Cannabis und Führerschein

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BUMMBUMM
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von BUMMBUMM » Do 1. Nov 2018, 13:13

nenene irgendwas is da fischig!
§29 BTMG hat in diesem fall (fahren unter btm) garkeine relevanz. Entweder ist das ein konstruierter Vorwurf (luftschloss) oder du hast denen bei deiner Aussage noch etwas anderes erzählt, als das was du hier gepostet hast.
§29 ist nur anwendbar wenn die Polizei eine Menge in die Hände bekommen hätte, oder du ihnen irgendwelche wilden storys über die herkunft oder deiner verwendung des btm erzählt hättest.

oder ist das hier einer diese fälle wo man sagt: konsum nachgewiesen, also besitz anzunehmen o.O


und grundsätzlich was attestierte Krankheiten angeht, diese rechtfertigen (leider) keine illegale beschaffung von BTM. sowas zu kommunizieren bedeutet lediglich, dass man auf die berufung des einmalkonsums verzichtet und gleich den regelmäßigen konsum einräumt.
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Isabell
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Isabell » Fr 2. Nov 2018, 10:02

Erstmal vielen vielen Dank für eure Antworten 👍🙋‍♀️
Ich habe der Polizei gesagt das ich ein Medikament Namens Medikinet (Btm) nehme für mein ADHS.

Ich habe nun schon 5 mal angerufen wegen meinen Thc Werten, angeblich sind sie noch nicht da.

Ich habe jetzt einen Anwalt eingeschaltet der bittet nun um Akteneinsicht.

Nette Grüsse Isabell
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Isabell
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Isabell » Fr 2. Nov 2018, 10:14

.....ach ja dieser Fragebogen war an dem Brief geheftet
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20181102_101343.jpg (251.47 KiB) 2279 mal betrachtet
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Grund: Bild verkleinert und Aktenzeichen entfernt
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BUMMBUMM
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von BUMMBUMM » Sa 3. Nov 2018, 03:27

Wie lautet die Sozialversicherungsnummer ihres Dealers?
Welche anderen Straftaten fallen Ihnen noch ein, die wir Ihnen möglicherweise anhängen könnten?
Bitte kreuzen Sie hier an wie lange Sie in Haft gehen möchten: 3 Jahre, 10 Jahre, Lebenlänglich
:lol:

Isabell
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Isabell » So 4. Nov 2018, 11:05

Hallo Zusammen
Habe jetzt so viel über Cannabis auf Rezept gelesen ....
Aber immer noch nicht verstanden ob mich tatsächlich ein Rezept im *NACHHINEIN* retten könnte vor Führerschein und Jobverlust.
Übrigens ich komme aus Köln.
Am Mittwoch habe ich einen Termin in Merheim bei meinem Neurologen/Psychologe.
Ich wünsche euch noch einen entspannten Sonntag.
Grüsse Isabell ;)
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mad
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von mad » So 4. Nov 2018, 11:21

Ein Rezept kann auf keinen Fall schaden! Zumindest kann man damit einen dauerhaften Entzug mit erhöhter Wahrscheinlichkeit umgehen. Und zur Polizei: nichts – außer Name/Adresse – ohne einen Anwalt aussagen. Ärzte sind übrigens großzügiger, was eine Behandlung mit Sativex angeht. Dieses Rezept könnte Dir daher auch sehr gut helfen, zumindest Deinen ggf. überhöhten THC-Wert zu erklären.

Isabell
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Isabell » Di 6. Nov 2018, 14:49

Hallo Andy
Ist meine pn angekommen?
Gruss Isabell
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Isabell
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Isabell » Mo 12. Nov 2018, 20:13

Liebe Leute 🙋‍♀️

Meine Werte .....sind da

Hab heute nochmal bei der Polizei angerufen
WERT OH 0,7
WERT AKTIV THC 1,7
WERT THC COOH 18
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HabAuchNeMeinung
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mo 12. Nov 2018, 21:52

Isabell hat geschrieben:
Mo 12. Nov 2018, 20:13
WERT AKTIV THC 1,7
Ziemlicher Mist, damit hast Du kein Trennvermögen gezeigt und die Fahrerlaubnisbehörde wird nun ein Verwaltungsrechtliches Verfahren eröffnen mit dem Ziel Dir die Fahrerlaubnis zu entziehen.

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Hans Dampf
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Hans Dampf » Mo 12. Nov 2018, 23:04

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
Mo 12. Nov 2018, 21:52
Isabell hat geschrieben:
Mo 12. Nov 2018, 20:13
WERT AKTIV THC 1,7
Ziemlicher Mist, damit hast Du kein Trennvermögen gezeigt und die Fahrerlaubnisbehörde wird nun ein Verwaltungsrechtliches Verfahren eröffnen mit dem Ziel Dir die Fahrerlaubnis zu entziehen.

HabAuchNeMeinung
Kenn mich da gar nicht aus: Ist das der Wert der in D nicht über 1,0 sein darf obwohl Experten auf dem Verkehrsgerichtstagen(?) 3,0 als Grenze empfohlen hatten?
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."

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BUMMBUMM
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von BUMMBUMM » Di 13. Nov 2018, 01:32


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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Isabell » Di 13. Nov 2018, 15:02

Hallo Leute 🙋‍♀️
Der Polizist am Telefon meinte
Ich würde 4 Wochen den FS wegbekommen und ne Geldstrafe von da 750 Euro.
Da ich noch nie auffällig war .


Stimmt das?
Übrigens ich wohne in Köln.

Gruss Isabell
Bleib Ehrlich, bleib Loyal oder bleib weg von mir

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Cookie » Di 13. Nov 2018, 16:16

Isabell hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 15:02
Stimmt das?
Ich würde sagen, das kann stimmen... mehr ist nicht drin.
Isabell hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 15:02
Übrigens ich wohne in Köln.
Das sollte eigentlich keine Rolle spielen.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Di 13. Nov 2018, 20:13

Hans Dampf hat geschrieben:
Mo 12. Nov 2018, 23:04
Kenn mich da gar nicht aus: Ist das der Wert der in D nicht über 1,0 sein darf obwohl Experten auf dem Verkehrsgerichtstagen(?) 3,0 als Grenze empfohlen hatten?
Ja...
https://www.strafverteidiger-schueller. ... B6gen-vor/

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Di 13. Nov 2018, 20:22

Isabell hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 15:02
Hallo Leute 🙋‍♀️
Der Polizist am Telefon meinte
Ich würde 4 Wochen den FS wegbekommen und ne Geldstrafe von da 750 Euro.
Da ich noch nie auffällig war .
Stimmt das?
Übrigens ich wohne in Köln.

Gruss Isabell
Hallo Isabell,

ja das stimmt, wobei 500 Euro Strafe und 250 Euro die Auslagen sind. Aber das ist halt nur das Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen einer sog. "Rauschfahrt". Das ist das "kleinere" Problem. Das Fahrverbot solltest Du solange wie möglich "hinauszögern", dann brauchst Du das zumindest nicht mehr antreten, da Dir die Fahrerlaubnisbehörde die Faherlaubnis entziehen wird.
...
Besonders verwirrend für Betroffene ist das getrennte Spiel von Ordnungs- und Verwaltungsbehörden. Wird ein Autofahrer kontrolliert und ein THC-Gehalt von mehr als einem Nanogramm pro Milliliter Blutserum (ng/ml) festgestellt, gilt die Fahrt als "Drogenfahrt". Egal, ob der Fahrzeuglenker gerade eben oder vor drei Tagen an einem Joint gezogen hat.
...
Wer während einer so definierten Drogenfahrt erwischt wird, bekommt das erste Mal von den Ordnungsbehörden eine Geldbuße von 500 Euro und einen Monat Fahrverbot verhängt. Dagegen kann jeder Rechtsmittel einlegen.
...
Denn meist laufen diese Bescheide ins Leere, weil die Führerscheinbehörde auf dem Verwaltungswege die Fahrerlaubnis ja schon längst eingezogen hat. Gegen den Entzug sind zwar formal Rechtsmittel zulässig, diese entwickeln aber keine aufschiebende Wirkung.
https://www.zeit.de/wissen/2014-10/mari ... heinentzug

Lies mal den Artikel, dann wird Dir einiges "klarer" werden.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Di 13. Nov 2018, 20:32

Cookie hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 16:16
Isabell hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 15:02
Übrigens ich wohne in Köln.
Das sollte eigentlich keine Rolle spielen.
Doch, die Auslegung der Verwaltungsvorschriften ist sehr vom jeweiligen Bundesland abhängig, da die Verwaltungsgerichte durchaus "unterschiedlich" urteilen.
So wird in Bayern z.B. fehlendes Trennvermögen erst ab 2ng angenommen.
Auf der Grundlage der ihm derzeit vorliegenden Erkenntnisse hält der Senat es nicht für gerechtfertigt, bereits ab einer THC-Konzentration von 1,0 ng/ml im Blut von einer Drogenfahrt auszugehen, die bei Vorliegen der weiteren Voraussetzung gelegentlicher Cannabiseinnahme gemäß Nr. 9.2.2 der Anlage 4 zur FeV die Fahreignung ausschließt. Mangelndes Trennvermögen ist erst von einem aktiven THC-Wert von mindestens 2 ng/ml im Blut anzunehmen.
https://verkehrslexikon.de/Texte/Cannabis41.php

In NRW "reicht" 1ng:
Der Senat folgt der vorherrschenden Auffassung, wonach ein THC Wert ab 1,0 ng/ml im Blutserum zur Annahme mangelnder Trennung im Sinne von Nr. 9.2.2 der Anlage 4 zur FeV führt.
https://verkehrslexikon.de/Module/FETHCNRW.php

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Morra » Mi 14. Nov 2018, 06:51

Ich komme aus Bayern und bei mir wurde bei einem wert von 1,1 fehlendes Trennvermögen angenommen.
Deshalb musste ich zum ÄG.
Ich weiss nicht ob es was mit der Kombination von Aktiv und Passivwerten zu tun hatte oder ob sich das mittlerweile geändert hat (das war 2016) aber in der Praxis sind solche Werte der Genickbruch.
Ich kann nur nochmals empfehlen dich gut auf das ärztliche Gutachten vorzubereiten falls dieses anstatt eines direkten Führerscheinentzuges angeordnet wird. Wenn das gut läuft, hast du ne echte Chance.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mi 14. Nov 2018, 17:34

Morra hat geschrieben:
Mi 14. Nov 2018, 06:51
Ich komme aus Bayern und bei mir wurde bei einem wert von 1,1 fehlendes Trennvermögen angenommen.
Deshalb musste ich zum ÄG.
.....
Hallo Mora,

Das Du zum äG "durftest" ist wohl eine Folge des von mir zitierten Urteils.
Zwischen 1ng und 2ng darf eben genau in Bayern nicht sofort entzogen werden, sondern es muss zunächst ein äG bzw eine MPU angeordnet werden. Das ist in anderen Bundesländern nicht zwingend so.
Hast Du auf einmaligen Probierkonsum "plädiert"?
Das dürfte für Isabell "flachfallen" (auf der Arbeit erwischt)...
Da sie sich im Verkehrsportal aber schon entsprechenden Rat holt, denke ich das Ihr das inzwischen auch klar sein sollte.

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Fachärztliches Führerschein Gutachten

Beitrag von R0bin420 » Do 15. Nov 2018, 14:28

Grüßt euch, ich bin seit Februar Diesen Jahres Cannabis Patient. Ich wurde im Dezember letzten Jahres auf einem Festival mit Amphetamin und Ecstasy erwischt. Nun hab ich ein fachärztliches Gutachten erstellen lassen, und die Frage ob Konsum von harten Drogen vorlag, wurde verneint. Nun hab ich dennoch ein negatives Gutachten ausgestellt bekommen, da die Gutachterin behauptet, dass Cannabis in meinem Fall (ADHS) kein Grund für eine medikation für Cannabis ist, und ich somit Betäubungsmittel im Sinne des Btmgs zu mir nehme, und nicht geeignet bin ein Kraftfahrzeug zu führen. Meine Frage ist nun ob dieses Urteil überhaupt rechtskräftig ist, und ob es Sinn macht rechtlich dagegen vorzugehen.

PS. Ich wohne in Bayern
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Morra
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Morra » Do 15. Nov 2018, 15:38

Hi HabAuchNeMeinung,

stimmt da hast du Recht, das wird die Folge davon gewesen sein.

Richtig, das war der Weg den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
War aber viel Glück dabei.
War nicht einfach das in seinen 30ern noch glaubhaft zu machen und das bei einer MPU Psychologin mit 25 Jahren Berufserfahrung.
Dazu hat mir vorher ein netter Mitarbeiter von der Führerscheinstelle mit einer Aufschiebung von ein paar Wochen geholfen.
Vom Vorfall bis zu der Einladung zum ÄG verging nicht wirklich viel Zeit und man hat wirklich sehr eng gesteckte Fristen. Der Aufschub war daher nötig um den Drogentest zu bestehen der auch Teil des ÄG's ist obwohl ich seit dem Tag der Kontrolle nicht mehr konsumiert hatte.
Dazu sollte man sich gut über die Wertekombination und die Abbauzeiten informieren um den genauen Konsumzeitpunkt, der ausschlaggebend ist, plausibel machen zu können.
War ne echte Zitterpartie, das sag ich euch.

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