Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

chris b.
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von chris b. » Do 5. Dez 2019, 09:36

@ Martin Mainz: Warum rätst du eigentlich immer von anwaltlichem Beistand ab, bis die Vorladung in' s Haus flattert? Sind das Erfahrungen? Hast du einen juristischen Background, oder ist das mal so gefühlt so deine Meinung? Das ist eine ehrlich gemeinte Frage.

Ich bin kein Anwalt und habe keine sonstigen Eigeninteressen, doch meine Erfahrung ist das ich grundsätzlich eine rechtliche Unterstützung einschalte, wenn es Themen mit der Exekutive gibt. Dadurch ist mir viel Ärger erspart geblieben und es haben sich Probleme in Luft aufgelöst, wo dies sehr unwahrscheinlich war. Du unterstreichst nichtmals den Hinweis, daß eine Mitgliedschaft im DHV eine kostenlose Rechtsberatung beinhaltet. Die 5,- Euro im Monat sollte wirklich jeder Hanffreund übrig haben, um Im Fall der Fälle abklären zu können ob der Advokat nun von Nöten ist oder nicht - und man unterstützt zusätzlich den Verband in den vielen guten Dingen, die er so tut.

Ich bin gespannt auf deine Antwort.

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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Martin Mainz » Do 5. Dez 2019, 19:44

Hallo chris.

Nein, ich habe keine eigene Erfahrung und bin auch kein Anwalt. Allerdings lese ich ja hier schon eine Weile mit und wir hatten schon so einige Fälle in der Richtung. LittleGanja hatte das immer empfohlen und die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Ich habe mich seiner Meinung angeschlossen.

chris b.
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von chris b. » Do 5. Dez 2019, 21:57

Hi Martin, danke für deine ehrliche Antwort.

Stagestuff
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MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von Stagestuff » Mi 11. Dez 2019, 20:35

N'Abend zusammen,

zuerstmal möchte ich sagen das ich weiß das über einzelne Themen die auch mich betreffen hier Infos zu finden sind, in dem Fall genau und zu meinen speziellen Fragen habe ich jedoch nichts gefunden, und bin extrem verwirrt über die verschiedensten Informationen die man im Netz aber auch offline so hört. Sollte hier doch etwas genau dazu zu finden sein tut es mir Leid, dann haltet euch nicht weiter auf, so oder so danke für eure Zeit. Ist nicht selbstverständlich.

Mein Fall:
Ich bin 22, also aus der Probezeit am Ende einer Ausbildung.
Ich wurde Ende August mit einem Firmentransporter bei einer "Großkontrolle" in NRW wie viele andere aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert.
Zuerst kam natürlich die Konsumfrage, wo ich eigentlich jeglichen Cannabiskonsum verneinte und zugab gelegentlich Alkohol zu trinken, aber nicht in letzter Zeit.
Da ich wohl nervös wirkte wollten sie so einen Stillhaltetest durchführen, dies machte ich auch da es ohne den wohl direkt zur nem Urintest geführt hätte und mich mich ja nur hätte entlasten können. Mittlerweile bin ich schlauer, aber nach dem Test wollten sie n Urintest haben, verneint, anschließend Blutabnahme vom Arzt der direkt vor Ort war. Unterschrieben habe ich vor Ort nichts, der Arzt hat aber ein anderes Gewicht aufgeschrieben als ich ihm genannt habe, als ich ihn darauf aufmerksam machte hat er es runtergespielt und gesagt das wäre nicht so wichtig. Außerdem wollte der Arzt auch noch Augen"tests" durchführen etc.pp das habe ich allerdings verweigert.
Abschließend wurde mir die Weiterfahrt für 24 Stunden untersagt.
Konsumiert hatte ich ca um 23 Uhr, die Kontrolle war um 13:00.

Irgendwann kam dann ein Anhörungsbogen mit der Aussage das der Bluttest positiv ausfiel (keine Werte), Frage nach persönlichen Daten und die Frage ob man die Tat zugibt. Dies tat ich nach Empfehlung von einem Beratungstermin einer MPU Beratungsstelle.
Letztens kam der Bußgeldbescheid mit 2 Punkten, 1 Monat Fahrverbot (4 Monate Frist), 500€ Strafe + ~210€ Auslagen.
Außerdem stand im Brief der "Cannabiswert" von 29ng/ml. Ob THC oder COOH stand dort nicht, habe bei der Dienststelle der POL angerufen, die melden sich noch mit dem COOH Wert.
_

Im Grunde brauche ich da meine Ausbildung bald endet für meinen Arbeitgeber und mich Gewissheit ob noch eine MPU folgt, da ich ohne Auto keine Möglichkeit hab zur Arbeit zu kommen, geschweige denn auf lange Sicht (1 Jahr) zu arbeiten. Mit einem Monat würde sich mein Chef hingegen noch zufrieden geben.
-Bestehen Chancen aufgrund des möglichen Arbeitsplatzverlusts eine MPU ganz zu umgehen, oder zumindest dessen Fahrverbot (nur Abstinenznachweise & Termine beim Verkehrspsychologen)?

Bei einer MPU Beratungsstelle wurde mir gesagt ich solle einfach die FEB anrufen und fragen ob mich noch weitere Konsequenzen erwarten. Andere schreiben was nach dem Motto "keine schlafenden Hunde wecken". Ich sehe das ganze in der Mitte, da landen wird es so oder so, ich befürchte nur das es die Fallbearbeitung ggf beschleunigt. Nach dem Urteil im April, wäre es ja mmn das beste wenn die Bearbeitung möglichst lange dauert damit ich in der Zeit Abstinenznachweise sammeln kann, und der mögliche Entzug kürzer ausfällt.
-Ist ein solcher Anruf wirklich sinnvoll?
-Kann man bei einem solchen Anruf durch die Schilderung der persönlichen Situation eher auf eine Lösung wie in Frage 1 hoffen, oder beeinflusst der Anruf die Entscheidung des Sachbearbeiters zu 99% gar nicht(Meine Vermutung, oder evt sogar negativ?

Mein Konsum war beinahe täglich, jedoch nicht in immensen Mengen und stets nach Feierabend, das jedoch schon eine längere Zeit lang.
Gehe ich recht in der Annahme das eine MPU inklusive Verlust des Führerschein bis zum bestehen der MPU wahrscheinlicher ist? Oder steht das quasi schon mit dem Bußgeldbescheid fest?

Macht in dem Fall ein Anwalt wirklich Sinn? Gerade im Bezug auf den Arbeitsplatzverlust.
Wenn ja, macht der Anwalt bzgl des Bußgeldbescheides Sinn, oder kann er auch lediglich gegen die MPU Geschichte angehen? Das Bußgeld etc akzeptiere ich ja, das einzig wichtige ist das ich deshalb nicht meinen Arbeitsplatz verliere.

Polizeiauffällig war ich zuvor nie, weder mit Drogen, noch mit Punkten, nicht mal geblitzt worden bin ich. Lediglich n kleineren Verkehrsunfall, wo meine Strafe jedoch fallen gelassen wurde da die Fahrradfahrerin eine zu große Mitschuld hatte.
Ich wohne grenznah zur Niederlande, mir wurde mal gesagt das wäre irgendwie relevant, halte ich zwar für Quatsch aber vielleicht ja doch.

Würde mich freuen wenn mir einer zumindest bei einer Frage helfen könnte, am besten anhand eigener Erfahrung.
Mir ist klar das hier keine Rechtsberatung stattfinden kann und soll.

chris b.
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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von chris b. » Mi 11. Dez 2019, 22:21

Du hast eine PN von mir.

Stagestuff
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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von Stagestuff » Do 12. Dez 2019, 20:31

Mahlzeit, gibt n kleines Update.
Mir wurden die Werte mitgeteilt, allerdings in absoluter eile vom Beamten, weshalb ich die Beschreibung wie sich zb der 3. Wert nennt nicht verstanden habe, und der Beamte das Gespräch auch quasi direkt danach beendete.

39ng (Was der aktivwert sein dürfte)
1,1ng ( " " Passivwert sein dürfte)
und 0,9ng

Die Werte sind ja doch sehr niedrig, lediglich 0,1ng über dem Grenzwert, was für mich z.B. eine ärztliche Untersuchung wieder ins rennen bringt, oder sehe ich das falsch?

chris b.
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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von chris b. » Do 12. Dez 2019, 22:02

THC 1,1ng / THC-OH 0,9ng / THC-C00H 39ng -> das könnte ich mir vorstellen.

Investiere am besten 50,- in die Führerscheinberatung des DHV, oder lege einen 10er drauf und werde Mitglied. Dann ist die Beratung inklusive. Ich hatte dir ja dir ja schon einen Tipp gegeben, wo du deine Fragen stellen kannst und eine schnelle kompetente Antwort bekommen kannst. Denke daran, wenn du die Pappe behalten willst ist Eile geboten, da du schon viel Zeit verloren hast.

Viel Glück!

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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 12. Dez 2019, 23:10

Stagestuff hat geschrieben:
Do 12. Dez 2019, 20:31
Mahlzeit, gibt n kleines Update.
...
39ng (Was der aktivwert sein dürfte)
1,1ng ( " " Passivwert sein dürfte)
und 0,9ng

Die Werte sind ja doch sehr niedrig, lediglich 0,1ng über dem Grenzwert, was für mich z.B. eine ärztliche Untersuchung wieder ins rennen bringt, oder sehe ich das falsch?

Hallo,

Es ist wohl eher so wie chris b. schreibt.
Wohnst Du auch in NRW?
Aber eigentlich ist es auch egal, Du hast kein Trennvermögen im Sinne der Vorschriften der gezeigt.
Daher gibt es nur eine Möglichkeit wie Du deinen FS behalten könntest.
Das ganze nennt sich "erstmaliger Probierkonsum".
Dazu müsstest Du glaubhaft vermitteln dass Du innerhalb letzen 6h vor der Kontrolle erstmalig in deinem Leben Hanf konsumiert hast. Allerdings fehlt mir bei den Umständen der Kontrolle die Phantasie, wie dazu ne glaubhafte Story aussehen sollte.
Damit hast Du eine MPU gebucht.
Sollte die negativ, was sie ohne Abstinenznachweise vermutlich wird, ausfallen ist die FE weg.
Eine reelle Chance hast Du eigentlich nur mit mind. 6 Monaten Abstinenz.

Lies mal meine Beiträge hier im Forum dann solltest Du genug Infos und Links zu dem Thema finden.
VG
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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von Stagestuff » Fr 13. Dez 2019, 22:30

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
Do 12. Dez 2019, 23:10

Wohnst Du auch in NRW?
Ja

Danke für eure Meinung, ich habe mich mal an entsprechende Stellen gewendet.
Die "Grüne Hilfe" empfahl mir entweder nur abzuwarten was von der Fahrerlaubnisbehörde kommt oder aufgrund des minimalen Überschreites des Grenzwerts einen Anwalt einzuschalten.
Ich bin auf die anderen Antworten gespannt, telefonisch konnte ich das hier empfohlene Beratungsnetzwerk von Theo Pütz leider den ganzen Tag nicht erreichen, ich werde es mal per E-Mail versuchen.

Ansonsten halt erstmal abwarten und Abstinenznachweise führen. Gibt es allgemein Empfehlungen wo man die machen sollte? Hab generell im Forum viel negatives über den Tüv gehört, aber im Grunde sollte der Nachweis ja überall gleich sein, von den Kosten abgesehen.

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Martin Mainz
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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von Martin Mainz » Sa 14. Dez 2019, 06:52

Hab selbst keine Erfahrung, aber lies mal hier: https://www.mpu-kosten.org/ab-wann-ein- ... znachweis/
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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von Stagestuff » Mi 25. Dez 2019, 17:01

Kam bisher nichts, hab mit Theo Pütz gesprochen und werd erstmal Vorsorgemäßig meine Abstinenz nachweisen für 6 Monate. Sollte bis dahin nichts da sein frag ich bei der FS-Stelle nach.
Bin mal gespannt.

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Re: MPU Fragestellung (Arbeitsplatzverlust)

Beitrag von Stagestuff » So 2. Feb 2020, 17:40

Stagestuff hat geschrieben:
Mi 11. Dez 2019, 20:35
Mein Fall:
Ich bin 22, also aus der Probezeit am Ende einer Ausbildung.
Ich wurde Ende August mit einem Firmentransporter bei einer "Großkontrolle" in NRW wie viele andere aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert.
Zuerst kam natürlich die Konsumfrage, wo ich eigentlich jeglichen Cannabiskonsum verneinte und zugab gelegentlich Alkohol zu trinken, aber nicht in letzter Zeit.
Da ich wohl nervös wirkte wollten sie so einen Stillhaltetest durchführen, dies machte ich auch da es ohne den wohl direkt zur nem Urintest geführt hätte und mich mich ja nur hätte entlasten können. Mittlerweile bin ich schlauer, aber nach dem Test wollten sie n Urintest haben, verneint, anschließend Blutabnahme vom Arzt der direkt vor Ort war. Unterschrieben habe ich vor Ort nichts, der Arzt hat aber ein anderes Gewicht aufgeschrieben als ich ihm genannt habe, als ich ihn darauf aufmerksam machte hat er es runtergespielt und gesagt das wäre nicht so wichtig. Außerdem wollte der Arzt auch noch Augen"tests" durchführen etc.pp das habe ich allerdings verweigert.
Abschließend wurde mir die Weiterfahrt für 24 Stunden untersagt.
Konsumiert hatte ich ca um 23 Uhr, die Kontrolle war um 13:00.

Moin, wollte euch mal auf dem Laufenden halten.
Diese Woche kam der zweite gelbe Brief, welcher mich bisher zum Glück von einer MPU verschont und stattdessen ein ärztliches Gutachten einfordert inklusive 6 Monaten Abstinenznachweis, die ich bereits im letzten Jahr anfing zu sammeln. Außerdem bleibt mein Führerschein bei mir, zumindest abgesehen von dem einem Monat der Teil des Bußgeldverfahrens war.
Bleibt letztendlich nur die Frage wie ich einen einmaligen Konsum um die Uhrzeit (Kontrolle 13:00, Konsum muss ja >6h her sein) rechtfertigen soll, gerade bei der Arbeit.

OpferDesSystems
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MPU wegen Cannabis

Beitrag von OpferDesSystems » Do 20. Feb 2020, 21:22

Hallo liebe Hanffreunde,
Da ich im Straßenverkehr kontrolliert wurde, und trotz ausgeschlafener Nacht noch positiv war, gehe ich schon mal vom schlimmsten aus und rechne mit einer MPU.

Meine Frage:
Wird bei der MPU wegen Cannabis auch auf Alkohol getestet?
Ich trinke eigentlich recht selten Alkohol, aber ab und zu gehe ich gerne mal feiern. Kennt sich damit jemand aus? Im Internet steht nur widersprüchliches..

MasterCube
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von MasterCube » So 23. Feb 2020, 11:12

Wenn du in Bayern wohnst lass Alkohol gleich mitmachen.

Ich hatte nen Kollegen der hat 1 Jahr THC Screenings gemacht für die MPU.
Dann meinte die MPU Psychologin er müsse nochmal 6 Monate eine Abstinenz machen auf Alkohol um Suchtverlagerung auszuschließen.

Also nochmal 6 Monate...
Wenn dir bestehen und Füherschein wichtig ist, würde ich auf Alkohol Testung gleich von Anfang an bestehen...

Aber das ist nur meiner persönliche Erfahrung. Des ganze kann natürlich auch entspannter aussehen.

Ich persönlich finde bei diesen Behörden sollte man immer vom schlimmsten ausgehen, dann kommen auch keine Überraschungen....

Tomsen88
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Frage zur MPU

Beitrag von Tomsen88 » Mo 24. Feb 2020, 20:43

Hallo zusammen :)

Ich habe vor vielen Jahren mit dem Rauchen von Cannabis angefangen, da ich den Rausch von Alkohol nicht mochte und Alkohol auch nicht vertrage. Daher bin ich beim Cannabis gelandet und auch dabei geblieben. Mit "richtigen Drogen" hatte ich noch nie Kontakt. Ich bin auch nie berauscht gefahren, auch wenn ich täglich geraucht habe, lagen immer mindestens 8-10Std zwischen Konsum und Fahrtantritt. Aufgrund eines total unnötigen Bremsvorganges eines ältern Herren beim Abbiegen von einer Landstraße, wo wir beide an einem Stopschild zuvor gehalten hatten, kam es dort dann gegen 14 Uhr zu einem minimalen Auffahrunfall. Es gab nur Lackschaden.

Da es aber ein Diestfahrzeug war, musste ich die Polizei rufen, welche leider einen Urintest machen wollte. Dieser war zwar nicht aussagekräftig, reichte aber für einen Bluttesst. Lange Rede, kurzer Sinn: Führerschein für 1 Jahr weg. Daraufhin habe ich 1 Jahr lang Urintest machen müssen, welche alle negtiv waren, da ich nach dem Unfall ohne Probleme direkt aufgehört habe zu rauchen, ohne irgendwelche Anzeichen einer Sucht zu haben. Soweit so gut. Für mich unterstrich dies nur meine Meinung, das man man Cannabis nicht wirklich von Drogen sprechen kann. Zigaretten aufzugeben und sei es nur für 2 Tage ist da deutlich härter und auch körpelich spürbar. Die Sperrfrist lief am 06.12.2019 ab. Bis nun aber alle Unterlagen beim Straßenverkehrsamt eingegangen waren und bei der MPU Begutachtungsstelle ein Termin frei war sind nun noch weitere knapp 3 Monate veragangen.

Da ich ja wusste, das ich den Führerschein also erst mitte März zurückbekommen würde (MPU Termin am 04.03.2020) und ich sobald ich den Führerschein wieder hätte, defintiv nichts mehr rauchen wollte, da ich mir nicht sicher bin, ob die Infos über den Grund des Führerscheinentzuges der Polizei bei einer Verkehrskontrolle während der Abfrage der Personalien ersichtlich sind oder nicht. Falls ja, würde mit Sicherheit ein Drogenschnelltest gemacht werden. Das Risiko wollte ich dann nicht mehr eingehen (zunmindest bis sich die Gesetzeslage geändert hat xD) Naja, aber nach dem Ende der Screenings wollte ich mich belohnen und war in Amsterdam ;D Ich hatte von dort auch etwas mitgebracht und Abends mal hin und wieder 1 oder auch 2 Joints geraucht. Aber nicht jeden Abend. Der letzte Konsum ist nun 1 Woche her. Nächste Woche ist nur der MPU Termin. Wie ich nur leider heute erfahren habe, wird wohl auch dort nochmal ein Urintest gemacht :/ Und ich könnte mir vorstellen, dass dieser nicht negativ sein wird.

Nun meine Fragen: Sollte dort nun ein Test verlangt werden, kann ich darauf bestehen, das es ein Bluttest ist, wenn ich einfach nicht pinkeln kann? Meines Wissens nach ist der Konsum im Blut maximal 7 Tage nachweisbar. Sollte dies nicht mögloch sein, kam mir die Überlegung, den Termin einfach zu verschieben, mit der Begründung das ich die finanziellen Mittel von 700€ einfach aktuell nicht aufbringen kann, da ich mich vor 2 Monaten selbständig gemacht habe und daher das Konto aufgrund von hohen Investitionen leer ist. Kann man dann einen solchen Termin um 1-2 Monate verschieben, oder gibt es da Fristen nach Beendigung der Abstinenznachweise, welche man einhalten muss? Der ganze Spaß war jetzt unverhältnismäßig teuer und nun nochmal 700€ ausgeben mit der Gefahr, das es aufgrund eines postiven Urintests böse endet und das Geld futsch ist. Und wenn dem so sei, muss man dann wieder evtl ein halbes Jahr Screenings machen oder gilt man dann direkt auf ewig als ungeeignet ein KFZ im Straßenverkehr zu bewegen und bekommt den Lappen nie mehr wieder?

Ich bin gerade echt ein wenig verzweifelt, habe Panik und wäre für jede Hilfe dankbar!!!

Dann hoffe ich mal auf Antworten, die mir etwas Hoffung geben. Man wird als Cannabis Konsument in Deutschland eh schon wie ein Schwerverbrecher behandelt, dann noch die extremen Kosten für Screenings, Geldstrafe, Antragsgebühren, MPU Vorbereitung und die eigentliche MPU. Und da für meine begonnene Selbständigkeit ein Auto schon wichtig ist, muss ich nun schauen, was ich da am besten mache. Lieber noch 2 Monate warten wenn möglioch, als ein positiver Test.


Ich danke euch schon mal für eure Antworten und eure Hilfe!

Beste Grüße, Tomsen


"Legalize it, it`s time!" ;)

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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Martin Mainz » Di 25. Feb 2020, 07:06

Hallo Tomsen88 und herzlich willkommen im Forum!

Ich habe dich mal hierher in den passen Thread geschoben.

Wenn du dir unsicher bist, kauf dir ein paar Teststreifen und check deine Werte. Generell ist Cannabis länger feststellbar, das kommt aber auch sehr auf dein Konsummuster an. Das man bei der MPU selbst nochmal einen Urintest machen muss ist mir neu.

Über Einträge in Polizeilisten lies mal hier: https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=12&t=7300
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Tomsen88
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Tomsen88 » Di 25. Feb 2020, 16:30

Hallo Martin,

erstmal lieben Dank für deine Antwort. Deine Aussage macht mir zwar etwas Hoffnung, aber mich verunsichert halt der Text auf der Homepage der Pima.

Siehe https://pima-mpu.de/ablauf/

hier steht halt drin, das je nach Anlass auch Laborwerte genommen werden, bei Alkohol Bluttest, bei Cannabis Urintest.

Frage ist halt nur, kann oder muss das ;)

Ich habe mir auf jeden Fall Teststreifen besorgt und werde gleich mal einen Test machen. Mein letztes Screening war halt im Dezember, leider hat die Antragstellung bei Straßenverkehrsamt ewig gedauert und auch die Terminvergabe bei der Pima zog sich hin, sodass ich den Termin halt erst jetzt Anfang März habe. Heute wurde mir nun noch mitgeteilt, das man die MPU spätestens 3 Monate nach dem letzten Screening stattfinden muss. Sollte man das nicht schaffen, müssen man entweder eine Haarprobe abgeben, was nicht geht da ich eine Glatze habe :D Oder man müsse erneut mindestens 6 Monate Abstinenz nachweisen. Schwierig... Entweder auf nummer sicher gehen und nochmal 6 Monate warten, was auch wieder Kosten sind, oder auf gut Glück hingehen und hoffen das kein weiterer Test gemacht wird bzw wenn er dann negativ ist.

LG, Tomsen

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von madmike301 » Do 27. Feb 2020, 17:05

Hallo zusammen!
Ich habe früher Leistungssport betrieben. Mittlerweile bin ich 39 Jahre alt, von Beruf Lehrer und versuche mich nur noch mit Sport fit zu halten, so gut es geht. Ich habe Arthrose in beiden Sprunggelenken und das sogenannte Patellaspitzensyndrom in beiden Knien. Früher wurden die Schmerzen mit Cortison und entsprechenden Schmerzmitteln behandelt. Da ich Cortison und Co aber schon immer skeptisch gegenüber stand, habe ich mich schon vor 2017 dafür entschieden, Cannabis auszuprobieren. Seitdem bin ich nahezu schmerzfrei und mir geht es gut. Ein Rezept oder ähnliches hatte ich mir nicht besorgt, da ich immer von dem bürokratischen Aufwand gehört habe und ich zudem nie Kontakt mit der Polizei hatte. Jetzt bin ich aber letzten Freitag von der Polizei kontrolliert worden und musste sowohl eine Urin als auch Blutprobe abgeben. Daraufhin bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und habe sofort ein ärztliches Attest bekommen, dass mir den Konsum und den Besitz von Cannabis gewährt.
Ich hätte jetzt zwei Fragen: zum einen, ist ein ärztliches Attest ausreichend (das Rezept wird wohl noch kommen), um sich vor der Polizei zu schützen?
Und zweitens, kann ich dieses Attest, falls überhaupt wirksam, nachträglich der Polizei vorlegen?
Vielen Dank im voraus!

mabo
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Als Gelegenheitskiffer durch die MPU

Beitrag von mabo » Mi 4. Mär 2020, 16:21

Irgendwann passiert es halt, spätestens wenn man als Berliner die bayrische Freistaatsgrenze überfährt.

Als wir zu dritt auf einem Rastplatz standen fuhr die bayrische Polizei erst an uns vorbei und im Anschluss mit Vollgas zurück. Wir wurden dann mit den Worten "tschechisches Grenzgebiet wir können alles machen!" begrüßt. Im Anschluss wurde das gesamt Auto durchsucht und jeder von uns abgetastet. Bei einem Mitfahrer wurden knapp 2g gefunden. Da Einspruch eingelegt wurde ist das aber noch nicht durch.
Mir wurde vorgeworfen glasige Augen zu haben. Ich hatte einen Urintest (Ja war blöd) und im Anschluss einen Bluttest gemacht. Da ich schlimmes befürchete habe ich, nachdem ichs mir nochmal schön gegönnt habe, zwei Tage später aufgehört zu kiffen.

Dies geschah ende Oktober. Ende Januar flatterte dann die Anordnung zur MPU (innerhalb von 2 Monaten) rein. In der Blutprobe wurden 1,5ng THC und 9,5ng THC-COOH festgestellt. Die Fragestellung für die MPU lautet:
Kann MABO trotz Hinweise auf gelegentlichen Cannabiskonsum sowie der bekannten Verkehrsteilnahme unter Cannabiseinfluss ein Kraftfahrzeug der Gruppe 1 sicher führen? Ist insbesondere nicht zu erwarten, dass er auch künftig ein KFZ unter Einfluss von BTM oder deren Nachwirkungen führen wird (Fähigkeit zum Trennen von Konsum und Verkehrsteilnahme)?

Im weiteren Text steht:
Wer gelegentlich, also mehr als nur 1 mal Cannabis konsumiert (...) ist nur zum Führen von KFZ geeinget, wenn er den gelegentlich Konsum sicher vom Führen eines KFZ trennen kann. Auch die erstmalige Fahrt rechtfertigt die Annahme auf einen mehrmaligen Konsum zu schließen, denn er erscheint ausgesprochen unwahrscheinlich dass ein mit den Wirkungen der Droge vollkommen unerfahrender Erstkonsument zum einen bereits relativ kurze Zeit nach dem Konsum ein KFZ führt und er zum anderen dann auch noch, trotz der geringen Dichte der polizeilichen Verkehrsüberwachung in eine Verkehrskontrolle gerät (der letzte Satz ist so unglaublich lächerlich und wiedersprüchlich)

Ich war bereits bei einer Verkehrspsychologin (2 mal, mehr Geld habe ich nicht) und besuche auch ein paar Selbsthilfegruppen um mich etwas mehr mit möglichen negativen Konsumfolgen auseinandersetzen zu können. Ich habe seit dem auch nicht mehr gekifft (wenige male CBD)


Den letzten Joint (vor der Kontrolle) hatte ich gegen 22 Uhr geraucht (davor 2-3 Tage nicht gekifft), die Kontrolle war am nächsten Tag um 17:45. Grenzwerte: 1,5ng THC und 9,5ng THC-COOH

Vorher hatte ich beinahe täglich gekifft, jedoch erst Abends und nicht exzessiv. Probleme mit anderen Drogen (inklisive Alkohol) habe ich nicht. Meine Psychologin meinte, dass ich dem MPU Leuten verklickern soll, dass ich meinen gelegentlich Konsum in Zukunft GANZ KLAR vom der Verkehrsteilnahme trennen kann. Des Weiteren soll ich nicht sagen, dass ich in Zukunft nichjt mehr Kiffen werde, sondern halt gelegentlich. Dazu finde ich nur leider keine Erfahrungsberichte. Dieser Weg scheint auch recht neu zu sein, und trat wohl im Mai 2019 in Kraft.

Hat jemand von euch Erfahrungen und Tipps, wie man da gut durchkommt? Spielen die 2g vom Mitfahrer ne Rolle? Und, ich wurde mal mit 1,5g in Hollandnähe gebusted, aber wurde alles fallen gelassen. Weiß sowas auch die MPU?


(Hoffe das ist hier im richtigen Forum) Mein Termin ist schon am 13.03^^

Danke, freue mich wenn die Nummer endlich durch ist. :ugeek: Werde dann natürlich hier einen ausführlichen Bericht schreiben

Leon
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Leon » Mi 11. Mär 2020, 17:29

Hallo an alle,ich habe da mal eine Frage und zwar habe ich vor ca 3 Jahren mein Führerschein wegen canabis verloren 1 Jahr fahr Verbot,so habe alles durch gemacht Abstinenz Nachweise Mpu u.s.w. am Ende doch bestanden :D jetzt aber möchte ich gerne denn Lkw Führerschein machen und muss ein Antrag beim Straßenverkehrsamt abgeben,meine Frage ist. Was könnte auf mich zukommen wenn ich den Antrag abgebe?wieder Mpu?urintest?Bluttest?haretest?oder was kann die Führerschein stelle von mir verlangen?b.z.w was dürfen die?p.s ich bin immer noch Konsument :roll:

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