Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Toni420
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Toni420 » Fr 7. Sep 2018, 14:19

Hab das gleiche Problem bin gespannt wie bei mir die MPU verläuft

Andy_Brill
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Andy_Brill » Mi 12. Sep 2018, 14:58

Ihr braucht keine MPU....


Sucht euch über die Webseite für Gesundheit von eurem Bundesland die Liste mit Ärzten mit dem Prädikat Verkehrsmedizin.

Schreibt euch am PC die Fragestellung selbst auf :

Ist die Fahrtauglichkeit von Herr/Frau XYZ durch die Dauermedikation mit Cannabis Flos und das erforderliche Maß herabgesetzt?
Wie wird die Medikation sichergestellt.

Macht einen Termin für eure Unterschung aus ... am besten telefonisch.
Wenn gefragt wird, was geprüft werden soll ....
Test nach FeV 5.2 mit Corporal Test in Verbindung mit einer Dauermedikation.

Beim Termin selbst werdet ihr dann einen "Reaktionstest" am PC machen .....
Danach ein kleines Gespräch beim Arzt/Ärztin ..... Rhombergtest ..... wiegen ... Blutdruck ... Sehfeld
Fertig ...
Wenn ihr nicht permanent am stottern oder total abgelenkt seid, wird der Arzt euch bescheinigen, das keinerlei Einschränkungen bezüglich der Fahrtauglich festzustellen sind.
Jetzt kommt der Knaller ..... der Spaß kostet knapp 70,- Euro .... fertig ...

Im Anhang habe ich mal mein Attest geschwärzt angehängt .... vielleicht reicht euch das, um bei jeweiligen Verkehrsmediziner die Untersuchung anzustoßen :)

Lg

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M. Nice
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von M. Nice » Mi 12. Sep 2018, 20:05

Hi Cheerleader,
danke für die Info, sehr gut.
Mich würde aber noch interessieren, wie hoch der THC Wert, 20 Min. nach der Einnahme war.

MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

Andy_Brill
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Andy_Brill » Do 13. Sep 2018, 08:55

M.Nice,

das wurde nicht ermittelt ..... weil es eben genau nichts aussagt ... da der Wert bei jedem Mensch anders ist .... und es somit keine Vergleichswerte darstellt ....
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wunderkynd
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von wunderkynd » So 16. Sep 2018, 02:14

Hallo Cheerleader,

ich wollte mal sichergehen ob ich das richtig verstanden habe.

Du hast eine MPU angeordnet bekommen BEVOR du ein Cannabis Rezept hattest?

Und der Test nach FeV 5.2 mit Corporal Test in Verbindung mit einer Dauermedikation hat ausgereicht um den Führerschein wiederzubekommen?

Hast du denn deinen Führerschein schon wiederbekommen oder wartest du noch auf die Rückmeldung von der Führerscheinstelle?


LG wunderkynd

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BUMMBUMM
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von BUMMBUMM » So 16. Sep 2018, 03:25

Ich glaube nicht dass die FS-stelle da von alleine drauf gekommen ist, denn die haben die bloß einen Stempel wo MPU draufsteht.

Noch mal grundsätzlich zur Führerscheinstelle gilt es gibt nur zwei Arten wie man mit denen Umgehen kann:
1. so nett sein wie nur irgendmöglich
2. sie verklagen


Die können nämlich im prinzip machen was sie wollen, selbst wenn du ne MPU mit wehenden Fahnen bestehst, können die dir trotzdem den Führerschein versagen weil denen dein Gesicht nicht passt... und den kriegste dann nur vor Gericht wieder.
Zuletzt geändert von BUMMBUMM am Mo 17. Sep 2018, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Andy_Brill
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Andy_Brill » Mo 17. Sep 2018, 09:37

Ich korrigiere mal ...
BUMMBUMM hat geschrieben:
So 16. Sep 2018, 03:25

1. btm besitz vorgeschichte ( Hausdurchsuchung Nov. 2017 nach anonymer Anzeige)
2. cannabis auf rezept ( Januar 2018 )
3. ------------ gab es nicht
4. führerscheinstelle will führerschein einkassieren und zerschneiden (ordnet AÄG an Feb. 2018)
5. legt einspruch ein
6. ?
7. es geht vor gericht, er verliert, führerschein weg
8. *schnippschnap* ?
9. er klagt weiter
10. OVG gibt ihm recht, widerpruch gegen FS entzug gilt
11. *yay* neuer Führerschein
12. Führerscheinstelle immer noch Scherenwütig
13. Zur Klärung des Sachverhaltes tritt er in Vorleistung? mit der Verkehrsmedizinischen Fahrtauglichkeitsprüfung.

Ich glaube nicht dass die FS-stelle da von alleine drauf gekommen ist, ausserdem haben die bloß einen Stempel wo MPU draufsteht.


Noch mal grundsätzlich zur Führerscheinstelle gilt es gibt nur zwei Arten wie man mit denen Umgehen kann:
1. so nett sein wie nur irgendmöglich
2. sie verklagen

Die können nämlich im prinzip machen was sie wollen, selbst wenn du ne MPU mit wehenden Fahnen bestehst, können die dir trotzdem den Führerschein versagen weil denen dein Gesicht nicht passt... und den kriegste dann höchstens vor Gericht wieder.

Ne ... neu schreiben ist besser ...

1. Hausdruchsuchung im Nov. 2017 nach anonymer Anzeige : Durchsuchungsbefehl : Vorwurf illegaler Anbau, Handel und Bestiz
2. Aussage 4 Tage später. Alles nur zum medizinschen Eigenbedarf.
3. Erstes Rezept im Jan. 2018.
4. FS ordnet Beibringung eines AÄG an Feb. 2018 (Fragestellung: Hat er in Verganheit psychoaktiv konsummiert)
5. Amtsarzt entnimmt Ende Feb. 2018 eine Haarprobe
6. Strafbefehl wegen Hausdurchsuchung 800,- Euro -> Widerspruch (März 2018)
7. Verhandlung bezüglich der Hausdurchsuchung -> Urteil 200 Euro (April 2018) Habe mich selbst vor Gericht vertreten
8. FS schickt Bescheid mit sofortigem Vollzug des Fahrerlaubnisentzug -> Widerspruch (Anfang Mai 2018)
9. Eilschutzklage beim Verwaltungsgericht zur Widerherstellung der Aufschiebenden Wirkung des Widerspruch ( Mai-Juni ) Durch mich selbst vertreten.
10. Untersuchung nach FeV 5.2 selbst in Auftrag gegeben und bestanden.
11. VG lehnt Eilschutzklage ab -> Beschwerde gegen Abhlehnung am OVG -> Rechtsanwalt notwendig -> RA entsprechend mit Infos bombardiert
12. OVG fickt VG und FS .... Mein Rechtsanwalt tanzt immer noch.
13. Ja, ich hab meine Pappe wieder ..... und die bleibt nun auch hier :)
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Adi
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Adi » Fr 21. Sep 2018, 17:25

Martin Mainz hat geschrieben:
Fr 21. Sep 2018, 13:15
Hallo Adi und herzlich willkommen im Forum!

Wenn Du doch noch einen Arzt findest, kannst Du Deinen Führerschein vielleicht doch bahalten (Schau mal hier rein: viewtopic.php?f=12&t=9641)
Hi MartinMainzer!
Klingt kompliziert aber vielleicht machbar.
In KL hab ich noch keinen gefunden. Egal wo ich anrufe wird verneint, selbst in der Schmerzambulanz wo ich zur Behandlung bin. Sollte ich, wenn ich auf der Suche bin, ehrlich beim Arzt sein und ihm das mit der MPU sagen? Und soll/kann ich das bei meinem Anwalt der mich vertritt ansprechen?
Dank Dir für die Info!!!!!!!!!

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Martin Mainz
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Fr 21. Sep 2018, 21:34

Habe den Beitrag mal hier rein verschoben.

Anwalt ja, Arzt eher nicht. Vielleicht kannst Du versuchen erstmal ein Privatrezept zu bekommen und erst anschließend versuchen, einen Kassenarzt zu finden. Wenn Du Cannabis als Medizin verschrieben bekommst, kann Du anschließend wie hier im Strang beschrieben vorgehen.
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Adi
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Adi » Fr 21. Sep 2018, 23:14

Tausend Dank! Ich hab Dienstag ein Termin beim Anwalt. Rede mit ihm und telefoniere nächste Woche mal rum ob und wer mir da hilft was ein privat Rezept angeht. Hab da einen in Frankenthal gegoogelt. Mein Job und Lappen ist mir heilig.

Crag_01
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Genehmigungsfiktion tritt am 01.10. ein und FE Entzug

Beitrag von Crag_01 » Di 25. Sep 2018, 16:29

Moin an Alle, damit man gleich weiß aus welcher Ecke ich komme,
am 06.04.2018 wurde bei eine Verkehrskontrolle aktives THC über dem Grenzwert im Blutserum festgestellt. Bis dahin habe ich mich gescheut, einen Antrag auf medizinisches Cannabis zu stellen, jetzt läuft seit dem 27.08.2018 (Mein Hausarzt hat offensichtlich, als ich Ihn im Mai drum gebeten habe, den Antrag nicht gestellt, ich musste ihn erst mal auf den "Pott" setzen und mit dem SGB wedeln).

Um es kurz zu machen, ich habe eine degerenative Erkrankung der Wirbelsäule (Osteochondrose) im Verbund mit mehreren chronischen Bandscheibenvorfällen und Blockwirbelbildung im Nacken, eine Krebsvorerkrankung im Nierenblasentrakt und dadurch eine insuffiziente Niere rechtsseitig, die bei 40% arbeitet.
Die Niere ist auch der Grund, warum ich Cannabis geraucht habe, da ich mit den Chemiebomben, die bei den Schmerzen (nur im Bedarfsfall), wenn ich mal wieder falsch gelegen oder gesessen habe, die im Rücken auftreten, die Niere nicht weiter schädigen möchte. Unter Ibuflan 600 oder Novalginsulfat geht da gar nichts mehr, wenn es denn mal wieder "klemmt" im wahrsten Sinne des Wortes. Bin derzeit konventionell eingestellt.

Am 27.08.2018 wurde mir also der Eingang des Antrags bestätigt und 2 Wochen später, am 12.09. kam die Information, dass die Unterlagen angekommen seien und jetzt an den MDK weitergeleitet würde, neuer Antragseingang 12.09. Also Fristschiebespiel, meine Anwälting sagte nur, erste Bestätigung zählt und danach wäre am 01.10.2018 gerechnet vom 27.08.2018, Fristablauf. Das Verkehrsverfahren wurde gestern abgeschlossen und die FE natürlich für noch 4 Monate entzogen.

Wie habe ich mich in Hinblick auf die Genehmigungsfiktion zu verhalten und mit Blick darauf, dass ich meine Fahrerlaubnis wiedererlangen möchte, was könnte eine Durchsetzung der Verschreibung bedeuten.
:geek: Gruß aus dem Norden

Nick83
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Nick83 » Do 4. Okt 2018, 22:03

Hallo zusammen,

Ich habe genau das selbe Problem, vor langer Zeit den Führerschein abgegeben. Seit Heute habe ich ein Rezept da ich einen Unfall und ne versaute OP hätte 😟
Ich frage mich auch wie es jetzt bezüglich der MPU aussieht?!?!?! Und wie es dann noch von Bundesland zu Bundesland gehandhabt wird.....
Sobald ich was erfahre schreibe ich natürlich was!

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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Andy_Brill » Do 11. Okt 2018, 17:47

Nick83 hat geschrieben:
Do 4. Okt 2018, 22:03
Hallo zusammen,

Ich habe genau das selbe Problem, vor langer Zeit den Führerschein abgegeben. Seit Heute habe ich ein Rezept da ich einen Unfall und ne versaute OP hätte 😟
Ich frage mich auch wie es jetzt bezüglich der MPU aussieht?!?!?! Und wie es dann noch von Bundesland zu Bundesland gehandhabt wird.....
Sobald ich was erfahre schreibe ich natürlich was!
Wann genau war "vor langer Zeit" ?

Lg

Andy
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Nick83
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Nick83 » Mo 22. Okt 2018, 22:48

Vor 8 jahren, ich hab bei der Führerscheinstelle nachgefragt ob noch was in der Akte steht und die MPU ist noch aktuell....
In den nächsten Wochen entscheidet die Krankenkasse über mein Antrag und dann wollte ich nochmal zur Führerscheinstelle.

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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Mo 22. Okt 2018, 23:06

Nick83 hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 22:48
Vor 8 jahren, ich hab bei der Führerscheinstelle nachgefragt ob noch was in der Akte steht und die MPU ist noch aktuell....
In den nächsten Wochen entscheidet die Krankenkasse über mein Antrag und dann wollte ich nochmal zur Führerscheinstelle.
Hallo Nick.

Hast Du vor acht Jahren nachgefragt und wie alt war dann das Vergehen? Oder war das Vergehen vor acht Jahren und Du hast jetzt nachgefragt :?:
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Skywalker007 » Di 23. Okt 2018, 03:08

Bei mir ist es Ähnlich bin Cannabis Patient und gerade dabei meinen Führerschein wiederherzustellen, habe schon ein Wiederantrag gestellt nun eine schriftliche Antwort bekommen in der steht:

Überprüfung Ihrer Kraftfahreignung
Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens einer amtlich annerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung

Sehr geehrter ...

am 18.06.2018 haben Sie einen Antag auf Wiederereilung der Fahrererlaubnis gestellt, welche durch das Landratsamt Karlsruhe am 23.02.2011 entzogen wurde.

Im Rahmen der Antragsbearbeitung geht außerdem aus Ihrer Führerscheinakte noch folgendes hervor:
07.01.2012 Trunkenheit im Verkehr (9,7ng/ml THC, 143 ng/ml THC-COOH), verurteilt durch das Amtsgericht Krefeld

Da Sie Cannabis aus medizinischen Gründen verschrieben bekommen haben (Vorlage des Opiod-Ausweis), werden wir dies bei der MPU auch abklären müssen, da wir laut Anlage 4 Nr. 9.6.2 FeV wissen müssen, ob Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen vorliegen.

Zur Überprüfung Ihrer Kraftfahreignung ist uns daher gemäß § 14 Abs. 2 und § 11 Abs. 3 Nr. 5 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) bis zum 19.04.2019 ein medizinisch-psychologisches Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungstelle für Fahreignung vorzulegen.

Das Gutachten soll folgende Fragestellung beantworten:

X) Nimmt die/der zu Untersuchende noch Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes ein?
Wenn Ja: in welcher Art und in welchem Umfang?
Ist zu erwarten, dass die/der zu Untersuchende auch zukünftig Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes einnehmen/konsumieren wird?
Ist zu erwarten, dass die/der zu Untersuchende zukünftig regelmäßig Cannabis einnehmen/konsumieren wird?
Ist zu erwarten, das der zu Untersuchende gelegentlich Cannabis einnehmen/konsumieren wird und wenn ja, kann der Konsum und Fahren trennen?

X) Überprüfung der psycho-physischen Leistungsfähigkeit nach Anlage 4 Nr. 9.6.2 unter Wirkung des Medizinal-Cannabis. Reicht diese zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeuges unter der Wirkung von Cannabis aus?



So wie sollte ich nun am besten vorgehen?

LG

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Martin Mainz
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Di 23. Okt 2018, 08:18

Ärztliches Gutachten zur Fahrtauglichkeit sollte reichen. Trennvermögen ist hier irrelevant, da es sich um medizinische Versorgung handelt.

Lies auch mal hier: viewtopic.php?f=22&t=8416&p=67524#p67524
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Skywalker007 » Di 23. Okt 2018, 16:12

Ich brauch etwas mehr informationen, wie soll ich vorgehen und was bedeutet für mich, soll ich dann mich bei der MPU anmelden indem ich mich bei der Führerscheinstelle für eine MPU Stelle entschieden habe?

Wo kann ich dieses ärztliches Gutachten in Karlsruhe machen? wer macht das?

LG

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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von BUMMBUMM » Di 23. Okt 2018, 17:19

BUMMBUMM hat geschrieben:
So 16. Sep 2018, 03:25
...die FS-stelle ... haben ... bloß einen Stempel wo MPU draufsteht.[/b]
das eine ist MPU (teuer & debatabel unnötig aber dafür gibt dir die Führerscheinstelle sogar ne Adressenliste)
das andere ist eine medizinische Untersuchung bei einem Amtsarzt oder Verkehrsmediziner (mehr oder weniger das gleiche wie MPU nur ohne den Psycho-Teil)

Was du letztendlich machst muss du selber wissen, meine herangehensweise wäre erst mal den ganzen thread zu lesen den martin gepostet hat, dann alle gesetztestexte zu lesen die im Brief von der FS-stelle erwähnung fanden, und dann überlegen ob ich ein so oder so gelagerten Fall hab, dann entscheiden ob es sich für einen lohnt den einen oder anderen Weg zu gehen.

MPU mag auf den ersten blick vllt einfacher erscheinen, problem is nur die MPU stellen wissen nicht immer was mit cannabis patienten anzufangen, und wenn man nur die ärztliche untersuchung macht, ist die FS stelle möglicherweise nicht zufrieden und man muss mitm anwalt ran...

so oder so, einfach is was anderes daher ist das mit dem verbindliche empfehlung geben auch jetzt nich sooo einfach :>
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Morra
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Re: Arzt für Privatrezept Bayern

Beitrag von Morra » Do 25. Okt 2018, 10:41

Trotzdem vielen Dank für deine Antwort!

Vielleicht kann mir aber jemand mit einer anderen aber in dem Fall relevanten Thematik helfen.
Das Gesetz ist ja leider oft sehr abstrakt, schwammig und verschachtelt so dass ich mir auch seit längerem Gedanken mache wie es dann weitergeht sollte ich einen Arzt finden der mir diese Therapie verschreibt, nämlich in Bezug auf den Führerschein.
Da gibt es eigentlich nur ziemlich ungenaue Aussagen, die hauptsächlich auf der Auslegung der aktuellen Gesetzeslage basieren, ich will fast sagen auf Willkür.
Nun, da ich dieses Land nicht anders kenne überrascht mich das auch nicht mehr und ich versuche mich soweit wie möglich an die Spielregeln zu halten.
Nur wie sind die Spielregeln genau?
Spezifisch geht es um folgenden, natürlich rein hypothetischen und frei erfundenen Fall
(Den ich nur aufführe um die Regeln zu verstehen) :

Es wurde jemanden bei einer Verkehrskontrolle Blut abgenommen (er hat 2 kleinere BtmG Einträge und ist deshalb gebranntmarkt).
Der aktiv Wert war bei knapp über 1 und der Passivwert ist unbekannt.
Es folgte danach das übliche, 500.-, 1 Monat Fahrverbot, Brief von der Führerscheinstelle mit der Aufforderung den FS abzugeben oder ein ärztliches Gutachten einzureichen das das Konsummuster feststellt.
Das äG wird probiert (TüV), Einmalkonsum geltend gemacht (Werte waren schlüssig, warum die BtmG Einträge da keine Relevanz hatten weiss ich nicht, ist ja auch ein erfundenes Fallbeispiel, und auf die MPU Ärztin wurde ein guter Eindruck gemacht, Drogentest nach Einstellung des Konsums negativ)
Die Führerscheinstelle stellt daraufhin die Fahreignung nicht mehr in Frage und Max Mustermann behält seinen Führerschein.
Nun folgende Fragen:

-Gilt für Max weiterhin die 1.0 Grenze oder ist er damit zu ewiger Abstinenz verdammt?
(Wiederholungstäter)

-wie verhält es sich im Strassenverkehr wenn Max ein Rezept für med. Cannabis erhält?
Gilt dann die 1.0 Grenze die Max natürlich verantwortungsvoll einhalten würde?
(Kein WiederholungsTÄTER?)

-Gibt es jemanden (z.B. Anwalt f. Verkehrsrecht) der diese Art Fragen zuverlässig beantworten kann?

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