MPU wird erwartet trotz zeitlich unmöglichem Abstinenznachweis

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Mooo
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MPU wird erwartet trotz zeitlich unmöglichem Abstinenznachweis

Beitrag von Mooo » Di 17. Sep 2019, 19:17

Hallo Leute,
mich würde mal eure Meinung zum vorliegenden Fall interessieren.

Ich wurde Mitte August mit meinem Auto angehalten und positiv auf Cannabis getestet.
Da ich bereits vor ca. 5 Jahren als Einmal-Konsument aufgefallen bin, wurde selbstverständlich einen MPU angeordnet.
Nun ist es so. Meine Werte belaufen sich auf 8ng aktiv und 115ng THCCooh passiv und laut Führerscheinbehörde (Rheinland-Pfalz) gelte ich noch als Gelegenheitskonsument (ja, ich war selbst überrascht), weshalb mir die Fahrerlaubnis nicht direkt entzogen wurde. Nun sollte ich mich bis zum morgigen Stichtag bei der Behörde melden, ob ich meinen Führerschein freiwillig abgebe, oder die MPU mache. Logischerweise habe ich das Angebot der MPU angenommen, sodass ich den Lappen, zumindest vorerst, behalten darf. Der Stichtag für die Abgabe des Gutachten wurde auf den 20.11.19 gesetzt.
Jetzt wurde mir beim TÜV-Nord mitgeteilt, dass ich ohne einen Abstinenznachweis keine Chance hätte die MPU zu bestehen. Und nun, es liegt ja auf der Hand, dass dieser Abstinenznachweis bis zum angegeben Stichtag technisch nicht machbar ist.
Jetzt frag ich euch: Wollen die mich hier abzocken, da ich ja laut TÜV keine Chance habe, die MPU bis zum Stichtag zu bestehen?

Und wie verhält es sich mit dem Umstand, dass ein Anwalt, der auf diesem Gebiet spezialisiert ist, mir empfiehlt offen mit dem Konsum umzugehen und beim Gutachter nicht zu behaupten ich würde nie wieder buffen (da dies unglaubwürdig sei...), der TÜV Nord allerdings sagt, dass wenn ich nicht klar überzeugen kann nie wieder zu buffen die MPU nicht bestehen werde.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Bin etwas ratlos ob das überhaupt Sinn macht eine MPU bis Mitte November zu machen oder ob das verbranntes Geld ist. :?

HabAuchNeMeinung
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Re: MPU wird erwartet trotz zeitlich unmöglichem Abstinenznachweis

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 19. Sep 2019, 21:23

Eine MPU mit Drogenfragestellung und ohne Abstinenznachweise zu absolvieren und zu bestehen kannst Du versuchen, als "Vorraussetzung" würde ich empfehlen, das Du schon ein-, zweimal im Lotto gewonnen hast ;-)
Im Ernst, das ist rausgeworfenes Geld vor allem bei fehlendem Trennvermögen und wenn Du nicht zum erstenmal aufgefallen bist.
Leider werde ich aus deinem Post nicht ganz schlau...
Du hast vor ca. 5 Jahren schonmal ein äG absloviert und dort deinen "Probierkonsumjoker" verbraucht? Verstehe ich das richtig?
Dann ist das Vorgehen der FeB "normal", eine ausreichende Frist zur Beibringung des Gutachtens wird nur gewährt wenn du erstmalig auffällst.
Weiterhin: Ohne Abstinenznachweise brauchst Du bei einer MPU gar nicht auflaufen.
Lese Dir mal folgendes durch:
https://www.strafverteidiger-schueller. ... ra-und-co/
Zum Thema in Zukunft konsumieren, bei der MPU...

Du musst halt den Gutachter überzeugen das Du in Zukunft immer trennen kannst....

Das ist schwieriger als zu erzählen man habe erkannt wie kaputt der Konsum macht und welche bösen Folgen er hat und dass man deswegen in Zukunft nie wieder was damit zu tun haben will. Weiterhin wird der Gutachter dich dann auf jeden Fall in D2 oder D1 einordnen und dann reichen die 6 Monate Abstinenz auch nicht.

HabAuchNeMeinung

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