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Cannabis und Arbeitsplatz



Cannabis und Arbeitsplatz

Beitragvon Onur.S am Di 20. Feb 2018, 09:06

Ich bekomm jetzt Cannabis auf Rezept.
Muss ich das meinen Arbeitgeber melden?
Wieviel std nach meiner Einnahme der Medizin sollte ich wieder arbeiten?

Und wäre es ein Kündigungsgrund wenn mein drogentest auf THC positiv ist obwohl ich es auf Rezept bekomme?
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon PallMall am Di 20. Feb 2018, 10:44

melden musst du vorerst gar nichts.

welche Diagnosen hast du?

welches Cannabis bekommst du?

was machst du beruflich?
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon littleganja am Di 20. Feb 2018, 13:36

Muss ich das meinen Arbeitgeber melden?


Kommt auf den Beruf drauf an! Also welcher Beruf?

Wieviel std nach meiner Einnahme der Medizin sollte ich wieder arbeiten?


Kommt auf den Beruf und die Krankheit an, meist ist man ja mit der Medizin leistungsfähiger... Also siehe oben welcher Beruf + welche Krankheit/en???

Und wäre es ein Kündigungsgrund wenn mein drogentest auf THC positiv ist obwohl ich es auf Rezept


Erneut kommt auf den Beruf drauf an! Wenn das THC gefunden wird kann ja belegt werden dass verordnet also in der Therorie nein, in der Praxis jeder ausgenommen Beamte sind von heute auf morgen kündbar. Der Arbeitgeber muss einfach ein Hausverbot aussprechen, schon kann man seiner Arbeit nicht mehr nachgehen.... Aber das ist ein anderes Thema.
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon littleganja am Di 20. Feb 2018, 13:41

PallMall hat geschrieben:melden musst du vorerst gar nichts.
:arrow: Quatsch Beruf abhängig! Als Pilot oder Busfahrer also im Personenbeförderungsverkehr muß man sowas sofort melden :!: Auch wenn z.b. schwere Maschinen bedient werden oder man mit Sprengstoff arbeitet. Klar wenn man im Büro oder als Lehrer arbeitet ist die Meldepflicht nicht gegeben.
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon Onur.S am Di 20. Feb 2018, 14:44

Ich bin Maschinen und Anlagen Führer.

Ich bkeomm red no4 cannabisblüten.
Die hab ich für leichte Depressionen , kronische Schmerzen und Schlafstörungen bekommen.
Min 8 std vor arbeitsbeginn nehme ich nichts mehr ein.
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon PallMall am Di 20. Feb 2018, 14:45

littleganja hat geschrieben:
PallMall hat geschrieben:melden musst du vorerst gar nichts.
:arrow: Quatsch Beruf abhängig! Als Pilot oder Busfahrer also im Personenbeförderungsverkehr muß man sowas sofort melden :!: Auch wenn z.b. schwere Maschinen bedient werden oder man mit Sprengstoff arbeitet. Klar wenn man im Büro oder als Lehrer arbeitet ist die Meldepflicht nicht gegeben.



deswegen sagte ich vorerst....
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon littleganja am Di 20. Feb 2018, 15:10

Onur.S hat geschrieben:Ich bin Maschinen und Anlagen Führer.
Ich bkeomm red no4 cannabisblüten.



Kannst du mit diesen Maschinen ggf. andere verletzen??? Oder kannst du dich ggf. schwer verletzen??? Ist die Tätigkeit auf einer Baustelle oder in einem Fabrikgebäude???


Die hab ich für leichte Depressionen , kronische Schmerzen und Schlafstörungen bekommen.
Min 8 std vor arbeitsbeginn nehme ich nichts mehr ein.


Das musst du wissen, bei mir z.b. wäre es besser ich würde es auch in der Arbeit konsumieren, da meine Konzentration und vor allem die Schmerzen die ich bei langem sitzen oder stehen habe unerträglich wären.

Nimmst du nichts weil es dich beeinträchtigt oder weil du evtl. Angst hast jemand könnte es bemerken?

-> Großer oder kleiner Arbeitgeber? Kannst du auch ggf. an einer anderen Position ohne Gefahrenpotenzial im Betrieb arbeiten? Bist du Schwerbehindert - GdB Ü50?
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon Onur.S am Di 20. Feb 2018, 15:46

Ich arbeite auf einem fabrikgelände, möglich ist es eigentlich immer auf der Arbeit jemand zu verletzten , trotz größter Sicherheitsvorkehrungen. :-(

Ich nehme auf der Arbeit nichts ein , erstens wirklich aus Angst das es andere rausbekommen und es vielleicht folgen haben könnte.

Und zweitens weil ich denke das es mich doch negativ beeinträchtigt
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon littleganja am Di 20. Feb 2018, 17:14

Tja dass ist jetzt so eine Sache, aus rein rechtlichen und Versicherungstechnischen Gründen würde ich dir schon empfehlen es deinem Vorgesetzten zu sagen. Hast du Kollegen die z.b. Opiate gegen Schmerzen bekommen und auch Maschinen bedienen? Falls ja wird es ja schon okay sein?!
Wenn halt wirklich was geschieht, kann schon sein dass die Versicherung die dann normal eintritt, die Zahlung verweigert bzw. die Kosten von dir zurück holt, je nach Situation. Daher ist es meiner Meinung nach in deinem Job schlauer, den Vorgesetzten über das Medikament zu informieren. Problematik hierbei kann sein dass du deinen Job verlierst oder versetzt wirst?! Den evtl. Nachteil wenn du es verschweigst habe ich ja oben beschrieben.

Musst du wissen, im Zweifel einen Anwalt für Arbeitsrecht fragen, wäre so meine abschließende Empfehlung. Auch evtl. mal in den Arbeitsvertrag schauen ob das was drin steht wegen Medikamenten und Maschinen bzw. der Meldepflicht. Das Thema hatten wir glaube hier so noch nicht, vielleicht hat ja jemand noch einen anderen Rat oder etwas was ich vergessen habe???
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon Martin Mainz am Di 20. Feb 2018, 17:58

Interessanter Fall. Ich würde erst mal beim Arbeitgeber vorsichtig nachfragen, ob eigentlich z.B. starke Schmerztabletten (Opioide etc) meldepflichtig sind, wenn sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Dann kann man die Antwort für Cannabis ja vielleicht abschätzen. Vielleicht kann man auch bei einer beliebigen Versicherung anrufen und dort mal unverbindlich nachfragen.
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon PallMall am Di 20. Feb 2018, 18:52

aus diesen Gründen konsumiere ich nur abends nach der Arbeit. und wenn ich es mir nicht einbilde, dann wirkt es bei mir nachhaltig auch über den Tag.
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon Hans Dampf am Di 20. Feb 2018, 19:14

PallMall hat geschrieben: (...) konsumiere ich nur abends nach der Arbeit. und wenn ich es mir nicht einbilde, dann wirkt es bei mir nachhaltig auch über den Tag.


Handhabe ich genauso. Wobei das wohl auch sehr stark vom Krankheitsbild abhängig ist.
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon M. Nice am Di 20. Feb 2018, 19:41

Meinem Arbeitgeber habe ich das gesagt. Es wurde von ihm sehr gut aufgenommen, gibt keine Probleme. Auch die relevanten Kollegen wissen Bescheid. Ich inhaliere (Joint oder Vaporizer) gelegentlich auch in der Arbeit, natürlich nur im Raucherbereich!
Das Rezept und ein ärztliches Attest, daß es keine Einschränkungen beim Führen eines KFZ gibt, zeigte ich vor. Auch den § 24a, Abs. 2 --> https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24a.html hab ich meinem Chef gezeigt.
Maschinen muß ich keine bedienen, aber bin gelegentlich mit Firmenwägen (manchmal mit Kollegen) unterwegs und habe eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit.

Cannabis ist mein Medikament (chronischer Schmerzpatient), das mir hilft und durch einen Arzt verordnet wird, warum sollte das ein Kündigungsgrund sein? Ausnahmen bestätigen aber die Regel ! Bei bestimmten Berufsgruppen, z. B. Piloten, etc.?

Ich habe mich für das "Coming out" entschieden. Die Menschen sollen und müssen sich endlich daran gewöhnen, daß CANNABIS KEINE MÖRDERDROGE, sondern Medizin ist. :mrgreen:

MfG
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Re: Rechtslage bei Cannabis auf Rezept.

Beitragvon Hans Dampf am Di 20. Feb 2018, 19:56

M. Nice hat geschrieben:(...)

Ich habe mich für das "Coming out" entschieden. Die Menschen sollen und müssen sich endlich daran gewöhnen, daß CANNABIS KEINE MÖRDERDROGE, sondern Medizin ist. :mrgreen:

MfG
M. Nice


Mutig und Danke dafür!
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Rechte als ADHS Cannabis Patient im Berufsleben

Beitragvon Noah1986 am Di 3. Jul 2018, 16:20

Hallo,

habe folgende Interessante Frage:
Wie sieht es eigentlich in einem Beruf mit Betriebsarzt aus, dort muss man regelmäßig (alle paar Jahre oder so, zur Blutuntersuchung und Drogentest) der Job der Ausgeübt wird, ist eine Sicherheitsrelevante Tätigkeit die unter krankheitsbedingten Einschränkungen gefährlich für den Betrieb und Dritte sein kann. Einen Eignungstest gibt es in diesen Betrieb auch.

Muss man sich jetzt Sorgen machen den Job nicht zu bekommen, die Tätigkeit ich mehr ausüben zu dürfen bzw. Versetzt oder gar gekündigt zu werden. Denn bei gewissen Erkrankungen ist man verpflichtet Meldung zu machen. Davon abgesehen, wird der Drogentest ja sowie Positiv ausfallen.
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Di 3. Jul 2018, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beitrag verschoben
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