Cannabis und Führerschein

moepens
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von moepens » So 11. Feb 2018, 09:59

Hier ein paar Erfahrungswerte aus der Vergangenheit:

https://ausnahmemedizin.wordpress.com/2 ... elle-hamm/

In diesem Fall zog sich der Kampf mit der Führerscheinstelle noch hin, allerdings war das vor der Gesetzesänderung.

http://mpu-cannabispatienten-in-deutsch ... loses.html
-> https://4.bp.blogspot.com/-bFv4Yu0GjUw/ ... e%2B25.jpg

Populärer Fall eines Patienten, der durch seinen Einsatz bei der Hanfparade Ärger bekam (ebenfalls vor der Gesetzesänderung). Die Auseinandersetzung mit den Behörden scheint sich auch in diesem Fall hinzuziehen.

https://www.youtube.com/watch?v=CEkXYyZXjRg

Hier ebenfalls vor der Gesetzesänderung, aber anscheinend ohne Probleme.

Die Rechte von Patienten sind durch den Medikamentenstatus jetzt auch in Bezug auf den Führerschein gestärkt worden. Trotzdem ist Ärger mit den Behörden trotz bestandener MPU im Einzelfall nicht auszuschließen.
Sollte ein Cannabispatient also in eine Verkehrskontrolle geraten, muss er nicht gleich in Panik geraten: entspricht die Menge THC im Blut der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für den konkreten Krankheitsfall verschriebenen cannabisbasierten Arzneimittels und ist die Fahrtüchtigkeit NICHT beeinträchtigt, kommt es zu keinen Sanktionierungen gemäß des Straßenverkehrsgesetzes. Sollte jedoch eine missbräuchliche Einnahme nachweisbar sein oder die Fahrtüchtigkeit ist nicht sicher gestellt, kommt es nicht nur zu einfachen Geldstrafen, sondern zum Entzug des Führerscheins.

Wenn aber rechtlich eine Verkehrsteilnahme erlaubt ist, kann dennoch die Fahreignung von der Fahrerlaubnisbehörde in Frage gestellt werden und in der Praxis wird es für den Patienten schwer sein, eine angenommene Beeinträchtigung zu widerlegen. Letztes Wort für die Fahreignung hat schließlich die Führerscheinstelle (Fahrerlaubnisbehörde): Hat sie Zweifel an der Fahreignung eines Fahrerlaubnisinhabers, kann sie dies durch einen Gutachter (Medizinische Begutachtung oder Medizinisch-Psychologische Untersuchung) klären lassen.
Quelle: https://www.mpu-seminar.de/fahrtuchtig- ... -cannabis/

Lesenswert ist außerdem folgende Handlungsempfehlung:
http://www.dgvm-verkehrsmedizin.de/app/ ... 0+2017.pdf
patient420 hat geschrieben:Mann kann normalerweise nüchtern am MPU-Leistungstest teilnehmen:

"Eine dosisabhängige Testdurchführung unter einem bestimmten THC-Spiegel ist i.d.R. nicht erforderlich.Die Aufgabe der Leistungstestung besteht im Ausschluss einer dauerhaften Reduzierung des psychischen Leistungsniveaus durch einen chronischen Konsum. Das Gutachten dient zudem der Eignungsüberprüfung und nicht der Prüfung der aktuellen Fahrssicherheit. "

http://www.dgvp-verkehrspsychologie.de/ ... kation.pdf
Das ist aber eben nur eine Handlungsempfehlung. In der Zeit der Ausnahmegenehmigungen wurde definitiv zumindest der Urin oder auch Haare überprüft, ich meine mich auch an einen Fall mit Blutprobe erinnern zu können.
Jetzt ist die Situation zumindest rechtlich eine andere, ob und in welchem Umfang/Rahmen solche Tests nun stattfinden scheint aber dem Gutachter vorbehalten zu sein.

patient420
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von patient420 » So 11. Feb 2018, 10:31

Sie nehmen wahrscheinlich alle drei Proben. Es gibt nur keinen Mindest-THC-Wert, den man braucht, um den Leistungstest zu machen bzw. man wird nicht gezwungen direkt vor dem Leistungstest eine Dosis einzunehmen... in der Regel. :)

Seite 9 in der Handlungsempfehlung:
3. Laboruntersuchungen
• Toxikologisch ist i.d.R. ein Medikamentenscreening im Urin oder Haar incl. Cannabinoide durchzuführen(vgl.Mußhoff & Graw 2016)
. Dies gilt insbesondere, wenn
Hinweise auf Einnahme mehrerer fahreignungsrelevanter Medikamente vorliegen oder der Verdacht auf
einen zusätzlichen Missbrauch oder selbstverordneten Konsum anderer psychoaktiver Substanzen besteht
. Abhängig vom Einzelfall ist zu beachten, dass mit Hilfe der Haaranalyse ein längerer Zeitraum der Medikamenteneinnahme überprüft werden kann. Deshalb wird sie zumindest bei Fragestellungen im Rahmen der MPU zu bevorzugen sein.
• Sollte eine Überprüfung der aktuellen Einnahme von Cannabis oder anderen psychoaktiven Stoffen in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Untersuchung erforderlich sein, kann dies nur mit einer chemisch-toxikologischen Untersuchung des Bluts überprüft werden. Bei entsprechenden Fragestellungen können weitere toxikologische Untersuchungen zur Abklärung hinzugezogen werden:
• Bei Missbrauch in der Vorgeschichte bzw. wenn der Verdacht der Einnahme leistungssteigernder Stoffe (Amphetamine, Cocain) besteht, ist zusätzlich ein polytoxikologisches Drogenscreening erforderlich.
• Bei Verschreibung oral einzunehmender Fertigpräparate kann der Verdacht auf einen
möglichen Beikonsum von Cannabis durch eine Haaranalyse auf THC-Säure-A ausgeschlossen werden.
• Bei Hinweisen auf übermäßigen Alkoholkonsum oder problematischen Mischkonsum kann eine Haaranalyse auf EtG angezeigt sein.

DrGreenthumb
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von DrGreenthumb » So 11. Feb 2018, 12:57

Sollte ein Cannabispatient also in eine Verkehrskontrolle geraten, muss er nicht gleich in Panik geraten: entspricht die Menge THC im Blut der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für den konkreten Krankheitsfall verschriebenen cannabisbasierten Arzneimittels und ist die Fahrtüchtigkeit NICHT beeinträchtigt, kommt es zu keinen Sanktionierungen gemäß des Straßenverkehrsgesetzes. Sollte jedoch eine missbräuchliche Einnahme nachweisbar sein oder die Fahrtüchtigkeit ist nicht sicher gestellt, kommt es nicht nur zu einfachen Geldstrafen, sondern zum Entzug des Führerscheins.
Liest sich in der Theorie ja eigentlich ganz gut, aber wie soll sowas bitte in der Praxis funktionieren?!

Wie soll die Polizei denn erkennen, welcher THC Wert im Blut jetzt "bestimmungsgemäß" ist und ab wann ein Missbrauch vorliegt?! Die Sache mit der Fahrtüchtigkeit ist ja sowieso völlig schwammig bzw. willkürlich.

Dazu müsste ja tatsächlich bei jedem Patient einzeln ein gewisser THC Wert festgelegt und irgendwo dokumentiert werden.

Ich glaub ich lass demnächst mal meine THC Werte im Blut messen, würde mich echt mal interessieren in welchen Regionen ich mich da dauerhaft befinde. Kann sowas mein Hausarzt einfach machen eigentlich?

crappy
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von crappy » So 11. Feb 2018, 17:57

In § 24a StVG steht es eigentlich sehr schön beschrieben.

2) Ordnungswidrig handelt, wer unter der Wirkung eines in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in dieser Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird. Satz 1 gilt nicht, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.
Ein Grenzwert steht da überhaupt nicht drin für Patienten. Also begeht man sowieso keine Ordnungswidrigkeit.

Vor der Führerscheinstelle schützt das aber leider nicht. Die können jederzeit die Fahreignung prüfen. Mit Cannabis hat das auch erstmal nichts zu tun. Das können die auch machen wenn man 0,3 Promille pustet. Nur wird die über sowas niemand informieren. Aber bei Cannabis hat die Polizei nichts Besseres zu tun als erstmal nen Brief dahin zu schicken.

tomOGwarrior
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von tomOGwarrior » So 11. Feb 2018, 18:10

DrGreenthumb hat geschrieben: Dazu müsste ja tatsächlich bei jedem Patient einzeln ein gewisser THC Wert festgelegt und irgendwo dokumentiert werden.
jop und dass das korrekt durchgeführt wird halte ich für sehr unwahrscheinlich, vor allem da bei vielen der wert alles andere als konstant ist.

hat eigentlich schon jemand post von der führerscheinstelle bekommen ohne irgendwie auffällig zu werden?
das ist so die einzige paranoia, die ich noch hab. ansonsten kann ich mir gut vorstellen erstmal weiter "unter dem radar" zu fahren.

littleganja

Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von littleganja » So 11. Feb 2018, 18:12

Leute ihr schreibt und diskutiert obwohl alles klar ist, was wäre wenn?! Warum sollten für Patienten die Grenzwerte zählen wie für nicht Patienten??? Bei Opiaten ist der Grenzwert vermutlich bei fast null und wenn man Opiate vom Arzt bekommt juckt dass niemand was für einen Grenzwert man hat, solange keine Ausfallerscheinungen offensichtlich sind.
Also wo hängt es eigentlich, soviel Text aus dem Internet kopiert und immer noch keinen Schritt weiter :shock:

crappy
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von crappy » So 11. Feb 2018, 18:30

Mein THC Blutwert würde mich jetzt aber auch mal interessieren. Was hat man denn so etwa bei täglichem Konsum? 10 Gramm halten bei mir so ca. einen Monat. 1-2 Joints am Abend. Hat das unter den Patienten hier mal jemand testen lassen?

Catwoman
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von Catwoman » So 11. Feb 2018, 22:17

crappy hat geschrieben:Mein THC Blutwert würde mich jetzt aber auch mal interessieren. Was hat man denn so etwa bei täglichem Konsum? 10 Gramm halten bei mir so ca. einen Monat. 1-2 Joints am Abend. Hat das unter den Patienten hier mal jemand testen lassen?
Ich hatte das mal testen lassen,nur so für mich weil ich mit diesen Zahlen auch nix anfangen konnte.Hatte ich hier im Forum an anderer Stelle geschrieben: viewtopic.php?f=52&t=7436&start=20
Die Werte werden aber mit Sicherheit bei jedem unterschiedlich sein,das kann man bestimmt nicht so pauschal sagen.
Ich hatte das vor ein paar Jahren allerdings mit Sativex getestet.Das waren 5ng THC/39,5ng THC -COOH Carbonsäure bei täglicher Einnahme.Mit Blüten sind die Werte bestimmt wieder anders.Auch treibe ich viel Sport (bin schlank) und ernähre mich gesund,das wird bestimmt auch noch eine Rolle spielen,da THC ja im Fettgewebe gespeichert wird,wenn ich mich nicht irre.
Einfach mal beim Arzt bei der nächsten Blutuntersuchung fragen,ob auch gleich auf THC mitgetestet werden kann.
Ob das jeder Hausarzt machen kann,weiß ich nicht,aber ich denke schon.Ich hatte damals Borrelliose und mußte auf Borellien getestet werden und da hab ich einfach gefragt ob man gleich auf THC mittesten kann.
Nichts ist so hart wie das Leben,wenn man sagt was man denkt muß man mehr als alles geben...

Duck
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Re: Med. Cannabis Problem mit Führerschein

Beitrag von Duck » So 11. Feb 2018, 22:38

Klar kann das jeder Arzt die frage ist macht er es.

Baltazar80
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Baltazar80 » Mi 14. Feb 2018, 04:04

Ich würde gerne nochmal auf meine Frage zurück kommen.

Und zwar gibt es da eine Möglichkeit eine MPU oder ein Gutachten selber zu machen, ohne dass man es von der Führerscheinstelle angeordnet bekommt?

Als eine Absicherung sozusagen, so dass wenn es mal tatsächlich dazu kommen sollte, ich mit dem Gutachten, den ich ja schon habe, der Führerscheinstelle widersprechen könnte.

Ich weiß, jetzt sagen bestimmt welche, dass ich das nicht brauche, weil Opiate Patienten das auch nicht brauchen usw. Aber mir ist mein Führerschein wirkich sehr wichtig, deshalb möchte ich alles mögliche tun, um das schlimmste zu vermeiden. Da zahl ich auch gern für einen Gutachten, wenn das mich gegen die Willkür absichert.

Duck
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Duck » Mi 14. Feb 2018, 07:12

Ja das kann man bzw. Auch eine angeordnete MPU machst aleine DU.
Die Fragestellung kommt von der Führerscheinstelle, die mpu machst du für dich darum muss ein negativ bescheid der F.stelle nicht mitgeteilt werden.
Einfach neu machen bis positiv entschieden wird, oder man zuhoch verschuldet ist.

Ob dich das denn absichert ? Kann so oder so sein, Beamten Spielraum.

littleganja

Cannabis als Medizin am Steuer - High Autofahren?

Beitrag von littleganja » Di 20. Feb 2018, 15:04

Habe mir das Video eben komplett angeschaut und alles was er sagt stimmt! Schön wird hier auch auf die Ausfallerscheinungen hinweist und das Trennungsvermögen das Juristisch eine Rolle spielt im Bezug auf Berauscht gefahren ja oder nein. Speziell für die Zweifler unter euch denen immer noch unklar ist ob Cannabis Patienten am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, sollten der zweiten Hälfte des Video mehr Aufmerksamkeit schenken ;)

Here we Go

:arrow: https://www.youtube.com/watch?v=5AxZ9xMr03o

Lasst ein Daumen Hoch da, der hat es gut erklärt und kostet euch ja nix ;)

PallMall
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Re: Cannabis als Medizin am Steuer - High Autofahren?

Beitrag von PallMall » Di 20. Feb 2018, 16:51

Danke für den Link... wenn es doch so einfach wäre...
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Cannabis unsere Medizin - wir brauchen es zum Leben.

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DennisEF
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Re: Führerschein noch in Gefahr?

Beitrag von DennisEF » Fr 23. Mär 2018, 07:44

„Fahrtüchigkeit gewährleistet?
Nach der Freigabe von Cannabis freie Fahrt für Bekiffte?“

http://www.auto.de/magazin/nach-der-fre ... -bekiffte/

Fahreignung solle dringend überprüft werden

Die Juristen, Verkehrsexperten und Ärzte bezweifelten bei dem VGT im Januar 2018 in Goslar grundsätzlich, ob Patienten, die Cannabis auf Rezept einnehmen, fahrtüchtig sind. Die Zweifel blieben bisher ohne Echo bei den zuständigen Stellen in Politik und Verwaltung. Dabei begründete nach Ansicht der Experten in Goslar Zweifel an der Fahreignung, auch im Falle einer medizinischen Indikation, besonders bei der Verordnung von Cannabis-Blüten. Der mit dem Thema befasste Arbeitskreis V des VGT in Goslar empfahl daher dringend, aus Gründen der Verkehrssicherheit solle die Fahreignung von Cannabis-Patienten überprüft werden.

Gerade unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit erscheint es den Fachleuten nämlich unerheblich, ob das Cannabis aus medizinischen Gründen oder nur zum Spaß und „zur Entspannung“ konsumiert wurde. Die benebelnde Wirkung sei die gleiche, heißt es. Die Experten sehen daher auch keinen Grund – und keine Berechtigung – warum Cannabis-Konsumenten aus medizinischen Gründen einem „normalen Kiffer“ im Hinblick auf die Fahrerlaubnis vorgezogen werden sollten.
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Fr 23. Mär 2018, 11:23, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Beitrag verschoben, Absätze aus Artikel ergänzt

littleganja

Re: Führerschein noch in Gefahr?

Beitrag von littleganja » Fr 23. Mär 2018, 08:19

DennisEF hat geschrieben:„Fahrtüchigkeit gewährleistet?
Nach der Freigabe von Cannabis freie Fahrt für Bekiffte?“


http://www.auto.de/magazin/nach-der-fre ... -bekiffte/

Hier geht es nicht um Cannabis als Medizin sondern um Freizeitkonsum.

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Hans Dampf
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Re: Führerschein noch in Gefahr?

Beitrag von Hans Dampf » Fr 23. Mär 2018, 12:59

KONOPJA hat geschrieben:So wie ich das rauslese, geht es um beide Seiten. Bitte um Korrektur fals ich falsch liege.

Freizeitkonsum, Lappen weg.
Medizinischer Konsum, Lappen nicht weg.
Die wollen aber nun, das die Leute die es aus Medizinischen Gründen nehmen, einen Test zur Fahreignung machen.

Ich bin dagegen.
Falls es zum Zwang wird, sollen die es aber auch bezahlen!
Das ist doch nur eine Verwaltungsgebühr ... ;)

Die wären schön blöd wenn sie sich an dem Kuchen nicht auch noch bereichern wollen würden. Die ganzen Sachverständigen etc. haben schließlich auch eine (oder mehrere) Familie(n) zu ernähren.
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."

Toni420
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#Missbrauch#Mpu#Patient#Führerschein

Beitrag von Toni420 » So 8. Jul 2018, 11:46

Hallo an alle ,

Mein Thema Cannabis Missbrauch und Führerscheinverlust als Cannabis Patient

Leute Leute weis gar nicht wo ich anfangen soll ... vielleicht gibt es paar Leute
die ein ähnliches Problem haben und wir Erfahrungen austauschen können


Bin Cannabis Patient inoffizielle seit 20 Jahren aber offizielle seit 6.2.018 mit Kostenübernahme von der privatenkrankenkasse

Doch wie es der Zufall will wurde ich am 29.1.2018 angehalten als ich 20 kleine stecklinge dabei hatte ...
Darauf HD von 2 Landespolizeipräsidiums Bayern/Baden-Württemberg da Wohnhaft Baden Württemberg ist und angehalten wurde ich in Bayern

Gefunden wurden 19 Pflanzen und ca 100 g

+ Blutentnahme

2-3 Monate später kommt die Führerscheinstelle mit dem Entzug der Fahrerlaubnisse jetzt kommt’s .... thc positiv war klar hatte ich auch eingeräumt .... aber was steht da .... 21 ng Amphetamin was geht das kann nicht sein da stimmt was nicht bin mir 1000 Prozent sicher ich hasse das Zeug und würde das alleine krankheitsbedingt nicht nehmen und ich es auch nicht von jemanden untergejubelt bekommen habe was nämlich die meisten Behauptungen waren, ich kann dies einfach ausschließen und daher bin ich auch sofort als ich das erfahren habe
zur MPU bzw Haaranalyse im April diesen Jahres und es wurden 4 cm Haar analysiert und es wurde mir per Zertifikat bestätigt das 4 Monate Rückwirkend kein Amphetamin im Haar festgestellt wurde also eigentlich ausgeschlossen sein muss das ich Amphetamin im Blut haben kann ...

Führerscheinstelle muss das nicht anerkennen was sie auch nicht getan haben und jetzt darf ich notfalls per Eilverfahren
Darum kämpfen das mein blut nachträglich noch mal analysiert wird evtl an Hand eines DNA Abgleich oder genauerer Analyse auf Amphetamin weil anscheinenden das ja bei vielen anderen Sachen anschlagen kann ... jetzt das Problem das kann unter Umständen viel länger dauern als wenn ich eine Neuerteilung anstrebe ...

Und wenn das Amphetamin nicht im Blut wäre hätte ich ein Hauch von Chance den Führerschein nach absolvieret MPU wieder zu bekommen ...mit Amphetamin also harte Drogen ausgeschlossen...

Daher muss ich leider beide Wege versuchen also Eilverfahren blutergebniss anfechten was gar nicht so leicht ist und als Cannabis Patient gleichzeitig MPU Vorbereitung mit abzinennachweis auf alle Drogen Alkohol und synthetische cannabidoide sowie verkehspysiologin, Suchtberatung usw


Und da es leider nicht meine erste MPU ist wird das ziemlich heftig manche sagen unmöglich ....
Ich möchte nicht aufgeben und fühl mich auch nicht so krank das ich nicht Verkehrstauglich bin und bin verantwortungsbewusst und halte mich an klarer Kopf klare Regeln ... also fahre ich nicht unmittelbar nach einnehmen meiner Medikation sondern immer erst mind 6 Stunden später

Hab diverse Bestätigungen was meine compliance angeht und ich auch pysisch und physisch nicht eingeschränkt bin aber das hat bis jetzt die Führerschein stelle nicht interessiert und wie es aussieht geht es ins wiederspruchsverfahren

Mich würde interessieren wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und möchte sich austauschen oder hat einer vielleicht sogar hilfreiche Tips vielleicht kann auch ich jemanden weiter helfen und wie findet ihr das wie kann sich das falsche ergebniss erklären


Freu mich auf ein Austausch

Grüße Toni420 & Gönnung

DennisEF
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Cannabis und Führerschein

Beitrag von DennisEF » Do 26. Jul 2018, 16:01

Autofahrer mit legalem Cannabiskonsum stellen nicht das Hauptproblem dar

POLIZEI UND CSU DISKUTIEREN IN TRAUNSTEIN ÜBER CANNABIS IM STRASSENVERKEHR
..."Was bei den Cannabisblüten läuft, ist unglücklich", sagte Fakler. Er habe nichts gegen neue Therapien, wenn sonst kein Mittel mehr helfe. Bei den Cannabisblüten seien die Schmerzpatienten nur eine Randgruppe. In erster Linie seien es Junkies, die die Cannabisblüten auf Rezept haben wollen, weil diese geprüft seien und deshalb ihren Preis hätten. Jetzt gehe es um Grenzwerte im Blut, denn man müsse Teilnehmer am Straßenverkehr vor Menschen mit Rausch, ob durch Alkohol oder Drogen, schützen...

..."Hilfreich wäre, wenn diese Verkehrsteilnehmer eine Kopie des Rezeptes oder einen Medikamentenplan bei sich hätte", so Irrgang. Wenn der Verkehrsteilnehmer allerdings Ausfallerscheinungen habe, gebe es kein "Medikamentenprivileg". In jedem Fall wünsche sich die Polizei eine Handlungsempfehlung des Gesetzgebers. Kreisvorsitzende Dr. Ahlheim sagte, die "echten" Cannabispatienten seien also nicht das Problem; sondern die Leute, die behaupten würden, sie hätten das "Medikamentenprivileg", aber keinen Nachweis erbringen müssten. Der Gesetzgeber müsse seine Gesetze entsprechend ergänzen...
https://www.chiemgau24.de/chiemgau/trau ... 59114.html

HabAuchNeMeinung
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Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 26. Jul 2018, 20:57

DennisEF hat geschrieben:Autofahrer mit legalem Cannabiskonsum stellen nicht das Hauptproblem dar

POLIZEI UND CSU DISKUTIEREN IN TRAUNSTEIN ÜBER CANNABIS IM STRASSENVERKEHR

Puhhh, wenn man den ganzen Beitrag liest dann stellt man fest:

Blinde versuchen über Farben zu sprechen....

SCNR
HabAuchNeMeinung

Andy_Brill
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Wohnort: Saarland

Erfolg für den Führerschein

Beitrag von Andy_Brill » Di 11. Sep 2018, 09:02

Moin moin ... ich darf auch mal eine posivtive Nachricht vermelden ....

Seit letzten Freitag darf ich wieder fahren.

http://www.rechtsprechung.saarland.de/c ... =2&Blank=1


Vielleicht ist ja auch was für die DHV News .....
DHV-Supporter

Im Saarland ist was los: #DHV Forum: Vor Ort im Saarland

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