Irgendwann musste es passieren

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So_einer_der_kifft
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Irgendwann musste es passieren

Beitrag von So_einer_der_kifft » Di 24. Jul 2018, 13:35

Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier und hoffe dass ich evtl. den ein oder anderen Tipp hier bekommen kann.

Ich bin seit 4-5 Jahren Cannabis Konsument.
Ich habe, insofern ich frei hatte, auch teilweise den ganzen Tag konsumiert und kam auf Mengen von ca. 10-20 gr. im Monat.

Zu meiner Person: Ich bin 183cm groß, sehr schlank mit max 69kg und einem erhötem Stoffwechsel.

Bisher ist immer alles ganz gut gegangen. Ich habe (noch) einen festen Job, habe mein Leben im Griff, zahle meine Rechnungen und habe ein gutes soziales Umfeld.

"Ich weiß dass ich niemals hätte fahren dürfen in den letzten paar Jahren! Aber jeder kennt es der raucht, am nächsten Tag ist man nicht mehr breit und kann durchaus ein Auto führen! "

Jetzt zur eigentlichen Story zu der ich etwas weiter ausholen muss:

Vor ca. 9 Jahren habe ich eine Trunkenheitsfahrt mit Alkohol gehabt + 1-2 kleinere Verstöße, die mich heute noch auf einen Punktescore von 7 in Flensburg kommen lasssen.
(ALK Punkte stehen 10 Jahre im Register, , habe damals bei Verurteilung nach altem System 9 Punkte erhalten.)

Nun denn, letzte Woche war ich auf dem Weg in die Berge, in meinen wohl verdienten Urlaub.
Letzter Konsum war ca. um 0 Uhr - Abfahrt war gegen 11-12 Uhr ca.
Auf der Autobahn in BW setzte sich eine dunkle Limousine vor mich und bremste mich aus. Wild gestikulierend warum der Penner mich auf der mittleren Spur ausbremst, fährt auch schon das "Polizei, bitte folgen Schild" aus.
Allgemeine Verkehrs & Personenkontrolle des Fahndungsdienstes.
Direkt wurde mir erläutert dass es sich um eine Routinekontrolle handelt un es mich erwischt hat da ich mit einen Kennzeichen aus NRW unterwegs bin.

Leider ist mein Problem, dass ich seit dem Vorfall damals mit dem Alkohol immer sehr nervös bin bei Kontrollen des Team Blue.
So auch hier, ich fiel auf weil ich wohl beim aushändigen des FS und der Fahrzeugpapiere etwas zittrig war.

Ich wurde also gebeten auszusteigen und gefragt ob ich zur Fahndung ausgeschrieben sei und oder illegale Substanzen oder Gegenstände mitführe. Das verneinte ich natürlich.

Wie es kommen musste, schauten die Polizisten in meiner Reisetasche, Notebooktasche und Rucksack nach, in letzterem wurden sie dann fündig, ein kleines Einmachglas mit round about 3 g.

Also begann das Prozedere, unwissend wie ich war habe ich Aussagen zum letzten Konsum getätigt und eine Urinprobe abgegeben welche selbstverständlich in einer Blutentnahme endete.
Der gefühlt 100 jährige Amtsarzt war völlig inkompetent (ich bin selbst vom Fach) hat dann eine lächerliche Untersuchung abgezogen (Linie laufen, im kreis drehen und etwas fokussieren, Schriftprobe, Finger an die Nase & über den Kopf)
und sagte dann ich wäre auffällig obwohl ich diesen Zirkus ohne Probleme vorgetragen habe.

Ebenfalls habe ich auch Unterschriften geleistet, was ich besser wie ich jetzt weiß nicht getan hätte.

Auch wurde ich nicht darüber belehrt, dass ich eine solche Untersuchung hätte ablehnen dürfen, es hieß nur: "das muss jetzt gemacht werden".

Ich bin durchgehend freundlich und kooperativ (zu kooperativ) gewesen.
Ebenfalls die Gegenseite. Mein Auto wurde nach meiner Zustimmung von einem Polizisten von der Autobahn zur Wache gefahren, damit es nicht auf dem Rastplatz steht. Ebenfalls hatte ich im Zivi Wagen ein eigentlich nettes Gespräch mit dem Polizisten (wo ich noch nicht weiß ob er alles gesagte gegen mich verwendet, oder er tatsächlich wie er selbst sagte "kein Unmensch" ist)

Das Auto durfte ich dann am nächsten Tag 24h später wieder abholen.

Es handelt sich bisher laut der Polizei um eine Ordnungswidrigkeit- 1 Mon. Fahrverbot, 750€ + 2 Punkte

Dazu kommt noch der Besitz von 3 gr. welches hoffentlich eingestellt wird.

Natürlich bleibt noch zu beten, dass wie durch ein Wunder der aktive THC Wert unter 1ng liegt.

Wer aufmerksam gelesen hat, versteht mein Problem 7 bestehende Punkte + 2 neue heißt Ade` lieber FS, Tschüss lieber Beruf und somit meine gesamte Existenz.


Ich habe im nahen Umkreis viele Polizisten als Freunde, dort konnte ich mich schon gut informieren.
Die Polizei ist nicht verpflichtet einen Vorgang zur Verkehrsbehörde zu senden!
Ist das schon einmal jemandem passiert, dass es nicht weiter geleitet wurde??

Anwalt oder ist einfach alles Hopfen und Malz verloren? Zumal diese Kosten ja auch nochon Top kommen -.-
Bin wirklich verzweifelt und weiß absolut nicht was ich machen soll..

Ich hoffe hier kann mir evtl jemand (auch aus Erfahrung) ein paar Tipps geben.


PS.: Den Konsum habe ich sofort eingestellt, ich war eine Woche lang extrem aktiv im Urlaub (klettern, wandern, Bergbesteigung auf 3050m- bildet rote Blutkörperchen)

Was muss ich nun beachten wie gehe ich weiter vor ?? _-.-

PacoEscobar
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von PacoEscobar » Di 24. Jul 2018, 14:18

Bei mir war es ähnlich wie bei dir.... Führerscheinstelle hat sich natürlich gemeldet und ihn entzogen.
Nicht nur der THC Wert könnte dir zum Verhängnis werden...an der Konzentration der Abbauprodukte machen die fest ob du Dauerkonsument bist...wenn der über 150ng ist, dann ist der Lappen eh weg... unabhängig von deinen Punkten
Da müsstest du schon Rieden Glück haben wenn die P das der FS nicht meldet....

Es gibt doch solche Fahrsicherheitskurse oder so mit denen man Punkte abbauen kann...mach dich da Mal schlau. Bis die FS sich meldet kann einige Zeit vergehen.Vll hast du Glück.
Ansonsten würde ich evtl Mal einen Anwalt aufsuchen

https://www.bussgeldkatalog.org/punkteabbau/

Guck Mal hier
Zuletzt geändert von PacoEscobar am Di 24. Jul 2018, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.

insomnia
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von insomnia » Di 24. Jul 2018, 14:23

Schaut schlecht aus !
Konsum sofort einstellen
Anwalt suchen
öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeitsstelle checken , ggf. Wohnung nähe Arbeitsstelle suchen ,
Geld zurücklegen für MPU (kommt sicher gerade in BW und Bayern) und ggf. Anwalt .
Bei Mengen bis 20 g im Monat sehe ich für den Test dunkelschwarz.

Sorry aber so ist es , besser du planst das Schlimmste ein ,
Menschliche Polizisten gibt es nur in Filmen , das Besoldungssystem (Sternchen sammeln )erlaubt keinen menschlichen Spielraum.
Gruß :cry:
Insomnia
Religion beruht auf Autorität, Wissenschaft auf Beobachtung und Vernunft." Stephen Hawking, Physiker, Astrophysiker 8-)

So_einer_der_kifft
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von So_einer_der_kifft » Di 24. Jul 2018, 14:24

PacoEscobar hat geschrieben:Bei mir war es ähnlich wie bei dir.... Führerscheinstelle hat sich natürlich gemeldet und ihn entzogen.
Nicht nur der THC Wert könnte dir zum Verhängnis werden...an der Konzentration der Abbauprodukte machen die fest ob du Dauerkonsument bist...wenn der über 150ng ist, dann ist der Lappen eh weg... unabhängig von deinen Punkten
Da müsstest du schon Rieden Glück haben wenn die P das der FS nicht meldet....

Es gibt doch solche Fahrsicherheitskurse oder so mit denen man Punkte abbauen kann...mach dich da Mal schlau. Bis die FS sich meldet kann einige Zeit vergehen.Vll hast du Glück.
Ansonsten würde ich evtl Mal einen Anwalt aufsuchen
Danke für die Antwort.
Leider kann man nach der aktuellen Regelung ab, ich glaube, 6 Punkten nichts mehr abbauen.

Meine einzige Hoffnung liegt darin dass es 2 versch. Bundesländer sind und die Polizisten "Mitleid mit einem indirekten Kollegen haben. Ich habe natürlich erzählt was auf mich wartet wenns den Punkt gibt.

Trotzdem Danke!

So_einer_der_kifft
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von So_einer_der_kifft » Di 24. Jul 2018, 14:26

insomnia hat geschrieben:Schaut schlecht aus !
Konsum sofort einstellen
Anwalt suchen
öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeitsstelle checken , ggf. Wohnung nähe Arbeitsstelle suchen ,
Geld zurücklegen für MPU (kommt sicher gerade in BW und Bayern) und ggf. Anwalt .
Bei Mengen bis 20 g im Monat sehe ich für den Test dunkelschwarz.

Sorry aber so ist es , besser du planst das Schlimmste ein ,
Menschliche Polizisten gibt es nur in Filmen , das Besoldungssystem (Sternchen sammeln )erlaubt keinen menschlichen Spielraum.
Gruß :cry:
Insomnia

Funktioniert leider nicht, denn ohne FS kann ich meinen Beruf nicht mehr ausüben.

Angehalten worden bin ich in BW, wohne aber in NRW.


Ich ahnte so etwas schon.
Naja wenn ich den vollen PUnktestand erreicht habe ist ne MPU auch für die Katz.

Vielen dank für die Antwort

Hanfkraut
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von Hanfkraut » Di 24. Jul 2018, 19:00

Wieder ein Beispiel wie unser Staat dafür sorgt die Arbeitslosigkeit unnötig in die Höhe zu treiben!

Normalerweise sollte jeder der sein Lappen verliert seine Arbeit einstellen!

Kann nicht sein das consumenten bestraft werden wenn sie nüchtern Auto fahren!

Das Instrument wurde eingeführt weil der Staat so das Kiffen unterbinden will!
Nur darum ist der Grenzwert so tief!

Stoppt den Irrsinn!
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf

mad
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von mad » Di 24. Jul 2018, 19:20

Oh man, Du tust mir leid. Man kann Dir tatsächlich keine Hoffnung machen. Da Du ein Dauerkonsument bist, wird der Bluttest höchstwahrscheinlich ein ziemlich schlimmes Bild abgeben. Du musst daher vermutlich mit einem dauerhaften Konsum rechnen. Ein Anwalt wird hier vermutlich auch nicht viel machen können. Vielleicht macht es aber Sinn, dass Du dir noch einen Arzt suchst, der es Dir wenigstens auf Rezept ausstellt. Vielleicht kann man so irgendwas wieder anfangen. Bzgl. Deines Jobs: wenn Du den Führerschein brauchst, wäre es wirklich bitter.

Wenigstens hast Du eingesehen, dass Du dich wie ein – sorry – Idiot bei der Polizeikontrolle verhalten hast. Man kann es nie oft genug sagen: Man zeigt seinen Führerschein + Fahrzeugschein, mehr nicht. Man antwortet auf die Frage, ob man was illegales dabei hat, getrunken oder Drogen genommen hat grundsätzlich mit: Nein. Und sonst beantwortet man keine Frage, lässt keine Tests mit sich machen und unterschreibt nichts. Wenn man das beherzigt, passiert einem in der Regel nichts. Du hast dich leider komplett selbst ans Messer geliefert.

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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von PallMall » Di 24. Jul 2018, 19:39

mad hat geschrieben:Oh man, Du tust mir leid. Man kann Dir tatsächlich keine Hoffnung machen. Da Du ein Dauerkonsument bist, wird der Bluttest höchstwahrscheinlich ein ziemlich schlimmes Bild abgeben. Du musst daher vermutlich mit einem dauerhaften Konsum rechnen. Ein Anwalt wird hier vermutlich auch nicht viel machen können. Vielleicht macht es aber Sinn, dass Du dir noch einen Arzt suchst, der es Dir wenigstens auf Rezept ausstellt. Vielleicht kann man so irgendwas wieder anfangen. Bzgl. Deines Jobs: wenn Du den Führerschein brauchst, wäre es wirklich bitter.

Wenigstens hast Du eingesehen, dass Du dich wie ein – sorry – Idiot bei der Polizeikontrolle verhalten hast. Man kann es nie oft genug sagen: Man zeigt seinen Führerschein + Fahrzeugschein, mehr nicht. Man antwortet auf die Frage, ob man was illegales dabei hat, getrunken oder Drogen genommen hat grundsätzlich mit: Nein. Und sonst beantwortet man keine Frage, lässt keine Tests mit sich machen und unterschreibt nichts. Wenn man das beherzigt, passiert einem in der Regel nichts. Du hast dich leider komplett selbst ans Messer geliefert.
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mad
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von mad » Di 24. Jul 2018, 19:56

Es gibt ja einige Indikationen, bei denen Cannabis mittlerweile akzeptiert ist. Und ich glaube jeder hat irgendwas, womit man eine Cannabisverschreibung rechtfertigen könnte. Man muss eben auf die Suche gehen und ggf. etwas übertreiben. Ich an der Stelle des Fragestellers würde zumindest diesen kleinen Funken Hoffnung versuchen.

PallMall
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von PallMall » Di 24. Jul 2018, 20:03

Moment mal - hat dich der Zoll oder die Polizei kontrolliert!?


Die Polizei darf doch gar nicht deine Sachen durchsuchen!?


Zitat:
Es gibt klare Regeln, die festlegen, was Polizisten während einer Verkehrskontrolle überprüfen dürfen. Dazu zählen die Feststellung der Identität des Fahrers, die Überprüfung von Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten, die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs sowie die Fahrtauglichkeit des Fahrzeugführers", erläutert Mathias Voigt, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Verbands für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.(VFBV).
Der Blick in den Kofferraum, in das Handschuhfach oder gar in mitgeführte Gepäckstücke ist Polizisten ohne Durchsuchungsbefehl hingegen nicht erlaubt!
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von mad » Di 24. Jul 2018, 20:56

Wenn man es zulässt, dass die Polizei in die Tasche oder den Kofferraum guckt, dann ist es nicht verboten. Verboten ist allerdings auch nicht, dies zu untersagen. Heißt: wenn ein Polizist fragt, ob man mal die Tasche aufmachen kann, oder wenn er fragt, ob er mal das Auto durchsuchen darf, muss man sagen: NEIN! Wenn man es zulässt, dann darf es der Polizist auch machen. Das Gleiche mit den Urin-/Wischtests oder irgendwelche anderen Spielchen. Problem bei der Sache ist, dass ein Polizist es in der Situation immer so wirken lässt, als dürfte er das alles auf alle Fälle machen und man sich eigentlich nicht untersagen darf.

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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von So_einer_der_kifft » Di 24. Jul 2018, 23:34

PallMall hat geschrieben:
mad hat geschrieben:Oh man, Du tust mir leid. Man kann Dir tatsächlich keine Hoffnung machen. Da Du ein Dauerkonsument bist, wird der Bluttest höchstwahrscheinlich ein ziemlich schlimmes Bild abgeben. Du musst daher vermutlich mit einem dauerhaften Konsum rechnen. Ein Anwalt wird hier vermutlich auch nicht viel machen können. Vielleicht macht es aber Sinn, dass Du dir noch einen Arzt suchst, der es Dir wenigstens auf Rezept ausstellt. Vielleicht kann man so irgendwas wieder anfangen. Bzgl. Deines Jobs: wenn Du den Führerschein brauchst, wäre es wirklich bitter.

Wenigstens hast Du eingesehen, dass Du dich wie ein – sorry – Idiot bei der Polizeikontrolle verhalten hast. Man kann es nie oft genug sagen: Man zeigt seinen Führerschein + Fahrzeugschein, mehr nicht. Man antwortet auf die Frage, ob man was illegales dabei hat, getrunken oder Drogen genommen hat grundsätzlich mit: Nein. Und sonst beantwortet man keine Frage, lässt keine Tests mit sich machen und unterschreibt nichts. Wenn man das beherzigt, passiert einem in der Regel nichts. Du hast dich leider komplett selbst ans Messer geliefert.
hast du eine Krankheit, wo Cannabis indiziert wäre?

Leider bin ich kerngesund, aber vieln Dank für den Tipp! Ich habe einen guten Draht zu meiner Ärztin.
Wie ist denn die Rechtslage wenn man es auf Rezept hat? Darf man dann einen PKW fahren? Das ergibt ja gar keinen Sinn .... Deutschland geht mir schwer aufn Sack zzt.



Ich habe einen spezialisierten Anwalt gefunden, er macht mir Hoffnungen auf eine chance mit einer besonderen Ausnahmeregelung.

Zitat:
Von größerer Relevanz sind aber die fahrerlaubnisrechtlichen Aspekte. Um es kurz zu machen: Mit ein bißchen Glück lässt sich der Führerschein retten - dazu ist auszuführen:



Selbst wenn die Entziehungsvoraussetzungen jetzt vorlägen, kann bis zur Entscheidung der Fahrerlaubnisbehörde (die sich mit etwas Glück erst in ein paar Monaten ergehen wird) noch einiges bewegen. Stichwort: Ausnahmeregelung der Vorbemerkung 3 zu Anlage 4 der FeV.



Wird die Zeit zwischen der Rauschfahrt und der Entscheidung genutzt, um Abstinenznachweise und den Nachweis einer verkehrspsychologischen Aufarbeitung der Sache beizubringen, dann kann die Behörde von der Entziehung absehen und "nur" eine MPU anordnen, wobei Sie in dieser Konstellation den Führerschein aber erstmal behalten dürfen. Sie können sich eine deutlich bessere Ausgangslage verschaffen für den Fall eines ungünstigen Verlaufs, wenn Sie das machen, was ich Ihnen rate.

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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von mad » Mi 25. Jul 2018, 17:32

Bzgl. der Frage, ob man als Patient Auto fahren darf, verweise ich auf die kleine Anfrage im Bundestag der Linken:
https://www.bundestag.de/presse/hib/2017_04/-/502018

Ich habe beispielsweise mit meinem Arzt gesprochen und er sagt: da ich es abends nehmen, ist es am nächsten Morgen überhaupt kein Problem. Ich sollte nur selbst auf Ausfallerscheinungen achten. Daher: ich habe mit Sicherheit auch einen zu hohen Blutwert, aber ich darf damit Auto fahren.

DrGreenthumb
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von DrGreenthumb » Fr 27. Jul 2018, 13:16

Vorneweg, ich bin kein Experte was Rechtsfragen angeht, aber nachträglich sich ein Rezept zu besorgen bringt für den aktuellen Fall absolut gar nichts! Wenn dann für die Zukunft evtl., wobei es auch dann nicht immer einfach ist trotz Rezept!

Haben ja diverse Fälle schon gezeigt...

Ich muss leider sagen, dass du sehr schlechte Karten hast, da du alles ja zugegeben und unterschrieben hast.

PacoEscobar
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von PacoEscobar » Fr 27. Jul 2018, 13:38

Ich wurde auch erst nach meiner Kontrolle Cannabis-Patient....statt ner MPU muss ich jetzt "nur" ein fachärztliches Gutachten machen lassen bei einem Arzt für Verkehrsbegutachtung.

Ich könnte allerdings glaubhaft machen, dass ich es auch schon vorher gebraucht habe und nur auf meinen Arzttermin gewartet hab(wo ich dann auch direkt mein erstes Rezept bekommen habe)

Hatte bei der Polizei auch Aussagen zum Konsum gemacht....dass ich das gegen Nervenschmerzen mache und nicht (nur) zum Spaß und mich gerade um ein Rezept bemühe

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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von DrGreenthumb » Fr 27. Jul 2018, 15:32

Ok, dann ist bzw. war die Sachlage ja auch anders, da du quasi während der Kontrolle den med. Konsum schon angegeben hast.

Aber nachträglich seine unterschriebene Aussage zu ändern ist halt leider nicht sehr glaubwürdig.

Zusätzlich bin ich mir jetzt nicht sicher, ob es mit der damaligen Trunkenheitsfahrt mit Alk dann nicht als Widerholungstat bei der Führerscheinstelle angesehen wird? Was natürlich die Sache noch schwerer machen würde. Über 1ng aktives THC wird ja auch als Trunkenheitsfahrt geahndet afaik.

Will jetzt nicht alles schwarz malen, aber nicht dass du dir große Hoffnungen machst, sorry!

mad
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von mad » Fr 27. Jul 2018, 17:30

Ich habe ihm ja auch keine großen Hoffnungen gemacht. Aber es könnte zumindest etwas mildern wirken, wenn man ein Rezept hat und ggf. irgendwo steht, dass man zuvor bereits (auch) aus medizinischen Gründen Cannabis ohne Rezept konsumiert hat. Man sollte immer alle Chancen nutzen, auch wenn diese gering sind. Es war also nur ein Tipp ohne große Erfolgsaussichten.

Hanfkraut
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von Hanfkraut » Sa 28. Jul 2018, 02:39

Villeicht kannst du etwas mit dem §34 stgb erreichen!
Da du ja schon vorher dich bemüht hast ein Rezept zu ergattern aber noch kein Erfolg hattest.

Beziehst du dich auf dem o. G. §

Um einen ordentlichen Anwalt wirst du nicht herum kommen!
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https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf

Andy_Brill
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Re: Irgendwann musste es passieren

Beitrag von Andy_Brill » Do 13. Sep 2018, 13:03

DrGreenthumb hat geschrieben:
Fr 27. Jul 2018, 13:16
Vorneweg, ich bin kein Experte was Rechtsfragen angeht, aber nachträglich sich ein Rezept zu besorgen bringt für den aktuellen Fall absolut gar nichts! Wenn dann für die Zukunft evtl., wobei es auch dann nicht immer einfach ist trotz Rezept!

Haben ja diverse Fälle schon gezeigt...

Ich muss leider sagen, dass du sehr schlechte Karten hast, da du alles ja zugegeben und unterschrieben hast.
Tut mir leid DrGreenthumb, aber das ist so nicht Richtig ...... ich bin zwar nicht im Verkehr aufgefallen .... aber lies selbst ..... es gibt Möglichkeiten ....

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