Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Alexhh89
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Alexhh89 »

Vielleicht kann dir die grüne hilfe dabei helfen
https://www.gruene-hilfe.de/
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von LegalizeNOW »

Hi. Ich habe ein ähnliches Problem und wollte deshalb nicht nochmal einen neuen Thread öffnen.

Mir wurde vor 2 Jahren der Führerschein wegen regelmäßigen konsum entzogen ohne Zusammenhang mit dem Straßenverkehr. Die eingelegten Rechtsmittel hatten in allen drei Instanzen keine wirkung sodass nur noch die Verfassungsbeschwerde geblieben wäre. Um zeit zu sparen verzichtete ich darauf und beantragte nun die neuerteilung.

Da ich nun Rezept und Verordnung vorlegen konnte wurde eine Mpu angeordnet mit folgender Fragestellung:

- Ist die kraftfahreignung trotz der dauermedikation und vormaligem regelmäßigen cannabiskonsum gegeben?
- Nimmt Herr. ... zuverlässig nur nach ärztlicher Verordnung ein und vermeidet somit die missbräuchliche Einnahme?

Daraufhin trat ich mit diversen Mpu Stellen in Verbindung und habe heute ein Angebot aus Magdeburg erhalten. Die dame erklärte mir das diese Art der Mpu umfangreicher wäre und somit ca. 1200 Euro für die Untersuchung anfallen würden. Das hat mich erstmal schockiert!

Da ich hier in diesem Thread schon gelesen habe das jemand beim Verkehrsmediziner das Fahreignungsgutachten nach Fev 5.2 mit Corporal test in Verbindung mit einer dauermedikation für 70 Euro bekommen und einfach bei der Mpu eingereicht hat. Und somit nur die "normale" Untersuchung bezahlen musste.

Hat jemand irgendwo positive Erfahrung mit einer Mpu Stelle im Zusammenhang mit Cannabis als Dauermedikation gemacht und kann mir etwas empfehlen??

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Alexhh89
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Alexhh89 »

Mein Arzt sagte ,Wer noch nicht auffällig war im Straßenverkehr und keine Vorgeschichte (MPU) hatte ,der darf nicht zu einer MPU gezwungen werden, für die jenigen genügt ein Verkehrsmedezinisches Gutachten.
Aber viele Führerscheinstellen versuchen trotzdem rechtswidrig oft eine MPU zu erzwingen...kann man leider nur rechtlich was dagegen Unternehmen. Die ACM hat eine Liste mit Anwälten, die Erfahrung mit diesem Thema haben.
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LegalizeNOW
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von LegalizeNOW »

Alexhh89 hat geschrieben: Do 20. Mai 2021, 07:36 Mein Arzt sagte ,Wer noch nicht auffällig war im Straßenverkehr und keine Vorgeschichte (MPU) hatte ,der darf nicht zu einer MPU gezwungen werden, für die jenigen genügt ein Verkehrsmedezinisches Gutachten.
Aber viele Führerscheinstellen versuchen trotzdem rechtswidrig oft eine MPU zu erzwingen...kann man leider nur rechtlich was dagegen Unternehmen. Die ACM hat eine Liste mit Anwälten, die Erfahrung mit diesem Thema haben.
Schade das dein Arzt kein Richter oder Anwalt ist. Als regelmäßiger Konsument hat man da leider keine Chance. Habe den Rechtsweg bereits ausgeschöpft.
Alexhh89
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Alexhh89 »

Die momentane Rechtslage ist einfach unerträglich. Ich hoffe es ändert sich einiges zur Wahl.
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DaAnda
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von DaAnda »

Grüße Euch,

Entweder ich bin blind, hab’s überlesen oder die Frage kam noch nicht auf.

Wenn man als Patient ohne Auffälligkeit aufgehalten wird, sich gegen einen Urin-Test ausspricht und dann eine Blutkontrolle angeordnet wird, die natürlich positiv ausfällt...
Hat man ja aber aufgrund des Attests keine Straftat begangen.
So weit so gut;
Wenn die Herren Polizisten die ganze Sache dann an die Führerscheinstelle melden, entscheidet diese dann ob „nur“ ein verkehrspsychologisches Gutachten benötigt wird oder eine MPU??!?
Muss man dann schon ab dem Moment den Führerschein abgeben oder erst nach nicht bestehen?
Wenn man auf seinen Führerschein aufgrund Jobabhängigkeit als Existenzgrundlage angewiesen ist, was sollte man tun? 🙁

Cannabis wurde mir gegen Schmerzen und langer Opioidbehandlung verschrieben.

Danke Euch 🙏
Jahkob
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Jahkob »

Würde dann direkt mal klären lassen ob das Blut abnehmen nicht schon den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt. Wenn man sich als Patient "outet" sollte doch ein Bluttest unnötig sein oder sehe ich das falsch?

Ist auf jedenfall eine interessante Frage!
moepens
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von moepens »

Wenn man deutlich widersprochen hat ist es Körperverletzung im Amt.
Alexhh89
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Alexhh89 »

DaAnda hat geschrieben: Sa 22. Mai 2021, 23:02 Grüße Euch,

Entweder ich bin blind, hab’s überlesen oder die Frage kam noch nicht auf.

Wenn man als Patient ohne Auffälligkeit aufgehalten wird, sich gegen einen Urin-Test ausspricht und dann eine Blutkontrolle angeordnet wird, die natürlich positiv ausfällt...
Hat man ja aber aufgrund des Attests keine Straftat begangen.
So weit so gut;
Wenn die Herren Polizisten die ganze Sache dann an die Führerscheinstelle melden, entscheidet diese dann ob „nur“ ein verkehrspsychologisches Gutachten benötigt wird oder eine MPU??!?
Muss man dann schon ab dem Moment den Führerschein abgeben oder erst nach nicht bestehen?
Wenn man auf seinen Führerschein aufgrund Jobabhängigkeit als Existenzgrundlage angewiesen ist, was sollte man tun? 🙁

Cannabis wurde mir gegen Schmerzen und langer Opioidbehandlung verschrieben.

Danke Euch 🙏
Vielleicht kann dir das der MPU papst (Theo pütz) beantworten, der sollte sowas Wissen. Hab auch mal bei ihm angerufen, ganz unkompliziert und freundlich hat er mir meine Frage damals beantwortet. Halt uns bitte auf dem Laufenden wenn du mehr raus findest.
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DaAnda
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von DaAnda »

Alexhh89 hat geschrieben: So 23. Mai 2021, 09:23 ...
Vielleicht kann dir das der MPU papst (Theo pütz) beantworten, der sollte sowas Wissen. Hab auch mal bei ihm angerufen, ganz unkompliziert und freundlich hat er mir meine Frage damals beantwortet. Halt uns bitte auf dem Laufenden wenn du mehr raus findest.
Ach stark, danke für den Tipp 😊
DaAnda
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von DaAnda »

Timeless-Watches hat geschrieben: Do 16. Jan 2020, 11:05 Gestern wurde ich am Nachmittag um 15 Uhr wegen Cannabis in München kontrolliert, ich bin Cannabispatient / Schmerzpatient aufgrund von Athrose und Rheuma im Beckenbereich. Ein Urintest wurde verweigert aufgrund von PAG / Polizeiaufgabengesetz ging es sofort zum Bluttest. Mir wurden Ausfallerscheinungen unterstellt, ich habe seit 16 Stunden nichts mehr konsumiert. Ich bin 28 Jahre alt und seit Jahren Cannabispatient. Ich bin als Privatier nicht auf meinen Führerschein angewiesen und es ist mir dermaßen egal nur tun mir die Leute leid die es sind denn es werden hier Existenzen zerstört. Ich werde gerichtlich gegen alle beteiligten Beamten bis zum äussersten vorgehen, koste es was es wolle.

Servus, wie sieht es denn bei deinem Thema aus?
Langsam aber sicher komm ich zu dem Entschluss ob es nicht besser wäre wieder auf Tabletten umzusteigen um meinen Führerschein nicht zu gefährden 😕
LegalizeNOW
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von LegalizeNOW »

LegalizeNOW hat geschrieben: Mi 19. Mai 2021, 13:46 Hi. Ich habe ein ähnliches Problem und wollte deshalb nicht nochmal einen neuen Thread öffnen.

Mir wurde vor 2 Jahren der Führerschein wegen regelmäßigen konsum entzogen ohne Zusammenhang mit dem Straßenverkehr. Die eingelegten Rechtsmittel hatten in allen drei Instanzen keine wirkung sodass nur noch die Verfassungsbeschwerde geblieben wäre. Um zeit zu sparen verzichtete ich darauf und beantragte nun die neuerteilung.

Da ich nun Rezept und Verordnung vorlegen konnte wurde eine Mpu angeordnet mit folgender Fragestellung:

- Ist die kraftfahreignung trotz der dauermedikation und vormaligem regelmäßigen cannabiskonsum gegeben?
- Nimmt Herr. ... zuverlässig nur nach ärztlicher Verordnung ein und vermeidet somit die missbräuchliche Einnahme?

Daraufhin trat ich mit diversen Mpu Stellen in Verbindung und habe heute ein Angebot aus Magdeburg erhalten. Die dame erklärte mir das diese Art der Mpu umfangreicher wäre und somit ca. 1200 Euro für die Untersuchung anfallen würden. Das hat mich erstmal schockiert!

Da ich hier in diesem Thread schon gelesen habe das jemand beim Verkehrsmediziner das Fahreignungsgutachten nach Fev 5.2 mit Corporal test in Verbindung mit einer dauermedikation für 70 Euro bekommen und einfach bei der Mpu eingereicht hat. Und somit nur die "normale" Untersuchung bezahlen musste.

Hat jemand irgendwo positive Erfahrung mit einer Mpu Stelle im Zusammenhang mit Cannabis als Dauermedikation gemacht und kann mir etwas empfehlen??

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Hat jemand irgendwo positive Erfahrung mit einer Mpu Stelle im Zusammenhang mit Cannabis als Dauermedikation gemacht und kann mir etwas empfehlen??
Alexhh89
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Alexhh89 »

Sieh paar Beiträge zurück da hatte ich einen Link zu einem Patienten gepostet der MPU bei Avus in Hamburg bestanden hat.
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Lui
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Lui »

LegalizeNOW hat geschrieben: Mi 19. Mai 2021, 13:46Hat jemand irgendwo positive Erfahrung mit einer Mpu Stelle im Zusammenhang mit Cannabis als Dauermedikation gemacht und kann mir etwas empfehlen??
Ich kann dir die Avus in Frankfurt empfehlen.
Ich hatte meine verkehrsmedizinische Untersuchung dort im März 2021. Das bestandene Gutachten kam nach etwa 2-3 Wochen.
Die kennen sich auf jeden Fall mit dem Thema Cannabis als Dauermedikation aus.
Alexhh89
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Alexhh89 »

Wie teuer war das Gutachten und wie lief es ab? Haare oder Urin abgeben? Wie oft? Wurdest du von der Führerscheinstell dazu aufgefordert? Danke das deine Erfahrungen mit uns teilst.
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Lui
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Lui »

Gerne doch...
Ich wurde von der Fsst aufgefordert ein positives Gutachten vorzulegen.

Nach meiner Anmeldung bei der Avus, bekam ich ein Fragebogen von dene, welches der Hausarzt ausfüllen sollte.
Die letzten Rezepte und Krankenunterlagen, sofern vorhanden, solltest du auf jeden Fall am Untersuchungstag ebenfalls mitbringen.


Am Untersuchungstag habe ich zuerst den Leistungstest gemacht, bekam noch von der Dame die mich eingewiesen hat,
noch einen wichtigen Tipp. Nach dem Leistungstest, bekommst du das Ergebnis gleich gesagt.
Für Klasse B muss du mindestens 16% schaffen, was kein Problem darstellen sollte.
Dann kam der Auffassungstest, sprich es wird ein Bild angezeigt wo du in kurzer Zeit auffassen sollst, was du gesehen hast
(Auto, Fahrrad,Verkehrsschilder Ampel und öhmm habs vergessen was das letze war, sorry :-) )
Erst hast du ungefähr pro Bild 1 sec. Zeit, mit jedem Bild wirds schnell sehr schneller.
Danach 15 Minuten gewartet und kam ich auch schon dran zur ärztlichen Untersuchung.
Im Untersuchungsgespräch hatte Sie mich zur meiner Vorgeschichte gefragt und wann ich das 1. Mal Konsumiert habe.
Zur Erkrankung wurde ich gefragt und was absolut selbstverständlich sein sollte, ist das du dein med.Cannabis Vaporisierst und du das med. Cannabis genauso einnimmst wie dein Hausarzt es dir verschreibt,(Compliance) , dies wird dir aber sicherlich dein Hausarzt in dem Fragebogen,
welches du von der Avus erhalten wirst, bestätigen.
Ob man Alkohol trinkt wirst gefragt.
Danach erfolgt eine kurze körperliche Untersuchung, also Blutdruck u.s.w.
Danach kommt noch ein kleiner Finger-Nasen Test.
Untersuchungsdauer etwa= 15 Minuten insgesamt.

Danach ging es zur Urinprobe, der 1. Versuch verlief erfolglos, da die Ärztin daneben stand.
Ich durfte etwas trinken und nach etwa 15 Minuten, im 2. Anlauf wollte es Anfangs auch nicht klappen, ich habe mir nur gedacht bitte nicht,
sonst muss ich eventuell, weil es nicht klappt, ne Haaranalyse bestimmt abgeben, das wollte ich nicht, in dem Moment, sagt die Ärztin die wieder natürlich himnter mir stand, übrigens, den medizinischen Teil haben Sie bestanden, cool sagte ich, hier klappt es jetzt auch soweit mit dem Wasser lassen.
Genau das war den Satz, den ich den Moment gebraucht habe :-)
Sie hatte mich dann noch gefragt, wie der Leistungstest gelaufen ist, ich habe gesagt das ich bestanden hätte.
Gekostet hat es mich 802€.
2-3 Wochen später hatte ich das positive Gutachten im Briefkasten.
Alexhh89
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Alexhh89 »

Wurdest du früher mal mit btm im Straßenverkehr angehalten oder erstes mal ?
Wie lange hattest du Zeit um das Gutachten vorzuweisen und wurde der Lappen so lange weg genommen? Darf ich fragen ob du privat Patient bist oder kassenpatient?
Danke für die ausführliche Schilderung
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Lui
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Lui »

Bin Kassenpatient...
Ich habe vor 17 Jahren damals meinen FS freiwillig abgegeben.
Habe die Sperrfrist abgewartet, Aktenkundig war somit nichts mehr.
Bei der Neuerteilung habe ich ein ärztliches Attest der Fsst vorgelegt, das ich Cannabis Patient bin.
Daraufhin kam die Anordnung zum ärztlichen Gutachten.
Habe um die 8-9 Wochen Zeit bekommen, ein positives Gutachten vorzulegen.
Wenn die Zeit nicht reicht, kannste die Fsst um Aufschiebung bitten, was kein Thema sein sollte.
Bei mir war die Fsst sogar 3 Mal insgesamt gnädig und bekam eine Aufschiebung.

Wie lange hattest du Zeit um das Gutachten vorzuweisen und wurde der Lappen so lange weg genommen?
Soweit ich weiß, den Lappen musst du erst abgeben, wenn du nicht das positive Gutachten zur genannten Frist vorlegen kannst.
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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Martin Mainz »

Hi Lui und danke für den ausführlichen Bericht!

Mich würde interessieren, aber das wirst du wahrscheinlich nicht beantworten können, ob das auch so läuft (und so viel kostet) wenn man zum Kontrollzeitpunkt bereits Cann-Patient war. Das war bei dir ja scheinbar nicht der Fall, oder?
Lui
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Lui »

Hi Martin,

es wird jedem Cannabis Patienten angeraten, sobald er med. Cannabis verschrieben bekommt, eigens vorab einen Leistungstest z.b. bei einem Verkehrsmediziner
zu machen. Das hat den einfachen Grund, das die Fsst sieht, das du verantwortlich mit der Medikation im Strassenverkehr umgehst und deine Fahrtauglichkeit mit dem Leistungstest, beweisen kannst.
Hat man als Can.Patient nicht diesen Leistungstest vorab selbst veranlsst und man wird von der Polizei angehalten ( z.B. wegen Auffälligkeiten)
und man legt dene das BTM Rezept vor, wird die Polizei einem dennoch in den meisten Fällen vorwerfen, das er auffällig im Strassenverkehr war.
Es ist die Pflicht der Polizei dies der Fsst zu melden, daß du Cannabis einnimmst, ob verschrieben oder nicht, spielt ersteinmal keine Rolle!

Sobald die Fsst Kenntnis darüber bekommt das man Cannabis Patient ist und du nicht diesen eigens vorab veranlassten Leistungstest vorlegen kannst,
kann eine MPU (ohne Abstinenznachweis und ohne Psychologischen Teil) angeordnet werden.
Andere Fsst fordern gleich eine MPU mit Psychologischen Teil an.
Bei einigen Fsst bekommst du ein Fragebogen was der Hausarzt ausfüllen soll.
Kommt auf's Bundesland eben an und wie drauf die Fsst ist.

Hätte ich bei meinem Antrag auf Neuerteilung nicht das ärztliche Attest vorgelegt, hätte die Fsst demzufolge auch keine Kenntnis darüber bekommen,
das ich Cannabis Patient bin.
Zu damaligen Zeitpunkt als ich den Antrag auf Neuerteilung gestellt habe, bin ich blauäugig an die Sache dran gegangen, sonst hätte ich bestimmt nicht 17 Jahre gewartet
um dann das ärtzliche Attest vorzulegen. Ich hätte also einen Leistungstest vorab selbst veranlassen müssen, was ich aber zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gewusst habe.

Die Kosten für die MPU können sehr unterschiedlich ausfallen, je nach Fragestellung und je nach Begutachtungsstelle.

Nachtrag:
Durch das Vorlegen des ärztlichen Attestes wurde ich demzufolge, genauso behandelt, wie wenn ich zum Kontrollzeitpunkt bereits Cannabis Patient wäre,
der im Strassenverkehr angehalten wurde.
Der Unterschied liegt bei mir nur darin, daß beim ärztlichen Untersuchungsgespräch ich gefragt wurde, wieso ich damals meinen Fs freiwillig abgegeben habe.
Im meinem Fall habe der Ärztin auf diese Frage nur gesagt, daß ich nichts dazu sagen möchte, weil es schon so lange her ist.
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