Cannabisrezept & MPU

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Carioca
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Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Carioca » So 19. Mär 2017, 12:31

Hallo alle miteinander,

nach einem langen Kampf habe ich seit ca. einer Woche endlich ein Rezept von meinem Arzt für Cannabis gegen meine chronischen Rückenschmerzen, unter denen ich seit meiner Kindheit aufgrund einer Wirbelsäulenverkrümmung leide.
Seit 10 Jahren ungefähr besitze ich jedoch keinen Führerschein mehr, da ich damals in eine polizeiliche Personenkontrolle geriet (nicht im Strassenverkerhr), bei der bei mir 25g aufgefunden wurden.
Da ich jedoch nicht mit Cannabis handel, gab ich zu, dass ich es regelmäßig zur Schmerzlinderung konsumiere, worauf mir im Nachhinein der Führerschein entzogen wurde.

Mein Arzt hat mir jedoch meine Fahrtüchtigkeit im Bezug auf Cannabis schriftlich bescheinigt!
Wie müsste ich also jetzt vor gehen wenn ich meine Fahrerlaubnis wieder erlangen will?

Meine Hauptfragen wären da:

A) Muss ich trotz Rezept und Bescheinigung eine MPU machen und wenn ja, dann welche?

B) Muss ich trotz Rezept und Bescheinigung an Drogenscreenigs teilnehmen, welche ja eigentlich die einjährige Konsumabstinenz nachweisen soll.


Vielen Dank im Voraus und einen schönen Sonntag wünsch ich euch

Duck
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Duck » So 19. Mär 2017, 12:34

Wie lange is das her? Nach 10 jahren bekommt man hin doch einfach so zurück.
Oder wurde das wieder geändert?

Carioca
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Carioca » So 19. Mär 2017, 12:37

Nein, erst nach 15 Jahren kann man einfach hin gehen und neu beantragen!

Duck
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Duck » So 19. Mär 2017, 12:42

Dann wirst du mit der führerscheinstelle verhandeln müssen.
Da du nie im verkehr aufgefallen bist war die mpu... eh beamten willkür.
Die führerscheinstelle muss doch eh alles was älter als 10 jahre is aus den akten tilgen.
:roll:

Carioca
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Carioca » So 19. Mär 2017, 17:29

Ja, dass stimmt schon mit den 10 Jahren Tilgungsfrist. "Aber diese Frist beginnt ( im Gegensatz zum polizeilichem Führungszeugnis) erst mit einer sog. Anlaufhemmung von 5 Jahren zu laufen. D.h. nach 15 Jahren wird eine MPU-Auflage hinfaellig." sweit ich das verstanden habe.

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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Martin Mainz » So 19. Mär 2017, 19:22

Hallo Carioka und Willkommen im Forum!

Bin kein Anwalt, das vorweg. Meiner Erfahrung nach wäre eine Stellungnahme der Führerscheinstelle sinnvoll. Dannach kann man ggf. mit einem Fachanwalt darüber reden und weitere Schritte klären.

Mal schaun, was die dazu sagen. Ich würde mich freuen, wenn Du uns hier über Deinen Fortschritt auf dem Laufenden hältst.

Beste Grüße und bon chance,
Martin
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Carioca
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Carioca » Mi 22. Mär 2017, 04:40

So, kleines Update!

Gestern war ich an meinem freien Tag bei der Führerscheinstelle bezüglich einer Stellungnahme. Ich erklärte dem an sich recht netten und aufgeschlossenen Herrn die Sachlage, welcher mich mit der Begründung, sie seien ja keine Mediziner sondern nur die Führerscheinstelle die die Gutachten anfordert, an die MPU-stelle verwiesen. Dort angekommen, traf ich auf eine ebenfalls nette Dame, der ich ebenfalls wieder mein Anliegen schilderte. Diese erklärte mir, dass ich zwar eine MPU bezüglich Drogen machen müsse, aber bei der Frage zum Abstinenznachweis etwas überfragt sei, da dieser ja in meinem Fall keinen Sinn mache. Logischerweise würden die Screennings ja immer positiv ausfallen. Mit dem Hinweis, dass Sie, als Mitarbeiterin einer Gutachtenstelle sowieso keine beratende Funktionen übernehmen darf, solle ich eine MPU-Vorbereitungsstelle aufsuchen. Begründung sei, dass diese zu den Auflagen einer MPU, rechtlich gesehen am ehesten auf aktuellem Stand seien. Ich solle jedoch darauf achten das diese eine seriöse, am besten eine mit einem Psychologen ist.
Hab mir daraufhin direkt eine Vorbereitungsstelle heraus gesucht und einen Termin gemacht.

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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Mi 22. Mär 2017, 10:31

Das sind natürlich private Firmen, die eine Menge Reibach mit den Vorbereitungen auf eine MPU machen. Schau nur, daß Du nicht für eine Auskunft sofort zur Kasse gebeten wirst.

Wenn Du dann letztlich doch die MPU machen musst, wird aber generell eine Vorbereitung von allen empfohlen.

Bin gespannt, wie es weiter geht.

Gruß, Martin
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Ganjadream » Mo 3. Apr 2017, 21:57

Meine Quellen bestätigen auch 15 Jahre wobei man auch einfach mal in einem anderen EU Land einen Führerschein machen kann. Da muss man sich jedoch vorab gut beraten. Da braucht man teils 6 Monate Wohnsitz um zu beginnen und nach 10 Jahren ist der Lappen wieder verfallen usw.
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein hat die Arroganz vergessen.

Nick83
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Nick83 » Do 4. Okt 2018, 22:03

Hallo zusammen,

Ich habe genau das selbe Problem, vor langer Zeit den Führerschein abgegeben. Seit Heute habe ich ein Rezept da ich einen Unfall und ne versaute OP hätte 😟
Ich frage mich auch wie es jetzt bezüglich der MPU aussieht?!?!?! Und wie es dann noch von Bundesland zu Bundesland gehandhabt wird.....
Sobald ich was erfahre schreibe ich natürlich was!

Andy_Brill
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Andy_Brill » Do 11. Okt 2018, 17:47

Nick83 hat geschrieben:
Do 4. Okt 2018, 22:03
Hallo zusammen,

Ich habe genau das selbe Problem, vor langer Zeit den Führerschein abgegeben. Seit Heute habe ich ein Rezept da ich einen Unfall und ne versaute OP hätte 😟
Ich frage mich auch wie es jetzt bezüglich der MPU aussieht?!?!?! Und wie es dann noch von Bundesland zu Bundesland gehandhabt wird.....
Sobald ich was erfahre schreibe ich natürlich was!
Wann genau war "vor langer Zeit" ?

Lg

Andy
DHV-Supporter

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