Deutscher Hanfverband Forum • Thema anzeigen - "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Polizei"

"Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Polizei"



"Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Polizei"

Beitragvon Sabine am So 5. Jul 2015, 12:47

"Andreas Butzmann ist krank. Gegen die Schmerzen raucht er Marihuana – ganz legal, denn ein Arzt verschrieb die Droge als Therapie. Ärger mit der Polizei gibt es trotzdem. "

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu ... 69302.html

Immer wieder das Gleiche :evil:

Kein Apotheken-Cannabis vorhanden und wenn doch, extrem teuer, Patient baut selber an, Polizei kommt, Patient vorbestraft und bankrott ...

Unterdessen wäre es am besten, man bekäme von seinen Ärzten gleich einen Strick ... Das gilt nicht nur für Cannabispatienten, sondern nach meinen Beobachtungen auch für Erwerbsunfähige. Wer keinen sehr gut verdienenden Partner oder Rücklagen hat, hat die Aussicht evtl. für Jahrzehnte am Existenzminimum zu "leben".

Das macht mich so wütend !
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Mi 15. Jul 2015, 05:00

""Ich gehe zugrunde"

Weiterer Rückschlag für den schwer kranken Andreas Butzmann aus Pfaffenhofen. Die Krankenkasse muss dessen Cannabis-Therapie nicht bezahlen. Das hat das Sozialgericht gestern entschieden.
...
Die Kammer beruft sich mit ihrem Urteil auf eine Entscheidung des Bundessozialgerichts. Demnach ist eine Kostenübernahme nur bei tödlich verlaufenden Krankheiten und in extremen Ausnahmenfällen möglich. Ein Ausnahmefall ist Andreas Butzmann für das Gericht nicht. "Ich kann Sie ja menschlich verstehen", sagt die Richterin zum Kläger. Sie fügt hinzu: "Es ist aber nicht so, dass Sie in den nächsten fünf Wochen sterben müssten."
...
Andreas Butzmann widerspricht, sagt: "An den Schmerzen gehe ich zugrunde." Ruhig und sachlich spricht er über sein Leiden, über schlaflose Nächte und Tage, an denen er das Bett nicht verlassen kann und sein Leben nicht mehr erträgt. "Ich habe doch schon alles probiert. Ich weiß nicht, was ich sonst noch tun soll.""


http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau ... 99,3333347

Mein Kommentar im ersten Post bestätigt sich immer mehr .... zum Kotzen. Und von der Mordler und ihren ach so tollen Änderungen hört man nullkommanix ...
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Fr 17. Jul 2015, 08:31

Es wurde ein Spendenaufruf unter dem Artikel eingestellt :

"
Unterstützen Sie den schwerkranken Andreas Butzmann! Spenden für Andreas!

Gezielte Hilfe Wer Andreas Butzmann unterstützen möchte, kann dies über die Aktion 100.000 und Ulmer helft tun. Einfach auf der Überweisung unter Verwendungszweck das Stickwort "Andreas" notieren: bei der Ulmer Volksbank (IBAN: DE 79 63090100 0002 3640 18, BIC: ULMVDE66) und bei der Sparkasse Ulm (IBAN: DE 47 6305 0000 0000 1000 03, BIC: SOLADES1ULM)"
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Di 24. Nov 2015, 19:28

"Gericht erkennt keinen Cannabis-Notstand

Indem er selbst Cannabis anbaute, dass er zur Schmerzlinderung konsumierte, hat sich Andreas Butzmann strafbar gemacht. Das Neu-Ulmer Schöffengericht sah keinen rechtfertigenden Notstand. Mit einem Kommentar: Ein Kampf, der Respekt verdient.
...
Den illegalen Anbau in Pfaffenhofen will Butzmanns Anwalt Ingo Hoffmann deshalb als „rechtfertigenden Notstand“ verstanden wissen.

Ein Verteidigungsversuch, der gestern nicht zuletzt deshalb misslang, weil kurz vor Prozessende neben der Weißenhorner Hausärztin Butzmanns auch der Ulmer Arzt Norbert Matzek als Gutachter auftrat. Der Schmerztherapeut vom Eselsberg stellte die ausreichende Qualifikation seiner Kollegin in Abrede. Und kritisierte, dass er den Eindruck habe, dass Butzmann nicht ausreichend auf Komorbiditäten (Begleitkrankheiten) untersucht worden sei. Dabei habe ein Gutteil der Patienten mit chronischen Schmerzen zeitgleich mit Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen.
Eine medizinische Einschätzung, die sich Amtsgerichtsdirektor Thomas Mayer in seiner Urteilsbegründung zu eigen machte. Mayer warf Andreas Butzmann vor, er habe sich – als dreifach vorbestrafter Konsument – auch als Kranker zu einseitig auf Cannabis versteift und sich bei zu wenigen Fachärzten vorgestellt. „Das Gericht zweifelt nicht, dass bei Ihnen Komorbiditäten vorliegen“, sagte der Richter. Außerdem habe sich der Angeklagte auch im Internet vorsätzlich nur einseitig informiert."


http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu ... 50,3551831

Allmählich könnt ich hier im Forum ein K**zi-Smily gebrauchen ....

Edit :

Kommentar vermutlich von einem Arzt :

"Es geht also um zwei Dinge: Die ewige Legalitätsdiskussion, welche aus medizinischer Sicht nach wie vor Blödsinn ist, da THC dem Körper schadet und auf der anderen Seite die Diskussion über diesen Fall per se.
...
Meine Erfahrung mit HNPP-Patienten zeigt, dass diese auch mit Alternativen zum THC gut versorgt werden können. Hier also vom nonplusultra zu sprechen ist eine subjektive Einschätzung."
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Mi 25. Nov 2015, 16:17

""Darf ein Schwerkranker Cannabis als Schmerzmittel anbauen?

Hat ein schwerkranker Pfaffenhofer aus einer Notlage heraus Cannabis angebaut? Sein Verteidiger spricht von einer lebensbedrohlichen Lage. Was sagt das Gericht dazu?
...
Das darf er sich seit eineinhalb Jahren als einer von knapp 400 Patienten in ganz Deutschland wegen einer Ausnahmegenehmigung legal in der Apotheke kaufen. Weil diese allerdings das Marihuana nicht immer vorrätig hatte, baute er es verbotenerweise selbst an – aus Angst er könnte, wie schon einmal, ohne das Cannabis heftige Zusammenbrüche erleiden. Sein Verteidiger betonte vor Gericht noch einmal: „Er würde sonst hier nicht mehr sitzen.“

Das zweifelte nicht nur Oberstaatsanwalt Markus Schroth an: Auch für Richter Thomas Mayer war der Notstand aus juristischer Sicht nicht komplett gegeben. Er verurteilte den Pfaffenhofer wegen versuchten Anbaus und Drogenbesitzes zu einem Urteil am untersten Rand des Strafrahmens: eine Geldstrafe von 165 Tagessätzen zu je 15 Euro auf Bewährung.
Mayer überzeugte vor allem die Aussage eines Experten der Ulmer Uniklinik, der als Zeuge geladen war: Demnach sei es zwar möglich, dass Cannabis Schmerzen lindert, doch auch andere Medikamente könnten dem Angeklagten helfen, sagte der Mediziner. Dessen Ansicht nach hätte der 32-Jährige dafür mit seiner seltenen Krankheit noch gründlicher und von weiteren Fachärzten untersucht werden müssen. Schroth und Mayer bemängelten, dass der Pfaffenhofer keine anderen Ärzte kontaktiert hat, die ihm bei einer legalen Schmerztherapie helfen könnten.
"


http://www.augsburger-allgemeine.de/neu ... l?ga=mobil

Zu wie vielen Fachärzten soll man denn als Schwerkranker bitteschön denn noch tingeln, am besten quer durch die Republik ? Es besteht doch schon so in vielen Gegenden ein Ärztemangel und irgendwann macht auch die Krankenkasse nicht mehr mit.
Und warum soll man x Medikamente mit xx Nebenwirkungen und dann wiederum xxx Medikamente gegen die Nebenwirkungen schlucken, wenn Cannabis gut hilft ?!

Wenn Staatsanwälte und Richter sich als Ärzte gerieren ... :roll:
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon dahound am So 29. Nov 2015, 16:12

Na vor allem der Kommentar des möglichen "Arztes" hat mich schon wieder schön aufgeregt.

"Es geht also um zwei Dinge: Die ewige Legalitätsdiskussion, welche aus medizinischer Sicht nach wie vor Blödsinn ist, da THC dem Körper schadet und auf der anderen Seite die Diskussion über diesen Fall per se."

Was soll man dazu noch sagen? Nur weil er eventuell praktizierender Arzt ist, heißt das noch lange nicht, dass er gut ist und alles weiß.
Nicht jeder Koch kann kochen, das gilt für alle Berufsgruppen. Und es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen eine "Meinung" und "Ahnung" haben. Wer sich zwei Stunden vor google setzt wird haufenweise relevantes und wissenschaftlich begründetes Material zur positiven Wirkung von Cannabinoiden finden. Aber wer nicht lernen will...
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Do 17. Dez 2015, 17:34

Hier ein Radiointerview mit Andi vom 10.12.2015

http://www.freefm.de/node/22508
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Aitsch Dee am Mi 30. Dez 2015, 22:51

ADHS zum Beispiel ist durch viele Komorbiditäten geprägt.
Trotzdem wirkt Cannabis hervorragend auf alle Symptome..das gibt sogar Dr. Thomasius im Interview zu..
Das Argument also ist dumm und töricht.
Des Weiteren sind viele Kranke garnicht in der Lage andere Ärzte aufzusuchen..ich sollte z.B. zur Erhärtung einer Verdachtsdiagnose 85km von zu Hause zu einem Facharzt..da KANN ich nicht hin..Pech gehabt.
Ausserdem war ich schon bei so vielen Ärzten..dann soll dieser Kasper mir mal helfen, der wohl noch tolle Tipps auf Lager hat. Idiotenpack.

Und WARUM überhaupt soll ich weitersuchen wenn mir eine Medizin offensichtlcih besser hilft, als die vorhergehenden Versuche mit schlimmeren legalen Drogen auf Rezept ? (hier sei nur Ritalin erwähnt..hilft zwar, und macht auch nicht wirlkich abhängig, macht aber fiese Nebenwirkungen)

Diese Richter und Staatsanwälte sind alle "nur" Menschen, und darunter gibt es laut Lemmy Kilmister (R.I.P. Lemmy..Interview 2008) immer mindestens 8 von 10 Arschlö**** bzw. Idioten.

Ich glaube im Falle von Andi soll ein Exempel statuiert werden, damit andere Kranke bloß nicht auf die Idee kommen selber anzubauen..

Sch** Hexenverfolgung...ich werde auch immer saurer ob solcher offensichtlichen Dämlichkeit, dass ich nicht mehr angemessen argumentieren kann.

grüsse
HD
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am So 10. Apr 2016, 07:48

"Cannabis-Anbau: Schwerkranker Andreas Butzmann schöpft Hoffnung

Ein Bundesgericht hat einem Mann erlaubt, Cannabis zu therapeutischen Zwecken anzubauen. Der Schwerkranke Andreas Butzmann aus Pfaffenhofen hofft, von dem wegweisenden Urteil zu profitieren.
...
Das Leipziger Urteil lässt ihn nun neue Hoffnung schöpfen. Was seinen Strafprozess betrifft, hat Butzmann Berufung gegen seine Verurteilung einlegt. Die Berufungsverhandlung findet im Mai am Landgericht Memmingen statt. Berufung hat der 32-Jährige auch gegen eine Entscheidung des Sozialgerichts Augsburg eingelegt. In nächster Instanz muss nun das Landessozialgericht in München darüber befinden, ob die Krankenkasse die Cannabis-Therapie des Pfaffenhofners finanzieren muss.
...
Zuversichtlicher geworden ist auch Ingo Hoffmann, Rechtsanwalt aus Neu-Ulm. Er vertritt Andreas Butzmann in dessen Strafprozess. „Das Leipziger Urteil schadet sicher auch für unsere strafrechtliche Argumentation nicht“, sagt Hoffmann. Der Richterspruch bringe Schwung in die Debatte. Der Ausgang der Berufungsverhandlung in Memmingen jedoch sei völlig offen. „An unserer Argumentation hat sich nichts geändert“, sagt der Anwalt: Sein Mandant habe Cannabis angebaut, weil die Apotheke nicht liefern konnte. „Dies ist einer der seltenen Fälle, in denen man ohne rot zu werden davon sprechen kann, das es sich um einen Notstand handelte.“ Ergo müsse die Verurteilung aus erster Instanz aufgehoben werden."


http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu ... 50,3772351
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Mi 11. Mai 2016, 04:32

"Cannabis gegen Schmerzen: Prozess wird neu aufgerollt

Schwer kranker Pfaffenhofer pflanzte Hanf illegal selbst an. Gegen das Urteil des Amtsgerichts legte der 32-Jährige Berufung ein – nun wird in der Sache wieder ermittelt.

... Doch dieser Fall ist ein eher Außergewöhnlicher: Denn auf der Anklagebank des Memminger Landgerichts saß gestern Andreas Butzmann aus Beuren – der Marihuana raucht, um die Schmerzen, die er aufgrund seiner Nervenkrankheit habe, zu lindern. Weil er Hanf selbst angebaut hatte, wurde er bereits vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt (wir berichteten). Dagegen legte der 32-Jährige Berufung ein – diese wird nun vor dem Landgericht verhandelt. Dort gab es zwar gestern keine Entscheidung – aber einen kleinen Hoffnungsschimmer für den Beurer.
...
Sein Anwalt nennt die Lieferengpässe der Apotheke einen Notstand, der den Anbau auf eigene Faust rechtfertigen würde. Das Amts- wie auch das Landgericht sind da anderer Meinung: „Sie hätten probieren können, eine Genehmigung bei der entsprechenden Behörde zu bekommen, bevor Sie es illegal anbauen“, sagte Richter Herbert Krause gestern im Berufungsverfahren. „Sonst kann in einem Rechtsstaat ja jeder machen, was er will.“

Mit der Behörde – die Bundesopiumstelle – hatte Butzmann bereits keine guten Erfahrungen gemacht, teilte er mit: Denn sein erster Antrag, Marihuana für medizinische Zwecke anzubauen, sei abgelehnt worden. Auch in dieser Sache legte Butzmann Widerspruch ein und wartet derzeit auf eine Antwort. Ein drittes Verfahren laufe gerade bei der Krankenkasse, dort streitet der 32-Jährige um die komplette Übernahme der Kosten für das medizinische Marihuana.
...
Demnach ist die Entscheidung, die gestern gefallen ist, eine gute für den Pfaffenhofer. Denn Richter Krause bemängelte die dünne Aktenlage. „Da hat man zu wenig ermittelt.“ Er will nun genau prüfen lassen, wie die Lieferverhältnisse von Marihuana an Apotheken damals tatsächlich waren und ob sich Butzmann in einer Notlage befand."


http://www.augsburger-allgemeine.de/neu ... 41047.html

Andreas hat auch eine fb-Seite, wo er sich gestern zu obigen äußerte, leider finde ich die nicht. Aber er will das durchfechten, notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht.
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Wasteland am Do 2. Jun 2016, 17:24

Die Argumentation dieser Ärzte und Richter ist an Zynismus kaum zu überbieten!Und wieder einmal möchte man sich wünschen das diese Herren ähnliche Erkrankungen zu erdulden haben und die wunderbare Wirkung von Cannabis erfahren um von ihrem hohen Ross herunter zu kommen.Aber Justizia ist und bleibt blind und die Entscheidungsträger ignorant weit über jede Schmerzgrenze hinaus.Menschlichkeit stellt für diese Leute ganz offensichtlich ein zu vernachlässigendes Gut dar und ich bin nur noch wütend und enttäuscht ob so einer Ignoranz.Ich hoffe Andreas steht das durch!
Ein Grabstein für den ganzen Schlamassel und darauf gehört die Inschrift:Menschheit,du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu!

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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am So 12. Feb 2017, 12:49

"Cannabis-Anbau: Schwerkranker verzichtet auf Berufung
...
Er hat Cannabis angebaut, das Amtsgericht Neu-Ulm hat ihn deshalb verurteilt. Butzmann betonte, den Anbau ausschließlich zu therapeutischen Zwecken betrieben zu haben, legte gegen das Urteil Berufung ein. Die für kommende Woche terminierte Verhandlung am Landgericht Memmingen findet jedoch nicht statt. Auf Anraten seines Anwalts Ingo Hoffmann aus Neu-Ulm hat Butzmann die Berufung zurückgenommen, das Urteil des Amtsgericht demzufolge akzeptiert. Schweren Herzens, wie der 33-Jährige sagt. Er betont: „Es ist traurig, wie mit kranken Menschen umgegangen wird.“

Sein Gesundheitszustand aber lasse ihm keine Wahl: „Ich bin nicht mehr im Stande, den Kampf auf diese Weise weiterzuführen“, sagt der gelernte Lebensmitteltechniker, der seinen Beruf schon lange nicht mehr ausüben kann. „Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation sind weitere Prozesstage nicht zumutbar“, bestätigt Anwalt Hoffmann. Das Verfahren habe seinem Mandanten „unwahrscheinlich zugesetzt“."


https://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_ne ... 27486.html
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Hanfkraut am Mo 13. Feb 2017, 19:25

... Mir fehlen da einfach nur die Worte!
Über 6000 Jahre! Lang!
Hatte sich die Menschheit an cannabis bedient!
Auf Grund das irgendwann einmal jemand die Idee es zu verbieten,
Ist es nicht mehr erlaubt cannabis zu nutzen .
Viel schlimmer ist das Alkohol NICHT auf die Btm Liste steht!


Millionen von Alkoholiker können auf Grund ihrer Abhängigkeit
Nicht Arbeiten

Und ein kranker Mensch muss für cannabis kämpfen?

Es gibt immer verschiedene Kräuter gegen eine Krankheit.
Da der Patient Mittel gegen seine Syntome einnimmt und es auch sein Körper ist, sollte mittbestimmungsrecht haben.
Eiin Richter sollte Menschen nicht für cannabis Konsum bestrafen. Ist das nicht verfassungswidrig?
Harte Drogen sind legal und weiche verboten?
Solange nikotin und Alkohol nicht auf der btm Liste stehen und solange Alkohol und Nikotin noch im Handel erhältlich sind, Ist es doch verfassungswidrig cannabis zu verbieten zumal die Gefahren geringer sind gegenüber manch legalisierte Droge !
Nicht jedes Gesetz ist richtig. Das weiß auch ein Richter und er kann auch abweichend den Patienten den Anbau erlauben.
Dazu gibt es einen pharagrafen in dem der Richter auf Grund von xx ihn anwenden kann.
Eine plausible Erklärung sollte abgeben werden warum Alkohol erlaubt ist und cannabis nicht!

Eine Entschädigung für den Patienten währe hier angemessen da sein Fall falsch bewertet wird !


Zu 99% bietet die Natur alles an Medikamente an was der Mensch braucht um gesund zu werden oder syntome zu lindern !


Medikamente bekomme wir von der Natur gratis!
Salbei, bromberrblätter, Efeublätter, Erdbeerblätter, minze, spizwegerich, chilli, Holunder, Distel, aloe, schleehe, Hagebutten, Sanddorn, Brennnessel, eberesche, Tollkirsche, diverse Pilze, rosenblütenblätter, goldrute, zinnkraut, Kürbiskerne, Pflaumenkerne, kirschkerne, ( auch gegen Krebs)
.... Etc

Nur Hanf nicht!


... Millionen Menschen wünschen sich die Legalisierung und das schon seit Jahrzehnten!
Warum wird das nicht umgesetzt

Es gibt genug Fälle von verfolgten die wegen ein bisschen cannabis bzw. wegen Wiederholung ins Gefängnis mussten. Viele sind nach der Entlassung dann arbeitslos und Familien los. Werden dann aus der Gesellschaft ausgestoßen. Dann ist der Werdegang auf Grund der neuen Situation vorprogrammiert.

Es reicht jetzt!
Ärzte weigern sich!
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Cannabis aus vernunft SOFORT legalisieren!
https://utopia.de/0/blog/fairessen-fair ... f-verboten
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Kiffen auf Rezept

Beitragvon joejac am Mo 13. Feb 2017, 23:55

Hi!

Hanfkraut hat geschrieben:
[...]
Nicht jedes Gesetz ist richtig. Das weiß auch ein Richter und er kann auch abweichend den Patienten den Anbau erlauben.
Dazu gibt es einen pharagrafen in dem der Richter auf Grund von xx ihn anwenden kann.
[...]



Kein Richter kann einem Patienten abweichend von der ärztlichen Verschreibung den Anbau von Hanf erlauben, den Patienten schon gar nicht!


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Re: Kiffen auf Rezept

Beitragvon Martin Mainz am Di 14. Feb 2017, 12:00

joejac hat geschrieben:Kein Richter kann einem Patienten abweichend von der ärztlichen Verschreibung den Anbau von Hanf erlauben, den Patienten schon gar nicht!

Ich glaube er meinte abweichend vom generellen Anbauverbot, nicht abweichend vom Arzt. Hat er so jedenfalls nicht geschrieben. Und wer Rechtschreib- und Gammatikfehler findet, darf sie kommentarlos behalten.
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Re: Kiffen auf Rezept

Beitragvon joejac am Di 14. Feb 2017, 14:25

Martin Mainz hat geschrieben:
joejac hat geschrieben:Kein Richter kann einem Patienten abweichend von der ärztlichen Verschreibung den Anbau von Hanf erlauben, den Patienten schon gar nicht!

Ich glaube er meinte abweichend vom generellen Anbauverbot, nicht abweichend vom Arzt. Hat er so jedefalls nicht geschrieben. [...]



Ja, sehe ich jetzt auch. Hatte mich von dem Wort "Patienten" irritieren lassen, einen direkten Zusammenhang zum Thema vermutet. Schwierig für mich, den Kern von solchen hochpoetischen Texten zu erfassen!


Gerichte behandeln grundsätzlich nur die Rechtssachen, die auf dem Tisch liegen bzw. ihnen auf den Tisch gelegt wurden/werden. Wenn bspw. das BVerfG zu einer Eingabe feststellt, dass das BtMG verfassungskonform zu GG Art. 2 ist, dann wird es wohl so sein ... was nicht heißt, dass das BtMG mit anderen Artikeln des Grundgesetzes nicht in Konflikt stehen könnte ...

Herr Butzmann hatte sich für seinen Fall nicht nur die falsche Argumentation wählen lassen ... ein "Rechtfertigender Notstand" wäre von Anfang an als hoffnungslos erkennbar gewesen, ein "Entschuldigender Notstand" dagegen nicht ... sondern auch das falsche Thema:

Zweifel an einer Verfassungskonformität des BtMGs bezüglich des Anbaus von Hanf zur Eigenversorgung ungeachtet einer Selbstmedikation hätten von einem angerufenen Gericht zur Klärung an das Bundesverfassungsgericht abgegeben und von Letzterem behandelt werden müssen.


Für Leser, die hier Informationen suchten: Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Mo 20. Feb 2017, 07:13

Ein weiterer Spendenaufruf. So sehr ich die Not von Andreas verstehe, eigentlich sollte das Geld von Gesetzesverzögerern und Schlechtrednern ("wirkt nicht") abverlangt werden. Aber ..., naja ist müßig darüber zu reden, die sonnen sich gerade im Abglanz ihres Gesetzes.

http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu ... 74656.html
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Sabine am Sa 16. Dez 2017, 03:47

"Schwerkranker bleibt auf Therapie-Kosten sitzen

Nach dem Urteil ist Andreas Butzmann fassungslos. Er schüttelt den Kopf, sagt: „Meine Existenz ist zerstört, weil ich einen Gendefekt habe, weil ich krank bin.“ Soeben hat das Landessozialgericht in München die Berufung des 34-Jährigen aus dem Pfaffenhofener Ortsteil Beuren zurückgewiesen und damit ein Urteil bestätigt, das das Sozialgericht Augsburg in erster Instanz gefällt hat. Demnach muss die Krankenkasse nicht für die Kosten aufkommen, die der Schwerkranke von Mai 2014 bis März 2017 in seine Cannabis-Therapie investiert hat. 40 000 Euro.
...
Die beklagte Krankenkasse habe nach den Regeln gehandelt, sagt das Landessozialgericht unter Berufung auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2015 – wonach die Kasse die Cannabis-Behandlungskosten in besagtem Zeitraum „nur im Ausnahmefall“ hätte übernehmen können. Bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Ein solcher Ausnahmefall ist Andreas Butzmann für das Gericht nicht. Dieses folgt der Einschätzung des Medizinischen Diensts der Krankenkassen. Deren Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass Drucklähmungen nicht lebensbedrohlich sind, es überdies keine gesicherten Studien gibt, die die Wirksamkeit von Cannabis bei dieser Erkrankung belegen.
...
Der Richter am Landessozialgericht wirbt am Ende seiner Urteilsbegründung um Verständnis beim Kläger. „Eine Beurteilung in einem solchem Fall muss immer auf das Krankheitsbild als solches abzielen“, sagt der Richter zu Andreas Butzmann. „So ist nunmal die Rechtslage.“

Eine Revision lässt die Kammer nicht zu. Damit bleibt Butzmann, der vom Sozialverband VdK rechtlich beraten wird, theoretisch nur noch der Gang vors Bundesverfassungsgericht. „Das würde dann aber richtig teuer“, sagt der Pfaffenhofener. „Außerdem weiß ich nicht, ob ich dafür überhaupt die Kraft hätte.“

Schulden Andreas Butzmann ist Frührentner. Der gelernte Lebensmitteltechniker erhält 640 Euro Erwerbsminderungsrente. Butzmann hat sich hoch verschulden müssen, eigenen Angaben zur Folge rund 50 000 Euro investiert, um seine Cannabis-Therapie zu finanzieren. Von denen noch rund 25 000 Euro übrig sind, Die Leser der SÜDWEST PRESSE haben im vergangenen Jahr mehr als 11 000 Euro für den Schwerkranken gespendet. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen hat uns sehr bewegt“, sagt Mutter Barbara Butzmann.

Konto Wer spenden möchte, kann dies auf die Konten der „Aktion 100 000“ tun: Sparkasse Ulm, IBAN DE47 630 50000 0000 1000 03, BIC: SOLADES1ULM oder Ulmer Volksbank, IBAN: DE79 6309 0100 0002 3640 18, BIC ULMVDE66. Stichwort: Andreas."


http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu ... 46790.html




"Kein Mitleid
...
Der 34-Jährige bleibt auf den Kosten seiner immens teuren Cannabis-Therapie sitzen. Wie bitter. Und die Krankenkasse? Ist fein raus. Sie hat sich nach Recht und Gesetz verhalten, musste laut Gericht nicht bezahlen. Andreas Butzmann war laut Rechtsprechung nicht krank genug, nicht sterbenskrank. Was für eine mitleidlose Haltung.
...
Zur Erinnerung: Da ist ein junger Mann, der vor Schmerzen nicht mehr ein und aus weiß, dessen Körper gegen klassische Schmerzmittel rebelliert, dessen Kreislauf zusammenbricht, der wiederholt in die Notaufnahme gebracht werden muss. Und da ist eine Ärztin, die um das Leben ihres Patienten bangt. Dieser junge Mann ist nicht krank genug? Auf die Idee muss man erst einmal kommen. "


http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu ... 46782.html
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Re: "Kiffen auf Rezept:32-Jähriger hat trotzdem Ärger m.Poli

Beitragvon Hanfkraut am Sa 16. Dez 2017, 19:45

Da ist man echt sprachlos!

Gerne würde ich hier schreiben was ich dann unter diesen vorraussäzung machen würde... Aber das lass ich lieber!
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