "abgetan" haben wir es doch nicht.
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Digger » Do 29. Aug 2019, 15:52

ich wollte keineswegs ausschliessen dass cannabis psychosen auslösen kann.
ich wollte nur sagen, dass ich das empfinden habe, dass die "suchtexperten" bei konsumenten pauschal jede psychose auf die "droge" zurückführen.
dass es noch andere gründe geben könnte, wie z.b. die gesellschftliche ausgrenzung bedingt durch den verfolgungsdruck, wird nach meinem gefühl von dem grossteil der sogenannten experten als möglicher auslöser nichteinmal in betracht gezogen.
frei nach dem motto: die einfache antwort "die droge ist der auslöser" wird schon passen; weil is halt so.
und, ja klar kann die einfach antwort zutreffend sein, aber es sollte seitens der politik/suchtexperten damit aufgehört werden, dies pauschal anzunehmen und damit dann zu rechtfertigen, erst garnicht nach einem anderen auslöser suchen zu müssen.
im gegenzug sollten ganz klar auch einige damit aufhöhren, alles was mit weed zu tun hat zu glorifizieren, denn durch den mangel an forschung in den letzten ca. 100 jahren sind noch sehr viele fragen offen, die noch lange nicht beantwortet sind.

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Steckling
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Do 5. Sep 2019, 04:41

Martin Mainz hat geschrieben:
Do 29. Aug 2019, 07:19
Verwechselt bitte nicht Paranoia mit einer Psychose und tut bitte nicht so, als könnte Cannabis keine Psychose auslösen und als wäre das alles nur Quatsch. Das Risiko besteht nun mal, man sollte das nicht einfach so abtun.
Abgesehen davon dass es in 400 Jahren dokumentierter medizinischer Hanfkultur keinen einzigen Fall einer substanzinduzierten "Hanfpsychose" gibt, ausser in Reefer Madness...

Ein Bad Trip ist keine Psychose! Ein substanzbedingtes "Hängenbleiben" gibt es nachweislich nicht.
Nichtmals mit LSD oder Psylos.
Es sind stets die Folgen der Lügen und Hetzkampagnen und die soziale Ausgrenzung die solcherlei Schädigungen verursachen, und darauf hinwirken dass aus einer potenziellen tollen Bewusstseinserweiterung nur eine scheiss Panikattacke heraus kommt.

Insofern hast Du natürlich Recht, und die Sorge ist begründet:
Unter einer Prohibition entstehen regelmäßig bis zwangsläufig die unnatürlichsten Geisteszustände.
Das liegt aber nicht am Gras, sondern an den Folgen der Repression bzw der permanenten allgegenwärtigen latenten Angst vor ebendieser.

In den USA sind Ü-Eier illegal.
Nun rate mal wie tausende "Psychosen" durch illegal eingeführte Ü-Eier unter amerikanischen Kindern attestiert wurden in den letzten Jahren. Schuld ist natürlich die Schoki. Logisch. Und das Suchtpotential wegen dem versteckten Goodie im Innern.
Womit ich nun keinesfalls Cannabis mit Kinderschokolade gleichstellen will; es steckt aber das gleiche Prinzip, der selbe Mechanismus dahinter. Dort findest Du Foren in denen allen Ernstes gefragt wird ob der Erwerb von Ü-Eiern ein Indiz auf terroristisches Gedankengut sei, oder ob Kinderschokolade süchtig mache.
Leute, ehrlich...

Meine Kinder sind 30 und drogenfrei. Nicht aus Angst vor Strafe sondern aus Aufklärung und freier Entscheidung.
Zuletzt geändert von Steckling am Do 5. Sep 2019, 05:57, insgesamt 2-mal geändert.

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Martin Mainz
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Martin Mainz » Do 5. Sep 2019, 05:48

Steckling hat geschrieben:
Do 5. Sep 2019, 04:41
Es sind stets die Folgen der Lügen und Hetzkampagnen und die soziale Ausgrenzung die solcherlei Schädigungen verursachen, und darauf hinwirken dass aus einer potenziellen tollen Bewusstseinserweiterung nur eine scheiss Panikattacke heraus kommt.
Und wie begründest Du solche Ereignisse in Ländern, in denen man legal Grass konsumieren kann? Ich spreche auch nicht von einem ursächlichen Zusammenhang sondern von einem auslösenden Effekt. Auch Alk kann eine Psychose auslösen, ebenso wie Cannabis. Verursachen ist etwas anderes, davon habe ich nicht gesprochen.

Gute Artikel dazu habe ich hier gefunden:
https://www.quit-the-shit.net/qts/publi ... aq_id=1023
https://www.drugcom.de/topthema/erhoeht ... -cannabis/
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Do 5. Sep 2019, 05:54

Wenn Du nur den auslösenden Effekt meinst, ja bitte.
ALLES auf der Welt kann diesen Effekt haben. Eine Ameise auf dem Kuchenstück kann ein Kind bis ins Seniorenalter negativ prägen. Willst Du nun alle Kuchenstücke oder alle Ameisen verbieten?
Alle Kuchenbäcker ins Gefängnis stecken oder erschiessen, und alle Ameisen ausrotten?
Die Argumentation führt zu nichts.

Ein ursächlicher, substanzinduzierter Zusammenhang muss gegeben sein um eine Prohibition (weiterhin) zu rechtfertigen.
Ein solcher existiert aber nicht. Ausser in den Parolen und Lügen der Prohibitionisten. Evident ist da leider nichts.

Danke für die Links, die Sites kannte ich noch nicht. Und brauche sie auch kein zweites mal. An Inkompetenz kaum zu überbieten, ausser durch gewisse Wahlprogramme. Ich verzichte mal aufs Auseinandernehmen von so unfassbar idiotischen Aussagen wie "weniger potente Cannabis-Sorten wie Haschisch".
Echt jetzt?
Ich lese da durchweg nur 60 Jahre alte unreflektierte Vorurteile mit der Tendenz zu großen Überschriften.
Dieser böse Skunk!
Einen minimalen Realitätsgehalt kann ich mir bei der Lektüre nur vage abstrahiert und auch nur mit ganz viel Goodwill herbei konstruieren.
Unseriöse Quelle, sry
Und wie begründest Du solche Ereignisse in Ländern, in denen man legal Grass konsumieren kann?
Begründe ich nicht. Eine Psychose ist schlimm, aber nur weil man vorher Cannabis konsumiert hat ist sie nicht zwangsläufig Cannabisinduziert. Und vielleicht ist ja der vermeintliche Bad Trip in Wirklichkeit die Befreiung: endlich seine Psychose erkannt zu haben. Ist wie mit der Ent-Täuschung ;)

Aber JA! Einige Menschen mit instabiler Psyche sollten vielleicht besser von psychoaktiven Stoffen absehen. Oder sich nur vorsichtig und unter kompetenter Begleitung heran tasten.
Genauso wie ein Diabetiker vlt besser keine Chips futtern sollte. Oder ein aggressionsfreudiger Mensch mit der Neigung zu Kontrollverlust besser keinen Alk trinken sollte.

Es geht ja auch nicht darum dass JEDER MENSCH Gras rauchen soll... sondern dass die Menschen denen es gut tut nicht verfolgt gehören. Nur weil einer darauf nicht klar kommt.

Also bitte: wer ohnehin Angst vor einer Psychose oder ähnlichem hat, der sollte besser nicht kiffen.
Zumindest nicht alleine.
Zuletzt geändert von Steckling am Sa 7. Sep 2019, 04:44, insgesamt 3-mal geändert.

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Martin Mainz
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Martin Mainz » Do 5. Sep 2019, 07:15

Etwas weniger Polemik was die Ameisen angeht würde dieser Diskussion gut tun.
Martin Mainz hat geschrieben:
Do 5. Sep 2019, 05:48
Es geht ja auch nicht darum dass JEDER MENSCH Gras rauchen soll... sondern dass die Menschen denen es gut tut nicht verfolgt gehören. Nur weil einer darauf nicht klar kommt.
Sehe ich auch so, aber hier im Strang gings ja darum, wie Cannabis und Psychose zusammen passen. Das kann man ja auch unabhängig von der Prohibition diskutieren. Zumal das für mich sowieso ein weiterer Grund ist, warum man lieber kontrollierte Quallität statt Schwarzmarkt wollen sollte.
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Steckling
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Sa 7. Sep 2019, 05:37

[...] aber hier im Strang gings ja darum, wie Cannabis und Psychose zusammen passen. Das kann man ja auch unabhängig von der Prohibition diskutieren. [...]
Hast ja Recht. Entschuldigung, mir entgleitet manchmal das Temperament.
Hanf ist halt mein Lebensthema. Aber ich gelobe Besserung und reflektiertere Schreibe.

Psychose und Cannabis hat in meiner Erfahrung und jahrzehntelanger Beobachtung dennoch keinerlei bedingenden Zusammenhang.

Folgende These:
Kein Cannabis zu sich zu nehmen erwirkt keinen Schutz vor einer psychischen Erkrankung.
Sondern das "Risiko" sich seiner latent vorhanden Psychose bewusst zu werden steigt.
Erkenntnis ist aber nunmal der erste Schritt zur Besserung.

Weitere These:
[...] lieber kontrollierte Quallität statt Schwarzmarkt wollen [...]
Klar, wir wollen alle sauberes Gras, saubere Luft und sauberes Essen.
Soviel ist mal klar.
Aber es gibt nicht "den Scharzmarkt".
Da ist ein obdachloser Büttel der Albanermafia, der sich 18 Stunden am Tag am Hauptbahnhof die Beine in den Bauch steht um ahnungslosen Touries Verbleiten Oregano aufzuquatschen. Und da ist der leidenschaftliche Homegrower der allerfeinstes Thai in Demeter-Qualität an seine Freunde zum Selbstkostenpreis abgibt. Der Schüler der sich ein beachtliches Taschengeld erwirtschaftet in dem er im Darknet kiloweise totgiftige Kräutermischungen als "legalen Cannabis-Ersatz" vertickt. Und der autonome Althippie mit seiner Pflanze im Hinterhof, der ein paar Blüten gegen Rapsöl und Mehl eintauscht.
Bunt ist die Welt. Und das alles gilt als Schwarzmarkt.

Und eine staatliche Kontrolle lehne ich darum auch ab.
Lieber sind mir befähigte mündige Bürger, die wissen wie Scheisse stinkt und wie Rosen duften.

Man muss nicht auf jedes Terpen und auf jede Kreuzung neuerdings ein medizinisches Patent oder einen Paragraphen installieren.
Lief jahrtausendelang locker, ohne dass jemals rotäugige arbeitsfaule Zombiehorden die Welt in den Abgrund gerissen hätten.
Das waren andere.

Mein Opa war Sani im Russlandfeldzug, und hat mir erzählt wie sie damals in der Not Ruderalhanf gepflückt haben als ihnen die Versorgung mit Morphium ausging. Und wie schon sein Opa immer eine hübsch duftende Hanfpflanze im Garten hatte.
Völlig unaufgeregt.

Die allseits befürchtete "Hanfpsychose" ist eine Erfindung; eine selbsterfüllende Prophezeihung. Wer nämlich immer nur Angst hat und auf jede Fake News anspringt, der wird auch psychotisch werden.
Zuletzt geändert von Steckling am Sa 7. Sep 2019, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.

moepens
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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von moepens » Sa 7. Sep 2019, 08:03

Sondern das "Risiko" sich seiner latent vorhanden Psychose bewusst zu werden steigt.
Entschuldigung aber allein dieser Satz zeigt großes Unverständnis. In einem anderen Thread habe ich bereits viel dazu geschrieben und möchte das nicht immer wieder ausbreiten.

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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Sa 7. Sep 2019, 08:07

Aber noch mal direkt auf den Opener:
Was passiert, wenn man während einer Psychose (unwissend) Gras konsumiert?
Du könnest möglicherweise stoned, bzw high werden.

Jemanden ohne sein Wissen Haschkekse futtern zu lassen ist grob fahrlässig, und absolut nicht lustig.
Da ist aber nicht das Gras dran schuld, sondern der Arsch der Dir nicht sagte dass da was drin ist.

Wenn das wärend eines psychotischen Schubes passiert, ja, dann kann sich das u.U. verstärken.
Aber keine Angst: der Flash ist in ein paar Stunden spätestens vorbei, und dann ist alles wieder gut :)
Wie ist die Gefahr im Vergleich zu Alohol?
Nicht vergleichbar. Wie ist das Risiko zwischen Erdbeereis und RTL?
So fragt nur jemand der nicht den Unterschied zwischen high sein und besoffen sein kennt.
Dazwischen liegen Welten. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Sollte man, wenn man stark depressiv oder psychosegefährdet ist auf gras verzichten?
Ich kenne diesen Befund "Psychosegefährdet" nicht. Das ist eine Erfindung der Lügen- und Propagandapresse von vor 80 Jahren.
Es sollte besser darüber Diskurs gehalten werden, warum solcherlei überholte Ansichten immer noch unsere Gesellschaft dermaßen durchdringen können.

Wärend eines depressiven Schubes kann Cannabis dem einen das Leben retten, den anderen völlig fertig machen.
Das ist aber nicht Schuld des bösen Krautes, sondern der Vielfalt des menschlichen Daseins geschuldet.
Mir hat das Kraut mehrfach und auf vielfältige Weise das Leben gerettet.

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Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Sa 7. Sep 2019, 08:30

moepens hat geschrieben:
Sa 7. Sep 2019, 08:03
[...] allein dieser Satz [...]
...beweist dass Du immer nur Stichworte überfliegst ohne Dich mit dem Inhalt auseinander zu setzen.
Aber hej, solange Du mir nicht mein Leben vorschreiben willst, jedem sein Ding und seine Meinung.
Doch bitte, fühle Dich nicht durch mich begrenzt: breite aus was Dir zum Thema einfällt.

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