Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

querk72
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von querk72 » Di 11. Jun 2019, 00:17

Was ist Blödsinn?
Die Staatsgewallt ist die Polizei......wer redet hier vom Staatsanwalt?

"Gefahr in Verzug" und sie dürfen......muss ja nur nach Cannabis riechen. Auch Blödsinn?
Ich wohne in Bayern.

PallMall
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von PallMall » Di 11. Jun 2019, 05:17

sorry, überlesen.
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TOM 1
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von TOM 1 » Di 11. Jun 2019, 07:21

!!! VORSICHT IST HIER DIE MUTTER DER PORZELANKISTE !!!
Werden Ausfallerscheinungen festgestellt - ist man immer "dran"!
Ebenfalls vermute ich, daß man zumindest in Bayern zuerst mal trotzdem "verfolgt" wird - Gesetz hin oder her!
Auch Med.Cannabis Patienten / Ärzte werden durchsucht, gedemütigt usw. ...
Ein in der Theorie geschaffenes Gesetz sieht leider in der Praxis oftmals ganz anders aus!
Seid also vorsichtig!

danny91
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von danny91 » Di 11. Jun 2019, 18:29

querk72 hat geschrieben:
Mo 10. Jun 2019, 19:23
Hallo Danny,

Ein Rezept ist kein Freifahrtschein.....Punkt.
Das gilt genauso für Opiate oder Psychopharmaka.

...

Ich werde auch kein Rezept im Auto mit mir führen, warum auch? Dass sie es finden und dann doofe Fragen stellen und darauf anspringen.
Wenn es wirklich notwendig ist/sein sollte, kann ich es immer noch nachreichen.

Also zum Thema Dicht wie ein Wicht: Ich denke nicht... :D zumindest nach ca. 12 Std sollte ich nicht mehr dicht sein, denke ich!

Wenn ich mich normal verhalte und sie mich dennoch, was sie immer tun, fragen, ob ich je was mit Drogen zu tun hatte, bin ich der Auffassung, dass ich mit der Wahrheit antworte, da ich wie oben schon beschrieben, schon mehrfach "Probleme" in der Vergangenheit hatte.
Und da komme ich nie drum rum. Ganz selten dass ich "nur" angehalten wurde um den Promillewert zu checken.

querk72
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von querk72 » Di 11. Jun 2019, 19:26

Hallo Danny,
wie lange ist es her........dass du Probleme hattest?
Nach 10 Jahren wird ein Eintrag wegen BTM gelöscht. (z.B. ein Joint, oder ein paar Gramm)

Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich keine "Medizin" mit mir führen, auch keine Utensilien.
Du hast Recht,lügen würde ich auch nicht, wenn es schon ein paar Jahre her ist, kannst du sagen: Ja, hatte schon Probleme, aber das waren Jugendsünden......kommt ja auch immer darauf an wie schwerwiegend die Probleme waren ;-)
Kann sein, dass sie dann locker lassen.......oder sie lecken Blut und fragen direkt, ob in der letzten Zeit konsumiert wurde.
Dann solltest du nicht lügen und dich als Patient vorstellen. Wenn sie dann fragen, warum du kein Rezept mit dir führst. Würde ich sagen, ich habe schon erwähnt, dass ich aus der Vergangeheit gelernt habe und nicht konsumiere wenn ich Auto fahre, darum habe ich auch kein Rezept bei mir, kann es aber gerne nachreichen wenn das nötig sein sollte. Bitte prüfen sie mich auf fahrtauglichkeit, sie werden keine Ausfallerscheinung feststellen........auch habe ich keine roten Augen, das den Verdacht auf konsum bestätigen würde. Ich bin offen und ehrlich ihnen gegenüber und möchte kein Ärger machen. Die Zeiten habe ich hinter mir.

Dies ist nur meine bescheidene Meinung, bitte nehmt mich jetzt nicht auseinander dafür ;-)

tomOGwarrior
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von tomOGwarrior » Di 11. Jun 2019, 20:43

querk72 hat geschrieben:
Mo 10. Jun 2019, 19:23
Hallo Danny,

Ein Rezept ist kein Freifahrtschein.....Punkt.
Das gilt genauso für Opiate oder Psychopharmaka.

Wenn die Staatsgewalt einen anhält und den Verdacht hegt "der Lenker" ist high oder down........wie auch immer. Sie werden deine fahrtauglichkeit testen.
Und auf Grund dieses Ergebnisses werden die Staatsmänner dann entscheiden, fahrtüchtig oder nicht.
Wenn die Beamten der Meinung sind "der Lenker" ist fahruntüchtig, dann werden sie das auch durchziehen. Es wird nie ein Beamter alleine entscheiden, er wird immer den Kollegen mit einbeziehen. Und wenn beide der Meinung sind, der "Lenker" ist nicht fahrtüchtig, dann wird einem das auch vermittelt.

Die ganzen Cannabisausweise die es im Netz zu erwerben gibt,
spart euch das Geld. Das ist nur ein Wisch, den die lieben Kollegen nur belächeln und sich freuen, was alles für Daten sie darauf finden.
Dieser sogenannte "Ausweis" findet keinerlei Anerkennung, da es kein amtliches Dokument ist.....rechtlich überhaupt nicht verwendbar.

Auch wenn du ein Rezept bessitzt, heisst das nicht, dass du total benebelt Auto fahren darfst.

Denke, wenn du abends deine Medizin nimmst, und am nächsten Tag Mittags angehalten wirst, sollte dir nichts passieren.........ausser du bist immer noch dich wie ein Wicht. Wenn du dich normal verhällst, dann fragt dich auch keiner danach.

Ich werde auch kein Rezept im Auto mit mir führen, warum auch? Dass sie es finden und dann doofe Fragen stellen und darauf anspringen.
Wenn es wirklich notwendig ist/sein sollte, kann ich es immer noch nachreichen.
lmao was bist du denn für 1 kek?

Patient_H
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von Patient_H » Mi 12. Jun 2019, 08:25

Er hat schon recht. Es gibt keine Freifahrtscheine. Fühlst du dich fahrtüchtig? Dann fahr! Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle können die sowieso nichts. Deshalb ist der "hast du kein Cannabis-Ausweis dabei, dann haben sie deine Daten nicht" totaler Käse. Daten finden die auch so. Allerdings dürfen sie nicht einfach so dämliche Tests machen. Sie dürfen fragen, antworten muss du gar nicht! Erst, wenn sie mit dem Staatsanwalt kommen und einen Verdacht haben, dann hast du ein Problem.

Ist ein Ritt auf der Rasierklinge, wenn man Patient ist!

Umbrella-Man
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von Umbrella-Man » Mi 12. Jun 2019, 12:43

querk72 hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 19:26
Hallo Danny,
wie lange ist es her........dass du Probleme hattest?
Nach 10 Jahren wird ein Eintrag wegen BTM gelöscht. (z.B. ein Joint, oder ein paar Gramm)

Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich keine "Medizin" mit mir führen, auch keine Utensilien.
Du hast Recht,lügen würde ich auch nicht, wenn es schon ein paar Jahre her ist, kannst du sagen: Ja, hatte schon Probleme, aber das waren Jugendsünden......kommt ja auch immer darauf an wie schwerwiegend die Probleme waren ;-)
Kann sein, dass sie dann locker lassen.......oder sie lecken Blut und fragen direkt, ob in der letzten Zeit konsumiert wurde.
Dann solltest du nicht lügen und dich als Patient vorstellen. Wenn sie dann fragen, warum du kein Rezept mit dir führst. Würde ich sagen, ich habe schon erwähnt, dass ich aus der Vergangeheit gelernt habe und nicht konsumiere wenn ich Auto fahre, darum habe ich auch kein Rezept bei mir, kann es aber gerne nachreichen wenn das nötig sein sollte. Bitte prüfen sie mich auf fahrtauglichkeit, sie werden keine Ausfallerscheinung feststellen........auch habe ich keine roten Augen, das den Verdacht auf konsum bestätigen würde. Ich bin offen und ehrlich ihnen gegenüber und möchte kein Ärger machen. Die Zeiten habe ich hinter mir.

Dies ist nur meine bescheidene Meinung, bitte nehmt mich jetzt nicht auseinander dafür ;-)

Edit: Folgendes geschah in Bayern

Sorry das ist romantische Träumerei. Die löschen einen *cheiß! Hab ich selbst erlebt. Ich hatte früher mal den Urintest verweigert - obwohl ich nichtmal konsumiert habe. 1. Aus Prinzip und ich lass mir nicht auf den Penis schauen und geb denen meinen "Saft" (so weit kommts noch) - 2. Ich trank zu dem Zeitpunkt immer mal wieder nen Hanftee (CBD Hanf) und hatte keinen Bock auf eine Hausdurchsuchung nur wegen einem CBD Tee.

Also haben mich die netten Herren mit auf die Wache zum Bluttest genommen und haben auf der Fahrt behauptet ich wäre der erste in ihrer Laufbahn der den Test verweigert hätte... daraufhin wurde mir sofort unterstellt ich hätte Dreck am Stecken weil sonst würde man sich ja auch nicht im Internet informieren in "einschlägigen" Foren - ob man gewisse Rechte hätte... es ist also schonmal ein "Beweis" dass du verdächtig bist wenn du deine Rechte kennst... *ARGS

Auf der Wache habe ich mich dann quasi bei den beiden "beschwert" nachdem sie meinten ich würde lügen als ich sagte ich hätte noch nie was mit der Polizei zu tun gehabt (weil es länger als 10 Jahre her war). Ich beschwerte mich und sagte "Das muss gelöscht sein!" ... "Wir sehen das trotzdem immer!" - Ich: "Dann muss ich mich wohl an den Datenschutzbeauftragten oder einen Anwalt wenden" - Polizist: "Selbst wenn es da gelöscht wird, wir haben unsere eigenen Listen, wir wissen es immer!"

Soviel zum Rechtsstaat!

Weiter gings mit ständigem Drohen dass ich Stunden auf den Arzt warten müsse- woraufhin ich immer sagte es sei mir egal ich hätte Zeit. Ständige Versuche mich zu Tests zu überreden "Wir haben da was ganz ganz neues! Wir können mit einem Speichel oder Hauttest auch testen!" - ich musste mir das laute Lachen verkneifen "Ganz ganz neu?! Issssss klaaar"... und habe dankend aber auf meine Rechte bestehend abgelehnt...

Sie gaben mir Anfangs eine Tasse mit Wasser, damit ich was zum Trinken habe... ja eigentlich nett... aber ihr ahnt vielleicht schon was passierte - ich habs leider erst einige Zeit nach dem Vorfall geschnallt *ARGSnr2

Irgendwann nimmt mir der Polizist die leere Tasse ab "Wollen Sie noch ein Wasser?" - ich : "Nein danke".

10 Minuten später lassen sie mich OHNE Bluttest gehen - sie fahren mich sogar wieder nach Hause. Ich habe triumphiert... allerdings sagte der Polizist - "wir haben sie auf die Probe gestelllt und einen Test gemacht" (o.Ä.)- ich total baff "Was für einen Test?" - Polizist "Das müssen wir Ihnen nicht sagen!"

Ich habs einfach nicht gerafft... bis mir Monate danach kam "Die Tasse... die sie wieder nahmen... Speicheltest... an der Tasse"


Soviel zum lieben Rechtsstaat und soviel zu Bayern!


ob in anderen Bundesländern löschen was bringt?! Keine Ahnung. Und die Löschung in meinem Fall ist nicht automatisch passiert, sondern ich hätte mich darum kümmern müssen. Und ein Test ohne Zustimmung ist illegal meines Wissens nach! Und sie haben mir sogar noch den Hinweis gegeben dass sie mich trotzdem getestet haben!

Fuck off DE

querk72
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von querk72 » Mi 12. Jun 2019, 16:58

Hallo Umbrella-Man,

ich gebe dir vollkommen Recht, im Archiv haben sie wahrscheinlich wie du ja auch bestätigst......einfach noch ALLES. Tut mir sehr leid für dich, ehrlich.

Leider ist es im Arbeitsleben auch nicht anders, wenn was negatives in deiner Personalakte steht, man muss selber nachfragen, und um Löschung bitten.
Fällt mir gerade so ein.

Aber was geht den "lieben Kolgegen" an, welche Sorten ich alles nehmen darf und dass ich
Patient bin ?

personenbezogene Daten und eine Abfrage deiner Person, wie schon erwähnst von "Patient_H, holen sie sich sowieso.
Wenn ich keine Medizin dabei habe, habe ich auch sonst nix dabei was daruf schließen lassen würde. Wenn ich ein paar Tage verreise, und Medizin mitnehme, dann reicht mir das Rezept.

Brauche kein Ausweis, steh aufm Rezept, was ich i.M. verschrieben bekomme (und alle Daten, die relevant sind)

Solange ich es vermeiden kann, werde ich keine Hinweise liefern. Warum sollte ich es ihnen einfach machen mich zu drangsalieren.
Wie du schon sagst, ein Ritt auf der Rasierkling......immer freundlich sein und aufpassen was/wie man den "lieben kollegen" erzählt.

Konsumiere jetzt schon über 30 Jahre und hatte noch nie den FS weg.......hmmmm? irgendwas muss ich wohl falsch machen.

Pixelpunk
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Pixelpunk » Mi 12. Jun 2019, 20:47

Chiller1985 hat geschrieben:
Sa 22. Dez 2018, 15:53
Danke für die schnelle Antwort:-)
Ich muss noch dazu sagen dass ich 2008 schon mal eine Mpu gemacht habe die Positiv verlaufen ist.Damals ebenfalls fahren ohne Fahrerlaubnis. die taten lagen aber bereits 2008 mehrere Jahre zurück... Dies wäre also meine 2. Mpu wegen dem gleichen Delikt....

Also die Mpu hat mit dem Ärztlichen Gutachten nichts zu tun! Erst das Ärztliche Gutachten für die Fahreignung, für dieses warte ich ja bereits auf einen Termin und anschliessend Mpu wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Aufbauseminar läuft so nebenher mit....

Was ich mich frage ist, brauche ich für das Gutachten auch so eine Vorbereitung wie für eine MPU? Für die Mpu haben sie mir ausserdem noch keine Frist gesezt bisher. Sie wollen wohl erst das Gutachten so wie ich das Vertehe.

Was die Mpu wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis betrifft werde ich mir wenn es soweit ist gesondert eine Beratung suchen.

Kann ich mich selbst drauf vorbereiten? Was ist Inhalt dieser Untersuchungen? Also Reaktion, Haptik, Sehen, Hören alles Bestens. Mir geht es eher um den Pychologischen teil.... wenn es einen gibt....
Will einfach gut vorbereitet dahin gehen da sie mir auch Fs verweigern können..... das wäre fatal....
Also meine Mpu ist erst mal nicht vorrangig....

Ich (Cannabis Patient) habe ein ähnliches Problem wie Chiller1985 nur dass ich keine MPU machen muss sondern eine Fahreignungsbegutachtung.
Wegen des Verdachts des Verstosses gegen das BTMG.
Das ganze hab ich nun nach mehrmaligen Fristverlängen beim Landratsamt Ansbach hinter mir.
Die Fragestellung wurde so beantwortet:

Herr .... nimmt aktuell keine Betäubungsmittel im Sinne des BtMG oder andere psychoaktiv wirkende stoffe missbräuchlich ein, die die Fahreignung nach Anlage 4 FeV in Frage stellen.

Herr ..... ist aufgrund des Vorliegens einer Erkrankung (hier: Aufmerksamkeitsstörung) nicht in der Lage, den Anforderungen zum Führen von Kraftfahrzeugen der Gruppe 1 (FE-Klasse B) gerecht zu werden.

Die durchgeführte Leistungstestung ergab ausreichend Ergebnisse für die Gruppe 1.

Mein Anwalt sagt das das Gutachten schwer nachvollziehbar sei und riet mir damit zu meinen Aerzten zu gehen um u.A. wegen der ADHS sache Nachbesserung zu beantragen.

Ich bin wohl etwas zu "blauäugig" dort reingestolpert da ich dachte als Führerscheininhaber (Unfallfrei) und Cannabispatient kann ja nicht sehr viel passieren.......... :roll: :arrow: :|

Ich schreibe hier nun zum ersten mal und hoffe das ich hier richtig bin.

Ps: Chiller1985 und ich waren an dem gleichen Tag dort bei der PIMA. War der andere Patient ;)

danny91
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von danny91 » Mi 12. Jun 2019, 21:27

So einmal danke f+r die vielen Antworten. Hätte nicht auf so viel Resonanz getippt, da das Thema bestimmt schon etliche Male erwähnt wurde.


Ich habe heute mit meinem Arzt telefoniert, bzw mit der Sprechstundenhilfe, welche mir auf Anfrage nach einem Schreiben, welches nochmals unterstreicht, dass ich für diverse "Krankheiten" das Privileg als Cannabispatient habe und auch nach x-Stunden fahrtauglich bin. Sie meinte, dass der blaue Zettel (Einnahmeverordnung; auf der steht: "0,5g Cannabisblüten pro Tag im Vaporizer inhalieren") bei einer Kontrolle im Straßenverkehr ausreicht. Sie meinte, es gab schon desöfteren Vorfälle, dass die Polizei die Praxis kontaktiert hat, um herauszufinden ob der Kontrollierte, Patienten dieser Praxis, auch tatsächlich dort in Behandlung sind. Laut ihrer Aussage, brauche ich mir da keinen Kopf machen, dass etwas passiert. Nunja.
In einem anderen Forum habe ich diese Info erwähnt und mir wurde promt von einer Dame erwähnt, die sich beruflich mit solchen Fällen beschäftigt, erzählt, dass das nicht ausreichend wäre und dass ich mich an einen Verkehrsmediziner wenden solle, der mir belegen soll, dass ich fahrtüchtuig bin. Im Falle einer Kontrolle wäre so ein Beleg aussagekräftiger, als die Einnahmeverordnung des Arztes....

Es gibt so einiges zu beantworten, ich versuche das ganze jetzt mal:
querk72 hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 19:26
Hallo Danny,
wie lange ist es her........dass du Probleme hattest?
Nach 10 Jahren wird ein Eintrag wegen BTM gelöscht. (z.B. ein Joint, oder ein paar Gramm)

Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich keine "Medizin" mit mir führen, auch keine Utensilien.
Du hast Recht,lügen würde ich auch nicht, wenn es schon ein paar Jahre her ist, kannst du sagen: Ja, hatte schon Probleme, aber das waren Jugendsünden......kommt ja auch immer darauf an wie schwerwiegend die Probleme waren ;-)
Kann sein, dass sie dann locker lassen.......oder sie lecken Blut und fragen direkt, ob in der letzten Zeit konsumiert wurde.
Dann solltest du nicht lügen und dich als Patient vorstellen. Wenn sie dann fragen, warum du kein Rezept mit dir führst. Würde ich sagen, ich habe schon erwähnt, dass ich aus der Vergangeheit gelernt habe und nicht konsumiere wenn ich Auto fahre, darum habe ich auch kein Rezept bei mir, kann es aber gerne nachreichen wenn das nötig sein sollte. Bitte prüfen sie mich auf fahrtauglichkeit, sie werden keine Ausfallerscheinung feststellen........auch habe ich keine roten Augen, das den Verdacht auf konsum bestätigen würde. Ich bin offen und ehrlich ihnen gegenüber und möchte kein Ärger machen. Die Zeiten habe ich hinter mir.

Dies ist nur meine bescheidene Meinung, bitte nehmt mich jetzt nicht auseinander dafür ;-)
Das ganze ist jetzt ca. 1,5 Jahre her, also somit recht frisch.... Insgesamt sollten es ca. 5 vergehen in den letzten 8 Jahren gewesen sein. Also eine recht regelmäßige Kake die da am Dampfen ist. Seit ein paar Wochen habe ich den Status als Patient, dank eines Rezepts von einem Neurologen/Pszchologen.... Ein unterstellen, dass ich die Diagnosen erlogen habe, könnten die Herren in grün bestimmt auch versuchen. Aber wer kann mir schon in meine Psyche schauen, wenn nicht der Doktor.
Bi einer Kontrolle versuche ich natürlich möglichst kooperativ zu sein, jedoch weiß ich aus Erfahrung, dass eine der ersten Fragen direkt zum Thema Drogen führt, ob ich schon Erfahrung mit der Polizei diesbezüglich hatte. Und dann nimmt immer alles seinen Lauf. Bisher war ich ja auch immer nüchtern und musste im Laufe des Gesprächs dann ein Einsehen der Polizisten einsehen, dass ich ja brav bin etc. und dass sie von einem Drogentest absehen. Im Falle, wenn ich dann gleich erzähle, ich bin Patient, denke ich wird da wirklich der nette Herr Blut lecken. So sind meine Erfahrungen bisher.....
Patient_H hat geschrieben:
Mi 12. Jun 2019, 08:25
Er hat schon recht. Es gibt keine Freifahrtscheine. Fühlst du dich fahrtüchtig? Dann fahr! Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle können die sowieso nichts. Deshalb ist der "hast du kein Cannabis-Ausweis dabei, dann haben sie deine Daten nicht" totaler Käse. Daten finden die auch so. Allerdings dürfen sie nicht einfach so dämliche Tests machen. Sie dürfen fragen, antworten muss du gar nicht! Erst, wenn sie mit dem Staatsanwalt kommen und einen Verdacht haben, dann hast du ein Problem.

Ist ein Ritt auf der Rasierklinge, wenn man Patient ist!

Klar antworten muss ich nie, jedoch wirkt sich ein nicht antworten meines Wissens und meiner Erfahrung nach auch nie positiv auf die Gesamtsituation aus, da man nicht kooperativ geng erscheint. Somit haben sie einen noch mehr auf dem Kicker.....
Ich fühle mich direkt nach dem Konsum nicht fahrtüchtig, aber Stunden, wir sprechen hier von mehr als 6-10 Std nachher, fühle ich mich sehr wohl fahrtüchtig.



Soweit sollten damit alle "Fragen" beantwortet sein....

Zum Thema selbst noch:
Ich werde mich in das Thema mit dem Verkehrsmediziner nochmals etwas mehr einlesen und informieren, besser mehr in der Tasche, als bei einer Kontrolle dann zu wenig.
Mir stellt sich nach wie vor die Frage, wie ich mich am besten bei einer Kontrolle verhalten soll, denn wenn man mich frägt, wie es mit dem aktuellen Konsum aussieht, habe ich bisher geantwortet, dass ich aufgehört habe seit mehr als 1,5 Jahren und brav bin. das hat bei den netten Herren immer gefruchtet. Jeztt allerdings müsste ich tendenziell dann antworten: "Ja netter Herr, gestern, so ca. vor 10 Stunden habe ich meine Medizin genommen, ich habe ein Attest und halte mich an die EInnahmeverordnung meines Arztes." Zeige dem Herren alle "notwendigen" (generell ist man nicht dazu verpflichtet alles mitzuführen, von Arztseite wird es einem aber angeraten) Dokumente. Mit Sicherheit wird da weitergeforscht.
Ich werde natürlich drauf achten, dass ich nicht gerötete Augen habe und keinerlei AUsfallerscheinungen aufweise. Wer weiß ob all das tatsächlich ausreichen wird.... Als Vater von 2 Kindern habe ich natürlich keine Lust, meinen Führerschein zu verlieren. In einer Großstadt wie München existiert auch ein gut ausgebautes öffentliches Transportmittel, jedoch mit 2 Kindern wesentlich einfacher und komfortabler für Besuche, einkaufen etc. nach wie vor das Auto zu haben.....


LG aus München und ich freue mich auf weitere rege Antworten.

TOM 1
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von TOM 1 » Do 13. Jun 2019, 05:52

@Umbrella-Man
Es gibt leider keinen Rechtsstaat -- und in Bayern schon gar nicht!
Hiermit bestätige ich deine Aussagen!
Wer sich etwas damit beschäftigt, weiß dies längst. Unzählbare Beispiele täglich...
Es ist Alltag - Weltweit :-(
Umso größer die Firma (bis hin zu Staaten), umso krimineller das Verhalten/Vorgehen !
(als Kind dachte ich dies immer andersrum - doch man(n) lernt dazu :idea: )

In den Niederlanden wurden Studien gemacht welche besagen:
"Ein Cannabis Konsument schätzt sein Fahrverhalten als eher geringfügiger ein und fährt deshalb vorsichtiger"...
In Bayern z.B. bist du da eine Zeitbombe welche seines Gleichen sucht :idea:
!Carpe diem!

Umbrella-Man
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von Umbrella-Man » Mi 19. Jun 2019, 18:09

TOM 1 hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 05:52
@Umbrella-Man
Es gibt leider keinen Rechtsstaat -- und in Bayern schon gar nicht!
Hiermit bestätige ich deine Aussagen!
Wer sich etwas damit beschäftigt, weiß dies längst. Unzählbare Beispiele täglich...
Es ist Alltag - Weltweit :-(
Umso größer die Firma (bis hin zu Staaten), umso krimineller das Verhalten/Vorgehen !
(als Kind dachte ich dies immer andersrum - doch man(n) lernt dazu :idea: )

In den Niederlanden wurden Studien gemacht welche besagen:
"Ein Cannabis Konsument schätzt sein Fahrverhalten als eher geringfügiger ein und fährt deshalb vorsichtiger"...
In Bayern z.B. bist du da eine Zeitbombe welche seines Gleichen sucht :idea:
!Carpe diem!
Der Witz ist es gibt auch Untersuchungen die belegen dass Kiffer WENIGER Unfälle bauen als nüchterne Menschen- ich glaub die Unfasllwahrscheinlichkeit lag 20% unter der von Nichtkonsumenten. Solche Untersuchungen werden nicht öffentlich gemacht!

Stattdessen nimmt man u.U. Leute die es nicht gewohnt sind und/oder dosiert viel zu hoch - und stellt dann fest die sind zu breit zum Fahren - ergo : Kiffer sind eine Gefahr für den Straßenverkehr.

Dass ein Kiffer oder Patient der es gewohnt ist, selbst einschätzen kann ob er fahren kann - und dann sogar sicherer fahren kann als ein nüchterner Mensch... das wird nicht öffentlich gemacht...

Ich glaube schon lange nicht mehr an den Rechtsstaat... dabei bin ich voll der Gerechtigkeitsfanatiker und wäre als Kind gerne Polizist geworden, bis ich anfing das System zu peilen...

Ich hab auch meine Lehre geschmissen, als ich gemerkt habe dass ich bewusst Leute bescheißen muss... und ich geh davon aus dass das bei 70% aller Firmen der Fall ist- auf die ein oder andere Art...

ich will so nicht leben- und ich unterstütze das nicht... ich werde da nicht kuschen und mitmachen nur weils "halt so ist"

Lari85
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Registriert: Sa 29. Jun 2019, 06:56

Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Lari85 » Sa 29. Jun 2019, 07:23

Hallo alle miteinander...

Vielleicht kann mir ja wer Helfen.
Kurz zur sache. Ich wurde 2015 oder 2016 ich weiß nicht genau. Innerhalb von kurzer zeit, 3x von den gleichen bullen angehalten. Jedes mal bluttest. Einmal 1,5 dann 1,4 und dann 1,5ng. Zack schein weg.Bin seit 2011 dauerkonsument. Habe strikt drauf geachtet nur abends zu paffen.
Nun ist es so das ich mich seit 2011 quasi selbst medikamentiere. Klappt auch ganz gut. Ich nehme es zum einschlafen damit ich kelne bilder im kopf habe. Habe meine mutter verloren usw. schwerer schicksalsschlag.
Nunja. Gerne möchte ich meinen führerschein wieder haben.
Mpu wäre ja quasi sinnfrei da ja eh was drin ist.
Ich würde mor gerne Cannabis verschreiben lassen aufgrund meines schweren traumas.
Ist da etwas möglich?
Wie müsste ich vorgehen?

Lg larissa

Vielen dank schon mal im vorraus.
Hoffe das es auch verständlich ist

Charlie_Hustle
Beiträge: 2
Registriert: Di 2. Jul 2019, 14:21

MEDIZINISCHES CANNABIS UND DIE TEILNAHME AM STRASSENVERKEHR !

Beitrag von Charlie_Hustle » Di 2. Jul 2019, 14:30

Ich Grüße euch,

Wenn jemand eine Aussage kräftige und absolut konkrete Informationen zu diesem Thema hat wäre ich sehr dankbar.
Ist alles ziemlich Schwammig für mich das Thema - bzw die Gesetzeslage dazu macht mich nicht wirklich Schlauer.

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Martin Mainz
Beiträge: 2693
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Di 2. Jul 2019, 15:40

Hallo Lari85 und Charlie_Hustle und erst mal willkommen im Forum!

Bitte lest euch ein bisschen in diesen Strang ein und stellt dann konkrete Fragen.

Lari: Du wirst Dir einen Arzt suchen müssen, der Deine Situation versteht und Dir Cannabis z.B. erst mal auf Privatrezept verschreibt. Das mit dem Führerschein kommt dann im Anschluß.

Das Thema ist komplex, unterschiedlich nach Bundesland oder auch nach dem einzelnen Polizist oder des Personals der Führerscheinstelle. Wenn nicht wirklich eine Erkrankung vorliegt, rate ich davon ab irgendwelche Ärzte zu nerven.
Foren-Putze und Teilzeitadmin

Charlie_Hustle
Beiträge: 2
Registriert: Di 2. Jul 2019, 14:21

Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Charlie_Hustle » Di 2. Jul 2019, 20:53

So verhält sich das bei mir nicht ganz.
Ich für mein Teil bekomme ganz regulär mein Weed verschrieben.
Habe zwei mal in der Vergangenheit meine Fahrerlaubnis wegen Weed verloren, und ihn zweimal wieder bekommen nach dem ganzem Prozedere versteht sich.
Zur der Zeit war es noch nicht Medizinisch bei mir.
Jetzt ist es so, angehalten wurde ich bisher noch nicht, doch wenn soweit ist, kommt da nichts gutes bei raus.
Die Führerscheinstelle im Land Bremen, und ich nun das ist ein anderes Thema, und das ist kein gutes !
Wie gesagt, was mich angeht, ist die Gesetzeslage ziemlich Schwammig und Undurchsichtig schon bald willkürlich zu betrachten von Bundesland zu Bundesland !

Toni420
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Registriert: Mo 19. Mär 2018, 22:12

Re: Cannabis und Führerschein MPU positiv

Beitrag von Toni420 » Mo 15. Jul 2019, 23:55

Moin hab die MPU als Cannabispatient mit Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte positiv bestanden 😁😅💪

FAQ:
1)Drogenabzinenzkontrollprogramm
Ist Pflicht auch um zu sehen das kein anderer Konsum stattgefunden hat und auch wirklich thc eingenommen wird
2)alkoholverzicht
3) adhärenz compliance
4)sämtliche ärztliche Atteste zb Aufklärung zu Risiken im Straßenverkehr unter btm,Eingewöhnungsphase usw
5)Bescheinigung einer abgeschlossen kognitive verhaltenstherapeutischen Maßnahme

Und noch viel mehr

Vielleicht hilft es den ein oder anderen

Nick83
Beiträge: 4
Registriert: Do 4. Okt 2018, 21:57

Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Nick83 » Mo 22. Jul 2019, 16:01

Wowww, das ist unglaublich Toni420! Herzlichen Glückwunsch!

Ich möchte auch die MPU als Cannabispatient machen und wüsste gern was alles an Unterlagen Pflicht ist! Meine Führerscheinstelle hat mich ziemlich im Dunkeln stehen lassen!!!!!
Gibt es rechtskräftige Urteile oder so!

1000000 Dank!!!

michi1232
Beiträge: 5
Registriert: So 17. Mär 2019, 12:25

Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von michi1232 » Mi 24. Jul 2019, 21:34

Ich schließe mich @Nick83 an.
Bitte schildere uns doch genauere Infos @Toni420 .

Ich bin gerade so sehr am kämpfen was diese Geschichte angeht. Habe 2016 l den Lappen abgegeben.
Bekomme jetzt Cannabis über meinen Arzt, da ich seit Jahren an Migräne ohne Aura leide und ein Kostenübernahmeantrag ist abgegeben.

Nach Antrag auf Neuerteilung möchte Die FS mir nun nicht nur eine MPU sondern auch ein Fachärztliches Gutachten (600 eur) bzgl. der Migräne auferlegen. Anscheinend begreifen die es nicht, dass ich "nur" schmerzen habe und keine Aussetzer wie Lichtscheu oä.
Ich hoffe, dass mein Neurologe mir meine Verkehrstauglichkeit im etwaigen Sinne bestätigt.
Denkt ihr es wäre von Vorteil den bekannten Anwalt anzuheuern? Kostet halt direkt 1000eur ohne Verfahrenskosten. Bin sehr dankbar für Infos wie ich am besten meinem Ziel, meinen Führerschein zurück zu bekommen, näher kommen kann.

Übrigens: keine anderen Drogen in der Vorgeschichte und auch kein Alkohol.

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