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Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)



Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Marsatacker am Do 12. Apr 2018, 13:54

Guten Tag liebe Community.

Wurde am Samstag in eine Verkehrskontrolle verwickelt (Schwerpunkt Alkohol und Drogen)

(Hintergrund Info)

Gelegenheits Konsument.

Konsum Verhalten vor der Kontrolle (Urlaub)

Fast eine Woche Täglich. (2 Joints Moderat gebaut ~0,3 Gramm zu zweit aber auch zu dritt)

Donnerstag Abend ( ~21.30 Uhr Letzter Joint)

Samstag ~15.30-16.00 Uhr Zwei Züge an Moderat gebauten Joint (ebenfalls 0,2 Gramm)

Blutabnahme gegen 23.15 Uhr

Meine Statur ist mit einfachen Worten zu beschreiben: „nicht viel Mensch“

Körpergröße: 1.70m
Gewicht: 55 Kg


Hergang der Kontrolle

Keinerlei Aufälligkeiten im Fahrverhalten
Keinerlei Auffälligkeiten Reaktionstests/ Straßenrand Test

War den Beamten Kooperativ im Bezug Personen Dursuchung/ Fahrzeug Durchsuchung

Jetzt zum Dummen Teil.
Als er mich nach einem Test fragte überrumpelte mich der Beamte etwas und stellte es Pflichtmäßig hin

Ich Dummkopf machte Freiwillig einen Test
Dieser Schlug laut Beamtin „marginal/kaum“ an

Veranlasste jedoch die Blutentnahme.
Ich hab meinen Letzten Konsum mit knapp 3 Tagen an.
Wusste nicht das es besser gewesen wäre 6 Stunden zu sagen. (Wer rennt schon unwissend in eine Kettensäge)
Dachte diese Aussage würde mir gleich meine Fe kosten.
Gibt es hier erfahrene Leute die meine Blutwerte etwas abschätzen können ?
Oder Leute die schon einmal in ein und der Selben Situation waren ?

Würde mich gerne auf eine Konversation einlassen und mit euch darüber reden.
Bin 19 Jahre Alt und befinde mich in der Probezeit. :?
Marsatacker
 
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon mad am Do 12. Apr 2018, 17:24

Ich war noch nie in so einer Situation, aber bin trotzdem grundsätzlich vorbereitet. Ich verstehe nicht, warum Leute sich bei einer Polizeikontrolle abtasten lassen geschweige denn eine Urinprobe abgeben (oder blasen bei Alkohol).

Ja, die Polizei darf die Fahrtauglichkeit überprüfen, insbesondere vom Auto (Warndreieck, Verbandskasten, Reifenprofil, Fahrzeugschein) sowie vom Fahrer (Führerschein). Sie kann auch klare Zeichen wie Alkoholgeruch oder merkwürdiges Verhalten als Fahruntauglichkeit auslegen.

Zunächst gilt aber die Unschuldsvermutung. Vor Ort-Tests sind keine übliche Maßnahme. Man kann sich somit nur selbst belasten. Sagt einfach: ich nehme keine Drogen und habe keinen Alkohol getrunken. Wenn man zu einem Test aufgefordert wird, bekräftigt man seine Aussage und verneint die Anfrage. Dann kann man natürlich für eine Probe mit aufs Revier genommen werden; aber das ist häufig mit hohen Kosten verbunden, die bei einer negativen Probe gerechtfertigt werden müssen. Häufig kommt man somit ohne Probe weg.

Auf dem Revier sollte man auch die Blutprobe ablehnen. Dazu bedarf es nämlich eines richterlichen Beschlusses oder zumindest eines Staatsanwaltes.

Auch Tests wie „in die Augen mit einer Taschenlampe“ oder „auf der Linie gehen“ sind keine normalen Maßnahmen und sollten somit niemals gemacht werden.

Auch wenn man nichts zu verbergen hat, sollte man zumindest seine Rechte kennen und sich nicht freiwillig selbst belasten.
mad
 
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Marsatacker am Do 12. Apr 2018, 19:53

Das war mir bewusst nur leider ist das auf dem Papier immer was ganz anderes als im realen Leben.
Polizei=Respektspersonen denen Mann sich nur schwer entziehen kann.
Der Gedanke ist tief in mir verankert.

Klar hat man rechte un die Polizei kann sich nicht alles erlauben aber die Worte „wenn sie es net machen rufen wir im Gericht/Staatsanwalt an machen einen schon extrem nervös und vermitteln einen sich noch teifer in die Scheiße zu reiten.
Klar war ich mit der Annahme falsch...

Aber naja lässt sich nicht mehr ändern.
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon mad am Do 12. Apr 2018, 20:28

Das stimmt. Die Menge ist aber schwer abzuschätzen, da aber vermutlich nie vom Vortagskonsum alles abgebaut war, wird sich das über die Woche gesteigert haben. Du wirst also wahrscheinlich locker über die zulässige Grenze kommen. Was das genau bedeutet, kannst Du ja an verschiedenen Stellen nachlesen. Ich würde schätzen, dass es das zunächst mit dem Führerschein war.
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Martin Mainz am Fr 13. Apr 2018, 08:34

Hallo Marsatacker und willkommen im Forum!

Marsatacker hat geschrieben:Ich hab meinen Letzten Konsum mit knapp 3 Tagen an.
Wusste nicht das es besser gewesen wäre 6 Stunden zu sagen.


Wieso 6 Stunden? Aussagen zum Konsum macht man am Besten gar nicht. Wenn die was finden, hat man passiv konsumiert, z.B. auf einer Party. Ansonsten sagt man einfach gar nichts dazu.

Naja, das Kind ist im Brunnen, jetzt heißt es abwarten. Die für Dich schlimmste Konsequenz sehe ich von Seiten der Führerscheinstelle, die Dich evt. zu einer MPU einlädt.

Zu dem Thema findest Du über die Suchfunktion hier im Forum übrigends auch viele andere, ähniche Fälle. Wie Du Dich auf eine MPU vorbereitest kannst Du da auch nachlesen.

Jetzt warte erst mal ab, was kommt und stelle bis dahin erst mal den Konsum ein, so hart das auch ist.

Grüße, Martin
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Marsatacker am Fr 13. Apr 2018, 09:38

Hallo Martin

Habe gelesen das man dann noch auf „Erst Konsum“ Plädiren könnte wenn der Passivwert (mit etwas glück) passt.

Habe kein Problem damit den Konsum einzustellen.
Habe ich bisher auch gemacht.

Kann ich vorsorglich wenn ich erst einmal nichts von der Fsst höre aber meine Werte schon weiß mit Nachweißen beginnen ?

Vllt kann ich ja die Zeit zwischen Abnahme meiner Fe und MPU verkürzen.

Muss der Führerschein dann komplett neu gemacht werden oder nur ein Aufbau Seminar ?


Liebe Grüße Mars
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Jahkob am Fr 13. Apr 2018, 11:25

mad hat geschrieben:Ich war noch nie in so einer Situation, aber bin trotzdem grundsätzlich vorbereitet. Ich verstehe nicht, warum Leute sich bei einer Polizeikontrolle abtasten lassen geschweige denn eine Urinprobe abgeben (oder blasen bei Alkohol).

Ja, die Polizei darf die Fahrtauglichkeit überprüfen, insbesondere vom Auto (Warndreieck, Verbandskasten, Reifenprofil, Fahrzeugschein) sowie vom Fahrer (Führerschein). Sie kann auch klare Zeichen wie Alkoholgeruch oder merkwürdiges Verhalten als Fahruntauglichkeit auslegen.

Zunächst gilt aber die Unschuldsvermutung. Vor Ort-Tests sind keine übliche Maßnahme. Man kann sich somit nur selbst belasten. Sagt einfach: ich nehme keine Drogen und habe keinen Alkohol getrunken. Wenn man zu einem Test aufgefordert wird, bekräftigt man seine Aussage und verneint die Anfrage. Dann kann man natürlich für eine Probe mit aufs Revier genommen werden; aber das ist häufig mit hohen Kosten verbunden, die bei einer negativen Probe gerechtfertigt werden müssen. Häufig kommt man somit ohne Probe weg.

Auf dem Revier sollte man auch die Blutprobe ablehnen. Dazu bedarf es nämlich eines richterlichen Beschlusses oder zumindest eines Staatsanwaltes.

Auch Tests wie „in die Augen mit einer Taschenlampe“ oder „auf der Linie gehen“ sind keine normalen Maßnahmen und sollten somit niemals gemacht werden.

Auch wenn man nichts zu verbergen hat, sollte man zumindest seine Rechte kennen und sich nicht freiwillig selbst belasten.


Zum Thema Blutentnahme gab es letztes Jahr eine Änderung:
https://hanfverband.de/nachrichten/news ... t-moeglich
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Marsatacker am Fr 13. Apr 2018, 12:32

Warum ist Deutschlad im Bezug auf Cannabis immernoch so rückständig ?!?

Das mit der 1 Ng Grenze ist nur noch reine Geldmacherei.

Die Grenzebauf 3 Ng zu heben würde viele Führerscheine retten aber eben nicht so viel Geld in die Kasse einbringen.
In anderen Ländern Funktioniert es doch auch.
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon mad am Fr 13. Apr 2018, 19:17

Jahkob hat geschrieben:Zum Thema Blutentnahme gab es letztes Jahr eine Änderung:
https://hanfverband.de/nachrichten/news ... t-moeglich


Ist komplett an mir vorbeigegangen. Das ist ja ein kranker Scheiß!
mad
 
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Martin Mainz am Fr 13. Apr 2018, 20:17

Marsatacker hat geschrieben:Hallo Martin

Habe gelesen das man dann noch auf „Erst Konsum“ Plädiren könnte wenn der Passivwert (mit etwas glück) passt.

Habe kein Problem damit den Konsum einzustellen.
Habe ich bisher auch gemacht.

Kann ich vorsorglich wenn ich erst einmal nichts von der Fsst höre aber meine Werte schon weiß mit Nachweißen beginnen ?

Vllt kann ich ja die Zeit zwischen Abnahme meiner Fe und MPU verkürzen.

Muss der Führerschein dann komplett neu gemacht werden oder nur ein Aufbau Seminar ?
Liebe Grüße Mars


Erstkonsum ist natürlich immer ein gutes Argument. Nachweise kannst Du schon sammeln, wie der Ablauf genau ist weis ich aber nicht, ich war zum Glück noch nicht in der Situation. Nachweise kosten eben auch Geld.

Der Führerschein wird nicht komplett neu gemacht. Die MPU entscheidet darüber, ob Du weiter am Straßenverkehr teilnehmen darfst (Trennvermögen nachgewiesen, oder eben medizinisch bedingt) oder nicht.

Grüße, Martin
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Marsatacker am So 15. Apr 2018, 17:23

MPU erfüllt = Führerschein wieder bekommen ?
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon Martin Mainz am So 15. Apr 2018, 18:53

Marsatacker hat geschrieben:MPU erfüllt = Führerschein wieder bekommen ?

Ja, kann man so sagen.
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Re: Verkehrskontrolle-Cannabis (Einschätzung)

Beitragvon HabAuchNeMeinung am Di 17. Apr 2018, 19:23

Marsatacker hat geschrieben:Hallo Martin

Habe gelesen das man dann noch auf „Erst Konsum“ Plädiren könnte wenn der Passivwert (mit etwas glück) passt.
.....


Hallo,

bin zwar nicht der Martin, geb aber trotzdem mal meinen Senf "dazu"...
Erstkonsum kann klappen, kommt aber auf das Bundesland an, in dem Du wohnst.
Einige Bundesländer vertreten die Ansicht, das aufgrund der geringen Kontrolldichte ein "Erstkonsument"
nie erwischt wird, sondern "unterstellen", dass wenn man erwischt wurde zumindest gelegentlicher Konsument ist.

Marsatacker hat geschrieben:
Muss der Führerschein dann komplett neu gemacht werden oder nur ein Aufbau Seminar ?

Liebe Grüße Mars


Wenn Du nicht mehr in der Probezeit bist erhälst Du deinen FS nach einer Positiven MPU zurück.
Wenn Du noch in der Probezeit bist wird diese verlängert und entsprechende Auflagen erteilt. z.B. ein Aufbauseminar.

VG
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