Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

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BUMMBUMM
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von BUMMBUMM » Do 29. Nov 2018, 17:32

@Ben2689
Die führerscheinstelle schätzt nur dein zukünftiges verhalten im straßenverkehr ab, daher ist nur dein jetziger zustand von belang, nicht aber deine vergangenheit.
hmm klingt blöd
gemeint ist: es ist egal wann du patient geworden bist, es ist nur wichtig ob du patient bist für zukünftige betrachtungen deines verhaltens im straßenverkehr.

allerdings ist cannabis patient werden etwas umfangreicher und langwieriger als du dir das vllt vorstellst. wenn das ne option bei dir ist, würde ich das angehen, weil wenn du post von der führerscheinstelle bekommst, reichen die fristen eher nicht noch patientenstatus anzuleiern...
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Ben2689
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Ben2689 » Do 29. Nov 2018, 20:05

BUMMBUMM hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 17:32
@Ben2689
Die führerscheinstelle schätzt nur dein zukünftiges verhalten im straßenverkehr ab, daher ist nur dein jetziger zustand von belang, nicht aber deine vergangenheit.
hmm klingt blöd
gemeint ist: es ist egal wann du patient geworden bist, es ist nur wichtig ob du patient bist für zukünftige betrachtungen deines verhaltens im straßenverkehr.

allerdings ist cannabis patient werden etwas umfangreicher und langwieriger als du dir das vllt vorstellst. wenn das ne option bei dir ist, würde ich das angehen, weil wenn du post von der führerscheinstelle bekommst, reichen die fristen eher nicht noch patientenstatus anzuleiern...
Danke dir für die Antwort.
Okay das ist gut zu wissen.
Ich weiß, dass das durchaus anstrengend sein kann, das durchzubringen. Deswegen hab ich es bislang nicht in Angriff nehmen wollen.
Hatte eigentlich vor die nächsten sechs Monate eine Abstinenzkontrolle durchzuführen, sodass ich das direkt vorlegen kann, sobald der Brief der Behörde kommt.
Doch bevor ich das mache will ich mich erst mal informieren ob sich so ein Rezept negativ auswirken kann. Wenn nicht wäre die Kontrolle ja unnötig. Und da mir die Tabletten die ich seit Jahren verschrieben bekomme einen "sch...." bringen, bin ich eben am überlegen ob mir ein Gespräch mit meinem Arzt weiterhelfen würde. Sowohl gesundheitlich als auch ohne negative Auswirkungen auf die bevorstehende mpu.

Crag_01
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Dronabinol verordnet, rechtskonform gestellt, was passiert mit FE Verfahren

Beitrag von Crag_01 » Mo 10. Dez 2018, 22:25

Moin,
nachdem mein Verfahren vor Gericht am 24.09.2018 mit einem Mindesturteil endete (Fahrfehler bei 3.9 ng zur berauschten Fahrt gestrickt) habe ich
1. einen 5-stündigen psychologischen Block bei einem zugelassenen Verkehrspsychologen mit dem Ergebnis D4 (Trennungsvermögen vorhanden, Risiken bei Cannabis im Straßenverkehr erkannt etc.) also ein klar positives Ergebnis und Feststellung der Fahreignung

2. Mit Dronabinol jetzt rechtskonform, was den Konsum von Delta 9 THC angeht.

Nun möchte ich diese Woche (Sperrfrist endet am 24.01.2019) meine Fahrerlaubnis neu beantragen und auf Anraten meines Anwalts erstmal nur die erfolgreiche psychologische Begutachtung abegeben, ohne die Verordnung zu erwähnen. Was wäre jetzt ratsam, ich hänge damit etwas. Letztendlich handelt es sich um einen Erstverstoß der auch noch mit Mindeststrafe belegt wurde.
Die psychologische Maßnahme und die Verordnung habe ich natürlich mit Blick auf das FE Verfahren und der drohenden MPU in Angriff genommen, Kostenübernahme und Verschreibung von Dronabinol liegt vor.
Die Frage, die sich mir stellt, Karten direkt auf den Tisch oder erstmal nur die verkehrspsychologische Bescheinigung mit dem Anspruch, im Nachgang bei angeordneter MPU das Rezept vorlegen?
Gruß
Crag

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BUMMBUMM
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Re: Dronabinol verordnet, rechtskonform gestellt, was passiert mit FE Verfahren

Beitrag von BUMMBUMM » Di 11. Dez 2018, 03:35

hat dein anwalt recht, ich sehe da auch 2 gründe dafür.
1. die verschreibung und die verkehrspsychologische bescheinigung wiedersprechen sich (Risiken bei Cannabis im Straßenverkehr erkannt aber will jetzt trotzdem zugedronabinolt am verkehr teilnehmen)
2. Fahrfehler unter drogeneinfluss ist ein fahrfehler bleibt ein fahrfehler. Cannabistherapierung wäre bei dieser vorgeschichte ein triftiger grund für die führerscheinstelle, dir den führerschein endgültig zu versagen.

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Re: Dronabinol verordnet, rechtskonform gestellt, was passiert mit FE Verfahren

Beitrag von Crag_01 » Di 11. Dez 2018, 08:45

Moin, danke für deine Einschätzung. Ich habe dabei das aktuelle OVG Urteil aus Saarlouis im Hinterkopf. Die Indikatoren sind da so ziemlich identisch. Auch in meinem Verfahren wurde Selbstmedikation als Konsumgrund angegeben, der im Nachgang auf rechtskonforme Füße gestellt wurde. Ebenfalls wurde "gelegentlicher Konsum" festgestellt.
Nervig ist eben: Illegale Beschaffung als Selbstmedikation=MPU, verschrieben, keine MPU. Nach der verhängnisvollen Verkehrskontrolle bin ich sogar noch ohne Auffälligkeiten 3 Monate gefahren, eine Kontrolle einen Monat später war sauber, leider nicht dokumentiert, wie das bei den Damen und Herren in blau so üblich ist.
Deine Argumente sind allerdings auch sehr nachvollziehbar. Also Verordnung erst bei evtl. angeordneter MPU aus der Tasche ziehen.
Kleine Anmerkung: Auch das Dronabinol werde ich nicht täglich einnehmen, außerdem habe ich hier seit der Kontrolle Schnelltests liegen. Bin als Admin in mehreren Betrieben unterwegs, da ist ein dichter Kopf eher hinderlich.

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Re: Dronabinol verordnet, rechtskonform gestellt, was passiert mit FE Verfahren

Beitrag von Crag_01 » Di 11. Dez 2018, 15:47

BUMMBUMM hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 03:35
hat dein anwalt recht, ich sehe da auch 2 gründe dafür.
1. die verschreibung und die verkehrspsychologische bescheinigung wiedersprechen sich (Risiken bei Cannabis im Straßenverkehr erkannt aber will jetzt trotzdem zugedronabinolt am verkehr teilnehmen)
2. Fahrfehler unter drogeneinfluss ist ein fahrfehler bleibt ein fahrfehler. Cannabistherapierung wäre bei dieser vorgeschichte ein triftiger grund für die führerscheinstelle, dir den führerschein endgültig zu versagen.
Nochmal zum Verständnis: Das psychologische Gutachten bezieht sich ja auf die Zukunft "Würde ich mich zukünftig bei jetzigem Wissensstand noch einmal vorsätzlich/fahrlässig ohne Überprüfung meiner Fahrtüchtigkeit (Urin Schnelltest) oder ausreichendem Abstand zum Konsum hinters Steuer setzen." Mehr sagt das psychologische Gutachten nicht aus. Auch ein MPU Gutachten würde zu ähnlichem Schluss kommen. Mein derzeitiger Vorteil, ich muss wegen der vorhandenen alten Klasse 3 (PKW, PKW mit Anhänger und LKW bis 7,5 t) eh die medizinische Begutachtung durchführen (Sehtest körperliche Untersuchung und natürlich Urinprobe) Da diese aufgrund Dronabinol nicht sauber sein kann, ich das Zeug aber auch nicht tagtäglich nehme, wird mit Sicherheit COOH im Urin nachzuweisen sein und ich kann hier dann ruhigen Gewissens die Verordnung von Dronabinol abgeben. Das Gericht hat mir seinerzeit gelegentlichen Konsum bescheinigt.
Ich bin zwar in Niedersachsen, aber die Urteile aus Bayern und dem Saarland sollten auch hier langsam rüberschwappen, insbesondere das saarländische Urteil, dass eine Einzelfallprüfung auch bei vorheriger illegaler Beschaffung zur Selbstmedikation anzeigt und ein "pauschales Vorgehen" als verfassungswidrig erkennt, sollte hier einiges anrichten. Natürlich sind die Werte nicht wegzulügen und deine Argumente auch nicht, ist aber derzeit die einzig mögliche Strategie. Wie schätzt Ihr das ein.

Hawi
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Hawi » Sa 15. Dez 2018, 19:57

Hallo zusammen, ich habe vor knapp 7 Wochen ein Privatrezept von meinem Hausarzt bekommen.
Ich soll abends 20mg Pedanios 22/1 flos zu mir nehmen.
Ich bin noch nie polizeilich auffällig geworden habe aber trotzdem große Angst das ich mein Führerschein verlieren könnte.
Da ich selbstständig bin und Angestellte habe, ist das Risiko einfach zu groß für mich den Führerschein zu verlieren.
Was muss ich beachten bzw. mit mir führen wenn ich mit dem KFZ fahre?
Bin ich abgesichert durch mein Rezept und den Beleg das ich es auch gekauft habe?
Vielen Dank im voraus für eure Antworten
Gruß Hawi

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BUMMBUMM
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von BUMMBUMM » Mo 17. Dez 2018, 16:04

Sicherheiten gibts da leider noch keine, generelle Handlungsempfehlung ist die Belege mitzuführen um im richtigen Moment die Weiterverfolgung dieser Sache durch die Polizei zu verhindern.
Ansonsten gilt sich tunlichst an die Verkehrsregeln zu halten, d.h. inklusive Tempolimit und Parken, sowie sich in keine Unfälle reinziehen zu lassen oder sonst irgendwie Auffälligkeiten zu bieten wie Abgelenktheit, Cannabisgeruch an Klamotten, und mein persönliches Highlight der Verdachtsmomente "dumm aus der wäsche gucken".

Nadir889
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Re: Cannabispatient & MPU

Beitrag von Nadir889 » Mi 19. Dez 2018, 07:11

Skywalker007 hat geschrieben:
Di 23. Okt 2018, 03:08
Bei mir ist es Ähnlich bin Cannabis Patient und gerade dabei meinen Führerschein wiederherzustellen, habe schon ein Wiederantrag gestellt nun eine schriftliche Antwort bekommen in der steht:

...

So wie sollte ich nun am besten vorgehen?

LG

Hi,
Könntest du ggf. Ein Update einbringen was daraus geworden ist?
Hast Du mündlich/telefonisch/schriftlich jemand in Kenntnis gesetzt beim stellen des Antrags über deinen Patienten Status
Oder woher bezog die Fahrerlaubnisstelle die Informationen das Du Patient bist?
Wüsste nur gerne wie ich am effektivsten voran komme, danke für deine Antwort schon mal.
Lg

Timbo89
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Timbo89 » Do 20. Dez 2018, 20:48

Guten Abend
Wäre super wenn mir jemand helfen kann, ich wurde letzte woche im Straßenverkehr kontrolliert und musste eine Blutprobe abgeben. Ich muss jetzt auf die Ergebnisse warten, aber die werden auf jeden Fall über dem zugelassenen Wert sein. Somit wäre eine MPU fällig.
Meine Frage, ich habe Ende Januar ein Arzt Termin. Für den Fall das ich Patient werde, wie sollte ich am besten vorgehen das ich meinen Führerschein wieder bekomme oder ihn gar nicht erst abgeben muss?

Danke

Speedy-BW
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Speedy-BW » Do 20. Dez 2018, 21:40

Timbo

Ich glaube Du wirst das Procedere gehen wie jeder andere....

Auch Patienten haben keinen frei fahrt Schein.
Ich bin ich und das ist gut so :P

Timbo89
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Timbo89 » Fr 21. Dez 2018, 05:57

Das wäre ja kein Problem, aber brauche ich trozdem ein Abstinenznachweis oder gibt es da eine andere Regelung?

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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Fr 21. Dez 2018, 09:29

Wenn Du Cannabis verschrieben bekommst musst Du ab da natürlich nicht nachweisen, daß Du kein THC im Blut hast. Du kannst dann bei der MPU diesen Teil als Patient umgehen, eine Abstinenz ist dann nicht notwendig.
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Timbo89
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Timbo89 » Fr 21. Dez 2018, 11:56

Alles klar danke für die Antwort, dann brauche ich theoretisch einen Nachweis vom Arzt das ich trotz Konsum fahrtüchtig bin oder?

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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Fr 21. Dez 2018, 18:03

Nein, eigentlich nur ein Rezept. Etwas wie eine Fahrtauglichkeitsbescheinigung gibt es so nicht.
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Chiller1985
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Chiller1985 » Sa 22. Dez 2018, 15:06

Guten Tag liebe gemeinde, :mrgreen:

Ich bin endlich ein Neues und begeisterters Mitglied dieser Gruppe. Ich verfolge schon einige Zeit eure Diskussioen über das Thema Cannabis auf Rezept und Mpu/Ärtzliche Untersuchung zur Fahreignung.
Ich möchte meine Situation Teilen, hoffe auf Hilfe/Anregungen von beteiligten und biete ebenfalls Fachmänischen rat und möchte ebenfalls betroffene helfen. Ich selbst bin Patient seit ca. 8 Monaten.
Es wird und war ein schwerer Weg, aber bisher alles gut gelaufen.

Zu meiner situation.

Führerscheinverlust 11.2012. wegen Polizeikontrolle - Fahren mit den Blutwerten THC- 4,6ng/ml
Hydroxy THC - 1,7ng/ml
THC Carbonsäure - 50ng/ml

Weiterhin hatte ich 8g im Gepäck vergessen. (Ich Idiot) War in Amsterdam Freunde Besuchen und auf einem Festival. 7 Tage. Ich habe früher eher Sporadisch geraucht und den Urlaub dadurch ausgenutzt.... war eine Scheiss Entscheidung...

Danach kam Vorsäztliches Fahren ohne Fahrerlaubnis dazu. Wurde Dezember 2012 durch einen Blitzer erwischt, da ich zu schnell fuhr... - Urteil- 400€ Strafe und 1 Jahr Fahrverbot. Dies Endete 06.2014 .... Dumm und unüberlegtes Verhalten ... ich Weiss.... Schäääääm

Daraufhin 6 Lehrreiche Jahre auf dem Fahhrad verbracht, mein Leben in geordente Bahnen gebracht, viel nachgedacht und zuletzt meinen Logistikmeister gemacht.

Durch die Legalisierung von Med. Cannabis im März 2017 auch für ADHS-Patienten konnte ich erfolgreich mein Rezept erhalten und bin seit 05.2018 Patient. Mittlerweile einige Termine Durch und eingestellt.

Nachdem ich mich als Meister ohne FS schwer tue einen guten Job zu finden habe ich mein FS Beantragt.
Beantragung der Fahrerlaubnis (07.2018) - 09.2018 kam ein Schreiben der Fs Stelle Ingolstadt mit der Auflage
für ein besonderes Aufbauseminar wegen Führerscheinverlust in der Probezeit..... turbulente Zeiten damals .....
sowie die Auflage für eine MPU wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis... damit hatte ich gerechnet....
Weiterhin musste mein Behandelnder Canabis Arzt ein Attest zu meinen Krankheitsbild erstellen dies ich vorlegen musste.... was auch nach 1 Woche bereits geschah.

Letzten Monat 11/2018 kam ein erneutes Schreiben der Fs Stelle.

In diesem werde ich zur Vorlage eines Ärtzlichen Gutachten über die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen gebeten. Es soll festgestellt werden ob meine Leistungsfähigkeit zum Einen durch meine Erkrankung (Adulte ADHS) und zum anderen unter Einfluss von Cannabis beeinträchtigt wird. Soooo..... dies sollte bis zum 05.02. 2019 bei der FsStelle eingereicht werden.... sehr knapp bemessen....

Aktuell stand 12.2018: Ich habe einen Termin für das Aufbauseminar das im Januar beginnt und Endet. Desweitern wate ich auf einen Termin der Begutachtungsstelle (Pima) in Nürnberg. Bei der ich mein Gutachten erstellen lasse.

Hat jemand Erfahrung in diesem Gebiet, was kommt auf mich genau zu, wie soll ich mich vorbereiten, niemand kann richtig helfen nicht mal die MPU Beratungen. Ich finde einfach keinerlei Infos über mein doch etwas kompliziertes Tema.
Brauche ich denn überhaupt eine vorbereitung für dieses Gutachten. Kann gern mehr Infos mitteilen Bzw. die schreiben übermitteln.

Vielen lieben dank für diese tolle Plattform. Finde ich super :-)

Allen ein schönes besinnliches Weihnachtsfest und erholsame Feiertage.
Liebe Grüße und ein Herzliches Dankeschön im voraus
Chiller

Ps: Bin Neu falls hier Falsch (Tut ma Sorry) :-)
Wo ein WILLE da ein WEG..... :idea: :roll:

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BUMMBUMM
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von BUMMBUMM » Sa 22. Dez 2018, 15:31

das letzte mal dass ich mich mit dem inhalt einer mpu beschäftigt hab, da war der medizinische teil noch für alle mpu-gründe größtenteils und/oder ortsabhängig der gleiche, nur der psychologische teil hatte eine individuelle fragestellung.

wenn man nicht aufn kopp gefallen is, auge-hand-koordination noch funktioniert und man vor nicht allzuviel jahrzehnten schon mal die führerscheinprüfung geschafft hat, stellt der medizinische teil eigentlich kein hindernis dar.

termin bei nem verkehrsmediziner zwecks gutachten über die Eignung würd ich direkt anstoßen, das ist unabhängig von der mpu kannste also vorher machen.

Wenn du die Mpu nicht mehr termingerecht abschließen kannst, teil dies der FS mit und bitte um verlängerung mit terminbestätigung der mpu-stelle wenn vorhanden. teilnahme aufbauseminar und gutachten/eignung direkt hinschicken wenns da is.

Fahren ohne fahrerlaubnis, eigentlich komisch das es dazu nichts gibt, andererseits wenn man sich die fragestellung für die psychologische untersuchung überlegt: Is davon auszugehen, dass X in zukunft nach wiedererlangen der Fahrerlaubnis nicht mehr ohne Fahrerlaubnis fährt? Die chancen stehen gut ^^
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Chiller1985
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Chiller1985 » Sa 22. Dez 2018, 15:53

Danke für die schnelle Antwort:-)
Ich muss noch dazu sagen dass ich 2008 schon mal eine Mpu gemacht habe die Positiv verlaufen ist.Damals ebenfalls fahren ohne Fahrerlaubnis. die taten lagen aber bereits 2008 mehrere Jahre zurück... Dies wäre also meine 2. Mpu wegen dem gleichen Delikt....

Also die Mpu hat mit dem Ärztlichen Gutachten nichts zu tun! Erst das Ärztliche Gutachten für die Fahreignung, für dieses warte ich ja bereits auf einen Termin und anschliessend Mpu wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Aufbauseminar läuft so nebenher mit....

Was ich mich frage ist, brauche ich für das Gutachten auch so eine Vorbereitung wie für eine MPU? Für die Mpu haben sie mir ausserdem noch keine Frist gesezt bisher. Sie wollen wohl erst das Gutachten so wie ich das Vertehe.

Was die Mpu wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis betrifft werde ich mir wenn es soweit ist gesondert eine Beratung suchen.

Kann ich mich selbst drauf vorbereiten? Was ist Inhalt dieser Untersuchungen? Also Reaktion, Haptik, Sehen, Hören alles Bestens. Mir geht es eher um den Pychologischen teil.... wenn es einen gibt....
Will einfach gut vorbereitet dahin gehen da sie mir auch Fs verweigern können..... das wäre fatal....
Also meine Mpu ist erst mal nicht vorrangig....
Wo ein WILLE da ein WEG..... :idea: :roll:

HanFü
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von HanFü » Sa 22. Dez 2018, 20:12

Servus chiller, warum gerade die pima in Nürnberg? Avus und die ibbk in Nürnberg haben einen besseren Ruf, gerade letztere kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen.

Warst Du schon auf der Führerscheinstelle und hast Akteneinsicht beantragt? Die Akte ist Grundlage Deiner Begutachtung, sollten Einträge aus den BZR drinnen sein (Verurteilungen unabhängig von Strassenverkehr), kann/wird der Gutachter darauf eingehen. Ist immer gut kannst Dich besser vorbereiten.

Wie ist Deine Fragestellung für die MPU? Wenn ich es richtig verstehe hattest Du bei Deiner Auffälligkeit noch kein Rezept? Dann kommt auf Dich die doppelte Fragestellung zu--> Fahren ohne Fahrerlaubniss + Fahren unter Einfluss von THC.

Was ich auch nicht verstehe warum Deine Fsst zuerst mit nen äG Deine Fahreignung beurteilen will (Routine nach nen Cannabis Rezept?) und anschliesend nochmal Deine Fahreignung durch ne MPU beurteilen will?

Medizinische Untersuchung wenn alles passt sollte easy sein, Computertest auf Reaktion ->sitzt vor Pc mit 4 Farbtasten und 2 Fußpedale immer schneller dann kommen die Farbsignale oder 2 verschiedene Töne hoch/tief--->entsprechernd auf Zeit Tasten hauen.

Dann Schlangenlinien -->Hände links und rechts auf Tasten (Test failt wenn Du loslässt), und nur mit den Augen 20 Linien verfolgen Linie 1 geht zu f...L2 geht zu c..usw.

Dann Verkehrssituationen-->wer hat Vorfahrt, wo muß Fahrradfahrer hin usw.. Zumindest der 1. Test geht auf Zeit, wenn fail kannst ihn einmal wiederholen, wenn wieder gefailt totally fail
Wünsche Dir erstmal ein frohes Fest und schöne Feiertage
1919 wurde in Deutschland erstmals das Frauenwahlrecht eingeführt.Nur 10 Jahre später, 1929 wurde dann der Hanf in Deutschland verboten. Wer da einen Zusammenhang sieht ist ein Verschwörungstheoretiker ;)

Chiller1985
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Chiller1985 » So 23. Dez 2018, 12:54

Servus Hanfü

Also die Pima, weil diese Institution mir von meiner (EX) Mpu Beratung empfohlen worden ist. Lange Geschichte.... Bin da vor kurzem richtig krass auf die Schauze gefallen....

War seit September 2017 bei der AWO Fahrschule Ingolstadt angemeldet um mich eben bestmölichst auf alles vorzubereiten. Ich wollte erst eine reguläre MPU machen..... Da der weg mit Rezept für mich damals fast unmöglich war. Ich habe 550€ bezahlt. Anmeldung zur Mpu erfolgte. Doch dann kam die Freigabe als Medizin 2017..
daraufhin habe ich alles abgebrochen und bin in Absprache mit der MPU Beratung zum Neurologen (ADHS bestätigt) und habe im Anschluss das Rezept besorgt. Hat alles gut geklappt aber dies dauerte eine Weile.... Und dann fing der ganze Schwachsinn an......

Nachdem ich alles in der Tasche hatte bin ich wieder wie ausgemacht zur Beratungsstelle, anfangs sagte man mir man würde mir helfen, und mich gut bei meinem vorhaben unterstützen. Da mein Fall abslutes Neuland für hiesige Vehältnisse war, wäre es eine Interessante Herausforderung. So Ihre Worte.
Aber ich müsse nochmal 200€ bezahlen wegen Jahreswechsel. Naja okay wurde erledigt.

Habe einen neuen Antrag gestellt bei der Fs-Stelle gestellt. Ich war im zetraum sept. - dez. bestimmt 10mal bei ihr um mich anzumelden, jedesmal wurde ich mir einer anderen Aufgabe weitergeschickt. 2 mal war ich bei der Fs-Stelle und zusätzlich beim MPU Psychologen selbst, wegen den im vorfeld genannten schreiben.... ich sollte meine Chancen erfragen und genau abklären auf was Sie mich vorbereiten soll.
Das ganze dauerte bis etwa ende November. Schlussendlich hatte ich die schauze voll und bin erneut zu Ihr, bereit mich dem Ganzen endlich zu stellen.
Kaum angekommen sagte Sie mir dass die frist bei der-Fs Stelle zur Abgabe der Anmeldung vertrichen war. WHAT.... Ich müsse jetzt erneut einen Antrag zur Neuerteilung stellen... Das war mir dann echt zu Dumm. Ich bin wieder zur FS STelle und habe gebittet und gebettelt dass die Frist verlängert wird. Habe es zum Glück geschafft.
Daraufhin habe ich den Kontakt zur AWO abgebrochen und denen meine Meinung gesagt... reine Abzocke... Auf meinen Fall hatte Sie wohl doch schnell keinen Bock mehr. Hauptsache bezahlt....
Die letzte aussage war
`"Sie will mich nicht verheizen"
Was für ein Schwachsinn....

werde mir jetzt eine neue Beratung suchen und mir überlegen Anwaltlich vorzugehen...

Soviel dazu..... Aus Erfahrung wird man Klug oder :-)

Kann man Die Anmeldung noch ändern? Also die Anmeldung zurückziehen und sich woanders anmelden Kurzfristig? Z.b. bei den Institutinen die du mir vorgeschlagen hast HanFü?

Vielen dank für die Infos, gern mehr davon. Werde mal die schreiben hier einfügen. Das wäre echt zuviel zu Schreiben. :lol: :? vieleicht hilft es ja einigen...

Ja meine Akte habe ich mir zuschicken lassen. Musste da auch erst im Internet drauf kommen... soviel zur
Beratung.

Wünsche ebenfalls ein Frohes Fest und besinnliche Feiertage
Dateianhänge
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Zuletzt geändert von Martin Mainz am Mo 24. Dez 2018, 08:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bilder in PDF zusammengefasst
Wo ein WILLE da ein WEG..... :idea: :roll:

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