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Cannabispatienten droht Sorgerechtsentzug

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Alex84
Beiträge: 6
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Cannabispatienten droht Sorgerechtsentzug

Beitrag von Alex84 » Mo 10. Feb 2020, 10:54

Hallo, ich versuche aktuell Hilfe zu finden, für meinen Fall, ich suche Kontakte zur Presse oder ähnliches.
Ich bin gerne bereit weitere Informationen zur Verfügung zu stellen. Ich komme übrigens aus München.

Ich habe ja auch hier schon viel über meine Geschichte geschrieben. Aktuell befindet sich das älteste Kind seit 10 Monaten im Waisenhaus in der Schutzstelle und beginnt eine schwere Depression zu entwickeln.
Hier habe ich eine Minimalzusammenfassung erstellt,

https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... 220#p77220

ich habe einen neuen Antrag gestellt und auf die Rechtswidrigkeit der Inobhutnahme hingewiesen, es soll nun in kurzer Frist entschieden werden ob bei mir eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt, und ob es mildere Mittel als Waisenhaus gibt.

Problem :

Aktuell ist der Fall, das Gericht nimmt nicht mal zur Kenntnis dass eine Verordnung vorliegt, auch der Arztbrief in dem über meine nun über 2-jährige Therapie berichtet wird, wird vom Richter ignoriert, er stellt dann die Frage an einen neuen Gutachter (hat der Cannabiskonsum von Alex84 Auswirkungen auf die Erziehungsfähigkeit), nicht mal der medizinische Hintergrund wird erwähnt.

Weiter soll die erste Gutachterin die Akten (die sie ja nicht hat, dann gibt der Richter auch anscheinend den Arztbrief nicht weiter) weitergeben.

In der Gerichtsakte findet sich der Hinweis der Gutachterin, ich habe ihr von der Medikation aufgrund chronischer Schmerzen erzählt (sie hat also schon ans Gericht geschrieben dass ich sie darauf hingewiesen habe, ihr fiel also nichts auf sondern ich sie darauf hingewiesen habe) , daraufhin schrieb sie, sie könne die Auswirkungen ohne Arztunterlagen oder Thc-Test nicht abschätzen. Sie hat also dem Richter mitgeteilt, keine Informationen zu haben.

Daraufhin schrieb der Richter sie solle das erstmal außen vor lassen. Er fragt aber explizit nochmal nach Auffälligkeiten, hat dies also noch in diesem Gutachten bewerten lassen.

Ich habe ihr das auch genau erklärt, dazu gibt es eine Tonaufnahme der Begutachtung , sowie Nachrichten in denen ich nach den Bewertungsmaßstäben des Thc-Tests frage und den Auswirkungen nachdem sie diesen als zwingend notwendig beschreibt.

https://hanfverband.de/comment/19123#comment-19123

Ich habe mich also bereits begutachten lassen, habe ich ja auch erwähnt.

Es fehlt nur der Thc-Test, den ich für nicht notwendig halte, besser gesagt sicher bin dass er im Nachweisfall meine Erziehungsfähigkeit einschränkt oder aufhebt, da ja medizinischer Konsum nicht mal als Möglichkeit angenommen wird. Die Aussagen der Kinder über die Mutter, das Weglaufen von zu Hause etc wird alles ignoriert. Der Richter schreibt, er könne als medizinischer Laie den Arztbrief nicht werten, zuvor konnte er aber Atteste des Kindes als Gefälligkeit erkennen und den medizinischen Hintergrund ausschließen.

Ich suche nun nach Hilfe dies öffentlich zu machen, denn ich überlege auch eine Verfassungsbeschwerde einzulegen, wenn das Gericht diesen Beschluss nicht abändert.

Jeder Kontakt zur Presse etc, oder ähnliches ist hilfreich, ich bin gerne bereit weitere Informationen zur Verfügung zu stellen.

Noch ein wenig Hintergrund,

Ich bin seit über zwei Jahren Privatpatient (
(GdB 50 Zyste/Dandy-Walker-Variante, Kopfschmerzen und Schwindel,Fiktion der Kostenübernahme wurde von der KK noch nicht bestätigt), gleichzeitig läuft ein Sorgerechtsstreit mit Gutachten, in dem Cannabis scheinbar die einzige Frage ist.

Ich sollte dann mit einem Haartest angeblich die korrekte Einnahme nachweisen , wie durch den Arzt verordnet, was allerdings mit einem Haartest unmöglich ist, oder als zweite Variante ob ich es überhaupt nehmen würde.
Zuvor behauptete die Gutachtern dass Cannabis aus der Apotheke sowieso kein Thc enthalten würde. Ein Haartest wäre für mich also sehr wahrscheinlich schädlich.
Ich wäre zu dem Test bereit wenn davor Klarheit über die Genauigkeit des Testverfahrens etc. geschaffen werden könnte.

Aktuell kommt noch hinzu dass mir alle Sozialleistungen verweigert werden, ich habe auch versucht mit der Presse Kontakt aufzunehmen.

Hallo, ich habe auf der XXX Website von dem Fall, Frau erhält weniger als 5€ Hartz IV, gelesen. Besteht eventuell Interesse meinen Fall zu veröffentlichen? Kurz die Fakten, Erkrankung mit KrankengeldBezug, aufheben der Au durch MDK, Arbeitslosigkeit mit Au, nach Ende vom Alg Bezug erneut Krankengeld bis zur Aussteuerung aus dem Krankengeld Juni 2019. Prüfung auf §145 Nahtlosigkeit, Erwerbsminderung festgestellt, allerdings nur noch 8 Tage Restanspruch auf Alg( wegen dem MDK Vorgehen , diese Praxis wurde mittlerweile als unzulässig eingestuft) . Jobcenter lehnt wegen Erwerbsminderung ab, obwohl es Urteile gibt, dass die Rentenversicherung entscheiden muss. Auch unter Verweis auf akute Zahnschmerzen, fehlenden Versicherungsschutz etc im Gespräch mit dem Teamleiter wurde das Stellen des Antrages verweigert. Nach mehreren Besuchen erhielt ich dann eine schriftliche Ablehnung, gegen die aktuell vorgegangen wird. Seitdem habe ich keine Leistungen bezogen, zwischenzeitlich für 3 Monate bestand auch keine Krankenversicherung, momentan über die Noch Frau, Scheidung läuft. Aktuell bin ich als Rentenanwärter versichert, falls die Rente abgelehnt wird, besteht möglicherweise sogar eine Rückzahlungspflicht. Gleichzeitig läuft ein Sorgerechtsstreit mit (widerrechtlicher) Inobhutnahme, den ich aber wenn möglich noch ausklammern möchte. Aktuell läuft wegen Hartz IV Eilverfahren seit Oktober. Die Prozesskostenhilfe wurde abgelehnt da meine Angaben zur Miete ohne Einkommen nicht plausibel sind. Zwischenzeitlich ist der Richter noch in Urlaub gewesen, ich habe natürlich extreme Probleme wegen Rückbuchungen usw.. Dazu kommt dass ich krankgeschrieben und ja vorläufig erwerbsgemindert bin. Ich habe morgen noch einen Termin bei meiner Anwältin, eigentlich ändert das aber nichts an meinem Wunsch das öffentlich zu machen. Falls daran Interesse besteht, freue ich mich von Ihnen kontaktiert zu werden. Vielen Dank, Alex84


Die Kinder brauchen meine Hilfe, dies ist die oberste Priorität für mich.
Deshalb habe ich Angst vor einer neuen Ablehnung der Kostenübernahme, also Angst dass das Familiengericht diese Ablehnung verwendet, zwischenzeitlich aber bereits festgestellt dass die Fiktion eingetreten ist.
Bis jetzt habe ich über 30.000€ für Anwaltskosten ausgegeben, alles geliehen von meinem Vater, ebenso zusätzlich die die Kosten für die Privatrezepte, Miete während das Amt nicht gezahlt hatte usw.

Ich habe ich nun unter Vorbehalt Hartz IV nach Zwei Monaten Eilverfahren erhalten, dies wird nun wahrscheinlich wieder eingestellt.

Dies nur damit ein wenig Hintergrund vorliegt.

Wichtig ist, dass der Richter die ärztliche Stellungnahme ignoriert, und die Verordnung von Cannabis als illegalen Konsum bewerten lassen will, obwohl keinerlei Anzeichen für Missbrauch etc vorliegen, und über Monate begleitete sowie unbegleitete Umgänge stattfanden.


Aktuell ist tatsächlich der Fall, das Gericht nimmt nicht mal zur Kenntnis dass eine Verordnung vorliegt, auch der Arztbrief in dem über meine nun über 2-jährige Therapie berichtet wird, wird vom Richter ignoriert, er stellt dann die Frage an einen neuen Gutachter (hat der Cannabiskonsum von x Auswirkungen auf die Erziehungsfähigkeit), nicht mal der medizinische Hintergrund wird erwähnt.

Ich habe mich also bereits begutachten lassen, habe ich ja auch erwähnt.

Es fehlt eben nur der Thc-Test, den ich für nicht notwendig halte, besser gesagt sicher bin dass er im Nachweisfall meine Erziehungsfähigkeit einschränkt oder aufhebt, da ja medizinischer Konsum nicht mal als Möglichkeit angenommen wird.
Die Aussagen der Kinder über die Mutter, das Weglaufen von zu Hause etc wird alles ignoriert.

Ich suche nun nach Hilfe dies öffentlich zu machen, denn ich überlege auch eine Verfassungsbeschwerde einzulegen, wenn das Gericht diesen Beschluss nicht abändert.

Jeder Kontakt zur Presse etc, oder ähnliches ist hilfreich.
So, ich habe mal einen Abriss (das oben plus der erste Beitrag in meinem anderen Thread über Kinderrechte usw) an leafly geschickt, mein Arzt und ein Patientenbeauftragter haben auch Antrag und Beschluss bekommen.

Wie sieht es denn aus, hat noch jemand etwas ähnliches? Acm Verband usw, diese Sache sollte bekannt werden, jeder Patient und jeder Arzt sollte das Wissen, dass es Richter gibt die das so werten (versuchen zumindest).

Thema Jagdschein, Führerschein, kam ja alles schon oft hoch, aber Grundrechtsentzug für Eltern und die Kinder ist schon eine Nummer.

Übrigens kommt es jetzt auch noch, die neue Gutachterin ist (ob zufällig oder nicht ist egal, es wird Probleme geben) Sachverständige für Erwerbsminderung und arbeitet beim Versorgungsamt. Während sowieso die Rente beantragt ist und 100pro bei meinem "Glück" abgelehnt wird.. Naja, aus den Akten geht hervor dass ich keinen Haartest oder Urintest gemacht habe, und dieser entscheidet nun wie die komplette Situation ausgehen wird.

Ich werde das also nicht zulassen, außer das Gericht erkennt davor die Therapie an (der Richter ist plötzlich medizinischer Laie und kann den Arztbrief nicht Werten, konnte aber zuvor Psychologie und Kindermedizin wie ein Sachverständiger, hat Bspw Atteste vom Kinderarzt als Gefälligkeitsattest abgelehnt).

Wichtig ist auch dass davor geklärt werden muss, was ein Nachweis von Thc Abbauprodukten Aussagt, solange das nicht geklärt ist, werde ich nicht mitmachen.

Falls jemand noch Kontaktadressen hat, gerne auch per PM.


Danke euch
Zuletzt geändert von Alex84 am Mi 12. Feb 2020, 01:21, insgesamt 6-mal geändert.

marcelll
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Re: Cannabispatienten droht Sorgerechtsentzug

Beitrag von marcelll » Mo 10. Feb 2020, 13:25

THC Test macht beim Patienten natürlich nicht viel Sinn, was erwarten die was dabei rauskommt ? Ich denke nicht das man anhand dessen sagen kann ob es Medizinischer oder Missbrauch ist ? Die Reaktion vom Gericht kann ich auch nicht verstehen.
Vorher/Früher schon auffällig gewesen wegen BTM ?
Wenn es jetzt wirklich ausschliesslich wegen dem Cannabis ist, müsste man ja auch Opiat/Morphin Patienten die Kinder wegnehmen !?
Hört sich fast nach ner Story für die Bild an

Alex84
Beiträge: 6
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Re: Cannabispatienten droht Sorgerechtsentzug

Beitrag von Alex84 » Mo 10. Feb 2020, 14:17

Also es steht genau in den Links drinnen, es geht darum dass während eines Sorgerechtsstreites ein Kind in Obhut genommen wurde, für beide Eltern wurde ein Gutachten durchgeführt. Der Richter wusste bereits von der Verordnung als eine Elternberatung angeordnet wurde. Dort wurde das besprochen und ich durfte meine Kinder zum ersten Mal nach 9 Monaten Kontaktblockade treffen. Dieser zuerst begleitete Umgang (dort wurde auch öfter über die Verordnung geredet auf Wunsch der Mutter) wurde dann auf unbegleitete ausgeweitet, bis 4 Wochen am Stück, dann lief das ältere Kind nachdem es in der Schule mehrfach um Hilfe wegen der Situation bei der Mutter gebeten hatte weg. Dieser körperliche Übergriff wurde vom Jugendamt schriftlich als verständlich bezeichnet, das Gericht wollte die Fotos der Verletzungen nicht sichten. beim ersten Mal wurde Gerichtlich gegen meinen und den Willen des Kindes beschlossen dass es zurückkehrt, Umgang zu mir würde erweitert. Ansonsten gleich Imobhutnahme.
Nur 2 Wochen später kam es zu einem neuen Übergriff mit Weglaufen, ich war nicht bereit wie vom Jugendamt verlangt eine Rückführung mit Gewalt durchzuführen. Es bestand übrigens die ganze Zeit gemeinsames Sorgerecht, daraufhin kam es zu dieser Inobhutnahme und den Anordnungen der Gutachten.
Nun kommt das Thema Cannabis dort hoch, die Aussagen der Kinder werden ignoriert.
Schriftlich steht in den Akten dass die Gutachterin meine Erziehungsfähigkeit nicht ohne den Thc-Test einschätzen kann obwohl genau die gleichen Termine durchgeführt wurden wie bei der Mutter, Begutachtung mit beiden Kindern etc. Es gibt dort, genau wie bei Mpu etc, nur illegalen gelegentlichen oder regelmäßigen Gebrauch als Ergebnis eine Urinprobe oder Haarprobe. Dies ist der einzige Grund warum das angeordnet wird, damit die Situation für die Beteiligten trotz aller Fehler "elegant" gelöst wird.
Der Richter schreibt ja auch nichts von medizinischem Konsum. In dem Schreiben vom Arzt steht es sind sicher Cannabinoide nachweisbar - diesen Arztbrief kann der Richter als medizinischer Laie nicht Werten, ist die Behauptung.
Oben steht es ja nochmal, sobald der Test Thc nachweist, wird ein Gutachter entscheiden ob das meine Erziehungsfähigkeit einschränkt oder ausschließt.
Darum geht es, dass die gesamte Begutachtung für die Tonne wäre, würde ich den Test abgeben, ohne dass die Rahmenbedingungen und rechtliche Wertung im Vorfeld bekannt sind.

Bild Zeitung habe ich tatsächlich angeschrieben, andere Zeitungen haben sich nur auf diese Sozialleistungssache nicht gemeldet.
Jetzt ist es ja die erneute Begutachtung angeordnet, dies werde ich so nicht akzeptieren

Alex84
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Re: Cannabispatienten droht Sorgerechtsentzug

Beitrag von Alex84 » Mi 12. Feb 2020, 16:25

Ein paar Gedanken noch, ich vergleiche das gedanklich oft mit hormoneller Empfängnisverhütung.

Dort gibt es starke Nebenwirkungen zum Beispiel auch Depressionen, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, dies wird (zum Großteil, außer zb Akne, Latexallergie usw) ohne therapeutischen Nutzen teilweise (bis 22) sogar von der Kasse übernommen.

Für Arbeitslose gibt es teilweise extra dafür kommunale Gelder. Obwohl beispielsweise Cannabis nicht übernommen werden kann.



Der Arzt hat dort genau so die Therapiehoheit und die Pflicht die Therapie zu überwachen, denn diese Mittel sind Arzneimittel (genau wie alles auf Cannabis zutrifft).

Dort gibt es keinerlei Bedenken der Erziehungsfähigkeit, obwohl so gesehen ja gesundheitliche Schäden usw trotz Alternativen, einfach aus Bequemlichkeit, in Kauf genommen werden.

Begründet mit dem Recht auf Selbstbestimmung.

Zusätzlich gab es das Urteil in Düsseldorf,(Cannabispatienten müssen keine Trennung von Konsum und Fahren nachweisen, Anerkennung als Arzneimittel).


Das Urteil ist nun endlich rechtskräftig und abrufbar https://openjur.de/u/2186588.html

Das gibt mir nun die endgültige Sicherheit dass dieses Vorgehen nicht korrekt ist und ich endlich etwas erreichen kann.

Noch dazu hier

https://anwaltauskunft.de/magazin/leben ... lternteils

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