Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

M. Nice
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von M. Nice » Do 13. Jul 2017, 10:58

HabAuchNeMeinung hat geschrieben: Beim Konsum harter Drogen gibt es, im Gegensatz zu Cannabis, keine Möglichkeit den Lappen zu behalten.
Der Konsum solcher Stoffe schließt grundsätzlich die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen aus.
http://www.verkehrslexikon.de/Module/FE ... erwalt.php

Richtig und gerecht ist das trotzdem nicht, wenn nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilgenommen, sprich, selbst gefahren wurde !
Mein obiges Beispiel mit Alkohol (=harte Droge<physische und psychische Abhängigkeit>), zeigt das ganz gut auf :mrgreen:
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

Sabine
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Re: Führerschein und Schmerzpatient

Beitrag von Sabine » Mo 24. Jul 2017, 06:40

"Gefahr im Verkehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko durch diese Fahrer wurde noch nicht geführt. Unfalldaten entlasten sie aber – bis dato.
...
Wie der Bundesgerichtshof (BGH) jüngst entschied, müssen Fahrzeugführer aber immer sichergehen, dass ihr Blut keine erhöhte THC-Konzentration enthält. Ärzte sollten Patienten daher entsprechend beraten, wenn sie die Cannabis-Arznei zur Senkung des THC-Spiegels absetzen. Zudem könnte es zu Rückfragen in der Sprechstunde kommen, denn Cannabis-Konsumenten sollen laut BGH bei Bedarf auch "fachkundigen Rat" einholen. Bei Medikamenten verhalte es sich ja nicht anders, so die Richter, ohne allerdings ausdrücklich auf THC-haltige Arzneimittel einzugehen.

Die Crux bei Cannabispatienten ist – und das hat auch die Bundesregierung erkannt –, dass "durch die Medikation die grundsätzliche Fahrtüchtigkeit erst wieder hergestellt wird." Ein limitierender Faktor kann für Cannabispatienten oft eine Straßenverkehrskontrolle sein.
...
Bisher wird eine fachlich fundierte, evidenzbasierte Debatte über das Verkehrssicherheitsrisiko, das von Cannabispatienten am Steuer ausgehen kann, in Deutschland nicht geführt – zumindest nicht öffentlich wahrnehmbar. Ein Zeichen setzen könnte der 56. Deutsche Verkehrsgerichtstag im Januar in Goslar, wenn er das Thema auf die Agenda setze."


http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... reich.html

http://www.deutscher-verkehrsgerichtstag.de/

GrüneHilfe@BW
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von GrüneHilfe@BW » Do 27. Jul 2017, 01:30

Mal etwas Kritik zum Video. Fall1: Anton.
Führerschein abgeben UND Fachärtzliches Gutachten - hab ich so bisher in Baden-Würtemberg nicht erlebt.
Es ist natürlich alles möglich da viel Spielraum existiert. Ist hier vermutlich auch nicht gemeint. I.d.R. heißt FÄG - weiterfahren bis man das FÄG gemacht hat und die Führerscheinstelle entscheidet.

Hängt sicherlich an der Formulierung:"Mit der Bitte den Führerschein abzugeben" und :"Die Bestätigung dieses Verdachts würde dieses Verdachts würde die Fahrtauglichkeit generell ausschließen".
Ich verstehe das so, dass der Führerschein eben nicht abgegeben werden muss, es sei denn das FÄG ist positiv (oder negativ für den Betroffenen) -das Abgeben ist hier nur eine "Bitte". Versteht aber der Zuschauer nicht direkt.

Grundsätzlich passt das natürlich so und es geht hier darum die Ungerechtigkeit aufzuzeigen. Aber die "Bitte" ist nicht relevant, beim FÄG darf man in der Regel den Führerschein behalten und in der Praxis wird in so einem Fall sowieso in den meisten Fällen gleich gelegentlicher Konsum unterstellt und eine direkter Entzug (ganz ohne FÄG Möglichkeit) angeordnet.
In der Praxis ist es oft viel heftiger - den "Jackpot" FÄG bekommt man gar nicht erst.

Supporte natürlich alles. Aber falls das Vid mal überarbeitet wird - Fall 1 mit Anton könnte man anders angehen.

Andruschko
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PatiENT- Führerschein unter Auflagen erhalten -Klage,Kosten?

Beitrag von Andruschko » Do 19. Okt 2017, 16:56

Hallo zusammen,

Ende Januar habe ich meinen Antrag auf Wiedererteilung des Führerscheins gestellt.(2008: 2,5 ng/l; bereits in damaliger MPU auf M.Crohn und die positiven Auswirkungen von Cannabis hingewiesen; seit 2016 Sativex verschrieben bekommen).
Nach langem Hin und Her wurde ich zur MPU aufgefordert und habe bestanden (überdurchschnittliche Ergebnisse bei Reaktions- und Aufmerksamkeitstests, Auflage: 12 Std Abstand zw. Konsum und Fahrtantritt, alle 3 Monate eine neues Attest vom Arzt und in zwei Jahren zum Verkehrsmediziner).

Soweit das verkürzte Ergebnis der MPU.
Der Führerscheinstelle habe ich vor zwei Wochen das Attest, zusätzlich zum schon vorliegendem Gutachten, unaufgefordert vorgelegt.
Da hieß es ich kann innerhalb einer Woche mit einer Antwort rechnen.
Bin gestern nochmal hin. Die Sachgebietsleiterin "war gerade 3 Wochen im Urlaub" und die zuständige Sachbearbeiterin hat sich aktuell den Fuß gebrochen. Daher könne die Bearbeitung noch länger dauern. Außerdem wissen sie nicht, wie sie die Auflagen in den Schein eintragen sollen. :roll:
Jetzt wollen sie sich mit der Bezirksregierung absprechen. (Mal wieder...die erste Abklärung vor der MPU hat drei Monate gedauert)

Meine Frage: habe ich mit einer Untätigkeitsklage Aussicht auf Erfolg?

Bzw.: Gelten die drei Monate ab Antragsstellung, oder ab Abgabe des Gutachtens.
Zuletzt geändert von Andruschko am Di 31. Okt 2017, 19:10, insgesamt 2-mal geändert.

Hanfkraut
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Re: MPU als Cannabispatient

Beitrag von Hanfkraut » Do 19. Okt 2017, 18:30

Die sind ja nicht ganz bei sammen!
Ich nenne das reine schikane.
Es sollte doch ausreichen so wie mann sich fahtüchtig fühlt und kaum bis garkeine high Wirkung spührt sollte es gut sein.
Denn die aussage des Amtes ist fatal und fehlerhaft.

Denn bei der oralen Einnahme kann die wirkung unter entsprechenden Umständen auch erst nach 1- 10 Stunden erst eintreten. es kommt dann darauf an was man gegessen hatt.
Fett haltige Sachen etc. Oder nicht.

Mir ist es schon passiert! Morgens aufgestanden zur Arbeit gefahren überhaupt nix gemerkt und trinke einen kaffe auf der Arbeit und siehe da kam dann noch eine nette nachwirkung.
Ich war überrascht und hatte damit überhaupt nicht gerechnet!
Na ja niemand ist auch nur das geringste aufgefallen!
Also halb so wild. Konnte meinen Job in üblicher Qualität erledigen.
Seid dem fahre ich nun erst einmal mit dem Fahrrad täglich je sträcke 16 Km mit dem MTB abseits der Straßen durch feld und wald. Macht also Täglich dann 32 km.
Mittlerweile macht mir das sogar richtig spass. Und fahre am we bis zu 150 - 190 km am tag! Und fühle mich sogar wider fitter.

Da sieht man wider das die Ämter,Behörden, Politik 0 Ahnung von Cannabis haben!

Statt dessen wird man gefoppelt und für nix und wider nix bestraft, verfolgt, belästigt, belächelt, nich ernst genommen, als Junkie bezeichnet vor allem als dumm verkauft.

Wenn du Geld über hast nimm dir nen Anwalt und handel bessere Bedingungen für dich aus.

Eigentlich sollten alle cannabis consumer solange Arbeit verweigern und streiken und das solange bis der Staat legalisiert ohne Einschränkungen!
Ich könnte mir vorstellen das das dann ganz schnell geht.

Das einzige was die brauchen ist mächtig druck! Ich warte schon 20 Jahre auf eine totale Legalisierung.
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf

Andruschko
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden

Beitrag von Andruschko » Do 19. Okt 2017, 18:54

Ja glaub ich geh nächste Woche zum Anwalt.
Mitterweile bekomme ich zum Glück Blüten.
Für meinem Job brauche ich ein schnell wirkendes und wieder abklingendes Therapeutikum.
Sativex ging gar nicht (war noch Std nach Einnahme übelst müde, ekliger, beständiger Geschmack, gereizte Applikationsstelle, rauher Hals, aber v.a. hat Sativex nicht wie Bedrocan nach 10 Jahren meinen Krankheitsschub endlich unterbrochen).

Naja mal sehen ob ich n guten Anwalt finde...
Zuletzt geändert von Andruschko am Di 31. Okt 2017, 18:59, insgesamt 1-mal geändert.

Andruschko
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden

Beitrag von Andruschko » Do 19. Okt 2017, 19:13

(Unterbrochen bis zum Versorgungsengpass....sogar Bedrobinol hatte nicht die selbe symptomreduzierende Wirkung->höherer Verbrauch, auch von Cortison und trotzdem Symptome. Jetzt hoff ich, dass meine Apothekerin Recht hat wenn sie meint, dass Pedanios 22 und Bedrocan quasi gleich wirken müssten)

Hanfkraut
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden

Beitrag von Hanfkraut » Do 19. Okt 2017, 19:35

Der DHV oder die grüne Hilfe haben bestimmt Anwalt empfehlung.
Kann aber sein das du bei den o.g. Verbände beitreten musst um infos zu bekommen.
Ansonsten. Musst du etwas Googlen. Vielleicht findest du einen gerissen Anwalt der dich auch wirklich vertreten will um zu gewinnen!
Es sollte ein Anwalt mit Schwerpunkt cannabis ( btm) und Verkehrsrecht sein.

Welche sorte dir am besten hilft musst du ausprobieren!
Ich komme gut mit CBD. Sorten klar thc Gehalt zwischen 4 - 9 % optimal für mich.

Ich nehme es Überwiegend orale ein da es wie ritat wirkt.
Wie schon berichtet musst du aber aufpassen was mann wann isst!
Und kein Alkohol!
Wenn es ganz schlimm ist und mein Rücken zu sehr rebeliert setze ich den vaporisierer ein und zusätzlich dazu noch größere Menge an chilli in Kombination. Dann geht es mit ganz gut.
Chilli ebend weil ich mich nicht komplett sedieren will und ich eine extrem hohe Verantwortung habe.
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden-und Jetzt?

Beitrag von Andruschko » Do 19. Okt 2017, 19:44

Bin DHV Mitglied.... gut dann schick ich denen mal ne Mail. Passt ja auch zum derzeitigen Motto...

Terzian
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Re: Cannabis in der Apotheke Ausverkauft!

Beitrag von Terzian » Di 31. Okt 2017, 16:27

moepens hat geschrieben:In Sachen Führerschein ist imo nicht das letzte Wort gesprochen. Man stelle sich vor, die aktuell ca. 10000 Patienten müssten "präventiv" zur MPU, bei der zwar der Gebrauch des Medikaments im Gegensatz zur MPU für "reguläre Drogenkonsumenten" nicht untersagt, aber u.U. mit willkürlichen Auflagen und mit hohen Kosten verbunden ist. Wo ist da die Gleichbehandlung zu anderen Patienten, welche Opioide, Benzodiazepine oder auch Antidepressiva (psychoaktiv) einnehmen?
@ moepens

Das habe ich jetzt nicht wirklich verstanden.
Was ist denn Fakt, was den Führerschein betrifft? Ich habe schon soll viele Halbwahrheiten gelesen, dass ich die Übersicht verloren habe bzw eigentlich noch nie hatte.
Da gibt es wohl einen Brief der Linken...
und Manche, die empfehlen, von einer Fahrschule eine Bestätigung über die Fahrtüchtigkeit ausstellen zu lassen...
Manche sagen, dass eine Bestätigung vom Arzt ausreichend wäre...
...und zig andere Meinungen.
Weiß denn Jemand genau, was nun Sache ist?
Muss ich etwa zur vorm Konsum bereits zur MPU ?! Echt kompliziert das alles. Zumal ich schon den Führerschein weg hatte, wegen Cannabis. Wenn man nicht schon krank ist, wird man es, durch den ganzen Kram...
- Arzt finden
-Kostenübernahme
-Apotheke finden
- bei Privatrezept finanzielle Unlösbarkeit des Problems
-Apotheke finden
- Führerschein
Ob ich es noch erleben werde ganz legal Cannabis zu konsumieren? Manchmal zweifel (verzweifel) ich daran...!!
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Di 31. Okt 2017, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge abgetrennt und hier eingefügt (Off Toptic)

Andruschko
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Re: Cannabis in der Apotheke Ausverkauft!

Beitrag von Andruschko » Di 31. Okt 2017, 18:15

Terzian hat geschrieben:@
Muss ich etwa zur vorm Konsum bereits zur MPU ?! Echt kompliziert das alles. Zumal ich schon den Führerschein weg hatte, wegen Cannabis. Wenn man nicht schon krank ist, wird man es, durch den ganzen Kram...
- Arzt finden
-Kostenübernahme
-Apotheke finden
- bei Privatrezept finanzielle Unlösbarkeit des Problems
-Apotheke finden
- Führerschein
Ob ich es noch erleben werde ganz legal Cannabis zu konsumieren? Manchmal zweifel (verzweifel) ich daran...!!
Kuck mal bei Repression und Rechtsfragen den Post "MPU als CannabisPatient bestanden- und Jetzt?" o.ä. an.
Kurz zusammengefasst:
Schein 2008 verloren, Anfang Januar Antrag auf Wiedererteilung wegen Sativex gestellt, im August zur MPU (endlich) aufgefordert worden.
-> Schein unter Auflagen erhalten.
Muss eben ärztl. Attest abgeben und wohl in 2 Jahren wieder zur MPU.
Überlege aber momentan mit Anwalt gegen Teile der Auflagen vorzugehen.
A propos: kennt sich jemand aus, auf wieviel sich die Anwalts/Gerichtskosten maximal belaufen könnten....hab keine Rechtsschutzversicherung :? Bzw was ist der Streitwert?
Widerspruch würde wohl so um die 500 kosten. Glaub aber nicht, dass die Stadt einem Wderspruch abhelfen wird, nach den bisherigen Erfahrungen. :roll:

Duck
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Re: Cannabis in der Apotheke Ausverkauft!

Beitrag von Duck » Di 31. Okt 2017, 18:21

Alles zusammen wurden mir knapp 800€ genannt.

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Re: Cannabis in der Apotheke Ausverkauft!

Beitrag von Andruschko » Di 31. Okt 2017, 18:24

Gab ne kleine Anfrage an die Bundesregierung von der Linken.
Da wurde bestätigt, dass Cannabispatienten wie Patienten die andere psychoaktive Mittel einnehmen behandelt werden sollen http://besserlebenmitcannabis.de/kleine ... r-kompakt/
Daraufhin hat sich die Stadt/Führerscheinstelle endlich erbarmt mich zur MPU zu schicken.
Zuletzt geändert von Andruschko am Di 31. Okt 2017, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Cannabis in der Apotheke Ausverkauft!

Beitrag von Andruschko » Di 31. Okt 2017, 18:31

Duck hat geschrieben:Alles zusammen wurden mir knapp 800€ genannt.
Ähnliche Probleme, oder wie?
Der vom DHV vorgeschlagene/vermittelte Anwalt meinte um die 500 für nen Widerspruch und wenns vors Gericht geht, "summieren" sich die Kosten. Hört sich für mich nach mehr als 800 an. :|
Zuletzt geändert von Andruschko am Di 31. Okt 2017, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: MPU als Cannabispatient bestanden-und Jetzt?

Beitrag von Andruschko » Di 31. Okt 2017, 18:58

Eine Woche nach meinem Post habe ich, nach Drohung der Hinzuziehung eines rechtlichen Beistands, doch tatsächlich meinen vorläufigen Führerschein erhalten, allerdings verbunden mit o.g. Auflagen.
Die dritte wurde allerdings so formuliert, dass ich wohl in zwei Jahren erneut zur MPU muss- verbunden mit den Kosten...
Der vom DHV vorgeschlagene Anwalt meinte ein Widerspruch würde um die 500 € kosten.
Eine Klage würde sich summieren.
Wie hoch ist da der Streitwert? Hat jemand ne Idee mit welchen Kosten ich wohl schlimmstenfalls zu rechnen habe?

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Re: Cannabis in der Apotheke Ausverkauft!

Beitrag von moepens » Di 31. Okt 2017, 20:35

Terzian hat geschrieben: @ moepens

Das habe ich jetzt nicht wirklich verstanden.
Was ist denn Fakt, was den Führerschein betrifft? Ich habe schon soll viele Halbwahrheiten gelesen, dass ich die Übersicht verloren habe bzw eigentlich noch nie hatte.
Da gibt es wohl einen Brief der Linken...
Ja, den Brief (kleine Anfrage) gibt es. Wurde oben ja verlinkt. Aber was die Regierung bekundet und was Praxis ist sind zwei paar Schuhe. Vor kurzem gab es einen Artikel in der Zeitschrift für die Deutsche Polizeigewerkschaft: http://www.cannabis-med.org/german/acm- ... p?id=246#2

Darin wird geschrieben, man solle jeden Cannabispatienten der Führerscheinstelle melden - unabhängig davon ob "drogentypische Auffälligkeiten"/ein Verkehrsvergehen vorlag oder nicht. Nach der Meldung bekommt man Post und muss zur MPU oder gibt den Führerschein ab. Das ist bei anderen Medikamenten aber nicht so. Wenn jemand offensichtlich nicht sicher fährt oder bei der Kontrolle den Anschein macht nicht fahren zu können ist das eine Sache. Patienten präventiv eine MPU machen lassen, noch dazu auf eigene Kosten, eine Andere.

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Re: PatiENT- Führerschein unter Auflagen erhalten -Klage,Kos

Beitrag von Andruschko » Di 31. Okt 2017, 22:17

Die DPolG deren Chef Rainer Wendt ist (https://m.youtube.com/watch?v=QwAm7RnrZyo) spricht nicht für die gesamte Polizei, Gerichte würden das imo ohnehin anders sehen. Glaub nicht, dass im Klagefall ein Gericht eine Ungleichbehandlung zulassen und tatsächlich einer MPU wegen med. bestimmungsgemäßen Gebrauch zustimmen würde.

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Re: PatiENT- Führerschein unter Auflagen erhalten -Klage,Kos

Beitrag von Andruschko » Di 31. Okt 2017, 22:28

Vom Bundesgesundheitsministerium und TÜV Süd gibt's allerdings Schreiben von 2015, betreffend Sativex, in denen zu Fällen wie meinem (Auffälligkeit im Strassenverkehr vor Verschreibung) geschrieben wird, dass ein missbräuchlicher Gebrauch ausgeschlossen werden muss, oder so -> MPU

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Re: PatiENT- Führerschein unter Auflagen erhalten -Klage,Kos

Beitrag von moepens » Mi 1. Nov 2017, 06:25

Andruschko hat geschrieben:Die DPolG deren Chef Rainer Wendt ist (https://m.youtube.com/watch?v=QwAm7RnrZyo) spricht nicht für die gesamte Polizei
Es ist aber eine Aufforderung zum Handeln, die viele Polizisten erreicht. Und sie widerspricht der offiziellen Haltung der Bundesregierung.

Andruschko hat geschrieben:Gerichte würden das imo ohnehin anders sehen. Glaub nicht, dass im Klagefall ein Gericht eine Ungleichbehandlung zulassen und tatsächlich einer MPU wegen med. bestimmungsgemäßen Gebrauch zustimmen würde.
Das mag schon sein. Um klagen zu können muss man aber längere Zeit auf seinen Führerschein verzichten können.

Duck
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Re: PatiENT- Führerschein unter Auflagen erhalten -Klage,Kos

Beitrag von Duck » Mi 1. Nov 2017, 06:42

Moin,
Grade eben im sat 1 Frühstücksfernsehen Rechtsorechung mit Lenssen.
Eine Cannabis Partientin fragt nach, wie ist das mit dem Autofahren?

Es rückt immer weiter in die Öffentlichkeit.

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